September 2007

Montag, 3. September 2007

Hannover entdecken mit dem Fahrrad

Das stand gestern Nachmittag wieder bei uns auf dem Plan. Zuerst hatte ich zwar keine rechte Lust und als ich mir die Strecke auf der Karte anschaute, die wir ins Auge gefasst hatten, stöhnte ich: „Das schaff ich nie! Vielleicht gerade mal hin, aber nie im Leben zurück!“ Da ich aber nicht immer nur faul auf dem Sofa herumliegen soll – es bestünde ja die Gefahr, dass ich den 7. Harry-Potter-Band zu Ende lesen könnte – raffte ich mich doch auf. Die längste Strecke des Weges kannte ich, das wäre mein Weg zur Arbeit, wenn ich mit dem Fahrrad fahren würde. Immerhin habe ich das ein einziges Mal gemacht, als im Mai 2005 mein Auto in der Werkstatt war. Von Kirchrode fuhren wir dann weiter nach Anderten. Auf der Lehrter Straße ging es zügig ein wenig bergab, als ich bemerkte, dass mit dem Hinterreifen meines Fahrrads etwas nicht stimmte. Tatsächlich, der war ziemlich platt. Und das bei neuen Reifen, mit denen ich erst wenige Kilometer gefahren war! Eine Beschädigung war nicht zu erkennen, aber es half nichts, da musste ein Ersatzschlauch rein.
auseinandergebautes Fahrrad
Der Mann ist nach diversen Überholungs- und Erneuerungsarbeiten an den Fahrrädern nun auch der perfekte Fahrradreparaturdienst und hatte das Malheur in noch nicht einmal einer Viertelstunde behoben. Nun konnten wir unser Ziel ansteuern, die Hindenburgschleuse am Mittellandkanal in Hannover-Anderten.
in die Schleuse einfahrendes Frachtschiff

mehrere Frachter in der gefüllten Schleuse

Zurück folgten wir einer Radwegbeschilderung Richtung Maschsee. Das war ein wenig abenteuerlich, denn wir fuhren durch Gegenden, die wir überhaupt nicht kannten und selbst mir fehlte die Orientierung. Gut, wir hätten auch auf der Radkarte oder dem Stadtplan nachsehen können, was wir ja beides dabeihatten. So aber war es ein bisschen spannender. Allerdings stimmte dann entweder die Beschilderung nicht mehr oder der Weg hätte tatsächlich auf einen Trampelpfad hinter einem Haus entlang geführt. Wir blieben jedoch auf der Straße und fuhren nach Gefühl in heimatliche Richtung. Ich kannte mich dann auch wieder aus, denn in der Gegend von Misburg hatte ich gearbeitet, als es Easy Room, die Expo-Zimmervermittlung noch gab. Fünf Minuten Pause mussten wir wegen eines Regenschauers in Kirchrode unter dem Schnellweg einlegen. Irgendwann war dann auch der restliche Weg geschafft und auf dem Kilometerzähler standen 38 Kilometer. Mit dem neuen Gelsattel extra für dicke Frauenhintern hatte ich die Strecke bequem fahren können, aber mir taten die Beine weh! Ich habe mich immer über die Schmerztablettenwerbung aufgeregt, in der sich eine Frau nach dem Sport in der Umkleidekabine beschwert, dass ihre Beine weh tun, ihr eine andere Frau dann eine Schmerztablette empfiehlt, sie erst einmal ablehnt mit der Bemerkung: „Ich habe doch keine Kopfschmerzen, mir tun die Beine weh!“, die andere ihr dann erklärt, die Tabletten wirkten auch gegen Beinschmerzen und sie schließlich eine nimmt. So ein Mittelchen wäre mir gestern auch recht gewesen, denn egal wie ich die Beine aufs Sofa gelegt habe, der Schmerz ließ nicht nach. Trotzdem bin ich weit davon entfernt, aus solch einem Anlass Schmerztabletten zu nehmen. Da muss man eben durch!

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Samstag, 8. September 2007

Nicht mein Tag

Ich bin wohl gestern auf den Millimeter genau mit meinem Auto am rechten Carportbalken vorbeigefahren. Denn heute blieb ich beim Rausfahren dort hängen und habe den Außenspiegel geschrottet. Die Spiegel klappen war sehr schön um, aber ich habe richtig getroffen und nun hat das Glas Risse. Zum Glück hält aber alles noch und die Sicht ist kaum beeinträchtigt.
Beim Vorbeifahren am Haus entdeckte ich ein gekipptes Küchenfenster. Also wieder anhalten, aussteigen, Tür aufschließen, Fenster schließen, Tür abschließen und ein drittes Mal ins Auto steigen (das zweite Mal war nach dem Spiegelunfall).
Dann fuhr ich zu Rossmann, um Fotoposter abzuholen. Nanu, warum ging die automatische Schiebetür nicht auf? Drinnen waren auf jeden Fall noch Kunden. Ein Blick auf das Schild neben der Tür verriet mir, dass samstags nur bis 13 Uhr geöffnet ist. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es Punkt 13 Uhr war.
Weiterfahrt zum Schuhcenter. Der Parkplatz war brechend voll, weit sich dort auch noch einige andere Geschäfte befinden und die Menge der Parkplätze dafür nicht ausreichend ist. Ich erwischte einen freien Platz vor dem Supermarkt. „Parken nur für Kunden“, stand auf dem Schild. Egal, wer kriegt schon mit, in welches Geschäft ich gehe. Aber Parken nur mit Parkscheibe. Parkscheibe? Fehlanzeige! Die habe ich mit dem alten Auto verkauft. Egal, so lange wollte ich nicht einkaufen gehen, es würde mich schon keiner erwischen. Bei den Schuhen hatte ich auch keinen Erfolg. Ich hatte zwar keine genaue Vorstellung, aber alles, was ich dort sah, war absolut hässlich. Wieder raus auf den Parkplatz zum Auto. Auto? Wo war es denn? Dort musste es doch sein! Eine kleine Schrecksekunde, aber es war nach den fünf Minuten im Schuhladen noch da und nur ein Parkplatzsuchender stand mit seinem Auto quer davor.
Dann ein kleiner Abstecher in den Baumarkt, denn die Hüllen unserer Sonnenschirme waren sehr brüchig und löchrig geworden und vielleicht hatte ich noch Glück, ein paar neue zu bekommen. Doch wieder Fehlanzeige. Bis auf wenige Artikel war die Gartenabteilung leergeräumt. Also müssen die geflickten Hüllen noch ein paar Wochen durchhalten, bis die Schirme in die Gartenhütte geräumt werden.
Zu Hause räumte ich die Nähmaschine auf den großen Esstisch, denn ich wollte bei zwei Hosen die Beine enger nähen. Großen Spaß machen solche Änderungsarbeiten nicht, aber es musste endlich einmal sein. Zwischendurch kämpfte ich einige Male mit zunächst unerklärlichem Fädengewirr und befürchtete schon, die Nähmaschine würde ihren Geist aufgeben. Doch das eine Mal hatte sich der Nähfuß gelockert und das andere Mal war der Oberfaden nicht richtig eingefädelt. So konnte ich meine Näharbeiten erfolgreich beenden und muss jetzt nicht mehr mit sackigen Hosenbeinen herumlaufen.
Ach ja, und außerdem habe ich eine kleine Zahnfleischentzündung links oben, nicht besonders schlimm, aber trotzdem ein blödes Gefühl.
Und heute Abend sind wir zu einer größeren Gartenparty eingeladen und hier nieselt es immer wieder. Wir wissen aber, dass die Gastgeber ein Zelt im Garten stehen haben und auch schon für Terrassenstrahler gesorgt haben. Dann sollte es nicht allzu ungemütlich werden.

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Montag, 10. September 2007

Hilfe, Kochsendung!

Ich schaue mir schon sehr lange Zeit gerne Kochsendungen an. Vor einigen Jahren noch war es äußerst schwierig, solche im Fernsehprogramm zu finden und ich nahm auch die Fernsehköche in Kauf, die mir nicht besonders sympathisch waren.
Mittlerweile wird es mir zu viel. Ich gucke regelmäßig das Perfekte Dinner, weil es auch so einen schönen Unterhaltungswert hat, nehme regelmäßig „Kochen bei Kerner“ auf, je nach Thema die Kochsendung von Martina und Moritz beim WDR, alles andere fange ich erst gar nicht an. Und manchmal weigere ich mich sogar, eine Kochsendung oder vielmehr Kochschau anzusehen. Tim Mälzer fand ich anfangs ziemlich gut, dann habe ich weniger geschaut und sein neues Kochunterhaltungsprogramm muss ich mir nach einem Mal nicht wieder antun. So eine alberne Sendung! Irgendwie musste ich dabei an das alberne Kochduell denken (ja, ja, ich gebe zu, ich habe das lange Zeit geschaut), das ich irgendwann nicht mehr ertragen konnte und abgeschaltet habe. Dann blättere ich doch lieber in einem meiner Kochbücher.

Zu sauer

fünf rote Äpfel in einem Körbchen
Dies hier sind die ersten Äpfel, die ich von unserem Bäumchen geerntet habe. Schön sehen sie aus und sie haben eine richtig tolle Farbe. Ich war gespannt auf den Geschmack und packte mir letzte Woche Apfelstückchen in eine Frischhaltedose. Fruchtig und leicht säuerlich, das war mein erster Eindruck. Die ersten Stücke am Vormittag schmeckten noch gut, doch dann musste ich kapitulieren. Viel zu sauer! Selbst als ich erst am Nachmittag wieder probierte, zog es mir im Mund alles zusammen. Dieser Cox Orange ist roh ungenießbar – für mich jedenfalls. Ich werde mich mal verstärkt nach Back- und Kochrezepten mit Äpfeln umsehen müssen.

Nachtrag 18.09.2007:
Nun habe ich diese Äpfel gerade zu einem Kuchenbelag verarbeitet. Sie lagen nun nach der Ernte ungefähr zehn Tage und mit Erstaunen stellte ich fest, dass sie längst nicht mehr so sauer sind: eine neue Erkenntnis nach der Ernte meiner ersten eigenen Äpfel.

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Donnerstag, 13. September 2007

Zehn

Der 13. September 1997 war ein Samstag. An diesem Tag bekam ich Besuch aus Hannover. Von so einem Typen, den ich im AOL-Chat kennen gelernt hatte. Von dem ich vorher noch nicht einmal ein Foto gesehen hatte. Ich schlug ihm nicht die Tür vor der Nase zu und er fuhr auch erst am nächsten Tag wieder zurück. Zehn Jahre. So lange ist das schon her?

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Dienstag, 18. September 2007

Der Pilz

Am Sonntag kamen wir auf unserer Fahrradtour in Laatzen-Grasdorf an diesem Pilz in der Leinstraße vorbei.
kleiner Betonbunker mit Fliegenpilzbemalung

Vielleicht hätte ich mich nur kurz gewundert, vielleicht wäre er mir gar nicht aufgefallen, hätte ich nicht zwei Tage zuvor einen Artikel in der Zeitung darüber gelesen. Bei diesem Fliegenpilz handelt es sich um einen ehemaligen Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Viele dieser Bunker, in denen bis zu sechs Personen Platz fanden, gab es damals auf den Bauernhöfen der Gegend. Fast alle dieser sechs Tonnen schweren Schutzhäuschen dürften heutzutage verschwunden sein. Nach dem Krieg wurden sie entweder mit speziellen Kränen abtransportiert, manch einer hat einfach ein großes Loch gebuddelt und seinen Bunker hineingekippt. Dieser eine ist stehen geblieben und verwirrt jetzt die Vorbeikommenden mit seiner Fliegenpilzbemalung.

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Körbchen

Immer mehr Leute sah ich mit so einem schicken Einkaufskörbchen herumlaufen. Ja, auch in der Kochsendung, wo die Hälfte aller Teilnehmer aus Frankfurt in der Kleinmarkthalle einkaufen geht und auch halb Hannover seine Einkäufe in der hiesigen Markthalle zu tätigen scheint. Wie dem auch sei, die Körbchen haben mir gefallen. Und jetzt besitze ich auch eins. Aber nicht etwa in schlichtem Schwarz oder Rot, sondern in Barock-Sand:
Reisenthel Carrybag

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Montag, 24. September 2007

Besuch

Von Mittwoch bis gestern waren meine Eltern zu Besuch. Da sie vorher mit dem Wohnwagen in Holland gewesen waren, wohnten sie auch hier auf dem Campingplatz. Am Samstag haben wir zusammen eine Fahrradtour gemacht. Sie führte uns über Döhren …
Backsteinhäuser in der ehemaligen Arbeitersiedlung
… und Kirchrode nach Anderten zur Hindenburgschleuse. Von dort aus fuhren wir am Tiergarten vorbei zum Annateich mit der Alten Mühle.
alte Mühle aus Holz
Weiter ging es dann nach Kleefeld ins Philosophenviertel mit den beeindruckenden Häusern und von dort aus in den Wald über Bischofshol zum Maschsee-Südufer und schließlich über Ricklingen zurück nach Hause. Wieder einmal hatten wir 38 Kilometer hinter uns gebracht.
Am Sonntag machten wir nur eine kleine Tour, um die Holzstapel im Wald anzuschauen. Für einen längeren Ausflug war es da auch schon fast wieder zu warm. Außerdem fühlte ich mich nicht ganz fit, denn ich war schon am Samstag mit einem Kratzen im Hals aufgewacht.
Nachmittag gab es einen leckeren Schwedischen Apfelkuchen vom Blech, natürlich mit Äpfeln vom eigenen Baum.

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Mittwoch, 26. September 2007

Ingrid Marie

Die Eltern waren sich am Wochenende alle einig gewesen, dass es sich bei unseren Äpfeln niemals um Cox Orange handeln könne.
rote Äpfel am Baum
Meine Mutter hat einen Apfel mitgenommen und auch gleich einen Apfelexperten ausfindig gemacht, der ihn begutachtet hat. Er sah den Apfel und sagte: „Die Seite habe ich gerade in meinem Buch aufgeschlagen.“ Nun wissen wir, dass es sich um Ingrid Marie handelt, ein später Apfel, der erst ab Oktober reif ist. Kein Wunder, dass die schon geernteten so sauer waren. Übrigens vermutet man, dass Ingrid Marie vom Cox Orange abstammen könnte, also wäre da zumindest eine Verwandtschaft vorhanden. Und die Dame soll ja weitaus weniger anfällig für Krankheiten sein, da kann ich doch ein wenig aufatmen, nachdem mir der Obstbaumexperte letztens ein wenig Angst gemacht hatte.

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Freitag, 28. September 2007

Ich bin dann mal weg …

… dachte sich unser Kater Mika und war zwei Tage lang unterwegs. Am späten Dienstagnachmittag war ich auf der anderen Seite des Kreisels, um dort einige Fragen zur Internetseitenbearbeitung zu klären und einen neuen Außenspiegel für mein Auto zu bestellen. Plötzlich tauchte Mika vor der Werkstatt auf. Ich war doch sehr überrascht, dass auch dies noch zu seinem Revier gehörte, waren wir doch bisher der Meinung, seine Grenze befände sich vor dem Real-Markt. Wie dem auch sei, der Kater kam an diesem Abend nicht nach Hause. Auch am Mittwoch ließ er sich nicht blicken. Ich versuchte, mir noch keine Gedanken zu machen, denn es kann schon mal vorkommen, dass so ein Tier sich auf eine längere Wanderschaft begibt. Und es kann ja auch durchaus möglich sein, dass er tagsüber zu Hause gewesen ist, als wir nicht da waren. Der Mann machte sich schon mehr Gedanken und war nicht so gut gelaunt. Aber alles wurde gut, als der Herr Kater am späten Donnerstagabend mit lautem „Mau-mau“ durch die Katzentür im Keller hereinspazierte. Er war total nass, was ihn aber nicht sonderlich zu stören schien. Großen Hunger hatte er auch nicht, also muss er unterwegs eine Fressstelle gefunden oder ein paar Mäuse und Kaninchen gejagt haben.

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Sonntag, 30. September 2007

Matt

Noch am Montag dachte ich, lediglich eine kleine Erkältung mit etwas Husten und Schnupfen zu haben. In der Nacht von Montag auf Dienstag wachte ich allerdings um zwei Uhr mit heftigen Halsschmerzen auf. Mindestens dreimal musste ich in dieser Nacht aufstehen, weil meine Nase verstopft war und auch die restliche Zeit schlief ich mehr schlecht als recht. Gegen Morgen ging es meinem Hals zum Glück wieder besser. Ich bin dann einfach mal eine Stunde später zur Arbeit gefahren, Gleitzeit sei dank. Die Erkältung zog sich noch die ganze Woche hin und auch jetzt ist sie noch nicht hundertprozentig weg. Trotzdem bin ich jeden Tag arbeiten gegangen und habe (bis auf den Dienstag) auch richtig viel geschafft.

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Ausgesperrt und Glück gehabt

Vor einigen Monaten hatte ich mir einen Gästebuchtroll eingefangen. Ich bin mir nicht sicher, ob eher die Bezeichnung „Troll“ oder „Stalker“ zutrifft, passend ist auf jeden Fall „widerwärtiger Wurm“.
Es war ein Eintrag im Gästebuch, der mich erschrecken ließ: heftigste persönliche Beleidigungen bis hin zu Drohungen – im ersten Moment dachte ich, das muss jemand sein, der mich kennt und abgrundtief hasst. Natürlich habe ich ganz schnell diesen ekelhaften Text unsichtbar gemacht. Und dann überlegt. Mit etwas klarerem Kopf wurde mir bewusst, dass das irgendwo zwischen sehr unwahrscheinlich bis unmöglich einzuordnen ist und es sich wahrscheinlich um ein widerliches menschliches Exemplar handelte, das versucht, ihm unbekannten Menschen Angst zu machen.
Dann habe ich mir die Daten angeschaut, die diese Person als Spuren hinterlassen hatte. Oh, wie ungeschickt, da geht jemand vom Arbeitsplatz aus ins Internet und mir wird nicht nur eine vollständige IP-Adresse, sondern darüber hinaus auch noch der Name des Arbeitgebers angezeigt! Und der sitzt in einem weit entfernten Bundesland, in dem ich niemanden kenne. Ich weiß nicht, ob dieser Mensch schon öfters meine Seiten besucht hat, an diesem Nachmittag war er jedenfalls fast eine Stunde lang auf 91 Seiten unterwegs – um dann sein Gift im Gästebuch zu versprühen.
Am nächsten Tag beobachtete ich genau, welche Besucher sich auf meinen Seiten tummelten. Siehe da, etwa zur selben Zeit schlug er wieder auf und kontrollierte selbstverständlich das Gästebuch. Er muss im Gesicht hochrot angelaufen sein vor Wut, als er feststellte, dass sein Eintrag weg war. Da kam gleich der nächste Hammer hinterher: „Ich solle gefälligst dafür sorgen, dass der Text wieder sichtbar wäre … er könne sonst auch anders! … etc. blablabla“. Leider hatte er Pech und kaum war dieser Text drin, war er auch schon wieder weg. Und als Konsequenz stellte ich das Gästebuch um, so dass ich jetzt jeden Eintrag freischalten muss.
Am nächsten Tag beehrte er mich schon am Vormittag, beendete seinen Besuch wieder im Gästebuch und – oh Wunder – hinterließ keinen neuen Müll. So schnell hatte er es schon aufgegeben, mich zu quälen? Ich atmete auf, blieb aber auch in den nächsten Tagen noch auf der Hut, doch bis heute ist zum Glück nichts mehr passiert. Ich habe bewusst damals nichts dazu geschrieben, denn ich wollte diesem Menschen keinerlei Reaktion zeigen – vom Löschen der Gästebucheinträge einmal abgesehen. Aber ich weiß, dass ich natürlich auch Glück hatte und derjenige schnell die Lust verloren hat.

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Goodbye Gästebuch

Nachdem also vor einigen Monaten im Gästebuch belästigt wurde, stellte ich zunächst auf „moderiert“ um, damit ich nicht ständig kontrollieren muss, ob wieder jemand seinen Müll dort abgeladen hat. Nun stellt der Gästebuchbetreiber seinen Service ein und es fiel mir nicht schwer, das Gästebuch aus dem Netz zu nehmen. Eine Sache weniger, um die ich mich kümmern muss.

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