November 2011

Montag, 7. November 2011

Verhörer aus der Jugend

Als ich am Wochenende den Stecker des Mixers aus der Steckdose zog, fiel mir ein besonderer Stecker aus meiner Jugend ein: der Schokostecker. Ich stellte nie in Frage, ob dies tatsächlich die offizielle Bezeichnung war, denn schließlich gab es ja auch einen Bananenstecker. Die Sache mit dem vermeintlich süßen Stecker klärte sich relativ schnell auf, ein anderes Relikt blieb mir jedoch viel länger erhalten: der Bautenzug. Auch hier wurde meine Vorstellung von der Schreibweise durch eine vielleicht etwas undeutliche, vor allem aber eingedeutsche Aussprache geprägt. Aufgrund meiner Schreibweise hatte ich jedenfalls eine genaue Vorstellung von dem Gerät. Es handelte sich um diese Seil-Rollen-Konstruktion, mit der man Lasten an der Fassade eines Gebäudes wahlweise hochziehen oder herunterlassen konnte. Später lernte ich zwar, dass ein Bautenzug damit gar nichts zu tun hatte, aber geschrieben habe ich ihn nach wie vor noch auf diese Weise. Sehr lange sogar. Man lernt also durchaus noch im höheren Alter dazu.

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Donnerstag, 10. November 2011

Äpp

Ich habe jetzt auch eine – Achtung! – Äpp auf meinem Händi. Ach nein, mein zwei Jahre altes Nokia ist ja nur ein normales Mobiltelefon und da heißt es schlicht und ergreifend „Anwendung“. Also zur Anwendung: Gestern habe ich mir aus Spaß einen Einkaufszettel für den großen Supermarkt nebenan gespeichert. Das war eine nette Erfahrung, Angebote im Internet auszuwählen und dann diesen Einkaufszettel (natürlich erst nach Registrierung und Herunterladen der Anwendung) aufs Telefon schicken lassen. Nach dem Einkauf musste ich erst einmal den Akku wieder aufladen, weil die Kapazität nach dieser Aktion deutlich nachgelassen hatte. Regelmäßig werde ich diesen Einkaufszettel bestimmt nicht nutzen, aber hin und wieder vielleicht schon.

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Samstag, 12. November 2011

Fuß-Experiment

Im Juli schrieb ich über meine alternden Füße, den damit zusammenhängenden Pflegeaufwand und die Hornhaut ablösenden Socken. Nachdem nun die passende Zeit gekommen war, startete ich heute das Experiment. Da die Wirkung erst ein bis zwei Wochen nach der Behandlung einsetzen soll, werde ich also Ende des Monats über meine Erfahrungen berichten.

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Montag, 14. November 2011

Eingepackt für den Winter

Gestern haben wir alle frostempfindlichen Pflanzen in den Keller geräumt und draußen einige eingepackt. Da die Buchsbaumpyramide vor der Haustür den letzten Winter nicht überlebt hat, habe ich die neue dekorativ verpackt. Eigentlich soll Buchs auch im Kübel recht kälteunempfindlich sein, andererseits habe ich ein Video einer Gartenzeitschrift gefunden, das das Verpacken für den Winter zeigt.
Die Winteraktion kam gerade noch rechtzeitig, denn heute Morgen hatten wir minus 5 Grad und alles war leicht gefroren, wie man auf dem Foto rechts unten sieht.

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Dienstag, 29. November 2011

Die Fußhäutung

Im Sommer entdeckte ich beim Bestellen in meiner Online-Apotheke ein interessantes Produkt: Hornhaut ablösende Socken (Footner Exfoliating Socks). Da meine Füße mit zunehmendem Alter vermehrter Pflege bedurften und sich die Hornhaut unerfreulich verstärkte, dachte ich mir, dies könnte eine gute Alternative zur manuellen Behandlung sein. Nachdem ich das Produkt endlich in den Händen und die Anleitung genauestens studiert hatte, verschob ich jedoch die Anwendung auf den Herbst. Die Haut sollte sich nämlich in großen Stücken ablösen und die darunter liegende, „neue“ Hautschicht sei (logisch!) ein wenig empfindlich. Das war definitiv nichts für Tage, an denen ich barfuß durch den Garten laufen oder etwas offenere Schuhe tragen wollte. Außerdem sollte sich der Ablöseprozess über ein bis zwei Wochen hinziehen.
Dann war der Herbst gekommen und am Samstag, dem 12. November, startete ich das Experiment.
Söckchen auspacken, Schere bereitlegen, normale Socken in Griffweite, Füße waschen, ein letzter Blick in die Anleitung – ich fühlte mich gut vorbereitet.
Die mit dem Zaubergel gefüllten Plastiksöckchen werden am oberen Rand aufgeschnitten. Sogleich kommt man in den Genuss des stechenden Geruchs, den das Gel verbreitet. Das riecht ganz und gar nicht gesund. Am oberen Rand in den Socken befindet sich ein kleiner Klebestreifen, mit dem man sie nach dem Überziehen verschließen soll. Und das funktioniert definitiv nicht! Da sich der Klebestreifen innen befindet, kommt er unweigerlich mit dem Gel in Berührung. Auf der Klebeseite sollte sich zwar kein Gel befinden, aber man hat es spätestens nach dem Abziehen an den Fingern. Fazit: Der Streifen klebt nicht mehr. Nun saß ich auf dem Badewannenrand und konnte das Söckchen nicht verschließen. Mit äußerster Vorsicht humpelte ich in mein zum Glück direkt gegenüberliegendes Büro und holte die Tesafilmrolle. Nun konnte ich den Socken rundherum mit fünf bis sechs breiten Klebestreifen recht sicher verschließen. Selbst wenn der beiliegende Streifen geklebt hätte, wäre ich damit nicht ausgekommen, denn ich musste auch das Plastik um die Ferse herum falten.
Mit Socke Nummer Zwei war ich dann im Nu fertig. Dann zog ich die normalen, dicken Socken über und musste nun eine Stunde Wartezeit verbringen. Da ich nicht so lange im Badezimmer versauern wollte, bedeutete das den Weg die Treppe hinunter ins Wohnzimmer. Das Gehgefühl ist in den glitschigen Dingern nicht das beste, und ich hoffte, dass die Socken nicht aufplatzen würden. Zur doppelten Sicherheit zog ich noch ein weiteres dickes Sockenpaar über.
Schließlich hatte ich den Weg aufs Sofa geschafft. Wenige Minuten fing es an einem Fußzeh heftig an zu brennen. Da wusste ich, dass ich eine winzige Verletzung übersehen haben musste. Darauf sollte man unbedingt achten. Ich ignorierte das Brennen, dachte mir, der Zeh wird es aushalten und irgendwann war die einstündige Wartezeit vorbei.
Nach dem Ausziehen sämtlicher Socken und dem warmen Fußbad schaute ich meine Füße enttäuscht an. So ein klitzekleines Ergebnis hatte ich schon jetzt erwartet, aber sie waren völlig unverändert. Gut, dann musste ich einfach abwarten.
In den folgenden vier Tagen tat sich nichts, und ich stellte schon die Vermutung an, das Mittel wirke vielleicht nicht wie angepriesen oder meine Fußhäute seinen dagegen resistent.
Am fünften Tag entdeckte ich morgens an der Ferse und später auch an anderen Stellen einen hellen Hautbereich, ähnlich wie bei einer Blase. Aha, da schien sich die Haut lösen zu wollen. Im Laufe des Tages hatte ich ein merkwürdiges Gefühl zwischen den Zehen, so als ob sich dort ein Fremdkörper befände. Am Abend entdeckte ich, dass sich die obere Hautschicht an vielen Stellen löste. Ich weichte meine Füße eine Weile in warmem Wasser ein, um den Prozess zu beschleunigen. Dies wird übrigens auch empfohlen und ich hätte es vielleicht schon früher tun sollen.
Ungefähr zwei Tage dauerte dieser „große“ Häutungsprozess. Ich hatte ein wenig Angst, die Haut könne sich auch von der Fußoberseite lösen, doch das Mittel greift tatsächlich nur die verdickten Hautschichten an.
Nach einer Woche waren die Füße insgesamt schon viel weicher geworden, lediglich an den Fersen waren die Risse in der Hornhaut immer noch sichtbar. Nach und nach verbesserte sich in der folgenden Woche auch dieser Zustand, und den allerletzten Rest entfernte ich nach zwei Wochen mechanisch mit dem Hobel.
Jetzt bleibt abzuwarten, von welcher Dauer dieser Erfolg ist, denn dies ist keine Methode, die ich alle paar Wochen anwenden möchte.

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