Juli 2005

Sonntag, 3. Juli 2005

Die „guten“ alten Zeiten

Auch im Internet gab es diese guten alten Zeiten, in denen alles besser war und alle besser miteinander umgingen. Ich habe in den letzten Tagen an mehreren Stellen ein Bedauern über die Veränderung gelesen und auch Reaktionen darauf gesehen. Natürlich gibt es Veränderungen, und nicht immer sind sie positiver Art. Früher – und das ist noch gar nicht so lange her – konnte man recht sorglos und unbehelligt auch ein Online-Tagebuch führen. Hin und wieder kamen E-Mails, aber die meisten Leser blieben unerkannt. Dann kamen die Weblogs mit den Kommentarmöglichkeiten. Viel einfacher ist es jetzt, an der einen oder anderen Stelle seine Meinung zu äußern und leider auch Müll und böse Worte zu hinterlassen. Es ist eine Tatsache, mit der wir, die immer noch unverdrossen mehr oder weniger öffentlich schreiben, leben müssen. Viele schränken sich ein und überlegen gut, was sie denn so frei zugänglich für alle schreiben. Manch einer zieht irgendwann den Schlussstrich und verabschiedet sich freiwillig für immer mit seinem Tagebuch oder Weblog. Ich bleibe noch. Jedenfalls, so lange ich Lust auf diese Art zu Schreiben habe. Zum Glück ist mein Tagebuch offensichtlich zu langweilig für die Weblog-Generation, so dass ich hier recht gemütlich schreiben kann.

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Rosig


Nach ein paar kühleren Tagen kehrte der Sommer zurück. Beschweren darf sich wirklich niemand, denn das Wetter war am Freitag und Samstag viel besser als vorhergesagt. Am Freitagabend waren wir bei Freunden im Nachbarort zum Grillen. Selbstverständlich sind wir mit dem Fahrrad gefahren, bei der kurzen Strecke von knapp zwei Kilometern geht das fast noch schneller als mit dem Auto. Und wir müssen uns auch nicht einigen, wer hin- und wer zurückfährt. Eigentlich dürfte man als Fahrradfahrer auch nicht mit Alkohol hinterm Lenker sitzen. Gelten denn da eigentlich auch die Promillegrenzen wie bei den Autofahrern? Aber nach dem Genuss von Bier oder Wein zu reichlichem (und leckerem!) Essen kann man sicherlich noch übern Feldweg nach Hause fahren.
Gestern habe ich nach längerer Pause mal wieder ein wenig im Garten gewerkelt, während die Männer nachmittags im Vorgarten einen Graben ausgehoben haben. Am Haus entlang soll nämlich noch ein Weg gepflastert werden, und die Erde musste Platz für den notwendigen Untergrund machen.
Heute ist es bedeckt und schwülwarm, ich habe schon einige Schwitzanfälle hinter mir, obwohl ich mich nicht großartig körperlich betätigt habe. Mal sehen, vielleicht aktualisiere ich noch mein Gartentagebuch, aber viel Lust habe ich nicht. Ich hole mir lieber etwas zu lesen und mache einen faulen Sonntag auf der Terrasse.

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Dienstag, 5. Juli 2005

Auch mich trifft es hin und wieder

Seit einigen Monaten besitze ich eine neue „Heimat“, an die ich meine Pakete und Päckchen schicken lassen kann: eine DHL-Packstationsadresse.
Jedesmal hat es reibungslos funktioniert, auch das Abschicken eines Paketes und einer Rücksendung für meine Kollegin habe ich praktiziert und ich hatte keine Probleme. Nein, stimmt nicht ganz, immerhin stand ich zweimal vor einem Automaten, der gerade außer Betrieb war. Nun gut. Jetzt wartete ich seit zwei Wochen auf die Zusendung der Notebooktasche, und als ich schließlich gestern nachfragte, hieß es, das Paket sei schon vor ungefähr zehn Tagen losgeschickt worden. Ich ließ mir die Sendungsnummer geben und erfuhr vorhin von einem nicht besonders überzeugend auftretenden DHL-Hotline-Mitarbeiter, dass das Paket nicht abgeholt und deshalb wieder zurückgeschickt worden sei. Prima, wie soll ich denn wissen, dass ich es abholen kann, wenn ich gar nicht weiß, dass es eingetroffen ist? Ich bekomme normalerweise eine Benachtichtigung sowohl per E-Mail als auch per SMS, so dass ich es auf jeden Fall mitkriege. Nach zwei Tagen gibt es eine Erinnerung und kurz vor Ablauf der 9-Tage-Frist wohl noch eine. Nur bei mir dieses Mal nicht. Ich bin so was von sauer. Der Hotline-Mitarbeiter bot mir an, eine Beschwerde aufzunehmen. Selbstverständlich durfte und musste er das. Seine mehr oder weniger schlecht auswendig gelernten Entschuldigungen hätte er sich sparen können, die konnten mir wirklich nicht weiterhelfen. Ja, ich weiß, die armen Mitarbeiter am Telefon können auch nichts dafür und ich möchte nicht an ihrer Stelle sitzen (habe so etwas Ähnliches früher auch schon gemacht). Der Absender kann sich natürlich auch gern bei DHL melden, um die Portogebühren ersetzt zu bekommen. Ich weiß nicht, ob der sich die Mühe machen will und wird. Deshalb überlege ich auch noch, was ich weiter tue. Schließlich handelte es sich bei diesem Paket um eine Entschädigungslieferung auf Kosten des Verkäufers, weil auf dem Notebook das Betriebssystem fehlte. Andererseits stellt sich die Frage, ob man erneute Energie und Kosten in den Versand einer Notebooktasche investieren sollte, die im günstigen Fall nur knapp mehr als der Transport kostet. Darüber werde ich noch ein wenig nachdenken.
Trotz dieser schlechten Erfahrung werde ich mir weiterhin Lieferungen an die Packstation schicken lassen. In der Regel wird man schließlich informiert, wann die Bestellung verschickt wurde und kann dann entsprechend reagieren. Im aktuellen Fall wusste ich nicht, dass das Paket längst unterwegs ist, sonst hätte ich auch ohne Benachrichtigung in der Packstation nachgesehen.
Die Technik ist zwar in vielen Teilen wunderbar, aber wenn sie nicht funktioniert, stehen wir ziemlich blöd da.

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Donnerstag, 7. Juli 2005

Drinnen-Kater

An schönen Sommertagen fragen wir uns häufig, ob wir überhaupt noch Katzen haben. Die sind stundenlang verschwunden, und wenn wir Pech haben, kommen sie vielleicht gerade zum Fressen, wenn wir nicht zu Hause sind. So kommt es durchaus vor, dass man einen der Kater mindestens 24 Stunden lang nicht sieht. Es muss vermutlich viele schöne kühle Liegeplätze geben, denn ich glaube nicht, dass sie bei mehr als 30 Grad in der Sonne viel in der Gegend herumlaufen.
Kaum wird es kühler und regnet vielleicht noch, versammeln sich sofort wieder alle Katzen auf Sofas, in Körbchen, im Bett oder im Wäschekorb im Keller (dieser eine Korb ist speziell für Sammy hergerichtet und es liegt keine Wäsche mehr darin).
Manchmal kann man Sammy dann sogar davon überzeugen, dass man neben dem Herrchen auf dem Sofa gut liegen kann:

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Samstag, 9. Juli 2005

Landregen

Bei dem Regen heute kann ich es noch gar nicht glauben, dass es morgen schon wieder so warm werden soll. Obwohl es im Moment feinster Nieselregen ist, der da von oben kommt, fiel mir doch wieder der Ausdruck „Landregen“ ein. Wenn es sanft und gleichmäßig herabregnet und man sich – zumindest nach längerer Trockenheit – freut und sagt, dass es richtig gut für die Pflanzen sei, dann meint man den Landregen. Aber warum heißt er „Landregen“? Regnet es nur auf dem Land in dieser Art und Weise? Regnet es in der Stadt etwa anders? Ich habe im Internet nach der Herkunft des Wortes geforscht, jedoch bin ich nicht schlauer geworden. Ich weiß jetzt zwar, dass Landregen ein langanhaltender Regen mit mäßiger Intensität ist, der in der Regel aus einer Nimbostratuswolkendecke fällt, aber nirgendwo habe ich eine Erklärung des Namens gefunden. Ich rate mal, dass man sich gerade auf dem Land über diese Art von Regen gefreut hat, weil sie dem Boden und den Pflanzen gut tut. Daraus wird dann die Bezeichnung entstanden sein.

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Dienstag, 12. Juli 2005

Gute Hitze

Seit Sonntag ist es heiß, und ich bin froh, in unserem Altbau in recht kühlen Büroräumen sitzen zu können. Immer wieder betreten Kollegen unsere Räume mit der Bemerkung: „Hier ist es ja richtig angenehm!“ Lediglich ab 15 Uhr wird es wärmer, und in der letzten Stunde lässt schon die Motivation deswegen ein bisschen nach. Aber wer früh anfängt, kann ja auch früh aufhören. Den tatsächlichen Temperaturen begegne ich spätestens dann, wenn ich mich nach draußen begebe und ins Auto setze. Und manchmal trifft mich noch ein baustellenbedingter Stau und spätestens dann ist die Frische dahin. Am Donnerstag beginnen in Niedersachsen die Ferien, und deshalb hat man Ende letzter Woche schon eine Baustelle auf dem Schnellweg eröffnet. Nur gut, dass auch wir nur noch drei Arbeitstage vor uns haben und dann erst einmal entspannen können.
Auch wenn es tagsüber heiß ist, so wird es am Abend doch recht angenehm. Wir haben zurzeit nicht diese unerträgliche schwüle Hitze, und in den letzten Tagen wehte immer wieder ein erfrischendes Lüftchen. In der Nacht von Sonntag auf Montag schlief ich noch ziemlich schlecht und wachte auf, als hätte ich die ganze Nacht durchgefeiert. Gestern hatten wir die ganze Nacht das Fenster weit geöffnet und schlossen erst heute Morgen den Rollladen, weil die Morgensonne so grell schien. Das brachte eine Menge Erfrischung und ich fühlte mich ganz gut erholt und ausgeschlafen.
Unseren Katzen merkt man die Hitze auch an, sie liegen die meiste Zeit hier irgendwo reglos auf der Seite oder dösen im schattigen Vorgarten, über den am späten Nachmittag ein kühler Wind weht. Noch vor kurzem waren die Kater bei schönem Wetter stundenlang verschwunden gewesen, aber sie haben wohl mittlerweile festgestellt, dass es überall genauso heiß wie zu Hause ist und gehen nicht mehr so oft und so lange weg. Außer bei Nacht, aber da werden die Katzen sowieso erst aktiv.

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Mittwoch, 13. Juli 2005

Die Blendung

Testen die Autohersteller eigentlich auch, ob und wie die Spiegelung der Sonne auf dem Heck oder der Heckscheibe die nachfolgenden Autofahrer blendet? Heute Nachmittag fuhr ein neues Opel-Modell vor mir her und die Sonne spiegelte sich dermaßen grell und deutlich in der Heckscheibe, dass ich trotz Sonnenbrille extrem geblendet war. Weggucken geht ja auch nicht, denn irgendwie muss ich schon den Blick in etwa nach vorne gerichtet haben. Ich weiß, dass man eine Spiegelung nicht grundsätzlich vermeiden kann, weil die Sonne ja nie am selben Platz steht – oder eher die Erde, von der Sonne aus gesehen. Mir fällt nur eines ein: Ich putze die Scheiben lange Zeit nicht, dann kann sich darin nichts spiegeln. Und das erinnert mich daran, dass mein Auto relativ schmutzig ist, dass ich ab Montag Urlaub habe und dass ich dann drei Wochen Zeit hätte, um es zu putzen. Einmal im Jahr könnte ich es wohl tun.

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Wie im Film

Gestern verbrachte ich leider eine Viertelstunde im Stau auf dem Südschnellweg. So ein Stau kann ganz schön langweilig sein, ich schaltete von einem Radiosender zum anderen, um wenigstens vernünftige Musik zu haben. Ich fahre ja ein 13 Jahre altes Auto mit einem 14 Jahre alten Autoradio (stammt noch von dem Vorgänger-Cabrio, das ich ein Jahr zuvor gekauft hatte) und das verfügt eben nur über Radio und Kassettenrekorder, CDs gab es damals für den fahrbaren Untersatz noch nicht. Zur weiteren Unterhaltung kann man im Stau auch versuchen, die anderen Autofahrer zu beobachten. Allzu viel Unterhaltungswert darf man sich aber davon nicht versprechen, denn ein Lkw auf der rechten Spur und immer dieselben Autos vor und hinter einem bringen auch nicht viel Abwechslung. Dann gab es aber auf der rechten Spur mehr Bewegung als auf der linken (leider!), doch so kam ich in den Genuss einer althollywoodreifen Darstellung. Ein älterer, an der Tür etwas verbeulter Toyota Corolla in Rot kroch an mir vorbei. Während alle anderen Autofahrer bei diesem Schneckentempo und auf schnurgerader Strecke das Lenkrad mit einem bis höchstens fünf Fingern festhielten, hatte die junge Fahrerin in höchster Konzentration beide Hände fest um das Lenkrad geschlossen und bewegte es ständig hin und her. Sofort fielen mir alte Hollywoodfilme ein, in denen die Autofahrer mit heftigen Lenkbewegungen im Fahrzeug saßen, obwohl sie gar keine Kurven fuhren. Und obwohl hinter ihnen nur ein Landschaftsfilm ablief.

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Sonntag, 17. Juli 2005

Perfekt

Gestern habe ich zwei Lieferungen an meine Packstationsadresse bekommen und dieses Mal hat alles wieder perfekt geklappt. Am Freitag hatte ich von den Absendern die Benachrichtung, dass die Lieferungen rausgegangen sind und am Samstagmorgen kurz nach acht waren sie angekommen.
Das eine Päckchen enthielt den neuen Harry Potter. Ich hatte kurz vorher noch überlegt, ob ich mir das Buch nach Hause schicken lasse, aber dann entschied ich mich doch anders. Denn auch vor zwei Jahren war das Buch am Freitag verschickt worden, aber es war am Samstag noch nicht hier bei der örtlichen Poststelle angekommen, damit es rechtzeitig ins Postauto verladen werden konnte. Die Chancen, dass es am Samstag in Hannover im Automaten landen würde, rechnete ich mir größer aus. So war es auch und deshalb konnte ich schon auf der Terrasse sitzen und lesen. Dieses Mal habe ich mir das Wörterbuch daneben erspart, schließlich muss man nicht unbedingt jedes Wort verstehen.

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Dienstag, 19. Juli 2005

Urlaubsbeginn

Urlaub ist was Feines, auch wenn man ihn „nur“ zu Hause verbringt. Man kann endlich mit gutem Gewissen lange auf der Terrasse sitzen, Spätfilme im Fernsehen anschauen, ganz lange schlafen, selbst gemachtes Tsatsiki mit viel Knoblauch essen, einen Nachmittagsimbiss auf der Terrasse einnehmen, danach ein wenig fernsehen, wenn es draußen zu heiß ist, einfach nur dasitzen und in den Garten schauen, lesen, aber dann auch den Keller aufräumen, Unmengen von leeren Getränkekiste und Altpapier wegbringen …
Heute ist erst der zweite Urlaubstag und wir haben noch viele Tage Zeit, um etwas zu unternehmen. Je nach Lust und Wetter gehören da sicherlich auch einige kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung dazu. Es gibt vieles, was ich auch nach fast sieben Jahren hier noch nicht kenne.
Gestern musste ich mehr oder weniger unfreiwillig um kurz nach zehn aufstehen, denn der Gärtner mit zwei Helfern war da, um den Rasen zu mähen und zu vertikutieren. Nun ist der Löwenzahn (vorübergehend?) weg und Jörg konnte am Nachmittag noch ein wenig Rasen einsäen. Da ist es jetzt natürlich ideal, dass es sich etwas abgekühlt hat und in den nächsten Tagen regnen wird. Gut, dann haben wir leider kein Terrassenwetter mehr, aber wenigstens kann ich mal wieder etwas „Normales“ kochen und es muss nicht ständig gegrillt werden. Nichts gegen das Grillen, aber ich verlerne schon das richtige Kochen, glaube ich. Außerdem muss mal wieder eine richtig schöne Portion Pasta auf den Tisch!

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Mittwoch, 20. Juli 2005

Schwarz und vorne geschlossen

Ich brauchte neue Schuhe. Das kommt nicht so häufig vor, aber nun war es wieder einmal so weit. Zwei Bedingungen mussten sie unbedingt erfüllen: Sie mussten schwarz und vorn geschlossen sein. Der Schuhbedarf entstand mit langsam steigenden Temperaturen. Bei dreißig Grad oder mehr sollten die Schuhe selbst bei mir ein klein wenig luftiger sein. Die Farbe ergab sich aus den vorhandenen Kleidungsstücken. Denn wenn ich eine schwarze Hose oder einen schwarzen Rock zum Beispiel mit einem weißen Oberteil trage, dann passen blaue Schuhe nicht dazu. Beigefarbene gingen noch, aber na ja … Ich besitze auch schwarze Schuhe, doch das Tragen des einen Paares ist im Sommer nicht gerade angenehm, es sei denn, man möchte sich Schwimmfüße züchten – viel zu geschlossen und luftundurchlässig. Das Tragen des anderen Paares wagte ich in den letzten Wochen zwar noch einmal, aber diese Schuhe fielen mittlerweile in die Kategorie „untragbar“. Da ich mich überhaupt nicht mehr erinnern kann, wann und wo ich diese Schuhe gekauft habe, dürften sie schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel oder besser gesagt unter den Sohlen haben. Ich gestehe, man hat es ihnen auch angesehen und ich habe sie verschämt in die Mülltüte gepackt. Am Montag betrat ich also einen Schuhladen mit den Vorgaben „schwarz, sommergeeignet und geschlossen“. Es wäre mir um Einiges leichter gefallen, Sandalen oder andere offene Schuhe zu finden. Aber ich trage keine Sandalen. Ich hasse alle Sorten Schuhe, in denen die Zehen zu sehen sind. Auch wenn sich die Füße darin noch so gut fühlen. Der Rest von mir würde sich nicht so gut fühlen, wenn die Zehen sichtbar wären. Ganz ohne Schuhe habe ich damit weniger ein Problem, aber mit Schuhen … Ich schaue auch anderen Leuten nicht so gern auf die offenen Schuhe. Mit Grauen erinnere ich mich an eine ehemalige Kollegin, die im Gesamten etwas ungepflegt wirkte und mit Vorliebe Birkenstockschlappen trug, aus denen die Fußzehen mit den überlangen Fußnägeln herausragten. Mir läuft heute noch eine Gänsehaut über den Rücken, wenn ich daran denke. Erstaunlich finde ich es auch, dass selbst Frauen, die ansonsten absolut ungeschminkt daherkommen, unbedingt die Fußnägel farbig lackieren müssen. Wieso macht man das? Schrecklich auch für mich ist diese Mode mit den weißen Rändern, die selbst vor Fußnägeln keinen Halt macht und sie noch mehr betont als notwendig. Und dann wären da noch die Sommerschuhe, bei denen man vorn ungefähr eineinhalb Zehen sieht …
Also wie man sieht, habe ich mit den Füßen so mein Problem. Die Auswahl an Schuhen war leider auch sehr gering. In Größe 39 gab es überhaupt nichts, was entfernt zu meinen Vorstellungen passte. Was nicht zu meinen Füßen passte, war die Schuhgröße 38, die konnte ich zwar früher hin und wieder tragen, aber mittlerweile sind meine Füße wohl endgültig in die Breite gegangen. Per Zufall kam ich am Größe-40-Regal vorbei und da sah ich doch ein hübsches Exemplar. Warum nicht, einfach mal probieren, dachte ich mir. Sie passten! Nicht zu groß, bequem und luftig, schwarz und vorne geschlossen:

Und das Ganze noch heruntergesetzt auf 15 Euro! Da kann ich wieder einmal unseren Spruch des Jahres anbringen: „Da kann man doch wirklich nicht meckern!“

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Freitag, 22. Juli 2005

Urlaubswetter

Man kann sich das Wetter bekanntlich nicht aussuchen, sondern muss es nehmen, wie es kommt. Normalerweise finde ich das auch ganz in Ordnung. Ich brauche im Sommer keine 35 Grad im Schatten, 25 reichen mir auch. Regnen darf es selbstverständlich auch einmal. Aber manchmal bin selbst ich mit dem Wetter nicht zufrieden.
Nachdem wir bis Mittwoch noch einigermaßen gutes Wetter hatten, wurde es zunehmend feuchter von oben. Heute hatten wir den ganzen Tag Regen, von sanftestem Nieselregen bis zu dem so schönen Landregen. Natürlich kann man sich auch im Haus beschäftigen, doch gerade im Urlaub möchte man doch das eine oder andere außerhalb der heimischen vier Wände erleben. Bei Dauerregen machen aber viele Dinge nicht so richtig Spaß – zumindest, wenn man nicht für solche Tage gewappnet ist. Also haben wir uns für die nächsten Tage vorbereitet, denn es soll ja noch nicht wieder so richtig sommerlich werden.
Für morgen steht ein Besuch des Regenwaldhauses auf dem Plan, und in den nächsten Tagen können wir uns – je nach Lust, Laune und Wetter – noch im Niedersächsischen Landesmuseum und im Historischen Museum weiterbilden.
Bei trockenerem Wetter werden wir einen Ausflug zum Schloss Marienburg machen, das war mein erster Wunsch, der allerdings zunächst einmal ins Wasser gefallen ist.

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Samstag, 23. Juli 2005

Tropisch

Heute sind wir am frühen Nachmittag zum Regenwaldhaus gefahren. Denn wenn die Temperaturen nicht sommerlich sind, kann man ja Orte aufsuchen, an denen es wärmer ist. Mir war schon klar, dass es in einem solchen Gebäude sicherlich wärmer sein würde als es üblicherweise in unseren Gefilden ist. Doch hatte ich mir nicht so richtig bewusst gemacht, dass es dort extrem tropisch sein würde. Und das mir, die sowieso schon leicht bei schwül-feuchtem Wetter ins Schwitzen kommt! So war der Besuch nicht der reine Genuss, denn nach gar nicht langer Zeit stand mir der Schweiß im Gesicht und ich fühlte schon, wie sich auch an anderen Stellen Tröpfchen bildeten.

Verträgt man diese feuchte Hitze besser, kann man mit viel mehr interessanten Informationen nach Hause gehen als wir es heute getan haben. Zur Abkühlung sind wir anschließend noch ein Stück im Georgengarten spazieren gegangen.

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Sonntag, 24. Juli 2005

100 Jahre Eis am Stiel

Vor ein paar Tagen hörte ich im Radio, dass 1905 das Eis am Stiel erfunden wurde. Nur ein Zufall soll es gewesen sein, der „Erfinder“ hatte versehentlich im Winter ein Glas Limonade mit Löffel darinnen auf der Fensterbank stehen gelassen.
Das erste Eis am Stiel in Deutschland war ein Milcheisquader in Stanniolpapier verpackt. Mensch, dachte ich mir, das gab es doch auch noch in den sechziger Jahren! Ich erinnere mich auf jeden Fall an ein solches Eis. Dann kamen die Fruchteissorten, das erste soll „Capri“ gewesen sein. Mein liebstes Eis war aber das „Himbi“, Vanilleeis mit einem Himbeerfruchteisüberzug. Diese Eis hatte vor einigen Jahren noch einmal ein kurzes Revival, aber mittlerweile ist es ganz von der Bildfläche verschwunden.

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Dienstag, 26. Juli 2005

Sommer-Essen

Falls irgendwann wieder einmal der Sommer zurückkehren sollte, hätte ich ein paar Ideen für leckeres Essen:

Die Rezepte habe ich natürlich alle selbst getestet und fotografiert, und nachdem wir alles verspeist und für lecker befunden haben, in meine kleine Rezeptsammlung aufgenommen.

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Eiszeitalter

„Das Eis, das unsere Eltern dahinschmelzen ließ …“ – so lautete die Beschreibung dieses Milcheisquaders in einem Zeitungsartikel. Und genau dies machte mich stutzig und ich dachte, huch, wieso die Eltern, dieses Eis habe ich doch sogar noch als Kind gegessen. Hat es sich so lange auf dem Markt gehalten? Aber nein, ich musste mir einfach wieder einmal bewusst machen, dass möglicherweise eine 25-Jährige den Artikel geschrieben hat. Und die könnte meine Tochter sein!

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