Juni 2006

Donnerstag, 1. Juni 2006

Kundenfang

Am Sonntag kamen wir auf dem Weg zu unserem Spaziergang an einem Schuhladen vorbei, der an den Schaufenster mit großen Plakaten warb: „Räumungs-Schlussverkauf, bis zu 50 % reduziert!“ Nun ist es natürlich nicht erfreulich, wenn ein Laden schließen muss, aber wenn man gerade Schuhe braucht, kann man diese Gelegenheit nutzen. Also waren wir gestern am späten Nachmittag dort. Alle Regale waren gut gefüllt und nichts sah nach Räumungsverkauf aus. Da hörte ich per Zufall ein Gespräch zwischen einer Kundin und einer Verkäuferin in der Nähe mit an. Kundin: „Und sie machen dann zu?“ Verkäuferin: „Nein, nein!“ Kundin: „Ach? Aber die Plakate …“ Verkäuferin: „Tja, die sind wohl nur da, um uns zu verwirren. Wir haben nur die Sommerware bis fünfzig Prozent heruntergesetzt.“ Interessant, dachte ich mir, also handelte es sich bei diesem „Räumungs-Schlussverkauf“ nur um eine Kundenfangaktion. Nun sagt mir allerdings das schlaue Internet, dass seit 2004 Räumungsverkäufe auch aus anderen Gründen als einer Geschäftsaufgabe durchgeführt werden dürfen. Trotzdem finde ich es irreführend und auch nicht besonders originell, damit zu werben. Gekauft haben wir gestern nichts, aber das lag daran, dass wir nichts Vernünftiges oder Passendes gefunden haben.

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Montag, 5. Juni 2006

Trübes Pfingsten und das Schloss

Das Wetter an diesem Pfingstwochenende war nicht gerade einladend für Aktivitäten außerhalb des Hauses. Deswegen haben wir es ganz gemütlich zu Hause verbracht und sind nur am heutigen Montagnachmittag zur Marienburg gefahren.
Ansicht des Schlosses
Das Schloss liegt nicht allzuweit entfernt von uns, und nachdem es seit April für Besucher und Besichtigungen geöffnet ist, wollte ich auf jeden Fall einmal dorthin fahren. Bei dem trüben und kühlen Pfingstwetter kamen allerdings auch jede Menge anderer Leute auf diese Idee. Der Parkplatz war bis auf das letzte Eckchen voll, nur gut, dass immer mal wieder jemand wegfährt. Auf die nächste Führung hätten wir eine gute Stunde warten müssen, außerdem standen bestimmt schon fünfzig Leute in der Schlange für die Karten. Also waren wir dieses Mal lediglich im Innenhof und sind einmal um das Schloss herumgegangen.

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Mittwoch, 7. Juni 2006

Vier Tage

Ganze vier Tage Urlaub hatte ich nun nach Pfingsten. Es wurde auch einmal Zeit, denn die letzte Woche Urlaub hatte ich – abgesehen von den zwei Tagen im März – im Oktober gehabt. Ich hatte einiges vor und begann den Dienstag gleich mit frühem Aufstehen und einer Einkaufstour durch zwei Gartencenter – übrigens bei Nieselregen. Im Vorgarten sollte ein neues Beet entstehen und ich hoffte sehr, dass die Wettervorhersage stimmen würde, die uns für diese Woche sommerliche Temperaturen ankündigte. Als ich mittags nach Hause kam, hatte sich das Wetter immer noch nicht gebessert und ich saß das letzte Mal für die kommende Woche (wie sich natürlich erst später herausstellen sollte) für etwa eine Stunde am PC. Dann kam die Sonne heraus und es wurde richtig schön warm. Ich begann also, den Rasen im Vorgarten abzustechen, und das war recht mühsam, da sich an der Grenze zum Stellplatz Schotter darunter befand und ich auch noch jede Menge Steine aus der Erde entfernen musste. Am Abend war ich ziemlich kaputt von dieser ungewohnten körperlichen Arbeit.
Heute ging es weiter im Garten, zunächst musste ich im Hauptgarten diverses Unkraut aus den Beeten entfernen, denn ich wollte an einigen Stellen Löwenmäulchen einpflanzen. Dann ging es im Vorgarten weiter. Die Beetkontur ist (noch) nicht so geworden, wie sie sein soll, denn eigentlich sollte es ein Viertelkreis sein. Doch ich wollte unbedingt die Pflanzen einsetzen und die Kontur kann man ja noch einmal nacharbeiten, bevor die Randsteine gesetzt werden. Abends tat mir wieder alles weh und ich lag im Bett und wollte mich gar nicht mehr bewegen.
Abgerundetes Beet im Vorgarten

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Donnerstag, 8. Juni 2006

Hannover-Ansichten

Da ich im Urlaub auch mal etwas anderes sehen wollte als nur das eigene Haus und den eigenen Garten, machte ich mich heute auf den Weg. Ich war ungewöhnlich früh aufgestanden, bereits um halb acht, und um viertel vor neun saß ich im Auto in Richtung Hannover. Zuerst besuchte ich den Gartenfriedhof in der Marienstraße. Im Gegensatz zum Stadtfriedhof Engesohde möchte ich den Gartenfriedhof nicht noch ein zweites Mal besuchen. Trotz des sehr sonnigen Vormittags und des schönen Lichts hinterließ er einen sehr düsteren Eindruck bei mir. Vielleicht lag es an der Tatsache, dass dort ein angeblicher Menschenfresser begraben sein soll, vielleicht aber auch daran, dass der Friedhof offensichtlich ein beliebter Treffpunkt von Obdachlosen ist, von denen auch einer zwischen einer Gruppe niedriger Grabsteine nächtigte.
Grabsteine auf dem Gartenfriedhof

Anschließend fuhr ich zum nicht weit entfernten Congress Centrum, weil ich dort ein wenig im Stadtpark wandeln wollte. Auch der Stadtpark konnte mich nicht so recht begeistern. Ich würde ihn als typischen Park der sechziger und siebziger Jahre bezeichnen. Viele Rhododendren in verschiedenen Farben zeichnen die Hecken an den Rändern aus, es gibt große Rasenflächen, Becken mit Fontänen, Rosenbeete (leider blühte dort noch nichts) und einen japanisch gestalteten Bereich.
Blick über ein Wasserbecken mit dem Kuppelsaal im Hintergrund

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Samstag, 10. Juni 2006

Wärme

Gestern Abend haben wir zum ersten Mal länger draußen auf der Terrasse gesessen, die Abende zuvor waren dafür noch zu kühl gewesen. Doch zuerst waren wir zur zweiten Halbzeit des Fußball-WM-Eröffnungsspiels bei einer Fußballparty in einer Gewerbehalle hier in der Nähe. In der Halle war eine große Leinwand installiert, und zur Verpflegung gegen Bezahlung gab es Bier für den Männergeschmack (also mir viel zu bitter) und leckere gegrillte Würstchen, von denen ich aber nur zwei Bissen probierte. Gerade gestern hatte ich tagsüber nicht viel gegessen, aber trotzdem ungefähr zwei Kilo zugenommen. Ja, mein Körper neigt dazu, bei Hitze Wasser zu speichern. Ich glaube, das ganze Wasser, das ich tagsüber getrunken habe, ist nicht wieder herausgekommen, sondern wurde freundlicherweise gespeichert. Über Nacht war es dann offensichtlich verdunstet, denn heute waren diese knapp zwei Kilo wieder verschwunden.
Heute ist der erste so richtig warme, sogar sehr warme Terrassentag. Das bedeutete, dass wir zum ersten Mal in diesem Jahr draußen gefrühstückt haben. Ich habe dann trotz der Wärme und der Sonne noch ein paar kleinere Umpflanzaktionen getätigt. Dann habe ich endlich das spannende Ende meines Buches gelesen und anschließend das Notebook zum ersten Mal in diesem Jahr nach draußen geschleppt und alle Einträge der vergangenen Woche geschrieben. Nebenbei trocknet die Wäsche rasend schnell in der Sonne und im Backofen brät der Putenbraten, den es heute Abend kalt mit Tunfischsoße geben wird – also eine Variante des Vitello tonnato.

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Dienstag, 13. Juni 2006

Spam

Letzte Woche hatten die Spammer schließlich auch mein Weblog gefunden und die Kommentare vollgemüllt – ausgerechnet in der Woche, als ich nur selten am PC war. Deshalb ist es mir erst am Wochenende aufgefallen. Zunächst habe ich diese Kommentare einfach gelöscht, doch am nächsten Tag waren schon wieder eine Menge drin. Ich habe dann das Aksimet-Plugin aktiviert und nun werden die Müllsäcke sehr schön herausgefiltert.

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Antwortzeiten

Wie lange darf ich E-Mails unbeantwortet liegen lassen ohne gleich den Unmut des Absenders auf mich zu ziehen? Im aktuellen Fall erhielt ich am letzten Dienstag eine Anfrage von einer (angeblichen) Journalistin, die ein Titelbild für ein Buch sucht. Ob ich da etwas hätte, sie hätte sich schon mal meine Rosenfotos angesehen …
Da ich in der letzten Woche Urlaub hatte, viel im Garten und anderes gemacht habe, hatte ich den PC kaum an und verschob die Antwort auf diese Woche. Doch schon am Sonntag hatte ich eine erneute Mail dieser Frau im Kasten. Sie schickte ihre ursprüngliche Mail noch einmal an mich und in der neuen stand lediglich: ERbitte Rückantwort! Ohne Anrede, ohne Namen, nicht einmal ein halbwegs freundlicher Satz. Ich finde das ziemlich unverschämt, habe dann nur noch zurückgeschrieben, sie möge Verständnis haben, dass ich als Privatperson während meines Urlaubs keine automatische E-Mail-Benachrichtigung einrichte und davon abgesehen selbst entscheide, wann und ob ich meine E-Mails beantworte. Für ein Foto hätte ich auch keine Idee, weil ich nur hobbymäßig fotografiere. Sicherlich war das jetzt auch nicht besonders nett, aber bei solch unhöflichen Leuten kann ich nicht anders reagieren.

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Mittwoch, 14. Juni 2006

Die Terminplanung der Schornsteinfeger

Es ist mir bis jetzt ein Rätsel, warum Schornsteinfeger ihre Termine nicht so planen können, dass man mindestens zwei bis drei Wochen vorher benachrichtigt wird. Aber nein, mit schöner Regelmäßigkeit hat man zwei TAGE vor dem Termin den Zettel im Briefkasten. Natürlich kann man auch einen anderen Termin vereinbaren, wenn es nicht passen sollte. Da wird dann noch freundlich darauf hingewiesen, dass man sich bitteschön RECHTZEITIG bei einer Terminverschiebung melden möge. Lieber Schornsteinfeger, wie soll das denn funktionieren? Ich habe am Montag einen Zettel im Briefkasten, der mir mitteilt, dass Sie am Mittwoch erscheinen wollen. Das lese ich natürlich erst am Montagabend, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Es bliebe mir dann lediglich der Dienstag, um mich bei Ihnen zu melden.
Doch mit der Kurzfristigkeit allein ist es nicht getan. Da wird angekündigt, man erscheine irgendwann zwischen 11 und 14 Uhr. Für berufstätige Menschen bedeutet das in der Regel, dass sie sich einen kompletten Tag frei nehmen müssen. Wahlweise kann man natürlich auch – wenn der Weg zwischen Wohn- und Arbeitsstätte nicht so weit ist – von 8 bis 10:30 Uhr arbeiten und dann erst einmal wieder nach Hause fahren. Mit größter Wahrscheinlichkeit wartet man bis 13:55 Uhr, denn man wird nie das Glück haben, als erster dran zu sein. Um 14 Uhr (denn länger als fünf Minuten braucht der Schornsteinfeger nicht) macht man sich wieder auf den Weg zur Arbeit. Das alles funktioniert natürlich nur, wenn man überhaupt so kurzfristig frei bekommt, und das wird bei den wenigsten Arbeitsstellen möglich sein. Darüber hinaus ist es auch ärgerlich, einen freien Tag wegen eines Fünf-Minuten-Besuchs zu Hause absitzen zu müssen.
Bis jetzt haben wir es noch jedes Mal hingekriegt, aber es wäre schon sehr viel geholfen, wenn man den Termin um einiges früher kennen würde.

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Donnerstag, 15. Juni 2006

Fähnchen

Noch gestern Vormittag hatte ich bei einem Fußballgespräch im Kollegenkreis behauptet, in unserem Wohngebiet sähe man keine Fahnen und Fähnchen. Doch dann saß ich gestern am frühen Abend auf der Terrasse, hörte über die Gärten Begeisterungsrufe über ein Tor und gleich darauf wurden drei Häuser weiter zwei Fahnen im Garten aufgestellt: eine deutsche und eine rot-weiße. Bei der rot-weißen Fahne musste es sich wohl um die tunesische handeln, denn die Tunesier hatten gerade zu dem Zeitpunkt ein Tor geschossen. Heute Morgen entdeckte ich tatsächlich auch noch ein Auto mit Fähnchen in unserer Straße.
Nun, Fähnchen hänge ich mir nirgendwo hin und ich bin wirklich kein Fußballfan, aber wenn eine WM stattfindet, dann gucken wir auch das eine oder andere Spiel.
Die Fahnen sind sowieso noch das harmloseste von all dem, was rund um die WM verkauft wird. Es gibt ja seit Wochen kaum etwas, das nicht in Fußballform oder in Schwarz-Rot-Gold angeboten wird. Fußballsofas, Fußballunterwäsche, Wurst mit Fußballspieler oder Wurst als kleine Kugeln in Fußballform …

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Prickelnd

Heute Morgen hatten wir 14 Grad bei Regen, wie sollte ich da ahnen, dass die Temperatur bis heute Nachmittag wieder dermaßen in die Höhe gehen würde? Ich war also etwas zu warm angezogen und habe mir vorhin beim Einkaufen das leichte Sommerkleidchen herbeigewünscht. Im Bereich der Kühlabteilung war es noch sehr angenehm, aber ich kann mich ja nicht ewig dort aufhalten. Beim Anstehen an der Kasse war es dann so weit: Obwohl ich mich kaum bewegte, spürte ich, wie sich langsam die Poren der Kopfhaut öffneten, um die Schweißtropfen hinauszulassen, die sofort dünne Rinnsale bildeten und langsam unter den Haaren entlang Richtung Hals liefen. Ein prickelndes Gefühl! Angenehmer war jedoch die anschließende kühle Dusche zu Hause.

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Samstag, 17. Juni 2006

Mal wieder

Pünktlich zum Wochenende wurde das Wetter schlechter und so fiel schon gestern Abend das ins Auge gefasste Grillen aus. Bei 14 Grad und Nieselregen geht das wirklich nicht! Ich hatte aber mit einer Alternative vorgesorgt und so gab es leckere Tortilla-Wraps.
Rosafarbene Rosenblüten mit Regentropfen
Nur gut, dass meine Eltern doch nicht schon an diesem Wochenende zu Besuch gekommen sind, schließlich wollen sie dieses Mal schönes Wetter hier erleben und sollen auch reichlich „begrillt“ werden.

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Nein

Manchmal muss man „Nein“ sagen und hinterher geht es einem wirklich besser.
Ich habe heute „Nein“ gesagt zu den Hausbau-Anfragen, die immer wieder auf Grund meines Hausbauberichts eintrudeln. Kurze Zeit nach dem Hausbau habe ich noch gern diese Fragen beantwortet und unsere Erfahrungen an die Neulinge und Interessenten weitergegeben. Dann war es einige Zeit ruhiger, nur hin und wieder kam eine E-Mail mit Fragen an. Nicht selten habe ich es auch erlebt, dass man Zeit opfert und sich Mühe gibt, die Fragen ausführlich zu beantworten und dann nicht einmal ein schlichtes „Danke“ erhält. In den letzten zwei, drei Wochen häuften sich die Anfragen wieder und die letzten beiden baten sogar um ein Telefongespräch und „drohten“ schon mal damit, sie hätten „ganz viele Fragen zum Ausbau“. Ja, bin ich denn Allkauf-Berater und bekomme Geld dafür? Nein, irgendwann muss Schluss sein, und fünf Jahre nach dem Hausbau kann man zu vielem nur noch sagen: „Bei uns war das damals so …“ Weiß ich denn, ob sich da nicht schon einiges geändert hat?
Gut, jedenfalls beschloss ich heute, einen Schlussstrich zu ziehen. Auf der Website stehen jetzt ausdrückliche Hinweise, dass es sich dabei nur noch um Anschauungsmaterial handelt und individuelle Anfragen nicht mehr beantwortet werden können. Dann habe ich noch einen Verweis zu einem Forum aufgenommen, wo sich seit April dieses Jahres Ausbauhausbauer und Interessierte austauschen können. Und jetzt geht es mir viel besser!

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Dienstag, 20. Juni 2006

Fußballfieber

Rundherum wird nun auch in der näheren Umgebung mit Deutschlandfarben, aber auch zum Teil mit anderen Farben beflaggt. Immerhin weiß ich deswegen nun auch, dass Leute ein Stück die Straße runter ukrainischer Herkunft sein müssen, denn neben Schwarz-Rot-Gold auf der einen flatterte es blau-gelb auf der anderen Autoseite. Ich hätte mir früher eher blau-weiß-rote Blockstreifen ans Auto gehängt, wenn das jemals in Frage gekommen wäre. 1998 hätte ich das tun können, und damals wäre das absolut berechtigt gewesen. Gefühlsmäßig hätte ich den Franzosen allerdings bessere Resultate bei den vergangenen Fußballweltmeisterschaften zugetraut. In der Wikipedia gibt es eine schöne Übersicht mit den jeweils ersten vier Mannschaften. Frankreich war nur viermal darunter, Deutschland hat es neunmal geschafft. Alternativ zu irgendeiner Fußball-Landesflagge könnte ich mir auch die Hessenflagge ans Auto hängen, aber dann müsste der Löwe mit drauf sein, sonst könnte sie leicht mit Polen verwechselt werden. Aber egal, ich bleibe fahnenlos.
Heute Nachmittag werde ich die Einzige sein, die normal lange im Büro sitzt. Ich würde mir das Spiel zwar auch gern anschauen, aber deswegen mache ich keine Minusstunden. Den Anfang werde ich per Radio mitverfolgen, denn ich werde etwa um zwanzig nach vier losfahren, so dass ich zur Halbzeit bei Real bin, kaufe dort Mineralwasser fürs Büro und bin dann rechtzeitig zu Beginn der zweiten Halbzeit zu Hause.

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Donnerstag, 22. Juni 2006

Wieder mal Miele

Gestern hatte ich alles gut geplant: eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine packen, die trockene Wäsche vom Ständer im Keller abhängen und gleich ordentlich im Schrank verstauen, Gemüse schnippeln, andünsten fürs Ratatouille (Auberginen und Paprika mussten dringend verarbeitet werden), eine Runde „Das perfekte Dinner“ von den aufgezeichneten Folgen schauen, dann die andere Wäsche aufhängen, und so weiter.
Zum Glück ging ich als erstes in den Keller, wo die Wäsche schon seit zwei Tagen hing. Immer noch feucht! Nun ja, bei diesen Saunatemperaturen in den letzten Tagen war das eigentlich kein Wunder. Aber kein Problem, dachte ich mir, dann kommt sie eben kurz in den Trockner. Der Trockner trocknete fleißig vor sich hin, während ich in der Küche zugange war und zeigte auch nach kurzer Zeit schon „bügelfeucht“ an. Nach einer halben Stunde zeigte er das immer noch an. Ein prüfender Griff nach dem Öffnen verriet mir gleich, dass die Heizung nicht funktionierte. Mist! Also Wäsche wieder raus, Wäscheständer nach oben auf die Terrasse geschleppt und Wäsche dort aufgehängt. Wäsche habe ich dann natürlich nicht mehr gewaschen, da die Aufhängekapazitäten erschöpft waren. Als Jörg nach Hause kam und ich ihm berichtete, musste er natürlich gleich den Wäschetrockner auseinandernehmen. Als uns das erste Mal im November 2004 dieses Malheur passierte, hatte ich eine ausführliche Anleitung dazu im Internet gefunden, und so ging es dieses Mal sehr viel schneller, auch wegen der Unterstützung durch neues Werkzeug, mit dem man um die Ecke schrauben kann. Auch dieses Mal waren nur Kontakte verschmutzt oder nicht richtig fest und jetzt funktioniert das gute Gerät wieder. Ich kann der Tante wieder einmal nur zustimmen, die vor achtzig Jahren schon sagte: „Nur Miele, Miele …“ Ich denke, es gibt nicht viele Geräte, die man selbst so einfach auseinander- und wieder zusammenbauen kann, um solch kleine Fehler zu beheben.

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Montag, 26. Juni 2006

Besuch weg

Von Freitagnachmittag bis vorhin um kurz vor zehn waren meine Eltern zu Besuch. Wir hatten versucht, es so zu planen, dass wir schönes Wetter haben würden und das hat dann tatsächlich auch geklappt. Selbst am Freitag war es wärmer als vorausgesagt, und so konnten wir abends noch ein Weilchen draußen sitzen.
Am Samstag ging es nach dem Frühstück und einem kurzen Abstecher in den Baumarkt (mein Vater brauchte eine bestimmte kleine Energiesparlampe) zum Stadtfriedhof Engesohde. Nachdem ich bei meinem ersten Besuch dort den erstbesten Eingang genommen hatte (das war der Notein- und ausgang) spazierten wir nun durch den Haupteingang. Das hatte zur Folge, dass ich etwas orientierungslos war und die großen Mausoleen nicht mehr fand. Beinahe bin ich der Meinung, die müssen in der Zwischenzeit abgebaut worden sein. Wie dem auch sei, wir haben viele interessante Grabstätten gesehen und man schafft es sowieso nicht, den gesamten Friedhof bei einem Spaziergang abzulaufen.
Engelsfigur auf einem Grab
Nachmittags haben wir Fußball geschaut und anschließend lecker gegrillt.
Gestern machten wir einen Ausflug zum Schloss Marienburg. An Pfingsten waren Jörg und ich schon mal dort gewesen, doch es war damals sehr voll gewesen und daher hatten wir uns das Schloss nur von außen angeschaut. Gestern hatten wir einen günstigen Zeitpunkt getroffen, denn erstens werden viele Leute bei dem heißen Wetter anderes als eine Schlossbesichtigung im Sinn gehabt haben und zweitens trafen wir schon mittags dort ein und viele Besucher kamen erst, als wir nach ungefähr zweieinhalb Stunden wieder die Heimreise antraten. Wunderbar gepasst hat auch, dass wir nur zehn Minuten auf die nächste Führung warten mussten und nur eine kleine Gruppe von ungefähr fünfzehn Leuten waren. Es lohnt sich auf jeden Fall, eine Führung mitzumachen, denn die gut erhaltenen Räume sind wirklich sehenswert. Kein Wunder, dass alles noch in so gutem Zustand ist, wurde das Schloss doch kaum bewohnt. Leider darf man innen nicht fotografieren, aber auf der Internetseite des Schlosses gibt es einige kleine Fotos auch von der Innenausstattung.
Eingangstor der Marienburg
Gestern Abend hatten wir wiederum Glück mit dem Wetter, denn nach dem Essen konnten wir noch etwa eine halbe Stunde draußen sitzen, bevor ein leichtes Gewitter mit viel Regen kam. Leichter Regen hielt auch noch bis heute Vormittag an. Nach dem gemeinsamen Frühstück ist Jörg später als sonst zur Arbeit gefahren; er konnte leider im Gegensatz zu mir nicht frei nehmen. Ich habe noch einen Tag, um die Füße hochzulegen, meine diversen Kochsendungsaufzeichungen anzuschauen oder etwas zu lesen.

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Donnerstag, 29. Juni 2006

Nur ein wenig kurios

Die Ha.us-Frau hat mir ein Stöckchen zugeworfen, mit dem ich allerdings überfordert bin: In meinem Bücherregal stehen nämlich gar keine kuriosen Bücher. Es sei denn, man findet zum Beispiel „Französisch für Katzen“ oder ein schottisches Kochbuch (war ein Geschenk) kurios.
Fürs Stöckchen falle ich also aus, aber ein außergewöhnliches Buch habe ich dann doch noch entdeckt:

Vergeß‘ emol Dei Redd ned – Mundart aus dem Gerauer Land

Ja, immerhin bin ich doch noch ein wenig Hessin, denn ich komme aus „Drewwer“ – so steht es im Buch und ist der Dialektname für Trebur.

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