Mai 2009

Samstag, 2. Mai 2009

Tim kocht wieder

Also im Fernsehen, meine ich. Zufälligerweise schaute ich heute Nachmittag in die Fernsehzeitung und entdeckte, dass fünf Minuten später die Kochsendung Tim Mälzer kocht beginnt. Da musste ich doch einen Blick hineinwerfen, obwohl mein Bedürfnis, kochende Menschen im Fernsehen anzuschauen, längst nicht mehr so stark ist wie zu der Zeit, als es nur ganz wenige Kochsendungen gab. Aber das ist ja auch verständlich, wenn man immer und überall mit etwas überschüttet wird, ist man irgendwann übersättigt. Früher, da habe ich das Programm nach Sendungen dieser Art durchforstet und beinahe alles mitgenommen, was es zu sehen gab.
Wie dem auch sei, der Tim hat mir zu Anfangszeiten von „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ sehr gut gefallen und ich wollte mir auf jeden Fall anschauen, wie er heute kocht. Und tatsächlich, dieses Mal war es ganz anders, keine Koch-Schau mit Gästen, Assistenten oder was auch immer, sondern ein Koch, der ganz allein in seiner Küche steht, Essen zubereitet, die Zubereitung erläutert und Tipps gibt. Das ist im Vergleich zu manch anderen „Veranstaltungen“ zum Thema Kochen sehr angenehm anzuschauen und wenn ich daran denke, werde ich hin und wieder reinschauen. Falls man die Sendung verpasst, kann man sie sich übrigens auch noch eine Woche lang im Internet anschauen.

Montag, 4. Mai 2009

Irgendwas ist ja immer

Wie praktisch, wenn man gerade Urlaub hat, wenn die Katze krank wird. Heute Morgen kam Moni die Treppe herunter und hinterließ Blutstropfen. Ich tippte auf blutigen Urin, rief beim Tierarzt an und fragte, ob ich gleich vorbeikommen könne. Ich konnte. Dort angekommen, zeigte sich auch eine Blutpfütze in der Transportkiste, von der sofort eine Probe genommen wurde. Die Anzeichen deuteten auf eine akute Blasenentzündung hin, vermutlich keine Blasensteine, weil sie offensichtlich mit dem Ablassen von Urin kein Problem hatte. Sie bekam ein Antibiotikum per Spritze, dessen Wirkung 14 Tage lang anhält und uns die täglichen Tablettengaben erspart. Bei Moni ist das immer ein Drama, weil man sie leider auch nicht mit in Leberwurst verpackten Tabletten überzeugen kann. Da bin ich der Pharmaindustrie sehr dankbar, wenn so etwas nützliches Neues entwickelt wird. Außerdem wurde wieder einmal Blut abgenommen, was sowieso wieder fällig war, um die Entwicklung der Nierenerkrankung zu beobachten.
Zu Hause angekommen, fand ich zwar noch etwas Blut in der Transportkiste, aber die Katze hinterließ auf der Terrasse glücklicherweise keine Spuren mehr. Das blieb dann auch so und wir konnten wieder aufatmen.

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Mittwoch, 6. Mai 2009

Entwischt

Heute um zehn Uhr hatte ich mit Moni einen Tierarzttermin, weil ihr Zustand mit der Blasenentzündung kontrolliert werden sollte. Zum Glück schlief die Katze nachts drinnen und sofort nach dem Aufstehen verschloss ich die Katzenklappe in der Kellertür mit dem dazugehörigen Plastikteil. Dieses wird von oben in die seitlichen Schienen geschoben und verhindert so, dass die Klappe aufgeklappt werden kann.
Leider unterlief mir beim Verstauen der Katze in der Transportkiste ein Missgeschick. Ich hatte zwar die Verschlüsse der Tür richtig zugedreht, allerdings war die Tür anscheinend nicht richtig eingerastet. Mit einem kräftigen Schwung warf Moni nämlich ihren Körper dagegen und die Tür sprang auf. Sie raste in den Keller, aber das machte ja nichts, denn ich hatte schlauerweise die Klappe verschlossen. Ich hatte Moni unterschätzt. Sie trat so lange und so heftig gegen die Klappe, bis das dahinter eingeschobene Teil aus den Schienen sprang und die Klappe aufging. Als ich im Keller ankam, sah ich gerade noch Monis Hinterteil durch den Lichtschacht nach draußen verschwinden. Das war’s dann, wir durften den ganzen Tag nicht mehr damit rechnen, die Katze in erreichbarer Nähe zu sehen. Ich sagte den Tierarzttermin ab, was aber nicht so tragisch war, da sie keinen blutigen Urin mehr hatte und auch ansonsten keinen kranken Eindruck machte.

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Ein Schnäppchen für die Knie

Bis vor zwei Jahren gab es im benachbarten Pattensen einen Wal-Mart. Nachdem sich der US-Konzern wegen mangelnder Umsätze aus Deutschland zurückzog, blieb das Gebäude dort leer. Der neue Besitzer Metro konnte wohl kaum noch einen Real-Markt eröffnen, denn nur 8 Kilometer entfernt hier in Hemmingen gibt es bereits einen. Es fand sich bis vor kurzem auch kein anderer Interessent. Nun ist erst einmal befristet für ein Jahr eine Filiale von Joker-Outlet dort eingezogen.
Da wir Urlaub haben und sowieso zum benachbarten Fressnapf nach Pattensen fahren wollten, haben wir uns den Laden heute einmal angeschaut. In einer riesigen Halle gibt es ein bunt gemischtes Sortiment. Wir sahen heute Lebensmittel (hauptsächlich Gebäck und Süßigkeiten), Textilien, Haushaltswaren, Hygieneartikel, Büromaterial, Gartenmöbel und vieles mehr. Ich hatte in der Zeitung gelesen, dass alles von der Palette weg verkauft wird, aber dafür sah es doch sehr ordentlich aus. Lediglich die riesigen Kartons mit Schuhen haben mich etwas schockiert, vor allem war der Inhalt besonders gruselig. Sommerstiefel mit gelochtem Leder, wer braucht so etwas? Wir kauften nur ein paar Kleinigkeiten, und immerhin entdeckte ich weiße Leinenschuhe für 5 Euro, die ich prima als Hausschuhe tragen kann. Und außerdem dieses Käsebild (hier bereits bei uns zu Hause fotografiert):

Von weitem dachte ich, es handle sich um ein Bild und wollte nur nachschauen, ob der Bilderrahmen schön und brauchbar ist. Zum Glück war eines dieser Dinger umgedreht und so identifizierte ich es als ein geniales Knietablett:

Ach ja, es kostete übrigens nur 3 Euro! Normalerweise muss man für eine solche Unterlage mindestens 25 Euro hinlegen. Da wird sich mein Notebook aber freuen, wenn wir gemeinsam damit auf der Terrasse oder auf dem Sofa sitzen.

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Freitag, 8. Mai 2009

Alles im Lot, aber Geld los

Nachdem sich Frau Mohn am Donnerstagnachmittag ebenfalls rar gemacht hat, konnte ich heute erst mit ihr zum Tierarzt fahren. Wir waren zwar gute zehn Minuten vor Sprechstundenzeit dort, mussten aber trotzdem nicht warten. Der Tierärztin gelang es sogar, etwas Urin aus der Blase zu drücken und der war absolut klar und rein. Ich habe anstandslos eine Kopie des letzten Laborberichts bekommen, denn falls wir bei einem Notfall zu einem anderen Arzt oder in die Tierklinik fahren müssen, können wir schließlich nicht zwei Tage auf das Untersuchungsergebnis warten. Laut der letzten Untersuchung hat sich ein Nierenwert verbessert (juhu, das gute Futter wirkt!), der andere geringfügig verschlechtert. Dann gibt es noch zwei Werte die unter Umständen auf eine andere Erkrankung wie FIP hindeuten könnte, man muss es nur im Hinterkopf haben, falls sich Krankheitsanzeichen in dieser Richtung zeigen sollte. Ich befragte die Tierärztin dann noch zu ihrer Meinung zur Zahnsanierung, die ja der Ursprung des Ganzen war und weswegen überhaupt ein Blutbild gemacht wurde. Sie meinte, die Nierenerkrankung stelle zwar ein größeres Risiko bei der Narkose dar, aber man würde deswegen auch niedriger dosieren. Außerdem sei eine chronische Zahnfleischentzündung nicht gerade gesundheitsförderlich. Ich konnte mich mit dieser Einschätzung gut anfreunden und so werden wir im Sommer für die beiden ältern Damen einen Zahnbehandlungstermin vereinbaren.
Ich nahm dann noch ein Döschen Phosphathemmer für Monis Nierendiät und eine Großpackung Frontline gegen Zecken für alle mit, hatte dann noch die Behandlungen und die Blutuntersuchung zu bezahlen und war auf einen Schlag mal wieder 150 Euro los. Aber das ist ja schließlich eingeplant, denn bei den lieben Mitbewohnern kann neben den Impfungen, Wurm- und Zeckenbehandlungen immer etwas sein und solange es nicht schlimmer ist, sind wir alle ganz froh.

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Samstag, 9. Mai 2009

Schmetterling im Tarnanzug

„Die Katze hat ein Tier!“, rief ich, als ich gestern Mittag Lizzy hinter den Blumentöpfen vor der Haustür entdeckte. Klein und grün, von weitem dachte ich an eine Heuschrecke. Doch so ein Insekt hatte ich noch nie gesehen, klein, grün und dick und mit Stummelflügelchen. Rico kam sofort herbeigesprungen, fand das Insekt auch interessant und haute mit den Pfoten nach ihm.
Ich transportierte das Tier mit einem Holzstückchen auf unser Holzlager, wo es sich in sicherer Höhe erholen konnte.

Und siehe da, nach ein paar Stunden hatten sich die Flügel entfaltet.

Aber um was für einen Falter handelte es sich bloß? Und wie findet man das heraus, wenn man außer dem Aussehen keine Anhaltspunkte hat? Zum Glück war die Zeichnung und Farbe der Flügel außergewöhnlich, und so stieß ich doch recht bald mit den Suchbegriffen „Schmetterling Tarnanzug“ auf den Lindenschwärmer.

Am nächsten Tag hatte sich noch ein (kleineres) Männchen dazugesellt und es wurden neue Lindenschwärmer produziert. Am Abend waren beide Schmetterlinge wieder verschwunden.

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Montag, 11. Mai 2009

Telefon und DSL neu

Heute haben wir eine längst fällige Angelegenheit in Angriff genommen und haben den Wechsel des Telefon- und DSL-Anschlusses beauftragt. Bisher hatten wir unseren ISDN-Anschluss bei der Telekom und DSL bei 1&1. Für beides haben wir insgesamt knapp 60 Euro monatlich gezahlt, und das, ohne überhaupt telefoniert zu haben – wobei wir wirklich sehr wenig telefonieren und diese Kosten nicht so sehr ins Gewicht fallen.
Demnächst werden wir von htp versorgt und zahlen im ersten Jahr 25 Euro im Monat und danach je nach DSL-Geschwindigkeit 5 oder 10 Euro mehr. Dort haben wir im Gegensatz zu einigen anderen Anbietern den Vorteil, einen echten ISDN-Anschluss zu haben und nicht übers Internet zu telefonieren.
Die Kündigung unseres DSL-Anschlusses bei 1&1 mussten wir selbst erledigen. Und da wird es einem gar nicht so einfach gemacht. Zwar kann man die Kündigung übers Internet einleiten, man bekommt aber lediglich einen Authentifizierungscode. Dann muss man eine Hotline anrufen, den Code durchgeben und um Freischaltung des Kündigungsformulars bitten. Dieses Formular kann man anschließend im Internet aufrufen, muss es dann ausdrucken, unterschreiben und per Fax an 1&1 schicken. Was macht man eigentlich als Privatmensch, der kein Faxgerät besitzt? Vermutlich schickt man das Formular dann per Post, nehme ich an.
Etwas einfacher war der Umzug meiner Domain Bilderwege.de, die ich behalten wollte und die seit einiger Zeit kostenlos bei unserem DSL-Tarif mitlief. Zwar musste mein Ehemann bestätigen, dass er den Umzug genehmigt, denn DSL lief auf seinen Namen und mein Vertrag mit 1&1 läuft natürlich auf meinen Namen, aber im Prinzip habe ich das alles selbst gemacht und mir selbst bestätigt. Nur eineinhalb Stunden später war die Sache erledigt.

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Donnerstag, 14. Mai 2009

Fast am Meer

Gestern waren wir in Wilhelmshaven. Ich hatte mir für den Urlaub einen Ausflug in einen „Haven“ gewünscht, und da hätten wir ja hier im Norden Bremerhaven, Cuxhaven und Wilhelmshaven zur Auswahl. Bremerhaven wäre die nächstgelegene Stadt, aber mir schienen die beiden anderen attraktiver zu sein. Da der Mann schon mehrmals beruflich in Wilhelmshaven war, aber von der Stadt so gut wie nichts gesehen hat, entschieden wir uns dafür.
Immerhin sind es zwei Stunden Fahrt, aber mit dem großen schwarzen Auto reist man ja sehr bequem, sodass es sich auch als Tagesausflugsziel lohnt.

Wir parkten in der Nähe des Küstenmuseums und spazierten dann zunächst zum Jade-Ems-Kanal und zum Bontekai.

Dann brauchten wir dringend ein Mittagessen und gingen in die Innenstadt, die auch nur einen Katzensprung entfernt ist. Dort speisten wir auf der Terrasse eines italienischen Restaurants ganz untypisch für die nahegelegene Nordsee eine Pizza, immerhin lag auf einer der beiden Fisch, nämlich Tunfisch.

Weiter ging es mit dem Auto über die Kaiser-Wilhelm-Brücke, einer Drehbrücke aus Stahl.

Hier haben wir einen Blick auf die Liegewiese am Süstrand und den Jadebusen. Ich war zunächst etwas verwirrt, weil ich dachte, man schaue von Wilhelmshaven über den Jadebusen nach Westen, aber ein Blick auf die Landkarte zuhause hat mir gezeigt, dass es dort eine Einbuchtung gibt, von der aus man tatsächlich nach Süden blickt, erst im weiteren unteren Verlauf blickt man in westliche Richtung.

Hier schauen wir von der Brücke aus auf das Marinemuseum. Als ich erwähnte, man könne dort in das U-Boot steigen, war der Mann sofort begeistert und wollte dies gern besichtigen.

Zunächst machten wir einen Rundgang durch die Ausstellung im Museum. Das war zwar auch interessant, aber um Längen besser hat uns das Freigelände gefallen. Wir stiegen in das U-Boot hinab, was mir gar nicht so leicht fiel. Nun, ganz so breit bin ich doch nicht, aber mit einem Mini-Rucksack auf dem Rücken und der Kamera vor dem Bauch wurde es auf der Treppe schon recht eng. Und wenn man sich die beengten Räumlichkeiten, vollgestopft mit Technik anschaut, muss man sich wundern, wie die Besatzungsmitglieder so schnell von einem Ende zu anderen kamen wie man es aus den Filmen kennt.

Danach gingen wir an Bord des Zerstörers „Mölders“. Ich dachte zunächst nicht, dass man die dort liegenden Schiffe auch betreten darf, war doch sonst kein Besucher dort zu sehen. Aber tatsächlich, sie gehören zur Ausstellung und Schilder führten uns auf dem Rundgang.

Nach dem Museumsbesuch warfen wir noch einen Blick auf Meereslandschaft am Südstrand …

… und genossen dabei ein leckeres Eis.

Danach ging es wieder zurück nach Hause, wo ich dann wieder einmal bemerkte, dass ich zu viel Sonne abgekriegt hatte und mein Gesicht leicht rötlich war.

Beim Anschauen der Fotos habe ich mich sehr über die intensiven Farben und das schöne Blau gefreut. Vor allem finde ich den Himmel toll, denn er zeigt mir, dass ich bei der Sensorreinigung meiner Kamera erfolgreich war: Es sind keine Flecken mehr zu sehen!

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Montag, 18. Mai 2009

Eurovision Song Contest 2009

Der Mai ist gekommen und mit ihm unter anderem auch der europäische Sängerwettstreit. Sehen wir uns an, was in diesem Jahr geboten wird:

  1. Litauen
    Mann mit Hut, genauer gesagt Sasha mit Hut, singt uns – zunächst am Klavier sitzend – eine Ballade. Englisch und Russisch wird gemischt, ich finde, es hört sich schon mal sehr schön an.
  2. Israel
    Jetzt wird es sogar dreisprachig: Die beiden Damen – eine blond, eine schwarz – singen auf Englisch, Hebräisch und Arabisch. Sie singen sich an, sie schreien sich an, dann trommeln sie auch noch gemeinsam. „There must be another way.“ Genau, es muss einen anderen Weg geben, Musik zu machen!
  3. Frankreich
    Frankreich setzt auf das bekannte Gesicht oder vielmehr die bekannte Stimme von Patricia Kaas. Ein solider französischer Chanson, nichts Überraschendes, nichts Neues, nichts Bemerkenswertes, … eher ein bisschen langweilig. Merkwürdig nur, wie sie so breitbeinig am Mikrofon steht, es macht doch einen etwas verkrampften Eindruck.
  4. Schweden
    Nun kommt eine schwedenblonde Opernsängerin, die zunächst im Diskorhythmus startet. Wo ist die Opernstimme, frage ich mich. Ah, dann wird sie doch noch hervorgezaubert, und das ist doch viel, viel besser als das andere Gesinge. Bleib beim Operngesang, gute Frau, und dazu passen ja auch die Königinnen der Nacht, die mit schwarzen Hüten auftreten.
  5. Kroatien
    Es folgt Igor, der mit mediterranen Gitarrenklängen eine südosteuropäische Schnulze präsentiert. Im Hintergrund lassen jaulende Frauen Kleider wehen, und eine blonde Frau in Weiß (das muss die angekündigte Andrea sein) singt dann auch irgendwie mit – oder schreit mit.
  6. Portugal
    Eine Ethno-Pop-Band tritt in traditionellen Kostümen und mit Instrumenten wie Akkordeon auf. Es bleibt keine Melodie hängen, die ich mir merken würde, nur die vielen „sch“ der portugiesischen Sprache prägen sich ein. Zuletzt erscheint noch eine Karusselldeko in bunt und blau.
  7. Island
    Die blonde Yohanna im langen, blauen Rüschenkleid (in diesem Jahr sind unter anderem Rüschen in Mode) fragt unter dem Vollmond nach der Wahrheit. Garnitur dazu sind Cello und Delfin, sie singt sehr schön und das kann man sich auf jeden Fall ein weiteres Mal anhören.
  8. Griechenland
    Der griechische Bursche kommt mir gleich so bekannt vor. Ach so, der hat im Jahr 2004 sogar den dritten Platz gemacht. Soweit ich mich erinnere, war die Nummer der diesjährigen recht ähnlich. Viel Tanz, kurzes Hemd, wenig Text, der ständig wiederholt wird.
  9. Armenien
    Die beiden Schwestern führen mit viel Dramatik, Rauch und Lichteffekten so etwas wie einen armenischen Prinzessinentanz vor. Jedenfalls wirken die Kostüme sehr königlich, zu denen sie ihren osteuropäischen Gesang erklingen lassen. Dass sie neben armenisch auch englisch gesungen haben sollen, ist an mir völlig vorbeigegangen.
  10. Russland
    Anastasija trägt im weißen Gewand (warum hat sie ihre Gardine umgebunden?) ein sehr, sehr tragisches russisches Lied vor. Ich erschrecke, als ich das Großbild auf der Leinwand sehe, warum hat sie plötzlich so graue Haare? Ach, soll wohl ihre Mutter sein. Kurz vor Tränenausbruch singt sie abwechselnd – für uns Westeuropäer nicht zu unterscheidend – in Russisch und Ukrainisch.
  11. Aserbaidschan
    Ein Paar, eine Tanznummer. Na ja. Vokuhila ist noch moderner als Rüschen, also bei den Kleidern, nicht der Frisur. Aber warum hat die Sängerin ein silbernes Bein? Und sind die Tänzerinnen drumherum nicht Männer oder sehe ich jetzt schlecht? Osteuropäische Shakira, kommentiert der Moderator. Ach ja, daran hat mich der Auftritt erinnert.
  12. Bosnien und Herzegowina
    Ein Sänger im weißen Anzug, eine Band mit dem Frauennamen Regina, militärisch wirkende Musiker mit Trommeln und ein offensichtlich inhaltsschwerer Gesang, dessen Inhalt uns mangels Sprachkenntnissen verborgen bleibt.
  13. Moldawien
    In Moldau trägt man Dirndl? Das wusste ich auch noch nicht. Aber es stimmt, ich habe im Internet geguckt. Die traditionellen Trachten sind natürlich nicht so schrill wie dieses Kostüm, vor allem fehlen die kniehohen lila Stiefel. Die rothaarige Sängerin singt zuerst von der Moschee aus, später feuert sie die Tänzer an, die brav ihre Beine schwingen.
  14. Malta
    Chiara war schön öfter dabei und durfte noch nie gewinnen. Immerhin eine Frau, bei der die Stimme mehr Gewicht als ein Rüschenkleid hat. Mit erhobenen Armen singt sie unter blauem Sternenhimmel, dennoch bleibt der Gesang leider hinter der Inzenierung zurück.
  15. Estland
    Ui, die vielen rollenden Rs in Rändajad haben mich richtig beeindruckt! Es treten Frauen mit Streichinstrumenten auf, eine von ihnen singt und geigt dann auch mal.
  16. Dänemark
    Der dänische Titel ist mein Favorit, der kann gut im Radio laufen. Kein Wunder, hat doch Ronan Keating daran mitgeschrieben. Das habe ich allerdings erst später in der Zeitung gelesen, während der Sendung hatte ich es nicht mitgekriegt.
  17. Deutschland
    Deutschland „schwingt“ schon wieder, genau wie im letzten Jahr. Im letzten Jahr? Aber nein, da lag ich doch eben tatsächlich falsch, 2008 haben sich doch die No Angels so prima blamiert. Zurück zum Swing. Das kann ja nichts werden. Mein Geschmack ist das jedenfalls nicht. „Hi-hai-ho-hip-di-hip-di-ho“-Laute wirken bei mir ähnlich wie im Kochtopf kratzende Metalllöffel. Und ein weibliches Wesen mit Wespentaillenkorsage kann da auch nichts mehr retten. Übrigens dachte ich immer, die Dame hieße „von Teese“, so wie man’s schreibt und nicht „von Ties“ …
  18. Türkei
    Türkischer Pop mit den typischen Bauchtanzkostümen – mit dieser Art von Musik war die Türkei schon in den letzten Jahren dabei, oder täusche ich mich da jetzt. Erstaunlich, zwei der drei Frauen auf der Bühne sind blond, und dann kommt noch ein Salto schlagender Tänzer in Haremshosen dazu.
  19. Albanien
    Albaniens Sängerin – wieder einmal eine Künstlerin im (kurzen) Rüschenkleid – wird von einem türkisfarbenen Spinnenmann umgarnt. Oh je, sie muss von ihren Albträumen singen, anders kann ich mir das nicht erklären. Zwei schwarz gekleidete Männer machen Breakdance. Und wie war noch mal das Lied? Albtraumatisch?
  20. Norwegen
    Der Norweger wird als Favorit gehandelt? Warum und von wem? Als Wunderkind wird er bezeichnet, ah ja. Mir ist die Musik zu fröhlich, zu sehr auf der „la-la-la“-Schiene, und das Gefiedel auf der Geige mag ich sowieso nicht. Und dann sehe ich mit Erschrecken, dass alle Saiten der Geige gerissen zu sein scheinen. Sehe ich wieder einmal schlecht oder was soll das bedeuten? Geigen kann er so jedenfalls nicht mehr.
  21. Ukraine
    Diese Auftritt ist wieder einmal mehr fürs Auge als fürs Ohr: Sängerin im roten Fetzenmini und Gladiatoren in metallenen Rädern mit viel Lichteffekten und Rauch, dann trommelt die Sängerin auch noch.
  22. Rumänien
    Balkanrhythmen begleiten die Sängerin und ihre Balkan-Girls auf blau-grünem Meer. Meer – äh – mehr fällt mir dazu nicht ein.
  23. Vereinigtes Königreich
    Oh, schon wieder ist die Vokuhila-Mode angesagt, dieses Mal in Weiß. Die Sängerin wird von Herrn Webber höchstpersönlich am Klavier begleitet. Das Lied ist nicht schlecht, eine typische Musicalmelodie.
  24. Finnland
    Finnland präsentiert einen älteren Rapper – also, da fand ich Lordi und Teräsbetoni (klasse Name, ich denke immer an eine betonierte Terrasse!) um Längen besser. Bei diesem Pop-Rap-Lied reißen auch die Feuerschlucker und die brennenden Mülltonnen nichts raus.
  25. Spanien
    Ähem, die Spanierin hört sich an, als käme sie aus der Türkei. Sehr orientalisch … Beim Unterteil der Kleidung hat es leider nicht für mehr als ein Handtuch um die Hüften gereicht. „Take me, shake me …“ singt sie und lässt sich dann auch noch hinter einem Tuch wegzaubern. Ansonsten tut mir die Musik in den Ohren weh, mach das weg!

Dann folgt die Zwischenunterhaltung, und als wir sie endlich überstanden haben, beginnt die Abstimmung. Ich stelle fest, dass dieser Teil der Veranstaltung früher besser war, obwohl er sich natürlich deutlich länger hinzog. Seit 2006 aber werden die Punkte 1 bis 7 auf einen Schlag hingeknallt und es geht viel von der Spannung verloren, ob das eigene Land (wahlweise der eigene Favorit) nicht vielleicht doch noch ein paar Pünktchen einheimsen kann.
Auch das neue Abstimmverfahren mit einer Mischung aus Fachjury und Anrufern ändert nichts daran, dass gern Punkte an Nachbarländer vergeben werden.
Das größte Erstaunen löste bei mir im ersten Moment die Punktvergabe von Andorra aus. 12 Punkte für dieses fürchterliche spanische Lied? Auf den zweiten Blick allerdings kein Wunder, sind doch dreißig Prozent der Bevölkerung Spanier und darüber sind wahrscheinlich an diesem Abend so viele Spanier nach Andorra gefahren, bis keiner mehr in das Land passte.
Schon nach den ersten Punktevergaben wird klar, dass der als Favorit angepriesene Jüngling tatsächlich gewinnen wird. Mit Island auf Platz 2 bin ich einverstanden, schade finde ich es, dass Dänemark nur irgendwo im Mittelfeld gelandet ist und beim deutschen Beitrag kann ich überhaupt keine Emotionen entwickeln.
Schauen wir mal, ob es diese Veranstaltung im nächsten Jahr auch noch geben wird, wo doch einige Leute laut: „Abschaffen!“ rufen.

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Mittwoch, 20. Mai 2009

Blaustern aktualisiert

Nachdem ich in diesem Jahr wieder einmal die Blausternblüte auf dem Lindener Bergfriedhof besucht hatte, wollte ich natürlich die neuen Fotos zu meinem bestehenden fotografischen Spaziergang hinzufügen. Dabei stellte ich fest, dass ich dort bisher nur die Bilder von 2006 eingestellt habe, es war noch nicht einmal die Ansichten von 2007 dabei. Im Urlaub habe ich nun die Seiten auf den neuesten Stand gebracht. Im Moment interessiert sich zwar niemand für die Scilla-Blüte, aber die Anfragen kommen im nächsten Jahr garantiert wieder.
Scillablüte auf dem Lindener Berg

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Sonntag, 24. Mai 2009

Das Kröpcke-Loch

Heute Nachmittag haben wir einen Kurzbesuch in der Stadt, also Hannover gemacht. Wir wollten einen Blick in das noch vorhandene Kröpcke-Loch werfen. Die Umbaumaßnahmen haben bereits begonnen und in ungefähr zwei Jahren wird das Kröpcke-Center eine neue Fassade bekommen haben.

Das bisherige Kröpcke-Center, ein Bau aus den 1970er Jahren im Brutalismus-Stil:

Die Baustelle im Loch:

Dann gab es ein leckeres Eis von Mövenpick – bei mir obendrauf die Sorte Espresso-Krokant:

Ein Blick ins Foyer des Opernhauses:

Schließlich noch vorbei am Leibniz-Denkmal, das im November 2008 an der südlichen Spitze des Opernplatzes aufgestellt wurde:

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Donnerstag, 28. Mai 2009

Vorübergehend nicht erreichbar

Gestern war der Tag der Umschaltung unseres Telefon- und DSL-Anschlusses. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht und meinen Rechner nur eingeschaltet, weil ich eine Datei kopieren wollte. Wie es so ist, fragt man automatisch dann auch mal seine E-Mails ab – wenn es denn funktioniert. Und das tat es nicht. Ich zum Mann: „Das Internet geht nicht!“ „Ja, ich weiß …“ Er hatte auch gerade sein Notebook eingeschaltet. Mein nächster Griff ging zum Telefon und da machte es statt Freizeichen nur „tut-tut-tut-tut …“.
Also folgte ein Anruf bei der Hotline und nach Abarbeitung des üblichen Fragenkatalogs nahm der Mitarbeiter eine Störung auf. Innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden könnten wir mit Behebung rechnen, hieß es.
Ich neige leicht dazu, etwas unbegründete Panik zu entwickeln, so nach dem Motto: „Die finden den Fehler nicht und wir sind mindestens über Pfingsten oder sogar die nächsten Wochen ohne Telefon und Internet“. Wobei es mit dem Telefon nicht so schlimm ist, schließlich hat man noch ein Mobiltelefon und ich gehöre sowieso zu den Minimaltelefonierern.
Heute rief ich tagsüber immer wieder einmal unsere Nummer an, um zu hören, ob sich etwas getan hatte. Doch zunächst musste ich mir jedes Mal die Ansage anhören, dass der Teilnehmer vorübergehend nicht erreichbar sei. Nachmittags um 15 Uhr hörte ich dann endlich das normale Klingelzeichen. Zu Hause angekommen, warf ich als erstes das Notebook an, um zu schauen, ob auch der Internetzugang funktioniert. Das tut er, und viel schneller als zuvor. 1&1 konnte uns trotz 2000er-Tarif nur 1500 kBit liefern, nun liegen wir bei mehr als dem Doppelten.
Wie gut, dass nun alles funktioniert. Aber wie man sieht, darf man nie damit rechnen, dass eine Umstellung einhundertprozentig reiblungslos klappt.

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