Juni 2013

Sonntag, 2. Juni 2013

Aktueller Hochwasserstand

Heute haben wir einen kleinen Ausflug gemacht und uns die Hochwasserstände an den Straßen nach Wülfel und Döhren hin angeschaut. Zumindest die Döhrener-/Brückstraße ist mit Vorsicht wieder befahrbar, wenn natürlich auch nicht offiziell. Ich hoffe, dass spätestens Mitte der Woche wieder alle Straßen frei sein werden. Anschließend waren wir noch am Leinewehr in Döhren, wo enorme Wassermassen entlangfließen und wo auch ein großer Baumstamm angeschwemmt wurde.

Ich habe an allen Stellen ein wenig gefilmt:

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Dienstag, 4. Juni 2013

Clematis mit klangvollen Namen

Ich kenne die Namen aller meiner Clematispflanzen. Falsch, ich kannte sie bis zum letzten Jahr. Da kaufte ich nämlich zwei neue Pflanzen und konnte mich jetzt nicht mehr an deren Namen erinnern. Leider hatten sie im letzten Jahr auch noch keine Blüten gezeigt, sodass ich überhaupt keinen Anhaltspunkt hatte. Es blieb mir also nichts anderes übrig als auf die diesjährige Blüte zu warten. Eine der Pflanzen zeigte schon recht früh Knospen und hatte Mitte Mai schon mehrere große, cremefarbene Blüten. Anhand der Kategorie „Clematis-Hybride“ (das sind die Sorten mit den großen Blättern und Blüten) und der Farbe fand ich meine Pflanze: Guernsey Cream.

Die zweite Clematis muss wohl eine Montana- oder Viticella-Sorte sein, denn sie hat kleine Blätter und auch die ersten Knospen waren klein. Heute blühten sie endlich auf und siehe da, sie sind klein und zartrosafarben. Zuerst dachte ich, es handle sich um die „Marjorie“, aber die Blütenfarbe passt nicht, meine sieht eher aus wie die „Pink Fantasy“, bei der es sich aber um eine Hybride handelt. Mal abwarten, wie sie sich weiter entwickelt.

Meine anderen Clematis heißen übrigens Jackmanii, Madame Le Coultre, Capitaine Thuilleaux, Madame Julia Correvon und Rouge Cardinal.

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Donnerstag, 13. Juni 2013

Buch-Suche

Als ich gestern ein recht anspruchsvolles, aber vom Inhalt her nicht fürchterlich spannendes Chemiebuch mit vielen Formeln bearbeitete, suchte mein Gehirn offensichtlich nach einer Abwechslung. Ganz plötzlich, ohne jeden Anlass, schoss mir der Gedanke an ein Buch durch den Kopf, das ich irgendwann gelesen haben musste. Zunächst waren es nur einige Splitter, doch nach und nach kamen mehr und mehr Fragmente dazu. Zu Hause suchte ich die Bücherreihen ab, aber da befand sich nichts, was zu den Erinnerungen in meinem Kopf passte. Natürlich kann es auch ein Buch gewesen sein, das ich von meiner Mutter oder Schwester geliehen hatte. Immer wieder gab ich neue Kombinationen von Suchbegriffen ein, von dem, was zur wesentlichen Handlung gehörte: Frau betrügt Mann – einsames Waldhaus – Tochter – geistig behinderter Sohn – Italien – Mord – Vergangenheit: junges Paar, erfolgloser Künstler, Schwangerschaft … Ich musste und wollte das herausfinden! Oder bildete ich mir all das nur ein und ich hatte es nie gelesen? Dann müsste ich dieses Buch am Ende noch selbst schreiben!
Schließlich traf ich durch eine richtige Suchbegriffkombination auf eine passende Kurzbeschreibung und endlich auf dieses bruchstückhaft in meinem Kopf herumgeisternde Buch: „Hexenkind“ von Sabine Thiesler. Das sitzt jetzt auf meiner Liste der Bücher für meinen Kindle, und da befindet sich auch schon eine ganze Reihe von Büchern der Kategorie „Möchte ich gern noch ein zweites Mal lesen“.

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Sonntag, 16. Juni 2013

Mon-Chéri-Eis

Gestern habe ich endlich mein lange geplantes Mon-Chéri-Eis angerührt. Nun weiß ich auch, wie die hochprozentige Kirschpraline von innen aussieht, denn für das Eis habe ich zehn Stück mit dem Messer zerhackt. Ein richtiges Rezept kann ich dafür im Moment noch nicht bieten, denn für die Grundmasse habe ich eine noch vorhandene halbe Portion Milcheiszauberpulver verwendet. Im Grunde ist es aber ganz einfach: Unter eine Grundmasse für Milch- oder Sahneeis werden die kleingehackten Pralinenstücke gemischt. Eventuell könnte man das Ganze noch mit etwas Kirschlikör verfeinern, aber auch so schmeckt es schon ganz köstlich!

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Sonntag, 30. Juni 2013

Brieftaube

Vor ungefähr zehn Tagen tauchte auf unserem Grundstück eine Taube auf. Es war keine gewöhnliche Taube, wie man sie in vielen Städten sieht und es handelte sich auch nicht um eine Wildtaube. Immer öfter konnten wir den Vogel in den folgenden Tagen beobachten. Sehr scheu war die Taube nicht, und so stellten wir fest, dass sie an jedem Bein einen Ring trug. Der Mann des Hauses konnte irgendwann erkennen, dass auf einem Ring unter anderem „Tel“ stand. Ich forschte daraufhin im Internet nach und fand heraus, dass dort die Telefonnummer des Besitzers zu finden war. Also schlich ich so lange um die Taube herum, bis ich die Nummer komplett abgelesen hatte. „Ich ruf da jetzt an!“, verkündete ich daraufhin und setzte dies gleich in die Tat um. Es empfing mich nur der Anrufbeantworter, auf dem ich eine Nachricht hinterließ. Keine fünf Minuten später rief der Besitzer aus Paderborn an. Er berichtete, dass vor kurzem ein Wettbewerb in Frankreich stattgefunden habe und einige Tiere aufgrund des starken Westwinds zu weit geflogen seien. Hannover sei für ihn ein bisschen zu weit weg, um selbst vorbeizukommen, aber er habe einen Bekannten in Garbsen, der könne die Taube abholen – wenn es denn gelänge, sie einzufangen. Immerhin hatte ich noch einen Vorrat Wildvogelfutter, das ich ihr in den Vorgarten streute, auch eine Schale mit Wasser hatte ich bereits aufgestellt. Das erfreute den Besitzer sehr und ich versprach ihm, weiter zu füttern und Fangversuche zu unternehmen. Aber wie fängt man eine Taube ein? Näher als eine Armlänge Entfernung kam ich nicht an sie heran, und ich glaube, ich hätte mich nicht getraut, einfach zuzupacken. Daher plante ich, einen Wäschekorb als Hilfsmittel einzusetzen und stellte diesen am letzten Dienstag bereit. Beim ersten Versuch hatte ich kein Glück, die Taube war schneller und rettete sich auf das Hüttendach.

In den nächsten Tagen war es kühl und teilweise regnerisch, sodass wir uns nicht häufig draußen aufhielten. Die Taube war auch nicht mehr zu sehen, ich hoffte, sie hätte von selbst den Heimweg angetreten. Doch am Freitag tauchte sie wieder auf und auch der Besitzer meldete sich erneut, um nach Neuigkeiten zu fragen. Heute Mittag landete die Taube erneut im Vorgarten und marschierte dann an der Gartenhütte entlang, weil dort unter der Futterstation heruntergefallene Körner lagen. Ich packte meinen Wäschekorb und schlich hinter ihr her. Vorsichtig, vorsichtig, immer langsam, Schritt für Schritt. Noch einen Schritt, dann noch einen und – schwupps! – platzierte ich den Korb über der Taube. Da saß sie nun, endlich eingefangen, und ich konnte dem Eigentümer schließlich die gute Nachricht übermitteln. Er informierte seinen Bekannten, der das Tier am frühen Abend abholte. Geschafft!

Nachtrag 02.07.2013
Der Besitzer rief an und berichtete, dass sein Tier heute nach Paderborn gebracht worden sei. Allein hätte die Taube allerdings den Weg nicht geschafft, sie sei doch „ziemlich heruntergekommen“ gewesen. Für den Laien nicht erkennbar, aber ich habe mittlerweile nachgelesen, dass es die größte Herausforderung sei, einer Taube nach einem Wettbewerbsflug das verlorene Gewicht wieder anzufüttern.

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Gruß aus dem Garten

Wenn man mehr oder weniger unerwartet eingeladen wird – wir wussten es nicht so genau, weil da ein „Ich sag noch mal Bescheid“ im Raum schwebte – muss man sich recht spontan ein kleines Mitbringsel ausdenken. Da ich nicht über solche Dinge wie selbstgemachte Konfitüre oder Ähnliches verfüge, entschied ich mich für einen kleinen Gruß aus dem Garten: Rittersporn, Löwenmäulchen und Gräser, ergänzt mit einem Dufttütchen. Ich fand es ganz hübsch und vor allem ganz gut gelungen für jemanden, der keine Blumensträuße arrangieren kann.

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