Persönlich

Donnerstag, 19. Mai 2016

Wochenendreise

Morgen geht es in meine alte Heimat und anschließend weiter in den Odenwald zu meinen Eltern. Mein Vater ist Anfang Mai 85 geworden und lädt am Samstag die Familie zur Geburtstagsfeier ein. Diese findet erst jetzt statt, weil meine Nichte aus den USA morgen zum Deutschlandbesuch anreist. Es wird am Samstag ein Mittagessen im Gasthof geben, und bei einer Anreise am Samstag hätten wir sehr, sehr früh aufstehen müssen. Da ich aber auch gern an meinem alten Heimatort die schönen Fachwerkhäuser fotografieren wollte, hatte ich mir Folgendes ausgedacht: Wir nehmen den Freitag frei, reisen gemütlich nach Groß-Gerau zum Hotel, fahren dann nach Trebur, um bei einem kleinen Spaziergang zu fotografieren, besuchen dann meine Schwester, Nichte und Neffen, übernachten im Hotel und fahren am nächsten Vormittag in den Odenwald. Die Katzenversorgung ist organisiert, da habe ich über eine Internetplattform eine Dame aus dem Nachbarort gefunden.

Montag, 29. Februar 2016

Pause

Im Moment ist hier Schreibpause wegen hoher Arbeitsbelastung. Seit Mitte des Monats sind wir dabei, die Abiturprüfungen für neun Schüler in sehbehinderten- bzw. blindengerechte Form umzuarbeiten. Und jeder hat vier schriftliche Prüfungen! Es wird wohl noch eine Woche dauern, bis alles fertig ist. Und anschließend geht es munter weiter mit den Abschlussprüfungen für die anderen Schulformen. Da sind uns vierzig Schüler gemeldet worden, insgesamt sind es um die hundert Arbeiten. Wenn das vorbei ist, freue ich mich sogar auf die Übertragung von Mathematikbüchern!

Mittwoch, 18. November 2015

Das Kreuz mit der Allergie

Ich weiß seit gestern: rohe Äpfel und wahrscheinlich auch Haselnüsse sollte ich zukünftig meiden. Die Vor-Vorgeschichte: Seit ungefähr fünfzehn Jahren leide ich an einer Birkenpollenallergie, die nach ein paar Jahren stark genug wurde, dass ich Medikamente nehmen musste, in den letzten zwei Jahren jedoch deutlich schwächer geworden war. Nun kann ja bei solchen Allergien irgendwann eine sogenannte Kreuzallergie auftreten. Man reagiert dann plötzlich allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel, die verwandte Allergene besitzen. Nun zur Vorgeschichte: Am Freitagvormittag aß ich ein Überbleibsel aus dem Süßigkeitenkörbchen für das Matten-Meeren-Singen, und zwar ein Mini-Haselnusstäfelchen. Später hatte ich ein eigenartiges Gefühl an der Mundschleimhaut, als wäre etwas wund, aber es sah alles ganz normal und gesund aus. Das pelzige Gefühl hielt an und später hatte ich den Eindruck, dass die Unterlippe etwas angeschwollen war. Merkwürdige Sache. Ganz weit im Hinterkopf hatte ich einen leisen Verdacht, aber ich glaubte nicht so recht daran. Am Wochenende verarbeitete ich bis auf einen kleinen Rest die restlichen Äpfel von unserem Bäumchen. Ein paar wenige blieben übrig, denn ich musste kapitulieren, weil mein tastaturgeschädigter Arm schmerzte. Am Montagabend hatte ich die gute Idee, mir für den nächsten Tag einen Salat mit Apfel, Käse, Gurke und Putenbrust zuzubereiten. Äpfel pur mag ich nicht, aber im Salat wäre das bestimmt ganz köstlich. In der Mittagspause aß ich eine Hälfte des Salates – wie erwartet geschmacklich hervorragend – und direkt danach ging es los: Kribbeln auf den Lippen und ein pelziges Gefühl im Mund. Da war mir klar, dass mich die Birkenpollen-Apfel-Haselnuss-Kreuzallergie erwischt hatte. Also gibt es für mich Äpfel nur noch im Kuchen oder in anderer Form mit Erhitzen verarbeitet zu essen. Vielleicht führe ich nächste Woche noch einmal das Haselnuss-Experiment mit einer winzigen Portion durch, um da ganz sicher zu sein.

Beklemmend

Eigentlich wollten wir gestern Abend das Fußballspiel im Fernsehen anschauen, Deutschland gegen die Niederlande in Hannover. Trotz der fürchterlichen Anschläge in Paris vergangenen Freitag sollte das Spiel stattfinden. Und dann hörten wir am frühen Abend im Radio, dass das Spiel kurzfristig wegen einer „konkreten Bedrohungslage“ abgesagt wurde. Von da an verfolgte ich die Nachrichten im Live-Ticker der Hannoverschen Allgemeinen, gleichzeitig hatten wir den Fernseher mit den Berichterstattungen laufen. Der dazwischen ersatzweise laufende Krimi plätscherte mehr oder weniger an mir vorbei. Und dann auch noch geschlossene Stationen der Stadtbahn und abgesperrte Gleise am Hauptbahnhof … Gefunden wurde allerdings nichts, verdächtige Gegenstände stellten sich als harmlos heraus, und heute kann man sogar Kommentare lesen, die dahinter eine großangelegte Übung sehen. Trotzdem macht es Angst, eine mögliche Gefahr so nah zu sehen, wo man doch gern mal verdrängt, und alles andere, was bisher passiert ist, doch weit genug weg ist. Ich musste zum Abschluss des Abends noch eine halbe Stunde etwas ganz banales im Fernsehen anschauen, um ein wenig abzuschalten.

Samstag, 14. November 2015

Verlorene Fähigkeiten

Man kennt doch den Spruch: „Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht.“ Neurowissenschaftler sagen tatsächlich, das Fahrradfahren verlerne fast niemand, da Bewegungsabläufe im so genannten prozeduralen Gedächtnis gespeichert werden. Dort würden sie recht sicher aufbewahrt, weil dieses nicht so störanfällig sei wie andere Gehirnbereiche. Auch das Klavierspielen wird als Beispiel für derartige Bewegungsabläufe angeführt.
Ich habe schon hin und wieder darüber nachgedacht, ob man gewisse Dinge wirklich nicht verlernt. Ich glaube, man kann doch gewisse Fertigkeiten verlernen oder vergessen. Ich wäre heute ganz bestimmt nicht mehr in der Lage, eine Melodie auf einem Tasteninstrument zu spielen.
In meiner Jugend, so in etwa mit sechzehn, siebzehn Jahren, spielte ich nämlich Heimorgel. Ich meine mich zu erinnern, dass unserem Vater dieses Instrument gefiel, und daher eines angeschafft wurde. Meine Schwester und ich nahmen dann ungefähr zwei Jahre lang Orgelstunden, wobei ich ein wenig länger durchhielt. Das Spielen muss mir damals wohl schon Spaß gemacht haben, immerhin konnte man ja auch anderes als zum Beispiel den „Schneewalzer“ spielen. Ich weiß gar nicht mehr, welches meine Lieblingsstücke waren, auf jeden Fall besaß ich das Notenbuch „The Beatles Complete“. Ich war also in der Lage, Noten vom Blatt abzulesen und diese beidhändig mehr oder weniger korrekt auf die Tasten zu bringen und mit dem Fuß auch noch die Pedale zu bedienen.

Winter 1976:

Heutzutage hätte ich schon Schwierigkeiten, die Noten richtig zu lesen. Und dann noch zu wissen, welche Tasten das sind … unvorstellbar! Mag sein, dass ich das damals Gelernte mit einiger Übung wieder aus den Tiefen des Gedächtnisses hervorholen könnte, aber ich habe weder Gelegenheit noch Lust dazu, es auszuprobieren.
Meine „Orgelkarriere“ endete bald nach einem Vorspielen der damaligen Orgelschüler vor Publikum. Ich hätte diesen Auftritt ablehnen sollen, aber ich habe mich nicht getraut, Nein zu sagen. Ganz davon abgesehen, dass mir beinahe schlecht vor Aufregung war, fand ich es im Nachhinein doch etwas peinlich, als Siebzehnjährige unter vielen kleinen Kindern ein Stück nicht einmal ganz fehlerfrei vorzutragen. Das konnten die anderen Schüler mindestens genauso gut, und zudem konnten sie noch punkten, weil sie alle klein und niedlich waren.
Mag sein, dass ich eine Weile noch privat hin und wieder gespielt habe, aber als irgendwann niemand mehr Interesse an dem Instrument zeigte, wurde das gute Stück verkauft.

Dienstag, 1. September 2015

Herbst!

An den beiden Tagen vor dem meteorologischen Herbstbeginn war es noch einmal richtig heiß, gestern wieder über dreißig Grad. Heute regnete es ab Mittag ohne Unterbrechung bis zu Abend und es kühlte dadurch deutlich ab. Dauerregen muss es ja nicht unbedingt sein, aber es ist Herbst – wie schön! Meine Lieblingsjahreszeit, denn Temperaturen über 25 Grad kann ich nicht viel abgewinnen. Trotzdem muss ich sagen, dass dieser Sommer gar nicht so schlecht war. Es war zwar einige Male sehr heiß und ich traute mich erst abends auf die Terrasse, aber ich sagte mir, es ist eben Sommer und es ist mal heiß, darüber muss ich mich nicht beschweren. Doch ab sofort wird es besser: angenehme Temperaturen und vor allem das schöne Herbstlicht lassen mich aufatmen.

Dienstag, 28. Juli 2015

55

Aus gegebenem Anlass gab es heute Abend ein Essen beim Griechen:

Freitag, 5. Juni 2015

Freitagsgefühl

Heute war es am Abend immerhin noch so warm, dass man ein wenig länger draußen sitzen konnte. Das zweite Mal in diesem Jahr, wenn ich mich recht erinnere. Ich war so entspannt, dass ich irgendwann sagte: „Wir könnten doch morgen mal im Baumarkt nach einem Sonnensegel schauen.“ „Morgen?“, fragte der Mann erstaunt. Da fiel es mir ein: „Ach, heute ist ja erst Donnerstag, ich habe schon so ein Freitagsgefühl!“ Okay, dann liegt eben noch ein Arbeitstag vor uns. Und es soll über dreißig Grad heiß werden!

Montag, 9. März 2015

Amerikanische Verwandtschaft

Meine 25-jährige Nichte, die vor drei Jahren nach USA ausgewandert ist, traf am Donnerstag in der alten Heimat Hessen ein. Am Wochenende würde sie dann mit meiner Schwester und meinem Neffen bei meinen Eltern im Odenwald sein. Daher kündigten wir kurzfristig ebenfalls unseren Besuch an, um alle zusammen wieder einmal zu sehen. Es war zum Glück nicht viel los auf den Straßen, und so hatten wir an beiden Tagen eine entspannte Fahrt. Es war ein volles Haus in Reichelsheim, denn der neue Freund meiner Schwester war am Samstag auch da, und drei Hunde waren ebenfalls anwesend. Es war ein schönes Wochenende und die „kleine“ Amerikanerin meistert ihr Leben dort mit College und Arbeit sehr gut.

Mittwoch, 16. April 2014

Pollennotiz

Ende Februar bemerkte ich bereits die Wirkung der ersten Frühblüherpollen. Tränende, brennende Augen und Atembeschwerden machten mir schon ein wenig zu schaffen. Ich musste also wieder zu Augentropfen und Tabletten greifen – ungefähr eine Woche lang. Dann ließ der Pollenflug zum Glück für einige Zeit nach. Jedoch stand der Birkenpollenflug noch bevor, und darauf hatte ich in den letzten Jahren immer am stärksten reagiert. Doch – oh Wunder! – es passierte zu gut wie nichts mehr bei mir. Ab und zu ein wenig feuchte Augen, aber kein Tränen und Brennen, ein- oder zweimal Niesen, an einigen Tagen morgens eine leicht verstopfte Nase – das war schon alles, was ich an „Beschwerden“ hatte. Sollte die Allergie tatsächlich verschwunden sein? Es passiert ja gelegentlich, dass so etwas einfach von selbst verschwindet. Manchmal liest und hört man, dass Allergien mit den Wechseljahren beginnen oder verschwinden. Vielleicht hat ja auch die Honigtherapie Erfolg gehabt. Ein Bekannter berichtete im letzten Jahr, er sei auf diesem Weg seine Pollenallergie losgeworden: im Herbst und Winter jeden Tag einen Löffel regionalen Honigs zu sich nehmen. Das habe ich in den letzten Monaten ebenfalls getan (na ja, an manchen Tagen habe ich es vergessen), und vielleicht hat dies tatsächlich geholfen. Aber Hauptsache, die Allergie ist weg und kommt nicht wieder zurück.

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