Oktober 2006

Dienstag, 3. Oktober 2006

Freier Tag

Den gestrigen freien Tag wollte ich dazu nutzen, um nach einer Jacke und einem Paar Schuhe zu schauen. Von vornherein vermied ich die Fahrt in die Stadt, denn wenn beinahe alle Welt frei hatte, würde es dort ganz schön voll sein. Also fuhr ich ins Leine-Center nach Laatzen, dort ist die Auswahl zwar nicht sehr groß, aber man läuft sich nicht die Füße platt. Leider fand ich dort keine Jacke in meiner Größe oder nach meinem Geschmack. Ich guckte noch hier und dort und fuhr schließlich wieder weg, ohne einen Euro ausgegeben zu haben. Mein nächster Weg war ein Möbelgeschäft in der Nähe. Dort wollte ich mir wieder einmal „mein“ Geschirr live ansehen – oder vielmehr die Teile, die ich noch nicht habe. Außerdem hatte ich vor, ein neues, großes Schneidbrett für die Küche zu kaufen, denn das alte hat nach ungefähr zehn Jahren schon eine Delle an der oft benutzten Stelle. Aber nichts war’s, die dort vorrätigen Bretter waren mir zu gewöhnlich. Meine vorletzte Station sollte ein Schuhgeschäft in der Hildesheimer Straße sein, doch jetzt hatten wir Mittagszeit und die Massen strömten in die Stadt. Ich erkannte schon, als ich an der Ampel warten musste, dass der Parkplatz hoffnungslos überfüllt war. Also verwarf ich schnell den Plan mit dem Schuhkauf, staunte dann noch über die Autos, die sich die Wilkenburger Straße stadtauswärts bis zum Schützenhaus stauten, und rollte weiter Richtung Zuhause. Zwischenstopp war dann Real, denn ich brauchte noch ein paar Lebensmittel. Und dann dachte ich mir, guckste mal bei der Bekleidung. Dort gibt es nicht viel, und ich habe eher auch nur mal Unterwäsche oder Socken gekauft, aber siehe da, es gab Jacken nach meinem Geschmack! Hätte ich das geahnt, wäre mir ein halber Tag Herumfahrerei erspart geblieben.
Am Abend bin ich dann tatsächlich wieder in den Montagstrott verfallen. Während mir tagsüber durchaus bewusst war, dass ein Feiertag folgen würde, hatte ich das am frühen Abend vorübergehend vergessen und machte die Müllsäcke fertig. Als ich den ersten Sack zuschnürte, fiel mir dann wieder ein, dass ich einen Tag zu früh dran war. Auch gut, dann hatte ich schon die Arbeit von heute erledigt.

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Vergiss die Größenangaben

Beim meinem gestrigen Versuch, eine Jacke zu kaufen, fiel mir wieder einmal auf, dass die Größenangaben auf den Schildern nicht immer hilfreich sind. Ich nehme mir ja immer schon die größeren Größen, denn schließlich bin ich wahrlich nicht die Schlankste. Also griff ich gestern bei Karstadt in guter Hoffnung nach einer Jacke in Größe 46. Aber was war das? Diese Jacke hätte ich vielleicht mit Mühe und Not über meinem T-Shirt schließen können. Mit einem dicken Pulli im Winter wäre das gar nicht möglich gewesen. Gerade in einer Jacke brauche ich ein wenig Raum zum Bewegen. Bei Charles & Anthony war es dasselbe, auch hier hielt das Schild nicht, was es versprach. Ich habe auch schon bei Ulla Popken gekauft und festgestellt, dass ich dort unbedingt die kleinste Größe (42) nehmen muss, damit die Pullis nicht wie Säcke an mir hängen. Gibt es denn keine Standardmaße, nach denen sich die Größenangaben richten? Meine jetzige Jacke hat ein Schild mit der Bezeichnung „XXL“. Das klingt grausam, aber es ist mir ziemlich egal, solange es passt. Von mir aus könnte auch Mega-XXXL oder Größe 50 an der Kleidung stehen, davon werde ich schließlich nicht dicker.

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Donnerstag, 5. Oktober 2006

Katzenauge

Wenn ein Katzenauge krank ist, muss es zum Tierarzt. Nachdem Sammy seit einigen Tagen ein tränendes Auge hatte, dessen Rand sich mehr und mehr rötlich und entzündet darstellte, fuhren wir heute zum Tierarzt. Am Dienstag oder gestern (mittwochs hat auch unser Tierarzt geschlossen) wäre nur die Möglichkeit gewesen, zur Tierärztlichen Hochschule zu fahren. Also entschloss ich mich, heute nach der Arbeit die reguläre Sprechstunde aufzusuchen. Sammy hatte auch brav vor der Haustür geschlafen, als ich nach Hause kam, wie ich ihm gestern befohlen hatte. Wir waren etwa zehn Minuten vor Beginn der Sprechstunde dort, und das war auch gar nicht verkehrt, denn so waren wir die ersten, die drankamen. Die Tierärztin stellte fest, dass er vermutlich durch einen Kratzer eine Entzündung bekommen hatte, die sich etwas ausgeweitet hatte. Sie hat es aber nach meinem Empfinden sehr realistisch diagostiziert und nicht überdramatisiert. Zunächst soll das Ganze mit einer Salbe behandelt werden und am Montag sollen wir noch einmal zur Kontrolle hinkommen. Ich bin immer wieder erleichtert, dass Sammy solch ein lieber Kater ist, dem man ohne Probleme das Auge begucken und mit Salbe bestreichen kann, sonst hätte ich vielleicht sechsmal am Tag zum Tierarzt fahren müssen. Ich weiß nicht, ob wir diese sechsmalige tägliche Behandlung tatsächlich hinkriegen, denn schließlich müssen wir tagsüber arbeiten; zum Glück steht das Wochenende bevor, wo das gut klappen könnte. Auch der Freilauf des Katers spricht dagegen, doch heute Abend zog es ihn nicht sehr nach draußen. Vielleicht hat er verstanden, was die Frau Doktor gesagt hat und immerhin hat er die zweite Salbenbehandlung schon hinter sich.

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Freitag, 6. Oktober 2006

Das Katerauge …

… sieht schon heute wieder ziemlich gut aus. Gestern Abend haben wir nach der Behandlung beim Tierarzt noch zweimal gesalbt. Heute fand die erste Behandlung erst am Nachmittag statt, weil der Herr Kater morgens abwesend war. Auf jeden Fall ist keine Rötung mehr vorhanden, wie sie gestern noch deutlich zu sehen war, etwas geschwollen ist es schon noch. Ich vermute mal, dass Sammy wie bei seiner zuerst dramatisch aussehenden Fußverletzung doch ein sehr gutes „Heilfleisch“ hat und die Tierärztin am Montag bescheinigen wird, dass alles wieder in Ordnung ist.

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Dienstag, 10. Oktober 2006

Kleinvieh macht auch Mist

Vor etwa zwei Wochen habe ich an einem langweiligen Sonntag ein wenig ausgemistet, fotografiert und Angebote bei eBay reingestellt. Vor allem der Geschirrschrank soll aufgeräumt werden. Ich weiß, dass es schwer ist, namenloses Geschirr zu verkaufen, das auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Wie schön, dass da noch ein Schätzchen namens Frühstücksset „Ikea Rondo“ seit vielen Jahren in meinem Keller schlummerte, das hat immerhin 24 Euro gebracht. Interessant ist auch, dass mein Teeservice von 1979, das ich mir vom Abitursgeschenkgeld spendierte, schon fünf Interessenten hat. Ich bin mal gespannt, ob und was da noch geboten wird.

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Mittwoch, 11. Oktober 2006

Mausrennbahn

Ich finde es immer wieder interessant, Schulbücher zu bearbeiten, weil man doch ständig etwas dazulernt. Auch wenn natürlich nicht die Zeit ist, sich in die Themen zu vertiefen, bleibt das eine oder andere hängen. Auch Amüsantes begegnet einem hin und wieder. So bin ich in einem Französischwörterbuch auf die umgangssprachliche Bezeichnung für das Mauspad gestoßen: Sourisodrome wird es genannt, wohl in Anlehnung an Hippodrome oder Vélodrome, und das klingt ja auch viel netter als die offizielle Bezeichnung „Mausteppich“.

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Freitag, 13. Oktober 2006

Wenigstens bleibt mir die Arbeit erspart

Die Versteigerung des Ikea-Rondo-Geschirrs war ja ein guter Erfolg und auch das 27 Jahre alte Teegeschirr bin ich immerhin für 6,50 Euro losgeworden. Mit dem anderen Geschirr und einem Besteckset hatte ich keinen Erfolg. Zum Schluss habe ich sogar gehofft, dass niemand mehr in der letzten Minute bietet und ich womöglich für einen Euro den Aufwand mit dem Verpacken und Verschicken habe. So trage ich es in den Keller, wenn der Schrank hier zu voll ist und habe damit weniger Probleme.

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Montag, 16. Oktober 2006

Hochnebel

Vorletzten Sonntag haben wir einen kleinen Ausflug um die Ecke nach Hannover gemacht; vom Hauptbahnhof durch einen Teil der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade ging es über die Lister Meile bis zum alten Bahlsen-Fabrikgebäude und über ein Stück der Boedekerstraße zurück.

Die Sonne zeigte sich leider nur selten, so sind die Fotos leider alle etwas bewölkt geworden.
Gestern wollten wir eigentlich wieder einen schönen Spaziergang machen, aber der Hochnebel wich den ganzen Tag nicht und es waren fröstelige 8 Grad. Das beste Wetter, um sich mit einem Buch aufs Sofa zu verziehen und den Kaminofen schon am frühen Nachmittag anzumachen.
Pünktlich zum Wochenbeginn zeigt sich die Sonne wieder und dieses tolle Herbstwetter hält wahrscheinlich genauso lange an, bis wir in der nächsten Woche Urlaub haben. Aber ich nehme es, wie es kommt, bei schlechtem Wetter kann man auch mal wieder stundenlang am PC sitzen. Ich könnte endlich einmal meine Gartentagebucheinträge in das WordPress-Weblog kopieren, bisher hatte ich absolut keine Lust dazu.

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Dienstag, 17. Oktober 2006

Keine Schuhe gekauft

Heute Nachmittag bin ich nach der Arbeit zum Schuhcenter gefahren, das ungefähr auf meinem Nachhauseweg liegt. Schon seit einiger Zeit schwebt mir ein bestimmter Schuhtyp vor, den ich in meiner Jugend schon einmal trug und der jetzt wieder aktuell ist. Als ich an meinem freien Tag im Leine-Center war, habe ich dort leider nicht das Richtige entdeckt, und auch bei unserem Stadtbesuch kürzlich ist mir nicht das passende Modell über den Weg gelaufen. Zu hässlich, zu verschnörkelt, zu dunkelbraun … Meine Hoffnung setzte ich nun auf besagten Schuhladen, aber dort wurde ich völlig enttäuscht: Es gab überhaupt nichts in dieser Stilrichtung. Dann bin ich noch einmal bei einem anderen Schuhladen vorbeigefahren, leicht genervt schon von den vielen Autos (müssten die nicht alle in Herbsturlaub sein?), der tief stehenden Sonne, die mich ständig blendete und diversen Autofahrern, die nicht vom Fleck kamen oder nicht Vorfahrtberechtigten großzügig Vorfahrt gewährten und einen Stau hinter sich erzeugten. In diesem zweiten Schuhgeschäft probierte ich das in Frage kommende Modell sogar an, aber immer noch war mir das Braun zu dunkelbraun. Nein, ich musste zu lange überlegen, deshalb kaufte ich sie nicht, denn diesen Kauf hätte ich gewiss bereut hätte. Jetzt schwanke ich noch, ob ich die Schuhe bei einem Versandhaus bestellen werde oder doch das sehr schöne, aber auch sehr hellbraune Modell bei eBay kaufe, das ich vorhin noch entdeckt habe. Stressfreier als das erfolglose Herumfahren und Abklappern von Geschäften ist das allemal.

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Samstag, 21. Oktober 2006

Die zwei Gesichter des Menschen

Man sagt ja, der Mensch habe zwei Gesichter: das Gefühlsgesicht und das Verstandgesicht. Die linke Gesichtshälfte steht für das Gefühl, die rechte für den Verstand. Erkennen kann man jedes dieser beiden Gesichter, wenn man die jeweilige Gesichtshälfte spiegelt und dann zu einem kompletten Gesicht zusammensetzt.
Ich habe das mal ausprobiert und zwei Fotos von mir bearbeitet; das eine stammt aus dem Jahr 1978, das andere ist ein aktuelles aus diesem Jahr.
Originale und Ergebnisse sehen so aus:

Original 1978
Führerscheinfoto 1978

Gefühlsgesicht 1978

mein linkes Gesicht

Verstandgesicht 1978

mein rechtes Gesicht

Original 2006
Sabine 2006

Gefühlsgesicht 2006

mein linkes Gesicht

Verstandgesicht 2006

mein rechtes Gesicht

Mir ist mein Verstandgesicht in beiden Fällen sympathischer als das Gefühlsgesicht. Allerdings rätsle ich noch, was das genau bedeuten soll. Bin ich vielleicht in Gefühlsdingen ein unsympathisches Monster? Kann ich meine Gefühle nicht richtig ausdrücken? Trifft mein Verstand meistens die richtigen und nachvollziehbaren Entscheidungen? Bin ich ein netter Mensch, wenn ich mich nach meinem Verstand, aber nicht den Gefühlen richte?
Wie auch immer man das deuten kann, die Ergebnisse solcher Spielereien reichen auf jeden Fall von amüsant bis abschreckend.

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Mittwoch, 25. Oktober 2006

Wieder zurück

Wir waren mal kurz in … Moskau?
Russische Kapelle mit goldenen Türmchen

Ach nein, es war doch nur …
Torbogen mit Ludwigmonument im Hintergrund
… Darmstadt!

Das erste Foto zeigt die Russische Kapelle auf der Mathildenhöhe, auf dem zweiten ist der Blick durch den Torbogen des Schlosses auf den Luisenplatz mit dem „Langen Ludwig“ zu sehen.
Wir waren zu Besuch bei meinen Eltern im Odenwald und haben am Montag einen Ausflug nach Darmstadt gemacht. Gestern Nachmittag waren wir wieder zurück und haben jetzt noch den Rest der Woche frei. Heute ging es mal kurz zum neuen Ikea im Expo-Park – nur gucken, nichts kaufen. Mir fiel dann aber wieder ein, dass ich schon seit einiger Zeit ein neues Holzschneidbrett haben wollte und so haben wir doch noch etwas mitgenommen.

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Kaminofen – das Finale

Die Kaminofenkäuferin hatte mir ja 50 Euro als Entschädigung zugesagt. 30 waren zwar gekommen, aber die restlichen 20 ließen auf sich warten. Nachdem eine angemessene Zeit verstrichen war, wollte ich die Sache zum Abschluss bringen. Ich wählte also brav den Punkt „Streitigkeit beilegen“ aus. Innerhalb von einer Woche muss der andere zustimmen. Frau S.-D. (sie hat jetzt bei mir einen Doppelnamen, zusammengesetzt aus dem falschen und dem richtigen) hat nicht reagiert. Da dachte ich mir, es sei an der Zeit, eine negative Bewertung abzugeben.
Ich schrieb dann dieses:
Vorsicht! Hat nicht bezahlt + ist offensichtlich unter falschem Namen angemeldet
Zwei Tage später hat sie auf diese Bewertung wie folgt geantwortet:
Wollte Ihren runtergekommenen Ofen nicht kaufen. 50 euro Entschädigung gezahlt.
Natürlich bekam ich wie nicht anders zu erwarten auch eine negative Bewertung. Damit kann ich gut leben:
Ofen ist nicht wie angegeben. Schlimmste Erfahrung……
Meine Antwort darauf lautete:
Hat Ofen nie gesehen, hat nicht gezahlt und ist unter falschem Namen angemeldet
Für mich ist es offensichtlich, dass die Dame unter einem falschen Namen agiert und nicht zum Beispiel mit dem Account ihres Freundes bei eBay kauft; warum sonst sollte sie am Telefon behaupten, sie kenne diesen Herrn S. nicht.
Ich wusste aber auch, warum ich mit dieser abschließenden Aktion gewartet habe, bis ich meine diversen Verkäufe durch habe – sonst hätte sich womöglich doch noch jemand abschrecken lassen.

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Donnerstag, 26. Oktober 2006

Entsorgung gespart

Im Keller hatten wir noch einen alten Einbaukühlschrank stehen, den wir während der Hausbauzeit geschenkt bekamen. Da in dieser restlichen Urlaubswoche einige Aufräumaktivitäten auf dem Programm stehen, sollte auch dieser Kühlschrank weg. Normalerweise hätten wir ihn zum Wertstoffhof nach Ronnenberg gebracht, doch ich hatte dann die Idee, das Gerät in den „Heissen Draht“ zu setzen. Denn warum soll man einen zwar alten, aber noch funktionierenden Kühlschrank wegwerfen? Flugs hatte ich ein Foto gemacht und die Kleinanzeige „Siemens Kühlschrank zu verschenken“ ins Netz gestellt. Schon 45 Minuten später rief ein Interessent an und noch einmal 45 Minuten später holte er den Kühlschrank ab. Er hat nun seine Freude an dem kostenlosen Gerät und wir haben uns den Transport zur Entsorgungsstätte gespart.

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