Über Nacht gab unsere Tassimo, die jetzt gerade etwas mehr als zwei Jahre alt ist, den Geist auf. Es zeigte sich keinerlei Reaktion mehr nach dem Einschalten. Ein Ersatz musste her, aber welcher? Der Mann des Hauses wollte spontan im Supermarkt nebenan eine neue besorgen, doch ich schlug vor, ein paar Tage zu überlegen und zu schauen, welche Alternativen es gäbe. Allzu dringend war es schließlich nicht, denn für die größeren Kaffeemengen haben wir immer eine normale Kaffeemaschine benutzt und für den Espresso stand in der Ecke immer noch eine kleine Maschine.
Sollte es statt einer Kapsel- oder Pad-Maschine vielleicht ein Vollautomat werden? Ein schwieriges Thema, denn zunächst ist man angesichts der Vielzahl von Geräten ziemlich überfordert. Und wenn man erst einmal anfängt, in Internetforen die Diskussionen zu den verschiedenen Herstellern und Geräten zu lesen, weiß man gar nicht mehr, was tatsächlich empfehlenswert ist. Im Grunde läuft es darauf hinaus, dass man sich überlegen muss, was das Gerät können soll, sich einen Preisrahmen setzt und einige Bewertungen durchliest. Einzelfälle mit schlechten Erfahrungen kann man vermutlich ruhigen Gewissens ignorieren, denn die wird man beinahe überall finden. Ich hatte auch einmal ein “Montagsauto”, an dem alle naslang etwas defekt war und habe mir anschließend dasselbe Modell wieder gekauft, was dann keine Probleme machte.
Am Mittwochmittag rief mich der Mann bei der Arbeit an, weil er zufälligerweise entdeckt hatte, dass der Nicht-blöd-Markt den letzten Aktionstag hatte, bei dem man die Mehrwertsteuer auf alles über 300 Euro spart, also satte 19 % Rabatt bekommt. Ich kaufe eigentlich nicht gern in diesem Laden, weil ich die Werbung blöd finde und weil sie meistens recht teuer sind. Aber in diesem Fall könnte man ja einen Blick wagen …
Erstaunt hat mich die große Auswahl an Kaffeevollautomaten, die dort aufgebaut waren. Da fällt die Entscheidung erneut schwer.
Um es kurz zu machen: Es ist eine Jura Impressa C5 geworden. Der erste Kaffee schmeckte schon mal sehr lecker, und auch der Espresso am Abend ist gelungen. Das Gerät ist erstaunlich schnell betriebsbereit und einfach zu bedienen. Nun können vier andere Maschinen weggeräumt werden und wir haben viel mehr Platz in der Küche.
Erfreulich fand ich es auch, dass ich das Gerät im Internet lediglich bei einem Versandhaus zu dem Preis gefunden habe, den es eigentlich hätte kosten sollen. Und mit 120 Euro Rabatt haben wir einen unschlagbar guten Preis bezahlt.

Heute habe ich den ersten Cappuccino aus dem Automaten getrunken, und er macht einen ausgezeichneten, stabilen Milchschaum. Besonders praktisch ist, dass man mit dem Schlauch die Milch direkt aus der Packung zapfen kann.