Heute habe ich es endlich geschafft und bin mit der Miss Moo Corsa kurz vor Toresschluss in die benachbarte Waschanlage gerollt.

Der Winterschmutz ist weg, und günstig war es auch noch, weil ich eine Freiwäsche auf meiner Karte hatte.
Heute habe ich es endlich geschafft und bin mit der Miss Moo Corsa kurz vor Toresschluss in die benachbarte Waschanlage gerollt.

Der Winterschmutz ist weg, und günstig war es auch noch, weil ich eine Freiwäsche auf meiner Karte hatte.
Nach dem dunklen Winter fällt es mir zurzeit ein wenig schwer, mich an die heller werdenden Tage zu gewöhnen. Es ist ja so, dass man unter Umständen über mehrere Wochen kaum die Sonne zu sehen bekommt. Morgens verlasse ich im Dunkeln das Haus, nachmittags gegen 17 Uhr das Büro, und es ist schon wieder dämmerig bis dunkel da draußen. Wenn dann plötzlich die grelle Frühlingssonne durchbricht, ist mir das tatsächlich manchmal zu grell. Ich glaube, ich bin sowieso eher der Herbsttyp, mag lieber das goldene Licht im Oktober als das grellgelbe im März. Und ich mag durchaus auch mal Regenwetter, ein Leben in einem Sonnenscheinstaat wäre nichts für mich. Ich erinnere mich noch genau, wie ich mich 1982 nach einem längeren Aufenthalt in Marseille bei der Rückkehr im November auf den Nebel freute!
Heute Morgen auf dem Parkplatz vor meiner Arbeitsstelle:

(leider unscharf, weil ich nur mein Mobiltelefon zum Fotografieren hatte und natürlich nicht nah genug an die Tierchen ran kam)
Ich bin immer wieder begeistert, wenn mir ein Eichhörnchen über den Weg läuft. Auf dem Schulgelände, direkt an der Eilenriede gelegen, gibt es einige dieser rotbraunen Nager, aber man muss doch Glück haben, ihnen zu begegnen.
Ich hätte auch gern welche in unserem Garten, aber da mangelt es einerseits an hohen Bäumen und andererseits an der Waldnähe.
Von Fastnacht/Karneval/Fasching bekommt man hier in der Region Hannover so gut wie gar nichts mit. Lediglich die rosa gekleidete Prinzessinnennachbarstochter ist mir heute Morgen über den Weg gelaufen. Da ich nun ungeplant frei hatte – und hier würde bestimmt niemand denken, ich feiere den Rosenmontag
– habe ich einfach nur gefaulenzt, damit ich die restliche Woche richtig viel arbeiten kann: ein bisschen im Internet gesurft, ein wenig gelesen und unter anderem eine restliche Auswanderer-Doku angeschaut. Beim Einschalten des Fernsehers landete ich im Ersten, wo die Rosenmontagszüge übertragen wurden. Es war grad Meenz dro, unn drum blieb isch e bissje bei dä Üwwertrachung hänge. Früher war ich so oft in Mainz unterwegs, und so erkannte ich doch gleich die Straße, durch die der Zug lief und hinter der Tribüne das Staatstheater; jedoch konnte ich mich überhaupt nicht an den Namen der Straße erinnern. Allzu lange verfolgte ich das Programm allerdings nicht, denn außer ein paar Aufnahmen ziemlich hoch aus der Luft sah man nichts anderes von der Stadt; und ob da jetzt die Bodenheimer Narren, der Kinderprinz David der Erste oder die trommelenden Gäste aus Memmingen vorbeizogen, interessierte mich dann doch eher weniger.
Ein bisschen überrascht hat mich, dass auch in Mainz der Fluglärm von der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens ein so großes Thema ist. Andererseits erinnere ich mich doch noch gut, wie lästig die Flugzeuge waren, die über meinen damaligen Wohnort düsten, und das war nicht direkt neben dem Flughafen.
Manchmal wünscht man sich, spontan morgens nicht aufstehen und zur Arbeit fahren zu müssen. Trotzdem macht es dann nicht außergewöhnlich glücklich, unvorhergesehen frei nehmen zu müssen, weil die Umstände in der Regel nicht so erfreulich sind. Und auch deshalb, weil man schon wie gewohnt aufgestanden war und den freien Tag nicht mit einem entspannten Aufstehen beginnen konnte.
Mein kleines Auto verweigerte nämlich heute Morgen den Dienst und sprang nicht an. Die kalte Zeit hatte es problemlos gemeistert und nicht die kleinsten Anzeichen einer Ermüdung gezeigt. Und dann kommt eine Nacht mit relativ geringen Minusgraden, aber die reichen aus, um der Batterie die letzte Energie auszusaugen.
Ich überlegte kurz hin und her, was ich am besten tun sollte, und entschied mich dann, kurzfristig einen Urlaubstag zu nehmen, was sich glücklicherweise auch machen ließ. Sicher wäre ich irgendwie mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit gekommen, aber ich hätte mich nicht um die Behebung des technischen Mangels kümmern können und würde morgen wieder vor demselben Problem stehen. Eine einmalige Starthife hätte vermutlich nicht ausgereicht bei einer 6,5 Jahre alten Batterie, so war jedenfalls meine Befürchtung. Daher steht das Auto jetzt in der Werkstatt und bekommt im Laufe des Tages eine neue Batterie.
Merkwürdig nur, dass es an den eiskalten Tagen noch gar nicht geschwächelt hat. Da könnte ja die Vermutung aufkommen, es sei beleidigt, weil es gestern mitbekommen hat, dass ich mir im Internet andere Autos angeschaut habe …
Nachmittags, 16:00 Uhr:
Abholtermin fürs Auto, es stand noch nicht draußen, na ja, muss nichts bedeuten … Leider doch: “Sie haben einen Verbraucher im Auto” hört man weniger gern. Also irgendetwas, das ohne meine Zustimmung fröhlich den Batteriestrom wegknabbert. Sie suchen noch. Morgen bin ich erst einmal ohne Auto. Mist.
17:50 Uhr:
Hurra, ich habe wieder ein Auto vor der Tür! Gerade eben wunderte ich mich, welches kleine, dunkle Auto hier am Haus entlangfährt. Da brachte doch der nette Mitarbeiter der Kfz-Werkstatt mein repariertes Auto zurück. Man habe das Radio aus- und wieder eingebaut, der stromfressende Fehler sei jetzt weg und möglicherweise habe ein Stecker nicht richtig gesessen. Hoffen wir, dass es so war. Ich werde mein Autochen jetzt ein bisschen verwöhnen und in den nächsten Tagen den Winterschmutz abwaschen lassen.
Anfang Februar brach die Kälte über uns ein. Am Dienstag letzter Woche hatten wir die frostigste Nacht mit minus 18 Grad.
Unser Ofen wärmte gut, natürlich unterstützt durch die Heizung, sonst besteht die Gefahr, dass irgendetwas einfriert (Kaltwasserleitung im Bad eingefroren, das hatten wir vor ein paar Jahren).
Mein Auto springt bisher trotzdem zuverlässig, wenn auch etwas widerwillig an. Ich machte mir keine weiteren Gedanken über Kälteauswirkungen bei Autos, bis ich in der Zeitung las, was da alles passieren kann. Schlappmachende Batterien, einfrierende Benzinleitungen, zerplatzende Motoren … und natürlich zerspringende Frontscheiben. Das autoglasreparierende Unternehmen mit einer der nervigsten Werbung aller Zeiten springt selbstverständlich sofort auf den Zug auf und warnt die Autobesitzer vor steinschlaggeschädigten Scheiben in Kombination mit heißer Scheibenbeheizungsluft. Ah ja. Wenn ich mein Auto morgens starte, was zwar nicht in einer warmen Garage, aber immerhin unter einem windgeschützten Carport steht, kommt nicht sofort heiße Luft aus den Düsen. Es dauert eine ganze Weile, bis die ausgeblasene Luft eine Temperatur erreicht hat, die man annähernd als warm bezeichnen kann, und ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass selbst eine Scheibe mit Riss dies nicht aushalten sollte (die zerbröselt doch lieber über einem Schlagloch).
Nächste Woche soll es etwas wärmer werden und dann ist der ganze Spuk wieder vorbei. Und ich werde mein Auto vom Winterschmutz befreien lassen.
Auch in diesem Jahr hatten wir wieder keinen Weihnachtsbaum. Obwohl unser Wohnzimmer relativ groß ist, fehlt eine Ecke, wo man ihn ohne großes Umräumen hinstellen könnte. Zuletzt hatten wir immer die Trulleberg-Kommode neben der Terrassentür weggestellt.
Immerhin konnten wir bei unserem Besuch im Odenwald vorgestern und gestern neben einem Weihnachtsbaum sitzen, leckeren Zimtkuchen essen und ein paar alte Fotos anschauen.

Die Tage für den Besuch hatten wir optimal gewählt, denn es waren keine Weihnachtsurlauber auf den Straßen unterwegs. Auch das Wetter spielte mit, wir gerieten lediglich kurz vor Kassel in einen kurzen, allerdings sehr heftigen Schneesturm.
Der Silvesterabend verlief genauso ruhig wie Weihnachten. Bei uns gab es Raclette, und wie ich schon einige Tage zuvor beim Einkaufen mitkriegten, wurde das auch bei vielen anderen Leuten serviert. Wir haben übrigens auch im Jahr zuvor Raclette zu Silvester gegessen, davor aber längere Zeit nicht mehr.
Die Nachbarn rundherum waren fast alle ausgeflogen, so standen wir nur mit der Nachbarin nebenan nach Mitternacht eine Weile auf der Straße, und vorn am Eck war eine Gruppe überwiegend Jugendlicher mit dem Abfeuern von Raketen und Ähnlichem beschäftigt. Daher sah es auf der Straße am nächsten Tag ziemlich aufgeräumt aus, und in unserem Rasen steckte nur ein Holzstab einer Rakete.

In der Adventszeit haben wir gerade mal einen Weihnachtsmarkt besucht, irgendwie hat es sich nicht anders ergeben oder das Wetter war zu regnerisch und ungemütlich.
Zum Glück hatte ich schon am Freitag Urlaub und wollte ganz entspannt die letzten Lebensmitteleinkäufe tätigen. Der Mann des Hauses musste an diesem Tag noch arbeiten, und deshalb schlief auch ich nicht lange, sondern stand recht früh auf. Nach dem gemütlichen Kaffee am PC machte ich mich gegen zehn Uhr auf zum benachbarten Supermarkt. Der Parkplatz war schon gut gefüllt und drinnen sprangen sehr viele Menschen irgendwie orientierungslos durch die Gänge. Verständlich, denn es war der erste Ferientag und da nutzt die Frau schon mal die Gelegenheit, um Haus oder Wohnung auf Weihnachtsglanz zu polieren und schickt Mann mit Kindern zum Einkaufen. Da auf meinen Zettel nicht so viel stand, war ich trotzdem in einer halben Stunde durch.
Am Heiligabend gab es bei uns Kartoffelsalat mit Würstchen (“Kasawü” bezeichnete man das übrigens im Radio), am Sonntag hatten wir ganz klassisch ein Geflügel (Pute) mit Rotkohl und Klößen.
Es gab einige kleine, feine Geschenke, aber nichts Großes, das muss ja nicht unbedingt sein.
Ach, doch, eins hätte ich beinahe vergessen, mein schönstes Weihnachtsgeschenk, die Katze im Karton:

Natürlich kein Geschenk, der Kater wohnt schon über ein Jahr bei uns; aber eines der Präsente war in einem Karton verpackt, der die richtige Größe für eine Katze hatte, und wurde sofort nach dem Entleeren sozusagen befüllt. Und wenn das Tier in den nächsten Tagen nicht brav ist, kommt Füllmaterial darauf und wir verschiffen es, sagen wir einmal, nach … Maustralien?
Da hat sich doch die Wettervorhersage vertan: Sturm war angesagt, kein Schnee. Zumindest nicht für die Region Hannover.
Aber nach ausgiebigem Regen am Morgen verwandelte der sich am späten Vormittag in große, feuchte Schneeflocken:

Später gab es wieder Regen und als ich gegen 16 Uhr mit dem Einkauf fertig war, fiel kleiner, feiner Schnee vom Himmel. Die Sturmböen blieben zum Glück aus, es war nicht einmal besonders windig.

Morgen wird die weiße Schicht wahrscheinlich wieder verschwunden sein, und an Weihnachten wird es aller Voraussicht nach ungemütlich und regnerisch.