Oktober 2014

Freitag, 3. Oktober 2014

Einheitsfeier

Tag der Deutschen Einheit und großes Fest in Hannover rund um den Maschsee. Es war warm, sehr warm, ungewöhnlich warm für Oktober und schon wieder über meiner Wärmeschmerzgrenze. Wir fuhren mittags mit dem Fahrrad dorthin, denn mit dem Auto wäre es sinnlos gewesen und es ist ja auch nur ein Katzensprung von ungefähr sieben Kilometern.
Auch die Fahrradparkplätze waren schon überbelegt, in den Bereich mit den Ständen durfte man gar nicht mit Fahrrad hinein. Es war voll, übervoll … Wir gingen ein Stück zwischen den Ständen hindurch nach Norden, wichen dann auf die Straße an den Standrückseiten aus. Immerhin kamen wir bis zum Nordufer des Maschsees, zwischendurch hatte ich noch einen Blick auf das Angebot meines Heimatlandes geworfen. Aber außer einem großen Informationsstand gab es nur hessische Getränke (Pfungstädter Bier und Apfelwein), also nicht besonders Interessantes. An den „Fressständen“ standen überall unendlich lange Schlangen, sodass für den Mann nicht einmal eine Thüringer Bratwurst verlockend war.

Hier ein paar Eindrücke, der dunkelgraue Kasten ist der Anbau des Sprengel-Museums, der sich noch im Bau befindet:

Wir gingen zurück gegen den jetzt noch stärker einsetzenden Besucherstrom, fanden unsere Fahrräder wieder, rollten in Richtung Süden und statteten dem „Goldenen M“ einen Besuch ab (Hunger!). Auf der Außenterrasse saß am Nebentisch ein Mann mit zwei Jugendlichen, denen er die Vergangenheit unseres Landes erklärte, und die beiden hörten interessiert und neugierig zu.

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Sonntag, 12. Oktober 2014

Am Maschsee

Impressionen von einem Herbst-Sonntagsspaziergang am Maschsee:

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Sonntag, 19. Oktober 2014

An der Grenze

Angeregt durch die Berichte und Dokumentationen zum Fall der Berliner Mauer und der Öffnung der innerdeutschen Grenze vor 25 Jahren machten wir heute einen Ausflug nach Osten. Es war sehr sonnig und ungewöhnlich warm für Mitte Oktober. Unser Ziel war der ehemalige Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, der heute eine Gedenkstätte ist.
Ich habe nur ein einziges Mal diesen Grenzübergang passiert. Das war im Mai 1977, als alle elften Klassen die obligatorische Klassenfahrt nach Berlin machten. Vom Grenzübertritt habe ich nur noch in Erinnerung, als dass im Bus die Ausweise eingesammelt wurden und wir warten mussten, bis alle kontrolliert worden waren. Viel mehr bekam man als Busreisender wahrscheinlich sowieso nicht mit. Daher war die Besichtigung der Gedenkstätte eine sehr interessante Erfahrung.

Im Anschluss fuhren wir in das ungefähr zwanzig Kilometer weiter südlich liegende Hötensleben, wo als Grenzdenkmal ein Stück der ehemaligen Grenzanlagen erhalten geblieben ist.

Ich stellte nach diesem sehr interessanten Ausflug fest, dass mir viele Details der damaligen Grenze gar nicht so bewusst waren. Da stand ja nicht „nur“ eine Mauer in Berlin, die gesamten Grenzanlagen waren ja gewaltig – beinahe unvorstellbar, wie viel Aufwand betrieben wurde, um die Menschen am Verlassen eines Landes zu hindern.
Zu diesem Thema habe ich einen äußerst sehenswerten Animationsfilm entdeckt: „Eingemauert!“ Die innerdeutsche Grenze

Und nebenbei: Heute habe ich tatsächlich zum ersten Mal – abgesehen von Berlin – den Boden eines der neuen Bundesländer betreten.

(Fotos folgen)

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Freitag, 31. Oktober 2014

Halloween

Bisher habe ich mich immer geweigert, an Halloween den herumziehenden Kindergruppen die Tür zu öffnen und etwas Süßes zu spenden. Mir reicht es ja schon, wenn es am 10. und 11. November ständig klingelt und man sich wieder und wieder mehr oder weniger gut gesungenes „Matten meeren“ anhören muss.
Dieses Jahr bin ich allerdings gnädig, öffne die Tür, verteile Süßigkeiten und lobe auch schöne Kostüme. Schließlich haben die Kinder ihren Spaß dabei und allzu viele werden in unserem abgelegenen Wohngebiet sowieso nicht auftauchen.
Bisher waren es vier Gruppen, und es befanden sich noch keine gruseligen Verkleidungen dabei. Eine/r trug eine Scream-Maske, eine einen schwarzen Umhang und zwei Mädels hatten spitze Hüte und Tüllröckchen an, die eher aus Hogwarts zu kommen schienen, zwei jugendliche Mädchen waren schwarzweiß geschminkt und die Nachbarstochter trug einen spitzen schwarzen Hut, immerhin hatte sie als Accessoire ein Spinnenbein-Täschchen dabei.
In den Tagen vorher hatte ich schon überlegt, ob ich nicht doch einmal ein gefährliches Hundegebell abspiele, aber es scheiterte daran, dass ich auf die Schnelle kein wirklich bedrohlich klingendes Gebell gefunden habe. Ich hatte mir es so vorgestellt, das Gebell abzuspielen und hinter der Tür zu rufen: „Rennt schnell weg, ich kann den Hund nicht halten!“ 🙂
Na ja, lustige Vorstellung, aber für so viel Schauspiel am Abend müsste man auch mal die Energie haben. So ist es auf jeden Fall entspannter.

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