Juni 2009

Dienstag, 2. Juni 2009

Pfingsten 2009

Auch dieses Jahr war Pfingsten, wollte ich hier nur einmal festhalten. Es war sehr warm und sonnig. Da sich aber außer ein bisschen Werkeln im Garten nichts ereignet hat, gibt es auch nicht mehr zu berichten.

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Mittwoch, 3. Juni 2009

Über Bestellungen und Lieferungen

Im Grunde bestelle ich gerne übers Internet, denn es macht mir keinen Spaß, stundenlang durch Geschäfte zu laufen. So kann ich bequem am PC suchen und schauen und lasse es mir dann zuschicken. Besonders gern lasse ich mir die Lieferungen an meine Packstationsadresse schicken, denn dort kommen sie an, egal, wo ich mich gerade befinde. Es nützt mir schließlich nichts, wenn ein Paket zu mir nach Hause geliefert wird, ich aber bei der Arbeit bin. Wenn es nicht anders geht, lasse ich mir etwas an den Arbeitsplatz schicken, aber ich will auch nicht die Kollegen unnötig mit meinem privaten Zeug belästigen, denn es muss ja entgegengenommen werden und man muss mich anrufen. Die Packstation ist da schon etwas Feines, sofern der Versender angibt, dass er mit DHL verschickt (aber nicht einmal auf diese Angaben kann man sich immer verlassen). Und manche versenden ungehemmt an eine Packstationsadresse, ohne jedoch die Höchstmaße eines Pakets zu berücksichtigen. Ich bin wenig begeistert, wenn ich lese, dass ich mein Paket in der Postfiliale abholen soll, aber bitteschön frühestens am nächsten Tag. Noch weniger erfreut bin ich, wenn der Absender dreimal so viel Luft wie Inhalt verpackt hat und die Lieferung in einem passenden Karton ohne weiteres in den Automaten gepasst hätte.
Nun musste ich kürzlich bei zwei Läden feststellen, dass sie gar nicht mehr an eine Packstation versenden. Hmpf. Wie blöd. Beim einen steht dies sogar ausdrücklich drin. Man sei mit diesem Service nicht zufrieden gewesen, da die Lieferungen an Postfilialen umgeleitet würden, wenn die Fächer belegt sind (tja, Pech, DAS kann eben passieren) oder das Paket zu groß sei (kein Pech, da seid ihr selber schuld!).
Weil es jetzt nichts Wichtiges und Dringendes war, das ich bestellen wollte, verzichte ich eben darauf, dort zu kaufen. Man müsste sich wirklich einmal etwas einfallen lassen, dass berufstätige Leute ohne größere Umstände sich etwas schicken lassen können. Einzellösungen zum Beispiel mit Paketshops gibt es ja hier und da, aber so eine Annahmestelle für alles wäre doch nicht schlecht. Ob es Bedarf dafür gäbe? Vielleicht sollte ich so einen Laden aufmachen?

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Donnerstag, 4. Juni 2009

Espresso-Krokant-Eis

Das Eis vom vorletzten Sonntag hat mir so gut geschmeckt, dass ich es unbedingt „nachbauen“ musste. Leider gibt es diese Sorte nicht im Einzelhandel, sie wird nur für die Gastronomie hergestellt.
Ich suchte mir also ein passendes Rezept für ein Kaffeeeis und wandelte es ab. Ich verwendete echten, gekochten Espresso und kein Kaffeepulver, außerdem natürlich Krokant. Leider habe ich den Krokant zu früh unter die noch nicht ganz abgekühlte Masse gemischt. Beim ersten Umrühren nach einer Stunde Kühlzeit fand ich keine Krokantstückchen mehr: Sie hatten sich komplett aufgelöst. Also kühlte ich zunächst weiter, rührte mangels Eismaschine im stündlichen Abstand und fügte erst gegen Ende eine weitere Portion Krokant hinzu.
Das Ergebnis konnte sich sehen – und vor allem essen – lassen. Das Eis war natürlich nicht so cremig wie ein professionell hergestelltes, aber für ein handgerührtes war es gut gelungen. Kurz hatte ich sogar über die Anschaffung eines kleinen, nicht so teuren Eismaschinchens nachgedacht, aber den Gedanken schnell wieder verworfen. Wir essen nicht so häufig Eis, dass es sich lohnen würde.
Hier ist das Rezept: Espresso-Krokant-Eis

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Freitag, 5. Juni 2009

Haarspray enttraumatisiert

Bis vor kurzem litt ich an einem Haarspraytrauma. Nie im Leben hätte ich mir so etwas freiwillig in die Haare gesprüht, waren doch meine Erinnerungen daran nicht die allerbesten.
Bei dem Begriff Haarspray und dem typischen chemischen Geruch kommen mir unwillkürlich Kindheitserinnerungen in den Sinn. Wenn wir damals zu einem Besuch bei Oma und Opa im Auto saßen, mischten sich fatalerweise der Geruche vom Haarspray meiner Mutter und die Benzinausdünstungen des Autos zu einem Übelkeit hervorrufenden Mix. Gepaart mit der Schaukelei im Fahrzeug begann mein Mageninhalt zu rebellieren und mindestens ein Mal bei jeder Fahrt musste irgendwann schnellstmöglich das Auto am Straßenrand gestoppt werden, damit das Kindlein sich übergeben konnte. Die Empfindlichkeit ließ zwar mit zunehmendem Alter nach und man konnte mich später gefahrlos im Auto mitnehmen. Jedoch glaube ich, selbst heute noch würde diese Duftkombination eine leichte Übelkeit bei mir auslösen.
Später kam ich selbst mit Haarspray hin und wieder bei Friseurbesuchen in Berührung. Zum Glück waren aber in den achtziger Jahren Dauerwellen angesagt, sodass man nicht allzu oft zu dem mir verhassten Spray griff. Doch ich erinnere mich an einige Male, an denen ich umgehend zu Hause den Kopf unter den Wasserhahn hielt, um das klebrige Zeug zu entfernen.
Ich mag lieber den natürlichen Look, also keine Schaumfestiger, Sprays oder Gels. Doch vor einiger Zeit dachte ich, in manchen Situationen, wenn das Haar nicht mehr so ganz frisch ist, könnte ein wenig Halt hilfreich sein. Also machte ich mich mutig auf die Suche nach einem sanft festigenden Spray. Es war gar nicht so einfach, auf fast allen Produkten im Regal stand „stark“, „extra stark“ oder „ultra strong“. Ganz weit unten entdeckte ich schließlich das Passende. Als es dann soweit war – Haare nicht mehr ganz frisch, aber Waschen auch noch nicht notwendig – griff ich zur Dose und sprühte. Überraschung: Es roch sehr, sehr angenehm und erinnert kein bisschen an die Chemie von früher! Ich weiß nicht, ob es genau an diesem Spray liegt und ob nicht so manch andere für den starken Halt auch stärker stinken – doch mein Trauma von früher hat sich gelegt und ich denke nicht automatisch bei dem Wort „Haarspray“ an eine Reizung des Brechzentrums.

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Montag, 8. Juni 2009

Gebückt

Heute im Supermarkt: Ich gehe entspannt am Käseregal entlang und überlege, ob ich außer dem Schafskäse noch etwas Emmentaler mitnehmen soll, da fällt mein Blick auf eine weibliche Person auf der gegenüberliegenden Seite. Sie hat sich gebückt, um etwas aus dem unteren Regalbereich zu holen und enthüllt dabei ihr Hinterteil. Aus einer beigefarbenen Hüfthose prangt breit und deutlich der obere Teil eines schwarzen Stringtangas.
Man muss sich das in etwa wie in diesem Artikel vorstellen, allerdings ohne das Arschgeweih. Ich war etwas erschrocken ob dieses Anblicks und fragte mich, welchen Sinn es hat, sich so zu kleiden, dass bei einer normalen Bewegung alles freigelegt wird. Bevor ich um die Regalecke bog, schaute ich mich noch einmal unauffällig um. Die Dame hatte sich nun wieder aufgerichtet und sah ganz unspektakulär aus. Nicht mehr ganz jung, eher Mitte dreißig, beigefarbene Stoffhose, schwarze Bluse, kinnlanges, blondes Haar … Ich hätte sie mir problemlos als Vertriebsmitarbeiterin, Produktmanagerin, Bankangestellte oder Chefsekretärin vorstellen können – wenn ich nicht vorher diese Rückansicht gesehen hätte.
Ob Geschmackssache oder „soll sich doch jeder anziehen, wie er will“ – diese so genannten „Walflossen“ sollen schon seit geraumer Zeit aus der Mode gekommen sein, glaubt man diversen Zeitungsartikeln zu dem Thema.

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Mittwoch, 10. Juni 2009

Geschrottet

Manchmal kann es hilfreich sein, wenn man die Bedienungsanleitung eines Gerätes liest, auch wenn es gar nicht notwendig zu sein scheint. Vielleicht hätte ich dann nicht am Samstagabend unsere Kaffeemühle teilgeschrottet.
Es kommt wohl selten vor, aber es kommt vor, dass sich unter Kaffeebohnen ein Steinchen versteckt. Nun ist die Mühle schon so schlau gebaut und meldet sich mit einem Rattergeräusch, wenn ein Stein ins Mahlwerk geraten ist. Dann muss man allerdings so schnell es nur geht den Stecker ziehen. Was ich aber nicht tat, weil ich ja die Anleitung nicht gelesen hatte.
Der Mann ist nun zum Glück befähigt, Geräte aller Art zu reparieren wie zum Beispiel nicht mehr heizende Wäschetrockner oder Brotbackautomaten. Also nahm er das Maschinchen auseinander und konnte auch den blockierenden Stein entfernen. Nach dem Zusammenbau lief das Mahlwerk wieder. Nach Einfüllen der Bohnen lief das Mahlwerk nicht mehr. Erneutes Auseinanderbauen brachte die Erkenntnis: In einem der Zahnräder liegen Kügelchen, die das Mahlwerk sozusagen „mitnehmen“. Diese waren allerdings durch das zu lange andauernde Blockieren plattgedrückt worden.

„Oh je“, denkt sich die Frau, „was habe ich da nur wieder angerichtet und wie kann ich es wiedergutmachen? – Hm, ich schaue mal im Internet auf der Seite des Herstellers …“ Immerhin handelt es sich bei der Mühle um ein Qualitätsprodukt aus der Schweiz und da erwartete ich schon etwas mehr als bei einem 9,99 Euro-Teil vom Discounter.
Und siehe da, unter „Kundendienst“ las ich hoffnungsvoll „Service und Ersatzteilverkauf“. Das klang doch schon mal gut. Ich machte schnell ein Foto von dem defekten Zahnrad und schickte sogleich eine E-Mail mit der Anfrage, ob es dies als Ersatzteil gäbe und zu welchem Preis. E-Mail fand ich in diesem Falle allemal besser als anrufen, denn so brauchte ich das Teil nicht umständlich zu beschreiben.
Die E-Mail ging also am Montagabend raus und heute Morgen rief mich ein Mitarbeiter der Firma an. Ja, das Teil gäbe es, allerdings nicht einzeln, sondern nur komplett, also mit Führung und so weiter. Außerdem gäbe es das nur als zweite Wahl, neu überhaupt nicht. Inklusive Versand koste es 9,90 Euro. Zweite Wahl hin oder her, für den Preis nehmen wir es, entschied ich. Denn bevor ich erneut in eine neue Mühle investiere (unser Modell kostet zurzeit 75 Euro), kann man es für einen Zehner noch einmal mit einem Ersatzteil probieren. Jetzt warte ich gespannt auf die Lieferung und die Reparatur.

Nachtrag 15.05.2009:
Heute ist das Ersatzteil angekommen, es ist eingebaut und die Mühle mahlt nun genauso wunderbar wie zuvor.

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Freitag, 12. Juni 2009

Erddose oder Landbüchse?

Die Automobilhersteller müssen bei der Erfindung von Modellnamen sehr erfinderisch und kreativ sein. Gut klingen soll der Name und nicht zu schwierig auszusprechen. Beim Qashqai ist dies nicht so gut gelungen, denn auch wenn es die Werbung vorplappert, befürchte ich, es sprechen bestimmt viele von diesem – ähm – Kwatschkwai oder so ähnlich. Und selbst wenn man die Aussprache drauf hat, wie um Himmels willen schreibt man das dann?
Auch der Bora, der jetzt wieder Jetta heißt, war kein gut ausgewählter Name. Ich habe jedenfalls immer „Bohrer“ gehört.
Vor der Namensgebung sollte man auch unbedingt die Bedeutung in anderssprachigen Ländern recherchieren. Schlechte Beispiele gibt es auch da: MR2 klingt für die Franzosen so ähnlich wie „merde“, und das für unsere Ohren so rassig klingende „Pajero“ ist im Spanischen ein böses Schimpfwort.
Heute Morgen begegnete ich einer mir bisher unbekannten Geländewagenmarke. „Terracan“ stand dort auf der Rückseite. Was haben sich die Erfinder bloß dabei gedacht, ein Auto „Erddose“, wahlweise auch „Landbüchse“ zu nennen. Erde oder Land können auf Wunsch auch mit „Becher“, „Kanister“, „Kanne“ oder „Tonne“ kombiniert werden, was aber auch irgendwie nach „Blechschüssel“ klingt.
Einen Zeitungsartikel zu diesem Thema habe ich auch noch gefunden: Vom Swift bis zum Pinto – dämliche Autonamen

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Sonntag, 14. Juni 2009

Einer fehlt

Rico
12.08.2007 – 10.06.2009

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Dienstag, 30. Juni 2009

Ohne Worte

Nachdem wir uns erst tagelang Sorgen um den verschwundenen Kater gemacht hatten und ihn dann am 14.06.2009 fanden, war mir nicht danach, darüber zu schreiben und auch nicht zu sprechen. Deshalb gab es hier lange Zeit nichts zu lesen.
Nun schließe ich diesen traurigen Monat ab und kehre in die Normalität zurück.

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