Januar 2007

Samstag, 6. Januar 2007

Zurück in den Alltag

Der Urlaub ist vorbei und am Montag geht es nach gut zwei Wochen Entspannung wieder zurück in den Alltagstrott. Eigentlich darf mich keiner fragen, was wir denn im Urlaub gemacht haben, denn es war vor allem viel Nichts und viel Schlafen. Immerhin habe ich in Kürze ein sehr dickes Buch gelesen, wir waren auch einmal in der Stadt, was ich aber wieder viel zu anstrengend fand. Nicht einmal hier habe ich viel geschrieben und kaum auch woanders gelesen. Aber das wird sich jetzt alles ändern und ich werde mich vor allem wieder an das frühe Aufstehen gewöhnen müssen.

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Samstag gerettet

Während der Mann wieder im Wald war, wollte ich heute auch etwas Vernünftiges tun: Backofenreinigung. Mit nur wenigen Handgriffen lässt sich das gesamte Innenleben unseres Miele-Backofens herausnehmen. Das habe ich als erstes geschrubbt, während der Reinigungsschaum im Innenraum wirkte. Nach zwei Stunden und reichlich schrumpeligen Fingern beschloss ich, dass es erst einmal gut sein sollte. Den Rest wollte ich erledigen, wenn ich neuen Backofenreiniger besorgt habe. Also habe ich alles wieder eingebaut und wollte zuletzt die Tür einsetzen. Da machte das linke Scharnier „klapp“ und war eingerastet. Leider nicht im Ofen, sondern zurück in der noch nicht eingesetzten Tür. So ein Mist! Da war wohl der Sicherungsbügel nicht richtig fest gewesen. Ich legte die Tür zurück auf den Tisch und schaute mir das Ganze an. Da bewegte sich kein Millimeter! Ratlos stand ich davor und überlegte, ob man das Scharnier irgendwie überzeugen könnte, wieder auszurasten. Aber alles Drücken und Ziehen half nichts, es saß bombenfest. Ich sah schon einen traurigen Samstagnachmittag auf mich zukommen mit den ständigen Gedanken an eine Backofentür, die ich kaputt gemacht hatte. Es würde ja noch einige Stunden dauern, bis die mögliche männliche Rettung aus dem Wald zurückkehren würde. Verzweifelt überlegte ich, ob man vielleicht die ganze Tür auseinanderbauen müsse und vermutlich noch Spezialwerkzeug dazu brauche. Ich suchte im Internet nach Reparaturtipps für eingerastete Türscharniere bei Backöfen, aber so etwas gibt es nicht. Dann wieder zurück in die Küche zur verfluchten Tür. Noch wollte ich nicht aufgeben. Es musste doch möglich sein, zum Beispiel mit einem Schraubendreher irgendwo zu drücken, um das Scharnier wieder herauszubekommen. Schließlich fand ich die Lösung: Ich piekte vorsichtig durch den Sicherungsbügel nach unten gegen das Scharnier. Dieses bewegte sich tatsächlich langsam und ich konnte es so weit herausdrücken, dass ich den Bügel wieder einrasten konnte. Geschafft! Ich war dermaßen froh, dass ich so geschickt gewesen war, das Malheur selbst wieder auszubügeln. Nun ist die Tür wieder dran und ich kann ganz fröhlich den restlichen Samstag verbringen.

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Dienstag, 9. Januar 2007

Nur mal kurz …

… zwei leere Wasserkästen abgeben und zwei neue kaufen. Eigentlich eine Sache von zehn Minuten. Uneigentlich kann das zu einem nervigen Drama von über einer halben Stunde werden. So erging es mir gestern Nachmittag, als ich diese im Grunde harmlose Aktion vorhatte. Flott und guten Mutes schob ich den Einkaufswagen mit dem Leergut durch den Eingang, bog nach links ab und musste jäh abbremsen: An den Leergutautomaten hatte sich eine fünfzig Meter lange Schlange gebildet. Kein Wunder einerseits, denn einer der Automaten war defekt. Kein Wunder andererseits, denn ein Kunde befüllte den Automaten eine scheinbar endlose Zeit mit gefühlten fünfzig Millionen Einzelflaschen. Es muss dort ein Loch im Boden gewesen sein, anders kann ich es mir nicht erklären, woher er all das Leergut nahm. Endlich war er fertig, doch auch viele der nachfolgenden Leute hatten Kisten und Tüten mit einzelnen Flaschen, so dass ich nur langsam aufrücken konnte. Dann war es endlich geschafft und der Rest würde ein Kinderspiel sein. Dachte ich … Die Schlange an der Kasse im Getränkebereich war wieder einmal am längsten, also beschloss ich, mich weiter vorn anzustellen. Drei bis vier Leute vor mir, alles im grünen Bereich. Dachte ich … Ganz vorn waren gerade zwei Frauen mit Einpacken beschäftigt. Leider hatten sie viele Kleidungsstücke gekauft, die nacheinander vorsichtig aus dem Wagen gehoben wurden und von denen noch das Sicherungsetikett entfernt werden musste. Auf dem Laufband standen auch mehrere große Kartons, die ich aus Langeweile während der Wartezeit genauer betrachtete und als Kerzenständersets identifizierte. Der Herr hinter mir wurde langsam unruhig. Zunächst schob er seinen Wagen immer weiter nach vorn, so dass er praktisch neben mir stand. Das mochte ihm vielleicht aus optischen Gründen weiter ans Ziel bringen, tatsächlich aber würde er genauso lange warten müssen wie wenn er hinter mir stünde. Kurz darauf brach er seine Zelte entnervt ab und suchte sich eine andere Kasse. Ich bin kein Kassenhopper, denn meistens lohnt es sich nicht oder man erwischt sogar noch eine langsamere Kasse. Also blieb ich, wenn auch leicht angespannt, weiter stehen. Aus unerfindlichen Gründen ging es gar nicht vorwärts, alle schauten sich resigniert an und die übernächste Kundin vor mir empfahl mit einem Blick nach hinten in die allgemeine Runde, es wäre besser, sich woanders anzustellen. Ich zuckte mit den Achseln und war noch gewillt, dies jetzt durchzustehen. Wieder wurde vorn ein Kleidungsstück verfrachtet, dann folgte ein Karton, und dann griff die Kassiererin zum Telefon … Sie wird das Problem, was immer es auch sein mag, sofort gelöst haben, redete ich mir besänftigend ein. Gleich ist es geschafft … Sie legte das Telefon wieder weg, ohne mit jemandem gesprochen zu haben. Ihre umherirrenden Blicke deuteten keine schnelle Lösung an. Das war zu viel. Ich gab auf. Demütig schob ich meinen Einkaufswagen mit den beiden armseligen Wasserkästen an eine andere Kasse. Nach wenigen Minuten hatte ich es dann endlich geschafft. Auf dem Weg nach draußen verfluchte ich innerlich den großen Herrscher über den Supermarkt, dass er mir eine kostbare halbe Stunde meines Lebens gestohlen hatte.

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Mütterchen „Britta“ im Maggi-Kochstudio

Erinnert sich noch jemand an das zweiteilige Fernsehspiel „Britta“ von 1977? Mir fiel das kürzlich wieder ein, als ich die „Britta“-Darstellerin als Muttchen mit ihrem unerzogenen, erwachsenen Rockersöhnchen im Maggi-Kochstudio sah. Der Sohn quengelte ständig nur „mag ich nicht, ess ich nicht“ oder Ähnliches. Dem hätte ich nichts mehr gekocht. Jedenfalls dachte ich an diesen Film, der damals ziemlich erfolgreich war und den ich natürlich auch gesehen habe. Diesen Boris mit der großen Brille und dem großen Mund, der ständig irgendwie schmatzte, fand ich so abstoßend. Mir war es ein Rätsel, warum gerade der Typ ein solcher Frauenheld war. Britta bekam damals jedenfalls ein Kind von Boris. Und wenn man die Geschichte weiterspinnt, könnte man vermuten, der Typ im Kochstudio ist eben dieser Sohn Jens, der sich genauso als Macker aufspielt wie sein Vater. Aber wie dem auch sei, ich würde mir den Britta-Film liebend gern noch einmal ansehen. Mittlerweile gibt es ja jede Menge Kultserien und -filme auf DVD, vielleicht kommt irgendwann auch dieser dran.

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Mittwoch, 10. Januar 2007

Neues Handwerkszeug

Vor kurzem bekamen wir von Freunden eine Tüte Walnüsse aus eigener Ernte geschenkt. Walnüsse schmecken lecker, haben aber leider die unangenehme Eigenschaft, vor dem Verzehr noch ihrer harten Schale entledigt werden zu müssen. Ich erinnerte mich mit Grauen an die Nebenwirkungen einer Haselnussknackaktion vor einiger Zeit: umherfliegende Schalenstückchen und immer wieder die Gefahr, sich mit dem altertümlichen Gerät die Finger zu klemmen (was auch das eine oder andere Mal passierte). Ich beschloss, dass ein neuer Nussknacker Einzug in unseren Haushalt halten musste.
Da ist er nun – der Power Crack:
geöffneter Nussknacker mit Walnuss
Mit dem macht das Nüsse knacken Spaß, denn es fliegt nichts durch die Gegend und die Finger werden auch geschont.
Gefunden und gekauft habe ich ihn bei Amazon.de Marketplace. Dort spart man übrigens gegenüber dem direkten Kauf bei diesem Händler 3 Euro. Der Artikel selbst ist 1 Euro billiger und die Versandkosten liegen 2 Euro niedriger. Warum das so ist, muss ich jetzt nicht verstehen. Deshalb habe ich den zweiten Nussknacker (für eben jene Freunde mit dem Walnussbaum) auch über Amazon bestellt.

Ach ja, es gab noch eine Küchenhelfererweiterung: die Lurch Cuisipro-Zange, wie wir sie bei Tim Mälzer kennen gelernt haben:
Küchenzange von Lurch
Endlich einmal Bratgut wenden, ohne zwei Werkzeuge oder die Finger verwenden zu müssen. Ich hatte ja vor Weihnachten schon bei Ikea vor solchen Zangen gestanden, aber dann entschieden, es müsse eine „echte“ sein.

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Sonntag, 14. Januar 2007

Wenn Griechen hinter Griechen kriechen

Gestern Abend waren wir mit einem befreundeten Paar beim Griechen. Nein, nicht zum Kriechen, sondern zum Essen. Ein Tisch war zwar reserviert, aber es war dermaßen voll, dass wir trotzdem einen Moment warten mussten. Mir war schon reichlich warm, denn wir waren die vier Kilometer dorthin zu Fuß gegangen. Nach einer Weile bot man uns einen Tisch in der oberen Etage an. Wir akzeptieren, denn auf den bevorzugten Platz im Erdgeschoss hätten wir noch eine Weile warten müssen. Ich überlegte schon, dass es keine gute Idee gewesen war, an einem Samstagabend und auch noch in der Woche der Nostalgiepreise zum Griechen zu gehen. Am Nebentisch saß eine Gruppe von etwa acht Leuten. Bei denen ging es recht laut zu, besonders einer der Männer fiel akustisch extrem aus der Rolle. Er brüllte zum Beispiel: „Ich stornier mein Essen, ich will gar nichts mehr!“ Es wurde schnell deutlich, dass diese Gäste nicht fröhlich und ausgelassen waren, sondern schlecht gelaunt und gereizt. Als es wieder einmal extrem laut wurde, ließ Jörg eine Bemerkung über die Lautstärke fallen, die dort auch vernommen wurde. Ein Frau im Streifen-T-Shirt versuchte sich zu entschuldigen mit: „Wir wissen ja, wie es ist.“ Mir war das schon unangenehm gewesen, denn außer der Lautstärke taten diese Leute nichts, was zu einer Beschwerde oder gar zu einem Rauswurf Anlass gegeben hätte.
Dann wurde nebenan das Essen serviert. Der offensichtlich betrunkene Mann verweigerte das Essen, eine Frau rief dem Kellner zu: „Dann packen Sie es ein!“ Der Betrunkene war auch damit nicht einverstanden: „Nein! Ich hab das storniert, ich nehm das nicht mit! Und ich bezahl auch nichts dafür! “ Daraufhin rief die Frau: „Aber ich nehm das mit und bezahl es!“ Zum Glück aß man dort recht schnell auf, denn mittlerweile wurde der Betrunkene noch auffälliger. In einem Streitgespräch mit einem der anderen Männer stand er auf, und wie zu erwarten kippte sein Stuhl um. Natürlich guckten alle Leuten an den Nebentischen, und er brüllte lallend: „Mir iss nur der Stuhl umgekippt. Esst weiter!“ Dann wurde der Kellner zum Bezahlen gerufen. Oh je, der würde seine Freude haben, denn natürlich wollten alle einzeln bezahlen. Außer dem Betrunkenen natürlich, der wollte gar nicht bezahlen, aber eine Frau am Tisch schien seine Rechnung begleichen zu wollen. Es dauerte bestimmt eine Viertelstunde, bis die Bezahlerei erledigt war. Und schwupps, standen sofort vier bis fünf Leute am Tisch auf, ich hörte noch die Worte: „Jetzt aber schnell raus hier.“ Die Verbleibenden gingen kurz danach, die Streifenfrau entschuldigte sich noch einmal bei uns. Übrig blieb der Betrunkene, den sie nicht zum Mitgehen hatten überreden können. Aggressiv hatte er die mehrfache Aufforderung einer der Frauen abgewehrt: „Ich trink mein Bier aus!“ Schließlich nahm ihm die Frau sein Bierglas weg, aber er griff trotzig zu einem halbvollen Bierglas, das einer der anderen Männer stehen gelassen hatte. Die Frau gab auf und verschwand. Immerhin war er jetzt ruhig und saß mit hängendem Kopf vor dem Bierglas. Ich fragte mich schon, ob er irgendwann einschlafen und vom Stuhl kippen würde. Doch so weit kam es nicht, es dauerte wohl eine Viertelstunde, dann stand er plötzlich auf und steuerte auf die Treppe zu. Mich hat es nur gewundert, dass wir kein Rumpeln hörten.
Als es später ruhig wurde und die meisten Leute schon gegangen waren, fragten wir den Kellner, was man denn mit solchen Leuten mache. Er meinte, da könne er nicht viel machen und Rauswerfen schon gar nicht, das müsse schon der Chef veranlassen. Er erzählte dann, die anderen Leute seien Geschwister und Freunde des Betrunkenen. Vier von ihnen hätten schon vor dem Servieren des Essens wieder gehen wollen, weil er so ausfallend geworden sei, aber da hätte das Essen schon fertig in der Küche gestanden. Außerdem seien 25 Euro von der Rechnung offen geblieben, das hätte er seinem Chef noch gar nicht erzählt.
Der Rest des Abends war dann allerdings sehr schön, nur fehlte mir ein Fenster für Frischluft und etwas Abkühlung. Leider konnte ich gar nicht viel von der Hauptspeise essen; das war schade und wunderte mich, an dem bisschen Tsatsiki mit einem Stück Brot vorweg konnte es bestimmt nicht gelegen haben.

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Montag, 15. Januar 2007

Tierisches

Bei schlechtem Wetter wird es gelegentlich eng im Katerregal:
zwei Kater liegen nebeneinander auf einem Regalbrett

Und die zehnjährigen Katzendamen fallen ins Kinderstadium zurück, graben Bällchen aus irgendwelchen Ecken aus und fangen an, Fußball quer durchs Wohnzimmer zu spielen.

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Mittwoch, 17. Januar 2007

Zurechtgebogene Wirklichkeit

Man weiß ja, dass man bei weitem nicht alles glauben darf, was einem im Fernsehen als Wahrheit angeboten wird. Gerade bei den Doku-Soaps auf den Privatsendern, die ich zur Unterhaltung immer mal gerne schaue, ist manches reichlich unglaubwürdig. Als ich kürzlich sah, dass eine vierköpfige Familie innerhalb eines Tages mit dem kompletten Inhalt einer Wohnung umziehen wollte und morgens beim Eintreffen des Lkws noch keine einzige Kiste gepackt war, fragte ich mich, für wie blöd die uns Zuschauer eigentlich halten.
Gestern Abend wurde beim Perfekten Dinner die Wirklichkeit ein wenig angepasst. Die Gastgeberin des Tages wohne in Offenbach, wurde uns mitgeteilt. Das läge nur fünfzehn Minuten von Frankfurt entfernt und biete fußläufige (pfui, hässliches Wort!) Einkaufsmöglichkeiten. Im selben Moment sah man die Teilnehmerin mit Einkaufskorb auf die (Frankfurter!) Kleinmarkthalle zugehen. Ach schau an, so nah liegt das an Frankfurt – nur fünfzehn Gehminuten entfernt! Da muss mir doch in all den Jahren, die ich im Rhein-Main-Gebiet lebte und in Frankfurt arbeitete, etwas Wesentliches entgangen sein.

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Freitag, 19. Januar 2007

Sturm überstanden

Als ich gestern Nachmittag gegen 16:15 Uhr das Büro verließ, hatte ich Glück, ein Regenloch erwischt zu haben. Es tröpfelte nur leicht und so kam ich recht trocken zum Auto. Unterwegs machte ich einen Zwischenstopp, um kurz eine Kleinigkeit einzukaufen; da nahmen Wind und Regen schon zu. Als ich zu Hause war, ging es richtig los: heftiger Sturm mit ebenso heftigen Regenfällen, später auch mit Gewitter. Eine Stunde dauerte das an, dann beruhigte sich das Wetter wieder. Um 21 Uhr kamen erneut Sturm und Regen zu uns, wenn auch nicht ganz so stark wie zuvor. Wir haben einen kleinen Dachschaden zu verzeichnen, die Dachpappe auf der Gartenhütte hat sich an einer Seite gelöst. Außerdem hängt eines unserer Sichtschutzzaunelemente ein klein wenig schief, aber auch das lässt sich schnell wieder richten.
Gartenhütte mit herabhängender Dachpappe

Heute Nachmittag bei Tageslicht stellte ich dann noch fest, dass fast alle unsere Zypressen schief stehen. Gestern Abend hatte ich nur gesehen, dass die Feuerdornhecke beim Nachbarn vom Sturm auf die Straße gebogen wurde. Ich hätte nicht gedacht, dass auch unsere Hecke leiden würde, denn der Wind kam hauptsächlich aus Westen und da steht das Haus davor. Wenn man aber sieht, welch dicken Bäume ein Sturm entwurzeln oder knicken kann, ist das im Grunde kein Wunder.
schiefe Zypressenhecke

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Sonntag, 21. Januar 2007

Zypressenhalterung

Die schiefen Bäume sind nun befestigt und geradegezogen. So werden sie die nächsten drei bis vier Wochen angebunden bleiben und werden dann hoffentlich wieder ihren senkrechten Wuchs haben.
mit Spanngurten angebundene Zypressen

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Mittwoch, 24. Januar 2007

Nachmitternachtshäppchen

Heute Nacht gegen halb vier muss ich wohl zufälligerweise gerade einen sehr leichten Schlaf gehabt haben, sonst hätte ich sie bestimmt nicht gehört: Mit tiefen „Mroauw“-Rufen brachte uns Moni ein nächtliches Häppchen vorbei und legte es vor der Schlafzimmertür ab. Da ich sowieso gerade wach war, stand ich auf und bedankte mich artig, obwohl ich wahrlich keinen Appetit auf das kleine Mäuschen habe. Glücklicherweise war die Maus schon ziemlich platt und deswegen recht harmlos. Es gibt nämlich nichts Schöneres als lebend gefangene Mäuse, die von den Katzen im Haus losgelassen werden. Mit einem „Ach, du, ich habe gerade keinen Hunger und will auch nicht damit spielen“-Blick dreht sich die liebe Katze um, geht ihres Weges und überlässt uns Menschen das mühsame Einfangen einer Maus. Haben wir alles schon erlebt.

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Freitag, 26. Januar 2007

Mangelhafte Einkaufsergonomie

Einkaufen ist manchmal auch Arbeit und deshalb finde ich, dass die Ausstattung eines Ladens auch ergonomisch gestaltet sein sollte – also handhabbar und komfortabel. Leider ist das nicht immer so und ich frage mich, warum es so ist wie es ist und nicht anders.
In letzter Zeit gehe ich häufig im fünfhundert Meter entfernten, neu eröffneten Aldi-Markt einkaufen. Dort gibt es große Einkaufswagen, deren Boden sich für mein Befinden allerdings zu weit unten befindet. Tieferlegung mag beim Auto einen sportlichen und ästhetischen Hintergrund haben, wenn ich jedoch zum Befüllen und Entleeren einen Einkaufswagens Arme wie ein Orang-Utan brauche, finde ich das reichlich unkomfortabel. Andererseits fährt sich auch ein tiefergelegtes Auto nicht so komfortabel wie ein gewöhnliches, da hätten wir doch eine Parallele. Schon beim Befüllen des Wagens – gerade bei kleinen Dingen – muss ich mich ziemlich weit reinhängen, wenn ich die Ware ordentlich legen und nicht fallen lassen möchte. Es ist mir schon klar, dass die Wagen diese Dimension haben, um einen monatlichen Großeinkauf problemlos fassen zu können. Kunden- und rückenfreundlich sind sie jedenfalls nicht und ich weiß nicht, wie ältere Herrschaften, die nicht mehr so beweglich sind, damit zurechtkommen. Und dann kommen wir zur Kasse: Mit graust es jedes Mal ein wenig, wenn ich an das Aus- und Wiedereinpacken meiner Einkäufe denke. Ich muss mich schon geschickt neben dem Einkaufwagen positionieren, um möglichst gut alles aus den Tiefen auf das Band befördern zu können. Am Scanner der Kasse geht es dann so schnell, dass ich kaum nachkomme, die Einkäufe wieder im Wagen zu verstauen. Während das Transportband vor der Kasse mehrere Meter lang ist, gibt es hinter der Kasse leider gar keins. Ja, ich verstehe schon, ich kaufe beim Discounter ein und dort spart man zugunsten der Preise an vielem, also auch an einem zweiten Transportband. Aber es würde schon viel helfen, wenn die Abstellfläche hinter der Kasse nur doppelt so groß wäre: ein halber Meter Band gespart und ein halber Meter Anbau am anderen Ende dran, das wäre doch bestimmt nicht teurer gewesen. So drängen sich die Waren auf der winzig kleinen Fläche und ich habe immer wieder Angst, etwas hinunterzuwerfen oder spätestens beim Abtauchen in den tiefergelegten Wagen fallen zu lassen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu ungeschickt zum Einkaufen.

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Unheimliche Spuren

Heute Nacht hatte es schon ein klein wenig geschneit und im Laufe des Tages kamen noch einige Flocken dazu, so dass sich stellenweise eine dünne Schneedecke bildete. Spuren, die sonst unsichtbar bleiben, sind im Schnee zu erkennen. So stellten wir heute Nachmittag unangenehm überrascht fest, dass jemand durch unseren Garten gelaufen ist:
Fußspuren im Schnee auf dem Rasen
Einmal von rechts kommend hin zum Rosenbogen und wieder zurück auf die Terrasse führen diese Fußspuren; auch im Vorgarten sind Spuren zu erkennen, allerdings weniger deutlich. Ich habe jetzt ein merkwürdiges Gefühl, wenn ich mir vorstelle, dass da nachts jemand durch die Gärten schleicht oder vielleicht tagsüber, wenn niemand zu Hause ist, einen Blick von der Terrasse ins Wohnzimmer wirft.

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