April 2008

Samstag, 5. April 2008

Krumpelteppich

Der tägliche Kampf mit dem bösen Teppichmonster:
Kater auf zusammengeknülltem Teppich

Kater auf dem Sprung auf zusammengeknülltem Teppich

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Montag, 7. April 2008

Marquise grise

Eine Markise soll ans Haus und künftig die Terrasse überschatten – das war der große Wunsch des Mannes. Bisher hatten uns zwei große Sonnenschirme guten Dienst geleistet, doch so eine Markise ist natürlich in vielen Punkten komfortabler. Da diese Markisenanlage die Größe einer Standard-Balkonüberdachung ein wenig überschreiten wird, hatte ich zunächst Bedenken, ob das Ganze überhaupt halten würde bis hin zu der sicherlich etwas übertriebenen Angst, das Haus könnte umkippen.
Am Donnerstag war also der Markisenmann da, um Maß zu nehmen, technische Details zu klären und ein Angebot zu machen. Er hatte auch einen dicken Katalog mit Stoffmustern mitgebracht und ließ ihn bei uns, damit wir in Ruhe eine Auswahl treffen konnten.
Im Grunde hatten wir an ein ähnliches Rot/Terra wie bei den Sonnenschirmen gedacht. Die sehen nämlich so aus:
zwei aufgespannte rote Sonnenschirme auf der Terrasse

Den größten Teil des Markisenstoffbuches machten die Streifenmuster aus. Oh je, da gibt es eine Menge grauslicher Varianten. Die Blockstreifen können durchaus nett aussehen, wenn man zum Beispiel ein weiß verputztes Haus hat. Aber zu roten Klinkern geht das gar nicht. Von den Uni-Rottönen gab es zwei, die infrage kamen. Das Terra war leider zu braun und nicht rötlich genug. Nach Anhalten der Stoffmuster an die Hauswand entschieden wir uns für das Rot Nummer 14125. Leichte Zweifel blieben jedoch bei mir, ob es denn wirklich passen und gut aussehen würde. Den Farbwunsch wollten wir an den Markisenladen faxen. Am Wochenende war ich allerdings froh, dass deren Faxgerät offensichtlich nicht funktionierte. Ich zweifelte immer mehr an dem Rot. Also überlegten und schauten wir noch einmal. Ich sprach schließlich das aus, was mir schon eine Weile im Kopf herumschwirrte: „Also, wenn wir ganz dezent sein wollen, dann nehmen wir grau.“
Und so haben wir uns dann für ein Hellgrau entschieden. Ob wir jetzt wohl alt werden, wenn alles grau wird? Die neuen Stufenmatten haben ja auch schon diese Farbe. Aber ehrlich gesagt, passt grau am besten zu den roten Klinkern mit den grauen Fugen und wir laufen nicht Gefahr, ein rotes Dach über der Terrasse zu haben, das sich wahlweise mit dem Rot der Klinker oder dem des Daches beißt.

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Dienstag, 8. April 2008

Ich werde eine Brillenschlange

Meine erste Brille hatte ich im Jahr 1978. Ich bin etwas kurzsichtig, aber nicht so viel, dass es mich wirklich beeinträchtigen würde. Es folgte dann noch eine zweite Brille, vermutlich Anfang der achtziger Jahre. Diese Brille ist bis zum letzten Jahr, als ich meinen Kadett verkaufte, immer brav im Auto mitgefahren – gut verwahrt im Handschuhfach.
Gelegentliche Sehtests beim Einstellungs- oder Bildschirmarbeitsplatzuntersuchungen habe ich auch immer einigermaßen „bestanden“. Im letzten Jahr wurden allerdings Bedenken in den Bericht geschrieben. Ich weiß zwar nicht, was passieren würde, wenn ich nichts unternehmen sollte. Ob ich dann überhaupt nicht mehr weiterarbeiten oder vielleicht nur am PC nicht mehr arbeiten darf? Nun gut, da mir ja klar ist, dass ich tatsächlich eine Brille benötige und nun auch noch die Altersweitsichtigkeit dazu kommt, wollte ich etwas tun.
Man sollte ja meinen, ein Jahr sei wahrlich lang genug, um zum Optiker zu gehen und sich eine Brille zu besorgen. Nicht so bei mir. Zuerst ist noch ewig lange Zeit und sie verfließt mit Gedanken wie „Das mache ich mal nächsten Monat“ oder „Im Urlaub gehe ich dorthin, da habe ich ja viel Zeit“.
Nun haben wir April und der nächste Sehtest im Mai rückt näher. Nach einem ersten erfolglosen Anlauf (der Laden war total überfüllt) war ich gestern Nachmittag endlich beim Optiker und habe einen Termin vereinbart. Am Samstag werden die Augen gemessen und dann werde ich ungefähr ein bis zwei Wochen später eine neue Brille besitzen.
Gestern Abend überlegte ich und sprach dann: „Wie das wohl sein wird, wenn ich eine Brille trage? Aber bestimmt setze ich die nicht immer auf.“ Worauf ich dann zu hören bekam: „Du bist wie Helga Beimer!“ (Mutter Beimer aus der Lindenstraße, die aktuell ihr neues Hörgerät nicht tragen will.)

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Samstag, 12. April 2008

Teure Sehkraft

Heute Vormittag hatte ich also einen Termin beim Optiker zum Augen vermessen. Unnötigerweise war ich ziemlich aufgeregt, denn außer Buchstaben vorlesen würde doch nicht viel geschehen. Das medizinische Ergebnis fiel überraschend gut aus. Meine Sehstärke in der Ferne hat sich in den letzten fünfundzwanzig Jahren überhaupt nicht verändert. Ich hatte ja eine Verschlechterung zu den -1,0 Dioptrien meiner letzten Brille erwartet, doch dem war nicht so. Meine geringere Sehstärke setzt sich aus -0,25 „normaler“ Fehlsichtigkeit und -0,75 leichter Hornhautverkrümmung zusammen. Nun kommt eben noch die Alterssichtigkeit mit +1,75 dazu. Die immer kleiner werdenden Schriften auf dem Musterblatt konnte ich jedoch alle noch lesen, wenn auch die unterste Zeile etwas verschwommen war. Das Ergebnis der Arbeitsplatzuntersuchung vom letzten Jahr ist also durchaus nicht so dramatisch zu bewerten wie es mir vermittelt wurde. Mich wundert allerdings, dass in den Jahren zuvor nie jemand etwas Ähnliches geäußert hat, denn besser gesehen habe ich früher auch nicht. Und wie ist das mit der Hornhautverkrümmung – konnte man das vor fünfundzwanzig oder dreißig Jahren noch nicht diagnostizieren? Ich erinnere mich nämlich, dass ich für meine erste Brille einen Augenarzt aufsuchte. Der hat nichts dergleichen festgestellt, oder hat er es mir nur nicht gesagt?
So weit, so gut.
Das finanzielle Ergebnis fiel bei weitem nicht so positiv aus. Ich sage nur: Gleitsichtgläser! Doch da ich nach den heutigen Erkenntnissen mit einer stabil bleibenden Sehstärke rechnen kann, werde ich einige Jahre etwas von der Brille haben und dann relativiert sich das Ganze ein wenig.

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Sonntag, 20. April 2008

Fleißig

Gestern war es mir ein wenig zu kalt für Gartenarbeit, also habe ich Papierkram erledigt: Die Einkommenssteuererklärung musste gemacht werden. Die größte Herausforderung dabei war das Auffinden der Lohnsteuerbescheinigung des Mannes, der außer Haus war. Beim zweiten Suchanlauf hatte ich jedoch den richtigen Riecher und fand das Blatt Papier in einem Umschlag mit einer Gehaltsabrechnung. Der Rest war relativ einfach und schnell erledigt. Schon seit Jahren benutze ich ElsterFormular und im letzten Jahr habe ich zum ersten Mal alles komplett papierlos via Internet und elektronischem Zertifikat ans Finanzamt übermittelt. So auch dieses Mal, und ich hoffe, es klappt genauso schnell und reibungslos wie damals.
Heute war es schon etwas wärmer und zeitweise auch sonnig. Also kam der Garten dran. Das Vorgartenbeet habe ich in Ordnung gebracht, es bekommt demnächst nur noch eine Schicht Rindenmulch. Hier und da habe ich etwas Unkraut entfernt und zum Schluss noch kurzerhand die Malerrose umgepflanzt, die nicht so recht wachsen und gedeihen wollte. Ob es an der neuen Stelle besser wird, muss ich abwarten, aber dort hat sie auf jeden Fall mehr Platz.
gelbe Löwenzahnblüte

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Dienstag, 22. April 2008

Löwenmauls Worte zur Werbung

Passabler Doppelgänger

Seit einiger Zeit wirbt das Telekommunikationsunternehmen Alice in einer Fortsetzungsgeschichte mit einem Mann, der den Schauspieler Brad Pitt darstellen soll. Das dachte ich jedenfalls bis heute. Als ich dann spaßeshalber mal nach „Alice Brad Pitt“ suchte, um zu schauen, ob irgendjemand einen Kommentar über diese Werbespots abgegeben hat, war die Überraschung groß: „Brad Pitt ist das neue Werbegesicht von Alice“, las ich da zum Beispiel. Huch?! Ich war wirklich fest davon überzeugt gewesen, dass es sich um einen passablen Doppelgänger handelt und ich habe mehr aus der Ähnlichkeit und der Reaktion von Mutter und Tochter geschlossen, wen dieser Mann darstellen soll. Und dann ist er es doch höchstpersönlich!

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Freitag, 25. April 2008

„Der Papierkrieg“

So lautete heute die Überschrift eines Artikels in der Tageszeitung über die Altpapierentsorgung. In der letzten Zeit wurde mehrfach darüber berichtet, dass nun auch private Unternehmen die Altpapierabholung übernehmen wollen. Da der Preis für den Rohstoff Papier in den vergangenen Monaten enorm angestiegen ist, wollen nun viele ein Stück vom Kuchen abhaben.
Bei unserem kommunalen Entsorgungsbetrieb konnte man schon vor einiger Zeit eine Tonne für das Altpapier bestellen. Bisher gab es nur die Möglichkeit, das Papier in gelbe Säcke zu packen oder es zum Papiercontainer zu bringen. Zum Glück wird in der Region Hannover der Müll in Säcken gesammelt, so sind wir nicht gezwungen, einen Platz für Mülltonnen auf unserem Grundstück zu schaffen. Deshalb war diese Papiertonne für uns überhaupt nicht interessant.
Nach dem Motto „Frechheit siegt“ hat gestern einer der Beteiligten gehandelt:
Am späten Nachmittag kam ich nach Hause und sah vor der Haustür unserer Nachbarn eine Tonne mit blauem Deckel stehen. Ich dachte mir, sie hätten sich eine solche nun bestellt. Doch dann erfuhr ich, dass diese Tonne vor der Grundstückseinfahrt gestanden hatte. (Übrigens sah ich später noch viele dieser Tonnen stehen, das war mir vorher gar nicht aufgefallen.)
Ein Zettel in der Tonne gab Aufschluss über die Herkunft: Da hatte also eines dieser privaten Abfallentsorgungsunternehmen einfach so seine Tonnen überall verteilt in der Hoffnung, möglichst viele Leute würden sie behalten.
Unsere Nachbarn möchten sie gern behalten und wir haben uns erst einmal darauf verständigt, sie gemeinsam zu nutzen. Dann sehen wir, ob sie für zwei Haushalte ausreichen wird.
Allerdings finde ich es im Grunde recht unverschämt, den Leuten etwas nicht Bestelltes – auch wenn es kostenlos ist – vor die Tür zu stellen und dann noch von ihnen zu erwarten, dass sie es bei „Nichtgefallen“ wieder abbestellen.
Übrigens war man in der Stadtverwaltung Hemmingen genauso wie im benachbarten Pattensen wenig begeistert davon, dass die Tonnen ohne Genehmigung auf öffentlichem Grund abgestellt und mancherorts sogar zur Verkehrsbehinderung wurden.
Außerdem war zu lesen, die Müllgebühren könnten ansteigen, wenn der kommunale Betrieb keine oder weniger Einnahmen aus der Altpapierentsorgung haben würde.

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Samstag, 26. April 2008

Markisen-Halterung

Heute mussten Löcher in unser schönes Haus gebohrt werden! Ganze acht Stück! Aber eine Markise muss schließlich befestigt werden und deshalb bin ich nicht ganz so traurig.
So lang sind diese Dinger:
lange Metallschraube

Zwei pro Halterung sitzen im Dachbalken und das sollte wohl halten:
Metallschrauben in der Holzverkleidung

Am Dienstagnachmittag wird die Markise montiert und ich bin schon sehr gespannt, wie es dann aussehen wird.

Abends haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr gegrillt. Es war ein wenig ungemütlich ohne Dach über dem Kopf, aber für zwei Tage lohnte es sich wirklich nicht, einen Sonnenschirm aufzustellen, weil ja erst einmal der Fuß mit Wasser befüllt werden muss.

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Sonntag, 27. April 2008

Kurzausflug nach Bremen

Man glaubt es kaum, aber ich war heute zum ersten Mal in Bremen, mal abgesehen von einer Hochzeitsfeier vor zehn Jahren, die irgendwo außerhalb in einem Vereinsheim stattgefunden hat.
Wir sind komfortabel in dem großen Schwarzen gereist, auf der Autobahn war nicht viel los und das Wetter war perfekt.
Vom Schnoor ging es dann zum Marktplatz, durch die Böttcherstraße und an die Schlachte, wo gerade das Eröffnungswochenende des Kajermarktes stattfand.
Ich habe einige schöne Fotos mitgebracht und bin mir sicher, dass wir bestimmt noch einmal nach Bremen fahren werden.

Die Bremer Stadtmusikanten

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Montag, 28. April 2008

Die Markise hängt

Heute Nachmittag wurde die Markise montiert. Sogar ein Schwingungssensor ist mit dabei, obwohl wir den gar nicht bestellt hatten. Sobald der Wind heftigere Bewegungen der Markise verursacht, registriert dies der Sensor und die Markise fährt automatisch ein.
Die Herren Monteure gaben in Bezug auf die Technik leider kein so gutes Bild ab. Zum einen erklärten sie, dieser Sensor würde ab sofort funktionieren, weil alles im Werk eingestellt worden sei, zum anderen versuchten sie, durch Daraufpusten Wind zu simulieren. Wie der Mann später durch Lesen der Bedienungsanleitung herausfand, handelt es sich wie schon oben geschrieben um einen Schwingungssensor, der Bewegungen misst und nicht um einen Windmesser. Außerdem mussten natürlich Markise und Sensor erst aufeinander programmiert werden, damit sie sich erkennen.
Die Terrasse wirkt jetzt noch einmal größer, denn erstens hat dieser Sonnenschutz eine größere Fläche als die beiden Sonnenschirme, zweitens ist er höher als die Schirme und drittens stehen nicht mehr die dicken, wasserbefüllbaren Ständer im Weg herum.
hellgraue Markise am Haus

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