Mai 2013

Donnerstag, 2. Mai 2013

Weltfremd

Ich arbeite in einem Umfeld, in dem zwangsläufig viele Lehrer tätig sind. Hin und wieder kommt es zu Begegnungen, bei denen sich die Lehrerklischees bestätigen.
Zum einen tritt das berühmt-berüchtigte Lehrerehepaar nicht nur im Roman in Erscheinung, sondern kommt im wahren Leben auch recht häufig vor. Im Gegensatz zur Zahnarztfrau aus der Werbung, bei der es sich um die – vermutlich nicht berufstätige – Ehefrau eines Zahnarztes handelt, sind tatsächlich beide Ehepartner in diesem Beruf tätig.
Zum anderen gibt es immer wieder einmal Missverständnisse in Bezug auf Ferien, Urlaub und Arbeitszeiten. Nicht selten wünscht man uns Angestellten „schöne Ferien“, sobald die Schule zu Ende geht. Okay, kein Problem, das wird eben überall am letzten Schultag geäußert, man kennt es ja mittlerweile und wünscht kommentarlos dasselbe. Immerhin erkundigen sich viele Kolleginnen und Kollegen, ob man demnächst auch frei habe (das sind wohl diejenigen mit Partner in anderen Berufen) Hin und wieder aber hört man die verwunderte Frage: „Wie, ihr habt keine Ferien?“ Nein, hat man als Angestellte(r) in dieser Form tatsächlich nicht.
Kürzlich erlebten meine Kollegin und ich einen Höhepunkt in Weltfremdheit. Ein ehemaliger Kollege samt Ehefrau schaute kurz vorbei. Es war gegen 11:30 Uhr. Als sie sich verabschiedeten, wünschte uns die Gattin einen schönen Tag und meinte, wir hätten ja wohl gleich Feierabend. Nein, wir müssen noch ein paar Stunden arbeiten, erklärten wir. „Ach, das musste ich ja NIE!“, war ihre Antwort. Mein erster Gedanke war, dass sie nie berufstätig gewesen war, aber wie man berichtete, war sie früher selbst Lehrerin gewesen. Und ich dachte immer, selbst wenn mittags Schulschluss ist, wird zu Hause weitergearbeitet, Unterrichtsvor- und nachbereitung und so weiter. Vielleicht war das früher nicht so üblich. Aber selbst wenn dies der Fall sein sollte, dann frage ich mich, ob diese Leute keine anderen Menschen kennen, die Vollzeit irgendwann zwischen 8 und 18 Uhr arbeiten. Leben sie so weltfremd in ihrer eigenen (Lehrer)Welt?

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Samstag, 4. Mai 2013

Blüten und Pflanzen

Trotz Birkenpollenallergie, die ich mit Medikamenten aber gut im Griff habe, bin ich auch hier und da im Garten tätig.
Nach dem langen Winter fing alles recht spät zu wachsen an, aber dafür geht es jetzt flott voran.
Viele Blüten haben wir noch nicht, aber der neue Duftschneeball zeigt schon einige, ebenso die Zierquitte.

Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr vier Tomatenpflanzen in den großen Pflanzkasten gesetzt. In diesem Jahr sind es Geschmackstomate „Sportivo“, Pflaumen-Cherrytomate „Dasher“, Roma-Tomate „Conqueror“ und Mini-San-Marzano-Tomate „Caprese“.

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Sonntag, 12. Mai 2013

Fotobearbeitung

Ich bin ja der Meinung, gute Fotos müssen (nahezu) perfekt aus der Kamera kommen. Muss ich nachbearbeiten, dann habe ich beim Fotografieren etwas falsch gemacht (künstlerische Bearbeitungen einmal ausgenommen). Nun habe ich an anderer Stelle immer wieder wunderschöne Naturfotos gesehen und fragte mich, mit welcher hochwertigen Ausrüstung der Fotograf wohl arbeitet oder sagte mir eher, derjenige könne wohl richtig gut mit seiner Kamera umgehen. Doch dann musste ich lesen, dass die Fotos am Rechner nachbearbeitet wurden. Ach so. Nicht dass ich die Foto jetzt schlechter fände, aber damit hatte ich nicht gerechnet.
Einige nachträgliche Korrekturen erlaube ich mir jedoch auch, und selbst in Fotografie-Lehrbüchern wird das eine oder andere in dieser Richtung beschrieben.

Die Nana hier macht sich ohne die störenden Hintergrundelemente viel besser:

Und bei diesem Foto, das ich garantiert nie mehr so aufnehmen kann, störte mich die abgeschnittene rechte Ecke der Bank. In einem Versuch habe ich die Ecke wieder drangebaut:

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Alle meine Kleider

Sind sie nicht schön bunt, meine wundervollen, bald ehemaligen Kleidungsstücke? Was schon lange auf meiner Liste der zu erledigenden Dinge stand, habe ich mir heute vorgenommen: den Kleiderschrank im Gästezimmer auszumisten. Nachdem wir unser Schlafzimmer vor knapp drei Jahren neu eingerichtet haben, räumte ich nur die Kleidungsstücke in den Schrank, die ich tatsächlich regelmäßig trug. Alles andere wanderte in den alten Schrank, der im Gästezimmer seinen neuen Platz fand. Seitdem wartete dieser auf eine Aufräumaktion. Einige wenige Stücke sind im Müll gelandet, denn wenn ein Gummizug nach vielen Jahren beim Anfassen zerbröselt, ist es um den restlichen Stoff nicht viel besser bestellt. Von einigen Dingen konnte ich mich leichten Herzens trennen, denn ich bin mir sicher, dass ich nie mehr großgeblümte Röcke, wild gemusterte Oberteile oder mehrfarbige Hosen tragen werde, selbst wenn all dies wieder in Mode kommen sollte. Im Bild musste ich sie allerdings doch festhalten, das ist eine schöne Erinnerung.

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Samstag, 18. Mai 2013

Pollen-Notiz

Die Zeit des Birkenpollenflugs ist jetzt vorüber. Am Freitag habe ich die letzte Tablette genommen und bis jetzt bin ich beschwerdefrei. Es wundert mich nur, dass ich in diesem Jahr schon vor Beginn jeglichen Pollenflugs brennende und tränende Augen hatte.

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Sonntag, 19. Mai 2013

Erdbeer-Poster

An meinem Arbeitsplatz hängt auch das eine oder andere eigene Foto oder eine Collage aus eigenen Aufnahmen. Hin und wieder muss ich die Motive jedoch wechseln, dann mag ich die alten einfach nicht mehr sehen. Nach Bildern in Grautönen soll jetzt wieder einmal Farbe an die Wand, und daher mussten letzte Woche die Erdbeeren zur Fotosession antreten. Kombiniert mit älteren Erdbeerfotos habe ich nun ein Poster gebastelt, das in der Größe 50 x 70 cm in den Rahmen kommt.

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Sonntag, 26. Mai 2013

Saftiges Grün

Es regnet. Den ganzen Tag. Immerhin sieht der Garten richtig frisch und saftig grün aus. Und da dies kein Wetter für Außenaktivitäten ist, machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und schauen das Formel-1-Rennen in Monaco an. Dort ist es wenigstens sonnig.

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Donnerstag, 30. Mai 2013

Hochwasser

Nun ist es da: das Hochwasser. Das hatten wir ja schon lange nicht mehr gehabt, im letzten Jahr blieb es völlig aus, zuletzt waren im Januar 2011 Straßen überflutet gewesen. Am Dienstag war die Straße zwischen Döhren und Hemmingen noch passierbar, obwohl an einer Stelle der See schon etwas übers Ufer getreten war. Später am Abend las ich in den Verkehrsmeldungen über die Sperrung der Straße. Es hat immer fatale Auswirkungen, wenn die zwei Straßen in diesem Gebiet, die Ost-West-Verbindungen über die Leine, überflutet sind. Dann muss sich nämlich der gesamte Verkehr auf der B3 durch Hemmingen hindurch quälen. Es gibt auch keine rechten Ausweichmöglichkeiten, außer man ist bereit, eine halbe Weltreise anzutreten. Ich muss auf jeden Fall morgens Richtung Osten fahren, da gibt es kaum Alternativen. Es hilft nur sehr frühes Aufstehen. Also habe ich die Weckzeiten auf 5:30 und 5:45 Uhr umgestellt. Leider habe ich mich doch noch das eine oder andere Mal im Bett umgedreht, sodass ich schließlich erst um Viertel vor sieben losgefahren bin. Und da war es schon so voll, dass ich für die ersten zwei Kilometer fünfzehn Minuten brauchte. Da ich dann stadtauswärts die restlichen zehn Kilometer ebenfalls in einer Viertelstunde zurücklegte, war die Gesamtfahrzeit doch noch akzeptabel. Auf dem Rückweg wollte ich mich nicht in den Stau auf dem Schnellweg stellen und fuhr durch die Stadt. Diese Route ist erstaunlicherweise genauso lange wie meine übliche Strecke, jedoch zog es sich durch ziemlich dichten Verkehr und viele Ampeln länger hin als gedacht. Nun, es störte mich nicht weiter, ich betrachtete es als kleine Spazierfahrt und machte sogar an der Lodemannbrücke einen kleinen Zwischenstopp, um ein paar Fotos von der Ihme zu machen.

Heute Morgen stand ich gleich nach dem Weckerläuten auf, fuhr um Viertel nach sechs los, kam gut durch und war zwanzig Minuten später an meinem Arbeitsplatz. Das war zwar erfreulich, aber ich befürchte, morgen und vielleicht auch nächste Woche noch wird das nicht so gut klappen. Heute Mittag hat man nämlich entgegen der Ankündigung schon begonnen, die Südschnellwegbrücke über der Hildesheimer Straße zum Nadelöhr umzubauen. Die Brücke ist marode und bevor sie Ende 2014 (!) provisorische Verstärkungen erhält, dürfen nur noch die inneren Spuren befahren werden. Ursprünglich las man, die Absperrarbeiten sollen am Wochenende nachts vonstattengehen, aber dass man nun tagsüber damit beginnt und zu Hochwasserzeiten die damit einzige Ost-West-Verbindung im Süden Hannovers verengt, ist absolut unverständlich.
Trotz dieser Verkehrsärgernisse will ich mich aber nicht allzu sehr beschweren. Haus und Keller sind trocken und es ist nichts zu Schaden gekommen. Richtig schlimm hat es vor allem das Städtchen Sarstedt getroffen, dort ist sogar die gesamte Innenstadt für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

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