September 2008

Montag, 1. September 2008

Frau Mohn mampft wieder

Moni geht es wieder besser, jedenfalls frisst sie wieder recht ordentlich. Sogar Trockenfutter geht rein. Die Zahnfleischentzündung wäre damit also im Moment überstanden. Was das Nierenproblem anbelangt, kann man zum Glück noch keine Veränderungen feststellen. Sie ist munter, springt im Garten herum, das Fell sieht schön aus, alles (von außen) normal … Nicht ganz so einfach ist es mit der Fütterung. Anfangs versuchte ich, ihr das Diätfutter schmackhaft zu machen. Sie hat es auch gefressen, wollte aber dann häufig doch nichts davon, sondern lieber aus demselben Napf wie die anderen fressen. Ich habe zuerst einmal keinen weiteren Stress damit gemacht. Hauptsache, sie frisst erst einmal wieder ordentlich nimmt wieder ein bisschen zu. Dann können wir den Rest probieren.

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Mit dem Fahrrad unterwegs

Schon am vorletzten Sonntagnachmittag haben wir wieder eine kleine Fahrradtour unternommen. Dieses Mal war es nicht so heiß, also das ideale Wetter zum Fahrrad fahren. Unser Weg führte nach Nordwesten. Über Oberricklingen und Linden ging es bis nach Limmer zur Wasserkunst. In Linden-Süd kamen wir durch das Ahrbergviertel, das mir zwar flüchtig bekannt war, aber erst jetzt lernte ich, dass es nach der ehemaligen Wurstfabrik Ahrberg benannt worden war.
Backsteingebäude der ehemaligen Wurstfabrik

Bei der Weiterfahrt durch den Kötnerholzweg zur Limmerstraße musste ich feststellen, dass ich noch nie in diesem Teil Lindens gewesen war – obwohl es doch so nahe liegt, und vorher wohnten wir sogar noch näher dran. Sehenswert, aber mit dem Fahrrad kriegt man auf die Schnelle gar nicht so viel mit.
Endstation war die so genannte Wasserkunst.
Gebäude der Wasserkunst

Schleuse an der Wasserkunst

Irgendwann hatte ich im Internet oder der Zeitung flüchtig davon gelesen, wusste aber gar nicht so recht, um was es sich dabei handelt. Nun bin ich wieder ein wenig schlauer. Auf den Seiten der Herrenhäuser Gärten gibt es eine Kurzbeschreibung. Allerdings fragte ich mich dann immer noch, was das Ganze mit Kunst zu tun hat. Nun, da hilft ein Blick in die Wikipedia: „Eine Wasserkunst ist ein System zur Förderung, Hebung und Führung von Wasser.“

Gestern ging es nach Nordosten: am Döhrener Turm vorbei durch die Eilenriede (schön schattig bei sonnigen 27 Grad) bis nach Groß-Buchholz zum Geha-Platz.
Döhrener Turm

Ich bin dort früher bestimmt mit dem Auto schon mehrmals vorbeigefahren, sogar einmal in einen Bus umgestiegen, ohne zu wissen, dass es sich um den Geha-Platz mit dem früheren Geha-Werksgebäude handelt.
Geha-Platz mit Geha-Gebäude

Ich wusste ja nicht einmal, dass der Konkurrent von Pelikan ebenfalls aus Hannover kam, sondern war erst vor drei Wochen durch einen Zeitungsartikel darauf aufmerksam geworden! Seit 1990 gehört Geha zu Pelikan, der Markenname ist allerdings geblieben. Weiter ging es dann die Podbielskistraße nach Westen in den Stadtteil List zu eben diesem früheren Füllerkonkurrenten Pelikan. Das alte Werksgelände ist sehenswerter als das von Geha. Die Gebäude wurden der damals noch ländlicheren Umgebung angepasst und haben weiße Fassaden mit roten Backsteinen.
Turm und Schornstein auf dem Pelikan-Gelände

Interessant ist, dass die Gebäude aus Stahlbeton gebaut wurden und deshalb den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet überstanden haben. Anfang der 80er-Jahre wurde Pelikan nach Insolvenz von einer schweizerischen Aktiengesellschaft übernommen. Produziert wird heute in Peine.
Teil der alten Pelikan-Gebäude

Unser Rückweg führte uns dann wieder ein Stück durch die Eilenriede, am Zoo vorbei, zum Aegi und dann immer geradeaus die Hildesheimer Straße entlang über Döhren nach Hause. Dann hatten wir wieder einmal 33 Kilometer geschafft.

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Dienstag, 2. September 2008

Löwenmauls Worte zur Werbung

Das längste Gedicht der Welt

Gefühlte zehn Jahre oder länger – dabei waren es in Wirklichkeit nur drei – bereimte man das angeblich längste Schokoladenkeksteil der Welt mit unsäglich gruseligen Versen. Wenigstens sah die angebetete Jana aus Werle (liegt übrigens in Meck-Pomm) ganz niedlich aus, die Kerle konnten mich als Frau nicht näher an den Bildschirm locken. Nach all dem „duplomatischen“ Gereime wäre es an der Zeit für einen neuen Werbespot. Aber nein, dasselbe Team wie damals erschuf eine neue Version von „Reim dich oder ich fress‘ dich“. Wir dürfen nun mitfiebern, wer das Herz von Desirée am Comer See gewinnen wird. Liebste Desirée, mir wäre keiner dieser farblosen Jüngelchen einen Griff in die Pralinenkiste wert. Aber die junge Dame will um jeden Preis einen von ihnen ergattern, und wieder einmal fällt die Wahl nicht auf den Gefräßigen, sondern den Genießer, der zudem noch die Papierumhüllung kunstvoll falten kann – dieses Mal zum Schmetterling. Die Werbemacher haben mit ihrem Spot nach eigenen Aussagen versucht, die humorvolle Ansprache auszubauen und uns Konsumenten wieder einen visuellen Genuss zu bieten. Was soll ich sagen: Versuch missglückt? Oder: Ich fress‘ lieber das Duplo, bevor es anfängt zu reimen?

Thema verfehlt? – Falsch gesehen!

Wenn man bei einem Werbespot nicht richtig hinguckt, kann man schon einmal zu der Überzeugung kommen, die Macher hätten das Thema verfehlt.
Da reitet eine Frau durch die Wüste – aha, Frau Ferres erkennen wir. Sie sieht etwas eingestaubt aus, aber wen wundert’s bei all dem aufgewirbelten Sand. Dann geht sie in ein Zelt und stellt bei einem Blick in den Spiegel fest: „Was seh‘ ich alt aus!“ Sie dreht sich um – ah, ein Filmteam, also wird gerade ihr neuester Streifen gedreht. Mit einem Handgriff zieht sie sich die graue Perücke vom Kopf und erstrahlt in frischer Schönheit. „Das wird mir nicht passieren“, kann sie den Zuschauern noch schnell versichern, bevor das faltenglättende Produkt eingeblendet wird.
„Thema verfehlt! Die hätten damit Werbung für eine Haartönung machen können, aber doch nicht für eine Gesichtscreme!“ Dies war mein spontaner Kommentar zum Werbespot, denn ich hatte nur gesehen, dass sie die Perücke abnahm. Tatsächlich aber nimmt sie eine Gummimaske vom Gesicht. Huch!? Gummimaske? Ich war der Meinung, die Maskenbildner hätten bessere Tricks drauf, um Schauspieler altern zu lassen. Wie unrealistisch! Muss man zu solchen Mitteln greifen, um sein Produkt zu verkaufen? Und überhaupt: Ist man noch auf dem neuesten Stand, wenn man jedes Fältchen verteufelt und glattbügeln will? Es gibt doch zum Beispiel einen anderen Hersteller von Pflegeprodukten, der schon mit dicken, alten oder faltigen Frauen eine sympathische Werbung produziert hat.

Gähnend ernst gemeint

Die Bucht von Capri. Ein dunkelhaariger Schönling mit nassem Haar sitzt in einem Boot. Ihm gegenüber räkelt sich eine Frau in weißer Bluse. Er steht auf und präsentiert sich in seiner gesamten Länge in seiner weißen Unter… äh, Verzeihung … Badehose. Er fasst sich an die Hüften, an die Badehose … Ähem, zieht er die jetzt aus? Schnitt auf die Frau. Sie wickelt sich die Haare um den Finger. Er geht zu ihr, beugt sich hinunter … Die Kamera schwenkt, wir dürfen wieder einen Blick auf seine Körpermitte werfen. Nein, die Hose ist noch dran. Dann legt er sich halb neben, halb auf die Frau und sie küssen sich. Klappe. Und? Das war’s? Na ja, das so verführerisch wirkende Duftwässerchen für den Mann wird noch gezeigt. Ich bin enttäuscht. Ich hatte etwas Überraschendes erwartet. Als er so obercool im Schlauchboot stand, hätte er gerne einmal das Gleichgewicht verlieren können. Wahlweise rutscht er beim Hinunterbeugen zu ihr vom Bootsrand ab und geht über Bord. Eine Wasserladung ergießt sich über die Lady und sie wirft ihm fluchend das Duftwasser hinterher. Ach nein, man kann sich doch nicht über italienische Machos lustig machen. Die muss man ernst nehmen. Auch wenn es zum Gähnen ist.

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Mittwoch, 3. September 2008

Nachteulen – faul und undiszipliniert?

Wieso ist der eine eher ein Frühaufsteher, der andere hingegen selten vor Mitternacht ins Bett zu kriegen. Zu diesem Thema hatte ich vor fünf Jahren schon einmal etwas geschrieben und Informationen dazu gefunden: Lerche oder Eule – die Gene sind schuld.
Leider steckt in vielen Köpfen das Vorurteil, Nachteulen seien faul, undiszipliniert, unordentlich und träge. Und das nur, weil sie nicht gerne früh aufstehen. Dass die Eulen ihre Arbeit und ihre Erledigungen ganz genauso ordentlich, fleißig und diszipliniert schaffen, nur zu einer etwas anderen Uhrzeit, scheint da nicht zu zählen. Man sollte doch meinen, mit der gleitenden Arbeitszeit den unterschiedlichen Bedürfnissen entgegenzukommen, aber trotzdem wird eine Nachteule ein wenig schief angesehen, wenn sie dies auch ausnutzt. Und wehe, die Eule steht dann tatsächlich einmal früh auf! Dann muss sie sich erst recht auf Kommentare der Lerchen im Kollegenkreis einstellen: „Was ist denn mit dir passiert?“ oder „Na, bist du heute aus dem Bett gefallen?“ Scheinbar scherzhaft verpackt, aber dennoch bleibt bei der Eule wenigstens für einen kurzen Moment das dumpfe Gefühl zurück, man halte sie für faul und träge.
Ich bin eher der Typ Nachteule und habe früher je nach Möglichkeit meistens erst um neun angefangen zu arbeiten. Heute schaffe ich es in der Regel, um acht Uhr herum im Büro zu sein, manchmal sogar etwas früher. Aber gerade bei vielen sehr früh aufstehenden Lerchen um mich herum kenne ich die oben beschriebenen Situationen, mit denen ich in dieser Form allerdings leben kann.
Doch in bestimmten Konstellationen kann ein Aufeinandertreffen von Eule und Lerchen durchaus bis zum Mobbing gehen. Ich erinnere mich an mein Arbeitsumfeld in Frankfurt Anfang der neunziger Jahre. In dieser Abteilung arbeiteten berufsbedingt (Tourismusbranche) über neunzig Prozent Frauen. Es hatte sich ein Grüppchen der Frühaufsteherinnen gebildet, das sich morgens um halb acht in einem Büro zusammenrottete und bei vielen Tässchen Kaffee eine muntere Lästerrunde einläutete – bei geschlossener Tür. Die wenigen Eulen, die erst gegen halb neun eintrafen, waren da schnell ausgegrenzt, ganz davon abgesehen, dass nicht jeder Interesse daran hat, eine Stunde Arbeitszeit mit Kaffeetrinken und schwätzen zu verbringen. Es gab auch solche wie mich, die sich hin und wieder noch ein Viertelstündchen in die morgendliche Runde einklinkten. Nicht förderlich für die Kollegialität ist es allerdings dann, wenn man beim Betreten des Raum mit einem: „Ach, du bist auch schon da!“ begrüßt wird. Dies veranlasste mich sehr spontan, die Tür wieder zu schließen – von außen, versteht sich. Die spätere Erklärung der Kollegin, es sei nur ein Scherz und nicht böse gemeint gewesen, konnte ich nicht so recht glauben.
Später löste sich die Sache von selbst auf. Mehr als die Hälfte der Kolleginnen wurde schwanger und es kamen neue, richtige Eulen in die Abteilung, die selten vor halb zehn im Büro erschienen. Da wurde dann schon eher derjenige schief angeguckt, der um Punkt 16 Uhr sein Hämmerchen fallen ließ.

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Donnerstag, 4. September 2008

Herbstlich

Am Wochenende war es noch sommerlich, doch ganz plötzlich ist der Herbst da. Heute war es richtig schön herbstlich. Ich hätte heute Mittag am liebsten das Buch zugeklappt, den PC ausgeschaltet, das Büro abgeschlossen und wäre stundenlang spazierengehen. Schade, dafür bezahlt mich keiner. Vielleicht habe ich ja Glück und das Wochenende wird genauso schön herbstlich.

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Donnerstag, 11. September 2008

Alte Heimat

38 Jahre lang lebte ich in Trebur, einem kleinen Ort in Südhessen. Es war ganz nett da, aber mehr auch nicht. Ich hätte niemanden meinen Heimatort als Ausflugstipp genannt, auch wenn er an der Deutschen Fachwerkstraße liegt.
Vor ein paar Tagen stieß ich auf der Suche nach Stadtrundgängen in Hannover auf die Fotoseiten eines Herrn aus Südhessen. Und siehe da, er hat nicht nur Niedersachsen abgelichtet, sondern auch andere Regionen in Deutschland und Europa. Und was entdeckte ich da? Fachwerkhäuser in Trebur! Schau mal an, wie hübsch, dachte ich da. Und dort habe ich früher gewohnt? Natürlich kannte ich die meisten der abgebildeten Häuser, einige davon lagen in unmittelbarer Nähe unseres Hauses, aber so recht habe ich sie gar nicht wahrgenommen. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt selbst so häufig mit Fotoapparat durch die Gegend laufe.

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Mittwoch, 17. September 2008

Vielfältige Ausflüge

Ein Wochenende mit Besuch ist meistens mit Ausflügen in die nähere Umgebung verbunden. So war es auch am letzten Wochenende. Am Samstag besuchten wir bei strahlendem Sonnenschein den Altstadt-Flohmarkt in Hannover. Ich war tatsächlich dort zum ersten Mal, obwohl ich nun schon fast zehn Jahre hier wohne. Ich finde Flohmärkte zwar ganz nett – und dieser ist wirklich schön – aber da ich nichts sammle und auch nicht fürchterlich verrückt nach alten Dingen bin, suche ich eher selten solche Orte auf. Ein paar schöne Fotos kann man aber auf jeden Fall dort machen, und bei der Gelegenheit auch mal die schön restaurierten Nanas ablichten.

Tisch auf dem Flohmarkt mit Glasflaschen, Geschirr, Bildern etc.

menschliches Skelett hinter einem Flohmarktstand

Plastikhund mit Kopf in einem umgestürzten Eimer

die Nana Sophie am Leineufer

Am späten Nachmittag spazierten wir die kurze Strecke von unserem Wohngebiet nach Devese, wo ein Dorffest veranstaltet wurde. Es war sehr klein und dörflich, aber so sieht es wohl aus, wenn sich jemand in den Kopf gesetzt hat, das Dorf müsse endlich wieder einmal feiern und dann eine 825-Jahr-Feier veranstaltet wird.

Drehorgelspieler und zwei Damen in altertümlichen Kostümen

Stand der Bienenzüchter mit Bienenstock und Honig

Am Sonntag fand zufälligerweise der Entdeckertag in der Region Hannover statt, und diese Gelegenheit nutzten wir für einen Besuch im Niedersächsischen Museum für Kali- und Salzbergbau in Ronnenberg. Neben dem Museum konnte man auch die renaturierte Rückstandshalde besteigen, die nach Fertigstellung als Naherholungsgebiet dienen wird. Wir rätselten, wie hoch denn wohl der Gipfel sein möge, doch Informationen darüber gab es an Ort und Stelle nicht. Im Internet wurde ich schließlich fündig: Vom Salzberg zum Waldberg. Dort heißt es, die Halde habe nach der Renaturierung eine Höhe von 125 m.

Modell einer Salzbergbaugrube mit Aufzug

begrünter Hang auf der ehemaligen Halde

Nach Kaffee und Kuchen zu Hause statteten wir dem Park der Sinne noch einen kurzen Besuch ab. Mittlerweile hatte es sich aber sehr bewölkt und schließlich setzte sogar Nieselregen ein, sodass wir den Ausflugstag damit beendeten.

Blick vom Hügel auf den Park

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Samstag, 20. September 2008

Schränkchen

Am Montag haben wir ein neues Schränkchen für das Badezimmer gekauft. Ich wollte unbedingt ein kleines Schränkchen neben dem Waschbecken, weil ich das Rollregal nach über sechs Jahren nicht mehr mochte. Bei den Schweden gibt es leider nichts mehr in buchefarben, man setzt im Moment sehr auf die ganz, ganz dunklen Holzfarben. Leider passt das bei uns nicht zu Tür, Fenster und Jalousie. Eine Kombination von weiß mit mittelbraunem Holz wäre schön, aber da habe ich nirgendwo etwas zu erschwinglichen Preisen entdeckt. Zufälligerweise gab es in dem Laden mit den kleinen Preisen, wo ich damals auch das Rollregal kaufte, in dieser Woche Badezimmermöbel. Das Schränkchen gefiel, der Preis ebenfalls, und so kauften wir es. Leider gefielen mir die Griffe gar nicht, denn sie waren aus grauem Plastik und sahen wirklich billig aus.

Detail Badezimmerschrank mit grauem Plastikgriff

Also bin ich heute Nachmittag zum Baumarkt gefahren, um schöne neue Griffe zu kaufen. Der erste Baumarkt enttäuschte mich, denn dort gab es nur eine sehr geringe Auswahl. Zum Glück liegt in unmittelbarer Nähe ein weiterer Baumarkt, sodass ich dort mein Glück versuchen konnte. In der Tat hatte ich Glück, denn dort war das Angebot um einiges größer. Aber die Preise schockierten mich! Für einen verchromten oder vernickelten Metallgriff von 10 cm Breite hätte ich mindestens 5,29 Euro hinlegen müssen, und die Preise für Edelstahlgriffe lagen je nach Modell sogar bei 7 bis 10 Euro. Einzig die Kunststoffgriffe waren zu einem akzeptablen Preis zu haben. Ich überlegte hin und her, aber in einem war ich mir sicher: Ich schraube an ein Schränkchen für 50 Euro keine Griffe für 25 bis 30 Euro! Schließlich entschied ich mich dann für eine hübsche Variante aus der Kunststoffreihe. Sie passen ausgezeichnet zum Stil des Schrankes und sehen wie matte Metallgriffe aus.

Detail Badezimmerschrank mit matten Kunststoffgriff

Nun bin ich zufrieden, das Schränkchen gefällt mir so sehr viel besser.

Ausschnitt Badezimmer mit Waschbecken und Schrank

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Sonntag, 21. September 2008

Wiesn-Besuch

Heute Nachmittag waren wir auf der Wiesn. Jedoch nicht auf der Theresienwiese in München, sondern auf der so genannten Allmendefläche auf dem Kronsberg. An diesem Wochenende fand auf dem Gelände das Drachenfest statt. Viel Außergewöhnliches gab es allerdings heute Nachmittag nicht zu sehen, sondern nur ganz „normale“ Leute, die ihre Drachen steigen ließen.

viele Drachen an einer Schnur im Halbkreis

Nach einem Gang entlang und über die Wiese bestiegen wir den Aussichtshügel. Mit seinen 118 Metern ist der Kronsberg die höchste natürliche Erhebung Hannover. Das Gipfelkreuz – übrigens das einzige in Norddeutschland – steht auf dem nördlichen der beiden künstlich aufgeschütteten Aussichtshügel. Ich konnte bisher nicht herausfinden, ob diese 118 Meter mit oder ohne Aussichtshügel gemessen sind; würde man den Hügel mitrechnen, wäre der Kronsberg allerdings nicht mehr die höchste „natürliche“ Erhebung.

Gipfelkreuz auf dem Kronsberg mit Blick auf die Stadt

Das Material für die Hügel stammt übrigens – wie ich richtig getippt hatte – vom Bodenaushub, der beim Bau der Expo-Siedlung angefallen ist. Diese Wohnsiedlung ist nach einem ausgeklügelten ökologischen Konzept erbaut worden und besteht sowohl aus privat finanzierten Reihenhäusern als aus mehrstöckigen Wohnhäusern im Stadtbesitz, von denen etwa ein Drittel Sozialwohnungen sind.
Mehr Informationen gibt es im Stadtteilmagazin Kronsberg.info und im Internetportal Oekosiedlungen.de.

Grasdachreihenhäuser am Sticksfeld

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Dienstag, 23. September 2008

Der Aufreißer

Dienstags wird unser Müll abgeholt und wir stellen ihn – wie die meisten Leute übrigens – normalerweise schon abends raus. Man weiß ja nie, wie früh mal so ein Müllauto angefahren kommt. So taten wir es auch gestern Abend. Als ich heute Morgen vom Grundstück fahren wollte, erblickte ich einen aufgerissenen gelben Sack, der halb auf der Straße lag. Mist. War das unser Müllsack? Es blieb mir nichts anderes übrig, als den Rückwärtsgang einzulegen, das Auto abzustellen und nachgucken zu gehen. Ja, tatsächlich, an den Katzenfutterdosen erkannte ich es sofort, dass es sich zweifelsfrei um unseren Sack handelte. Noch mal Mist. In dem Zustand würden ihn die Müllleute sicherlich nicht mitnehmen. Ich musste also einen neuen Sack aus dem Keller holen, die herausgefallenen Teile aufsammeln und mitsamt dem alten Restsack im neuen Beutel verstauen. Dabei entdeckte ich inmitten der Verpackungen ein schwarzbraunes Häufchen. Das bestätigte meine Vermutung, dass Herr Igel, der hier in den Gärten residiert, sich als Aufreißer betätigt hatte. Wahrscheinlich hatte ihn der noch an den Dosen anhaftende Duft des Katzenfutters angelockt. Demnächst werde ich wohl den Müll erst morgens an die Straße stellen.

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Mittwoch, 24. September 2008

Bauchgeräusche

Ich vertrage es offensichtlich nicht, obwohl es doch so gesund sein soll: Vollkornbrot. Insbesondere treten die Probleme beim Roggenvollkornbrot mit vielen Körnern auf. Nach dem Essen fängt es an, im Darm zu rumoren und Geräusche zu machen. Es verursacht mir keine Beschwerden, aber diese Geräusche sind sehr unangenehm, vor allem wenn ich im Büro sitze und annehmen muss, dass es auch die Kollegen hören. Was ist aber die Ursache des Problems? Esse ich zu wenig Vollkornprodukte und meine Verdauung kommt damit nicht zurecht? Man liest ja immer wieder, dass der Körper durchaus einige Wochen brauchen kann, um sich darauf einzustellen. Das hieße, ich müsste regelmäßig (täglich?) dieses Brot essen. Bäh, nein, so gern mag ich es dann doch nicht, hin und wieder ist es in Ordnung, aber bitte nicht jeden Tag. Oder gibt es tatsächlich Menschen, die solches Brot einfach nicht vertragen und ich gehöre dazu? Ich weiß, ob das eine oder andere zutrifft, aber da ich keine Lust habe, die Variante Eins ernsthaft auszuprobieren, werde ich wohl weitgehend auf das ganz dunkle Brot verzichten.

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Montag, 29. September 2008

Aufsteiger

Am Wochenende ging es hoch hinaus. Der Mann des Hauses hatte nämlich noch einen Gutschein für einen Mietlift, mit dem er das Holz an der Dachtraufe streichen wollte. Da gutes Wetter vorausgesagt war, hat er kurzfristig ein solches Gerät angefragt und zum Glück auch noch bekommen.
Ich war dann doch etwas erstaunt über die Größe dieses Hubsteigers, denn ich hatte mir ein Untergestell ungefähr in dieser Form vorgestellt.

Hubsteiger auf Anhänger

Wie man sieht, war dieser Anhänger ganz schön groß und schwer und zudem nicht so leicht zu manövrieren. Es reichte leider nicht, ihn auf den Stellplatz zu schieben; um auch die linke Dachseite zu erreichen, musste er durchs Blumenbeet. Ich wohnte dieser Aktion nicht mit Begeisterung bei, wenn ich das einmal vorsichtig ausdrücken darf. Ich wette, viele andere hätten gesagt: „Halt! Jetzt ist aber Schluss! Das Ding kommt nicht in das Beet!“

Hubsteiger im Vorgartenbeet

Ich kann mich in Nachhinein nicht einmal beschweren, denn außer einer Rosenknospe und ein paar Zweigen eines kleinen Strauchs ist nichts abgebrochen. Wenn man dieses Foto da oben sieht, will man das gar nicht glauben.
Das „bisschen“ Streichen an beiden Hausseiten – und dabei fehlen noch die unteren Stücke hinten – nahm doch einige Stunden in Anspruch, denn es dauert doch immer einige Zeit, bis man den Lift an der richtigen Stelle hat.

Mann streicht Holz am Dach im Hubsteiger

Beim nächsten Mal – also in etlichen Jahren – wird ein solch großer Anhänger auf keinen Fall mehr in den Vorgarten passen (Beet, du kannst aufatmen!), denn dann werden der Kastanienbaum und der Flieder so groß sein, dass man daran nicht mehr vorbeikommt.

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Dienstag, 30. September 2008

Koch-Komödie oder Koch-Tragödie?

Von Anfang an schaue ich „Das perfekte Dinner“, und das läuft nun seit fast zweieinhalb Jahren von Montag bis Freitag. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder einmal „merkwürdige“ Runden oder einzelne Teilnehmer, die so gar keine Ahnung vom Kochen hatten. Da fragte man sich schon, was die in solch einer Sendung zu suchen haben oder ob sie versehentlich dort gelandet waren, weil in den Nachmittags-Talkshows gerade kein Platz mehr frei war. Dass es tatsächlich nicht immer so abläuft, wie der Sender es den Zuschauern verkaufen möchte, kann man in diesem Bericht eines Teilnehmers nachlesen.
Mittlerweile häufen sich aber die kochunfähigen Gastgeber aus dem Tal der Ahnungslosen, die mit solchen Aussagen wie „Sorbet ist doch so was Überbackenes aus dem Ofen“, „Panna cotta ist ein Kuchen mit Rosinen“, „Tunasteak … nie gehört … ist vielleicht ein Fisch“ schockieren. Leidenschaftliche Hobbyköche mit sehr guten Kochkünsten, wie der Sender sie angeblich nach wie vor sucht, sind diese Leute auf gar keinen Fall.
Am letzten Freitag trat ein niederländischer Entertainer namens Jerry Gold an, der offen verkündete, er habe gar nicht gewusst, dass er alles selbst kochen müsse. Der war doch nur dabei, um sich als Sänger zu präsentieren. Immerhin war das Kerlchen noch ganz sympathisch und unterhaltsam. Gestern war es wieder einmal ganz schlimm: Ein Hotelfachmann schlüpfte während der gesamten Sendung in die Haut seiner „Zwillingsschwester“. Schon beim Einkaufen stöckelte die Drag Queen im Pelzgewand in die Läden! Mit dabei in der Hamburger Runde ist auch ein vertrauenerweckend aussehender älterer Herr, der als Künstler geführt wird. Früher war er mal Milieumanager. Aha, Hamburg, Kiez, Milieu … was wird er da wohl gemanagt haben? Da muss man nicht lange raten und die Hamburger Morgenpost erzählt ein wenig mehr über den „schönen Klaus“.
So unterhaltsam und interessant das alles vielleicht auch sein mag, das eigentliche Thema der Kochsendung ist verfehlt, wenn die Leute nicht kochen können.
Natürlich kann ich abschalten oder bräuchte erst gar nicht einzuschalten, aber weiß man es vorher, ob es nicht doch sehenswert ist? Ich schaue noch eine Weile und wenn es mir zu blöd wird, lasse ich es eben sein.

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