Katzen

Samstag, 31. August 2013

Hightech-Katzenklappe

Nun ist der Eingang für unsere Katzen hochtechnisch aufgerüstet: mit einer mikrochipgesteuerten Katzenklappe.

Die beiden neuen Nachbarskatzen sind ja sehr lieb und zutraulich, und ich habe im Grunde auch gar nichts dagegen, wenn sie in unser Haus kommen (was zur Sommerzeit durch die geöffnete Terrassentür sehr oft möglich ist). Auch gebe ich ihnen gern Futter, man freut sich ja, wenn es schmeckt und nicht herumgemäkelt wird. Nach anfänglichen kleineren Fauchereien und Vertreibungsjagden von Seiten Rockys wurde es recht friedlich und sie kamen gut miteinander aus. Jedoch erwischten wir dann den jungen Kater ein drittes Mal beim Markieren seines neuen Revieres, und zwar im Haus. Leider kommt dies selbst bei kastrierten Katzen vor, ich habe es auch bei unseren eigenen und sogar bei weiblichen Katzen manchmal beobachten müssen. Die ersten beiden Male pinkelte er in den Flur, aber ich dachte mir, das gibt sich und kommt bestimmt nicht wieder vor. Dann aber setzte seine Markierung an mein Höckerchen im Schlafzimmer, und da war klar, dass wir etwas unternehmen mussten. Er hatte mittlerweile nämlich außerdem entdeckt, dass man durch die Klappe am Kellerfenster jederzeit ins Haus gelangen kann.
Um solch unerlaubtes Eindringen zu verhindern, gibt es ja geniale Katzenklappen, die man mit dem Mikrochip der eigenen Katzen programmieren kann. Also kauften wir vor einer Woche ein solches Teil, der Mann baute es ins Fenster ein, wir schalteten auf Programmiermodus, schoben die Kater durch und schon war die Sache erledigt. Eigentlich. Wenn nicht die Klappe, die von den Außenmaßen der alten entsprach, doch im Innenmaß kleiner war. Schlecht für einen Maine-Coon-Kater, der zwar sehr schlank ist, aber sich doch recht unkomfortabel hindurchschlängeln musste. Es half nichts, es musste eine größere Klappe her. Zum Glück gibt es diese auch als so genannte Haustierklappe für besonders große Katzen und kleine Hunde.
Das Hinausgehen hatte bei Rocky in den letzten Tagen schon geklappt, wir wussten allerdings noch nicht, ob auch der Weg von draußen nach drinnen tatsächlich funktionieren würde. Doch dann klapperte es heute Morgen um viertel nach sieben und der erste Kater war drinnen.

Montag, 25. März 2013

A, B, C, die Katze lief im Schnee

Und hier noch einmal die Katze oder vielmehr Kater Rocky im Schnee im Großformat:

Samstag, 6. Oktober 2012

Kater-Gang

… und damit ist „Gäng“ wie Bande gemeint!
In diesem Fall handelt es sich offensichtlich um eine Dreierbande. Die Geschichte dazu: Hin und wieder meinen andere freilaufende Kater aus der Umgebung, in das Revier unserer beiden eindringen zu müssen. Normalerweise ist es an Sammy, sich um diese Eindringlinge zu „kümmern“. Im harmlosesten Fall geschieht dies durch bewegungsloses Anstarren und Knurren, so lange, bis der andere wegguckt und verloren hat.
Im März erwischte ich einen grau-weißen Kater mit Halsband auf unserem Holzlagerdach. Auch diese Begegnung endete ohne richtige körperliche Auseinandersetzung – jedenfalls ohne Kampf – und der Fremde mit dem Halsband schlich von dannen.
An einem Sonntag vor zwei oder drei Wochen fand ich nachmittags eben dieses Halsband mit dem Tuch nebst einigen Fellbüscheln im Vorgarten. Aha, da hatte also ein Kampf stattgefunden und Sammy hat dem Grauen tatsächlich das Halsband entrissen. Als Sammy wieder auftauchte, zeigte er zum Glück keine Anzeichen von Verletzungen. Erst ein oder zwei Tage später war das linke Ohr dick. Ein Kratzer nur, aber durch Schmutz hatte es sich entzündet und ich drückte vorsichtig den Eiter heraus. Dann kam eine Portion Wundheilsalbe darauf und es ist wieder schön verheilt.
Am Mittwoch warf ich irgendwann einen Blick in den Garten und war einen kurzen Augenblick verwirrt. Seit wann wuchs etwas Helles oben am Rosenbogen? Beim genaueren Hinschauen sah ich diesen dort:

Der rot-weiße Kater hatte es sich dort oben gemütlich gemacht und hoffte wohl, ein Vögelchen würde ihm ins Maul fliegen. Auch dieser Kater trug ein Halsband mit Glöckchen, er gehörte also vermutlich zu selben Familie wie der grau-weiße.
Der Mann des Hauses hatte auf der Straße irgendwann einen schwarzweißen Kater gesehen, der ebenfalls mit einem solchen Halsband ausgestattet war. Offensichtlich handelte es sich um ein Trio, das Sammys Revier einnehmen wollte.
Und tatsächlich gab es heute wieder Gekreische und Gefauche auf der Straße, der Mann ging dazwischen, als sich der Schwarzweiße mit Sammy bekämpfte. Aber auch diesem Kater hat unser eigentlich so sanfter Riese das Halsband entrissen.
Ich legte beide Halsbänder an die Straße vor unserer Hecke, vielleicht kämen die Katzenbesitzer zufälligerweise vorbei und nähmen sie mit.

Nachtrag 15.10.2012:
Ein paar Tage später waren die Halsbänder verschwunden, aber wer weiß, wer sie an sich genommen hat. Der grau-weiße Kater trug übrigens kein neues Halsband, als er vor ein paar Tagen wieder in unserem Garten auftauchte. Ich bin gespannt, ob es dabei bleiben wird.

Samstag, 14. Juli 2012

Ruhig im Katzenhaus

Mit nur noch zwei Katzen oder vielmehr Katern ist es recht ruhig geworden. Oft liegen sie in irgendwelchen Ecken oder auf der Terrasse, wenn wir nach Hause kommen und lassen sich nicht unbedingt sofort blicken. Der deckenhohe Kratzbaum wird im Augenblick gar nicht benutzt, wobei die Kater sowieso höchstens hin und wieder die Schlafhöhle belegten.
Rund um den Fressnapf ist es außerordentlich sauber, bei den alten Katzendamen ging da zuletzt doch häufig etwas daneben. Genauso wie bei den Katzentoiletten, die derzeit ungenutzt, aber betriebsbereit im Keller stehen. Bei schlechtem Wetter oder frostigen Temperaturen werden die beiden Herren aber bestimmt gern Gebrauch davon machen. Und noch etwas hat sich verändert: Wir können jetzt alle Türen offen lassen und im Badezimmer liegen seit langer Zeit wieder Badezimmerteppiche.

Dienstag, 19. Juni 2012

Noch eine weniger

Heute haben wir uns von Moni verabschiedet. Nachdem ihr Zustand nach dem letzten Tierarztbesuch einigermaßen stabil war, ging es in den letzten zwei, drei Tagen rapide bergab. Die Tierärztin riet heute sofort zu dem Schritt, den wir schon vorausgesehen hatten, und es reichte sogar die Narkose aus, um das Katzenherz nicht mehr schlagen zu lassen. Die tapfere Moni hatte bis zum Schluss gekämpft. Diese kleine Katze, die immer etwas zurückhaltend war und einen aus großen Spiegeleieraugen anschaute, hat ihre Schwester Lizzy um gerade einmal zwei Monate überlebt.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Austherapiert

Heute war ich mit Moni noch einmal zur Kontrolle beim Tierarzt. Die Tierärztin war so weit ganz zufrieden, das Fell sah besser aus, die zugenommenen 200 Gramm hatte sie gehalten und die Verdickung am Kiefer fühlte sich fester an und es war nicht mehr entzündet. Allerdings tastete sie in Höhe der einen Niere eine kastaniengroße Verdickung und fragte, ob wir eine Ultraschalluntersuchung machen sollten. Wahrscheinlich hätte der Chef ihr wie bei der am Anfang vorgeschlagenen Röntgenuntersuchung abgeraten, weil man auch da nur erkennen kann, dass da etwas ist, aber nicht, was es ist. Ich entschied mich gegen eine weitere Untersuchung. Würde man denn eine Katze mit einem inoperablen Tumor am Kiefer noch an der Niere operieren? Das würde sie bei ihrem Allgemeinzustand wahrscheinlich nicht überleben. Jetzt warten wir erst einmal ab und schauen, wie es ihr in der nächsten Zeit gehen wird.

Sonntag, 13. Mai 2012

Gefährliches Tier

Da hat es sich ein kleines, grau gestreiftes Fellknäuel in einem Blumentopf gemütlich gemacht …

… und kaum ist man einen Schritt herangetreten, um es zu fotografieren, zeigt es seine gefährlichen Reißzähne!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Behandlungsende

Heute war ich zum vierten Mal mit Moni beim Tierarzt. Insgesamt sieht es etwas besser aus, die rechte Kieferseite ist nicht mehr ganz so dick. Die Wucherung fühlt sich fester an und es könnte sein, dass sich an der Stelle etwas Flüssigkeit entleert. In ein bis zwei Wochen sollen wir noch einmal zur Kontrolle erscheinen.
Der Allgemeinzustand unserer Katzenomi ist nach wie vor noch gut, sie frisst sehr viel, hat aber bisher nur 200 Gramm zugenommen. Leider ist der Speichelfluss nicht weniger geworden, zum Glück speichelt sie nicht ständig, aber nach dem Fressen kann ich erst einmal mit dem Lappen hinterhergehen und diverse Speichel- und Futterreste aufwischen. Mittlerweile sehe ich es meistens gelassen, unser Teppichboden im Wohnzimmer ist alt und muss bald einmal ersetzt werden und auf den Fliesen ist es sowieso egal.

Donnerstag, 26. April 2012

Die nächste Katzenpatientin

Heute war ich mit Moni beim Tierarzt, weil sie verstärkten Speichelfluss hat und seit ein paar Tagen schien mir die rechte Seite ihres Maules verändert auszusehen. Da sie sich von und sowieso nicht ins Maul schauen lässt, ersparte ich mir den Versuch, zumal es den Gang zum Tierarzt nicht ersetzt hätte. Ich vermutete ein Zahnproblem, denn vor zweieinhalb Jahren wurden bereits die Zähne saniert und einer musste auch gezogen werden. Auch war sie wieder dünn geworden, obwohl sie normal gefressen hat. Bei der Untersuchung beim Tierarzt zeigte sich tatsächlich ein Problem mit zwei Zähnen auf der rechten Seite, darüber hinaus aber eine deutliche Verdickung am Kinn. Die angestellte Tierärztin zog den Chef zu Rate und er erklärte mir dann, es handle sich höchstwahrscheinlich um einen Tumor, und solche Tumore seien in der Regel bösartig. Und die Behandlung? Man könne natürlich operieren, den halben Unterkiefer entfernen (O-Ton Tierarzt: „Die Amerikaner schneiden sogar halbe Gesichter weg – ich würde das meinem Tier nicht antun.“) oder einen Versuch mit Spinnengift machen. Dieses homöopathische Mittel bewirke in manchen Fällen, dass die Geschwulst abgekapselt würde. Diese Methode erschien mir sehr viel sinnvoller als eine Operation, nach der die Katze dann künstlich ernährt werden muss, weil sie selbst nicht mehr fressen kann. Also gab es heute neben Antibiotikum und Cortison auch eine Spritze mit Tarantula. Am Montag wird die nächste Portion verabreicht und dann schauen wir einfach, wie es sich weiterentwickelt.

Mittwoch, 11. April 2012

Abschied von Lizzy

Heute Morgen, an einem 11. April, der trüb und regnerisch begann, mussten wir Abschied von unserer Katze Lizzy nehmen. Knapp 16 Jahre alt ist sie geworden, das genaue Geburtsdatum war nie bekannt, vermutlich war es Ende April oder Anfang Mai 1996. Ich habe Lizzy im September 1997 kennengelernt und lebte nun auch schon ziemlich lange mit dieser außergewöhnlich gesprächigen Katze zusammen. Manche Katzen machen ab und zu „Mau“ oder geben ähnliche Geräusche von sich, manche sprechen so gut wie gar nicht. Aber diese Tigerkatze sprach fast ununterbrochen, wenn sie nicht schlief. Selbst in den letzten Tagen, als es ihr körperlich nicht mehr besonders gut ging, sprach sie noch. Und bekam prompt auch auf jedes Bitten ein Stückchen Schinken vom Frühstückstisch …
Nachdem sie schon längere Zeit mit wiederkehrendem Erkältungsschnupfen und einer möglichen Niereninsuffizienz zu kämpfen hatte, war klar, dass sie mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr viele Jahre bei uns sein würde; schon im September letzten Jahres hatte die Tierärztin größte Bedenken, dass sie es noch lange schaffen würde. Es wurden dann doch noch einmal sieben Monate.
Heute war also dieser Tag, an dem sie uns verlassen hat. Nun ruht die fast 80 Jahre alt gewordene Omi in unserem Garten und ich werde in den nächsten Tagen ein schönes Blümchen aussuchen, das auf ihrem Grab wachsen darf.

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