Mai 2006

Dienstag, 2. Mai 2006

Langes Wochenende: Gartencenter, Garten, Holz

Ein langes Wochenende liegt hinter uns, das Wetter war gar nicht mal so schlecht, und wieder einmal sind wir nicht so richtig vor die Tür gekommen. Andere Leute machen einen Kurzurlaub, wo ich gerade mal den Weg zum Baumarkt/Gartencenter schaffe. Ob ein Kurzurlaub an einem Wochenende mit Feiertag empfehlenswert ist, sei dahingestellt, den Einkauf im Gartencenter jedoch sollte man besser auch auf einen anderen Wochentag als den Samstag vor einem solchen Wochenende legen.
Nachdem ich am Freitagnachmittag mit dem Herbeischaffen von Lebensmitteln beschäftigt war, fehlte mir die Muße, auch noch das Gartencenter aufzusuchen. Es musste also am Samstag sein, weil die Katzen dringend Trockenfutter brauchten.
Wie nicht anders zu erwarten, waren außer mir auch alle anderen Garten- und Balkonbesitzer unterwegs, um Pflanzen oder andere Gartenartikel zu kaufen. Ich hatte gerade noch Glück und ergatterte den allerletzten Einkaufswagen auf dem gesamten Parkplatz. Ohne Wagen hätte ich meine Mission wohl abbrechen müssen, denn ich wollte einen 10-Kilo-Sack Trockenfutter kaufen, außerdem eine Jalousie und diverse Pflanzen.
Wie voll würde der Laden sein, wenn schon keine Einkaufswagen mehr da waren? Drinnen kam ich zu dem Schluss, dass der Einkaufwagenmangel andere Ursachen als übermäßig viele Kunden haben musste; es war zwar mehr los als an durchschnittlichen Tagen, aber so schlimm war es auch nicht.
Mein erster Weg führte zu den Fensterdekorationen auf der Suche nach einer ein Meter breiten Alujalousie, Farbe „mal schauen, was es so gibt, nur kein Weiß, Schwarz oder Grün“. Das erste Preisschild zeigte mir 46 Euro an? 46 Euro? Für eine schlichte Jalousie? Das würde wohl nichts werden. Gut, erst einmal weiterschauen. Direkt daneben kosteten die Jalousien immerhin nur noch 25 Euro und weiter hinten entdeckte ich Jalousien für 17 Euro. Ach nein, die waren nur für kleine Fenster, also zu kurz. Tja, damit hatte sich die Sache wohl erledigt. Da ich aber immer gerne mal schaue, was es sonst noch gibt, landete ich an einer Gitterbox im nächsten Gang bei weißen und silberfarbenen Jalousien für 15 Euro. Na bitte, das war doch genau das Richtige!
Dann kam der Sack Katzenfutter auf den Wagen, danach ein Paar Gartenhandschuhe und endlich konnte ich Pflanzen gucken und aussuchen. Zwei Lavendel und einen Rosmarin wollte ich kaufen, mehr stand eigentlich nicht auf meinem Zettel im Kopf. An der Kasse bin ich schließlich mit noch mit fünf weiteren kleinen Staudenpflänzchen gelandet.
Für Gartenarbeiten war am Samstag nicht das richtige Wetter, es war kalt, windig und regnete immer wieder, zum Teil kam auch etwas Eisregen von oben. Ich hatte auch den Sonntag und Montag nicht unbedingt für Gartenarbeit eingeplant, sondern hatte im Laufe der letzten Woche sogar noch an einen Besuch des Gartenfestivals in Gehrden gedacht. Dazu oder zu anderen Ausflügen fehlte mir aber dann doch die Lust und ich bin froh, dass ich den Garten endlich in Ordnung gebracht und alles eingepflanzt habe. Jörg hatte sowieso wieder mit Holz zu tun, hat unter anderem mehrere Ladungen gespaltenes Holz aus dem vorübergehenden Lager geholt und gestern stundenlang sein Auto gereinigt. Irgendwann in den letzten drei Tage sagte er sogar einmal, er könne kein Holz mehr sehen, und um es so weit kommen zu lassen, musste er schon eine Menge Holz „gesehen“ haben.

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Das perfekte Dinner bald auch aus Hannover?

Ich hatte ja bereits im März geschrieben, dass ich mit Begeisterung die Kochsendung „Das perfekte Dinner“ auf Vox anschaue. Live schaue ich sie so gut wie nie an, ich nehme sie immer auf und schaue dann bei nächster Gelegenheit, das kann dann auch mal in geballter Form am Wochenende sein. Anfangs kamen alle Hobbyköche offensichtlich aus dem Kölner Raum und ich fragte mich, was wohl passieren würde, wenn ich mich aus der Region Hannover bewerben würde. Nicht, dass ich das ernsthaft vorhätte, ich würde mich so was nie trauen … Dann fand ich heraus, dass in verschiedenen Foren über die Sendung diskutiert wird, dass da sogar Leute während der Sendung kommentieren. Beim Chefkoch lese ich immer gerne nach, was dort geschrieben wird. Irgendwo las ich auch, dass zunächst nur aus Köln (Sitz des Senders Vox) und unserer Hauptstadt Berlin gesendet würde, aus anderen Städten später nur dann, wenn genügend Teilnehmer zusammenkämen.
Heute morgen entdeckte ich dies in der Online-Ausgabe der Neuen Presse:

Region Hannover
Kochen Sie das perfekte Dinner!
Gleich nach Tim Mälzer (35) könnten Sie dran sein. Die Neue Presse und der TV-Sender VOX suchen Hannovers beste Hobbyköche. Im VOX-Koch-Doku-Hit „Das perfekte Dinner“, der täglich ab 19 Uhr und nach Mälzers Koch-Show läuft, können Sie ihre kulinarischen Kreationen einem Millionenpublikum auftischen.

Au ja, da bin ich gespannt. Man könnte vielleicht doch mal jemanden kennen, und wenn es nur vom Sehen ist. Ansonsten kenne ich eigentlich niemanden, der so richtig gern und viel und gut kocht, Kochsendungen leidenschaftlich gerne sieht und sich auch noch trauen würde, im Fernsehen aufzutreten.

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Donnerstag, 4. Mai 2006

Der Fluch der Pollen

Es wäre auch zu schön gewesen, wenn mich die Birkenpollen in diesem Jahr verschont hätten. Haben sie aber nicht. Seit gestern spüre ich sie wieder deutlich, aber zum Glück habe ich vorgesorgt und habe sowohl Tabletten als auch Augentropfen immer bei mir. Leider wird es über Nacht schlimmer, so dass ich nicht so richtig ausgeschlafen und erfrischt aufwache. Bis Mitte nächster Woche werde ich auf jeden Fall noch damit zu tun haben, so weit reicht erst einmal die Vorschau, und die besagt starken bis mäßigen Birkenpollenflug.

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Samstag, 6. Mai 2006

Terrassensaison

Heute war es endlich soweit und die Terrassensaison konnte richtig eröffnet werden. Das heißt, es gab erst einmal ein Frühstück unterm Sonnenschirm und am Nachmittag holte ich das Notebook wieder raus. Leider ist es recht windig hier und ausgerechnet Ostwind; vom Westen her ist die Terrasse geschützt, aber nicht auf der anderen Seite. Der Schirm flattert zwar heftig im Wind, aber er bleibt stehen. Heute Abend geht es zum Grillen sowieso zu Freunden im Nachbarort, und deren Terrasse liegt auf der Westseite des Hauses, so dass wir dort garantiert keine Windbelästigung haben werden.
Meine Reaktion auf die Birkenpollen ist irgendwie nicht vorhersehbar. Gestern hatte ich keine Beschwerden, heute Vormittag ging es mal wieder mit Niesen los … Egal, ab Mitte nächster Woche soll der Spuk endlich vorbei sein.

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Papierlose Steuererklärung

Heute hatten wir erfreuliche Post vom Finanzamt: Wir bekommen – wie nicht anders zu erwarten – einen kleinen Betrag zurückerstattet.
Noch erfreulicher ist es, dass ich in diesem Jahr zum ersten Mal eine komplett papierlose Einkommensteuererklärung gemacht habe und dies ohne Probleme funktioniert hat. Schon seit ein paar Jahren mache ich unsere Steuererklärung mit Elster Formular, hatte aber bis zum letzten Jahr immer alles ausgedruckt und mit den Belegen zum Finanzamt gebracht. Als ich in diesem Jahr das aktuelle Programm herunterlud, las ich noch einmal nach, was es Neues gab. Aha, papierlose Steuerklärung, mit elektronischer Signatur zu übermitteln. Geht dann, wenn man keine gesetztlich vorgeschriebenen Belege einreichen muss. Das war allerdings der Knackpunkt, denn es gibt überall nur diesen banalen Hinweis auf einen Paragrafen, wo definiert ist, was gesetzlich vorgeschriebene Belege sind. Auch in einem Forum hatte mal ein Unwissender diese Frage gestellt und auch dort nur diese nicht besonders hilfreiche Antwort bekommen. Ich wusste also so viel, dass zu diesen notwendigen Unterlagen die Lohnsteuerkarte gehört (sofern man – aus welchen Gründen auch immer – noch eine zurückbekommen hat), Spendenbelege und die Gewinnermittlungen bei Selbstständigen. Blöderweise heißt es, dass „insbesondere“ die genannten Unterlagen dazugehören. Also gibt es auch noch andere, die man einreichen muss. Da ich aber nichts über die Unterlagen fand, die wir normalerweise mitschicken würden, habe ich beschlossen, dass diese nicht notwendig sind.
Ich registrierte mich also für diese Signatur, bekam den ersten Teil des Aktivierungscodes per E-Mail und den zweiten per Post nach einer Woche. Aber sie passten nicht zusammen! Ich bekam die hässliche Fehlermeldung, ich möge doch meinen Aktivierungscode überprüfen. Aber mehr als zehn mal darauf schauen, vergleichen und feststellen, dass alles korrekt war, konnte ich nicht. Nun gut, ich wiederholte die Prozedur, bekam erneut eine E-Mail (aha, da war der Code viel länger als beim ersten Mal) und nach einer Woche wieder einen Brief mit dem zweiten Teil des Codes. Dieses Mal klappte es mit der Registrierung und ich konnte die elektronische Signatur erstellen. An Ostern machte ich dann alles fertig, verschickte es vom PC aus und wartete dann. Ich wusste ja nicht, ob alles angekommen war und bearbeitet wird. Aber nun, nach knapp drei Wochen hatten wir heute den Bescheid im Briefkasten. Das hat also alles wunderbar geklappt. Und man muss keineswegs eine Kopie der Lohnsteuerkartenbescheinigung mitschicken, denn diese Daten hat das Finanzamt ja längst bekommen.

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Donnerstag, 11. Mai 2006

Ausgegangen …

… sind wir gestern Abend wieder einmal, nämlich um den zweiten Teil von Jörgs Geburstagsgeschenk einzulösen. Ich hatte ihm Karten für Michael Mittermeier geschenkt, der gestern in der AWD-Hall aufgetreten ist. Den ersten Teil des Geschenks hatten wir bereits am 7. April gesehen, das war Dieter Nuhr im Aegi. Gestern hatten wir leider nicht so gute Plätze; wir saßen im Innenraum ganz links und das war schon sehr weit links von der Bühne. Aber na ja, wenn man die Örtlichkeiten nicht kennt, kann man das bei der Buchung nicht so gut einschätzen. Außerdem hatte ich die Veranstaltung im Dezember mehr per Zufall entdeckt und da war die Auswahl an Plätzen wahrlich nicht mehr groß gewesen. Aber sonst war es gut, auch gut besucht, die Halle war voll. Lang ging es, bis um elf, doch zum Glück wohnen wir ja äußerst stadtnah und waren um halb zwölf wieder zu Hause. Natürlich konnten wir uns nicht sofort ins Bett legen und schlafen – ich kann das so gut wie nie, wenn ich von irgendwo her spätabends nach Hause komme – und so war die Nacht kurz. Trotzdem fühle ich mich heute nicht unausgeschlafen, da hatten mir die Birkenpollen in der letzten Zeit weitaus schlechtere Nächte beschert.

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Dienstag, 16. Mai 2006

Leidenszeit vorbei

Ich wollte nur mal kurz festhalten, dass meine Birkenpollenleidenszeit offensichtlich beendet ist. Letzte Nacht musste ich zwar gegen halb vier aufstehen, weil meine Nase verstopft war, aber heute bin ich bisher absolut beschwerdefrei. Das wurde aber auch Zeit, schließlich ging das schon Anfang April los.
Ansonsten bin ich PC- und schreibfaul, es ereignet sich aber auch absolut nichts Besonderes. Ist vielleicht auch besser so. Ich habe nicht einmal mein Gartentagebuch weitergeführt, so lustlos bin ich. Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich keine große Lust habe, dort noch viel zu machen, wenn ich sowieso demnächst auf WordPress umstelle. Anhand der Fotos kann ich bisher noch alles gut rekonstruieren und weiß natürlich noch, was ich wann gemacht habe.

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Donnerstag, 18. Mai 2006

Die Tücken des Alltags

Heute Nachmittag war ich einkaufen und wollte wie meistens bargeldlos zahlen. Als ich kurz vor der Kasse war, bemerkte ich beim Griff in die Jackentasche, dass ich total geldlos war. Ich hatte meine Geldbörse im Auto vergessen! Was für ein Glück, dass ich gern immer gut vorbereitet bin und beim Supermarkteinkauf meistens schon vor der Kasse meine EC- und Paybackkarte herausnehme und griffbereit in eine Jackentasche lege. Es wäre mir äußerst unangenehm gewesen, wenn ich schon alle Waren auf das Band gelegt hätte und dann erst das Fehlen der Zahlungsmittel festgestellt hätte. So habe ich meinen Einkaufswagen geparkt, bin zum Auto gegangen, habe die Geldbörse geholt, bin dann wieder rein in den Supermarkt, habe meinen Einkaufswagen abgeholt und dann ging alles seinen normalen Gang. Möglicherweise hat sich nur die Frau gewundert, die neben mir parkte. Denn als ich zum Auto kam, um mein Geld zu holen, kam sie gerade mit ihren Einkäufen angerollt. Und als sie nach zehn Minuten gerade fertig mit Einpacken war, kam ich schon mit meinen Einkäufen an …

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Sonntag, 21. Mai 2006

Und da waren’s nur noch vier

Unsere Weingläser für den Normalgebrauch sind schon einige Jahre alt, weisen mittlerweile diese hässlichen Spuren der so genannten Glaskorrosion auf und haben sich durch natürliche Verluste minimiert. Ich schaue mich also schon eine ganze Weile nach nicht allzu teuren, nicht allzu schlichten und vor allem schönen Gläsern um. Extrem teure Gläser würde ich mir nie wieder kaufen, ich habe einen kompletten Satz Gläser aus der Rosenthal Studio Line-Kollektion im Schrank stehen und die benutzen wir so gut wie nie. Wenn ich nur dran denke, dass vor über zehn Jahren zum Beispiel ein solches Rotweinglas 50 DM kostete, schaue ich sie mir lieber im Schrank an.
Ich liebäugele schon seit einiger Zeit mit den Pavilion-Gläsern von Villeroy & Boch. Dann entdeckte ich vor eineinhalb Wochen ganz ähnliche Gläser bei eBay, die unter der schlichten Bezeichnung „grüne Weingläser“ angeboten wurde. Ich ersteigerte diese sechs Gläser für 3 Euro plus Versandkosten. Am Freitag kam das Paket an. Die ersten beiden Gläser packte ich mit Begeisterung aus, doch dann knirschte und klirrte es: Zwei der schönen Gläser waren völlig zertrümmert. Die Verkäuferin hatte sich auch nicht allzu viel Mühe mit der Verpackung gegeben, die Gläser waren lediglich lose mit Luftpolsterfolie umhüllt und zwischen den Gläsern lag zusammengeknülltes Zeitungspapier. Wie schade! Aber immerhin sind vier dieser wunderschönen Weinkelche jetzt in meinem Besitz und ich muss sagen, es sind gute Plagiate der V&B-Gläser und sie passen ausgezeichnet zum Switch 3-Porzellan, wie man hier erkennen kann.
Grüner Weinkelch auf einem Teller
Irgendwann schaue ich mir die „echten“ noch einmal genauer im Laden an und entscheide dann, ob ich die haben will.

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Montag, 29. Mai 2006

Viermal frei – schon vorbei

Die vier freien Tage verliefen nicht ganz so wie geplant, denn Jörg musste am Freitag ein wenig und am Samstag den ganzen Tag arbeiten. Alles für die WM, denn im Pressezentrum, das im trockengelegten Stadionbad errichtet wird, mussten noch Kabel verlegt und diverse Installationen gemacht werden. So war am Freitag unser Einkaufsbummel in der Stadt nur sehr kurz und führte auch zuerst zu Conrad, um dort noch Material zu besorgen. Ich habe dann den Nachmittag genutzt, um mir bei Porta die „echten“ Gläser, also die Serie „Pavilion“ von Villeroy & Boch anzuschauen. Gekauft habe ich schließlich nur neue Holz-Frühstücksbrettchen, und die waren im Angebot und es gab sogar noch 20 % Rabatt. Kurz entschlossen fuhr ich dann zu Ikea, und mein Auto durfte seit ewigen Zeiten wieder einmal mit 160 Stundenkilometern über die Autobahn rollen. Das war dann aber auch genug, mehr traue ich mich nicht mehr, denn die Straßenlage ist doch nicht mehr so gut wie früher. Bei Ikea kaufte ich Rotweingläser der Serie „Rättvik“ und einen kleinen Kochtopf, schlängelte mich so schnell es ging durch die im Schneckentempo dahinkriechenden übrigen Kunden zur Kasse und rollte dann zufrieden wieder nach Hause.
Gestern war das Wetter immerhin ein wenig besser, bis Nachmittags kein Regen, viel Sonne, leider aber Wind mit heftigen Böen. Irgendwie auch nicht so das richtige Wetter zum Fahrradfahren. Wir sind mittags nach Laatzen zum Park der Sinne gefahren und dort spazieren gegangen. Wieder einmal eine Ecke hier in der Region gesehen, die ich noch nicht kannte.
Blick über einen Teil des Parks
Später am Nachmittag habe ich es doch tatsächlich wieder einmal geschafft, mich auf den Crosstrainer zu stellen und 10,6 Kilometer in 45 Minuten zu laufen und nebenher „Kochen bei Kerner“ anzuschauen.

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Mittwoch, 31. Mai 2006

Genervt?

Mit der eBay-Verkäuferin der grünen Gläser hatte ich nun mehrmals E-Mail-Kontakt. Das begann schon vor Eintreffen des Pakets, denn die Sendungsauskunft teilte mir zunächst mit, dass meine Adresse unbekannt sei und deshalb das Paket wieder zurück an den Absender ginge. DHL hat es sich dann aber doch noch mal anders überlegt und das Paket brav in der Packstation abgeliefert. Ich frage mich allerdings, ob es nicht Verwirrung wegen der Handschrift der Absenderin gegeben hatte. Ihr „Packstation“ sah eher aus wie „Dachstation“ und eine solche Straße gibt es in Hannover nicht.
Und dann stellte ich beim Auspacken fest, dass zwei Gläser zerbrochen waren. Ich teilte dies der Verkäuferin mit und sie bot von sich aus an, einen Teil des Kaufpreises zu erstatten und fragte nach meiner Bankverbindung. Ich schrieb ihr, dass ich mich über ihr Angebot freue und gab ihr meine Kontodaten. Daraufhin erhielt ich wieder eine E-Mail von ihr mit der Bitte, ich möge ihr doch ein Foto der zerbrochenen Gläser schicken. Also fotografierte ich gestern die Überreste und schickte ihr das Foto per Mail. Dachte ich. Heute Morgen – ich stand gerade noch nicht ganz wach im Badezimmer – fiel mir mit Schrecken ein, dass ich vergessen hatte, das Foto an die Mail anzuhängen. Oh nein, der allseits beliebte Fehler mit den vergessenen Anhängen! Wie peinlich! In aller Eile schickte ich heute Morgen noch einmal eine E-Mail, dieses Mal mit Foto. Aber natürlich hatte sie es schon bemerkt und mir in knappen Worten unter anderem mitgeteilt: „Der Anhang fehlt, aber lassen wir’s, ich überweise …“ Ui, ist sie jetzt genervt, weil wir so viele E-Mails austauschen mussten und ich schließlich zu blöd war, um das Foto mitzuschicken? Es könnte mir jetzt fürchterlich unangenehm sein, aber ich kann auch einfach sagen, es ist mir jetzt egal und die Sache ist es nicht wert, dass ich mir weiter Gedanken darüber mache. Letzteres ist vermutlich der bessere Weg.

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Regen-Luxus

Es ist nichts Außergewöhnliches, dass viele Kinder mit dem Bus zur Schule fahren müssen. Dazu gehört auch der Weg zu Fuß zur Bushaltestelle. Das war bei mir und meiner Schwester früher auch nicht anders, jedenfalls zu den Zeiten, als wir das Gymnasium in Rüsselsheim besuchten. Bus gefahren wurde zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Auch bei Regen. Schließlich gab es ja Regenjacken und Schirme, um sich vor dem Nass zu schützen. Heutzutage haben es viele Kinder in dieser Hinsicht besser. So konnte ich heute Morgen bei strömendem Regen sehen, wie Mutters Auto zum Minibus unfunktioniert wurde, um die Kleinen trocken zur Schule oder mindestens bis zur Bushaltestelle zu bringen. Wäre ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, dann müsste ich mir wohl in diesem Fall ein Taxi rufen. Oder auf einen Autobesitzer hoffen, der mich freiwillig chauffiert.

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