Menschen

Samstag, 19. März 2016

Geburtstags-Dessert

Diese Woche hat der Mann des Hauses seinen 50. Geburtstag gefeiert und für den heutigen Abend hat er ein paar Gäste eingeladen. Aufgrund meiner immer noch hohen Arbeitsbelastung konnte ich gestern Nachmittag nicht früher gehen und hatte daher keine Zeit für die Zubereitung komplizierter Speisen. Wir einigten uns auf ein paar Räucherlachsschnittchen als Vorspeise, dann eine Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe und zum Abschluss ein Schichtdessert mit Apfelkompott – natürlich mit Äpfeln vom eigenen Baum – und das ist auch alles, was ich davon fotografiert habe.

Als Geschenk habe ich einen Gutschein für eine Berlinreise mit Musicalbesuch überreicht. Einen Termin müssen wir uns noch aussuchen, aber auf jeden Fall muss es vor Ende August sein, weil „Hinterm Horizont“ nur noch so lange dort läuft.

Mittwoch, 18. November 2015

Beklemmend

Eigentlich wollten wir gestern Abend das Fußballspiel im Fernsehen anschauen, Deutschland gegen die Niederlande in Hannover. Trotz der fürchterlichen Anschläge in Paris vergangenen Freitag sollte das Spiel stattfinden. Und dann hörten wir am frühen Abend im Radio, dass das Spiel kurzfristig wegen einer „konkreten Bedrohungslage“ abgesagt wurde. Von da an verfolgte ich die Nachrichten im Live-Ticker der Hannoverschen Allgemeinen, gleichzeitig hatten wir den Fernseher mit den Berichterstattungen laufen. Der dazwischen ersatzweise laufende Krimi plätscherte mehr oder weniger an mir vorbei. Und dann auch noch geschlossene Stationen der Stadtbahn und abgesperrte Gleise am Hauptbahnhof … Gefunden wurde allerdings nichts, verdächtige Gegenstände stellten sich als harmlos heraus, und heute kann man sogar Kommentare lesen, die dahinter eine großangelegte Übung sehen. Trotzdem macht es Angst, eine mögliche Gefahr so nah zu sehen, wo man doch gern mal verdrängt, und alles andere, was bisher passiert ist, doch weit genug weg ist. Ich musste zum Abschluss des Abends noch eine halbe Stunde etwas ganz banales im Fernsehen anschauen, um ein wenig abzuschalten.

Mittwoch, 16. September 2015

Da ist mein Geld drin!

Heute suchte ich nach der Arbeit eine auf dem Nachhauseweg gelegene Sparkassenfiliale auf, um meinen Bargeldvorrat aufzustocken. Vor mit tappte ein vermutlich noch gar nicht so alter, aber alt wirkender grauhaariger Mann durch die Eingangstür. Ich hätte ihn gern überholt, aber zuerst hielt er sich mehr links in Richtung der Geldautomaten, und als ich dann rechts an ihm vorbeigehen wollte, scherte er nach rechts zu den Stehtischen mit den Formularen aus. Er murmelte vor sich hin: „Hab ich denn da vorhin meine Karte liegenlassen …“ Nachdem er also nach rechts abgebogen war, erreichte ich zügig einen der Geldautomaten. Und dann stand der Mann hinter mir, ziemlich dicht sogar, deutete auf den Automaten und sprach: „Da ist mein Geld drin!“ Ich war einen Moment verwirrt, dachte tatsächlich, er hätte das Geld nicht aus dem Ausgabefach genommen, schaute nach unten, aber dort lag nichts. „Nein, da liegt nichts“, informierte ich ihn daher. Außerdem war es auch unwahrscheinlich, denn er kam ja von draußen. Und sollte er zuvor schon einmal am Geldautomaten gewesen sein und hätte das Geld nicht herausgenommen, wäre es längst wieder hinter der Klappe verschwunden. Ich setzte also meinen Vorgang fort, und ebenso beharrte der Mann erneut darauf, dass sein Geld sich darin befinde. Nun glaubte ich einen Moment, er wolle scherzen, und sagte: „Ja, ja, mein Geld ist auch da drin.“ „Da ist mein Geld drin, mein Geld!“, fuhr er unbeirrt fort, immer noch dicht hinter mir stehend. Dann steuerte er auf eine Mitarbeitern zu, laut rufend: „Die Frau hat mein Geld!“ In dem Moment öffnete sich der Schacht, und ich entnahm MEIN Geld, verstaute es und sah zu, dass ich schnell das Gebäude verließ. In Gedanken sah ich schon Mann und Mitarbeiterin hinter mir herrennen und behaupten, ich hätte sein Geld mitgenommen. Beim Hinausgehen hörte ich noch die Mitarbeiterin fragen: „Haben Sie denn vorhin Ihre Karte in den Automaten eingeführt?“ Ich „entkam“ unbehelligt, und ob der Mann sein Geld noch bekommen hat, ist mir nicht bekannt.

Montag, 9. März 2015

Amerikanische Verwandtschaft

Meine 25-jährige Nichte, die vor drei Jahren nach USA ausgewandert ist, traf am Donnerstag in der alten Heimat Hessen ein. Am Wochenende würde sie dann mit meiner Schwester und meinem Neffen bei meinen Eltern im Odenwald sein. Daher kündigten wir kurzfristig ebenfalls unseren Besuch an, um alle zusammen wieder einmal zu sehen. Es war zum Glück nicht viel los auf den Straßen, und so hatten wir an beiden Tagen eine entspannte Fahrt. Es war ein volles Haus in Reichelsheim, denn der neue Freund meiner Schwester war am Samstag auch da, und drei Hunde waren ebenfalls anwesend. Es war ein schönes Wochenende und die „kleine“ Amerikanerin meistert ihr Leben dort mit College und Arbeit sehr gut.

Sonntag, 7. September 2014

Grillfest

Der Mann des Hauses hatte sich für dieses Jahr ein Grillfest mit mehreren Gästen gewünscht, und das fand gestern statt. Glücklicherweise besitzen wir ja nun zwei Pavillons und konnten dem Abend wettertechnisch gelassen entgegenblicken. Die Pavillons bauten wir mittags bei brütender Hitze auf, aber es war am Abend durchaus mit einem Regenschauer oder kleinen Gewitter zu rechnen.
Ich war recht aufgeregt, denn selten hat man so viele Gäste (insgesamt waren wir zwölf Leute) im Haus, und auch wenn „nur“ gegrillt wird, kommen noch so einige Beilagen dazu, die vorbereitet werden wollen. Neben dem weltbesten Kartoffelsalat des Mannes bereitete ich unter anderem wieder die Auberginencreme zu. Und für das Dessert hatte ich schon am Vortag die weiße Espresso-Panna-Cotta vorbereitet, die bei einem Essen im letzten November so gut bei den Gästen angekommen war.
Zusätzlich war ich aufgeregt, weil mir zwei bislang persönlich nicht bekannte Leute eingeladen waren, nämlich ein Kollege des Mannes und sein jetziger Chef. Ich wusste natürlich, dass meine Aufregung unbegründet war, aber abstellen konnte ich sie trotzdem nicht.

Hier stehen die beiden Pavillons:

Vom Grillfest gibt es keine Fotos, ich dachte kurz mal daran, welche zu machen, aber als Gastgeberin springt man ja doch immer hin und her. Ich konnte kaum etwas essen, weil ich wegen der Aufregung keinen Appetit hatte. Erst nach dem Dessert, das erneut großen Anklang fand, konnte ich in Ruhe bei den noch verbliebenen Gästen sitzen und ein Glas Wein genießen.
Übrigens hatte sich der Aufbau der Pavillons doch noch gelohnt. Nachdem sich die angesagten Regenschauer am frühen Abend aufgelöst hatten, setzte gegen Mitternacht ein mittelkräftiger Landregen ein. Ganz entspannt konnten wir draußen sitzenbleiben, und das hektische Hineinräumen, das sonst in solchen Fällen unvermeidlich ist, blieb uns erspart.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Weltfremd

Ich arbeite in einem Umfeld, in dem zwangsläufig viele Lehrer tätig sind. Hin und wieder kommt es zu Begegnungen, bei denen sich die Lehrerklischees bestätigen.
Zum einen tritt das berühmt-berüchtigte Lehrerehepaar nicht nur im Roman in Erscheinung, sondern kommt im wahren Leben auch recht häufig vor. Im Gegensatz zur Zahnarztfrau aus der Werbung, bei der es sich um die – vermutlich nicht berufstätige – Ehefrau eines Zahnarztes handelt, sind tatsächlich beide Ehepartner in diesem Beruf tätig.
Zum anderen gibt es immer wieder einmal Missverständnisse in Bezug auf Ferien, Urlaub und Arbeitszeiten. Nicht selten wünscht man uns Angestellten „schöne Ferien“, sobald die Schule zu Ende geht. Okay, kein Problem, das wird eben überall am letzten Schultag geäußert, man kennt es ja mittlerweile und wünscht kommentarlos dasselbe. Immerhin erkundigen sich viele Kolleginnen und Kollegen, ob man demnächst auch frei habe (das sind wohl diejenigen mit Partner in anderen Berufen) Hin und wieder aber hört man die verwunderte Frage: „Wie, ihr habt keine Ferien?“ Nein, hat man als Angestellte(r) in dieser Form tatsächlich nicht.
Kürzlich erlebten meine Kollegin und ich einen Höhepunkt in Weltfremdheit. Ein ehemaliger Kollege samt Ehefrau schaute kurz vorbei. Es war gegen 11:30 Uhr. Als sie sich verabschiedeten, wünschte uns die Gattin einen schönen Tag und meinte, wir hätten ja wohl gleich Feierabend. Nein, wir müssen noch ein paar Stunden arbeiten, erklärten wir. „Ach, das musste ich ja NIE!“, war ihre Antwort. Mein erster Gedanke war, dass sie nie berufstätig gewesen war, aber wie man berichtete, war sie früher selbst Lehrerin gewesen. Und ich dachte immer, selbst wenn mittags Schulschluss ist, wird zu Hause weitergearbeitet, Unterrichtsvor- und nachbereitung und so weiter. Vielleicht war das früher nicht so üblich. Aber selbst wenn dies der Fall sein sollte, dann frage ich mich, ob diese Leute keine anderen Menschen kennen, die Vollzeit irgendwann zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Leben sie so weltfremd in ihrer eigenen (Lehrer)Welt?

Sonntag, 29. Juli 2012

Ruinen und lange Nacht

Mit meinem Geburtstagsbesuch haben wir gestern Nachmittag einen kleinen Ausflug gemacht. Es ging erneut zum alten Hanomag-Gelände in Linden-Süd, wo ich in diesem Jahr nun zum dritten Mal war. Verbunden damit haben wir eine Probefahrt von Schwester und Neffen im Waldauto, dem Lada Niva. Da die Rückbank für die Holzarbeiten, also den Materialtransport ausgebaut ist, gibt es nur zwei Sitzplätze und wir sind deshalb mit zwei Autos gefahren. Auf jeder Strecke durfte einer der beiden im Lada mitfahren.

Ich habe wieder einmal Fotos von der alten Fabrikantenvilla gemacht, die demnächst restauriert und in Büros und Wohnungen umgebaut wird. Außerdem haben wir einen Blick in das momentan ausgehöhlte Gebäude am Deisterplatzkreisel gemacht.

Anschließend statteten wir Stadler, dem „größten Zweirad-Center Deutschlands“ einen Besuch ab. Schöne Fahrräder gibt es dort und man kann sich direkt im Laden ein Fahrrad schnappen und probefahren. Dafür gibt es eine Teststrecke in einer Ecke, doch die Leute fuhren auch – obwohl es nicht erlaubt ist – durch die Gänge, und man musste als Fußgänger und Fahrradbegucker schon aufpassen, nicht von einem angefahren zu werden.
Sonnig wurde es leider nicht (wahrscheinlich hatte ich mir zu oft kühleres Wetter gewünscht), aber gegen Abend war es immer noch so mild, dass wir auf der Terrasse sitzen und grillen konnten. Und lange haben wir gesessen, bis drei Uhr nachts!
Nach spätem Aufstehen, Frühstück und Fotos anschauen sind sie gegen 15 Uhr wieder Richtung Heimat abgefahren.

Samstag, 11. Dezember 2010

Eine alte „Bekannte“

Ich habe immer darauf gewartet, bei einer Fernsehsendung wie zum Beispiel beim Perfekten Dinner einmal ein bekanntes Gesicht zu sehen. Schließlich habe ich während meiner Anfangszeit in Hannover unter anderem zeitarbeitsbedingt eine ganze Reihe Firmen kennengelernt. Aber auch aus Frankfurt oder Umgebung hätte mal jemand dabei sein können, der mir damals über den Weg gelaufen ist. Bis jetzt kannte ich aber niemanden aus den Frankfurt- oder Hannover-Runden. Gestern schaltete ich zufälligerweise gegen Ende diese Makler-Doku-Soap ein, die vor dem Dinner läuft. Ich hörte „Dachterrasse, Innenstadt, Hannover“ und dachte, oh wie interessant, muss ich mal genauer hinschauen. Dann schwenkte die Kamera auf das immobilienbesichtigende Pärchen, gleichzeitig wurden die Namen eingeblendet. Neeeiiinnn! Das war Frau X.-Y., die ich vor fast zehn Jahren urlaubsvertreten „durfte“. Und die mich bei der Einarbeitung so gequält hatte! Sie suchte angeblich eine größere Wohnung zusammen mit ihrem Freund. Zum Glück kann man die Sendung im Internet anschauen, und das tat ich dann heute auch, weil ich gestern nur die letzten Minuten mitgekriegt hatte. Ehrlich gesagt, hätte ich die gute Frau nicht unbedingt wiedererkannt, aber der Name war unverkennbar. All die unerfreulichen Erinnerungen tauchten wieder auf, wie sie mich herumkommandiert hatte und mir zum Beispiel erklärt hatte, der Chef-Tee würde im (schon sehr braun verfärbten) Wasserkocher gekocht und mich dafür dann zwei andere Kollegen beinahe anschrien: „Wie können Sie nur, das ist nur für WASSER!“ Schon am ersten Einarbeitungstag hätte ich gern spontan alles hingeworfen, dabei bin ich niemand, der unüberlegt handelt. Na ja, ich habe es schließlich auch nicht getan, sondern es einfach ausgehalten. War aber interessant, die Dame nach so langer Zeit auf der Mattscheibe zu sehen. Ob die vorgespielte Geschichte wohl so stimmte?

Freitag, 15. Oktober 2010

Schief parken

Immer häufiger fallen mir Autos auf, die völlig schief und schräg auf Parkplätzen hinterlassen wurden. Da stellt man sein Auto auf der Markierungslinie ab oder sogar direkt über der Linie, sodass man gleich zwei Parkplätze in Beschlag nimmt. Bei der anderen Variante bemüht man sich nicht, das Fahrzeug gerade auf den Abstellplatz zu manövrieren, sondern „wirft“ es einfach irgendwie in die Parklücke. Ich überlege dann hin und wieder, kleine Zettel mit dezenten Hinweisen zu verteilen. „Ihr Auto steht ganz schief!!!“ oder „Das Einparken müssen wir aber noch ein wenig üben!“ Es ginge natürlich auch so: „Gutschein für 10 Stunden Einparken lernen“ oder „Die neue Einparkhilfe – nie wieder müssen Sie ihr Auto so schief auf dem Parkplatz hinterlassen – bestellen Sie jetzt!“.
Ich halte mich gern von diesen liederlich abgestellten Fahrzeugen fern, selbst wenn daneben noch genug Platz wäre. Wer sein Auto nicht einmal vernünftig in eine Parklücke bugsieren kann, bei dem kann es mit den Fahrkünsten nicht so weit her sein. Schwupps, hat man das danebenstehende Auto eingebeult, weil man noch schiefer wieder aus der Parklücke hinausfährt.
Schlimm finde ich, dass es leider häufig Frauen sind, die so schlecht einparken. Mädels, strengt euch mal an, das geht doch besser, denke ich mir dann immer.
Und noch schlimmer ist es, dass es sogar Frauen gibt, die absichtlich, mit Freude und mit gutem Gewissen schief parken. Der Grund: sie wollen das Frauenklischee aufrecht erhalten! Als ich das kürzlich per Zufall irgendwo las, brach ich beinahe weinend über meiner Tastatur zusammen.

Heute, 18.10.2010. ungefähr 17 Uhr auf dem Supermarktparkplatz:
Neben mir parkte eine Dame mit ihrer Mercedes A- oder B-Klasse gaaanz, gaaanz langsam ein und stand dann dermaßen schräg, dass sie selbst kaum aussteigen konnte. Beim nächsten Erlebnis dieser Art mache ich ein Foto.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Abgebrannt

Carola (im Internet auch als Melody bekannt) und ihre Familie brauchen dringend Hilfe, denn ihre Wohnung ist vor knapp einer Woche komplett ausgebrannt. Man stelle sich nur einmal vor: So gut wie alles, was man besessen hat, ist weg oder unbrauchbar geworden.
Also, wer helfen möchte, findet mehr Infos auf der Seite
http://www.abgebrannt-wir-helfen.de

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