Dezember 2002

Sonntag, 1. Dezember 2002

Back-Wahn

Für den heutigen Adventskaffee mit 6 Gästen habe ich gestern Nachmittag gebacken. Eine Lebkuchentorte mit Preiselbeersahne und einen Amaretto-Käsekuchen, der allerdings nicht gebacken wird. Die Rezepte gibt es demnächst auf meinen Küchenseiten.

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Montag, 2. Dezember 2002

Tier-Doc

Sammy musste die Tage zur zweiten Leukose-Teilimpfung. Mit der Tierärztin, die ich mir hier nach dem Umzug ausgesucht hatte, war ich nicht so zufrieden. Fachlich ist sie sicherlich auch gut, und gegen eine kleine, eher familiäre Praxis ist auch nichts zu sagen. Aber ich fand es nicht so besonders toll, dass dort immer das manchmal quengelnde und ständig nach Süßigkeiten suchende Kleinkind herumlief, auch im Behandlungszimmer. Ja, ja, frauenfeindlich könnte man jetzt sagen, sie versucht eben, Kind und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Aber andere Mütter können ihre Kinder auch nicht mit zur Arbeit nehmen. Kurz und gut, mit Sammy war ich heute in der Kleintierpraxis Lüerssen-Hof in Hemmingen-Hiddestorf. Absolut empfehlenswert, gut organisiert, kompetent und ein lieber und freundlicher Umgang mit den Tieren. Mein Horror ist es immer, stundenlang beim Tierarzt sitzen zu müssen, weil man ja nie weiß, wie viele andere Patienten schon dort sind. Und bei den meisten Tierärzten gibt es immer einiges Rätselraten, wer denn als nächstes dran ist. Ich habe mir früher immer nur gemerkt, wer nach mir kam, und wenn nur noch die übrig blieben, wusste ich, dass ich an der Reihe bin. Auch das gibt es dort nicht, jeder Tier-Patient wird wie beim Menschenarzt aufgerufen. Schnell ging es obendrein, nach nur einer kurzen Wartezeit waren wir nach 15 Minuten schon wieder draußen.
Sammy ist übrigens ein prima Autofahrer. Ich hatte noch nie eine Katze, die während der Autofahrt absolut gar keinen Mucks von sich gegeben hat.

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Dienstag, 3. Dezember 2002

Endlich verlinkt …

… habe ich den Adventskalender der Wellenbrecher, in diesem Jahr allerdings ohne meine Beteiligung. Lassen wir uns überraschen, was sich hinter den Türchen verbirgt, in diesem Jahr gibt es keine oder nur wenige Geschichten, sondern alles Mögliche rund um Weihnachten.

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Donnerstag, 5. Dezember 2002

Underneath your clothes

Korrekt und auf Deutsch müsste es heißen „Unter deiner Hos“. Nämlich das, was ich kürzlich zweimal gesehen habe. Mir war dieser Anblick bislang von gewissen – sagen wir mal – nicht besonders gepflegten Herren mit meist kräftiger Körperstatur bekannt. Bei dieser Spezies zeigt sich gelegentlich über der leicht nach unten gerutschten, am Hintern ausgebeulten Hose ein breites Stück Schiesser-Feinripp. Nun gibt es diese vorwitzige Unterbekleidung auch bei Frauen. Auf einer Veranstaltung vor ein paar Tagen sah ich die erste: Dieses Wesen war jung, schlank und langhaarig und trug enge Jeans mit tief sitzendem Bund. Auf der einen Seite lugte ein Stück dunkelblaue Unterwäsche hervor, bei der es sich eindeutig um einen Stringtanga handelte. Am Verhalten dieser jungen Dame gemessen habe ich dieses Versehen als ein ungewollt beabsichtigtes erotisches Lockmittel eingeordnet. Nur zwei Tage später begegnete mir das zweite Exemplar: eine Hundebesitzerin, die sich zu ihrem Tier hinunterbeugte und so ihre Rückansicht in voller Schönheit und Breite präsentierte. Sie war um einiges fülliger als Modell 1, trug aber auch Jeans mit „niedriger Leibhöhe“ (so die offizielle Bezeichnung) und einen kurzen Pullover. Und dazwischen – schon gar nicht mehr so sehr darunter – prangte ein mindestens 5 Zentimeter hoher Streifen eines ebenfalls blauen Stringtangas. Volle Breite von links nach rechts. Unmöglich, diese Ansicht zu ignorieren. Da muss ich den Titel doch noch einmal korrigieren: „Zeig mir deine Hos“.

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Samstag, 7. Dezember 2002

Schnee

Heute Morgen wachte ich auf und hörte wie immer wieder etwas gegen den Rollladen prasselte. Und es hörte sich härter als Regen an. Ich stand auf, schaute hinaus und sah: Schnee. Und es schneite noch in dicken Flocken. Der Schnee liegt immer noch, kein Wunder bei Minusgraden von 3 bis 4 Grad tagsüber. Welch Glück, dass uns dieses Ereignis am Wochenende und nicht während der Arbeitswoche ereilt hat. Bei solch einem unerwarteten Schneefall bricht doch sofort der gesamte Autoverkehr zusammen und es bleibt einem nichts übrig als die Hoffnung, vielleicht um 10 Uhr im Büro zu sein.

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Dienstag, 10. Dezember 2002

Lichterwelten

Gestern hatte ich zufälligerweise meine Digi-Cam tagsüber mit, weil ich eigentlich den schlafenden Weihnachtsmann in unserer Schule fotografieren wollte. Ich habe es dann doch nicht getan, weil die kleine Weihnachtsmannfigur im schlichten Puppenbettchen doch mehr ein akustisches als ein optisches Erlebnis ist. Kein Wunder, in einer Schule für Blinde und Sehbehinderte gelten andere Prioritäten. Der kleine Mann schläft jedenfalls deutlich hörbar, er pfeift und schnarcht und lässt sich von niemandem stören.
Mit Fotoapparat ausgerüstet nutzte ich trotz der eisigen Kälte (und ich hatte noch nicht einmal Handschuhe dabei) die Gelegenheit, um ein paar Fotos zu schießen. Sie sind nicht überwältigend, dazu hatte meine schlichte Kamera einfach zu wenig Licht, aber sie vermitteln einen kleinen Eindruck, wie es hier um uns herum in der Adventszeit leuchtet.


In natura ist diese Balkonbeleuchtung noch beeindruckender

Kann man’s erkennen, da hängt einer vorn am Haus!

Nebenan steht ein Leucht-Weihnachtsmann vor der Tür (der helle Fleck rechts unten)

Hier leuchtet es an jedem Fenster, am Balkon und im Vorgarten

Und hier ist das Licht mehr gewerbe- als adventsmäßig – unser 500 Meter entfernter Real-Markt

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Vergangenheitsbewältigung

In manchen Nächten, wenn ich zum Beispiel nicht einschlafen kann, plagen mich Albträume aus der Vergangenheit. Situationen, in denen ich mich gern anders verhalten hätte, mich an meine Gefühle damals erinnere, und es den beteiligten Personen in Gedanken heimzahle. Einiges davon stammt aus meinen Phasen der Zeitarbeit. Und so habe ich mich hingesetzt und den Teil 1 davon niedergeschrieben in der Hoffnung, dass ich es mir nun „von der Seele“ geschrieben habe. Wer mitlesen möchte, ist eingeladen: Löwenmaul persönlich, Rubrik „Berufsleben in Hannover„.

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Donnerstag, 12. Dezember 2002

Vorweihnachtliches Essen

Gestern Abend waren wir im kleinen Kollegenkreis zum vorweihnachtlichen Abendessen verabredet. Es ging zum Griechen nach Arnum, unserem Nachbarort. Das war sehr günstig, denn so musste ich nicht selbst fahren. Hingebracht hat mich Jörg und zurück bin ich mit den Kollegen gefahren, die weiter entfernt wohnen und sowieso mit dem Auto da waren. Der „Bacchus I“, also
dieses griechische Restaurant, bietet zurzeit bestimmte Gerichte zu 80er-Jahre-Nostalgiepreisen an. So lautet jedenfalls die Werbung dafür. Ein Grillteller kostet zum Beispiel 6 Euro und ein Glas Landwein 1,75 Euro. Hört sich ganz gut an. Schaut man dann allerdings in die reguläre Speisekarte, stellt man fest, dass dieser Grillteller normalerweise 7 Euro kostet. Es kann also nicht so ganz hinhauen mit den 80er-Jahre-Preisen, es sei denn es handelte sich damals um DM-Beträge. Der Abend war sehr nett und hat mir gut gefallen. Leider konnte mich der „Bacchus“ auch bei diesem Besuch (es war mein zweiter) noch nicht überzeugen. Wir waren letzten Winter einmal mit Tina und Ralf an einem Samstagabend dort gewesen, es war sehr voll, wir einen Tisch in einer engen Ecke ganz hinten, mussten lange auf Getränke warten und Getränkenachbestellungen waren fast unmöglich, weil keine Bedienung mehr auftauchte. Auch gestern ging es sehr hektisch zu, die Kellner rannten ständig hin und her und auch die erste Getränkerunde ließ sehr lange auf sich warten. Angeblich hatten sie Stress, weil die alten Herren von Hannover 96 um 21:15 Uhr erwartet wurden. Ich weiß nicht, ob es wirklich daran gelegen hat. „Unser“ Grieche in Ricklingen hat mir jedenfalls besser gefallen.

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Kälte ausgesperrt

Da unsere Katzen ihren Ausgang durch den Keller und einen Lichtschacht nach draußen haben, war dieses Fenster ständig geöffnet. Und nun strömte die Eiseskälte von draußen herein. Zwar ist der Waschkeller durch eine (selbstgebaute) Holztür verschlossen, aber sie hält doch nicht alles ab. Gestern Abend hat Jörg also im Keller gebastelt und unser Kellerfenster dicht gemacht. Er hat die ursprüngliche Glasscheibe mühevoll zertrümmert, eine Kunststoffscheibe passend zurechtgesägt, eine Öffnung für die Katzenklappe gemacht, diese eingebaut und das Ganze dann in den Rahmen geklebt. Und siehe da – die Temperatur stieg auf 10 Grad plus in diesem Kellerraum.

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Durchgefroren und müde

Die eisige Kälte hat sich in den letzten Tagen auch im Haus bemerkbar gemacht. Ich habe kein Fenster mehr zum Lüften geöffnet, wenn ich von der Arbeit nach Hause kam, sondern gleich die Heizung angeworfen. Und der Kaminofen war natürlich jeden Abend in Betrieb. Gestern Abend war mir extrem kalt, als ich nach Hause kam und mir wurde auch nicht richtig warm. Beim Griechen hatten wir einen Tisch in der Nähe der Eingangstür und da zog immer wieder etwas kalte Luft herein. Kein Wunder, dass ich heute Morgen mit einer Schniefnase aufwachte. Und müde war ich auch, aber den beiden anderen im Büro ging’s nicht besser. Um 16 Uhr machte ich Feierabend und wollte mich eigentlich sofort mit einem Buch aufs Sofa legen. Pustekuchen! Lizzy tigerte unruhig durchs Haus, sie musste wohl dringend aufs Klo. Seit es so kalt ist, gehen die Katzen sehr wenig nach draußen, ich hatte aber bisher noch keine von den dreien auf einem der Katzenklos gesehen. Aber Lizzy machte keine Anstalten, nach draußen zu wollen. So machte ich mich sofort daran, beide Katzenklos komplett zu entleeren, zu reinigen und neu zu befüllen. Ups, beim Kellerklo war’s auch dringend nötig, das Katerchen hatte dort schon viele Häufchen hinterlassen. Und siehe da, als alles frisch und neu war, saß Lizzy auch gleich in einem der Toilettenhäuschen drin.

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Freitag, 13. Dezember 2002

Einkaufsberaterin

Mein Schnupfennäschen war übrigens schon gestern Abend wieder weg. Also konnte ich mich ungetrübt auf das Tapezieren im Keller freuen. Hm, ich frag mich nur, warum ich so herumgetrödelt habe. Es war schon halb drei, als ich endlich aus dem Büro verschwand. Zuerst musste ich zur Apotheke, eine Packung Aspirin für alle Fälle und ein Schmerzmittel speziell für die Frau kaufen. Um viertel vor drei war ich bei der ersten Apotheke hier im Ort. Dunkel? Klar, die machen erst um 15 Uhr wieder auf. O.k., dann eben zum Rathausplatz und in die andere Apotheke. Aber auch da hatte ich kein Glück, die war ebenfalls bis 15 Uhr geschlossen. Also bin ich eine Runde in der eisigen Kälte spazieren gegangen. Und dann hatten sie nicht einmal das Schmerzmittel, das ich eigentlich haben wollte. Ich ließ mir ein anderes empfehlen und hoffe, es wirkt genauso gut, falls ich es brauchen sollte.
Anschließend war ich bei Real einkaufen und auch dort habe ich mir Zeit gelassen. Schon wieder einmal wurde ich zur Einkaufsberaterin. Kürzlich erst fragte mich ein gut aussehender Mann vor den Weinregalen um Hilfe. Ich empfahl ihm den Rosé, den ich immer kaufe, weil er trocken, lecker und preiswert ist. Als ich Jörg das erzählte, sagte er, dass ich ab sofort nicht mehr allein einkaufen gehen dürfe *g*. War aber nur so ein Spruch, klar darf ich die Einkäufe immer noch alleine in den Einkaufswagen und ins Auto werfen und dann nach Hause karren. Heute war es besonders lustig, denn ich war gerade erst in den Gang mit den Backzutaten eingebogen und hatte noch nicht einmal in die Regale geschaut. Da stand ein kleiner älterer Herr, kam auf mich zu und sagte: „Darf ich Sie mal etwas fragen?“ Klar durfte er, ich kann bestimmt gute Tipps geben. Es stellte sich heraus, dass er Brotbackmischungen kaufen wollte, weil er sein Brot selbst backt. Leider war an der Stelle im Regal fast alles leer geräumt. Ich: „Ach, ich wollte auch gerade nach den Brotbackmischungen schauen“. Er hatte dann als Alternative Mehl genommen und wollte von mir wissen, welches das bessere sei – dies (Type 405) oder das (Type 550). Ich riet ihm, für sein Brot das Mehl Type 550 zu nehmen, weil da mehr Inhaltsstoffe drin seien. Damit war er zufrieden und ich entdeckte dann unter den noch wenigen vorhandenen Packungen ein Sonderangebot: ein 3er-Pack verschiedener Backmischungen à 500 g für 99 Cent. Zwei Stück gekauft, das gibt wieder 6 leckere Brote.

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Mann feiert und Frau tapeziert

Kurz nach vier war ich schließlich zu Hause. Bis ich dann mit den ganzen Vorbereitungen fertig war (Kleister anrühren, Tapeziertisch aufstellen, messen, schneiden, etc.) habe ich es gerade mal geschafft, drei Bahnen anzukleben. Dann war es halb sieben und ich hatte keine Lust mehr. Na ja, ich hatte auch noch andere Kleinigkeiten dazwischen geschoben, während der Kleister vor sich hin quoll. So habe ich den Katzenausgang am Kellerfenster in mehreren Versuchen etwas komfortabler gestaltet. Dabei habe ich beobachtet, dass sich Lizzy ziemlich ungeschickt anstellte bzw. sich so verhalten hat, als ob ihr die Katzenklappe völlig neu sei. Ich musste ihr mehrmals zeigen, wie sie geöffnet wird, denn sie stand davor und kratzte daran (nein, so geht die Klappe nicht auf, du musst einfach mit dem Kopf durch). Dann habe ich stellenweise noch den Keller gefegt, weil ich nicht dauern durch die Mörtelbrösel laufen wollte. Und schließlich habe ich mit einer schwierigen Ecke beim Tapezieren angefangen, um das untere Teil der Tapete anzukleben, musste ich mich fast flach unter die Kellertreppe werfen. Wahrlich keine einfache Arbeit.
Ach so, ich erwähnte oben, dass „Mann feiert“. Heute findet Jörgs Firmenweihnachtsfeier statt und deshalb bin ich heute Abend allein zu Haus.

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Montag, 16. Dezember 2002

Verstylt, verflixt, versprochen und versungen

Gestern Abend bei „Menschen 2002! Menschen, Bilder, Emotionen“:
Da war zunächst Nena, deren Frisur mich an den 80er-Jahre-Trend „Vokuhila“ erinnerte. Ist das noch ein Begriff, „vorne kurz und hinten lang“? Nenas Frisur war die neue Variante „Vokuhila Obst“, wobei „Obst“ für „oben Stoppeln“ steht. Schlimmer aber war noch, dass die Fransen mit einer ganzen Menge Gel und Spray angeklebt worden sein mussten. Ich hatte allein beim Anschauen das dringende Bedürfnis, meine Haare unter Wasser zu halten und alles künstlich-klebrige auszuspülen, damit sie dann wieder locker fallen können.
Dann waren drei Schüler aus dem Gutenberg-Gymnasium in Erfurt zu Gast. Auf Günther Jauchs abschließende Frage, wann sie denn wieder in ihr Schulgebäude zurückdürften, antwortete einer der Schüler: „Voraussichtlich im November.“ Wie – November 2003 – so lange dauert die Renovierung noch? Ach nein, verflixt, da hat doch der Aufnahmeleiter nicht aufgepasst. Die Sendung wurde bestimmt schon im August aufgezeichnet und es war der vergangene November gemeint.
Vor einer der unvermeidlichen Werbepausen kündigte Günther Jauch „Bilder der Ereignisse des Jahrs 2003“ an. Welch spannendes Versprechen, jetzt schon sehen zu können, was im nächsten Jahr passiert wird! Nach der Werbung wies Herr Jauch allerdings darauf hin, dass es sich um die Ereignisse des Jahrs 2002 und nicht 2003 handele.
Später trat dann Herbert Grönemeyer mit „Der Weg“ auf. Ein wunderschönes Lied, das ich immer wieder gern höre. Aber auch hier gab es wieder Indizien dafür, dass die Sendung schon einige Wochen alt sein musste. Herbert Grönemeyer hatte das Lied anscheinend noch nicht oft genug gesungen, denn gleich zu Anfang hatte er einen Versprecher. Und an der Stelle „hab meine Frist verlängert“ sang er hundertprozentig nicht „Frist“, sondern etwas mit „Sch…“, aber was es heißen sollte, konnte man natürlich wie immer nicht verstehen.

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Rutschbahn

Heute Morgen hatten wir noch Minustemperaturen, wenn es auch um einiges wärmer war als die letzten Tage. Aber es hatte in den frühen Morgenstunden angefangen, leicht zu regnen. Jörg kam gleich wieder rein. Sein Auto war mit einer dicken Eisschicht bedeckt, und auf der Straße war es spiegelglatt. Selbst der Schotter in unserer Einfahrt war rutschig. Er meinte, ich solle auch zu Hause bleiben statt mir vielleicht eine Beule ins Auto zu fahren. Ich sah aber die Autos auf der Bundesstraße fahren, als wäre nichts Ungewöhnliches und dachte, ich probier’s einfach mal. Schon nach ein paar hundert Metern sah die Straße nur noch nass aus. Also weiter. Vorsichtiges Fahren war aber durchaus angebracht. Das stellte ich vor allem in der gemeinen Kurve Richtung Messeschnellweg fest, in der ich im letzten Jahr bei Regen mein Auto an die Leitplanke gesetzt hatte. Richtig lustig wurde es allerdings dann auf dem Parkplatz, denn der war komplett von einer Eisschicht bedeckt. Ich rangierte mein Auto mit äußerster Vorsicht neben die dort bereits geparkten Fahrzeuge. Tja, mit dem Auto und vier Rädern untendrunter ging es ja noch. Aber nun musste ich aussteigen und mich auf zwei Füßen auf die Eisfläche begeben. Ich bewegte mich in Zeitlupentempo Richtung Gehweg. Dort war teilweise gestreut, ich konnte mich einigermaßen normal fortbewegen und bin heil in der Schule angekommen.

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Mittwoch, 18. Dezember 2002

Baum oder nicht Baum?

Wir sind uns noch unschlüssig, ob wir in diesem Jahr einen Weihnachtsbaum aufstellen werden. Es fehlt der richtige Platz im Wohnzimmer, obwohl es wirklich nicht klein ist. Wir müssten den Trulleberg (= Kommode) umstellen, aber wohin? Also wenn es einen Baum gibt, dann nur einen ganz kleinen …

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Endspurt

Noch ein „richtiger“ Arbeitstag und dann gleite ich vorsichtig in die Weihnachtsferien hinüber. Am Freitag findet die Weihnachtsfeier in der Schule statt und ab mittags ist dann Schluss. Zwei Wochen frei! Und kein Weihnachtsstress! Gestern habe ich sieben große Umschläge in den Briefkasten gesteckt, fünf Päckchen liegen noch auf meinem Schreibtisch und warten auf die persönliche Verteilung. Zu Weihnachten gibt es sowieso nur kleine Geschenke, und in diesem Jahr war es aus einem bestimmten Grund ganz besonders einfach. Die Geschenke lagen schon seit zwei Monaten bereit. Ich hoffe, es wird eine schöne Überraschung für alle, die ein solches Päckchen bekommen. Jörg und ich schenken uns nichts, aber ich habe eine Kleinigkeit für den 24.12. gekauft. Für uns beide, aber vielleicht doch ein klein wenig mehr für mich.

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Donnerstag, 19. Dezember 2002

Hinterm Mond

Viele von uns Deutschen haben sich immer noch nicht so richtig an den Euro gewöhnt. Wie oft hört man noch Sätze wie „das sind 100 Mark“. Ich vermeide es, so etwas zu sagen, ertappe mich aber doch gelegentlich noch dabei, heimlich in Gedanken umzurechnen. Gestern aber bei der Post erlebte ich jemanden, der tatsächlich noch hinterm Mond zu leben schien. Am Schalter neben mir stand ein jüngerer Mann, der ein kleines Packset gekauft hatte und mit dem Zusammenbau nicht zurechtkam. Und dann meinte er noch: „Ach, geben Sie mir doch noch zehn Briefmarken zu einszehn und fünf Stück zu drei Mark.“ Was die Dame hinter dem Schalter sagte, konnte ich nicht verstehen, aber vermutlich war es ein Hinweis darauf, dass auch Briefmarken jetzt in Euro bezahlt werden müssen. Er reagierte darauf nur mit „ja, ja, ich kann mir das nicht merken“. Auch ich konnte mir diese krummen Beträge bei den Briefmarken anfangs nicht so gut merken, aber es gibt doch noch elegantere Möglichkeiten, trotzdem Briefmarken zu kaufen ohne sich lächerlich zu machen. Wie wäre es mit „zehn Briefmarken für Standardbriefe“?

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Sonntag, 22. Dezember 2002

Nüsse und Knoblauch

Nein, ich habe kein Gericht mit diesen Zutaten gekocht. Sondern beides nur vorbereitet. Da war zum einen ein Kilogramm Haselnüsse. In der Schale. Also musste ich sie zuerst mühsam knacken. Leider haben wir nur einen ganz einfachen und alten Nussknacker (aber wann braucht man schon mal so ein Ding?). Eben nur bei diesen geschenkten Nüssen. Nach einer Stunde war es geschafft:

Immerhin blieben 400 Gramm Haselnusskerne übrig. Die habe ich in der Küchenmaschine gehackt und einen Teil in einem Brot verarbeitet. Das Brot backt im Moment noch, ich bin ganz gespannt, ob es gelingt.
Anschließend kam noch der Knoblauch dran. Mehrere Knollen schälen, in der Küchenmaschine ganz klein hacken, etwas Olivenöl dazugeben, dann in kleine Behälter füllen und einfrieren. So haben wir immer „frischen“ Knoblauch zur Hand, der garantiert nicht trocken und alt wird.

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Dienstag, 24. Dezember 2002

Maine Coon-Katerchen Sammy mit Weihnachtsmütze
Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern
frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2003

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Freitag, 27. Dezember 2002

Updates


Am 23.12. noch einen kleinen Weihnachtsbaum (Blaufichte) im Topf ergattert – „eingefroren“ wegen extremer Eisglätte am 24.12. – Heiliger Abend mit Lachsbrötchen und Harry Potter Teil 1 – fauler 1. Weihnachtstag auf dem Sofa, Abendessen bei den Nachbarn – großer Putenbraten mit böhmischen Semmelknödeln und Rotkohl am 2. Weihnachtstag – Ausklang des Tages faul auf dem Sofa vor dem Fernseher – spät ins Bett und heute trotzdem ausgeschlafen – Urlaub!!!

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Samstag, 28. Dezember 2002

Überarbeitungen

Nein, nicht ich bin überarbeitet, sondern einige meiner Web-Seiten mussten bzw. wollten überarbeitet werden. Gestern war der TextWald dran, bei dem das Layout noch nicht ganz „sauber“ war. Und heute Nachmittag bastelte ich an den persönlichen Seiten in Löwenmaul. So, nun gefällt es mir wieder und neue Inhalte können folgen.

Zur Entspannung werden die Lichterketten an der Wand (mit Tütchen, selbst gebastelt von meiner Mutter!) und die am Weihnachtsbaum eingeschaltet und dann geht’s ab aufs Sofa. Ich hab ja schließlich Urlaub.

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Montag, 30. Dezember 2002

Silvester-Vorbereitungen

Die Vorbereitungen für den morgigen Silvesterabend laufen. Dieses Mal werden wir eine sehr kleine Runde sein, vier Erwachsene, ein Kind und ein Ungeborenes. Wir machen einen Schlesischen Kartoffelsalat, Lachscrêpes und Aioli. Dazu gibt es Wiener Würstchen und Matthias bringt Frikadellen mit. Heute Mittag habe ich die Zutaten bei Real eingekauft. Es war natürlich wieder sehr voll, aber am schlimmsten waren die weißen Flöckchen, die bis vor einer Stunde vom Himmel fielen. Die Leute krochen nur noch über den Parkplatz. Nein, nicht auf allen vieren, sondern in ihren Autos, obwohl es auf dem Boden wirklich nur nass war – eben das typische Schnee-Phänomen.
Dann wollte ich nur schnell mein Rezept für die Lachscrêpes ausdrucken. Mein Drucker meckerte eine leere Farbpatrone. O.k., ausgetauscht, Druckkopfreinigung durchgeführt und das Ergebnis: geht immer noch nicht. Vermutlich ist der Druckkopf jetzt ganz im Eimer. Ein schönes Druckbild hatte er schon lange nicht mehr. Na ja, fünf Jahre hat er durchgehalten. Ein neuer Druckkopf kostet übrigens 139 Euro!!! Kein Wunder, wenn die Geräte dann lieber weggeschmissen werden und man sich etwas Neues kauft. Druckermangel besteht bei uns zum Glück nicht, ich drucke dann eben übers Netzwerk wahlweise auf dem OkiPage oder dem Canon S600-Tintenstrahler.
Hier noch mal ein Foto von meinen Silvestervorbereitungen:

gekochte Kartoffeln, Pfannkuchenteig und kochende Eier

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