Juli 2010

Freitag, 2. Juli 2010

Hannover, Expo-Park, 33 °C

Sommerhitze ist über uns hereingebrochen. Und was macht man am besten bei Temperaturen über 30 Grad Celsius? Klar, Schlafzimmermöbel beim Schweden kaufen!
Ich gebe zu, es war nicht ganz das ideale Wetter dafür (hüstel), aber der Teppichboden lag im Baumarkt bereit, und da wir für den Transport einen Anhänger brauchten, konnten wir die Gelegenheit doch gleich nutzen und auch noch den „Rest“ einkaufen. Ein paar Tage zuvor waren wir im blau-gelben Möbelhaus gewesen, weil wir uns die Schranktüren noch einmal anschauen wollten. So leer habe ich den Laden noch nie erlebt! Dank Ferienzeit und Sommerwetter haben die Leute wohl anderes im Sinn als Möbel kaufen – ein Glück für uns!
Die Planung hatte ich bereits zu Hause am PC gemacht. Man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass die hochgeladene Datei auch dort abgerufen werden kann. Die Mitarbeiterin teilte uns jedenfalls mit, sie komme da nicht ran. Da ich das Ganze sowieso in ausgedruckter Form mitgenommen hatte, spielte das keine Rolle (hätte mich aber schon mal interessiert, warum das nicht ging). Nach Ergänzung von Matratzen und Lattenrost erhielten wir fünf Minuten später unsere Einkaufslisten. Oha, den Großteil mussten wir tatsächlich eigenhändig aus den Selbstbedienungsregalen holen. Das war bei unseren Küchenmöbeln anders gewesen, soweit ich mich erinnere, bekamen wir damals fast alles an der Warenausgabe.
Normalerweise ist es eine einfache Sache, die Kartons dank ausgedruckter Regalnummer zu finden und einzusammeln. Bei diesen sommerlichen Temperaturen allerdings tropft spätestens nach dem Anheben des zweiten Pakets der Schweiß von der Stirn. Aber was soll’s, wenn man einmal geschwitzt hat, ist es auch egal.
Mit zwei Wagen ging es schließlich zur Kasse und danach zur Warenausgabe. Nach einer guten halben Stunde Wartezeit durften wir noch einmal zwei Wagen in Empfang nehmen. Es ließ sich aber trotzdem ganz gut managen, denn zum Aufzug in die Tiefgarage waren es nur wenige Schritte.
Und mit diesem Fuhrpark landeten wir dort unten:

Damit wir nicht mit diesen vier Wagen über die halbe Parkebene rollen mussten, holte der Mann Auto mit Anhänger und parkte kurzerhand auf der Fahrbahn, die aber breit genug ist, sodass man kein Hindernis darstellt. Es wäre ja schön gewesen, wenn man in der Ladezone nicht nur an Pkws gedacht hätte!
Dann landeten die großen Teile auf dem Anhänger, die kleinen im Auto, und schon war es geschafft. Leider habe ich kein Foto vom beladenen Gefährt gemacht. Man wird es sich vorstellen können.
Zu Hause entschieden wir uns, die Pakete nicht in den Keller zu schleppen, wie ursprünglich gedacht, sondern sie unters Carport zu stellen und so schnell wie möglich mit dem Aufbau zu beginnen. Davor musste ich noch eine Aufgabe erledigen, auf die ich mich schon sehr freute.

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Samstag, 3. Juli 2010

Ausgeflogen

Überraschend flott sind die Amselkinder aus ihrem Nest ausgeflogen. Noch vor zwei Tagen wurden sie fleißig gefüttert, besonders mit den leckeren, gerade reif gewordenen Beeren der Felsenbirne. Dann hüpften die ersten Amselchen auf dem Holzstapel neben dem Nest herum, und eines konnte ich beobachten, als es durch den Spalt zwischen Wand und Dach in den Garten verschwand. Ich hörte dann nur noch ein Rascheln im Beet, sehen konnte ich nichts mehr. Mit den Katzen gab es glücklicherweise keine Probleme, die lagen bei der Hitze auch nur platt in der Gegend herum und hatten keine Lust zum Jagen.

Die beiden oberen Fotos sind ungefähr fünf Tage alt, bei den unteren handelt es sich um die letzten Aufnahmen, die ich auf die Schnelle (und daher leider nur unscharf) erhaschen konnte:

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Hemmingen, Teppichbodenhölle, 35 °C

Meine heutige Aufgabe: Teppichboden verlegen
Grundsätzlich hatte ich keine Bedenken, dies nicht zu schaffen, schließlich hatte ich vor neun Jahren auch das riesige Teppichbodenmonster im Wohnzimmer ganz alleine bezwungen.
Vorsichtshalber holte ich mir noch eine kurze Auffrischung im Internet. Per Zufall entdeckte ich Videos vom Meisterschmidt (der auch noch so nett hessisch schwätzt) und fühlte mich dann recht gut vorbereitet.
„Ich geh mal in die Teppichbodenhölle“, so verabschiedete ich mich vom Mann, der schon mal vorm Ventilator sitzend ein paar Schubladen zusammenbaute.
Meine Angstecke beim Zuschneiden war die Stelle neben der Tür. Der Türbereich ragt nämlich ungefähr einen Meter ins Zimmer hinein, dort muss der Teppichboden also kürzer sein als an der restlichen Wand. Beim letzten Mal hatte das Schneiden nicht ganz hingehauen, sodass nachher in der hinteren Zimmerecke ein Stückchen fehlte. Das war nicht so dramatisch, denn dort kam der Schrank hin. Noch einmal sollte mir das aber nicht passieren. Ich rief mir die Eckenschneideanleitung des Meisters ins Gedächtnis, überlegte noch dreimal und tatsächlich klappte es dieses Mal ohne Verluste. Ich konnte lediglich über dramatische Wasserverluste klagen, denn der Schweiß tropfte unerbittlich.

Beim Kleben ignorierte ich allerdings die Warnungen des Handwerkermeisters, man solle auf keinen Fall die äußeren Ränder mit Klebeband fixieren. Nun ja, Recht hat er schon, wenn er nur von den Rändern spricht. Die Klebebandgeschichte funktioniert aber dann, wenn man mehrere Bahnen längs und quer klebt. So habe ich das dann auch gemacht, zuerst die eine Hälfte zurückgeklappt, Bahnen geklebt und anschließend den Teppichboden von der Mitte aus schön fest zu den Rändern hin angedrückt. Dasselbe dann mit der anderen Hälfte, und schon war es geschafft. Ich allerdings auch, denn die Hitze machte mir Kopfschmerzen.

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Freitag, 9. Juli 2010

Doofer Elko C2

Vor vier Monaten fiel unser SAT-Receiver aus und wie sich herausstellte, war ein defekter Elektrolytkondensator schuld daran.
Gestern bemerkte ich zwar so nebenbei ein etwas lauteres Lüftergeräusch, aber die Anzeige sah (von weitem) normal aus. Erst beim Versuch, das Gerät einzuschalten, stellte ich fest, dass es sich nicht mehr einschalten ließ. Und Datum und Uhrzeit stimmten auch nicht mehr. So ein Ärger! Wir schlossen schnell den Ersatzreceiver aus dem Keller an, so konnte ich wenigstens meine Vorabendserie gucken. Aber aufnehmen konnte ich nichts und ich glaubte wieder einmal, alle noch vorhanden Aufnahmen verloren zu haben.
Der Mann schraubte das Gerät auf und identifizierte gleich den erneut aufgeblähten Elko als Schuldigen. Also fuhr er heute zum Elektronikladen und kaufte gleich zwei (!) dieser Teile für insgesamt 2 Euro und ein bisschen. Wenn man bedenkt, dass so manche Leute mit Einschicken des Geräts 80 bis 100 Euro für eine Reparatur gezahlt haben, ist das doch ein Schnäppchenpreis. Nun gut, man muss auch ein Lötgerät zum Aus- und wieder Einlöten besitzen und wissen, wie man so etwas macht. Aber der Mann des Hauses ist ja vom Fach, auch wenn diese praktischen Tätigkeiten schon lange zurückliegen.
Jetzt haben wir also einen Ersatz-Elko im Haus und zusätzlich wird das Gerät am Netzschalter komplett ausgeschaltet. Normalerweise lassen wir keine Geräte auf Bereitschaft stehen, aber mir war gar nicht bewusst, dass der Receiver einen solchen Schalter an der Rückseite besitzt. Der Nachteil ist allerdings, dass man dran denken muss, das Gerät nicht auszuschalten, wenn man etwas programmiert hat, aber das sollte schon klappen.

Nachtrag 17.07.:
Natürlich war das Gerät am Samstagvormittag ordentlich ausgeschaltet und hat deswegen die programmierte Aufnahme verschlafen. Wahrscheinlich muss ich mir jetzt Zettelchen schreiben, damit ich daran erinnert werde.

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Samstag, 10. Juli 2010

Heute: 36,4 °C

Die Arbeitswoche verlief trotz der Hitze beim mir noch einigermaßen erträglich. Das liegt daran, dass wir in unserem Altbau-Erdgeschoss am Vormittag Schatten haben und es sich erst nach dem Mittag leicht aufheizt.
Auch gestern, als wir beim Möbelschweden noch die Ergänzung fürs Schlafzimmer (zwei Kommmoden, Spiegel und Schrankbeleuchtung) holten, ließ es sich noch aushalten.
Heute jedoch war es definitiv zu warm, um sich nach draußen zu begeben. Ich habe Gardinen gebügelt – im Keller, dort war es richtig schön kühl. Immerhin habe ich es dann noch geschafft, mit dem Staubsauger das Erdgeschoss zu reinigen. Dank des laufenden Ventilators war es nicht ganz so schlimm.
Das Thermometer zeigte heute als Rekordtemperatur 36,4 °C an, und selbst am Abend wollte es nicht so recht kühl werden.

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Donnerstag, 15. Juli 2010

Abgebrannt

Carola (im Internet auch als Melody bekannt) und ihre Familie brauchen dringend Hilfe, denn ihre Wohnung ist vor knapp einer Woche komplett ausgebrannt. Man stelle sich nur einmal vor: So gut wie alles, was man besessen hat, ist weg oder unbrauchbar geworden.
Also, wer helfen möchte, findet mehr Infos auf der Seite
http://www.abgebrannt-wir-helfen.de

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Samstag, 17. Juli 2010

Fisch im Ganzen

Gestern, am Freitag, gab es keinen Fisch, aber heute kam dieser auf den Grill:

Eine Lachsforelle von 800 g, eigenhändig gefangen von einem Arbeitskollegen des Mannes. Den Fisch haben wir bereits fix und fertig ausgenommen bekommen, und so war er schnell zubereitet. Ins Innere kamen Gewürz und Kräutermischung, dann verpackte ich ihn in Alufolie und er landete auf dem Grill. Zusammen mit Senf-Honig-Dill-Soße und Kartoffeln war das sehr, sehr lecker!

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Freitag, 23. Juli 2010

Die verschwundene Leineinsel

Kürzlich haben wir uns die Dokumentation „Puppenjungs – Der Fall Haarmann“ angesehen, die ich Anfang des Jahres aufgenommen hatte.
An einer Stelle des Films mit der Schilderung der Wohnsituation des Serienmörders, wurde ich hellhörig: Es handelte sich um eine Insel in der Leine in Hannovers Altstadt.

Hier ein Zitat aus der Dokumentation:

Haarmann ist ein Bewohner von Hannovers Altstadt – dort, wo ein Seitenarm des Leineflusses eine Lagune bildet. Diese verrufene Gegend wird auch die „Insel“ genannt. Sie ist das Elendsviertel von Hannover. Die Häuser dicht an dicht, wenig Tageslicht fällt in die dunklen Gassen. Die Treppenhäuser waren zum Teil eng und dunkel, weil es keine Fenster in den Treppenhäusern gab. Die Wohnungen feucht und dreckig, bis zu acht Familien teilen sich eine Toilette. Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und bitterste Armut bestimmen hier den Alltag. Die hohe Wohndichte und mangelnde Hygiene führen zu einer Ungezieferplage. Ratten, Wanzen und Läuse übertragen Krankheiten wie Tuberkulose und Typhus. Die Altstadt – Brutstätte krimineller Energie, ein Schmelztiegel der verkommensten menschlichen Gelüste und Triebe.

Ich lebe nun seit mehr als zehn Jahren in Hannover, und auf diversen Spaziergängen in der Stadt und allem, was ich davor und danach gelesen habe, ist mir eine Insel in der Leine nie begegnet.
Ich machte mich auf die Suche im Internet und fand zunächst einmal recht wenig darüber. Es bedurfte schon einiger Suche, aber als ich vor allem in diesem Forum fündig wurde, wusste ich mehr:
Südwestlich des Leineschlosses und des Hohen Ufers gab es tatsächlich eine Insel im Fluss. Sie war entstanden durch einen Seitenarm der Leine, den Mühlenarm, entstanden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den 1950er-Jahren, wurde der Mühlenarm zugeschüttet, damit an dieser Stelle der mehrspurige Cityring gebaut werden konnte.

02.04.2014
Gerade entdeckt: ein Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia: Leineinsel Klein-Venedig

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Samstag, 24. Juli 2010

Überdehnt

Gestern Abend wollte ich kurz vor dem Einschlafen nur mal schnell das Betttuch an einer Seite richten. Ich ging also mit den Fingern der linken Hand zwischen Matzratze und Bettrahmen – da rutschte ich ab und der Finger knickte um. Es schmerzte es kurz, aber nicht besonders heftig. Doch nun ist der Mittelfinger etwas gekrümmt. Was war das nun? Verstauchung, Zerrung, …? Aufgrund des Aussehens tippte ich dann ganz richtig auf eine Sehnenüberdehnung.
Und was finde ich da im Internet? Es handele sich um eine typische Hausfrauenverletzung …

Bei Sehnen, die durch Verschleiß vorgeschädigt sind, reichen manchmal schon heftige Fingerbewegungen, um einen Riss (Sehnenruptur) oder einen Ausriss von kleinen Knochenstücken (knöcherner Sehnenausriss) zu provozieren. Betroffen ist dabei häufig die Strecksehne des Fingerendglieds, etwa im Rahmen einer typischen Hausfrauenverletzung, die beim Einstopfen des Betttuchs zwischen Matratze und Bettrahmen entsteht.
Sehnenrisse am Fingerendglied heilen üblicherweise gut unter alleiniger konservativer Therapie mit mehrwöchiger Schienung in Streckstellung.
(Quelle: www.gesundheit-heute.de)

Ich habe den Finger jetzt erst einmal konservativ bandagiert und spüre schon eine deutliche Verbesserung. Aber mehrere Wochen soll das so bleiben? Mal abwarten, ob das nicht schneller heilt.

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Gestern, nach dem Regen

Nachdem uns gestern Abend ein kurzes Regengebiet überquert hatte, zeigten sich wenige Zeit danach diese schöne Farben am Himmel:

Leider hatte ich von unserem Haus aus nicht den optimalen Blick auf diesen Sonnenuntergang. Nachbarshäuser und Bäume sind leider im Weg. Bei solchen Anlässen sprintet der ambitionierte Fotograf sicherlich in sein Auto und eilt zum idealen Aussichtspunkt. So weit ist es bei mir noch nicht 🙂

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Mittwoch, 28. Juli 2010

Ich könnte ja mal behaupten, dass …

… ich an meinem Geburtstag immer Ferien hatte. Und das war auch bestimmt so, jedenfalls solange ich selbst zur Schule ging.
… an meinem Geburtstag immer gutes Wetter war, schließlich kann man das für Ende Juli erwarten.
Bei der zweiten Behauptung bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ich meine, es hätte in den letzten Jahren einen 28.07. gegeben, an dem es zumindest trüb und grau war.
Heute Vormittag schüttete es jedoch aus riesengroßen Kübeln. So eine Unverschämtheit! Ich wäre ja gern nach Hamburg gefahren, doch auch dort war Regen angesagt. Wir hatten uns schon vorher als Alternative einen Ausflug nach Bremerhaven überlegt, denn dort könnten wir in den so genannten Havenwelten zum Beispiel das Klimahaus oder das Schifffahrtsmuseum besuchen.

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Donnerstag, 29. Juli 2010

Bremerhaven

Das Regengebiet war bis zum Mittag nach Osten gezogen und auf der Autobahn wurde es schon vor Bremen trocken und zunehmend sonniger.
In Bremerhaven hielten wir uns dann tatsächlich nur draußen auf, weil es dermaßen warm und sonnig geworden war, dass wir keine Lust auf einen Museumsbesuch hatten.

Ich hatte wieder einmal nicht mit der intensiven Sonne gerechnet, schließlich waren wir nur auf einigermaßen trockenes und trübes Wetter eingestellt gewesen. Am Abend hatte sich mein Gesicht rosa verfärbt und ich litt auch etwas unter Kopfschmerzen, weil ich vermutlich zu wenig getrunken hatte.
Trotzdem war es ein schöner Tag am Wasser gewesen, mit Blick auf viele Schiffe von unten und von der ungefähr 90 Meter hohen Aussichtsplattform von ganz oben.

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Vorgartenbank

Und nun endlich die Fotos von meinem größten Geburtstagsgeschenk:

Den ersten Regenguss hat die Bank schon überstanden, aber wie man an dem Schild sieht, ist sie dafür präpariert, denn sie kommt aus England.
Vorläufig steht sie vor dem Holzlager, aber wenn das Apfelbäumchen umgepflanzt ist, wird sie ihren neuen Platz am Zaun erhalten. Trotzdem sitze ich schon sehr gut auf der Bank und der schon recht gut gewachsene Kastanienbaum spendet auch ein wenig Schatten.
Für die oberen Fotos habe ich die Bank nur mal auf die Schnelle unter den Baum gehievt, auf den unteren steht sie am Übergangsplatz. Und wie man sieht, gibt es auch schöne Armlehnen mit praktischen Getränkeabstellplätzen!

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