Juli 2008

Dienstag, 1. Juli 2008

Es wird hektisch

Vom 14. bis 18. Juli findet im Landesbildungszentrum für Blinde, wo ich arbeite, ein Kongress der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen statt.
Unser Teamleiter der Medienzentrale ist der Hauptverantwortliche für diese Veranstaltung. Zwar ziehen sich die Vorbereitungen für ein solch großes Ereignis mit ungefähr 700 Teilnehmern über einen langen Zeitraum hin, aber zum Ende hin wird es doch recht hektisch. Wir Mitarbeiter in der Medienzentrale waren auch schon in die eine oder andere Vorbereitungsarbeit eingebunden, aber vor allem erleben wir hier Tür an Tür mit, was alles passiert. Vor zwei Wochen war es noch einigermaßen ruhig und jeder sagte: „Nur noch vier Wochen, dann geht es los.“ Oder: „In fünf Wochen ist alles überstanden.“ Jetzt aber ist die Ruhe vorm Sturm vorbei und es geht an die letzten Arbeiten. Ich bin gespannt, wie es in der Kongresswoche hier aussehen wird.

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Mittwoch, 9. Juli 2008

Ich wollt‘ nur mal kurz …

zwei Dinge beim Feinkost-Albrecht nebenan kaufen. Der Parkplatz war recht leer, und so rechnete ich damit, nach fünf Minuten wieder aus dem Laden zu sein. Ich wurde allerdings wieder einmal darin bestätigt, dass der Schein trügen kann. Die Saft- und Salatpackung hatte ich schnell geschnappt, dann jedoch ließ ich mich von einem Regal mit diversen Angeboten kurz ablenken. Schon hatte ich das Pech, direkt hinter einem anderen Kunden zur Kasse zu trotten. Nun gut, er hatte nicht viel im Wagen und der Kunde davor bezahlte schon. Im Quergang vor der Kasse stand einsam und verlassen ein Einkaufswagen mit mehreren Getränkegroßpackungen, dem ich weiter keine Beachtung schenkte. Doch kaum hatten der junge Mann vor mir und ich alle unsere Waren auf dem Band liegen, ertönte von hinten eine laute und herrische Frauenstimme: „Ich habe nur den einen Herrn vorgelassen! Und ich habe schon alle meine Sachen dort vorne aufs Band gelegt!“ Meine Anmerkung, dass man das nun wirklich nicht habe sehen können, ignorierte sie, denn sie musste dem Kunden vor mir Anweisungen geben. Der etwas wirr aussehende Typ hatte nicht gleich verstanden, dass er mit seinem Wagen den Rückwärtsgang einlegen musste, damit die Dame ihre Resteinkäufe vorbeikarren konnte. Schließlich war das geschafft, sie hatte eingepackt, bezahlt und entschwand. Dann kam der verwirrte Mann an die Reihe. Zunächst einmal musste er die mit Katzenfutter aus einem anderen Laden befüllte sowie eine leere Leinentasche lüpfen, um die Leere des Einkaufswagens zu demonstrieren. Die geforderten 6 Euro 83 zahlte er mit EC-Karte. Und wie sollte es anders sein, vom Kassenmitarbeiter kam einen Augenblick später die Aufforderung, er möge seine Geheimzahl erneut eingeben. Verwirrung auf seiner Seite, eben habe es doch noch funktioniert … Gut, beim zweiten Mal klappte es auch. Dann wäre ich an der Reihe gewesen. Aber leider piepte der Leergutautomat nebenan plötzlich laut und fordernd. Und was tat der Kassenmitarbeiter? Er verließ seine Kasse, zerrte den vollen Behälter aus dem Automaten und ersetzte ihn durch einen leeren. Dann, endlich, hatte ich es geschafft und war doch „schon“ nach einer Viertelstunde mit meinen zwei kleinen Dingen wieder draußen.

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Donnerstag, 10. Juli 2008

Nicht mehr orientierungslos

Ein Navigationsgerät im Auto brauchte und wollte ich bisher nicht. Ich brauche es nach wie vor auch nicht, jedenfalls kann ich bestimmt 95 % meiner Wege ohne Karte oder sonstige Hilfsmittel fahren.
Seit gestern bin ich trotzdem im Besitz eines Navis, völlig überraschend und obendrein noch kostenlos! Zur Kongressvorbereitung war nämlich ein ehemaliger Kollege in der Schule, der mittlerweile in Ruhestand ist. Er brachte dieses gebrauchte Gerät der Marke Medion mit und fragte, wer von uns es haben wolle. Er hatte es für defekt gehalten, weil es irgendwann keinen Ton mehr von sich gab und ein neues gekauft. Danach stellte er fest, dass sich der Fehler durch ein Reset beheben ließ. Nun kauft ja keiner mehr ein Gerät, das ein paar Jahre alt ist, also wollte er es einfach so verschenken. Da meine beiden Kollegen bereits eines besitzen und meine blinde Kollegin natürlich kein Auto besitzt, landete es also bei mir. Gestern dauerte es tatsächlich einige Kilometer, bis mein Auto geortet war. Ich hatte schon befürchtet, es sei doch defekt. Aber es lotste mich ohne Probleme nach Hause. Ich glaube, heute muss ich mal eine andere Strecke fahren, sonst ist es ja langweilig.

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Dienstag, 15. Juli 2008

Kongress macht Stress

In diesen Tagen ist kein normales, ruhiges Arbeiten möglich. Der Kongress macht sich überall bemerkbar. Schon am Sonntagnachmittag war ich (freiwillig und in meiner Freizeit) am Arbeitsplatz, denn das Kongressbüro hatte geöffnet und es war damit zu rechnen, dass noch die eine oder andere Unterlage gedruckt werden musste. Nebenbei habe ich noch ein paar von meinen Fotocollagen eingepackt, die ich für 5 Euro verkaufen möchte.

Hauptweg LBZB-Gelände mit Kongressplakat

Gestern Vormittag ging es so richtig hektisch zu, ständig kam jemand mit irgendeinem Anliegen an und dauernd klingelten die Telefone. Außer dem Kongressbüro habe ich vom übrigen Geschehen auf dem Gelände nichts mitbekommen.
Heute lief der Tag etwas ruhiger an und ich habe mir kurz die Gruppe angeschaut und angehört, die jeden Morgen Stimmung mit brasilianischen Rhythmen macht. Ich hatte mir allerdings vorgestellt, sie seien exotischer gekleidet.
Sambagruppe auf dem Brunnenplatz

Heute habe ich in der Mittagspause eine kleine Runde gedreht und wunderte mich, dass so wenig Menschen auf dem Gelände unterwegs waren. Als ich neugierig einen Blick in die vermeintlich leere Sporthalle werfen wollte, musste ich feststellen, dass dort einer der Hauptvorträge noch gehalten wurde. Kein Wunder also, denn dort saßen die meisten Teilnehmer.
Vielleicht gelingt es mir in den nächsten Tagen, ein paar nicht ganz so menschenleere Fotos zu machen.

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Dienstag, 22. Juli 2008

Ruhe ist eingekehrt

Am Freitagmittag ging der Kongress erfolgreich zu Ende und nun ist wieder Ruhe im Arbeitsumfeld eingekehrt. Zudem sind Ferien, es sind nur noch wenige Leute hier auf dem Gelände und außerdem ruft während dieser Zeit auch niemand hier an.
Das Wochenende konnte ich leider nicht so ganz entspannt genießen. Wie sollte es auch anders sein, die monatlichen Beschwerden kommen immer im unpassenden Moment und haben mich am Samstagnachmittag einige Stunden auf dem Sofa verbringen lassen.
Das Wetter war eher herbstlich kühl mit viel Regen, deshalb hatten wir am Sonntag auch keine rechte Lust, etwas draußen zu unternehmen. Und als Abwechslung zum Grillen gab es passend zu den Temperaturen Chili con carne.
Diese und nächste Woche muss ich noch arbeiten, dann habe ich auch mal ein Wöchelchen frei, danach geht es munter weiter. Schließlich sollen bis zum Schulbeginn noch möglich viele Bücher fertig werden.

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Donnerstag, 24. Juli 2008

Markisenproblem behoben

Über zwei Monate hat es gedauert, doch nun ist offensichtlich das selbstständige Handeln unserer Markise unterbunden.
Die Markise selbst war nicht der Problemverursacher, sondern der Schwingungssensor, der die Markise bei zu starkem Wind automatisch einfahren lässt. Leider reagierte er nicht nur auf Wind, sondern auf irgendetwas Unerklärliches. Und das in regelmäßigen, zuletzt meistens stündlichen Abständen. Normalerweise passiert dies, wenn kein Kontakt mehr zum Markisenmotor besteht, zum Beispiel bei schwachen oder leeren Batterien im Sensor. Dies konnten wir allerdings ausschließen. Auch Funkstörungen können die Ursache für ein solches Verhalten sein. WLAN und Babyfone der Nachbarn konnten nach Test ausgeschlossen werden und selbst das Antennenmessgerät zeigte keinerlei Funkaktivitäten in diesem Frequenzbereich. Also musste wohl der Sensor defekt sein. Der Markisenmann kam und brachte einen neuen mit, der genauso wie der alte eingesetzt wurde. Ihm fiel dabei auf, dass das Teil gar nicht festgeschraubt war, sondern sich hin und her schieben ließ. Zunächst trat der Fehler nicht wieder auf, doch mit der vorsichtigen Freude war es bald vorbei. Es kam wieder zum automatischen Einfahren und pünktlich jede Stunde musste man die Fernbedienung griffbereit haben, um sofort gegensteuern zu können. Anfang letzter Woche schritt der Mann des Hauses zur Tat und setzte das um, was ihm schon seit einiger Zeit durch den Kopf ging. Auf dem Schwingungssensor befindet sich nämlich ein Pfeil mit der Beschriftung „UP“. Dieser zeigte bisher – also auch beim ersten, vom Hersteller eingebauten Sensor – eigenartigerweise nach unten. Mit dem Wissen, dass sich an der Markise ein Kontaktplättchen befindet und der Vermutung, ein solcher Pfeil mit Beschriftung könnte eine Bedeutung haben, baute er das Teil andersrum ein und schraubte es fest.
Das Ergebnis: Gestern war der dritte Tag, an dem die Markise schön brav in der Stellung blieb, in die man sie gebracht hatte und sie fuhr nicht eigenmächtig ein. Sollte das Problem gelöst sein? Es sieht tatsächlich danach aus.

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Samstag, 26. Juli 2008

Warteposition

zwei Katzen auf der Fensterbank
Wann kommen die denn endlich nach Hause und machen eine neue Dose auf?

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Kontrastprogramm

Dieses Foto stammt vom letzten Montag. Abends war es da so kühl, dass wir gern einmal den Ofen anmachten. Kaminofenfeuer im Juli, warum nicht?
Feuer im Kaminofen

Dann wurde es wärmer und ab Mittwoch sah das abendliche Rahmenprogramm so oder so ähnlich aus:
Fleisch und Würstchen auf dem Grill, Kartoffelsalat und Getränke

Leider ist es für meinen Geschmack schon wieder zu heiß. Letzte Nacht habe ich wegen der Hitze schlecht geschlafen und bin mit Kopfschmerzen aufgewacht. Zum Glück hatte ich gestern Nachmittag noch ein paar Fenster geputzt, sodass ich ohne schlechtes Gewissen ein paar Stunden auf dem Sofa vertrödeln konnte. Das Schöne an der Wärme ist allerdings, dass man abends lange draußen sitzen kann, ohne zu frieren. Obwohl – manchmal wird mir schon kühl an den Armen, wenn es „nur“ noch 25 Grad sind ;-).

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