Juli 2006

Samstag, 1. Juli 2006

Kuriose Bücher und das Stöckchen

Es gibt – oder vielmehr gab – das Buch „Französisch für Katzen“ tatsächlich, mittlerweile kann man es allerdings nur noch gebraucht kaufen. Natürlich handelt es sich um ein nicht ganz ernst zu nehmendes Buch, das Buch selbst ist aber kein Scherz.
Hier ist das Titelbild:
Titelbild des Buches 'Französisch für Katzen'
Und hier ein Blick in das Buch:
Zwei Seiten aus dem Buch 'Französisch für Katzen'
Ich werfe das Stöckchen über die Kuriositäten im Bücherregal mal Michael zu; wenn es sonst noch jemand haben möchte, bedient euch einfach!

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Fußballkrimi und persönliches Leid

Was für ein spannendes Fußballspiel gestern Nachmittag! Ich habe nicht so richtig geglaubt, dass Deutschland gegen Argentinien gewinnen könnte, aber da sieht man mal wieder, dass die Miesmacher der letzten Zeit eines Besseren belehrt wurden. Ich hatte übrigens zwei Tage vorher von einem 3:0-Sieg geträumt, doch ich hätte mal genauer auf den Fernseher schauen sollen, dann hätte ich gesehen, dass es sich um das Spiel Italien – Ukraine gehandelt hatte. Heute hänge ich mal symbolisch die blau-weiß-rote Flagge auf, denn wenn ich wählen könnte, würde ich bestimmt in Frankreich leben.
Frankreich-Flagge

Gleichzeitig habe ich gestern während des Fußballspiels erfahren, dass es meinem Ex-Freund, mit dem ich immerhin einmal dreizehn Jahre zusammen war, ganz schlecht geht. Sehr kritischer Zustand, schon zwei- oder dreimal auf der Kippe und die Ärzte konnten noch keinerlei Ursache finden. Wenn ich so etwas höre, bin ich wirklich froh, dass es mir bzw. uns so gut geht. Das ist doch wirklich die Hauptsache und alles andere ist längst nicht so wichtig. Da sollte man sich nicht darüber aufregen, dass die Brötchen schon wieder 5 Cent teurer geworden sind oder ein Supermarkt unverschämterweise nicht für jeden Euro einen Rabattpunkt gibt!

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Sonntag, 2. Juli 2006

Frankreich, Tormänner und Prognosen

Was habe ich gestern für Frankreich mitgefiebert – beinahe mehr als für Deutschland! Und die „alten Herren“ haben es tatsächlich geschafft. Leider ist nur keiner dabei, der wie ein typischer Franzose aussieht und vor allem gut aussieht. Diese Franzosen können wohl alle nicht Fußball spielen. Gesehen haben wir zum Glück nur die zweite Halbzeit des Spiels, davor konnte man laut Kommentator wohl nur so eine Art „Schlafwagenfußball“ bewundern.
Und nun noch eine Bemerkung zum Fußballvokabular: Mein Mann muss mich ja immer korrigieren, wenn ich vom „Tormann“ rede. Das hieße „Torwart“ oder „Torhüter, aber keinesfalls „Tormann“. Logisch ist das nicht. Ein Torwart könnte diese Bezeichnung tragen, weil er oft lange im Tor warten muss, bis der Ball zu ihm kommt. In der Zwischenzeit hätte er durchaus die Möglichkeit, das Tor zu warten, was er aber nicht tut. Kommt dann aber der Ball zum Tor, dann wartet er nicht nur – sonst wär der Ball ja meistens drin und wozu bräuchte man dann den Torwart. Torhüter gefällt mir auch nicht besonders. Ich denke da zum Beispiel an Schafe hüten, was auf den Fußball übertragen bedeuten würde, dieser Mann passt auf, dass das Tor nicht wegläuft. Nein, das passt gar nicht und deswegen heißt bei mir der Mann im Tor weiterhin „Tormann“.
Nach dem jetzigen Stand der Dinge und ohne wirklich Ahnung vom Fußball zu haben, sage ich: Deutschland spielt gegen Portugal um den dritten Platz und im Endspiel stehen sich Frankreich und Italien gegenüber.

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Mittwoch, 5. Juli 2006

Ich bin schuld, aber nicht am Wetter

Die erste Hälfte meiner Fußball-WM-Vorhersage ist gestern Abend eingetroffen und Deutschland spielt nun um den dritten Platz. Ich fühle mich ja ein bisschen schuldig, vielleicht hätte ich meinen Tipp am Sonntag nicht aufschreiben sollen. Aber nicht traurig sein, wer hätte vor einigen Wochen überhaupt gedacht, dass die deutsche Mannschaft so weit kommen könnte?
Beim Wetter kann man auch wieder einmal beobachten, dass so mancher nur schwer zufrieden zu stellen ist. Ist es kühl und regnerisch, wird über das schlechte Wetter gemeckert, umso mehr natürlich, je sommerlicher die Namen der Monate klingen. Nun erreichen die Temperaturen heute wohl den vorläufigen Höhepunkt von 36 °C und schon wird an vielen Stellen wieder über die Hitze geklagt. Ich gehöre auch nicht zu den Menschen, die solch hohe Temperaturen herbeisehnen. So um die 25 °C würden mir durchaus reichen, ich kann gerne auf das Schwitzen und das Gefühl, von der Hitze gelähmt zu sein, verzichten. Trotzdem werde ich nicht wegen der Hitze jammern, na ja, vielleicht manchmal so ein bisschen. Gestern Nachmittag stellte ich allerdings fest, dass unsere Arbeitsgewohnheiten nicht zu solch hochsommerlichen Temperaturen passen. Obwohl mein Büro relativ kühl ist (Altbau, keine Klimaanlage), hatte ich am frühen Nachmittag, als es sich dann doch etwas erwärmte, erhebliche Konzentrationsprobleme und Müdigkeit überfiel mich. Da wäre es eigentlich vernünftig, zwei, drei Stunden Pause zu machen und später weiterzuarbeiten. Unpraktisch nur, dass es in der Regel viel zu aufwändig wäre, nach Hause zu fahren und dann wieder zurück zum Arbeitsplatz. So gesund und vernünftig eine Siesta auch sein soll, mir würde es trotzdem nicht gefallen, denn eine lange Pause mit dem Gedanken an anschließendes Weiterarbeiten könnte ich gar nicht genießen.
Übrigens habe ich vor ein paar Tagen gehört, dass im Saarland das Hitzefrei abgeschafft werden soll. Da können die Kleinen doch schon mal für die Arbeitswelt üben, in der es schließlich auch kein Hitzefrei gibt.

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Freitag, 7. Juli 2006

Gestolpert

Ich bearbeite gerade ein Schülerwörterbuch Englisch-Deutsch und blieb heute an einer Stelle hängen.

  • Ohr = ear; umg. jn. übers ~ hauen take* sb. for a ride, rip sb. off …
  • Öhr = eye

Öhr? Ohr ist ear, und Öhr ist eye? Völlig fixiert auf die Sinnesorgane grübelte ich, warum eye nicht Auge ist. Und wo an meinem Körper befindet sich das Öhr? Ich glaubte schon an einen Fehler im Wörterbuch, und erst als ich die Frage „Was ist ein Öhr?“ laut aussprach, fiel es mir wie Schuppen von den Öhren eyes Augen: Hier ist ein Öhr wie zum Beispiel ein Nadelöhr gemeint!

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Samstag, 8. Juli 2006

Verkehrte Welt?

Es ist Sommer, die Temperaturen liegen in der letzten Zeit meistens über 25 °C und welche Neuerwerbung kommt in unser Haus? Ein Klimagerät, wie es mein Mann zum Spaß nannte, aber dieses Gerät soll nicht kühlen, sondern im Herbst und Winter für wohlige Wärme sorgen.
Dass der neue Kaminofen jetzt schon im Wohnzimmer neben dem alten steht, ist mehr ein Zufall. Gerade gab es wieder ein besonders günstiges Angebot, bei dem der Mann des Hauses zugreifen musste. Schließlich wünschte er sich schon lange ein solches „Spielzeug“. Der neue Ofen ist ein Dauerbrandofen, in dem man neben Holz auch Kohle verbrennen kann und der für dauerhaften Heizbetrieb geeignet ist. Seine Hülle besteht aus dicken Specksteinen, die lange die Wärme speichern. Ursprünglich hatten wir uns für rauchblaue Kacheln entschieden, aber wie sich bei der Bestellung herausstellte, wären die um einiges teurer geworden als der Speckstein. Ein besonderer Pluspunkt ist die externe Luftzufuhr. Wie man vielleicht noch aus dem Chemieunterricht weiß, wird bei einem Verbrennungsvorgang Sauerstoff benötigt. Und wenn dieser Sauerstoff der Raumluft entnommen wird, kann es im Winter ganz schön sauerstoffarm werden. Die Folge: Man liegt nur noch müde auf dem Sofa und schläft schon abends um zehn Uhr ein.
Lassen wir uns überraschen, wie das mit dem neuen Ofen funktionieren wird. Bis dahin werden aber noch einige Wochen ins Land gehen.
Kaminofen mit grau-weiß marmorierten Specksteinen

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Montag, 10. Juli 2006

Italien, nicht Frankreich

Die deutsche Fußballmannschaft hat in einem schönen Spiel am Samstag den dritten Platz gemacht. Wir haben abends das Spiel bei einer Mini-Mini-WM-Party (zu viert und mit vorherigem Grillen) auf unserer Terrasse verfolgt. Das wäre eigentlich der richtige Abschluss für diese Fußball-WM gewesen.
Gestern hatte ich gedanklich das Frankreich-Fähnchen aufgehängt und freute mich auch über das flotte Spiel der beiden Mannschaften. Zidanes Ausraster – egal ob vom Italiener provoziert oder nicht – hat mich jedoch sehr enttäuscht. Spontan entschied ich, dass ich jetzt für Italien sei. Aber eigentlich war es mir dann egal, wer gewinnt. Und ich sag mal, das Elfmeterschießen hätte ohne die rote Karte genauso ausgehen können.
Erheiternder waren vielleicht manche Kommentare, die ich gestern Abend äußerte. Nur gut, dass das kein richtiger Fußballfan gehört hat.
Zum Beispiel: „Gibt es auch französische Fußballspieler mit Haaren?“ Oder: „Also, die Argentinier hatten ja die schönsten Haare dieser Fußball-WM.“ Daraufhin mein Mann: „Das war ja klar, dass du so etwas sagen würdest.“ Dann Großaufnahme des italienischen Spielers Camoranesi, der seine Haare zu einer Art Pferdeschwanz zusammengebunden hat. Der Kommentator: „Der gebürtige Argentinier …“ Ich: „Ach, deswegen hat der so lange Haare!“
Und meine Frage am Tag Eins nach der WM: Gibt es jetzt überall italienische Wochen mit tollen Sonderangeboten aus Freude über den Sieg? Dann hätten wir noch länger etwas von dieser Fußballweltmeisterschaft.

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Mittwoch, 12. Juli 2006

Vier Jahre

So alt wurde heute unser „kleinstes“ Tier: Sammy, mit vollem Namen Sparrow’s Nightmare Crazy Sam.
Maine Coon-Kater Sammy liegt auf dem Rasen
Klein im körperlichen Sinne ist er gewiss nicht, mit seinen hohen Beinen erreicht er eine stattliche Größe, wiegt aber auf Grund des sehr schlanken Körperbaus nur ungefähr sieben Kilogramm.

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Freitag, 14. Juli 2006

Verhörer, Versprecher und Verschreiber

Verhörer gibt es viele, besonders bei fremdsprachigen Liedern und wenn man der Sprache nicht mächtig ist. Manchmal kommt es aber sogar vor, dass man die eigene Muttersprache nicht versteht oder trotz der guten Englischkenntnisse ins Straucheln kommt.
Grönemeyer singt englisch: Herr Grönemeyer sang früher (ich meine, eine Verbesserung festgestellt zu haben) teilweise sehr undeutlich. So gibt es eine Passage in seinem Lied „Bochum“, die ich zwanzig Jahre lang nicht verstanden habe. Bestenfalls interpretierte ich, dass er zwischendurch ins Englische gewechselt haben müsse und so etwas Ähnliches wie „I break out“ sang. Schlüssig war jedoch nicht, warum er aus Bochum ausbrechen sollte. Dann, endlich, nach etwa zwanzig Jahren klärte sich die Sache auf und nun weiß ich, dass die Stelle „ahh Glück auf“ heißen soll. Soll – denn verstehen kann ich es nach wie vor nicht.
Wir werden körpern: Sobald der Sommer ausbricht, hört man jedes Jahr im Radio „Summer Jam“ vom Unterhunde-Projekt. Und für mich singen sie immer wieder: „…we’re gonna body as much as we can …“. Wir werden körpern? Was wollen sie mir damit sagen? Mir war von Anfang an klar, dass es nicht „body“ heißen kann, und ich fand irgendwann heraus, dass dort „gepartyt“ wird. Aber auch als mich in diesem Jahr wieder ein Radiosender mit dem Lied belästigte, konnte ich beim besten Willen nichts anderes als „body“ verstehen.

Mit den Versprechern meine ich nicht solche, die jedem mehr oder weniger oft passieren. Ich denke an Wörter, die sich irgendwann einmal falsch ins Gehirn eines Menschen eingebrannt haben und die diese Menschen seitdem hartnäckig, aber unabsichtlich falsch aussprechen. Als Paradebeispiel fallen mir zwei Lieblingswörter einer ehemaligen Kollegin ein, die sie so falsch aussprach, dass sich einem jedes Mal die Nackenhaare hochstellten: „Bedrullie“ statt „Bredouille“ und „aufdoktruhieren“ anstelle von „(auf)oktroyieren“.

Bei den Verschreibern sind mir in letzter Zeit einige falsch eingesetzte „k“ und „ck“ begegnet. Einmal wollte jemand etwas „verhöckern“ – das konnte ja nicht klappen, denn selbst Kamele verkauft man trotz ihrer Höcker nur mit „k“ im Wort. Gerne genommen wird auch immer wieder das Wörtchen „abgehackt“, analog dazu wird der „Hacken“ an etwas gemacht. Das klingt so brutal! Bitte, hackt doch nichts ab oder klein, macht einfach einen Haken an die Sache oder hakt sie ab. Übrigens gibt es auch die Variante „abgeharkt“ – da war wohl jemand in Gedanken bei Gartenarbeit …

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Taupe und andere exotische Farbbezeichnungen

Hin und wieder blättere ich in Internet-Katalogen, um dann gelegentlich auch etwas zu bestellen. Bei Kleidung kann sich dies unter Umständen schwierig bis unmöglich gestalten. Schuld daran sind die exotischen Farbbezeichnungen, die sich die Modemacher ausdenken. Wenn es ein Bildchen zu jeder Farbe gibt, fällt die Auswahl noch leicht. Doch so mancher Online-Shop-Betreiber sitzt offensichtlich gerne vor Schadenfreude kichernd im dunklen Kämmerlein und ergötzt sich an der Hilflosigkeit seiner Kunden.
Nicht nur, dass er den Leuten ausgefallene und nicht selbsterklärende Farbnamen vorsetzt – nein, oft genug wird das Produkt lediglich in einer Farbe dargestellt und den Rest kann man sich denken; bestenfalls zeigt noch ein Stapel T-Shirts die verfügbare Farbpalette. Dann bleibt es der Fantasie jedes Einzelnen überlassen, ob die „beere“ rot oder orange ist, welche Farbe die „lilie“ hat und ob der „nil“ heute grün oder blau schimmerndes Wasser führt. Gern genommen wird auch immer wieder die Farbbezeichnung „taupe“. Da ich bisher noch kein Interesse an einem Kleidungsstück mit dieser Farbe hatte, ordnete ich die Farbe irgendwo zwischen Braun-Grau-Beige-Lila ein. Seit heute weiß ich endlich, woher der Name stammt, denn ich entdeckte den Begriff in einem Wörterbuch: Er kommt aus dem Französischen und bedeutet „Maulwurf“. Bei der Farbe „taupe“ handelt es sich also um ein Maulwurfbraun.

Nachtrag 14.11.2007:
Wer noch mehr über diese Farbbezeichnung wissen möchte, kann hier weiterlesen: Eine Farbe namens „taupe“.
Und Vorsicht ist geboten, denn da es keine festgelegte Definition für diese Farbe gibt, interpretiert sie jeder anders!

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Samstag, 15. Juli 2006

Der Neue

Das ging schneller und viel problemloser als gedacht: Der neue Ofen steht im Wohnzimmer.
Nachdem Jörg und Freund den alten Ofen am Donnerstagabend nach draußen transportiert und in die Gartenhütte gebracht hatten, war nun Platz zum Vorbereiten für den neuen. Am Freitagnachmittag hat Jörg zunächst ein Loch in der Wand gemacht, sich von innen durch die Rigipsplatten und die Dämmung bis zur Außenwand vorgearbeitet, dann mit einem sehr, sehr langen Bohrer ein Loch durch die Holzplatten und Klinker gebohrt und zuletzt von außen die Klinkersteine in der richtigen Größe rund ausgestemmt.
Löcher für den Kaminofen
Von innen nach außen (oder auch umgekehrt) führt nun ein flexibles Aluminiumrohr, das die Luft für die Verbrennung von außen ansaugt. Abdeckt wird das Ganze an der Außenwand durch eine Edelstahl-„Nase“.
Löcher für den Kaminofen
Der Transport des Ofens auf die Glasplatte klappte auch ohne irgendwelche Schwierigkeiten – vor allem ohne ein „knirsch“ oder sogar „knacks“, was fatal gewesen wäre und den Kauf einer neuen Platte bedeutet hätte.
Kaminofen mit Specksteinen
Natürlich war es viel zu warm, um den Ofen richtig anzuheizen, aber ein wenig Zeitungspapier kann schon einmal zeigen, ob die Luftwege richtig funktionieren.
Brennendes Zeitungspapier im Kaminofen

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Dienstag, 18. Juli 2006

Italienische „Angebote“

Da hatte ich mich doch nach Italiens Fußball-WM-Gewinn auf viele italienische Wochen und tolle Supermarktangebote gefreut, doch nichts ist bisher passiert. Schade!
Einzig dieses „tolle“ Angebot flatterte uns kurz nach der WM in Form einer neuen Speisekarte des örtlichen Pizzadienstes ins Haus:
Neues Angebot des Pizzabringdienstes
Nicht, dass ich jemals vorhätte, eine Familienpizza zu bestellen – die wäre viel zu groß und meistens mache ich die Pizza sowieso selbst. Aber ich fand es zunächst erfreulich, dass man nach meinen Wünschen mit einem Sonderangebot auf den WM-Gewinn reagiert hatte. Ich weiß nicht warum, aber im zweiten Moment traute ich diesem Angebot nicht so ganz und fischte die eben weggeworfene alte Speisekarte wieder aus dem Altpapier.
Und nun staune man über das Fußball & WM-Angebot, denn so sah der Preis vorher aus:
Altes Angebot des Pizzabringdienstes
Es ist nicht viel, aber immerhin 30 Cent teurer als bisher!

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Sommer

Wir haben Temperaturen irgendwo zwischen 26 und 33 °C, wahlweise auch mehr, wenn man sich zum Beispiel gerade im gut aufgeheizten Auto oder einfach in der prallen Sonne befindet. Die Konzentration lässt selbst im relativ kühlen Altbaubüro am Nachmittag nach, vor allem, wenn man in einer Datei Einträge löschen muss, aber jeden einzelnen bestätigen muss. Da sitzt man schon hin und wieder davor und überlegt sekundenlang, ob man nun „w“ für „weitersuchen“ oder „e“ für „ersetzen“ drücken muss.
Im Supermarkt ist es auch nur in der Abteilung mit den Kühltheken angenehm temperiert, an der Kasse hat man allerhöchstens mal das Glück, beim Warten neben einem Schrank mit kalten Getränken zu stehen, der einigermaßen kühle Luft auspustet.
Nach dem Duschen habe ich heute nicht gleich wieder geschwitzt, aber auf der Terrasse schmort man trotzdem noch ganz vorsichtig vor sich hin. Währenddessen übt gegenüber auf der anderen Straßenseite ein Kind das Klavierspielen. „Alle meine Entchen“ kenne ich nun schon zur Genüge und mittlerweile weiß ich auch, warum mir heute Morgen die kleine Wanze im Ohr herumspukte – die sitzt nämlich nicht nur auf der Mauer und auf der Lauer, sondern auch auf dem Klavier. Die Übungsstunden gehen bisher nicht sehr lange und vielleicht werden wir in einigen Jahren mit Bach-Sonaten, Beethoven-Symphonien oder auch modernen Klängen belohnt.

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Sonntag, 23. Juli 2006

Erhöhte Körpertemperatur

Gestern Nachmittag hatten wir auf der Terrasse unterm Sonnenschirm 37,4 °C. Das entspricht einer leicht überhöhten Körpertemperatur und war mir entschieden zu viel, um mich draußen aufzuhalten. Gegen Mittag hatte ich mit dem Notebook noch draußen gesessen, doch als irgendwann am Gerät der Lüfter anging, entschied ich, es sei nun genug Wärmeeinwirkung gewesen. Interessant finde ich jedoch die Tatsache, dass man sich in gewisser Weise an diese hochsommerlichen Temperaturen gewöhnen kann. So kam ich gestern nach einer Dusche am frühen Abend nach draußen und befand, dass sich 27 °C angenehm „kühl“ anfühlen.
Ich gebe zu, ein paar Grad weniger wären mir angenehmer, doch wir haben jetzt zwei Wochen Urlaub und können uns trotz der Hitze gut arrangieren. Im letzten Jahr hat es während unseres dreiwöchigen Sommerurlaubs fast nur geregnet und das wollen wir gewiss auch nicht haben.

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Dienstag, 25. Juli 2006

Heiße Sache

Was macht man bei über 30 Grad im Schatten und vermutlichen 40 Grad in der Sonne? Klar, Holzterrasse streichen! Mein allerbester Ehegatte hatte sich das in den Kopf gesetzt und ich habe tapfer mitgelitten. Eigentlich stand das Streichen für das Frühjahr auf dem Plan, doch wie es manchmal so ist, passten die dafür erforderlichen Komponenten Zeit, Wetter und Lust nie zusammen. Wir haben also gestern Nachmittag schön vor uns hingetropft und Gesicht, Dekolletée und Nacken haben Farbe angenommen. Die momentane etwas rötliche Verfärbung wird sich hoffentlich bald ändern.
Heute konnte ich gar nicht richtig ausschlafen, denn mein erstes Geburtstagsgeschenk hatte sich gestern angekündigt: Ich erwartete ein Paket mit den nächsten Teilen meines Geschirrs. Für das Geld, das ich von meinen Eltern zum Geburtstag schon im Voraus bekommen hatte, habe ich mir Teller beim Feinen Tisch bestellt. Diesen Shop hatte ich bei eBay entdeckt und bin begeistert von den sensationellen Preisen. Für manchen Speiseteller, der im Laden regulär 17 Euro kostet, zahlt man dort nur 9 Euro. Nun besitze ich auch noch Speise- und Frühstücksteller der Dekore „Corsica“ und „Cordoba“ aus der Switch 3-Porzellanserie von Villeroy & Boch.
Heute musste trotz der Hitze etwas Hausarbeit erledigt werden. Beim Staubsaugen floss der Schweiß in Strömen und danach zog ich es vor, den Tag hauptsächlich drinnen zu verbringen. Am Nachmittag habe ich endlich einmal die Muße gefunden, mir den ersten Teil der Miniserie „Lace“ aus den 80er-Jahren anzuschauen. Die Videokassetten habe ich schon seit März hier liegen, aber nie war der richtige Zeitpunkt, um sie anzuschauen. Für heute war das genau das Richtige, und ich stellte fest, dass ich die Dialoge zum großen Teil noch im Kopf hatte. Merkwürdig, ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich den Film damals so oft gesehen hatte; ich würde mal schätzen, ich habe ihn einmal auf Deutsch und zwei- bis dreimal auf Englisch angeschaut.

Samstag, 29. Juli 2006

Ich guck nicht mehr in die Röhre

Es kann auch Vorteile haben, wenn man wieder ein Jahr älter und grauer wird: Unter Umständen gibt es tolle Geschenke.
Deshalb muss ich seit gestern nicht mehr in die „Röhre“ gucken, sondern habe einen Samsung Syncmaster 930BF in meinem Arbeitszimmer stehen, den ich bisher natürlich noch nicht richtig auskosten konnte. Und wie die Zeit vergeht! Bis eben hätte ich geschätzt, dass mein schöner Sony-Monitor aus dem Jahr 1997 vor ungefähr zwei Jahren das Zeitliche segnete und ich seitdem mit einem wesentlich schlechteren Röhrenmonitor „ersatzweise“ Vorlieb nehmen musste – oder wollte, denn ich war bisher immer zu geizig gewesen, mir etwas Neues zu leisten. Eben schaute ich doch mal ins Tagebuch und lese, dass das Ganze schon vor knapp drei Jahren passiert ist. Wie schnell die Zeit doch vergeht!

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Wieder ein Jahr rum

In diesem Jahr hat es sich ergeben, dass ich tatsächlich an meinem Geburtstag eine kleine Terrassenparty gemacht habe. Normalerweise mag ich meinen Geburtstag nicht feiern, aber da wir im Moment Urlaub haben und sowieso mal wieder einige Leute einladen wollten, hat alles gut zusammengepasst. Mein größter Wunsch war allerdings, dass bei einer Terrassenparty einmal nicht gegrillt werden sollte. Ich habe so viele Rezeptideen in meinem Kopf – und in meinen Kochbüchern – dass ich viele andere Leckereien zubereiten wollte. Der Nachteil ist natürlich, dass man sehr viel mehr vorbereiten muss, doch da ich frei hatte und die extreme Hitze sowieso nicht nach draußen lockte, war das ganz in Ordnung. Am Donnerstag fragte ich mich allerdings, was ich verbrochen hatte, um so in der Küche schmoren zu müssen, denn es war nahezu genauso schlimm wie in der Hölle zu schmoren.
Für mein fast ausschließlich mediterranes Büffet hatte ich mir Folgendes ausgedacht:
Pissaladière (provenzalische Pizza), Tunfischkroketten mit Aioli, kalter Schweine- und Putenbraten mit Frankfurter Grüner Soße, Hackfleischbällchen, Spinat-Schafkäse-Röllchen, Tortellinisalat, Mozzarellatürmchen und Ciabatta. Sogar ein Dessert habe ich als eher Anti-Nachspeisen-Fan zubereitet. Ich nenne es mal „Erdbeer-Trifle“; es bestand aus einer Lage Löffelbiskuits, die ich mit Mutters selbstgemachtem Kornelkirschenlikör getränkt habe, darauf eine Schicht Vanillequark, darauf klein geschnittene Erdbeeren und darüber kamen nochmals eine Schicht getränkte Löffelbiskuits und Vanillequark. Das Ganze ist mehrere Stunden durchgezogen und hat offensichtlich sehr gut geschmeckt, denn die meisten Gäste haben zwei Portionen verspeist. Mir hat gestern gar nichts so richtig schmecken wollen, denn ich war trotz der sehr guten Vorbereitung etwas angespannt.

Blick auf den Esstisch:
Geburtstagstafel auf der Terrasse
Hier sieht man nur noch leere Teller, aber immerhin die schönen neuen Teller, die ich sozusagen von meinen Eltern zum Geburtstag bekam: vorn ein Dekor „Corsica“, rechts eines mit der Bezeichnung „Cordoba“.

Mit dem Wetter hatten wir jedoch Glück; als es am Nachmittag nach Gewitter am frühen Abend aussah, warteten wir mit dem Aufbau der großen Tafel auf der Terrasse noch ab. Doch wie so häufig löste sich das Regengebiet vor Hemmingen wieder auf, der Küchentisch wurde nach draußen transportiert und mit zwei zusätzlichen Einlegeplatten versehen. Erst nach dem Essen und dem darauf folgenden Verdauungs-Grappa – das muss so gegen 22 Uhr gewesen sein – setzte ein sanfter Landregen ein. Da es nicht abzusehen war, wie lange er dauern würde, haben wir flugs alles nach drinnen geräumt und saßen dort am großen Tisch im Wohnbereich. Wie schön, wenn man so viel Platz hat! Ich fühlte mich zwar den ganzen Abend über verschwitzt und verklebt, aber ansonsten hat es mir sehr gut gefallen. Ein „bisschen“ haben wir noch an Essen übrig – ich mache immer zu viel – aber einiges davon lässt sich auch einfrieren. Demnächst werde ich noch einige der Rezepte ins Internet stellen, bisher gibt es auf meinen Küchenseiten nur die Tunfischkroketten und die Grüne Soße.

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