Juni 2007

Montag, 4. Juni 2007

Autoverkauf – der neueste Stand

Mein Auto ist nicht sehr gefragt. Ich hatte es schon befürchtet und im Grunde ist es auch kein Wunder. Fünfzehn Jahre alt, 200.000 Kilometer gelaufen, TÜV nur noch bis Oktober, nicht umgerüstet auf Euro 2 oder was auch immer da ginge, klappernder Auspuff …
Der Interessent vom letzten Mittwoch hat sich nicht mehr gemeldet, das hatte ich auch gar nicht erwartet, nachdem er das Auto so genau unter die Lupe genommen hatte und der Kumpel nach seiner Aussage sowieso dagegen war. Gestern wollte jemand vorbeikommen, der dann aber weder zur vereinbarten Uhrzeit erschien noch den Termin absagte. Vielen Dank auch, ich habe ja sonst nichts anderes zu tun als zu Hause herumzusitzen und vergeblich zu warten. Ein Anrufer würde das Auto für seine Tochter kaufen, allerdings nur 500 Euro zahlen. Schließlich meldete sich gestern noch einer, der mir 700 zahlen wird. Er wollte noch gestern Abend mit dem Zug anreisen, wäre um 21:30 Uhr am Hauptbahnhof angekommen und fragte, ob ich ihn abholen könnte. Ich war etwas sprachlos ob dieses Ansinnens und redete mich damit heraus, dass wir Besuch bekämen und ich nicht weg könne. Wieso muss ich das überhaupt begründen? Na ja, es muss einem ja auch auf die Schnelle eine passende Antwort einfallen. So reist er nun heute Nachmittag an, wird hoffentlich echte 700 Euro auf den Tisch legen und kann dann das Auto mitnehmen. Ich hoffe, es geht alles glatt über die Bühne. Mein Kollege warnte mich vorhin schon vor dem Verkauf eines noch angemeldeten Autos. Aber mal ehrlich, laufen denn so viele Verbrecher durch die Gegend, dass man keinem Menschen mehr trauen kann? Selbstverständlich wird alles ordentlich schriftlich festgehalten und dann sollte das doch wohl klappen.

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Er ist weg

Heute Nachmittag düste ich also von der Arbeit zum verabredeten Treffpunkt und fand dort den Autointeressenten samt weiblicher Begleitung vor. Sie erkannten mich sofort am zuvor benannten schwarzen Opel Corsa. Wie es sich zeigte, war dieser Interessent auch einer, der sich gut mit Opel Cabrios auskannte und ein spezieller Liebhaber von Kadett Cabrios war, denn er erzählte mir, dass er sich nie ein Astra Cabrio kaufen würde. Vor Ort nahm auch er das Auto genau unter die Lupe, aber außer dem kaum noch vorhandenen Kühlwasser (oh, wie peinlich) fand er nichts wirklich Gravierendes. Seine Anmerkung zum Ölwechsel-Zettel (wieder bei 106.000 fällig, mittlerweile hat das Auto 201.000 drauf) hat mich heute Nachmittag wegen der Aufregung verwirrt, mittlerweile weiß ich aber, dass da die Jungs in der Werkstatt auf dem Tacho beim letzten Ölwechsel nur die 80.000 oder 90.000 gelesen haben und nicht wussten, dass das Auto schon 100.000 mehr drauf hat. Also müsste auf dem Zettel 206.000 stehen.
Trotzdem, wie gesagt, schien mir der Käufer ein richtiger Opel Kadett Cabrio-Fan zu sein, denn er erwähnte, er würde das Auto noch viel schöner machen, als es jetzt schon sei. Ich wünsche ihm viel Glück dabei und würde gern einmal ein Foto vom fertigen Exemplar sehen.
Mein letztes Bild im Kopf von meinem ehemaligen Auto ist ein Kadett Cabrio mit geöffnetem Verdeck, das sich bei trockenen Wetter mit ein paar Wolken und zwei jüngeren Leuten innendrin hupend und winkend Richtung Hannover wegbewegt.
Nein, ich weine meinem Auto gewiss nicht nach. Meine Autos waren immer nur Gebrauchsgegenstände für mich gewesen, doch ich stelle fest, dass ich mit diesem letzten Exemplar wohl doch zu lange zusammen gefahren bin: viele Arbeitskilometer von Trebur nach Frankfurt, einige Urlaubsreisen nach Südfrankreich und einmal nach Norwegen, viele Wochenenden nach Hannover …
Nun wohnt der alte Kadett in Bielefeld (hätte ich dort gewohnt, dann hätte er bestimmt ein Kennzeichen BI-NE ??? bekommen) und wird dort einer künstlichen Verjüngung unterzogen. Er und sein neuer Besitzer werden bestimmt glücklich miteinander, denn selbst wenn mein Auto nicht extrem gepflegt war, so war es auch gewiss nicht heruntergekommen.
Ich freue mich über meinen neuen Corsa, der mich so schön kühlt, denn Sonne von oben auf meinen Kopf bekommt mir nicht mehr so gut.

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Donnerstag, 7. Juni 2007

TV-Spots

Per Zufall stieß ich kürzlich auf die Seite des Mediendienstes Kress. Dort gibt es einige hundert Werbespots, unter anderem auch sehenswerte alte aus den sechziger Jahren und die allererste Fernsehwerbung von Persil aus dem Jahr 1956.
Ich habe mich wieder einmal köstlich über die Frauengoldwerbung amüsiert. Kein Wunder, dass das Zeug später verboten wurde, an der Wirkung sieht man ja, dass es hochgiftig sein muss 😉

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Freitag, 8. Juni 2007

Plüschkrake …

… oder auch: Türkischer Mohn, innen
Blüteninneres eines Türkischen Mohns
Gekauft, gepflanzt, gegossen, gesehen und geknipst in meinem Garten.

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Samstag, 16. Juni 2007

Schreibblockade?

Da werde ich doch tatsächlich schon gefragt, warum ich seit dem 8. Juni nichts mehr geschrieben habe ;-). Was war los? Na, eben nichts. Jedenfalls nichts Erwähnenswertes. Mir ist zu heiß, ich kann dieses schwüle Wetter nicht leiden. Am letzten Samstag habe ich nicht einmal den Staubsauger in die Hand genommen. Zum Glück wurde es abends angenehmer, so dass wir die Geburtstagsgrillparty bei einem Freund genießen konnten.
Der Garten hinkt natürlich auch hinterher. Entweder ist es zu heiß oder es hat gerade geregnet und es ist matschig oder ich muss zwischendurch mal ein bisschen Geld verdienen gehen. Es wächst also stellenweise noch jede Menge Zeug, was da nicht hingehört.
Ansonsten warte ich. Ich warte auf Geld vom Finanzamt, das erst einmal wieder zurückging, weil sich die Kasse bei der Kontonummer vertippt hat. Ich warte auf die Rückerstattung der Kfz-Steuer. Und ich warte auf ein Päckchen, das auch wieder zurückging, weil sich der gelbe Paketdienst wohl ein Späßchen erlauben wollte. Gründe für das Nichtausliefern sind jedenfalls nicht erkennbar und auf Anfragen reagiert man sowieso nicht. Zum Glück ist es nichts Dringendes, es ist auch nicht verlorengegangen und jetzt hoffentlich auf dem Weg zu mir an meine Arbeitsstelle.
Dann warten wir noch auf ein Antwortschreiben der Heizthermenfirma (ich berichtete über die Reparatur am 3. Mai). Natürlich kam eine Rechnung, dazu noch in unverschämter Höhe. Darauf gab es ein erstes Schreiben, denn das sahen wir so gar nicht ein. Ein Montagefehler hätte deren Techniker gleich bei der Abnahme feststellen müssen und da hätte er noch problemlos beseitigt werden können. Wie nicht anders zu erwarten, ging man im ersten Antwortschreiben nicht auf unsere Argumente ein, sondern schrieb eher daran vorbei. Gleich darauf trudelte die erste Mahnung ein. Unser zweites Schreiben schilderte noch einmal sehr deutlich den Sachverhalt. Bisher haben wir nur eine zweite Mahnung erhalten und warten jetzt auf eine weitere Reaktion. Im allerallerschlimmsten Fall müssen wir die knapp 400 Euro doch zahlen und werden dann wahrscheinlich als Dank für das Entgegenkommen den Wartungsvertrag kündigen, für den wir jährlich 250 Euro hinlegen. Da wird sich schon ein anderes Unternehmen finden, das für diese Heiztherme die Wartung durchführen kann.

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Mittwoch, 20. Juni 2007

Alles läuft

Na also, geht doch: Am Montagnachmittag war das Geld vom Finanzamt auf meinem Konto. Gestern zeigte mir ein Blick in die Online-Vertragsauskunft meiner Versicherung, dass dort nur noch das neue Auto steht und der Restbetrag schon ausgerechnet wurde. Außerdem hatte ich auch gestern einen Scheck über das Guthaben der Kfz-Steuer im Briefkasten. Somit ist also der Autoverkauf endgültig abgeschlossen.
Heute traf dann endlich das Paket ein, das aus unerfindlichen Gründen zunächst wieder an den Absender zurückgegangen war. Eingekauft habe ich bei Deliwelt die schön scharfen Mr. Wasabi-Snacks und zwei kleine Päckchen Zotter Balleros mit Kürbiskernen. Die Wasabi-Erdnüsse bekam ich vor einiger Zeit als Probetütchen und mich hat diese Meerrettichschärfe begeistert: Einen kurzen Moment zieht die Schärfe durch Mund und Nase und ist dann gleich wieder verschwunden. Sehr lecker!

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Donnerstag, 21. Juni 2007

Nicht schlecht

Heute habe ich nach knapp vier Wochen zum zweiten Mal den Corsa betankt. Und siehe da: 7 Liter habe ich in der ersten Runde verbraucht. Für Kurzstrecken in der Stadt mit ein paar Kilometern über den Schnellweg mit ca. 100/110 Stundenkilometern ist das gar nicht so übel. Mit etwas weniger flottem Fahren könnte man da sicher noch mehr sparen.

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Sonntag, 24. Juni 2007

Fotokollagen

Im August letzten Jahres hatte ich ein Poster mit Blumenfotografien zusammengestellt. Das ist so gut geworden, dass ich mir vornahm, eine ähnliche Fotokollage mit Bildern aus meinem Arbeitsumfeld zu basteln. Doch ich wollte dieses Mal nicht so eine geradlinige Aneinanderreihung, sondern eine Ansammlung wie zufällig auf den Tisch geworfene Fotos. Bis dahin arbeitete ich noch mit Paint Shop Pro 7 und da wäre es ziemlich viel Aufwand gewesen. Dann hatte ich testweise die Version 10 und stellte mit Begeisterung fest, dass es nun jede Menge fertiger Bilderrahmen gibt, mit denen man viel Hübsches zaubern kann. Ich hatte aber keine rechte Lust und Laune zum experimentieren und dann war die Testversion abgelaufen. Nun habe ich einen neuen – und erfolgreichen Anlauf – genommen. Mit der 11er-Testversion des Programms habe ich zwei Varianten zusammengestellt und dann als 50 x 70 cm-Poster entwickeln lassen. Gestern konnte ich die fertigen Poster abholen und sie sehen klasse aus! Die kommen morgen als Verschönerung ins Büro und ich könnte wetten, der eine oder andere Kollege möchte die bestimmt auch haben.
rotes Poster mit Polaroidfotos schwarzes Poster mit Dias
Zur Großansicht einfach auf die Bilder klicken!

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Dienstag, 26. Juni 2007

Hannover kocht

Diese Woche wird beim Perfekten Dinner wieder einmal in Hannover gekocht. Wie nicht anders zu erwarten, kenne ich keinen der Kandidaten. Hätte aber vielleicht sein können, schließlich sind mir in der Zeitarbeitsphase ziemlich viele Leute über den Weg gelaufen. Möglicherweise kann man ja wenigstens erkennen, wo die Leute wohnen. Immerhin zeigen sie doch mal den einen oder anderen beim Interview vor einem bekannten Bauwerk, sonst könnte es auch in jeder anderen Stadt sein. Als der Kandidat gestern bei seiner Einkaufstour gefilmt wurde, dachte ich nur: „Och nööö! Gibt es denn in Hannover nur einen einzigen Ort, wo man einkaufen kann, nämlich die Markthalle?“ Ich hoffe ja, dass die vier übrigen Mitbewerber auch mal andere Geschäfte aufsuchen.

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Mittwoch, 27. Juni 2007

Erfolgreiche Briefeschreiberei

Heute war nach drei Wochen – inklusive Postweg – endlich ein Brief der Heizungsanlagenfirma im Kasten. Noch bevor ich die Jacke auszog, musste ich den Umschlag öffnen, denn ich war gespannt, ob es eine langweilige 3. Mahnung, ein Schreiben mit Androhung von gerichtlichen Schritten oder doch ein positiver Bescheid sein würde.
Und kaum zu glauben, mein Mann war mit seinem ausgezeichnet formulierten zweiten Schreiben, das den Sachverhalt eindeutig darstellte, erfolgreich gewesen: Man kommt uns entgegen und wir müssen nur die Hälfte des Betrages zahlen!
Auch in diesem Brief ist man nicht auf den Sachverhalt eingegangen, sondern hat nur von „Anregungen“ gesprochen. Ich denke mir aber, dass man wahrscheinlich noch einmal genauer nachgeforscht hat, was tatsächlich repariert wurde und sich dann vielleicht dachte, dass es kein so gutes Licht auf die Firma wirft, wenn ein solcher Fehler nicht bei Inbetriebnahme oder spätestens bei einer der jährlichen Wartungen von den eigenen Technikern entdeckt wird. Außerdem dachte man sich bestimmt, man kommt dem Kunden mit diesem für die Firma verhältnismäßig kleinen Betrag entgegen („Schauen Sie mal, der Kunde zahlt immerhin jährlich für die Wartung 250 Euro“) und behält einen zufriedenen Kunden, der für den Kauf der nächsten Heizungsanlage wieder zurückkommt.

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Freitag, 29. Juni 2007

Schreck am Vormittag

Ich saß noch nicht lange im Büro, als mein Telefon klingelte. Jörg war dran und sagte: „Unsere Nachbarin hat mich gerade angerufen.“ In Bruchteilen von Sekunden ging mir durch den Kopf: „Wenn die Nachbarin anruft, während wir bei der Arbeit sind, muss es etwas Dringendes sein. Es muss etwas passiert sein. Einer der Katzen ist etwas zugestoßen. Bei uns ist eingebrochen worden. Das Haus brennt ab …“ Doch dann konnte ich mich wieder etwas beruhigen, denn nicht von alldem war geschehen. Ich erfuhr, welche Nachbarin angerufen hatte und dass sie wissen wollte, ob wir nachts etwas gehört hätten, weil doch unser Schlafzimmerfenster an der Straßenseite liegt. Man hat nämlich das Auto ihres Mannes heute Nacht entwendet. Wie gut, dass wir so alte und uninteressante Autos fahren. Trotzdem – ganz sicher sein kann man sich auch da nicht …

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