Februar 1981

Montag, 2. Februar 1981

Februar 1981

Donnerstag und Freitag war ich „krank“. Am Donnerstag wollte ich sowieso zu Hause bleiben, und am Freitag hatte ich dann auch keine Lust mehr.
Am Samstag spielten wir nachmittags in Darmstadt (3:0, 1:3). Peter hatte Geburtstag (31.01.) Abends dann Maskenball im Eigenheim.
Bernd war auch da; ich freute mich, ihn wiederzusehen. Dietmar war natürlich auch da, aber er interessiert mich nicht mehr. Mit Ralf habe ich dieses Mal wieder getanzt, nachdem es am Mittwoch nicht mehr geklappt hatte. Kurz nach drei ging ich nach Hause, es war nicht mehr viel los, ich finde es ziemlich deprimierend, mitanzusehen, wie sich der Saal mehr und mehr leert. Am besten ist es, wenn es so richtig vollgestopft ist. Übermorgen geht es weiter mit dem nächsten Hexenball! Und am Samstag wieder in der Turnhalle.

Sonntag, 08.02.81

Am Mittwoch hat es mir nicht gefallen. Ziemlich deprimierend. Aber vergessen wir das.
Samstag: Zuerst spielten wir zu Hause gegen Weiterstadt (ganz toll, 1:3), und Mörfelden (mies!!! 3:0), abends ging ich dann zum Maskenball in die Turnhalle. Ich tanzte einmal mit dem Freund von Ralf, dann mit einem anderen Typen. Danach stand ich ziemlich lange rum. Das war schlimm, jedenfalls im Vergleich zum letzten Jahr. Damals lernte ich ständig Leute kennen. Dieses Jahr kaum oder jedenfalls nichts Bedeutendes. Das nächste Mal werde ich auf jeden Fall maskiert gehen, dann kann ich mir jeden zum Tanzen holen, was ich ohne Maske doch nicht wage (Ausnahmen möglich). Irgendwann kam Uli S. vorbei und blieb dann bei mir stehen. Er wollte mit mir tanzen. Als er neben mir stand, drängten gerade eine Menge Leute hoch in die Sektbar. Auch der Typ, den ich ganz am Anfang schon gesehen hatte. Ich lachte ihm zu (1. weil er mir gefiel, 2. nur so), er lachte zurück, wollte stehenbleiben, sah aber dann Uli, sagte er müsse wohl weitergehen, ich fragte ihn, wieso, nur weil der (Uli) neben mir stehe, dann strich Uli mir übers Haar (nur aus Scheiß), und er sagte, nun müsse er wirklich gehen. Ich fand das sehr schade, und er meinte, wenn er noch mal hier vorbeikomme und ich noch da sei, … Jedenfalls war ich später noch da. Er war erstaunt darüber, hatte es nicht erwartet. Es kamen noch einige von seinen Freunden dazu. Dann der große Schock: er geht noch zur Schule, aufs Kant, ist also bestimmt 2 Jahre jünger als ich. Hätte ich nie gedacht. Zum Glück hatte ich nur erzählt, daß ich nicht mehr zur Schule gehe und RVK lerne. Und glücklicherweise wirke ich jünger. Jedenfalls war ich dann die ganze Zeit mit ihm, er heißt Kai, zusammen.
Um halb 2 mußte er gehen, weil die anderen nach Hause fahren wollten. Um zehn nach halb meinte er, sie seien wohl schon weg, aber dann kam Andreas (2facher Hessenmeister in Judo) und holte ihn. Er fragte, ob und wann wir uns wiedersehen, und wann der nächste Maskenball sei. Ich sagte, am 18. Dann gingen die beiden. Aber nicht so! Ich fragte Kai, ob er denn am 18. kommt. Er meinte, ich könnte ihn vorher mal besuchen, und gab mir seine Adresse.
Kurz vor 2 war ich dann zu Hause. Nachts träumte ich dann noch von ihm. Ich werde ihn anrufen, wahrscheinlich am Mittwoch oder Donnerstag. Mal sehen, ob er sich dann noch an mich erinnert.

Dienstag, 10.02.81

Heute habe ich Kai angerufen.
Ich war schon die ganze Zeit ziemlich nervös deswegen, aber es mußte sein. Wir redeten verschiedenes, es war ziemlich blöd, weil ich manchmal nicht wußte, was ich sagen sollte, und er sagte auch nichts. Ich habe ihm erzählt, daß Ute aufs Planck geht. (Vorher hatte ich ihn gefragt, in welche Klasse er geht. Er sagte 12., wegen Ehrenrunde). Er fragte mich dann, ob ich nicht auch Lust gehabt habe, weiter auf die Schule zu gehen. Ich: Doch. Er: Warum hast du es nicht gemacht? Dann mußte ich wohl raus mit der Sprache! Aber zuerst fragte ich ihn, wie alt er denn sei. 19. Also sagte ich: ich habe es ja gemacht, ich bin schon 20 und war auf dem Planck und habe das Abi gemacht. Wir redeten über Schule, Lehrer, usw.
Dann mußte er Schluß machen, weil er noch Judo-Trainingsstunden gibt. Er sagte schon Tschüs, und ich auch und ich überlegte noch, zum Glück nicht zu lange, und dann fragte ich ihn, ob wir uns nicht mal treffen könnten. Ich glaube, er hat sich gefreut, jedenfalls stimmte er sofort zu. Morgen, wenn ich aus Frankfurt komme, gehe ich zu ihm. (Heute bin ich schon bei ihm vorbeigefahren, nur um zu wissen, wo er wohnt). Toll. Das ist gut.
Übrigens habe ich mir „Tubular Bells“ von Mike Oldfield heute gekauft. Stark.

Freitag, 13.02.81

Am Mittwoch war ich bei Kai; es war blöd. Jedenfalls nicht das, was ich erwartet habe. Er will nichts von mir, ich weiß es ganz genau, denn ich habe ihn gefragt. Meine blendende Verfassung hält trotzdem an.
Natürlich ging es mir am Mittwoch abend nicht so gut. Aber es war kein Hexenball und ich ging ins Training. Endlich, nach dem letzten Samstag, als wir nach unserem Spiel noch mal kurz in Geinsheim waren, wo die Herren I spielten, habe ich Christof wiedergesehen. Wir waren insgesamt nur 8 Leute. Carola und ich wählten später die Mannschafte, nachdem ich u. a. Jo und Chris ganz tolle kurze Bälle gestellt hatte. Thomas K. war auch wieder da. – Aber Carola wählte Chris, und so hatte ich wieder das Pech, NICHT mit ihm in einer Mannschaft zu spielen. Ich war (und bin es noch) wieder total verliebt in Christof. Ich freute mich auf nächsten Mittwoch.
Doch gestern abend kam Chris auch ins Training. Eine tolle Überraschung. Anschließend waren wir noch mal im Eigenheim. Nächsten Mittwoch haben wir wieder Sektbardienst; ich werde doch noch mal mitmachen, und erst am Samstag maskiert gehen. Beim Rausgehen (Moni, Chris und ich waren die letzten), fragte ich Christof, ob er am Mittwoch auch mithilft. Er wußte es aber noch nicht. Ich hoffe, er wird kommen.

Sonntag, 22.02.81

Am Mittwoch war Christof natürlich nicht da. Aber es war trotzdem gut. Obwohl ich Sektbardienst hatte, habe ich so oft getanzt wie noch nie. Und die Leute verarscht. Einmal tanzte ich mit Bern, den ich beim ersten Hexenball kennengelernt hatte. Er fragte mich, ob mein Freund da sei, ich sagte nein. Dann wollte er wissen, wo er wohnt. Ich sagte, in Rüsselsheim. Welche Straße? Mir fiel als erstes die T.-K.-Str. ein. Wegen Chris.
Wilfried sagte mir später, daß er mit seiner Freundin Schluß machen wolle. Er habe sie nicht mitgenommen zum Hexenball. Ich meinte natürlich, das mache ich genauso (d. h. ich lasse meinen Freund zu Hause).
Dann war ich wieder oben in der Sektbar. Ein Typ lachte mir zu; ich wußte, daß ich ihn kenne, aber nicht mehr woher. Beim Runtergehen traf ich ihn, er fragte, ob ich mal Zeit habe zum Tanzen. Natürlich. Wir kennen uns vom letzten Jahr, Bischofsheim. Er war auch bei der Party von Wilfried. Thomas heißt er. Jedenfalls war es gut am Mittwoch.
Donnerstag abend hatten sie die Astheimer zum Freundschaftsspiel eingeladen. Auf Anweisung von Peter spielten wir nicht mit voller Kraft, gewannen aber trotzdem 3:2.
Gestern abend Maskenball in der Turnhalle. Ich ging diesmal maskiert. Als roter Henker. Es war gut; ich tanzte mit einem Unbekannten, mit Uli S., der mich, wie er schon vorausgesagt hatte, tatsächlich erkannte, weil ich ein einziges Wort sagte. In der Sektbar kam Harald H. (Dänemark!) dazu, mit ihm tanzte ich dann auch, später gingen wir raus in die Wirtschaft, und um 12 setzte ich die Maske ab.
Dann traf ich wieder Thomas, mit ihm tanzte ich, und anschließend gingen wir in die Sektbar.
Heute abend will er mich besuchen. Auf jeden Fall muß ich mit den Bischofsheimern noch ein bißchen in Kontakt bleiben, denn sie wollen nach Mainz zum Rosenmontagszug, und da ich noch niemanden gefunden habe, mit dem ich hingehe, wäre es ganz praktisch, wenn ich mit ihnen gehen könnte:
Kai war später auch da, ich redete kurz mit ihm, aber den Typ kann man vergessen, abhaken, Ablage P, ich finde ihn ekelhaft.

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