April 2007

Mittwoch, 4. April 2007

Ein paar Tage frei

Diese Woche habe ich Urlaub und wie immer ist die freie Zeit viel zu schnell vorbei. Immerhin habe ich am Wochenende schon angefangen, die Beete zu säubern und „aufzuräumen“, denn im Moment ist es damit vorbei. Die Baumpollenallergie quält mich etwas; gestern war der schlimmste Tag bisher, denn trotz des mittags einsetzenden Nieselregens lief ich den ganzen Tag mit Schniefnase und tränenden Augen herum. Heute geht es mir etwas besser, aber noch nicht so richtig.
Am Montag habe ich mal unter mein Auto schauen lassen, weil der Auspuff seit einiger Zeit scheppert. Da ist wohl im Mittelteil irgendein Sieb locker, aber im Grunde muss man das gesamte Teil erneuern, denn hinten bröckelt es auch schon reichlich. Passieren kann aber nix, deswegen soll ich erst mal damit weiterfahren. Im Oktober ist die Hauptuntersuchung fällig und dann muss man schauen, ob noch mehr dazukommt. Und ob es sich dann noch lohnt …? Also müsste ich mich vielleicht doch nach einem neuen (gebrauchten) Auto umschauen, aber da komme ich auch nicht so recht weiter. Das, was mir gefällt, sprengt wieder die finanziellen Möglichkeiten. Mal sehen, es ist ja noch etwas Zeit bis zum Herbst.
Ansonsten wollte ich diese Woche das Wohnzimmer streichen und am Montag die Farbe dafür besorgen. Doch dann ergab sich die Gelegenheit, recht günstig an Farbe zu kommen. Die werden wir heute Nachmittag bekommen und so steht das Streichen frühestens für morgen auf dem Plan. Ein wenig gruselt es mir schon davor, also nicht vor dem Streichen, sondern vor den endlosen Vorbereitungen wie kleine Teile ausräumen, große Teile abdecken und solch nette Dinge wie Türrahmen abkleben (und vorher natürlich noch entstauben, weil es sonst nicht klebt). Aber gut, es wird nicht so schlimm sein, wenn ich erst einmal damit angefangen habe. Im Grunde war es mit der Gartenarbeit genauso: Noch im Winter dachte ich mit Grauen daran, wieder jede Menge Unkraut und Gräser aus den Beeten zupfen zu müssen, doch als ich dann dabei war, empfand ich es als ganz entspannend.

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Montag, 9. April 2007

Drei Tage „ohne“ und Vanillequark an den Wänden

Ganze drei Tage hatte ich den PC nicht ein einziges Mal an. Ich war sehr beschäftigt: Wohnzimmer streichen. Schon die Vorbereitungsarbeiten nahmen zwei Stunden in Anspruch. Das Streichen der knapp 35 Quadratmeter großen Deckenfläche war ziemlich anstrengend, dagegen waren die Wände ein Kinderspiel. Den Essbereich haben wir nun farblich etwas abgetrennt. Beim Einrühren des Goldgelbs in den weißen Farbeimer kam mir spontan die Assoziation „Vanillequark“ in den Sinn, als ich die entstehende Mischung betrachtete. Am kleinen Fenster hängt auch schon die neue Fensterdekoration, auf die restlichen Schlaufenschals müssen wir noch warten, weil die leider erst im Mai oder Juni geliefert werden können.
Essbereich im Wohnzimmer mit hellgelben Wänden

Außer einem neuen Raumgefühl hat solch eine Aktion noch einen weiteren Vorteil: Der Staubsauger kommt endlich einmal in Ecken, die er das ganze Jahr über nicht sieht. So sauber war’s schon lange nicht mehr. Die Katzen waren etwas irritiert, weil nichts mehr so aussah wie vorher, die Katzenkörbe plötzlich im Keller standen und auch die Sofas zeitweilig ihren Platz wechselten. Gut gefallen hat ihnen jedoch der Außenkratzbaum. Ich hatte den deckenhohen Kratzbaum nämlich auf die Terrasse verbannt und die beiden Mädels fanden es ganz prima, endlich mal draußen so hoch sitzen zu können.

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Mittwoch, 11. April 2007

Der Beugo-Bär

Nachdem ich kürzlich die beiden Bücher vom Neger Wumbaba gelesen hatte, war ich mir sicher, dass mir in meiner Kindheit oder Jugend nie ein vergleichbarer Verhörer oder Falschversteher unterlaufen war. Lediglich an der Textstelle „Ahh Glück auf“ von Grönemeyers „Bochum“ war ich jahrelang gescheitert und hätte bestenfalls bei längerem Nachdenken „I break out“ verstanden.
An einen Nichtversteher namens „Mäit in Dschörmänni“ kann ich mich erinnern. Das stand auf einem schlichten Haarkamm im Badezimmer meiner Eltern und war natürlich in korrektem Englisch geschrieben. Immerhin wusste ich, wie die Wörter ausgesprochen wurden, aber soweit ich mich erinnere, war mir die Bedeutung nicht bekannt. Leider hatte ich keine konkrete Vorstellung von der oder dem „Mäit“ – schade, sonst wäre die Welt vielleicht um eine Fantasiegestalt reicher gewesen.
Doch vor ein paar Tagen fiel mir urplötzlich ein Bär ein, der mir irgendwann in meiner Kindheit begegnet war: der Beugo-Bär. Meine Eltern unterhielten sich einmal über Fernsehen, Film oder Theater und da fielen die Worte: „Da spielt doch der Beugo-Bär mit.“ Aha, ein Film oder Theaterstück mit Tieren, dachte ich und stellte mir unter diesem Namen einen aufrecht stehenden Bären vor, der sich ständig verbeugte. Später kriegte ich jedoch mit, dass es sich keineswegs um ein Tier, sondern um einen Schauspieler mit diesem merkwürdigen Namen handelte und noch viel später erfuhr ich dann, dass meine Weise, den Namen zu schreiben, völlig falsch war: Der gute Mann schrieb sich nämlich „Boy Gobert“! Für ein Kind jedoch, das darüber hinaus nicht des Französischen mächtig ist, war jedoch der Beugo-Bär die einzig richtige Schreibweise.

Donnerstag, 19. April 2007

Eine Woche …

Während der letzten Woche hätte ich viel aufschreiben können und einiges dann doch nicht. Irgendwie war es keine besonders gute Woche, manchmal macht man sich mehr Gedanken über eine Sache als sie es wert ist und lässt sich davon innerlich auffressen.

Das Wetter am Wochenende war jedenfalls gut, für meinen Geschmack aber schon fast zu warm. Ich fand es sehr angenehm, dass es dann wieder kühler wurde, zu viel Hitze vertrage ich einfach nicht. Ich hoffe, es wird im Sommer nicht wieder so heiß wie im letzten Jahr.
Gegrillt haben wir an vier Tagen, und das sah zum Beispiel so aus:
Teller mit gegrilltem Rindersteak, Kartoffelsalat und Soße

Am Samstag habe ich erneut die Gardinenstangen samt der gerade mal einer Woche vorher aufgehängten Vorhänge abgenommen, denn die neuen Vorhänge waren unerwartet früh direkt nach Ostern angekommen. Wahrscheinlich werde ich aber in den sauren Apfel beißen und die gesamte Prozedur noch einmal wiederholen. Diese Organzadinger verhalten sich nämlich ein wenig störrisch und hängen nicht so schön wie ich mir das vorstelle. Die beiden weißen Schals sehen besser aus, die musste ich ja auch zwangsläufig waschen. Eigentlich hatte ich sie vor dem Aufhängen nur bügeln wollen, aber dann tropfte aus dem lange nicht benutzten Bügeleisen bräunliches Wasser und mir blieb nichts anderes übrig, als den Vorhängen eine kurze Schwimmrunde im Waschbecken zu spendieren. Also müssen die grünen Schals auch noch einmal eine kurze Runde in der Waschmaschine drehen. Unpraktisch ist allerdings, dass ich wieder die gesamten Gardinenstangen abnehmen muss. Man sollte doch mal Schlaufengardinen erfinden, deren Schlaufen man öffnen kann. So etwas könnte ich natürlich auch selbst nähen: Schlaufe hinten abschneiden, Klettband drannähen und dann könnte man sie jederzeit ab- und ankletten. Andererseits lohnt sich dieser Aufwand nicht, wenn man vielleicht einmal im Jahr die Vorhänge wäscht …
grüne Schlaufenvorhänge im Wohnzimmer

weiße und grüne Schlaufenvorhänge am kleinen Fenster

Immer noch fehlen Bilder an der Wand rechts neben dem Kaminofen. Nur mal schnell drei schöne Fotos aussuchen und vergrößern lassen geht anscheinend bei mir nicht, ich brauche jedes Mal ewige Zeiten, bis ich mich entscheiden kann. Immerhin habe ich letzte Woche die Bilderrahmen gekauft.

Im Garten habe ich am Wochenende nichts gemacht, es war mir schon wieder zu warm dafür. Dann muss ich wohl in den nächsten Tagen ran. So wie es aussieht, sind auch schon wieder Schnecken unterwegs. Gesehen habe ich noch keine, aber bei zwei Clematispflanzen, die noch nicht so hoch gewachsen waren, fehlen mittlerweile fast alle Blättchen. Ein Schutz aus einem aufgeschnittenen Blumentopf schien auch nicht zu helfen. Da mir auf die Schnelle nichts Vernünftiges einfiel und ich nicht warten wollte, bis alles komplett abgefressen war, habe ich gestern die beiden Clematis ausgegraben und vorübergehend in Blumentöpfen untergebracht. Wenn sie ausreichend hoch sind, kommen sie wieder ins Beet.

Meine Allergie kann ich nach wie vor nicht so recht einschätzen. In der letzten Woche habe ich sogar ganze zwei Tage überhaupt nichts gebraucht, dann wieder war es so unangenehm, dass der Mund über Nacht ganz trocken wurde. Seit heute Nachmittag spüre ich gar nichts mehr, obwohl nach wie vor starker Birkenpollenflug angesagt ist. Wer weiß, vielleicht sind es doch nicht die Birken?

Tja, und dann wollte das Finanzamt auch wieder einmal 302 Euro Steuern für mein altes Auto haben. Ich habe den Gedanken an ein neues, nur kurz gebrauchtes, noch nicht aufgegeben und habe schon enger eingegrenzt, was in Frage kommen würde. Vielleicht schreibe ich das demnächst einmal detaillierter auf.

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