Juni 2005

Samstag, 4. Juni 2005

Haushaltstag

Gestern hatten wir noch richtig Glück mit dem Wetter gehabt. Es waren Gewitter und heftige Regenfälle vorhergesagt, und zwar schon ab nachmittags. Doch es tat sich nichts, es war schwülwarm, so dass ich schon heftig ins Schwitzen kam, als ich nur eine neue Pflanze eintopfte. Immerhin konnten wir dann abends noch den Grill anwerfen. Kurz nach dem Essen kam ein stärkerer Wind auf und es regnete ungefähr eine halbe Stunde.
Nachdem Jörg heute um elf weggefahren ist, habe ich erst einmal den Putztag eingeläutet. Staubsaugen auf allen Etagen, Badezimmer ausräumen, wischen, Küche wischen etc. Da war ich schon wieder nassgeschwitzt. Dann fiel mir ein, dass ich die Kübelpflanzen mal wieder düngen sollte. Gedacht, getan. Jetzt ist gerade eine Ladung Wäsche dran, doch das macht die Waschmaschine fast von alleine und ich kann ein wenig am PC sitzen.

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Dienstag, 7. Juni 2005

Der PC – ein niederes Lebewesen?

Das fragte ich mich, als ich diese Werbung auf der Speisekarte eines Pizzabringdienstes entdeckte:

Auch beim Rest des Textes bewundere ich die Fähigkeit, so viele Fehler in so wenig Inhalt unterzubringen.

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Hessen ade

Erst gestern bemerkte ich eine Veränderung an meinem Auto, als ich Getränkekisten in den Kofferraum lud. Die Werkstatt meines Vertrauens hat ihm neue Nummerschildhalterungen verpasst:

Natürlich fahre ich gern mit dieser Werbung durch die Gegend. Ein ganz klein wenig bin ich nur traurig, weil jetzt gar nicht mehr zu erkennen ist, dass es eigentlich ein Hessen-Auto ist. Bisher stand nämlich unter dem hinteren Nummernschild immer noch „Georg von Opel, Frankfurt“. Nun ja, an mir kann man normalerweise auch nicht erkennen, dass ich 38 Jahre in Hessen gelebt habe – höchstens, wenn ich aus Spaß ein paar hessische Sätze von mir gebe.

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Spannung

An Pfingsten hatte ich unsere Einkommenssteuererklärung gemacht und diese natürlich auf dem elektronischen Weg ans Finanzamt übermittelt. Allerdings bleibt einem dabei noch nicht erspart, das Ganze in ausgedruckter Form mit den notwendigen Unterlagen dorthin bringen oder schicken zu müssen. Schneller scheint die Bearbeitung aber tatsächlich zu funktionieren. Nach einer Woche kamen die Unterlagen wieder zurück und heute Morgen informierte mich eine E-Mail, dass ich den Bescheid abrufen kann. Leider funktioniert das nur über das entsprechende Programm, also muss ich mich bis zum späten Nachmittag gedulden. Hoffentlich hat es sich gelohnt!

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Montag, 13. Juni 2005

Kater, Kräuter, krank

Während die Kater am Samstagnachmittag ein gemeinsames Schläfchen vor der Terrassentür hielten …

… machte ich mich daran, das Kräuterbeet wieder in eine ordentliche Form zu bringen. Estragon und Sauerampfer waren schon ungefähr einen Meter hoch gewachsen und immer wieder hatte ich gedacht: „Du müsstest mal ein paar Kräuter ernten!“ Am Samstag tat ich es dann endlich. Die dicken Stängel und die Blüten landeten gleich auf dem Kompost, der Rest in der Küche.

Mit der Küchenmaschine fein gehackt, füllte ich die Kräutermischungen in kleine Behälter ab und verstaute sie im Tiefkühlschrank.
Bis zum Schlafengehen am späten Samstag Abend ging es mir noch gut. Am Sonntag wachte ich mit trockenen Hals auf. Ich überlegte, ob es wohl daran lag, dass ich die ganze Nacht über nichts getrunken hatte. Aber nein, es waren wirkliche Halsschmerzen. Zu den Halsschmerzen gesellten sich dann später noch die Hautschmerzen, also diese Überempfindlichkeit der Haut, wenn man eine leicht fiebrige Krankheit ausbrütet. Den gesamten Sonntagnachmittag verbrachte ich auf dem Sofa. Immerhin konnte ich so endlich einmal meinen Rückstand der auf Video aufgenommenen Folgen von „Sex and the City“ und „Desperate Housewives“ aufarbeiten. Heute Morgen wachte ich mit heißem, dröhnenden Kopf auf und entschied, dass ich zur Genesung noch einige Stunden im Bett verbringen müsse. Mittlerweile fühle ich mich schon ein wenig besser, es scheint, dass ich mit einem verbleibenden kleinen Schnupfen morgen wieder arbeiten kann. Ehrlich gesagt, reicht mir das an Krankheit auch wieder für die nächsten Jahre.

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Mittwoch, 15. Juni 2005

Stöffche

Gestern hatten wir den ersten warmen und überwiegend sonnigen Tag seit ungefähr zwei Wochen. Die Sonne regte mich dazu an, auf dem Heimweg kurz vor dem Ortseingangsschild nach rechts abzubiegen: Ein Getränkemarkt war mein Ziel. Ich hoffte, dort ein beliebtes hessisches Sommergetränk, den Äppelwoi, zu finden. Im letzten Jahr hatte ich noch Glück und ergatterte ein- oder zweimal bei Real eine einsam und verlassen zwischen Bierkisten herumstehende Kiste Possmann. In diesem Jahr hatte man selbst diese Minimalbestände für hessische Minderheiten nicht mehr. Also auf zum Getränkemarkt, der sollte doch ein besseres Sortiment als ein Supermarkt zu bieten haben. Ich hatte tatsächlich Glück und fand dort einen ausreichenden Vorrat vom Hochstädter Apfelwein, der (mir) sowieso besser schmeckt als der Possmann.
Meiner Erkältung geht es leider noch besser als mir; besonders unangenehm ist es, wenn ich am sehr frühen Morgen mit verstopfter Nase und trockenen Mund aufwache oder immer wieder hochschrecke, weil ich plötzlich beim Atmen laute Geräusche von mir gebe. Ich hoffe, es wird sich im Laufe des Nachmittags noch bessern, denn heute Abend wird gegrillt.

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Bandsalat

Am Samstag sang Juliane Werding in einer dieser Chart-Shows wieder einmal „Am Tag, als Conny Kramer starb“. Bei diesem Lied aus dem Jahr 1972 erinnerte ich mich daran, dass auch ich einmal dieses Lied gesungen hatte. Es war 1972 oder 1973, in beiden Jahren hatten wir den Sommerurlaub in der Rhön verbracht und mein Geburtstag fiel in diese Zeit. Als Geschenk bekam ich einen Kassettenrecorder mit Mikrofon. Und darauf wurde dann alles Mögliche aufgezeichnet. Meine vier Jahre jüngere Schwester musste vor allem als Partnerin bei den zahlreichen, selbst ausgedachten Radioquizsendungen und Interviews herhalten. Ob wir das Conny-Kramer-Lied als Duett zum Besten gaben oder ob ich die Solistin spielte, weiß ich heute nicht mehr. Ich erinnere mich aber noch genau, dass an der Stelle „… weil in mir eine Welt zerbrach“ am Ende der Ton mangels Luft abrupt abbrach. Auch erinnere ich mich an Hörspiele, die auf Band verewigt wurden. Ich sehe noch das Heft vor mir, in das ich das Drehbuch schrieb, sogar Geräusche wie Wasserplätschern und Ähnliches waren enthalten. Jedoch ist mir total entfallen, um was es in dem Hörspiel ging. Die allererste Kassette von damals hatte ich lange aufbewahrt, und heute wäre es ein Leichtes, sie in digitale Form zu bringen und somit ein Stück vor dem Verfall zu retten. Doch leider ist sie bei einem Aus- oder Umzug aus meinen Händen geraten. So bleiben mir nur die wenigen verblassten Erinnerungen.

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Freitag, 17. Juni 2005

Aufatmen

Jetzt kann ich aufatmen: ich habe mein Paket abgeholt, ausgepackt, das Gerät eingeschaltet und es funktioniert! Na ja, fast, ein bisschen muss ich noch selbst machen.
Die Vorgeschichte: Ich habe bei eBay ein nicht unbedingt notwendiges, aber doch nützliches Gerät gekauft. Eigentlich ist es mehr ein Luxus, aber ich dachte, ich gönne mir mal etwas, und vor allem während der Terrassensaison kann ich es gut gebrauchen. Das erste Ärgernis war ein defektes Gerät, was aber problemlos umgetauscht wurde. Auch das zweite Paket sollte via DHL an meine Packstationsadresse geliefert werden. Gestern dachte ich, fragst mal beim Verkäufer nach, ob er es schon verschickt hat. Zurück kam eine sehr knappe Mail mit der Info „gestern raus per GLS“. Na prima! Wieso wird jetzt mit GLS verschickt? Da kriegt also GLS ein Paket mit einer Packstationsadresse, kann es nicht ausliefern und im schlimmsten Fall geht es wieder zurück. Jegliche Versuche, mit dem Verkäufer wieder Kontakt aufzunehmen, damit die Lieferadresse geändert werden kann, blieben erfolglos. Dann kam ich auf die geniale Idee, bei GLS direkt anzufragen. Zwar hatte ich keine Paketnummer, aber mit dem Absender und der Lieferanschrift würden sie es vielleicht herausfinden können. Prompt war ich erfolgreich. Das Paket lag im Depot Laatzen und ich konnte es heute Nachmittag noch abholen. Sonst hätte ich bis Montag warten müssen und das wollte ich nicht, denn das neue Gerät muss schließlich auf der Terrasse getestet werden.
Fazit: Kaufen bei eBay ist nicht immer durchweg erfreulich. Doch um für wenig Geld an ein gutes, gebrauchtes Gerät zu kommen, ist es wohl trotzdem einer der besten Wege. Meine erste Reaktion war, dem Verkäufer nur eine neutrale Bewertung zu geben. Zum ersten muss ich mich auf die Angaben zum Versand verlassen können und zum zweiten erwarte ich von einem eBay-Shop etwas mehr Kundenservice als mit einem Halbsatz abgefertigt zu werden. Dann hatte ich mein Paket im Auto, war schon etwas besänftigt und tendierte mehr so in die Richtung „kleines Abwicklungsproblem, rechtfertigt nicht eine neutrale Bewertung“. Als ich jedoch das Gerät in Betrieb nehmen wollte, sagte es mir, es fehle ihm noch etwas. Und zwar etwas Wesentliches, das ich mit gekauft hatte. Das habe ich jetzt bei den Verkäufern reklamiert und bin mal gespannt, ob und welche Reaktion kommen wird. Mit einem Preisnachlass wäre ich sehr zufrieden. Doch irgendwie habe ich die Befürchtung, die werden so tun, als ob sie mir nicht glauben und Beweise verlangen, die ich nicht liefern kann. Warten wir’s ab.
Ehrlich, ich kaufe ja lieber bei Amazon, Otto und Co., das erspart mir einige graue Haare.

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Samstag, 18. Juni 2005

Mein neues Spielzeug

Nun werde ich also doch das Geheimnis um das Terrassengerät lüften. Es handelt sich um ein gebrauchtes, aber wirklich einwandfrei funktionierendes und sehr schönes Notebook: ein Fujitsu Siemens Lifebook der E-Serie.

Nachdem ich gestern und heute alles Notwendige installiert habe, tippe ich nun den diesen ersten Text darauf.
Wie ich gestern ja schon andeutete, verlief der Kauf nicht ganz ohne Hindernisse. Nach dem Hin und Her mit dem falschen Versand stellte sich nach Einschalten des Geräts heraus, dass es kein Betriebssystem hatte. Dabei sollte doch eine Vollinstallation von Windows 2000 mit dabei sein. Der Aufkleber ist auch unten auf dem Gerät, aber mehr auch nicht. Ich habe dies gleich bei den Verkäufern reklamiert, aber wie zu erwarten, hat sich bisher noch keiner gemeldet. Nun gut, schließlich ist Wochenende und vermutlich liegen sie auch lieber am Isarstrand anstatt sich um lästige Kunden zu kümmern. Ich gestehe hier ganz ehrlich, dass mir das fehlende Betriebssystem ziemlich egal ist, denn jetzt ist eben Windows XP drauf. Aber ich werde die Verkäufer trotzdem deswegen noch ein wenig belästigen. Der Akku war natürlich nicht geladen und nach dem Aufladen stellte sich heraus, dass er offensichtlich defekt ist. Er entlädt sich nämlich ungefähr innerhalb einer Minute. Gut, auf Akkus gibt es keine Gewährleistung, aber ich hatte doch gehofft, er hätte noch ein wenig Kapazität. Andere Verkäufer schreiben immerhin gleich dazu, dass der Akku defekt ist. Aber auch das hat nicht die höchste Priorität, denn hauptsächlich habe ich mir das Gerät für die Terrassensaison gegönnt, und da hängt es sowieso immer am Netz. Stromnetz. Ans Netzwerk kann ich es auch hängen, aber nur abwechselnd mit meinem PC. Mehr Anschlüsse haben wir nämlich nicht. Und schon gar nicht bis auf die Terrasse. Ist aber auch egal, ich transportiere eben meine Daten per USB-Stick von einem PC zum anderen. Ansonsten muss ich aber sagen, dass dieses Notebook ein sehr, sehr schönes Gerät ist und es ist extrem leise. Jetzt wird es vielleicht doch voran gehen mit einem bestimmten Projekt, denn ich habe mich bisher immer davor gedrückt, mit Notizblock und Stift auf der Terrasse zu sitzen und dann alles abtippen zu müssen. Wenn ich mal nicht das Notebook belege, ist es schon anderweitig ausgebucht – Jörg spielt dann nämlich Spider Solitär.
Wie es scheint, hat es das Spielzeug auch geschafft, meine Erkältung wegzudrängen. Gestern Nachmittag war ich noch in der Apotheke und habe Nasentropfen-Nachschub besorgt. Überraschenderweise bekam ich sogar eine Beratung dazu. „Nur im Notfall nehmen, sonst trocknen die Nasenschleimhäute aus.“ Ja, es ist ein Notfall, dachte ich mir nur, zahlte die 2,85 Euro und entschwand. Lediglich heute nach dem Aufstehen dröhnte mir noch ein wenig der Kopf, im Laufe des Tages wurde es aber immer besser – eine fast freie Nase, kein Dröhnen im Kopf, ein zu 95 % normales Gehör – sprich: ich fühle mich fast wieder wie ein vollständiger Mensch. Vermutlich haben da auch all die Genesungswünsche geholfen. Vielen Dank!

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Montag, 20. Juni 2005

Positiv

Vor einer halben Stunde hat sich der Notebookverkäufer telefonisch bei mir gemeldet. Er fragte noch einmal nach, ob denn tatsächlich kein Betriebssystem drauf gewesen sein, was ich ihm bestätigen konnte. Er bot mir dann an, das Notebook wieder zurückzuschicken, damit Windows installiert werden kann. Ich sagte ihm, ich würde es jetzt gern behalten und nicht wieder hin- und herschicken. „Haben Sie denn Windows 2000?“, fragte er noch. Ich antwortete nur knapp mit „ja“, ist schließlich egal, welches Betriebssystem installiert ist. Auf jeden Fall sagte er dann, als Entschädigung – und weil der Versand so lange gedauert habe – würde er mir eine Notebooktasche schicken. Prima, das ist ja auch nicht schlecht. Dann fragte ich ihn noch, ob Akkus denn getestet werden, weil der vorhandene nämlich gerade mal zwei Minuten durchhalte. Nein, das machten sie nicht, antwortete er. Hatte ich mir schon gedacht, das ist bei vielen Gebrauchtgeräteverkäufern so üblich. Er schaute aber gleich nach, ob er denn Akkus für dieses Notebook hat. „Ach, das ist ein Lifebook … nein, da haben wir leider keine. Aber ich frag mal den Kollegen, vielleicht liegt noch irgendwo einer rum und dann packe ich den dazu.“ Also lasse ich mich mal überraschen. Verschickt wird das Ganze dieses Mal wirklich mit der Post, da habe ich mich versichert.

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Dienstag, 21. Juni 2005

Hessische Speisekarte

Zum Abendessen hatten wir die Inszenierung „Eine Hessin in Niedersachsen“: Es gab Handkäse mit Musik und einen Äppelwoi für mich.

Den Handkäse isst man übrigens nur mit Messer, das heißt, man schneidet ein Stück davon ab, legt es aufs Brot und beißt dann ab. Nicht-Hessen oder Ungeübte dürfen auch eine Gabel zu Hilfe nehmen. Das würde ich aber nie tun, genauso wenig, wie ich beim Spaghettiwickeln einen Löffel zur Unterstützung benutzen würde. Spaghetti wickelt man mit der Gabel auf, basta!
Irgendwann in den nächsten Tagen werde ich Frankfurter Grüne Soße zubereiten, genug Kräuter dafür habe ich ja schon geerntet und eingefroren. Die gibt es dann entweder zur Hähnchenbrust oder zu hart gekochten Eiern. Für die weiteren Sommertage stehen Emmentaler Sommersalat, Spaghetti Tricolore, Salade Niçoise, Tunfischkroketten mit Aioli, Brötchen à la Pan Bagnat – und was mir sonst noch so einfällt – auf dem Speiseplan. Natürlich nur, wenn mal nicht gegrillt wird.

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Und es war Sommer

Seit ein paar Tagen haben wir der Temperatur nach Sommer, und seit heute Morgen auch aus Sicht der Astronomen. Um 8:46 Uhr stand die Sonne am höchsten Punkt über der Nordhalbkugel. Ich weiß das nur, weil ich es auf dem Weg zur Arbeit zufällig im Radio gehört habe. Morgen früh um 6 Uhr 13 ist übrigens Vollmond – es gibt also keinen Grund, deswegen heute Nacht schon zum Werwolf oder Ähnlichem zu mutieren. Erstaunlich finde ich es auch immer wieder, dass tatsächlich viele Frauen ihren weiblichen Rhythmus dem Vollmond angepasst haben oder sich ihr Körper einfach daran orientiert. Ich habe ja schon lange geahnt, dass mein Körper durch den Überschuss von männlichen Hormonen auch recht männlich – sprich rational denkend – geprägt ist. Ich glaube an so etwas nicht. Genauso wenig, wie ich im Grunde an die Wirkung von Bachblüten glaubte, obwohl ich mich wirklich bemühte. Es muss sich auf die Katzen übertragen haben, denn die beiden, denen ich Bachblüten verabreichte, zeigten sich davon absolut unbeeindruckt.
Die Temperaturen in den letzten Tagen reichten schon nahe an meine Schmerzgrenze heran. Selbstverständlich finde ich es schön, wenn die Sonne scheint, wenn man ohne Jacke rausgehen, auf der Terrasse unterm Sonnenschirm sitzen und lesen und vor allem abends sehr lange draußen sitzen kann. Unangenehm wird es dann, wenn ich zwischen Duschen und Anziehen schon wieder schwitze, wenn ich überhaupt nicht weiß, was ich denn anziehen soll, wenn ich kaum etwas esse und trotzdem aufquelle und wenn ich morgens im Spiegel ein von der nächtlichen Hitze aufgequollenes Gesicht im Spiegel erblicke. So schlimm war es in den letzten Tagen noch nicht, und heute Abend ist es hier windig, bewölkt und ganz angenehm. Die Wärmeliebenden würden ja sagen, es ist schon wieder zu kalt.
Die Kleidungsfrage kann ich an solch heißen Tagen nur mit Mühe lösen. Klar gibt es auch für Frauen mit mehr als 50 Kilogramm und Kleidergröße 36 schöne Sachen, aber da ich noch immer die Hoffnung habe, mein Gewicht reduzieren zu können, wollte ich den Inhalt meines Kleiderschranks noch nicht komplett austauschen. So wird es also gerade an den heißen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes eng. Dann nimm doch einfach ab, würden viele sagen. Doch leichter gesagt als getan. Es waren ja schon vier Kilo weniger, doch wie von Zauberhand kommen die wieder drauf. Und ausgerechnet dann, wenn die Temperaturen nach oben gehen, wenn ich wegen der Hitze wenig esse und viel Wasser trinke. Ich glaube, mein Körper speichert mehr Wasser, als er eigentlich sollte. Warum sonst sollten meine Knöchel geschwollen sein? Heute Vormittag habe ich eine Scheibe Brot mit Lachsschinken gegessen, heute Nachmittag einen Heidelbeerjoghurt. Dazu reichlich Wasser. Das war keine Diät, ich hatte einfach nicht mehr Hunger. Zu Hause gab es dann zwei Häppchen gebratene Putenbrust (gestern vom Grillen übrig geblieben) und später dann zwei Scheiben Brot mit eingelegtem Handkäse. Das kann ja wohl nicht zu viel sein. Ich will noch nicht so weit gehen wie meine Kollegin, die mir gestern erzählte, sie und ihr Mann wollten in der nächsten Zeit abends nur noch einen Joghurt oder Obst essen. Gut, die essen in der Regel mittags in der Kantine. Aber weder das eine noch das andere würde bei mir zur Lebensfreude beitragen. Mittags in der Kantine zu essen, womöglich noch mit nicht besonders netten Leuten am Tisch (was durchaus vorkommen kann), war für mich noch nie ein Genuss. Da bereite ich doch lieber abends etwas Leckeres zu, was ich dann richtig genießen kann.
Ich überlege gerade, ob ich zu viel ans Essen denke und deswegen schon zunehme. Oder vielleicht gucke ich zu viele Kochsendungen?

Es ist jetzt 21:30 Uhr, ich sitze im kühlen Abendwind auf der Terrasse (21 °C), tippe meine Gedanken ins Notebook, während Jörg sich drinnen im wärmeren Wohnzimmer (25 °C) das Fußballspiel Argentinien – Deutschland anschaut. Das ist Luxus für mich, das gefällt mir!

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Mittwoch, 22. Juni 2005

Kabellos

Wer hätte das gedacht – ich bestimmt nicht – dass ich heute Abend schon kabellos von der Terrasse aus ins Internet gehen könnte? Jörg hat heute eine Plastiktüte eines Discounters mitgebracht und ich dachte zuerst, da befindet sich wahrscheinlich Grillfleisch darin. Doch weit gefehlt, denn der Inhalt entpuppte sich als Access Point und Notebookadapter. Nach der Installation, die nur mit Hilfe unseres Nachbarn Ralf flott voran ging, haben wir nun einen Wireless-LAN-Zugang für das Notebook. Ich konnte es ja noch gar nicht so recht ausprobieren, denn erst einmal wollten endlos die Updates installiert werden. Aber ab morgen …

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Samstag, 25. Juni 2005

Heißer Freitag und geschütztes WLAN

Den ganzen Freitag Vormittag war es bewölkt und nicht besonders warm, ich dachte schon, wir würden den Abend drinnen und nicht auf der Terrasse verbringen. Natürlich wurde es erst am Nachmittag richtig warm, als ich Feierabend machte und Einkaufen ging. Selbst das Duschen danach brachte nur kurzfristig Erfrischung. Ich fühlte mich schon kurz danach wieder heiß und verklebt, natürlich ist auch die Kombination von schwülem Wetter, angeschwollenen Knöcheln und Regelschmerzen nicht optimal. Egal, ich wollte heute draußen sitzen, und während die letzten Windows-Updates auf dem Notebook heruntergeladen und installiert wurden, las ich ein wenig im meiner aktuellen Lektüre. Dann versuchten wir, das WLAN sicher zu machen. Doch selbst für jemanden, dem PCs nicht so ganz fremd sind, ist das nicht so einfach. Da bietet die Software für den Access Point mehr Einstellungen als der Adapter und vor allem ist alles anders benannt – wenn man da nicht schon ein wenig Ahnung hat, ist das alles nicht so einfach. Und das, obwohl beides, also Access Point und Adapterkarte vom selben Hersteller kommen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen wollte ich die Sicherheitseinstellungen zumindest für heute rückgängig machen, dann klickte ich ohne Hoffnung auf Erfolg doch noch eine zusätzliche Auswahl an – und schon funktionierte es! Gar nicht so schlecht für den Anfang. So ist unser kabelloses Netz nicht mehr offen und wir können noch in Ruhe schauen, ob es noch besser geht.
Der Access Point steht mittlerweile im Wohnzimmer, denn aus unserem Betonkeller hatten wir nicht den besten Empfang. Zum Glück ist es Jörg gelungen, noch ein Kabel aus dem Keller durch das vorhandene Loch ins Wohnzimmer zu quetschen. Notfalls hätte er bohren müssen, gelungen wäre es aber auf jeden Fall, denn schließlich kennt er sich mit so was aus.
Am späten Abend ging es mir wieder besser, und da ich überhaupt noch nicht müde war, habe ich das Notebook noch einmal angeschlossen und dies hier geschrieben, während es ringsherum fast still war. Im Moment dröhnt hin und wieder der Lärm eines vorbeifahrenden Lkws von der Bundesstraße herüber, aber alle Nachbarn sind wohl mittlerweile schon schlafen gegangen. Ich glaube, das werde ich wohl auch gleich tun, denn schließlich ist es schon halb zwei.

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Sonntag, 26. Juni 2005

Extreme Entspannung

Gestern Morgen ging es mir nicht so gut, ich bin mit Bauch- und Kopfschmerzen aufgewacht. Mit zwei Tabletten intus legte ich mich noch einmal hin, aber auch danach war es noch nicht so gut. Immerhin habe ich eine Staubsaugergrundreinigung durchgeführt.
Heute hatte ich außer dem Schwitzen keinerlei Beschwerden, und es war der richtige Tag und das passende Wetter, um auf der Terrasse zu sitzen und nichts zu tun. Hier und da ein paar Kleinigkeiten im Garten, aber ansonsten habe ich ein Buch zu Ende gelesen, im Internet gesurft und ein bisschen geschrieben. Immerhin müssen wir – mein Lifebook und ich – uns noch ein wenig aneinander gewöhnen. Wenn ich Texte schreibe, geht das ganz flott, nur mit dem Touchpad ist man doch um einiges langsamer als mit der Maus. Die Maus liegt in der Schublade, ich könnte sie ja benutzen, aber egal, ich habe Zeit und bin nicht auf der Flucht. Gestern Abend hatte ich jedoch schon mal ganz flott mein Konto bei der Diba gesperrt. Die Kontonummer war schon gespeichert, und bei der Eingabe der PIN und des Schlüssels habe ich natürlich nur Sternchen gesehen. Ich hätte dran denken müssen, dass bei dreimaliger Falscheingabe das Konto gesperrt wird. Habe ich aber blöderweise nicht. Dann war es passiert. Immerhin kam ich in dem Moment drauf, dass ich durch die etwas ungewohnte Tastatur versehentlich auf die Feststelltaste für die Großschreibung geraten war. Nun gut, ein Anruf beim Sprachcomputer der Bank mit Angabe von Kontonummer und Telebanking-PIN und das Ganze war wieder entsperrt. Das war, wie gesagt, gestern.
Nach einer Dusche am frühen Abend fühlte ich mich heute wieder ganz frisch und wohl. Mittlerweile ist es schon so „kühl“, dass man nicht mehr mit kurzen Hosen draußen sitzen kann. Demnächst wird es noch etwas kühler werden, denn gerade läuft der Rasensprenger und durch die Feuchtigkeit kommt noch ein wenig mehr Kühle auf die Terrasse. Vorhin habe ich auch noch ein paar schöne Gartenfotos gemacht und auch direkt aufs Notebook geladen. Da ich aber noch kein richtiges Bildbearbeitungsprogramm installiert habe, werde ich die Fotos erst in den nächsten Tagen hier oder wahrscheinlich eher im Gartentagebuch veröffentlichen.

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Donnerstag, 30. Juni 2005

Aufschlussreiche Auskunft?

Heute hatte ich im Rahmen meiner Arbeit ein Erlebnis, das mich schwer seufzen und dann resignieren ließ.
Wir erstellen in der Medienzentrale die Unterrichtsmaterialien für blinde und hochgradig sehbehinderte Schüler, die in Niedersachsen die so genannten Regelschulen besuchen. Die Punktschriftausdrucke verschicken wir natürlich als Blindensendungen. So ein Paket darf maximal sieben Kilogramm wiegen, daher sind die Kartons also selbst im Maximalfall nicht besonders riesig. Dass aber Blindensendungen auch von der Größe her beschränkt sind, war mir – ähem – bisher nicht bewusst und ich hatte auch nie nachgeschaut. Es hatte schließlich immer alles problemlos geklappt. Nun hatten wir vor einiger Zeit drei Landkarten an einen Schüler ausgeliehen. Diese kamen jetzt zurück – in einem Umzugskarton! Der Karton enthielt außer diesen Karten nur viel Luft. Es ist natürlich immer schwierig, solche Karten (aus Kunststofffolie, nicht knickbar, aber vorsichtig rollbar) wegen ihrer Größe und Breite zu verpacken. Doch dieser Umzugskarton war selbst der Post zu viel und es mussten satte 12 Euro Nachporto bezahlt werden. Auf Grund dieses Vorfalls schaute ich doch einmal genauer im Internet nach und entdeckte, dass die maximalen Maße 60 x 30 x 15 cm betragen. Nun geriet ich ins Zweifeln. Bisher hatten wir häufig Pakete verschickt, die andere Maße hatten, vielleicht 40 x 40 x 30 oder Ähnliches. Nie musste irgend jemand nachzahlen. Da dachte ich mir, fragst einfach mal bei der Post nach, schließlich bieten sie im Internet Kontakt zum Zentralen Kundenservice an.

Dies war mein Schreiben:

Frage zu Blindensendungen (schwer)
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zu den Maßen von Blindensendungen. In den Versandinformationen sind als maximale Maße 60 x 30 x 15 cm angegeben. Rechnet man diese Maße zusammen, ergibt sich ein Gesamtmaß von 105 cm.
Wie verhält es sich, wenn ich zum Beispiel ein Paket mit den Maßen 30 x 30 x 25 cm als Blindensendung verschicken möchte (Gesamtmaß = 85 cm)? Ist dies dann nicht möglich, weil die maximale Höhe überschritten ist? Oder kann ich die Höhe durchaus überschreiten, weil durch die geringere Länge das Gesamtmaß nicht überschritten wird?
Wir als Landesbildungszentrum für Blinde verschicken sehr viele Blindensendungen und möchten natürlich vermeiden, dass durch falsche Verpackungen unnötige Nachentgelte fällig werden.
Mit freundlichen Grüßen

Schnell waren sie immerhin mit ihrer Antwort, schon 45 Minuten später landete sie in meinem Briefkasten:

Sehr geehrte Frau D…,
vielen Dank für Ihre e-mail.
Gerne geben wir Ihnen Informationen zur Blindensendung Schwer National.
Maßgebend für den Versand sind die Höchstmaße der einzelnen Kantenlängen:
Länge max. 600 mm
Breite max. 300 mm
Höhe max. 150 mm
Das Höchstmaß L+B+H = 900 mm, keine Seite länger als 600 mm gilt ausschließlich bei der Blindensendung International.
Wenn wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen können, freuen wir uns.
Mit freundlichen Grüßen

Nein, das hat mir jetzt nicht so richtig weitergeholfen. Ich hatte nicht um eine Wiederholung der Informationen gebeten, die ich – wie aus meiner E-Mail zu ersehen – schon selbst im Internet gefunden hatte. Hätte die Antwort gelautet: „Nein, die Höhe darf auf keinen Fall 15 cm überschreiten …“, dann wüsste ich es sicher. So kann ich nur rätseln, ob das Augenmaß der Post sehr großzügig misst oder ob man vielleicht doch höhere, dafür aber nicht so breite und lange Pakete als Blindensendung verschicken kann.
Mittlerweile wünschte ich, all diese Informationen gar nicht zu haben, dann könnte ich noch mit gutem Gewissen ein Paket mit anderen Maßen packen.

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