November 2015

Sonntag, 1. November 2015

Möwen am Maschsee

Bei wunderbarem Herbstwetter – wir holen im November den goldenen Oktober nach – haben wir heute einen Spaziergang am Maschsee gemacht. Dabei hatte ich die Gelegenheit, unter anderem Möwen zu fotografieren. Mittlerweile bin ich zufrieden mit dem großen Zoomobjektiv, dieses Foto (Ausschnittsvergrößerung) habe ich mit einer Brennweite von 300 mm aufgenommen und es sieht auch auf einem großen Bildschirm sehr gut aus.

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Samstag, 14. November 2015

Verlorene Fähigkeiten

Man kennt doch den Spruch: „Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht.“ Neurowissenschaftler sagen tatsächlich, das Fahrradfahren verlerne fast niemand, da Bewegungsabläufe im so genannten prozeduralen Gedächtnis gespeichert werden. Dort würden sie recht sicher aufbewahrt, weil dieses nicht so störanfällig sei wie andere Gehirnbereiche. Auch das Klavierspielen wird als Beispiel für derartige Bewegungsabläufe angeführt.
Ich habe schon hin und wieder darüber nachgedacht, ob man gewisse Dinge wirklich nicht verlernt. Ich glaube, man kann doch gewisse Fertigkeiten verlernen oder vergessen. Ich wäre heute ganz bestimmt nicht mehr in der Lage, eine Melodie auf einem Tasteninstrument zu spielen.
In meiner Jugend, so in etwa mit sechzehn, siebzehn Jahren, spielte ich nämlich Heimorgel. Ich meine mich zu erinnern, dass unserem Vater dieses Instrument gefiel, und daher eines angeschafft wurde. Meine Schwester und ich nahmen dann ungefähr zwei Jahre lang Orgelstunden, wobei ich ein wenig länger durchhielt. Das Spielen muss mir damals wohl schon Spaß gemacht haben, immerhin konnte man ja auch anderes als zum Beispiel den „Schneewalzer“ spielen. Ich weiß gar nicht mehr, welches meine Lieblingsstücke waren, auf jeden Fall besaß ich das Notenbuch „The Beatles Complete“. Ich war also in der Lage, Noten vom Blatt abzulesen und diese beidhändig mehr oder weniger korrekt auf die Tasten zu bringen und mit dem Fuß auch noch die Pedale zu bedienen.

Winter 1976:

Heutzutage hätte ich schon Schwierigkeiten, die Noten richtig zu lesen. Und dann noch zu wissen, welche Tasten das sind … unvorstellbar! Mag sein, dass ich das damals Gelernte mit einiger Übung wieder aus den Tiefen des Gedächtnisses hervorholen könnte, aber ich habe weder Gelegenheit noch Lust dazu, es auszuprobieren.
Meine „Orgelkarriere“ endete bald nach einem Vorspielen der damaligen Orgelschüler vor Publikum. Ich hätte diesen Auftritt ablehnen sollen, aber ich habe mich nicht getraut, Nein zu sagen. Ganz davon abgesehen, dass mir beinahe schlecht vor Aufregung war, fand ich es im Nachhinein doch etwas peinlich, als Siebzehnjährige unter vielen kleinen Kindern ein Stück nicht einmal ganz fehlerfrei vorzutragen. Das konnten die anderen Schüler mindestens genauso gut, und zudem konnten sie noch punkten, weil sie alle klein und niedlich waren.
Mag sein, dass ich eine Weile noch privat hin und wieder gespielt habe, aber als irgendwann niemand mehr Interesse an dem Instrument zeigte, wurde das gute Stück verkauft.

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Mittwoch, 18. November 2015

Beklemmend

Eigentlich wollten wir gestern Abend das Fußballspiel im Fernsehen anschauen, Deutschland gegen die Niederlande in Hannover. Trotz der fürchterlichen Anschläge in Paris vergangenen Freitag sollte das Spiel stattfinden. Und dann hörten wir am frühen Abend im Radio, dass das Spiel kurzfristig wegen einer „konkreten Bedrohungslage“ abgesagt wurde. Von da an verfolgte ich die Nachrichten im Live-Ticker der Hannoverschen Allgemeinen, gleichzeitig hatten wir den Fernseher mit den Berichterstattungen laufen. Der dazwischen ersatzweise laufende Krimi plätscherte mehr oder weniger an mir vorbei. Und dann auch noch geschlossene Stationen der Stadtbahn und abgesperrte Gleise am Hauptbahnhof … Gefunden wurde allerdings nichts, verdächtige Gegenstände stellten sich als harmlos heraus, und heute kann man sogar Kommentare lesen, die dahinter eine großangelegte Übung sehen. Trotzdem macht es Angst, eine mögliche Gefahr so nah zu sehen, wo man doch gern mal verdrängt, und alles andere, was bisher passiert ist, doch weit genug weg ist. Ich musste zum Abschluss des Abends noch eine halbe Stunde etwas ganz banales im Fernsehen anschauen, um ein wenig abzuschalten.

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Das Kreuz mit der Allergie

Ich weiß seit gestern: rohe Äpfel und wahrscheinlich auch Haselnüsse sollte ich zukünftig meiden. Die Vor-Vorgeschichte: Seit ungefähr fünfzehn Jahren leide ich an einer Birkenpollenallergie, die nach ein paar Jahren stark genug wurde, dass ich Medikamente nehmen musste, in den letzten zwei Jahren jedoch deutlich schwächer geworden war. Nun kann ja bei solchen Allergien irgendwann eine sogenannte Kreuzallergie auftreten. Man reagiert dann plötzlich allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel, die verwandte Allergene besitzen. Nun zur Vorgeschichte: Am Freitagvormittag aß ich ein Überbleibsel aus dem Süßigkeitenkörbchen für das Matten-Meeren-Singen, und zwar ein Mini-Haselnusstäfelchen. Später hatte ich ein eigenartiges Gefühl an der Mundschleimhaut, als wäre etwas wund, aber es sah alles ganz normal und gesund aus. Das pelzige Gefühl hielt an und später hatte ich den Eindruck, dass die Unterlippe etwas angeschwollen war. Merkwürdige Sache. Ganz weit im Hinterkopf hatte ich einen leisen Verdacht, aber ich glaubte nicht so recht daran. Am Wochenende verarbeitete ich bis auf einen kleinen Rest die restlichen Äpfel von unserem Bäumchen. Ein paar wenige blieben übrig, denn ich musste kapitulieren, weil mein tastaturgeschädigter Arm schmerzte. Am Montagabend hatte ich die gute Idee, mir für den nächsten Tag einen Salat mit Apfel, Käse, Gurke und Putenbrust zuzubereiten. Äpfel pur mag ich nicht, aber im Salat wäre das bestimmt ganz köstlich. In der Mittagspause aß ich eine Hälfte des Salates – wie erwartet geschmacklich hervorragend – und direkt danach ging es los: Kribbeln auf den Lippen und ein pelziges Gefühl im Mund. Da war mir klar, dass mich die Birkenpollen-Apfel-Haselnuss-Kreuzallergie erwischt hatte. Also gibt es für mich Äpfel nur noch im Kuchen oder in anderer Form mit Erhitzen verarbeitet zu essen. Vielleicht führe ich nächste Woche noch einmal das Haselnuss-Experiment mit einer winzigen Portion durch, um da ganz sicher zu sein.

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Sonntag, 22. November 2015

Erster Schnee

Es ist ein bisschen Schnee gefallen … aber lange wird er sich wohl nicht halten.

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Donnerstag, 26. November 2015

Übernachtungsgast

Seit einigen Jahren füttere ich – mittlerweile auch ganzjährig – Wildvögel in unserem Garten. In diesem Frühjahr nisteten zum ersten Mal Meisen in dem kombinierten Nistkasten/Futterhäuschen. Und damit ich so etwas viel besser mitverfolgen kann, bekam ich zum Geburtstag einen Nistkasten mit IP-Kamera.
Um einen geeigneten Standort zu finden, mussten wir uns einige Gedanken machen. Aus technischer Sicht war ein Stromanschluss erforderlich und vor allem natürlich musste der Kasten mit Kamera in Reichweite des WLANs stehen. Zum Glück machte ich mich vorher noch einmal im Internet schlau, was grundsätzlich bei der Anbringung eines Nistkastens zu beachten ist. Und ich habe einiges dazugelernt: Einflugöffnung in Richtung Osten/Südosten, keine Wetterseite, wind- und regengeschützt sowie möglichst beschattet, damit die Mittagssonne den Kasten nicht aufheizt. Somit waren einige Standorte, die wir ins Auge gefasst hatten, ausgeschlossen. Aber wir haben einen passenden gefunden:

Nun hängt der Kasten an der Ostseite des Hauses, hat morgens Sonne, ist mittags durch das Dach gegen die Sonne geschützt und ist durch den Dachüberstand zusätzlich gegen Wind und Regen geschützt. Die Wetterseite ist hier sowieso der Westen. Und die Verbindung mit WLAN und Strom sind auch kein Problem, da der Kasten nicht in irgendeiner Gartenecke hängt.
Der erste Gedanke war, den Kasten gegen Ende des Winters aufzuhängen, aber auch in dieser Hinsicht erfuhr ich Neues. Man solle Nistkästen durchaus schon im Sommer oder Herbst anbringen, dann hätten die Vögel Zeit, sie rechtzeitig zu entdecken. Außerdem nutzten manche Vögel oder andere Kleintiere den Kasten, um sich dort an kalten Wintertagen und -nächten zu schützen.
Nachdem alles installiert war, schauten wir (anfangs häufig, später seltener) per WLAN oder Smartphone über die Kamera in den – wie nicht anders zu erwarten – leeren Kasten. Am Freitag warf ich zufälligerweise nach längerer Zeit kurz vor dem Ausschalten des Smartphones einen Blick in den Kasten. „Oh, da sitzt ja einer!“, rief ich zur Verwunderung des Mannes, der vermutete, es säße jemand auf unserem Gäste-WC, weil ich dort neben der Tür stand. Sieh an, da übernachtet eine Kohlmeise in dem Kasten.

Hier gibt es auch ein Video, das ich am Montag aufgenommen habe. Einmal morgens um halb acht, es dämmerte gerade und ich erwischte die Meise zufälligerweise, als sie wach geworden war und dann ausflog. Und einmal nachmittags, da war sie um halb fünf wohl gerade wieder zurückgekehrt und legte sich schlafen.

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Freitag, 27. November 2015

Devese

Zwei Tage Urlaub, mal zwischendurch, gestern und heute. Leider habe ich seit letzten Wochenende Schmerzen im Nacken-/Schulter-/Armbereich links. Keine Ahnung, woher das kommt, es ist am Wochenende über Nacht aufgetreten. Alle Behandlungsmethoden wie Wärme, Voltaren und Kinesiotape haben bisher nichts gebracht.
So dachte ich mir, ein wenig Bewegung könnte nicht schaden und machte mich bei strahlendem Sonnenschein zu einem Spaziergang in die Umgebung auf. Das war jetzt zwar kein spezielles Bewegungsprogramm für die Schulter, aber vielleicht wäre eine Ganzkörperbewegung schon mal nicht schlecht. Natürlich schleppte ich meine Kamera mit dem großen Objektiv mit, dies wiederum war nicht gerade heilungsfördernd. Aber na ja, Fotos muss ich immer machen.

Also hier ein paar Impressionen von Hemmingen-Devese:

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