März 2006

Freitag, 3. März 2006

Spanisch

Gestern war ich im kleinen Kreis mit fünf Kollegen (zwei weiblich, drei männlich) essen. Eigentlich sollte unser gemeinsames Essen immer im Dezember als vorweihnachtliches Essen stattfinden, aber seit zwei Jahren scheitert das an den überfüllten Terminkalendern einiger der Beteiligten. Also fand unser letztjähriges Vorweihnachtsessen gestern statt. Gleichzeitig war es auch ein Abschiedsessen für einen Kollegen, der in den passiven Teil der Altersteilzeit eingetreten ist und am 24. Februar seinen letzten Arbeitstag hatte.
Auf seine Empfehlung hin waren wir im Deisterstübchen, das auch Rias Baixas heißt. Es liegt in Hannover-Linden, soll früher mal DER Geheimtipp gewesen sein, und ist eine rustikale spanische Gaststätte.
Wir hatten schon für 18 Uhr einen Tisch bestellt, das ist zwar recht früh, aber so konnten wir direkt von der Arbeit dorthin fahren und haben uns einige Hin- und Herfahrerei erspart.
Das Essen war gut, zu den Hauptgerichten gibt es allerdings durchweg einheitliche Beilagen, was aber wiederum den Preis rechtfertigt. Ich entschied mich für Lammkoteletts, weil ich Lamm sehr gerne mag. Die Portion war groß, die Koteletts im Großen und Ganzen gut, nur hatten sie leider ein paar sehnige, ungenießbare Stellen. Vielleicht hätte ich doch die Calamares mit Aioli nehmen sollen, die dort unter der Rubrik „Tapas“ aufgeführt sind. Dahinter verbirgt sich allerdings ein richtiges Hauptgericht, wie ich bei meinem Kollegen sehen konnte.
Da wir sehr früh – also direkt bei Öffnung – dort gewesen sind, kam das Essen sehr flott, und um kurz nach acht lösten wir die Runde wieder auf.
Merke: Man kann durchaus noch einmal dorthin gehen, aber dann unbedingt etwas essen, das „spanischer“ schmeckt.

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Samstag, 4. März 2006

Nervig

Ich war froh, als die letzte Arbeitswoche zu Ende war, denn sie raubte unnötige Zeit und Energie. Natürlich soll man über den Tellerrand schauen und sich nicht in seinem kleinen Bereich vergraben. Wenn jedoch wieder und wieder über Dinge diskutiert wird, die man in der Regel nur über Zweite, Dritte oder Vierte erfahren hat, dann bringt das nicht weiter. Man kann sich aufregen, über Dinge spekulieren, die man mehr oder weniger nur vermutet und investiert am Ende doch nur seine eigene Energie und seine Nerven. Als der Freitagvormittag so ähnlich verlaufen war, war ich innerlich noch so aufgewühlt, dass ich mich nicht mehr richtig auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren konnte. Also beschloss ich, um 14 Uhr Feierabend zu machen, zumal ich mich wie einmal jeden Monat körperlich nicht extrem fit fühlte. Hoffentlich wird das in der nächsten Woche wieder etwas ruhiger zugehen!

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Sonntag, 5. März 2006

Jagdsaison

Es ist März und die Jagdsaison ist wieder eröffnet. Norwegische Waldkatzen sind gute Jäger, da nützt es auch nichts, wenn sie die ersten Jahre als Wohnungskatzen verbringen – es liegt ihnen im Blut. An Mäuse haben wir uns längst gewöhnt. Von Frühjahr bis Herbst finden wir oft ein Mitbringsel im Keller, meistens mit den Füßen nach oben und unbeweglich, manchmal habe ich auch das Vergnügen, eine noch sehr lebendige Maus einfangen zu müssen. Für unseren Norweger Mika sind Mäuse allerdings nur Kinderkram, er fängt auch junge Feldhasen. Heute war der erste in diesem Jahr dran. Wir haben nur einen kleinen Überrest im Keller gefunden. Mir ist es ein Rätsel, wie eine Katze einen Hasen mitsamt Fell und Knochen fressen kann. Es bleibt immer nur eine kugelige, weißliche Innerei übrig (keine Ahnung, um was es sich da handelt), die offensichtlich nicht schmeckt. Da Männer im Hinblick auf Hasenüberreste oder auch erbrochenes Trockenfutter überempfindlich sind, ist es meine Aufgabe, sich um die Beseitung zu kümmern. Ich habe kein Problem damit, wenn ich es auch nicht besonders appetitlich finde. Wie in jedem Jahr hatte ich auch dieses Mal gehofft, die Hasen könnten ausgewandert oder der Kater zu bequem geworden sein. Doch wie man sieht, ist es noch längst nicht so weit.

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Holz

Seit letztem Wochenende sind die Männer dabei, das gehackte Holz aus dem Wald zu holen. Es stellte sich heraus, dass es viel mehr als erwartet ist und die Lagerkapazitäten schon knapp werden. Gestern ist ein kleiner Teil bei uns gelandet, zunächst einmal auf dem Stellplatz und muss jetzt ordentlich unterm Schleppdach der Gartenhütte gestapelt werden.

Wie gesagt, dies ist nur ein kleiner Teil!

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Montag, 6. März 2006

Gerade noch gerettet

Gestern Abend habe ich ein Brot im Brotbackautomaten angesetzt. Ich ersparte mir das Herausnehmen der Form und füllte die Zutaten direkt hinein. Zum Glück schaue ich von Zeit zu Zeit nach, ob der Teig auch schön aufgeht. So wunderte ich mich bei meinem prüfenden Blick nach ungefähr eineinhalb Stunden, dass die Zutaten unverändert in der Form lagen, obwohl die Maschine schon fleißig geknetet hatte. Jörg stand daneben, als ich den Deckel öffnete und ratlos hineinschaute. Er hatte sofort die Lage überblickt und mit einem fachmännischen Griff festgestellt, dass die Knethaken fehlten. Ich brach lachend über dem Automaten zusammen und fragte mich, wo beim Befüllen mein Gehirn geblieben war. Nach dem Einsetzen der Kneter startete ich den Backvorgang erneut und das Brot war um 23 Uhr dann endlich fertig.

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Mauswahl

Eine neue Maus für meinen PC muss her, habe ich am Wochenende beschlossen. Als ich vor einiger Zeit anfing, meine alten Tagebucheinträge in WordPress zu kopieren, fiel mir auf, dass die linke Taste sehr schwer geht. Zuerst dachte ich noch, es läge an meinem lahmen Finger, doch meine Büromaus ist im Vergleich zu meiner Hausmaus sehr leichtgängig. Ist wohl doch schon etwas betagt, der gute Mouseman.
Jetzt überlege ich also, welche neue Maus ich mir kaufe. Eine optische soll es auf jeden Fall sein, denn von verschmutztem Mausinneren habe ich schon längst genug. Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich weiterhin mit einem Kabel leben möchte oder lieber auch auf dieses häufig irgendwo hängenbleibende Ding verzichte. Andererseits möchte ich auch keine größere Summe in eine Maus investieren. Schwierig, schwierig. Ich glaube, ich werde heute auf dem Heimweg den roten Markt des Grauens aufsuchen und mal schauen, was man dort so im Angebot hat. Hoffentlich laufen mir nicht diese drei fürchterlichen Werbegestalten über den Weg, sonst muss ich den Laden fluchtartig schreiend verlassen.

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Dienstag, 7. März 2006

Zurück in die 80er Jahre

Die eine kauft sich alle Dallas-Folgen, die andere (= ich) wird sich demnächst die Miniserie „Lace“ reinziehen. Dieser Vierteiler lief soweit ich weiß ein einziges Mal im deutschen Fernsehen, und zwar unter dem Titel „Blutsbande“. Damals hatte ich mir das Ganze auf Video gebannt, jedoch besaß mein damaliger Freund noch einen Video-2000-Rekorder, und als der ausgemustert wurde, waren auch alle Aufnahmen verloren. In einer Nostalgiephase erinnerte ich mich an diese Miniserie und fand auch schnell heraus, dass sie auf VHS-Kassette noch zu erwerben sind, allerdings nur in der Originalfassung. Ich hatte den Film damals sowieso mindestens zweimal im Originalton gesehen, denn – man glaubt es kaum – dieser Videorekorder konnte schon zwei Tonspuren aufnehmen. Gewusst hatte ich das nicht, sondern beim ersten Anschauen per Zufall herausgefunden. Der Film hockte also schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, aber die 25 Euro waren mir doch zu viel. Nachdem ich durch meinen Gebrauchtbücherkauf herausgefunden hatte, wie unkompliziert das geht, bestellte ich den Film nun für sagenhafte 8 Euro bei einem anderen Anbieter über Amazon. Bisher habe ich nur mal kurz in den Anfang reingeschaut, schließlich musste ich mich davon überzeugen, dass die Kassetten auch in Ordnung sind. Aber demnächst werde ich mindestens den ersten Teil anschauen. Herrlich zum Beispiel der britische Schauspieler, den man auf „Prinz Abdullah“ geschminkt hat! Natürlich kenne ich die Antwort auf die Frage „Which one of you bitches is my mother?“, aber das wird meinem Vergnügen keinen Abbruch tun.

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Feuerwerk

Gestern Abend saßen wir noch friedlich vor dem Fernseher, als es draußen plötzlich einen lauten Knall tat. Hilfe, was war jetzt in unseren Garten gestürzt? Ein Blick ums Haus zeigte dann die Ursache: ein Feuerwerk, an einem Montag im März. Was war da nur der Anlass? Egal, ich ergriff die Gelegenheit, meine Kamera mal wieder zu testen. Dies ist eines der Fotos, das ich nur mal schnell ohne Vorbereitung und frei aus der Hand geschossen habe:

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Donnerstag, 9. März 2006

Rundfahrt

Heute Morgen hatte ich wohl unterbewusst Lust auf eine kleine Rundfahrt auf dem Weg zur Arbeit. Nur so kann ich es mir erklären, dass ich mir die Stadtteile Kronsberg und Bemerode wieder einmal näher geschaut habe.
Es könnte aber auch damit zusammenhängen, dass ich den Beginn der CeBIT völlig vergessen hatte. Die blinkenen Lichter an der Auffahrt zum Messeschnellweg nahm ich zwar wahr, konnte sie aber nicht interpretieren. Als sich das Fragezeichen in meinem Kopf auflöste, war es schon zu spät zum Wiedereinfädeln auf den Südschnellweg und ich war in Richtung Messe unterwegs. Oh je, wie würde ich da wieder entkommen können? In Frankfurt war mir solch ein Missgeschick auch einmal passiert und man hätte mich beinahe auf einen Messeparkplatz zwangseingewiesen. Ich bin damals nur durch mutiges Ignorieren der winkenden Platzanweiser meinem Schicksal entgangen. Heute ergab sich die Lösung wie von selbst. Ich hielt mich links, fuhr zu den Ostparkplätzen hinaus und daran vorbei, landete dann am Kronsberg und fuhr von dort aus über Bemerode nach Kirchrode. Es hätte schlimmer kommen können!
Wesentlich schlimmer traf es mich im März 2001, als ich für einige Zeit in der Karlsruher Straße arbeitete. Die liegt nun fast direkt am Messegelände und jeden Morgen waren andere Zufahrtsmöglichkeiten gesperrt. Da musste ich ganz schön kurven, um ein Schlupfloch zu finden.

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Samstag, 11. März 2006

Nahe dran

Gestern Morgen um viertel vor acht stand ich als erstes Auto an der Ampel, die an der Ausfahrt vom Messeschnellweg an der Bemeroder Straße steht. Plötzlich sah ich hinten Blaulicht, ich fuhr ein Stück vor und machte Platz. Ein Polizeimotorrad kam angefahren, bog vor mir nach rechts ab. Ihm folgte ein silberfarbener Audi TT. Was war da denn los? Handelte es sich um einen Promi, der mit Polizeieskorte zur Messe geleitet wurde?
Ich musste heftig grinsen, als ich heute diesen Artikel in der HAZ las: Die CeBIT hat ihr erstes Baby.

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Keine Beschwerden …

… über den angeblich in diesem Jahr so lange andauernden Winter bitte! Denn dies schrieb ich am 12. März 2005:

Hier ist nach wie vor nichts vom Frühling in Sicht. Regen, Eisregen und Schneeregen haben sich heute abgewechselt.

Und ein paar Tage später hatten wir zumindest schon das richtige Wetter für die ersten Gartenarbeiten.

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Sonntag, 12. März 2006

Aufgeklärt

Nach der Polizeieskorte hat sich auch das Feuerwerk vom letzten Montag aufgeklärt. Im Sonntagsblättchen lasen wir heute, dass der Real-Markt hier im Gewerbegebiet sein fünfjähriges Bestehen gefeiert hat. Übrigens konnte man dort den ganzen Abend für 5 Euro essen und trinken. Es muss aber wohl ein Geheimtipp gewesen sein, denn wir hatten im Vorfeld davon nichts mitgekriegt.

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Mittwoch, 15. März 2006

W & G

Mein DVD-Verleih lockte mit einer Sonderaktion (zwei Wochen statt einer behalten) und außerdem war gerade ein Film verfügbar, auf den ich schon wartete. Gestern Abend haben wir uns also „Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ angesehen. Ich liebe solche Filme, und diesen muss man sich unbedingt mehrmals ansehen, um so viele Details wie möglich mitzubekommen. Außerdem bin ich beeindruckt von den Machern solcher Filme, denn da steckt so unendlich viel Arbeit drin.
Die drei Wallace & Gromit-Kurzfilme hatten wir vor ein paar Jahren im Fernsehen gesehen. Nun stellte ich fest, dass man kann sie für 8 Euro auf DVD kaufen kann. Das habe ich mir doch gleich mal auf meinem Wunschzettel gespeichert.

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Freitag, 17. März 2006

Vierzig

Gestern war es also soweit, Jörg ist 40 geworden.
Es gab Geschenke …

… eine Geburtstagstorte mit 40 Kerzen …

… und leckeres Abendbrot.

Heute ist Ruhetag angesagt, nachdem nun wieder alles aufgeräumt und gespült ist, machen wir heute nichts außer am PC oder wahlweise auf dem Sofa sitzen.

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Samstag, 18. März 2006

Aussitzen

Mir scheint, (manche) Versicherungen versuchen, die Kündigungsschreiben ihrer Kunden zu ignorieren oder zumindest so lange auszusitzen, bis die Frist abgelaufen ist. Schon im Oktober 2003 musste ich diese Erfahrung machen, als ich zwei Kündigungsschreiben an den damals zuständigen Versicherungsvertreter schickte. In diesem Jahr war die letzte Versicherung bei diesem Unternehmen dran. Diese Wohngebäudeversicherung wurde uns mit einer Laufzeit von fünf Jahren angedreht (ich sag nur: Hausbaustress!), weil man uns nur unter dieser Bedingung einen so günstigen Preis machen konnte. Von wegen günstig! Nach dem Wechsel werden wir hundert Euro jährlich weniger zahlen! Dieses Mal schrieb ich direkt die zuständige Niederlassung an. Erst einmal mit einem normalen Brief, da ich doch noch auf seriöse Geschäftspraktiken hoffte. Nun sind fast drei Wochen vergangen, ohne dass eine Bestätigung erfolgte und die Frist läuft am Monatsende ab. Also werde ich morgen das Kündigungsschreiben erneut ausdrucken, am Montag zur Post gehen und das Ganze dann per Einschreiben mit Rückschein absenden. Wetten, dass wir nach drei Tagen eine Bestätigung haben werden?

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Koch-Soap

Ich liebe Kochsendungen und bin eigentlich begeistert, dass Vox nun „Das perfekte Dinner“ nach der Testphase im November anscheinend für längere Zeit ins Programm genommen hat. Es ist einfach amüsant, anderen Leuten in die Kochtöpfe zu schauen und dabei auch einen Blick in ihre Wohnung werfen zu können. Allerdings habe ich das Problem, dass ich gar nicht weiß, wann ich das alles anschauen soll. Davor kocht ja auch noch Tim Mälzer und auf dem ersten läuft Marienhof, die einzige Serie, die ich neben der Lindenstraße von Anfang an gesehen habe. Und was soll das erst werden, wenn die Garten- und Terrassensaison wieder anfängt? Ich glaube, ich werde das wohl doch nicht alles sehen können, es sei denn, ich gewinne endlich die Millionen im Lotto und brauche nicht mehr zu arbeiten.

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Dienstag, 21. März 2006

Katzen-Empfehlungen

Am letzten Dienstag rief mich meine Mutter nach ihrem Malkurs an und berichtete, dass der Kursleiter auf der Suche nach einer ganz außergewöhnlichen Katze sei – einer Maine Coon. Daraufhin wusste meine Mutter natürlich zu erzählen, dass wir im Besitz eines Exemplars dieser Rasse sind und ich ihm sicherlich gern die Adresse der Züchterin geben würde. Zunächst war ich ein wenig erstaunt, denn so selten und ungewöhnlich sind Maine Coons meines Wissens nicht. Sie sind außergewöhnlich große und tolle Katzen, das ist unbestritten! Ich äußerte auch gleich meine Bedenken wegen der Entfernung, denn der gute Mensch lebt im Odenwald und die Züchterin im Kreis Hameln. Seriöse Züchter bringen ihre Katzen immer zu den neuen Besitzern und das ist bei einer einfachen Fahrtstrecke von fünf Stunden nicht so leicht getan. Nun gut, ich schrieb dem Interessenten kurz über unseren Sammy und dessen Herkunft, empfahl ihm aber gleichzeitig einen Blick in die Katzenzüchterliste und gab ihm den Tipp, sich doch in seiner Nähe umzuschauen. Das war am Freitag. Ich hörte und las nichts von ihm, wusste also nicht, ob er meine Mail schon gelesen hatte. Am Samstagabend gegen neun Uhr klingelte das Telefon, Sammys Züchterin war dran. Sie berichtete, dass sie eine Anfrage aus dem Raum Frankfurt erhalten habe und wollte wissen, ob es sich dabei um einen Scherz handele. Immerhin konnte ich ihr versichern, dass es kein Scherz war und erzählt ihr, wie das Ganze zustande gekommen war. Sie war natürlich nicht begeistert davon, eventuell eine ihrer Katzen 500 Kilometer weit transportieren zu müssen. Immerhin wusste sie nun von mir, wer sich ungefähr hinter der Anfrage verbirgt (denn ich kenne den Herrn auch nicht persönlich) und sie wollte ihn am Sonntag anrufen und ihm unter anderem vorschlagen, sich für ihn nach seriösen Züchtern in seiner näheren Umgebung umzuhören. Ich bin gespannt, irgendwann zu erfahren, wie es weitergegangen ist.
Außerdem habe ich eine Bestätigung erhalten, dass wir eine gute Tierarztpraxis ausgewählt haben. Vor einigen Monaten hatte mir nämlich jemand auf einer Party erzählt, die seien nur hinter dem Geld her und ansonsten würde man besser dort nicht hingehen. Die Maine Coone-Züchterin jedoch fährt mit ihren Katzen immer regelmäßig zur PKD-Untersuchung dorthin. Also ist weiterhin mein Tierarzt-Tipp die Kleintierpraxis Lüerssen-Hof in Hemmingen-Hiddestorf.

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Buchstabenverwirrung

Kein Wunder, dass nicht nur das gesprochene, sondern auch das geschriebene Deutsch immer schlechter und fehlerhafter wird, denn das wird ja kräftig von der Werbung unterstützt. Da schreibt zum Beispiel ein Bierbrauer alle möglichen Begriffe mit einem „v“ statt mit einem „f“, nur um zu demonstrieren, zu welchen Gelegenheiten man sein Gebräu zu sich nehmen kann. Oder nehmen wir das aktuelle Beispiel des kahlköpfigen Saubermachmeisters mit seiner „Weißheit des Tages“. Dass man da aus Werbezwecken die „Weisheit“ mit der fast gleich lautenden Farbe vermengt hat, muss man erst einmal erkennen. So gibt es prompt Leute, die völlig unreflektiert das Wort „Weißheit“ benutzen, wenn sie eigentlich „Weisheit“ meinen. Am selben Ort habe ich auch von der „Lebensweiße“ gelesen. Was das wohl sein mag? Etwas Ähnliches wie Berliner Weiße? Auch immer wieder gerne genommen wird „rießig“, und jedes Mal stoße ich mir heftig den Kopf an den Buckeln des Eszett. Nein, nein, Leute, der Riese wurde nicht zum Rießen im Zuge der Rechtschreibreform und daher bleibt er auch ganz einfach riesig. Und kommt mir jetzt nicht damit, dass doch immer nach einem Doppelvokal ein „ß“ geschrieben werden muss – schließlich schreibe man „schließlich“ auch mit „ß“. Denn es gibt da noch die Unterscheidung zwischen stimmhaftem und scharfem „s“. Wer’s genau wissen will, muss im Grammatik-Duden nachschauen.
Und noch eine interessante und ebenso falsche Wortkreation ist mir neulich über den Weg gelaufen: Schupplade. Ich ver-mute, hierbei handelt es sich um einen Aufbewahrungsort für Fische …

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Samstag, 25. März 2006

Auf- und abgeregt

Heute war endlich ein Brief der Versicherung im Kasten. Aber wie sollte es auch anders sein, es war nicht einfach eine Bestätigung der Kündigung unserer Wohngebäudeversicherung. Nein, man schrieb, die Kündigung sei nur rechtswirksam, wenn wir nachweisen könnten, dass der Kreditgeber der Aufhebung zustimme. Ich musste mich erst einmal fürchterlich darüber aufregen, was es dieses Versicherungsunternehmen überhaupt angeht, ob und wo wir eine andere Versicherung abschließen. Natürlich hat der Kreditgeber für unser Haus ein Interesse daran, aber der Versicherung sollte es doch egal sein. Gut, nachdem ich im Internet beim Bund der Versicherten fündig wurde, musste ich mich wieder abregen, denn die gesetzlichen Regelungen lauten tatsächlich so. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass es so kompliziert sein könnte. Allerdings stellte ich dann fest, dass es sich doch nicht so schwierig gestaltet. Der BdV schreibt, dass die Kreditgeber ohne weiteres zustimmen, wenn man einen neuen Versicherer vorweisen kann. Und als ich vorhin den Antrag bei der zukünftigen Versicherung ausfüllte, wurde da auch gleich abgefragt, ob man einen Bestätigungsvordruck für den Kreditgeber braucht. Na also, das scheint doch ausgezeichnet zu klappen. Ich freue mich, dass wir demnächst nur noch 70 statt 200 Euro jährlich zahlen, denn die neue Versicherung gibt einen Neubaunachlass für die ersten sieben Jahre. Zum Heulen ist es allerdings, dass durch diesen teuren Langzeitvertrag schon fünf Jahre abgelaufen sind.

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Sonntag, 26. März 2006

Der Garten und sein Tagebuch

Am Freitag und heute habe ich endlich wieder etwas im Garten tun können und dies natürlich auch in den Gartenwegen festgehalten. Mein Gartentagebuch läuft im Moment noch bei Blogg.de. Ich möchte es auch gern unter WordPress und mit einer eigenen Datenbank haben, aber im Moment habe ich keine Lust, da etwas Neues einzurichten. Vielleicht mache ich es an einem schönen Tag, an dem ich mit Notebook auf der Terrasse unterm Sonnenschirm sitzen kann.

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Dienstag, 28. März 2006

Mein Müll, dein Müll

Heute Morgen beim Wegfahren bekam ich mit, wie ein Nachbar gerade diverse Müllsäcke über die Straße schleppte, um sie an anderer Stelle zu deponieren. Ich rollte langsam auf die Straße und öffnete das Fenster ein Stück, denn es schien, er wolle mir etwas sagen. Einen Moment hatte ich den Eindruck, er würde mir vorwerfen, unseren Müll bei ihm abgestellt zu haben. Jedoch erklärte er mir nur sehr aufgeregt, das sei schon das zweite Mal, dass jemand anderes den Müll vor sein Grundstück stelle.
Dazu muss man wissen, dass es in unserem Bereich der Straße nur auf einer Seite einen Gehweg gibt und man seine Müllsäcke an den Straßenrand stellen muss, wenn man auf der gehweglosen Seite wohnt. Nun hat sich wohl jemand gedacht, es wäre geschickter, die Säcke auf den Gehweg gegenüber zu stellen anstatt auf die Straße. Nicht bedacht wurde dabei, dass der Weg vor dem Grundstück durchaus als eigenes Revier angesehen werden kann, obwohl er doch öffentlich ist. Und offensichtlich fühlt sich mancher auf den Schlips getreten, weil sich vor seinem Haus Müllberge türmen, während es woanders sauber und ordentlich ist.

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Donnerstag, 30. März 2006

Abfälliges

Durch meinen letzten Eintrag gab es einige Fragen zu unserem System der Abfallentsorgung. Ich kann ja hier einmal kurz beschreiben, wie das in unserem Fall aussieht:
In der Region Hannover gibt es die so genannte Sackabfuhr, das heißt, in der Regel gibt es keine Tonnen, sondern der Müll wird in speziellen Säcken an die Straße gestellt. Die Säcke für Restmüll kauft man im Supermarkt oder im Baumarkt. Mit dem Preis bezahlt man bereits einen Teil der Abfallgebühren. Auch die Säcke für Bioabfälle muss man kaufen, die Wertstoffsäcke für alle Verpackungen mit dem Grünen Punkt und Papier gibt es kostenlos.
Wir haben einen Wertstoffsackständer im Keller stehen, der wird befüllt und wenn er voll ist, bleibt er erst einmal im Keller. An Restmüll fallen bei uns nur kleinere Mengen an, das meiste in der Küche. Da es zu lange dauern würde, bis so ein Restmüllsack voll wäre und es bis dahin schon unangenehm müffeln würde, kommt der Restmüll in kleine Tüten, die dann nach und nach in den großen Sack wandern. Den Restmüllsack lagern wir bis zur Abholung unterm Schleppdach der Gartenhütte oder in der Hütte. Wer eine Garage hat, kann ihn auch dort unterbringen. Keller geht natürlich auch. Biomüll kommt bei uns in den Komposter, dafür brauchen wir also keinen Sack. Altpapier kann man auch im Wertstoffsack an die Straße stellen, wir sammeln es aber in einer großen Kiste im Keller und bringen es dann irgendwann zur Wertstoffdeponie oder zum Altpapiercontainer. Altglas nehme ich mit, wenn der Korb dafür voll ist und werfe es in einen Altglascontainer.
Alle Müllsorten werden einmal wöchentlich abgeholt und auch dann erst werden die Säcke an die Straße gestellt. Wir haben normalerweise jede Woche einen, manchmal auch zwei Wertstoffsäcke, Restmüll im Durchschnitt nur alle zwei Wochen. Eine Mülltonne mag zwar praktisch sein, würde aber doch nur den Platz für den Restmüllsack ersparen. Alles andere muss sowieso in die Wertstoffsäcke verpackt werden. Außerdem müssten wir dann noch einen Teil des Vorgartens für einen Mülltonnenstellplatz opfern. Ich kann mit den Säcken bisher ganz gut leben, aber wer weiß, vielleicht kommt man auch hier mal auf die Idee, auf Tonnen umzustellen. Ich weiß nicht, in welche Richtung da der Trend geht.

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