Januar 2003

Donnerstag, 2. Januar 2003

Das war’s schon wieder

Silvester ist vorbei, und der gestrige Tag ist auch überstanden. Am Silvesterabend waren nun doch noch zwei Leute mehr da, so dass es eine nette, lustige Runde wurde.
Foto: Silvestergäste am Esstisch
Foto: Beim Silvesterknallen auf der Straße
Ich war irgendwann fürchterlich müde und habe mich um drei Uhr ins Bett gelegt. Die anderen saßen noch bis fünf Uhr morgens. Ich war dann auch die erste, die gegen Mittag aufstand. Nachdem die Übernachtungsgäste und Jörg dann auch aufgewacht waren, gab es noch ein Frühstück und gegen 16 Uhr waren dann alle weg. Und ich wieder soweit, mich aufs Sofa zu legen. Mein Kreislauf sagte mir deutlich, dass so lange aufbleiben und dann unruhig schlafen nicht das Richtige war.
Für heute hatte ich mir viel vorgenommen, aber dann erst einmal richtig „verschlafen“. Egal, Urlaub ist Urlaub und so Dringendes war auch nicht zu erledigen.

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Freitag, 3. Januar 2003

Frühaufsteher

Ausgeschlafen, um 07:15 Uhr aufgestanden, Kaffee gekocht und ab an den PC mit einer großen Tasse Kaffee. Sammy liegt rechts auf dem Schreibtisch und ich kann gerade noch die Maus einigermaßen bedienen.
Foto: PC mit Tastatur, Tasse Kaffee und schlafendem Sammy

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Wasted Time

Erinnerungen an 1997: Das Silvesterprogramm von 3sat lautete „Pop around the clock“, 24 Stunden lang wurden Aufzeichnungen von Live-Konzerten gezeigt. The Eagles – When hell freezes over – das musste ich mir unbedingt noch einmal anschauen. Zum ersten Mal sah ich diesen Konzertmitschnitt 1997 auf MTV. Ich war so begeistert, dass ich mir kurz darauf eine Doppel-CD „Eagles live“ kaufte. Mangels HiFi-Anlage liefen meine CDs im PC, während ich vorzugsweise im Chat unterwegs war. In manchen Nächten, wenn ich mich fragte, was ich da überhaupt tat, ließ ich immer wieder „Wasted Time“ laufen …
You never thought you’d be alone
This far down the line
But I know what’s been on your mind
You’re afraid it’s all been wasted time

So you can get on with your search, baby
And I can get on with mine
And maybe someday we will find
That it wasn’t really wasted time

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Sonntag, 5. Januar 2003

Aufgeräumt

Einige Aufräumarbeiten und Korrekturen waren auf meinen Web-Seiten nötig. Dabei habe ich etwas unnötigen Ballast weggeworfen. Sozusagen „back to the roots“, einem schlichten Online-Tagebuch ohne irgendwelche Weblog-Ähnlichkeiten. Morgen geht’s wieder zurück zur Arbeit. Ach, ich könnte gut noch einige Wochen Urlaub vertragen …

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Montag, 6. Januar 2003

Nette Kleinigkeiten

Es ist schon etwas ärgerlich, wenn Suchmaschinen Seiten indizieren, die nicht mehr oder nicht mehr unter diesem Namen existieren. Ja, so ging es mir, weil ich einige der doch allzu langen Dateinamen abgeändert hatte. Ich finde diesen Error 404 jedenfalls abschreckend und man kann’s doch ganz einfach komfortabler gestalten – mit einer individuellen Fehlerseite. Die Zauberdatei dazu ist .htaccess und der Rest ist kinderleicht. So sieht es also aus, wenn man zum Beispiel http://www.loewenmaul.de/gibtsnicht.htm eingibt.
Nachtrag: Man sollte nie vergessen, dass es meistens nicht gleich so funktioniert, wie man sich das denkt. Ähem – oder vorher wirklich alles testen. Aber nun geht’s.

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Dienstag, 7. Januar 2003

Formatierungswirrungen

Heute lag ich in den letzten Zügen – nein, nicht ich selbst, sondern nur ich an der Arbeit eines Mathebuchs. Für die Umsetzung in Punktschrift sind zahlreiche Formatierungen notwendig und heute Nachmittag haben sie den vorerst letzten Schliff bekommen, damit meine Kollegin anschließend alles Korrekturlesen kann. Zum Schluss schwirrte mir der Kopf vor lauter „Suchen und Ersetzen“, hier und da noch Tabulatoren einfügen und immer wieder Blicke in das Layout werfen. Dazu geschieht das Ganze auch noch in gewöhnungsbedürftigen DOS-Programmen. Doch erstaunlicherweise habe ich mich daran wieder recht schnell gewöhnt.

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Wärmeregelung

Bei solchen, für unsere Breiten ungewöhnlichen Minusgraden über eine längere Zeit müssen wir erst ein wenig „üben“, um das Haus richtig und angenehm zu beheizen. Im Wohnbereich ist es kein Problem, der Kaminofen bringt in kürzester Zeit eine angenehme und wohlige Wärme. Etwas schwieriger gestaltet sich das Heizen in den oberen Räumen. Solange man nicht zu Hause ist oder sie nicht benutzt, müssen sie nicht unnötig beheizt werden. Doch kühlen sie zu sehr aus, dauert es schon eine ganze Weile, bis es dort warm wird. Von mir aus kann es gern bald wieder einige Grade wärmer werden!

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Änderungen im Tagebuch

Falls es überhaupt jemand bemerkt haben sollte, es gibt keine Extra-Seite mehr für die aktuellen Tagebucheinträge. Dafür eine automatische Umleitung zum jeweiligen Monat. Auch die Kommentarfunktion habe ich wieder rausgeworfen. Was nicht gebraucht wird, fliegt eben weg. Unnötigen Ballast möchte ich nicht mit mir herumschleppen.

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Samstag, 11. Januar 2003

Passend

So ist das richtig: die Woche über ging’s mir gut und am Samstag wache ich total zerschlagen auf und fühle ein gewisses Unwohlsein, das auf eine Erkältung hindeutet. Immerhin habe ich heute Mittag noch fleißig staub gesaugt, denn vier Katzen verteilen doch ein wenig Fell auf dem Teppichboden. Im Keller habe ich unter einem der Flickenteppiche eine platt getretene Maus gefunden. Zum Glück war sie mittlerweile schon ziemlich vertrocknet. Jetzt bin ich ein wenig durch diverse Tagebücher gesurft und eigentlich ist mir im Moment nach Sofa und lesen zumute. Die Augen sind so müde …
Mal sehen, vielleicht mache ich doch noch ein bisschen was am PC.

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AOL-Chat als Roman

Vor ein paar Tagen bin ich per Zufall einen Online-Roman namens „Buddyliste – Netz der Lügen“ gestoßen. Hier geht es um Chat-Bekanntschaften bei AOL. Eine Kurzbeschreibung, die mich zu diesem Buch führte, gibt es bei Geizkragen. Das Buch ist spannend und witzig, es erinnerte mich an meine eigenen Zeiten im AOL-Chat vor sechs Jahren. Den ersten Teil des Buchs habe ich am PC gelesen, den Rest habe ich mir dann ausgedruckt, denn auf dem Sofa liest es sich doch angenehmer.

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Mittwoch, 15. Januar 2003

Die lieben Nachbarn

Bei unserem Nachbarn auf der Südseite ist die Garage schon seit einigen Monaten feucht, weil sie vermutlich nicht richtig abgedichtet wurde. Nun muss ich dazu sagen, dass diese Garage genau auf die Grundstücksgrenze gebaut wurde. Und wir haben natürlich nebenan unseren Garten angelegt. Vor einiger Zeit erklärte uns der Nachbar, dass er gern entlang seiner Garage noch einmal aufgraben und alles vernünftig abdichten lassen würde. Ihm schwebte auch vor, ein Drainagesystem einzubauen und eine 20-30 cm breite Kiesschicht darauf zu schütten. Auf unserem Grundstück! Das geht natürlich nicht. Das ganze Thema war aber mehr nebenbei angesprochen worden und bisher gab es anscheinend keine konkreten Pläne. Es hätte auch durchaus sein können, dass sich das Feuchtigkeitsproblem von selbst oder auf anderem Weg gelöst hat.
Nun überstürzten sich die Ereignisse: Heute Morgen fand Jörg einen Anruf auf seiner Firmen-Mailbox vor. Unser Nachbar hatte dort gestern Abend um ca. 21 Uhr die Nachricht hinterlassen, dass heute der Tiefbauer käme und an der Garage entlang aufgraben werde. Und er habe nicht mehr so spät bei uns anrufen bzw. klingeln wollen. Als ich nachmittags erfuhr, was da geschehen war und im aufgebuddelten Garten stand, konnte ich es nicht fassen. So etwas kann man doch nicht machen! ICH habe keinem die Erlaubnis gegeben, UNSER Grundstück zu betreten geschweige denn meine Blumenbeete umzugraben. Das muss VORHER besprochen werden. Und da das noch nicht geschehen ist, hätte er seinem Tiefbauer (auch wenn der kurzfristig Zeit hat) absagen müssen. Die Pflanzen (unter anderem die große Buschmalve) liegen jetzt irgendwo auf dem Erdhaufen, der einfach auf den Rasen geworfen wurde. Die sollen nur zusehen, dass die ganze Erde mitsamt eventuellen Steinen dann wieder komplett vom Rasen verschwindet. Außerdem wüsste ich gern, was dort genau gemacht werden soll (noch habe ich die Horrorvorstellung von der Kiesschicht) und wie lange es dauern soll. Auch heute Abend hielt es der Nachbar nicht für nötig, uns persönlich darüber zu informieren. Ich musste mich wieder und wieder darüber aufregen – ob man’s glaubt oder nicht, das kann ich auch. Ich habe unter anderem gesagt, wenn er auf die Idee kommt und eine Kiesschicht dorthin schütten lässt, schmeiße ich eigenhändig den Kies in seinen Garten! Obwohl – alternativ könnte man ja auch über eine finanzielle Entschädigung reden. Für einen adäquaten Betrag lasse ich vielleicht auch eine Kiesschicht in meinen Garten schütten. Aber das wird teuer *hexenkicher*. Jörg ist da erstaunlich ruhig und sagt, erst mal abwarten, wenn es nachher wieder so aussieht wie vorher, ist es doch o.k. Ich kann’s mir noch nicht so recht vorstellen und bin gespannt auf morgen Nachmittag.
vorher:
Foto: Unser Garten vor der Nachbarsgarage im Sommer
jetzt:
Foto: Die aufgegrabenen Beete vor der Nachbarsgarage

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Donnerstag, 16. Januar 2003

Neues vom Garagengraben

Nachdem Jörg unserem Nachbarn gestern Abend noch eine E-Mail mit Bitte um Rücksprache geschickt hatte, hat der sich heute auch telefonisch gemeldet und will nachher vorbeikommen. Heute wurde neue Beschichtung am Garagenfundament gestrichen, etwas höher als die vorherige. Was sonst noch passieren soll, werden wir uns später erzählen lassen. Und dann eventuell NEIN dazu sagen …
Sauer bin ich immer noch wegen der Pflanzen. Ich habe sie noch nicht näher untersucht, aber es sieht nicht so aus, als wären sie absolut sorgfältig mit allen Wurzeln ausgegraben worden.
Wie zu erwarten, ist alles zum Besten geklärt worden. Und ich war sicherlich auch noch betrübt genug über das unerwartete Chaos im Garten. Der Bauunternehmer wird das Garagenfundament abdichten und ganz unten ein Drainagerohr legen. An dieses Rohr können wir vielleicht auch noch die Dachentwässerung unserer Gartenhütte anschließen, das wird am Montag geklärt. Sollten Pflanzen oder Rasen gelitten haben, bekommen wir die Kosten selbstverständlich ersetzt.
Nur dass wir am Dienstagabend nicht zu Hause gewesen sind und auch kein Auto vor dem Haus stand, gibt mir zu bedenken. Ich wusste bisher nicht, wie vergesslich wir sind. Aber in unserem Alter kann das sicher mal vorkommen, oder?

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Freitag, 17. Januar 2003

Eine Packung Aromastoffe

Letztens bin ich auf die Werbung hereingefallen. In einem Werbespot eines Tütensuppenherstellers bekommt eine Frau beim Anblick eines runden Pflanzenarrangements in einem Einkaufszentrum Appetit auf Spinat-Käsesuppe. Leider habe ich die Werbung nicht genau verfolgt und auch den Text auf der Packung nicht genau gelesen. Ich dachte mir nur, das sieht lecker aus und ist auch gut als Pastasauce zu verwenden, wenn es mal schnell gehen soll. Gestern Abend war es so weit. Ich hatte mir vorgestellt, dass ich Wasser in einen Topf gebe, das Pulver aus der Tüte hineinschütte, das Ganze ein paar Minuten köcheln lasse und zum Schluss etwas Schinken hinein gebe. Fertig. Falsch gedacht. Mit Wasser und Tüteninhalt lag ich noch richtig. Auch damit, dass der Schinken noch nicht in der Tüte war. Die Kochanleitung forderte mich allerdings auf, tiefgekühlten Spinat und Schmelzkäse dazuzugeben. Aha. Nichts gegen frische Produkte, aber wozu brauche ich dann dieses Pulver in der Tüte, diese vom Hersteller angepriesene „einzigartige Komposition ausgewählter Zutaten“? Da kann ich doch gleich eine leckere Sauce oder Suppe von Grund auf selbst anrühren. Eins steht jedenfalls fest: Dieses Produkt kaufe ich nicht mehr.

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Sonntag, 19. Januar 2003

Krank – Party – schlaff

Gestern ging’s mir wieder einmal nicht besonders gut – genau wie letzten Samstag. Ich fühlte mich, als ob eine Erkältung im Anflug sei. Prima, immer am Wochenende. Und wir waren abends auch noch zu einer Geburtstagsparty beim Arbeitskollegen von Jörg eingeladen. In seiner Freizeit ist er auch noch der Bassmann von der Band Conspiracy. Ich kann ja hier mal ein bisschen Werbung machen, denn ich habe die Band schon zweimal live gesehen und gehört und es hat mir wirklich gut gefallen; ist allerdings schon eine Weile her. Abends ging es mir wieder etwas besser, aber allzu lange waren wir nicht da, nur bis gegen Mitternacht. Jörg war müde, weil er sehr früh aufgestanden war und viel Holz geschleppt hatte. Außerdem hatten wir „unsere“ Schwangere in der Party-Fahrgemeinschaft mitgenommen, und auch sie war müde, denn sie hat im Moment ein extremes Ruhe- und Schlafbedürfnis.
Heute habe ich lange geschlafen und danach auch nicht viel Nennenswertes gemacht. Ich glaube, dadurch werde ich noch schlaffer, ich sollte es dringend ändern!

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Montag, 20. Januar 2003

Kiesschicht – nein danke

Heute war Termin mit Nachbars Tiefbauer. Ich war selbst nicht dabei, weil ich wieder einmal für die Katzenbande einen 7,5 Kilo-Sack Trockenfutter und Katzenstreu kaufen musste. Bei dem Gespräch kam jedenfalls heraus, dass eigentlich (und das heißt bis zu diesem Zeitpunkt) geplant war, eine Kiesschicht entlang der Garage aufzuschütten. „Nur“ zehn Zentimeter breit. Aha. Also doch. Gibt’s aber nicht. Wer sein Haus bis an die Grundstücksgrenze baut, hat eben unter Umständen Pech gehabt und kann schon gar nicht auf Nachbars Grundstück (unserem nämlich) eine Kiesschicht schütten lassen. Nun wird eben noch eine Noppenfolie auf das Garagenfundament geklebt, damit die Erde nicht den Abdichtungsanstrich zerstören kann.

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Dienstag, 21. Januar 2003

Roman(tisches)

In letzter Zeit habe ich endlich wieder ein bisschen an meinem Roman weiter geschrieben. Wenn ich nur daran denke, dass ich schon im Frühjahr 1999 damit angefangen habe … Aber Kreativität lässt sich nicht erzwingen und im vorletzten und letzten Jahr war genügend anderes zu tun. Doch ein Stück weit ist es auch Organisation und Selbstdisziplin, also wirklich Arbeit. Zum Glück habe ich im Moment eine Lösung gefunden, wie ich mehr oder weniger daran arbeiten kann. Ein Auszug aus dem überarbeiteten Kapitel 1 ist als Leseprobe bei TextWald zu finden. Die erste Fassung war langweilig und trübselig, nun ist hoffentlich ein wenig mehr Pep darin.

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Mittwoch, 22. Januar 2003

Am(M)o(o)re

In Hannover gibt es eine Straße mit dem schönen Namen „Am Moore“. Bilder einer Siedlung kleiner reetgedeckter Backsteinhäuschen mit weitem Blick über eine Moorlandschaft ziehen vor dem geistigen Auge vorbei. Doch die Idylle ist trügerisch, denn nur noch Auserwählte wohnen mittlerweile in dieser Straße. Wer dort einziehen möchte, muss vorher einen Artikulationstest bestehen. Nur Personen mit einer absolut deutlichen Aussprache können die Tücken umschiffen, die sich hinter dieser Anschrift verbergen. Man stelle sich nur einmal folgende Situation vor: Ein Taxifahrer – idealerweise italienischer Abstammung – fragt seinen Fahrgast nach dem Ziel und bekommt ein dahingenuscheltes „Am Moore“ zur Antwort. Dieses „Ammoore“ wird dann schnell zu „Amore“ und die Fahrt endet nicht in der idyllischen Straße „Am Moore“, sondern in Hannovers Rotlichtviertel.

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Donnerstag, 23. Januar 2003

Späte Erkenntnis

Gestern formatierten meine Kollegin und ich eine Textdatei, die aus einer Datenbank exportiert worden war. Es ging nur darum, einige Unschönheiten zu beseitigen, zum Beispiel überflüssige Leerzeichen und Leerzeilen. Ich wunderte mich über Punkte, die vor fast allen Zeilen standen und rätselte, um welche Art von Formatierung es sich handeln könne. Bis es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen fiel und ich spontan herausplatzte mit dem Satz: „Manchmal bin ich auch blind!“ Ich hatte erkannt, dass es sich um schlichte Leerzeichen handelt, die natürlich als Punkt angezeigt werden, wenn man sich in Word alle Formatierungszeichen anzeigen lässt. Und Stunden später erst dämmerte es mir, welchen Satz ich da so unüberlegt in einer Blindenschule ausgesprochen hatte …

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Besuch aus dem Frankenland

Am Freitagnacht bekommen wir Besuch: mein Cousin, seine Freundin und ihr Nachbar sind am Freitagabend zum Eishockeyspiel Hannover Indians – Schweinfurt Mighty Dogs im Eisstadion am Pferdeturm. Sie hatten vor ein paar Tagen angefragt, ob ich denn eine preisgünstige
Übernachtungsmöglichkeit kenne, die nicht allzu weit außerhalb liegt. Leider bin ich da vor einiger Zeit schon einmal erfolglos auf der Suche gewesen. Ich habe nichts gefunden, wo man so richtig billig übernachten kann. Wahrscheinlich sind das entweder die absoluten Geheimtipps oder liegen viel zu weit in der Pampa. Um es kurz zu machen: wir haben spontan unser aufblasbares Gästebett und Sofa angeboten. Die drei werden also spätabends nach dem Spiel bei uns eintreffen. Ich bin mal gespannt, denn meinen Cousin habe ich bestimmt schon zehn (?) Jahre nicht mehr gesehen und an seine Freundin kann ich mich nicht erinnern.

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Sonntag, 26. Januar 2003

Gut gefülltes Wochenende

Am Freitag habe ich bis 14 Uhr gearbeitet, bin dann einkaufen gegangen und habe anschließend das Abendessen vorbereitet. Ich hatte danach gerade die Haare gewaschen und schaute mir „Alfredissimo“ an, als unser Besuch vor der Tür stand. Wir saßen bis kurz nach halb sieben zusammen und quatschten, dann sind die drei losgefahren zum Eishockeyspiel. Währenddessen machten wir Gästebett und Sofa schlafbereit. Um elf waren sie wieder zurück und es gab die leckere Hackfleisch-Lauch-Suppe als spätes Essen. Um zwei Uhr sind wir endlich schlafen gegangen. Am Samstag haben wir auch nicht allzu lange geschlafen, denn unsere Gäste wollten sich noch ein wenig in der Stadt umsehen, ich musste noch einen Kinogutschein besorgen und Jörg wollte im Baumarkt Material fürs Gartenhaus besorgen. Als der Besuch wieder auf dem Weg nach Hause war, ging es ans Aufräumen: Geschirrspüler einräumen, Bettwäsche waschen, Luft aus dem Gästebett lassen und das ganze Bettzeug wieder auf dem Dachboden verstauen. Danach war ein ruhiger Samstagabend angesagt.
Am Sonntagmittag waren wir zum Essen eingeladen und kamen um etwa halb vier wieder nach Hause. Dann habe ich kurz nach Julchen geschaut, weil unsere Nachbarn nicht zu Hause waren. Anschließend habe ich vergeblich nach der Strickzeitschrift gesucht, die ich im September gekauft hatte. Nichts. In keinem der noch vorhandenen Papierstapel habe ich sie entdeckt. Dafür wieder einmal einiges aussortiert, was ins Altpapier gehört. Ich vermute, die Zeitschrift ist bei einer der vergangenen Aufräumaktionen unbeabsichtigt ins Altpapier geraten. Wie ärgerlich!

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Montag, 27. Januar 2003

Strickrausch

Den Strickrausch gab es schon einmal in den 80er-Jahren, auch bei mir. Meine Mutter hatte damals einen Laden, das „Wollkörbchen“. Und so kam ich natürlich äußerst günstig an Wolle. Viele Pullover habe ich gestrickt. Dann ebbte der Strickboom ab und damit auch die Lust, selbstgestrickte Pullover zu tragen. Zudem sind auch handgearbeitete Stücke in vielen Fällen der Mode unterworfen und Unmodernes wurde ausgemistet. Zurzeit liegen nur noch drei solcher Pullover in meinem Schrank, von denen ich mich nicht trennen konnte. Nun scheint hier und da wieder die Lust am Stricken ausgebrochen zu sein. Vielerorts sieht man im Internet selbstgestrickte Socken. Und auch ich habe mir im September Chenillegarn für einen Pullover gekauft. Gestern erfuhr ich zufällig, dass in alteingesessenes Handarbeitsgeschäft in der Stadt schließt und seinen gesamten Warenbestand sehr günstig anbietet. Ich überlegte heute, ob ich in die Stadt fahren und schauen sollte, ob ich schöne Wolle finde. Aber daraus wurde nichts, denn nachmittags bekam ich Kopfschmerzen und deshalb bin ich direkt nach Hause gefahren und habe mich aufs Sofa gelegt. Nach einer Stunde war die Verspannung mitsamt den Kopfschmerzen verschwunden und mir ging’s wieder gut.

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Dienstag, 28. Januar 2003

Verpflichtungen

Was muss ich tun und was nicht, wo ziehe ich die Grenze? Wann kann ich guten Gewissens „Nein“ sagen, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen? Natürlich kann ich – zumindest theoretisch – in gewissen Bereichen selbst entscheiden was ich tue und was ich lasse. Dass es allerdings nur Theorie ist, weiß sicher jeder, denn man lebt nicht völlig unabhängig von anderen Menschen. Da geht man eben zu einer Abteilungsfeier, obwohl man genau weiß, dass sie fürchterlich formal und steif ablaufen wird. Oder man schickt den Besuch nicht weg, der unangemeldet vor der Tür steht, obwohl man lieber auf dem Sofa liegen und ein Buch lesen würde. Es ist eine Gratwanderung, eine äußerst schwierige Angelegenheit. Und meistens gibt es keine Lösung, mit der ich wirklich zufrieden bin. Bin ich egoistisch und sage tatsächlich einmal „Nein“, dann habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nur an mich gedacht habe. Lasse ich mich widerwillig auf etwas ein, das ich eigentlich gar nicht will, bin ich unzufrieden und schlecht gelaunt.

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Rechtschreibung

Wer schreibt, stößt hier und da, mehr oder weniger oft, auf Fragen der Rechtschreibung. Vieles findet man auf Anhieb im Duden. Wer man darüber hinaus noch etwas mehr wissen und Interessantes rund um die Rechtschreibung nachlesen möchte, dem empfehle ich das Duden-Newsletter-Archiv.

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Mittwoch, 29. Januar 2003

Empfindlichkeiten

Männer sind in mancher Hinsicht sehr sensibel und gar nicht hart im Nehmen. Bei einem Katzenhaushalt stellt man es einerseits fest, wenn es um das Reinigen der Katzenklos geht. Im Normalfall ist es nicht so schlimm, manchmal aber kann es gewaltig stinken. Also gehört dies zu meinen Aufgaben. Auch das Aufwischen von Futter, mit dem sie sich gerade den Bauch voll gehauen haben und das dort nicht bleiben möchte, sondern einen dekorativen Liegeplatz – möglichst auf dem Teppich – bevorzugt.
Heute kam ich nach Hause und gleich nach der Begrüßung musste ich ein „Schatz, da liegt was im Keller, das musst du wegmachen“ hören.
Aha, vermutlich eine Maus, dachte ich mir. Nicht ganz, es waren die RESTE einer Maus. Ein bisschen von vorn, ein bisschen von hinten und ein paar Innereien. Lecker! Na ja, Frau kann nichts erschüttern und ich habe die Überreste mit einem Papiertuch eingesammelt. Natürlich muss ich mir das nicht näher anschauen, aber ich glaube, selbst wenn ich es müsste, würde mir nicht schlecht werden. Vielleicht hätte ich doch einen anderen Beruf wählen sollen. Nein, ich meine jetzt nicht Abfallbeseitigung oder ähnliches, sondern mehr etwas in Richtung Biologie oder Medizin.

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