Januar 2006

Montag, 2. Januar 2006

Silvester = Raclette

Noch nie so oft wie dieses Mal ist mir der Begriff „Raclette“ in Zusammenhang mit Silvester begegnet. Und wir machten keine Ausnahme, auch wir waren zum Raclette-Essen bei Freunden im Nachbarort. Es gab viel zu viel, und man konnte gar nicht alles probieren. Jedes Mal nehme ich mir vor, beim nächsten Raclette-Essen die Zutaten auf einige wenige zu beschränken, aber das gelingt mir höchstens, wenn wir nur zu zweit sind. Sonst kommen immer so viele Geschmäcker zusammen und die Vielfalt hat ja auch etwas Schönes – wenn man nur noch mehr essen könnte.
Wir waren mit dem Auto hingefahren, weil wir Essbares transportiert hatten, außerdem regnete es gerade. Zurück sind wir natürlich gelaufen, denn die Entfernung beträgt gerade einmal zwei bis zweieinhalb Kilometer. Um halb vier lagen wir im Bett, mir ging es gut, weil ich zu dem reichlichen Essen zwar Wein, danach zur Verdauung einen Grappa und um Mitternacht ein Glas Sekt getrunken hatte, aber es war auf keinen Fall zu viel gewesen. Trotzdem schlief ich nicht richtig gut, ständig hatte ich das Gefühl, mir „fehle“ etwas, ich kann das gar nicht näher beschreiben. Vermutlich fehlte mir nur Schlaf.
Gestern haben wir am frühen Nachmittag einen kurzen Spaziergang gemacht, um das Auto abzuholen und waren ansonsten ganz gemütlich zu Hause.

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Das neue Jahr

Ich hatte für heute einen Tag Urlaub genommen; da Silvester und Neujahr nur ein ganz normales Wochenende waren, wollte ich wenigstens noch einen freien Tag haben.
Ganz überraschend kam Jörg schon mittags nach Hause, denn er hatte sich kurzentschlossen einen halben Tag Urlaub genommen. Ich hatte gerade angefangen, die Geschirrschränke im Wohnzimmer und in der Küche etwas umzuräumen. Warum? Hm, tja, ich hatte mir selbst etwas geschenkt und in den letzten Wochen sehr günstig zusammengekauft, das noch einen Platz finden musste.
Switch 3 aus der Country-Collection von Villeroy & Boch:

Das ist nur der Anfang, und wenn ich wieder einmal etwas Geld übrig habe oder mir jemand etwas zum Geburtstag schenken will, kann ich guten Gewissens sagen: „Ich könnte da noch Geschirr gebrauchen …“

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Mittwoch, 4. Januar 2006

Nostalgie

Vor einiger Zeit musste ich plötzlich an zwei Bücher denken, die ich in meiner Jugendzeit zwei- oder dreimal gelesen habe. Vor allem, als ich das Gymnasium besuchte, war ich häufige Besucherin der Stadtbücherei, denn sie befand sich auf demselben Gelände, und dort habe ich mir eben unter anderem diese Bücher ausgeliehen.
Nachdem sie mir also wieder in den Kopf gekommen waren, suchte ich im Internet nach weiteren Informationen. Mir war klar, dass solch alte Bücher nicht mehr im Laden zu finden waren, aber vielleicht könnte ich eine Beschreibung finden, um mich noch einmal genauer daran zu erinnern. Ich stieß zunächst auf keine befriedigenden Ergebnisse, aber fand dann heraus, dass es die Bücher durchaus noch gebraucht zu kaufen gab. Also habe ich letzte Woche bestellt und heute waren sie im Packstationsautomaten:

Ich freue mich jetzt schon auf das nostalgische Lesevergnügen!

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Freitag, 6. Januar 2006

Daneben

Heute wollte ich vor dem Einkauf Altglas zum Container bringen, hatte zwei Körbe voll im Auto. Bei der ersten Containerstation erkannte ich schon beim Anfahren, dass alle Behälter restlos überfüllt waren – leicht zu erkennen an den hunderten Flaschen, die daneben auf dem Boden standen. Nun gut, ich würde es eben auf dem Parkplatz des Supermarktes versuchen. Dort bot sich mir das gleiche Bild: Wieder hatten Leute einfach ihre Flaschen neben die vollen Container gestellt. Ich fand es zwar auch etwas ärgerlich, dass ich mein Altglas nicht loswurde, demzufolge die Körbe nicht leer waren und ich meine Einkäufe anschließend im Kofferraum drumherum verstauen musste, doch würde ich nie auf die Idee kommen, meinen Müll einfach NEBEN die dafür vorgesehenen Behälter zu stellen. Wenn mein Mülleimer zu Hause voll ist, schmeiße ich schließlich auch nicht die Abfälle daneben auf den Boden. Oder muss man sich einfach so verhalten, um den Entsorgungsunternehmen zu signalisieren, dass erhöhter Entleerungsbedarf besteht? Ich werde jedenfalls mein Altglas so lange im Auto herumfahren, bis die Container geleert wurden.
Noch schlimmer als die Danebensteller sind übrigens die Nichttrenner: das sind die Leute, die Glasbehälter mitsamt Deckel in den Altglascontainer werfen.

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Man(n) kocht

Gekocht wird bei uns eigentlich fast jeden Abend, und meistens ist das meine Aufgabe.
Doch es gibt bestimmte Gerichte, die muss der Mann des Hauses zubereiten.

Noch kann man nicht so richtig erkennen, was es werden soll, aber in Kürze köchelt hier eine Riesenportion Chili con carne – genug für heute, vielleicht morgen Abend und auf jeden Fall noch zum Einfrieren.

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Dienstag, 10. Januar 2006

Freigelassen

Gestern habe ich ein Buch in die Wildnis entlassen, habe es an einer Bushaltestelle ausgesetzt. „Bookcrossing“ nennt sich diese Aktion, bei der man Bücher absichtlich irgendwo liegen lässt, damit sie von jemandem gefunden werden.
Ich kam auf die Idee, weil ich überlegte, was ich mit einem doppelt vorhandenen Buch anstellen sollte. Da erinnerte ich mich daran, irgendwann und irgendwo gelesen zu haben, dass man Bücher freilassen kann. Mein Buch ist also gestern am späten Nachmittag – deutlich gekennzeichnet mit Aufklebern und allen wichtigen Informationen – auf der Sitzbank der Bushaltestelle gelandet. Heute Morgen fuhr ich langsam daran vorbei und konnte erkennen, dass es nicht mehr dort lag. Ich bin nun gespannt, ob sich der Finder im Internet eintragen wird und das Buch auf weitere Reisen schicken wird.
Eine deutsche Anleitung gibt es übrigens bei den Bookcrossers.

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Donnerstag, 12. Januar 2006

Sprache

Das tut weh:

  • die neueste, immer häufiger zu hörende Sprachkreation „von demher“, wenn eigentlich „von daher“ gemeint ist, bei dem es sich aber auch schon um eine unnötige Aufblähung des Wörtchens „daher“ handelt;
  • die ältere Dame in der Lotteriewerbung, die „du brauchst mich nicht abholen“ sagt, und die ich deswegen mit einem „abZUholen“ jedes Mal korrigieren muss;
  • Werbung, die nicht mal mehr schlecht, sondern gar nicht synchronisiert wird (und das, obwohl das beworbene Getränk ausschließlich in Deutschland verkauft wird!), und vor allem mit „flavoured WIFF dragonfruit“ nervt;
  • der neue Sprachtrend „Weil mit Hauptsatz“, zum Beispiel: „Ich esse lieber französischen Camembert, weil der schmeckt besser als deutscher“; das Fatale ist, dass es auch mir selbst hin und wieder herausrutscht und ich mich selbst zurechtweisen muss.
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Montag, 16. Januar 2006

Spaziergänge

Bei dem strahlenden Sonnenschein gestern war wieder einmal ein Spaziergang fällig. Schon vor einiger Zeit hatte ich den Wunsch geäußert, andere Wege gehen zu wollen als immer nur dieselben (Feld)Wege rund um Hemmingen. Mein erster Gedanke waren die Herrenhäuser Gärten, denn im Winter ist der Eintritt im Großen Garten frei. Doch dann warf ich noch einmal einen Blick auf die Hannover-Seiten im Internet und schlug den Von-Alten-Garten in Linden vor. Wir fuhren also nach Linden, fanden auch einen Parkplatz in der Posthornstraße und spazierten durch den Park. Es ist ein kleiner Park, vom ehemaligen Schloss aus dem 17. Jahrhundert, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist nur noch die Terrasse übrig. Sehenswert sind im Winter ansonsten nur noch die riesigen, alten Bäume, bei denen es sich teilweise um über 200 Jahre alte Rotbuchen handelt.
Im Anschluss an den Parkbesuch gingen wir über den Lindener Marktplatz und einmal um den Block, was uns die Erkenntnis brachte, dass wir dort nicht wohnen wollten.
Es war immer noch früh am Nachmittag, für die Herrenhäuser Gärten hatte ich jedoch keine Lust mehr, aber ein Abstecher auf den Lindener Berg bot sich an. Dort gingen wir eine Runde über den alten Stadtfriedhof, der seit 1965 nicht mehr benutzt wird. Berühmt und bekannt ist dieser Friedhof durch die Blausternblüte im März und April, die den Boden in einen blauen Teppich verwandelt. Also vormerken für einen weiteren Besuch im Frühjahr!
Es gibt sowieso noch viel in Hannover und Umgebung zu sehen. Auf meinem (gedanklichen) Plan stehen zum Beispiel noch der Stadtpark, der Park der Sinne zur Rosenblüte im Juni, der Gartenfriedhof und das Schloss Marienburg, wenn es wieder geöffnet ist.

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Montag, 23. Januar 2006

Layout

Am Wochenende habe ich versucht, für einen neuen Teil meiner Website ein Layout zu gestalten. Immerhin weiß ich nach zwei Nachmittagen am PC, wie es in etwa aussehen soll, aber so richtig bin ich noch nicht weitergekommen. Da ich im Moment keine Lust habe, etwas vollständig Eigenes zu kreieren, habe ich mich auf die Suche nach einer fertigen Vorlage gemacht. Ich bin schließlich auch beim Open Source Web Design fündig geworden. Nicht von Erfolg gekrönt war mein Versuch, diese Vorlage an meine Bedürfnisse anzupassen. Ich wollte den „Behälter“ auf 800 Pixel verbreitern, denn 600 für Menü und Inhalt waren mir zu schmal. Als Hürde erwiesen sich die teilweise für mich undurchsichtigen CSS-Angaben. Ein wenig kenne ich mich wohl damit aus, aber eben doch nicht allzu viel. Mir war und ist es immer noch ein Rätsel, warum die Grafiken für Hintergrund und Kopf unterschiedlich breit angezeigt wurden, nachdem ich sie beide auf die gleiche Pixelbreite vergrößert hatte. Damit war für mich der Punkt zum vorläufigen Aufhören erreicht, denn dann tut eine Pause immer gut. Kurz vor Schluss schaute ich mir die heruntergeladenen Dateien noch einmal an und entdeckte eine Version mit 90 %iger Bildschirmbreite und zwei Spalten. Genau das, was ich brauche! An der Stelle mache ich demnächst weiter und dann werde ich mich hoffentlich bald dem Inhalt widmen können.

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Kalt

Vorübergehend ist es richtig kalt geworden, heute Morgen hatten wir minus 11 Grad. Die russische Kälte stattet uns einen kleinen Besuch ab, doch am Mittwoch wird es schon wieder etwas wärmer. Den letzten kalten Winter hatten wir übrigens vor drei Jahren mit Tiefstwerten Mitte und Ende Dezember um minus 10 und am 9. Januar mit minus 15 Grad Celsius.
Abends flackert bei uns immer ein Feuerchen im Kaminofen und macht es im Wohnzimmer richtig warm. Leider wird es dadurch auch etwas sauerstoffarm, denn so ein Verbrennungsvorgang benötigt schließlich Nahrung und lange lüften kann man bei der Kälte auch nicht. Kein Wunder also, wenn ich abends häufig auf dem Sofa einnicke.

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Donnerstag, 26. Januar 2006

Fettnapf

Ich bin keine Quasseltante und gebe (hoffentlich) meistens recht Sinnvolles von mir, wenn ich spreche. Aber es passiert mir durchaus, dass ich etwas Unüberlegtes sage und dadurch in ein Fettnäpfchen trete.
So besuchte ich vor einigen Jahren ein firmeninternes Seminar. Es fand außer Haus statt und deshalb gab es für alle Teilnehmer ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant. Dabei ist mir etwas äußerst Peinliches passiert. Das Gespräch kam auf unsere Außendienstabteilung und ein Kollege erzählte etwas über eine Kollegin dort, wusste aber den Namen nicht. Niemand von uns Zuhörern fiel der Name ein. Ich hatte dann eine vage Idee und fragte, etwas in Gedanken versunken: „Ach, ist das so ’ne Blonde?“ Danach wäre ich am liebsten in den Boden versunken. Fast ausnahmslos alle am Tisch fielen wegen dieser anscheinend abwertenden Ausdrucksweise über mich her, verteidigten heftigst die blonde Kollegin und drückten mir den Stempel „Blondinenhasserin“ auf. Ich war total verwirrt, denn ich hatte meine Frage überhaupt nicht abwertend gemeint, genauso gut hätte ich fragen können: „Ist das die Kollegin mit den langen, blonden Haaren?“ Es war mir eben so herausgerutscht. Ich wäre am liebsten im Erdboden versunken und schaute hilfesuchend die Kollegin aus meiner Abteilung an, die links von mir saß. Immerhin hatte sie sich nicht an den verbalen Attacken beteiligt. „Ich habe doch nichts Schlimmes gesagt, oder?“, fragte ich sie unsicher. Sie lächelte nur ein wenig und sagte nichts. Schließlich war sie auch blond. Danach sprach keiner mehr mit mir. Ich würgte das Essen hinunter und hätte mich am liebsten in Luft aufgelöst.

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Menschliche Dramen …

… spielen sich manchmal auch im Büro ab. Heute fiel mir ein Schauspiel aus der Vergangenheit ein, das mir meine damalige Zimmergenossin darbot. Ich hatte sie bis dahin als recht ruhige Kollegin erlebt, die sich zwar manchmal über etwas ereiferte, aber ansonsten einen vernünftigen Eindruck machte. Eines Tages jedoch präsentierte sie mir eine völlig neue Seite.
Am Morgen jenes ereignisreichen Tages erschien sie glücklich und zufrieden am Arbeitsplatz. Freudig teilte sie mir umgehend mit, dass sie endlich die EC-Karte für ihr neues Konto bekommen hatte und jetzt wieder bargeldlos shoppen gehen konnte. Die erste EC-Karte war auf dem Postweg verschollen und sie hatte schon Bedenken gehabt, jemand könnte ihr Konto leer räumen. Sie hatte bei der Bank angerufen und eine neue Karte angefordert, aber da hatte man ihr mitgeteilt, dass sie persönlich in der Filiale erscheinen müsse. Schon das empfand sie als unzumutbar und sie marschierte damals mit viel Gezeter in der Mittagspause los. Eine Woche danach hatte sie immer noch nicht ihre neue Karte und sie befürchtete, dass auch diese abhanden gekommen sein könnte. Ein Anruf bei der Bank machte jedoch klar, dass der Vorgang gerade erst bearbeitet worden war und sie in Kürze die Karte erhalten müsste. Täglich hoffte sie auf die Ankunft, nichts tat sich, sie begann schon wieder zu verzweifeln, rief nach zwei Wochen erneut bei der Bank an, wo man ihr mitteilte, die Karte sei vor zwei Tagen verschickt worden. An besagtem Tag kam sie endlich mit dem langersehnten Brief von der Bank ins Büro. Als sie den Umschlag öffnete und die Karte herausnahm, stieß sie einen spitzen Schrei aus. Ich zuckte zusammen und dachte schon, man hätte ihr statt der EC-Karte eine Vogelspinne eingepackt. Nein, viel schlimmer, ihr Name war falsch geschrieben! Erneute Verzweiflung, Anrufe, Rückrufe, Aufregung, Heulen, verzweifeltes Telefonat mit ihrem Mann … Ich bedauerte sie zwar, konnte auch ihren Ärger nachvollziehen, aber dass sie sich wegen dieses Vorfalls vor lauter Verzweiflung fast aus dem Fenster stürzen wollte, war mir doch etwas fremd. Du meine Güte, sie war gesund, führte ein glückliches Leben, hatte einen schönen Arbeitsplatz, immer genug zu essen, da musste sie sich doch wegen einer blöden EC-Karte nicht so aufführen! Sie bekam Kopfschmerzen vor lauter Aufregung. Ich sagte ihr, das sei es nicht wert, aber sie litt weiter. Nach einem erneuten Telefonat mit der Bank beschloss sie, dass sie sofort dort hinfahren müsse. Ansonsten könne sie sich überhaupt nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren. Sie marschierte also zum Abteilungsleiter, heulte ihm ihr Leid vor und durfte dann sogar mit einem Firmenwagen zur Bank fahren. Als sie zur Tür hinausging, atmete ich erst einmal tief durch und war froh, dass wieder Ruhe im Karton war. Allerdings befürchtete ich, sie würde genauso aufgedreht wieder zurückkommen und versuchen, mir den Besuch dort in allen Einzelheiten zu schildern. Ich vereinbarte kurzerhand mit einer anderen Kollegin einen Besprechungstermin und ließ mich den Rest des Tages nicht mehr in unserem Büro blicken.
Hungersnöte, Überschwemmungen, Erdbeben, Epidemien, schwere Krankheiten oder der Tod eines Menschen – das sind Schicksalsschläge, bei denen man sich so verhalten kann, aber ein Ärgernis mit einer EC-Karte ist doch wahrhaft kein menschliches Drama.

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Sonntag, 29. Januar 2006

Auf dem Maschsee …

… fährt man normalerweise mit dem Boot, aber man läuft nicht darauf. In kalten Wintern kommt es jedoch vor, dass der See zufriert und eine tragende Eisschicht bildet. Wir sind gestern Nachmittag zum Maschsee gefahren, ohne zu wissen, wie die genaue Eislage dort war. Zuletzt hatte ich vor ein paar Tagen in der Zeitung gelesen, dass der See noch nicht zum Betreten freigegeben war. Es wäre ein Leichtes gewesen, sich auf der Internetseite von Hannover zu informieren, aber wir wollten sowieso nur mal gucken und ein bisschen spazieren gehen. Wir parkten also irgendwo zwischen Südufer und Löwenbastion und sahen schon von weitem, dass sich eine Menge Leute auf dem Eis befanden. Also war es doch schon so weit! Zum Glück lag eine Schneedecke auf dem Eis, so dass man ohne größere Rutschgefahr laufen konnte. Wir spazierten auf der östlichen Seite bis zum Nordufer.

Erst als wir dort „an Land“ gestiegen waren, sah ich dieses Schild:

Huch, doch noch nicht freigegeben? Oder war am Samstag keiner dagewesen, um das Schild abzuhängen? Unser Rückweg führte leichtsinnigerweise auch wieder übers Eis, allerdings nutzten wir die erste Gelegenheit am Ende der Mauer, um ans Ufer zu gehen.
Zu Hause schaute ich dann erst einmal im Internet nach, und tatsächlich war das Betreten noch nicht erlaubt. Auch heute darf man noch nicht auf den See, denn das Eis ist im Uferbereich noch nicht dick genug. Übrigens weisen rot-weiße Fahnen am Nord- und Südufer darauf hin, dass das Eis betreten werden darf. Aber woher soll ich als ehemalige Hessin das wissen? Jörg wusste es auch nicht. Immerhin war es das erste Mal, dass ich den Maschsee in gefrorenem Zustand gesehen und begangen habe. Das letzte Mal war er im Winter 2002/2003 zugefroren, doch damals hatten wir im Haus noch genug zu tun, so dass Spaziergänge überhaupt nicht lockten. Fotos von damals kann man sich aber bei Citypix anschauen.

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