Januar 2005

Sonntag, 2. Januar 2005

Das war’s

So schnell ist der Urlaub vorbei und morgen geht es wieder zur Arbeit. Ich muss sagen, wir haben dieses Mal wirklich nichts getan außer uns zu erholen. Aber das muss auch mal sein. Eigentlich wollte ich heute ein wenig rausgehen, um die neue Kamera zu testen. Doch es ist trüb und stürmisch und daher eher ein Tag, um die freien Stunden am PC oder mit einem Buch zu verbringen.

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Donnerstag, 6. Januar 2005

Löwenmauls Worte zur Werbung

Überraschend, gemein und witzig

Ich finde die beiden letzten Ikea-Werbespots wieder einmal sehr witzig. Die Devise darin lautet: „Richte deine Wohnung neu ein, aber erzähl bloß keinem, dass du die Möbel bei Ikea gekauft hast.“ Wäre es nicht logischer, die Leute präsentierten stolz ihre neuen Möbel und verkündeten, dass sie die bei Ikea gekauft haben? Die Reaktion darauf könnte ein erstauntes „Bei Ikea? Das hätte ich aber nicht gedacht.“ sein. Wie langweilig. Solch eine Werbung hätte natürlich nicht diesen Überraschungs- und Hinguckeffekt. Und obwohl die Herkunft der Möbel ein Geheimnis bleiben soll, wird uns doch klar gemacht, dass Ikea-Möbel genauso toll sind wie die aus dem teuren Einrichtungshaus:

Landhaus

Im Landhaus-Spot präsentiert ein Ehepaar seine neue Schlafzimmereinrichtung. Das befreundete Ehepaar bewundert gebührend die schönen Möbel, die offensichtlich als selbst gebaut angekündigt worden waren. „Und das habt ihr tatsächlich alles selbst gemacht?“ Der Mann kommt gar nicht zu Wort, seine Frau führt die Unterhaltung und verhält sich dabei völlig unnatürlich und verkrampft. Unter allen Umständen muss sie verhindern, dass das Geheimnis der Einrichtung gelüftet wird. Und so schreckt sie auch nicht davor zurück, ihren kleinen Jungen mit drastischen Maßnahmen daran zu hindern, nach seinem „Nee, stimmt doch gar nicht …“ das verbotene Wort mit dem „I“ auszusprechen: Flugs nimmt sie ihm seinen Teddy aus der Hand, reißt dem unschuldigen Plüschtier einen Arm ab und beschuldigt das Kind der Tat. Das wäre geschafft, Geheimnis bewahrt. Erstaunlich ist nur, dass anscheinend keiner der übrigen Anwesenden bemerkt, was sie da getan hat. Sie träumen den perfekten Landhaustraum.

Kitchen

Ein Ehepaar empfängt ein befreundetes Paar in seiner Küche mit roten Hochglanzfronten. Der Besucher bewundert die Küche: „Schöne Küche, ist von Ikea, oder?“ „Nein, die ist nicht von Ikea“, erwidert der Gastgeber leise, aber bestimmt. Doch der andere lässt nicht locker: „“Doch, klar, habe ich gestern erst gesehen.“ Nun weiß sich der Gastgeber nicht mehr anders zu helfen, er schüttet dem Mann ein Glas Wasser ins Gesicht und schreit ihn an: „Ich lad dich in mein Haus ein und du willst meiner Frau an die Wäsche!“ Im Hintergrund kommen die beiden Frauen erstaunt näher. Die beiden Männer wissen natürlich, dass diese Behauptung falsch ist, aber die Frauen werden es auch wissen, denn sie hatten sich nicht in der Nähe der Männer aufgehalten. Da kann der Gastgeber nur hoffen, dass sich seine Gäste wutentbrannt verabschieden, sonst läuft er doch noch Gefahr, dass die Küche als Ikea-Küche identifiziert wird.

Sharan-Machos

Ein Mann, um die fünzig etwa, belädt seinen VW Sharan. Da kommen zwei junge Typen in einem orangefarbenen, offenen Auto (übrigens ein Citroën Méhari) angefahren, stoppen und machen sich über ihn lustig: „Kleiner Familiensausflug sum S-trand? Mit Mutti und den Kleinen?“ An dieser Stelle fragt man sich, in welchem Land dieser Spot spielt, denn die beiden sprechen fehlerhaftes Deutsch mit deutlichem Akzent. Doch dann ist das Hamburger Kennzeichen an ihrem Auto zu erkennen. Es müssen also Touristen sein, die sich in Deutschland ein Auto gemietet haben. Und dann treffen die Fahrgäste des Herrn ein. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Frau mit mehreren halbwüchsigen Kindern, sondern um vier große, schlanke und hübsche Damen. Aha, da haben die beiden Typen aber total falsch gelegen und der Herr nimmt seine vier Freundinnen auf einen Ausflug mit. Nix Familie, das ist ein alter Aufreißer! Nein, aber auch das ist falsch. Sieht man den Werbespot zum wiederholten Male und schaut genauer hin, dann erkennt man, dass die zweite Dame von rechts erheblich älter ist als die anderen. Also doch „Mutti und die Kleinen“!

Nachtrag 25.01.2004:
Weil so viele Leute auf der Suche nach der Sharan-Werbung hier bei mir landen, noch ein Update: Die beiden Jungs sind laut VW Dänen und den Werbespot kann man sich bei www.peppaspot.de angucken (beides gefunden im Werbeblock von tvforen).

Übersäuerter Charme

Medikamente anbieten wie Bonbons? Wenn dieser Werbespot für Rennie läuft, habe ich jedes Mal ein merkwürdiges Gefühl: Zwei Frauen sitzen sich in der Bahn gegenüber, die eine wühlt hektisch in ihrer Handtasche, fördert zunächst ein Kondom zutage und findet dann endlich das Gesuchte, nämlich die Tablettenpackung. „Auch eins?“, fragt sie die Frau gegenüber, hält ihr zuerst versehentlich das Kondom hin, daraufhin lächelt diese und streicht sich über den Schwangerschaftsbauch. Die andere bemerkt das Versehen und bietet nun gleich zwei der Rennies an. Es mag wohl sein, dass diese Magenaufräumer ungefährlich und auch für Schwangere gut geeignet sind. Trotzdem finde es eigenartig so zu tun, als sei es das Normalste der Welt, einem Wildfremden einfach so ein Medikament wie ein Bonbon anzubieten. Hätte die schwangere Frau gefragt, ob sie eine Tablette bekommen könne, weil sie auch Magenbeschwerden habe, dann wäre mir das unbedenklicher vorgekommen. „Übersäuerter Charme“ lautet übrigens der offizielle Titel dieses Werbespots. Mir stößt es dann immer säuerlich auf.

Jogurt für ein ungesundes Leben

Als Helfer gegen Magenbeschwerden wird auch immer wieder Jogurt angepriesen. Doch handelt es sich nicht um stinknormalen Jogurt, etwa noch mit Früchten, nein, es muss ein ganz spezieller sein, der selbst aktiv wird (oder ist?). Damit wir den auch gleich erkennen, heißt so ein Jogurt natürlich nicht Jogurt, sondern bekommt einen gesund oder wissenschaftlich klingenden Namen verpasst. Die Firma Danone zeigt uns zum Beispiel anhand einer Szene aus dem Leben junger, erfolgreicher, berufstätiger und gestresster Frauen, wie ihr neues Produkt namens Activia wirken soll: Zwei junge Frauen nach dem Essen: Die eine hält sich den Bauch und klagt über Verdauungsbeschwerden. Natürlich hat sie keinen blassen Schimmer, wo die Ursachen dafür liegen könnten. Aber da hilft ihr die andere auf die Sprünge. Wie das Gewissen aus der Lenor-Werbung zeigt sie auf die leeren Behälter der Fast-Food-Mahlzeit. „Schau nur, was wir essen!“ Frau Eins ist nun ganz erstaunt und ich frage mich, ob sie mit geschlossenen Augen gegessen hat. Sie fragt, wie Frau Zwei es denn macht. Die hat selbstverständlich schon die Lösung gefunden, ein Jogurt, das hilft, die Verdauung zu verbessern. Die Botschaft des Herstellers ist ganz simpel: Iss weiter so ungesund wie bisher, iss zusätzlich unser Jogurt und wir werden ein Leben lang an dir verdienen.

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Freitag, 7. Januar 2005

Katzenpsychologie

Moni hat seit gestern Abend ihr Bett wieder zurück und ist jetzt hoffentlich wieder glücklich und zufrieden.

Schon seit Monaten schläft sie tagsüber auf dem Bett oder auch gerne auf einem Pulli, den man zum Lüften auf die Kommode gelegt hat. Abends ist sie im Schlafzimmer nicht mehr anzutreffen und nachts sind unsere Katzen sowieso meistens draußen unterwegs. Vor ungefähr zwei Woche erwischten wir Lizzy, wie sie sich mitten aufs Bett setzte und pinkelte. Bei Lizzy hängt das wahrscheinlich damit zusammen, dass sie eifersüchtig auf Sammy ist (warum auch immer). Aber das werde ich auch noch versuchen zu therapieren. Resultat dieser Geschichte war, dass wir das Schlafzimmer für die Katzen sperrten. Moni lag dann meistens oben auf dem Kratzbaum oder auf der Sofalehne. Es schien ihr nichts auszumachen. Am letzten Wochenende tropfte plötzlich gelbe Flüssigkeit aus dem Toaster, also hatte eine Katze dort ihre Markierung gesetzt und ärgerlicherweise in den Toaster getroffen. Ich tippte auf Lizzy. Doch gestern Abend beobachtete ich Moni, wie sie auf der Küchenarbeitsplatte stand, den Schwanz in die Höhe streckte und ihr Hinterteil zitterte. Kleines Schweinchen, dachte ich mir, sagte aber keinen Ton und wischte nur alles schnell weg. Dann war sie das vielleicht auch mit dem Toaster gewesen. Spontan beschloss ich, dass Moni ihr Schlafzimmer wieder zurückbekommt. Heute Nachmittag lag sie schon sehr zufrieden wieder auf ihrem Bett. Ich hoffe, die Sache hat sich damit erledigt. Es könnte schon sein, dass ihr diese Rückzugsmöglichkeit gefehlt hat und sie deswegen unzufrieden war.

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Nicht erlaubte Dateinamen?

Ich wollte gerade den Dezember ins Archiv stellen und nannte die Datei 2004_12.htm. Nach diesem Format habe ich bisher alle Monate benannt. Problemlos. Beim Dezember 2004 geht es nicht. Angeblich sei eine Datei dieses Namens nicht auf dem Server vorhanden, heißt es schlicht und ergreifend. Ich kann sie zum Beispiel 2003_12.htm oder 2005_12.htm nennen oder auch 2004_12a.htm, geht alles, nur nicht das Format, das ich möchte. Mein FTP-Programm zeigt mir, dass die Datei vorhanden ist. Der Aufruf im Browser sagt mir aber immer wieder nur, dass sie nicht gefunden wird. Ich muss das jetzt nicht verstehen und ich will es auch nicht ergründen. Ich habe sie einfach von htm in html umbenannt, das funktioniert und damit soll es gut sein.

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Montag, 10. Januar 2005

Ein Satz mit X

Das war wohl nix mit den gut geplanten und rechtzeitig bestellten Weihnachtsgeschenken. Vier Wochen vor Weihnachten habe ich vier Dinge in Auftrag gegeben, kurz vor Weihnachten hieß es, es käme zu Verzögerungen, weil zwei Maschinen ausgefallen seien. Nun gut, ich habe die Betroffenen vertröstet und es wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn die Geschenke nach Weihnachten eingetroffen wären. Ich rechnete noch fest damit, dass sie Ende Dezember doch noch ankommen würden. Aber wieder nix. Und plötzlich hieß es, es durch einen technischen Fehler seien teilweise Auftragsdaten unbrauchbar geworden. Heute war Stichtag und nun steht fest, dass diese Geschenke nicht mehr eintreffen. Immerhin wurden alle betroffenen Aufträge storniert und so gibt es kein Hin und Her mit dem Bezahlen oder vielmehr Nicht-Bezahlen. Selbst wenn die Sachen kurz nach Weihnachten fertig geworden wären, hätte es immerhin schon 50 % Ermäßigung gegeben. Ich hatte in weiser Voraussicht Mitte letzter Woche schon Ersatz-Weihnachtsgeschenke bestellt. Die hätte ich notfalls auch noch zu einem anderen Anlass oder zum nächsten Fest verschenken können. Da es sich um Books on Demand handelt, würde die Lieferung natürlich ein bis zwei Wochen dauern. Denkste. Schon am Tag nach der Bestellung wurde das Päckchen verschickt und es wartete seit Samstagnachmittag schon im Schließfach auf mich. Es kann also auch flott gehen. Jetzt werde ich diese unendlich verspäteten Geschenke schnell einpacken, zwei davon gehen morgen mit der Post raus und die beiden anderen kann ich endlich persönlich übergeben. Wahrscheinlich glauben die zu Beschenkenden mittlerweile schon, ich hätte das Ganze vergessen, aber dem ist ganz und gar nicht so. Sollten ich noch einmal Ähnliches zu Weihnachten verschenken wollen, dann bestelle ich es garantiert im September! Ich will hier allerdings nicht verraten, um was es sich handelt, weil ich tatsächlich die gleiche Aktion in diesem Jahr noch einmal plane.

Nachtrag (2 Stunden später): Eine neue Mail zum liegengebliebenen Auftrag besagt, dass man dem Produzenten nun eine Frist bis 14. Januar gesetzt habe. Okay, ich warte nun doch so lange ab und am Freitag wird sich entscheiden, ob die Glücklichen das ursprünglich geplante Geschenk oder diesen prima Ersatz bekommen.

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Noch einmal nix

Sehenswerte Filme laufen oft im Spätprogramm und dann leider nicht am Freitag oder Samstag, sondern eben an den anderen Tagen. Leider müssen aber Anna- und Otto-Normalarbeitnehmer am darauf folgenden Morgen in der Regel früh aufstehen, so dass es sich nicht empfiehlt, bis nach ein Uhr nachts vor dem Fernseher zu sitzen. Wie gut, dass es Videorecorder gibt! Denselben hatte ich gestern Abend programmiert und wollte den französischen Film „Tanguy – der Nesthocker“ aufzeichnen. Heute wunderte ich mich, dass die Cassette bis ganz zum Ende gelaufen und dann ausgeworfen worden war. Hatte etwa die Programmierung versagt. Ich dachte mir noch nichts Böses und hoffte, dann noch einen zweiten Film versehentlich aufgenommen zu haben. Ich wollte das Ganze kontrollieren, schob die Cassette wieder hinein und in dem Moment sah ich es: Ich hatte gestern vergessen, die richtige – leere – Cassette einzulegen und so dürften höchstens zehn Minuten des Films auf dem Band sein. Wie ärgerlich! Mit meinem guten Grundig-Videorecorder wäre das nicht passiert, der hätte mir bei der Programmierung angezeigt, dass nicht mehr genügend Platz auf dem Band ist. Na ja, er wird hoffentlich bald aus der Reparatur zurückkommen (hatte ein wenig Andruckrollenprobleme nach sieben Jahren) und dann kann ich wieder komfortabel On-Screen-Programmieren und direkt aus dem Videotext programmieren und mit VPS programmieren …
Leider wird der verpasste Film nicht in den nächsten Tagen wiederholt, das wäre auch zu schön gewesen. Aber ich habe schon nachgeschaut, es gibt ihn auch in meinem Online-DVD-Verleih und da werde ich demnächst mal 3,50 Euro investieren. Übrigens kann man auf manchen Wegen auch günstig DVDs kaufen. In der Zeitschrift „freundin“ ist jetzt einmal im Monat eine DVD enthalten, im Januar ist es „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“. Zieht man den regulären Preis für die Zeitung ab, bekommt man so eine DVD für nur 1,50 Euro.

Nachtrag: Gerade als ich dies zu Ende geschrieben und auf „Speichern“ geklickt hatte, kam Jörg nach Hause. Ich habe erst gar nicht gesehen, was da auf dem Tisch stand und dachte, das schwarze Ding sei sein Aktenkoffer. Aber nein, es ist der gute alte Grundig! Hach, ich werde gleich mal komfortabel Videorecorder programmieren gehen!

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Dienstag, 11. Januar 2005

Was lange währt, …

… wird anscheinend doch endlich gut. Ich traute vorhin kaum meinen Augen, als ich sah, dass meine Weihnachtsgeschenke heute Nachmittag verschickt wurden. Prima, dann hat es doch noch geklappt und ich brauche mich in diesem Jahr nicht mehr um Weihnachtsgeschenke zu kümmern. Die dürfen jetzt elf Monate bei mir liegen und werden dann überpünktlich verschickt.

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Samstag, 15. Januar 2005

Katzenporträts

Sammy (vollständiger Name: Sparrow’s Nightmare Crazy Sam), zweieinhalb, Maine Coon

Lizzy (auch Lieselotte genannt), achteinhalb, Europäisch Kurzhaar

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Montag, 17. Januar 2005

Richtig viel

Es gibt tatsächlich noch Restaurants oder Gaststätten, wo man richtig viel zu essen zu einem anständigen Preis bekommt. Am Wochenende waren wir mit Freunden in Gehrden, im Restaurant Steintoreck. Es war voll bis auf den letzten Platz, trotzdem gab es keine langen Wartezeiten und die Portionen sind einfach riesig. Ich war ahnungslos und bestellte Calamares mit Tsatsiki. Geliefert wurde ein großer Teller, die eine Hälfte mit Tintenfischringen gefüllt, die andere mit Tsatsiki und Salat. Diese Portion war doppelt so groß wie das, was ich erwartet hatte. Natürlich schaffte ich nicht alles und Jörg übernahm noch den Rest. Und das Ganze gab es für nur 7,90 Euro.

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Küchendialog

Sie (entdeckt die Erdbeerkonfitüre im Schrank neben dem Nutellaglas): „Die Konfitüre ist im falschen Schrank gelandet, die muss in den Kühlschrank.“
Er: „Warum denn das?“
Sie: „Sonst fängt sie an zu schimmeln. Steht auch auf dem Glas: ‚Nach dem Öffnen kühl lagern‘.“
Er: „Aber das Glas ist doch verschlossen.“
Sie: „Stimmt. Dann müsste eigentlich drauf stehen ‚Nach dem Verschließen kühl lagern‘.“

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Samstag, 22. Januar 2005

Nur auf Gegenseitigkeit

Am 15. Januar erhielt ich folgende E-Mail (hier in Auszügen):

Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Webmaster,
wir haben Ihre Website „Ein privates Bautagebuch mit vielen Fotos über die Erlebnisse und Erfahrungen beim Bau eines allkauf-Ausbauhauses“ besucht und denken, dass Ihre „immobilien-&-wohnen.htm“-Inhalte für die Besucher unserer Website interessant sein könnten.
Wir haben bereits einen Link zu Ihrer Website […] auf unserer Website ergänzt. Auf diese Weise hat ihre Internetpräsenz eine größere Chance, von Suchmaschinen gefunden zu werden und ggf.die Relevanz bei Google erhöht.
Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Website ebenfalls auf Ihrer Seite verlinken würden. Dadurch haben wir beide einen Vorteil von diesem „Back-Linktausch“.
Es wäre nett, wenn Sie mit folgender Beschreibung zurück zu uns
verweisen könnten:
[…]
Vielen Dank im Voraus und ein erfolgreiches 2005.
Mit freundlichen Grüßen,
[…]

Natürlich darf man meine Webseiten gern verlinken, ich legte die E-Mail erst einmal beiseite und beschäftigte mich nicht weiter damit.

Gestern kam eine weitere E-Mail an:

Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Webmaster,
am 14.01.2005 hatten wir Sie per Mail zwecks „Linktausch“ angeschrieben
und Ihre Website […] auf unserer Site […] aufgenommen.
Daher wäre es nett, wenn Sie uns mitteilen würden, ob Sie bereits einen
Back-Link zu unserer Seite geschaltet haben.
Für Ihr Verständnis und Interesse bedanken wir uns im Voraus und
verbleiben
mit freundlichen Grüßen
[…]

Gut, wenn man schon nachfragte, so wollte ich doch zumindest antworten. Ich warf zunächst einen Blick in die Website des Anfragenden und stellte fest, dass es sich um einen Bauträger und Finanzdienstleister mit Sitz in Großbritannien handelt. Schön, wenn die ihren Kunden als weitere Information einen Link zu meinem Bautagebuch anbieten, ich habe jedoch keinen Grund, eine mir völlig unbekannte Firma durch einen Link sozusagen weiterzuempfehlen. Daher lautete meine Antwort:

Sehr geehrter Herr […],
Sie können selbstverständlich gern einen Link auf meine Seite www.hausnummer27.de setzen, denn von den Verlinkungen lebt doch das Internet. Ich behalte mir jedoch vor, selbst zu bestimmen, welche Seiten ich verlinke. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn ich auf Ihre Seite keinen Link gesetzt habe.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine D.

Nur sieben Minuten später landete diese Reaktion in meinem Briefkasten:

Nee… also wenn, dann nur auf Gegenseitigkeit. Davon lebt nicht nur das Internet, sondern jedes Geschäft. Also teilen Sie uns bitte mit, ob Sie einen Backlink setzen werden.
Vielen Dank.

Ohne Anrede, ohne Unterschrift. Ohne Worte. Ich habe entschieden, darauf nicht reagieren zu wollen. Von mir aus kann man gerne den Link zu meiner Seite wieder löschen. Immerhin betreibe ich eine rein private Website und mache kein Geschäft damit. Da scheint man dort schlecht recherchiert zu haben.

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Montag, 24. Januar 2005

Winterlich

Wie angekündigt ist es nun tatsächlich winterlich geworden. Nachdem es gestern Nachmittag zunächst regnete, fiel am Abend der Schnee. Nicht zu viel, aber da es kalt ist, bleibt er doch noch ein wenig liegen. Also habe ich gerade in der MIttagspause ein paar Schneefotos auf dem Schulgelände gemacht. Frostig kalt war es allerdings, und ohne Handschuhe mit der Kamera in der Hand war es nicht das reine Vergnügen.

Und weil’s so schön ist, hier noch eine Nahaufnahme:

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Donnerstag, 27. Januar 2005

Frechheit siegt?

Die Geschichte „Nur auf Gegenseitigkeit“ geht weiter. Ich hatte nun nicht mehr auf die letzte freche Antwort reagiert. Und was sehe ich eben in meinem Posteingang? Dieses hier:

Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrter Webmaster,
wir hatten bei Ihnen bereits zwei Mal per EMail zwecks eines Linktausch“ angefragt und Ihre Website […] auf unserer Site unter […] aufgenommen.
Leider haben Sie uns bisher noch nicht mitgeteilt, ob überhaupt Interesse an einem „Linktausch“ besteht bzw. ein Backlink zu unserer Seite geschaltet wurde.
Daher wäre es nett, wenn Sie uns dieses bitte mitteilen würden, damit wir ggf. Ihren Link wieder entfernen.
Für Ihr Interesse bedanken wir uns im Voraus und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
[…]

Da machte es mir doch Freude, diese Antwort zu verfassen:

Sehr geehrter Herr W.,
Sie haben bereits am 21.01.2005 eine Antwort von mir erhalten (siehe E-Mail im Anhang). Bitte haben Sie Verständnis, dass ich nach der Antwort, die ich daraufhin erhielt (siehe zweiten Anhang), keinen weiteren Sinn in einer Kommunikation sehe. Löschen Sie den Link zu meiner Seite und überdenken Sie, ob Sie mit dieser Art des Schriftwechsels überhaupt die Chance haben, Geschäftspartner zu finden.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine D.
P.S.
Bei meiner Website handelt es sich um eine rein private Seite ohne jegliche geschäftliche Interessen.

Als Anhang habe ich meine E-Mail vom 21. und die freche Antwort mitgeschickt. Entweder sind die total dreist oder der Herr W. hat einen Mitarbeiter, den man nicht auf Kunden loslassen sollte.

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Freitag, 28. Januar 2005

Rasend

Manche Autofahrer machen mich wütend. So wie derjenige, der heute Morgen schon auf den ersten hundert Metern innerorts beinahe im meinen Kofferraum parken wollte. Anscheinend fuhr ich ihm zu langsam. Ich schlug ihm allerdings ein Schnippchen, denn ich bog ab, während er hinter einem langsamen LKW herfahren musste. So stand ich an der Kreuzung zur Bundesstraße wieder vor ihm. Hinter der Ampel stand auf der rechten Spur ein Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage. Wer vorausschauend fährt – so wie mein Vordermann und ich – ordnet sich dann gleich mal links ein, um nicht hinter dem Bus stehenbleiben zu müssen. Nicht aber der hinter mir. Der wollte ganz schlau sein, fuhr auf der rechten Spur an mir vorbei und meinte dann, ich müsste ihn vor mir reinlassen. Hätte ich vielleicht auch tun müssen, aber vor meinem Auto war gerade kein Platz. Also hieß es, hinter mir rüber fahren. Das veranlasste dann den Fahrer, freundlicherweise für Minuten sein Fernlicht einzuschalten. Mir half es nicht so richtig, mehr konnte ich dadurch nicht sehen. Aber vielleicht hatte er jetzt erkannt, dass vor ihm noch andere Autos fuhren. Leider hatte er denselben Weg wie ich und musste die gesamte Strecke auf dem Schnellweg hinter mir fahren. Die rechte Spur war tatsächlich voll mit langsam fahrenden Autos und – Pech für ihn – keine Lücke dazwischen. Dann kam die Auffahrt zum Messeschnellweg, und als ich blinkte und rechts rausfahren wollte, versuchte der doch, sich von hinten rechts an mir vorbeizudrängeln. Ganz schön gefährlich, denn sehen konnte ich das Auto in diesem Winkel überhaupt nicht. Die Rechtskurve in der Auffahrt musste ich recht langsam fahren, denn sie kann durchaus gefährlich sein, wenn die Straße nass oder glatt ist. Der hinter mir musste offensichtlich erst wieder sein Fernlicht einschalten, um dies zu erkennen. Und dafür konnte ich in diesem Moment wirklich nichts. Ich bin nämlich einmal in dieser Auffahrt bei Regen ein klein wenig zu schnell gewesen und habe mein Auto an die Leitplanke gesetzt. Das passiert mir kein zweites Mal, auch wenn das gewissen unbeherrschten Autofahrern nicht passt.

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