Sehen, lesen, hören

Sonntag, 5. Juli 2015

Phantom der Oper

Das „Phantom der Oper“ wollte ich seit über zehn Jahren schon sehen und heute war es endlich soweit. Nach dem gestrigen Hitzerekord würde es heute kaum kühler werden – ich habe in der Nacht sogar einige Stunden im Keller geschlafen, weil mir oben im Schlafzimmer der Schweiß nur so vom Gesicht lief.
Auf der Fahrt nach Hamburg war es im klimatisierten Auto sehr angenehm, aber irgendwann muss man ja aussteigen. Wir waren um zehn Uhr losgefahren, die Vorstellung begann um 14 Uhr, Einlass eine Stunde früher. Gemütlich gefahren kamen wir gegen 12 in Altona an. Vorher wollten wir noch eine Kleinigkeit essen, und wir hielten einfach bei einem goldenen M an, das sowieso auf unserem Weg lag. Leider war es dort nicht klimatisiert, sodass wir uns trotz der Hitze nach draußen setzten, weil dort hin und wieder wenigstens ein laues Lüftchen wehte..
Nach einer guten halben Stunde fuhren wir zur Neuen Flora. Wie gut, dass ich mich vorher ausführlich über die Örtlichkeiten informiert hatte. Unter anderem hatte ich gelesen, das Parkhaus der Flora sei recht schnell voll, und tatsächlich erblickten wir ein „Besetzt“-Schild über der Einfahrt. Wir parkten schließen in einer Straße neben der Holsten-Brauerei und mussten nur ein kleines Stück zu Fuß gehen.

Das Musical war ein tolles Erlebnis, und ich hatte gute Plätze gebucht, Reihe 8 in der Mitte mit optimaler Sicht auf die Bühne. Wir hatten sogar das Glück, dass jeweils zwei Plätze links und rechts von uns frei blieben.
Ich war beeindruckt vom Bühnenbild, von den schönen Kostümen, und natürlich auch von den Darstellern. Ein bisschen Angst hat mir lediglich der Kronleuchter gemacht, der kurz nach Beginn nach oben über den Zuschauerraum gezogen wird und dann fast die gesamte Zeit über mir hing. Besonders schön und gänsehauterzeugend fand ich übrigens die Szene, als das Phantom Christine im Boot über den türkisblauen See im Nebel entführt.

Hier gibt es Einblicke und Interviews:
Kulturblick.TV trifft… Das Phantom der Oper – Das Musical

Samstag, 4. Juli 2015

Hitzerekord

In den letzten Tagen fielen Ausflüge und außerhäusliche Aktivitäten den ansteigenden Temperaturen zum Opfer. Heute hatten wir den heißesten Tag mit einer Nachmittagstemperatur von 38,5 °C. Dadurch hatte ich viel mehr Zeit zum Lesen als sonst und habe ein Buch zu Ende gelesen (Rico, Oskar und das Herzgebreche – einfach köstlich, ich freue mich schon auf den Film) und das nächste auch bald durch (Ich darf nicht schlafen – die Verfilmung werden wir uns demnächst anschauen).

Freitag, 20. März 2015

Partielle Sonnenfinsternis

Ich erinnere mich noch gut an die totale Sonnenfinsternis am 11. August 1999. Einige Monate zuvor war ich nach Hannover umgezogen und arbeitet nach meinem letzten Wochen mit Telearbeitsplatz dann anfänglich bei einer Zeitarbeitsfirma. Mein erster Einsatz war bei der Flughafenfeuerwehr im Büro. Die Sonnenfinsternis selbst habe ich nicht beobachtet, schließlich musste ich arbeiten, aber ich erinnere mich noch genau an das eigentümlich graue Licht, als die Sonne verdeckt war. Bei der heutigen partiellen Finsternis versuchte ich aus Spaß, Fotos davon zu machen. Mit dem Mobiltelefon ging es schon mal gar nicht, dort ist die Sonne schlicht als heller Ball zu sehen, der Mond davor wird einfach überstrahlt. Auch mit der kleinen Coolpix konnte ich kein „Mond-vor-Sonne“-Ergebnis erzielen, aber es gab lustige Effekte:

Mittwoch, 4. Februar 2015

Mer wollde doch mit der Dischäende flieje …

Sehr gelacht:
Warten am Frankfurter Flughafen zwischen lauter Hessen

Freitag, 13. Juni 2014

Meine „Männer im Supermarkt“

Meine Glosse „Männer im Supermarkt“ steht schon seit einigen Jahren auf meiner Website Textwald. Nun habe ich zufälligerweise entdeckt, dass sich Schüler der 10. Klasse im Südwesten Deutschlands im kommenden Schuljahr damit auseinandersetzen müssen.
Ich suche ja hin und wieder nach meinem Namen im Internet, da ich so immer wieder einmal herausfinde, wer Fotos von mir gekauft hat und diese im Internet verwendet. Nun fand ich auch auf diesem Weg ein Dokument einer Bibliothek, das ein Inhaltsverzeichnis eines Deutschbuchs vom Westermann-Verlag enthielt. Und dort steht im Kapitel „Typisch Mann, typisch Frau?“ unter anderem: Männer im Supermarkt – Eine Glosse erschließen. Sabine Dochow, Männer im Supermarkt.
Leider hatte man nur das Inhaltsverzeichnis und keine Titelseite oder eine Seite mit Angabe der ISBN eingescannt. Daher brauchte ich eine ganze Weile, um das richtige Buch zu finden. Zum Glück ist gerade dieses Buch als digitale Fassung auf der Verlagsseite vorhanden. Für nicht registrierte Nutzer ist das Ganze zwar nicht so richtig lesbar, aber mit einem Screenshot und Bildbearbeitungsprogramm habe ich es einigermaßen hingekriegt: Bild der Buchseiten. Spannende Sache! Geld bekomme ich allerdings nicht dafür, da hätte ich meine Texte irgendwann einmal bei der VG Wort anmelden müssen.

Dienstag, 1. April 2014

Landesweites Fahrverbot?

Heute Mittag wollte ich mich lediglich über die aktuelle Pollenflugsituation informieren, da stieß ich mit Erschrecken auf die neueste Meldung eines Wetterportals: Landesweites Fahrverbot droht
Die Staubbelastung könne im Laufe der Woche so stark ansteigen, dass die Bundesregierung wahrscheinlich ein deutschlandweites Fahrverbot für alle privaten Kraftfahrzeuge verhängen werde, hieß es dort.
Wie? Komplettes Fahrverbot? Ich sah mich schon auf dem Fahrrad sitzen, denn die Busse und Bahnen würden ja hoffnungslos überfüllt sein.
Einen Moment kam es mir noch merkwürdig vor, dass nur dieser Wetterdienst darüber berichtete und in anderen Medien nichts davon zu hören und zu lesen war. Dann fiel mir ein, was der Grund dafür war. Der letzte Satz des Berichtes gibt ja auch einen Hinweis darauf.

Noch besser hat mir jedoch vor vier Jahren die Pressemeldung der Polizei Hannover zur „Maßnahme O„.

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Bratkarten

Wie oft habe ich wohl den Film „Flashdance“ gesehen? Fünf-, acht- oder sogar zehnmal? Und immer habe ich an der Stelle, als Alex‘ Chef Nick von seiner Jugend in Armut erzählt, verstanden: „Ich habe Bratkarten geklaut mit Johnny C.“ Eindeutig: Bratkarten. Ich weiß, es gibt keine Bratkarten, aber er hat es gesagt. Ich konnte mir auch nicht denken, was er tatsächlich gesagt haben könnte. Bis mir der Mann des Hauses erklärte, es hieße selbstverständlich „Radkappen“. Vorstellbar wäre es schon, aber ich hatte immer noch die „Bratkarten“ im Ohr.
Als kürzlich wieder einmal der Titelsong im Radio lief, musste ich unwillkürlich an die Bratkarten denken. Ich machte mich auf die Suche im weltweiten Netz, und siehe da, es gab jemanden, der den gesamten gesprochenen Text des Filmes aufgeschrieben hat. Und dort steht in der Tat „hubcaps“, also „Radkappen“. Wenn der Film irgendwann wieder einmal läuft, muss ich ihn unbedingt aufnehmen, damit ich diese Stelle so lange anhören kann, bis die Bratkarten verschwunden sind.

Nachtrag 21.12.2013:
Da der Film in absehbarer Zeit nicht im Fernsehen laufen wird, kam ich auf die Idee, beim OnlineTVRecorder nachzuschauen, ob er dort gespeichert ist. Im Gegensatz zu früher kann man ja mittlerweile auch Aufnahmen herunterladen, die man selbst nicht programmiert hat. Ja, ich hatte Glück und konnte nun endlich das Rätsel lösen. Und ja, er sagt „Radkappen“, aber es ist mehr so ein „ichhabradkappengeklaut…“, bei dem das „b“ und das „r“ miteinander verschmelzen, so zu einem „Bradkappen“ oder eben auch „Bratkarten“, wenn einem nicht geläufig ist, dass das Radkappenklauen eine lukrative Tätigkeit sein kann und man nicht die Möglichkeit hat, mehrfach zurückzuspulen, bis man endlich das Richtige verstanden hat.

Mittwoch, 13. November 2013

Musik mit Geschichten

Als in den 1980er-Jahren die ersten Musikvideos herauskamen, war ich wie viele andere ganz begeistert davon, dass man Musik nun auch „sehen“ konnte. Besonders haben mich die Musikvideos fasziniert, die richtige Geschichten erzählten. Im Laufe der Zeit ist das Ganze irgendwie im Sande verlaufen und mein Interesse ließ nach. Aber es gibt sie noch, die Musikvideos, die Geschichten erzählen. Ein ganz besonders schönes – was auch an der Musik liegt – ist für mich zurzeit „Hero“:

Dienstag, 5. November 2013

Tortellini-Lied

Neulich hatte irgendjemand dieses Sesamstraßenlied im „Gesichtsbuch“ gepostet: Das Zottelmonsterbaby, das bisher nur „Mama“ sagen kann, soll ein neues Wort lernen, nämlich „Tortellini“. Sehr niedlich!

Donnerstag, 26. September 2013

Heimisches Lektorat

Nachdem ich die ersten Urlaubstage mit banalen alltäglichen Dingen verbracht habe, zog ich mich gestern zum ersten Mal für längere Zeit in mein Büro zurück. Dort eröffnete ich mein kleines Lektorat, denn ich habe nebenbei ein Buchprojekt in der Arbeit. Kein selbst geschriebenes, da müsste ich wohl nicht so viel überarbeiten, es handelt sich um die Memoiren meines Vaters. Es wird nur ein kleines Büchlein für die eigene Familie, also nichts Öffentliches. Ich ändere natürlich auch nur wenig, Zeichensetzung, Grammatik, hin und wieder mache ich aus Bandwurmsätzen mehrere einzelne … Trotzdem ist es ein wenig Arbeit, die ich sehr gern mache, aber auch nur in der freien Zeit und nicht nach einem normalen Arbeitstag hinkriege. Heute habe ich die Arbeit am eigentlichen Text unterbrochen und habe erst einmal via Google Streetview die (ungefähren) Orte der Kindheit meines Vaters besucht. Ich wusste bislang gar nicht, dass man dort „entlangfahren“ kann!

Hier zum Beispiel der Geburtsort:

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