Oktober 2008

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Ungerade geht (fast) nicht

Mein jetziges kleines Auto ist klimatisiert und ich kann mir immer meine persönliche Wohlfühltemperatur einstellen. Dabei fiel mir auf, dass ich die geraden Zahlen bevorzuge, ungerade gehen nicht. Meistens wähle ich 18 oder 20 Grad, 19 geht gar nicht! 23 ginge auch auf keinen Fall, dann merkwürdigerweise doch eher 25, aber in dem Bereich bewege ich mich höchstens zum vorsichtigen Herunterkühlen, wenn das Auto im Sommer in der prallen Hitze stand und eine Innentemperatur von 30 Grad oder mehr erreicht hat. Erstaunlicherweise kann ich aber ohne weiteres die 21 einstellen, denn obwohl ungerade, ist das eine Zahl, mit der ich mich wohlfühlen kann.

Abgelegt unter:

Freitag, 3. Oktober 2008

Herbstzauber auf dem Rittergut

Auf den Besuch des Herbstfestivals im Georgengarten im September hatte ich verzichtet, weil es mir schlicht und einfach zu teuer war. Pro Person hätten wir 11 Euro Eintritt bezahlen müssen und schließlich wäre ich mit dem Gedanken dorthin gegangen, auch noch etwas Hübsches und Dekoratives zu kaufen.
An diesem langen Wochenende mit dem Feiertag fand nun der so genannte Herbstzauber auf dem Rittergut Brüggen statt, und das wollten wir uns einmal anschauen; immerhin wollte man dort nur 6 Euro für den Eintritt haben. Wir trafen am frühen Nachmittag ein. Die Zeit war gut gewählt, denn der Markt war noch nicht überfüllt. Schöne Dinge gab es dort zu sehen und auch zu kaufen.

Marktstände im Innenhof

Tier-Objekt aus Altmetall

mittelalterliche Handwerkerstände

Auslage beim Bürsten- und Besenstand

Ich liebäugelte zwar mit einer Gartendekoration, aber sie war mir dann doch zu teuer. Immerhin habe auch ich dieses Mal eine Bratwurst gegessen, auf die ich sonst bei Ausflügen verzichte, während der Mann gern hin und wieder eine zu sich nimmt. Zum Schluss kauften wir noch ein paar Gewürzmischungen und fuhren dann wieder nach Hause.
Auf dem Rückweg sah ich zum ersten Mal das Schloss Marienburg von der Straße aus. Es ist nur von Süden aus auf dem Berg zu sehen, und aus dieser Richtung kamen wir noch nie. Irgendwann werde ich sicher einmal ein Foto machen, doch im Moment lohnt sich das nicht, weil der Turm eingerüstet ist. Er wird nämlich saniert und ab Mai nächsten Jahres können Besucher auf die Plattform steigen.

Abgelegt unter:

Samstag, 4. Oktober 2008

Hausfrauenpflichten vernachlässigt

Heute hatten wir schönes, herbstliches Wetter, und da es morgen den ganzen Tag regnen soll, habe ich kurzerhand meine Hausfrauenpflichten verschoben oder vielmehr stark verkürzt.
Zuerst erledigte ich einen kurzen Lebensmitteleinkauf. Der Parkplatz war wie immer an solchen Tagen brechend voll, so als ob man eine Woche lang nicht hatte einkaufen können. Aber ich darf ja nichts sagen, denn auch ich gehörte zu denen, die unbedingt an diesem Samstag noch etwas kaufen mussten. Zum Glück aber denken die Supermarktleiter mit und öffnen alle Kassen, und so war ich recht schnell wieder draußen.
Nun wollte ich zuerst an einen Ort fahren, an dem ich noch nie war und der auch auf meiner „Liste“ stand: der Michaelisfriedhof in Hannover-Ricklingen. Ich hatte vor fast zwei Jahren einen Zeitungsartikel über diesen kleinen, kirchlichen Friedhof gelesen und mich hatte besonders die Überschrift „Drachen bewachen den Eingang zur Gruft“ fasziniert. Und dann fand ich diese Drachen nicht einmal! Es gibt neben einem kleinen Backsteinhäuschen nur einen größeren Bau auf dem Friedhof, das musste wohl der gesuchte sein.

Friedhofskapelle im neoromanischen Stil

Wie gut, dass ich Fotos gemacht habe, denn zu Hause entdeckte ich dann die sehr kleinen Drachen, die meiner Meinung nach dort wenig bewachen können.

Detailaufnahme der Tür zur Gruft

Auf dem Friedhof begegnet man vielen Namen, die man vor allem von den Straßen und Plätzen Ricklingens kennt: es handelt sich um alte Bauernfamilien. Und in der Gruft mit den Drachen auf der Rückseite der Kapelle liegen die Erbauer Stamme und Knust.
Dann setzte ich meinen Ausflug weiter fort und suchte den Stadtpark beim Kongresszentrum auf, wo ich im Juni 2006 bereits ein Mal war. Damals blühten die Rhododendren, die Rosen blühten leider noch nicht. Dieses Mal blühten die Rhododendren nicht mehr und die Rosen waren auch fast alle verblüht. Aber es gab noch einige Beete mit schönen Herbstfarben.

Beete mit Herbststauden und -blumen

Und ich stellte fest, dass ich im Vergleich zu manch anderen Leuten recht harmlos mit meiner Kamera durch die Gegend laufe. Mitten auf der Wiese stand ein älteres Paar, der Mann hatte eine Kamera auf einem Stativ aufgebaut. Ich dachte zuerst, er wolle sich und seine Frau per Fernauslöser fotografieren, doch dann schritt er zu einer Sitzgruppe, bestehend aus einer Bank und zwei Stühlen und arrangierte diese neu. So ist das also, man fotografiert Sitzgelegenheiten im Park!

fotografierendes Paar auf der Wiese

Als ich gerade gehen wollte, hatte ich Glück und die Fontänen wurden gerade eingeschaltet. So konnte ich noch ein paar schöne Wasserfotos machen.

Kuppelsaal mit Fontänen im Wasserbecken im Vordergrund

Abgelegt unter:

Freitag, 10. Oktober 2008

Zweiter Hamburg-Ausflug

Gestern war ich zum zweiten Mal in diesem Jahr in Hamburg. Dieses Mal war es ein Abteilungs-Betriebsausflug; eigentlich wären wir zu viert gewesen, aber unsere Kollegin wurde krank und da wir den Termin nicht verschieben konnten (es fanden Bauarbeiten in unseren Büroräumen statt), fuhren wir morgens kurz vor acht zu dritt los.

Zuerst parkten wir in der Speicherstadt. Die ersten Anblicke boten mir nichts Neues, das hatte ich im August schon gesehen. Doch die Einblicke in die Speicherhäuser beim Vorbeigehen waren schon viel interessanter. Wir betraten auch eines davon: Spicys Gewürzmuseum. Die meisten Gewürze waren in Säcken oder Schalen ausgestellt und man durfte und sollte auch alle anfassen und daran riechen. Ob es an meiner schlechten Nase oder an der vermutlich langen Lagerungszeit lag, weiß ich nicht, ich stellte bei den meisten keinen intensiven Duft fest.

Säcke mit Gewürzen im Museum

Bei einem Kaffee an der Brooksbrücke konnten wir Filmaufnahmen vor der Kneipe „Flut & Ebbe“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite beobachten. Die Schauspieler waren uns jedoch nicht bekannt und allzu aufregend war es auch nicht, dass sich der Polizist in Lederjacke und die blonde Dame im Leopardenmusterröckchen wieder und wieder in den Armen liegen mussten, um sich zu verabschieden. Immerhin konnten wir feststellen – auch wenn man das eigentlich weiß – wie aufwändig solch ein Filmdreh ist: wieder und wieder und wieder muss eine Szene wiederholt und von allen Seiten gedreht werden und es sind eine Unmenge von Leuten rundherum beschäftigt, und sei es nur, die neugierigen Passanten davon abzuhalten, mitten in die Filmaufnahmen zu laufen.

Weiter ging es dann nach einigen Kreisfahrten (wegen der Großbaustelle HafenCity sind alle möglichen Straßen gesperrt) zu den Landungsbrücken. Auch dort wurde gebaut oder eher restauriert, sodass sich keine schöne Ansicht von der Gebäudefassade ergab. Aber unser Ziel war vor allem eine Hafenrundfahrt gewesen. Wir buchten Plätze in einer Barkasse, weil diese im Gegensatz zu den großen Schiffen auch durch die Speicherstadt fährt.

Segelschiff im Hamburger Hafen

Häuser der Speicherstadt von der Barkasse aus gesehen

Trockendocks mit großen Schiffen

Eineinhalb Stunden dauert eine solche Hafenrundfahrt, doch die Zeit verflog so schnell, dass ich gern noch eine weitere und größere Runde gedreht hätte.

Anschließend fuhren wir weiter nach Altona, um irgendwo eine Kleinigkeit zu Mittag zu essen. Dabei kamen wir an der ältesten Seemannskneipe mit dem Namen ‚Zum Schellfischposten‘ vorbei. Dem einen oder anderen wird der Name vielleicht etwas sagen, denn dort wird ‚Inas Nacht‘ aufgezeichnet. Wir beschlossen, dort etwas zu essen. Wir waren die einzigen Gäste in der winzigen Kneipe. Schon im Fernsehen wirkte der Raum nicht besonders groß, aber in Wirklichkeit ist er noch sehr viel kleiner und man muss sich wundern, wie die ganzen Leute dort Platz finden. Ich muss mir das bei den nächsten Sendungen ganz genau anschauen.

Außenansicht der Kneipe 'Zum Schellfischposten'

Nach dem Essen fuhren wir zur nächsten Station unseres Ausflugs, der Reeperbahn. Ich hatte mir nie ein richtiges Bild von der Reeperbahn gemacht, und meist hat man doch nur die Bilder vom Nachtleben im Kopf. Nie hätte ich jedoch gedacht, dass es eine sehr breite, vierspurige Straße ist.

Hier haben wir einen Abstecher zum Hans-Albers-Platz gemacht:
Hans-Albers-Denkmal

Zwei Seitenstraßen weiter befindet sich die berühmt-berüchtigte Herbertstraße, wo die Damen in ihren Schaufenstern sitzen und der Zutritt für Frauen verboten ist. Aber in diese Richtung sind wir nicht gegangen.

Wir spazierten weiter die Reeperbahn entlang. Dies sind die schönen roten Fassaden vom ehemaligen St. Pauli-Bad und vom neuen Schmidt-Theater:
Schmidt-Theater und ehemaliges St. Pauli-Bad, beide mit roter Fassade

Und ein Schaufenster eines der straßentypischen Geschäfte:
Schaufenster eines typischen Geschäfts auf der Reeperbahn

Auf der anderen Seite ging es dann zurück, vorbei unter anderem am Café Keese …
Reklameschild am Café Keese

… und am Beatles-Platz, der am 11. September 2008 eröffnet wurde.
Statuen der Beatles

Und noch ein letzter Abstecher die Große Freiheit entlang bis zur ehemaligen Adresse des Star-Clubs, auf den noch ein Gedenkstein in einem Hinterhof hinweist.
Schild am Star-Club mit Namen der Musiker, die dort auftraten

Abgelegt unter:

Montag, 20. Oktober 2008

Kurzurlaub vorbei

Letzte Woche hatte ich Urlaub, und wenn ich zurückblicke, kann ich nur sagen, dass ich nichts gemacht habe außer entspannen. Einmal im Gartencenter, hier und da ein Lebensmitteleinkauf, sonst war ich nicht unterwegs. Dabei wäre doch genügend Gelegenheit für Ausflüge mit der Kamera gewesen. Aber ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust. Lediglich am Freitagmittag haben wir einen Kurzbesuch in Hannover gemacht. Am Mittwoch war die neue Ernst-August-Galerie eröffnet worden und dort wollten wir einen Blick hineinwerfen. Ein Großteil der ungefähr 150 Läden des neuen Einkaufszentrums neben dem Hauptbahnhof ist im Bekleidungsbereich angesiedelt. Da kann ich also mal einen Blick ins Schaufenster werfen, aber hineingehen muss ich nicht. Ich kaufe nicht gern Bekleidung ein, ich finde es immer fürchterlich anstrengend. Wenn ich etwas brauche, lässt es sich nicht vermeiden, aber nur zum Spaß bin ich schon lange nicht mehr durch Bekleidungsgeschäfte geschlendert; ich bestelle viel lieber im Internet. Alles in allem fanden wir das Einkaufszentrum wirr machend. Der Mann sagte, er fühle sich, als ob er mit geschlossenen Augen mehrmals im Kreis gedreht wurde. Nein, ich weiß schon, warum ich so selten in die Stadt fahre.

Abgelegt unter:

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Verkäufe in der E-Bucht

Kürzlich habe ich mal wieder festgestellt, dass man in der „E-Bucht“ beinahe alles verkaufen kann. Ich hatte nämlich vor vielen Wochen angefangen, im benachbarten Supermarkt Treuepunkte zu sammeln. Im Moment gibt es dafür Handtücher und Badezimmeraccessoires von Villeroy & Boch und ich überlegte, ob ich für die Punkte und eine kleine Zuzahlung ein paar neue Handtücher anschaffen sollte. Nur bei den Farben zweifelte ich, denn es gibt nur dunkelblau, beige und weiß. Ich sammelte erst einmal weiter, schließlich kostete es nichts. Dann entschied ich mich gegen die Handtücher, vor allem, nachdem ich entdeckt hatte, dass man die Punkte in der Bucht versteigern kann. Sagenhafte 6,55 Euro habe ich für meine 150 Punkte erhalten, dafür kann ich mir nun ein Viertel Handtuch in der gewünschten Farbe kaufen. Oder sechseinhalb Kilo Bananen. Oder 650 Gramm Emmentaler. Oder irgendwas. Weil es aber Spaß gemacht hat, habe ich dann noch meinen Sony-Auto-Kassettenadapter reingestellt. Den hatte ich mir vor drei Jahren angeschafft, um in meinem alten Kadett einen MP3-Player an den Kassettenrekorder anzuschließen. Leider brachte er nur 2,52 Euro. Nun gut, auf jeden Fall besser als wegwerfen. Am meisten haben wir noch an unserem analogen Satellitenreceiver verdient, der wechselte jetzt für 30 Euro den Besitzer. Jetzt habe ich erst einmal nichts mehr zu verkaufen, denn einen – wenn auch funktionierenden – Scanner aus dem Jahr 1997 will keiner mehr, auch nicht für einen Euro.

Abgelegt unter:

Top