April 2005

Mittwoch, 6. April 2005

Die Pollen

Das Wetter am letzten Wochenende war wunderbar. Am Samstag stand wieder Gartenarbeit auf dem Programm. Die Beete mussten noch von unerwünschten Gewächsen befreit werden.
Am Sonntag habe ich einfach nichts getan, nur auf der Terrasse unterm Sonnenschirm gesessen und gelesen. Am späten Nachmittag kam ein befreundetes Paar vorbei und wir haben noch lecker gegrillt.
Ich bin gespannt, wie sich meine Pollenallergie entwickeln, besser gesagt hoffentlich nicht entwickeln wird. Am Freitag saß ich mit brennenden Augen und etwas verstopfter Nase im Büro. Zu Hause ließ es zum Glück nach. Am Samstag hatte ich dasselbe Problem. Da ich dringend im Garten arbeiten musste, nahm ich eine Tablette. Und schon konnte ich mich beschwerdefrei den ganzen Tag draußen aufhalten. Am Sonntag das gleiche Spiel, doch seit Montag brauche ich keine Medikamente mehr. Und das gerade zu der Zeit, in der die Birkenpollen verstärkt fliegen. Ich hoffe also das Beste und glaube fest daran, dass ich nicht mehr allergisch bin.

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Donnerstag, 14. April 2005

Nur noch ein Keks

Das Krümelmonster muss Diät machen! Nie wieder wird es „Ich will Kekse!“ sagen, es muss jetzt ein Vorbild für die übergewichtigen (amerikanischen) Kinder sein und darf nur noch manchmal einen Keks essen. Irgendwie finde ich es schade, denn damit geht das wichtigste Erkennungsmerkmal dieser Figur verloren.

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In die Töpfe geschaut

Ich schaue mir unheimlich gern Kochsendungen im Fernsehen an. Sehenswertes aus der WDR-Servicezeit Essen und Trinken habe ich sogar auf Video festgehalten. Die meisten Sendungen gucke ich mir zur Unterhaltung an und versuche höchstens, mir ein paar Anregungen zu holen und mir diese auch zu merken. Natürlich sehe ich mir nicht alle Kochsendungen an; es gibt auf jeden Fall zwei Köche, die ich mir freiwillig nicht antue. „Kochen um die Wette“ beim Hessen-Fernsehen ist auch immer ganz unterhaltsam, wenngleich das Moderatorenpaar eher zum Weglaufen unnatürlich durch das Geschehen führt. Meine Daily-Koch-Soap ist zurzeit selbstverständlich Tim Mälzers „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“. Früher habe ich zu dieser Zeit häufig das Kochduell geschaut, jedoch hatte sich das Konzept im Laufe der Zeit ziemlich abgenutzt und ich fand den Nervfaktor recht hoch.
Im Moment wird man ja geradezu mit Kochshows und Dokus überhäuft. Das Absurdeste ist da sicherlich „Teufels Küche“. Ich hatte die erste Sendung aufgenommen, ohne genau zu wissen, um was es sich handelt. Diese erste Folge habe ich mir nie angeschaut, sondern bin per Zufall am nächsten Tag direkt in die Fortsetzung geraten. Au wei, Dschungel und Burg werden nun in der Küche fortgesetzt, wieder einmal kämpfen Promis aus der Zweit- oder Drittliga mit- oder gegeneinander! Trotzdem muss ich gestehen, dass ich bisher jeden Abend reingeschaut habe.

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Samstag, 16. April 2005

Gewagt und gewonnen

Heute Mittag war ich mutig und tat etwas, das ich nicht hätte tun dürfen: Ich habe zwei Jacken, die nur chemisch gereinigt werden sollen, in die Waschmaschine geworfen. Jörgs Jacke war leicht angeschmutzt, weil ihn gestern der Hund unserer Bekannten angesprungen hatte. Ich dachte mir, bevor ich diese Jacke als Einziges in die Waschmaschine lege, gebe ich noch zwei von meinen dazu. Ein dunkelblauer Wollblazer mit Samtkragen, auf den ich vor einiger Zeit Jogurt gekleckert hatte und ein Leinenblazer, der vor allem am Krageninnern etwas angeschmuddelt war. Ich habe die gute Miele auf „Wolle kalt“ gestellt und konnte nach knapp 40 Minuten hochzufrieden die sauberen und absolut intakten Jacken entnehmen. Selbst ist die Frau, da habe ich mir eine teure Reinigung erspart.

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Gerädert

Wenn man an einem Freitagabend bei Freunden zum Grillen eingeladen ist, außer Mineralwasser nur einen Verdauungsschnaps trinkt, kurz nach elf nach Hause kommt, noch ein kleines Gläschchen Wein trinkt, um Mitternacht mit Kopfschmerzen ins Bett geht, wie gerädert aufwacht und aussieht, als hätte man die Nacht durchgefeiert, ist das dann schon Altersschwäche? Normalerweise gehen Kopfschmerzen bei mir eher weg, wenn ich noch ein wenig liegenbleibe. Diese besserten sich erst, nachdem ich aufgestanden war. Der Blick in den Spiegel war ziemlich erschreckend: dick verquollene und gerötete Augen, dazu eine leicht verstopfte Nase und ein merkwürdiges Gefühl im Hals. Ich war noch unentschieden, was die Ursache all dessen sein könnte, und nahm daher nicht einmal ein Aspirin, sondern nur ein Glas Saft und Kaffee zu mir. Der Kopf wurde schnell klarer, und auf Grund der bleibenden Symptome entschied ich mir für die Pollenallergie. Zurzeit fliegen gerade die Birkenpollen stark und darauf habe ich vor allem im letzten Jahr extrem reagiert. Bisher begrenzen sich die Reaktionen auf tränende Augen und leicht verstopfte Nase, also kein Grund zum Meckern. Nach einer Tablette geht es auch wieder ganz gut und solange irgendwelche asthmaähnlichen Hustenanfälle ausbleiben, bin ich zufrieden.

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Donnerstag, 21. April 2005

Weblog Fiction

Schon gestern war mir aufgefallen, dass das Weblog von Marie nicht erreichbar war. Ein technisches Problem möglicherweise? Doch weit gefehlt: Heute kam ich über Umwege zur Kaltmamsell und erfuhr dort den wahren Grund: Marie gibt es gar nicht und es hat sie nie gegeben („Das Projekt Marie„).
So richtig überrascht hat mich das im Grunde nicht. Ich entdeckte Maries Weblog im September 2003; damals existierte es wohl schon ungefähr drei Jahre. Nachdem ich die bis dahin vorhandenen Einträge so gut wie am Stück gelesen hatte, schrieb ich dies:

Mittwoch, 03.09.2003
Die Faszination der Wirklichkeit
Kürzlich bin ich auf ein Weblog gestoßen, dem ich eher die Bezeichnung „Online-Tagebuch“ geben würde. Aber egal was es auch ist, ich habe jedenfalls alle Einträge mit Faszination gelesen. Fesselnd und interessant geschrieben, (fast) wie ein Roman, liest sich dieses Tagebuch: Junge, schöne, intelligente, beruflich erfolgreiche Frau mit Haus, Cabrio und Geld für exklusive Kleidung, lernt intelligenten, charmanten, gut aussehenden, erfolgreichen, selbstständigen Unternehmensberater Mitte dreißig kennen. Selbstverständlich wohnt dieser in einem perfekten Haus und fährt einen teuren Sportwagen. Es entwickelt sich, wie es zunächst scheint, eine perfekte Beziehung, doch dann kommt alles ganz anders … Ich fragte mich beim Lesen einige Male, ob dies tatsächlich dem wirklichen Leben entsprungen sein kann. Oder schreibt da etwa jemand ein Tagebuch so wie einen Roman und alles spielt sich nur in seiner bzw. ihrer Fantasie ab? Neben dem Schreibstil hat natürlich auch die komprimierte Form des Lesens zu meinem Eindruck beigetragen, ein Buch vor mir zu haben. Ein „Buch“, das mich bis in einen Traum verfolgte, in dem mir ein gut aussehender junger Mann à la David Cassidy (der Schwarm aller Teenies Anfang der 70er) mit monatlichem Einkommen von 10.000 Euro sein riesiges Haus zeigte.

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Freitag, 22. April 2005

Verwirrend

Als ich gestern über die verschwundene Marie schrieb, hatte ich keine Ahnung, was die genauen Hintergründe waren. Mittlerweile möchte ich auch gar nichts mehr darüber wissen, denn was ich so gelesen habe – ja, ich gebe zu, aus Neugier habe ich ein bisschen herumgesurft – trägt bei mir nur zur Verwirrung bei. Was ist eigentlich noch die Wahrheit, könnte ich mich fragen, aber im Grunde ist es mir in diesem Fall egal.
Ich fand es lediglich interessant, dass ich mich beim Lesen dieses Weblogs immer wieder fragte, ob es eine solche Frau tatsächlich geben kann und fühlte mich nun bestätigt, denn meine Zweifel waren berechtigt und die Frau nur erfunden.
Dies könnte ich mich auch bei jedem gedruckten Buch fragen, das ich lese, doch dort gehe ich in der Regel davon aus, dass „die Ähnlichkeit mit lebenden Personen rein zufällig und nicht beabsichtig ist“. Ich habe das besagte Weblog oder Tagebuch gern gelesen und würde mich freuen, wenn Anne/Marie weiterschreiben würde.

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Samstag, 23. April 2005

Über-Gewicht

Innerhalb einer Woche habe ich durch eine Art Ernährungsumstellung drei Kilo abgenommen. Dann habe ich mir eine neue Waage zugelegt, die außer dem Gewicht auch Körperfett und -wasser anzeigt. Prompt habe ich auf einen Schlag wieder drei Kilo zugenommen. Gemeine Sache! Aber gut, ich mache weiter und bin bestimmt bald auf dem Gewicht, das mir die alte Waage vorgaukelte und dann geht es hoffentlich noch weiter runter.

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Montag, 25. April 2005

Gar nicht so übel


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Da braucht man nur einmal in Moskau und einmal in Houston gewesen zu sein, und schon hat man zwei große Länder auf seiner Karte.

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Freitag, 29. April 2005

Tränende Herzen

Sind sie nicht zum Weinen schön?

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