Dezember 2004

Mittwoch, 1. Dezember 2004

Frauen-TV

Mann ist heute zum alljährlichen vorweihnachtlichen Firmengruppen-Kartfahren in der Lüneburger Heide. Und darum wird Frau sich heute einen Frauen-TV-Abend machen und sich die letzten drei Folgen von „Sex and the City“ am Stück ansehen.

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Gimme five heute zum Thema „Fremdsprachen“

  1. Wie viele Fremdsprachen kannst du sprechen?
    Nur zwei: Englisch und Französisch. Oder sind es doch drei? Hessisch kann ich nämlich auch.
  2. Welche Fremdsprache würdest du gerne können?
    Italienisch und Norwegisch.
  3. Brauchst du die Fremdsprachen im Alltag?
    Ich bearbeite hin und wieder Schulbücher in diesen Sprachen, da ist es ganz nützlich, wenn man sie einigermaßen beherrscht.
  4. Wieso hast du die Fremdsprachen lernen müssen/wollen?
    Zunächst einmal habe ich sie einfach in der Schule gelernt. Meine Französischkenntnisse wollte ich unbedingt vertiefen und bin deswegen als Au-Pair nach Marseille gegangen. Das habe ich allerdings nach einem Monat abgebrochen. Anschließend habe ich für eineinhalb Jahre bei Air Algérie in Frankfurt mit fast nur französisch sprechenden Algeriern gearbeitet.
  5. Schreibe einen einfachen Satz in einer beliebigen Fremdsprache.
    L’Aioli est une mayonnaise à base d’huile d’olive et d’ail pilé; elle accompagne principalement les poissons et les légumes.

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Freitag, 3. Dezember 2004

Automatisches Päckchen

Gestern habe ich mein erstes Päckchen an der Packstation abgeholt. Parkplatz direkt vor dem Automaten, Karte eingeschoben, PIN eingegeben, „Tür öffnen“ gedrückt (Spannung, welches Türchen wird wohl aufgehen?), Päckchen rausgenommen, Tür geschlossen und abgemeldet. Keine dreißig Sekunden, und ich hatte mein Päckchen in den Händen. Das ging also absolut problemlos. Endlich kann ich mir guten Gewissens etwas schicken lassen – sofern es mit Post/DHL verschickt wird. Sonst ist ja immer so eine Sache: Ich weiß hundertprozentig, dass ich nicht zu Hause bin, wenn die Post kommt. Also transportiert der Postbote es unnötigerweise zum Haus, klingelt, wartet vergeblich, muss dann einen Zettel ausfüllen, ich finde den Zettel abends im Briefkasten, muss dann zur Postfiliale fahren und mein Päckchen dort abholen. Oder die Nachbarn werden mit der Entgegennahme „belästigt“, dass muss ja auch nicht sein. Oder ich lasse es mir zum Arbeitsplatz schicken. Geht auch, aber wenn sich jeder seine privaten Sachen in die Firma schicken ließe, hätte die Poststelle viel mit Dingen zu tun, die dort gar nicht hingehören.
Daher bin ich froh, dass es für diese Fälle die Packstationen gibt.

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Do you speak Englisch?

Müssen deutschsprachige Komponisten die englische Sprache gut beherrschen, wenn sie englische Texte schreiben? Lassen Sie wenigstens jemanden die Texte lesen, der Englisch als Muttersprache hat oder fließend spricht? Nein, offensichtlich nicht. Das fällt mir immer ein, wenn sich da ein Sänger am Ende seines Liedes mit einem „Happy E-he-hend“ abquält, nur damit es einigermaßen zur Melodie passt. „Happy E-hending“ wäre da schon etwas eleganter und vor allem korrekt gewesen.

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Samstag, 4. Dezember 2004

Deutliche Aussprache gefragt

Nachdem ich gestern einen großen Eimer Waschpulver gekauft hatte, fiel mir natürlich zu Hause erst ein, dass wir dafür keinen Messlöffel besitzen. Jahrelang nur Flüssigwaschmittel benutzt, war ein solcher – wenn überhaupt jemals vorhanden – irgendwie abhanden gekommen. Wenn ich noch im Supermarkt daran gedacht hätte, dann hätte ich mich umschauen können, ob es den in einer der Verpackungen gibt. Neueinsteiger und Umsteiger beim Waschen müssen doch einen Messbecher ohne größeren Aufwand bekommen können. Nun gut, da ich schon wieder zu Hause war, guckte ich mal beim Hersteller im Internet nach. Aha, da gibt es eine kostenlose Rufnummer, unter der man diese Dosierhilfen bestellen kann. Während ich die Nummer wählte, bedauerte ich die armen Mädels und Jungs im Callcenter, die den ganzen Tag Bestellungen für Messlöffel aufnehmen müssen. Doch falsch gedacht, es begrüßte mich eine Stimme vom Band, die mir erzählte, dies sei ein sprachgesteuertes Bestellsystem. Nachdem ich entsprechend der vorgegebenen Auswahl nacheinander „Waschmittel“, „Messlöffel“ und „Normal-Waschpulver“ laut und deutlich in den Hörer gesprochen hatte und auch auf Anhieb verstanden wurde, kam die Adresse dran. Da bin ich mal gespannt, ob ich deutlich genug gesprochen habe und mit welchem Namen und welcher Anschrift der Messlöffel hoffentlich ankommen wird. Oder darf man bei so einem System auch nach dem Namen noch lustig weiterquatschen und sagen: „Xyz schreibt man …“ Es könnte ja sein, dass der gesprochene Text sofort als Adressaufkleber ausgedruckt wird und sich die Postangestellten nachher köstlich amüsieren, wenn als Adressat draufsteht: Sabine Xyz xyz schreibt man icks üpsilon zett …

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Mittwoch, 8. Dezember 2004

Der Messlöffel …

… für das Waschpulver ist heute angekommen. Und die Adresse war beinahe perfekt, es fehlte nur das „w“ am Ende meines Namens, aber woher sollte das auch kommen, wenn ich den Namen nicht buchstabiert habe.

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Gimme five: Das liebe Geld

  1. Hast du ein Sparkonto?
    Nein, schon seit Jahren nicht mehr. Ich habe aber ein Extra-Konto, bei dem es auch ein paar Zinsen gibt, ähnlich wie beim Sparbuch.
  2. Zahlst du da monatlich eine Summe ein?
    Im Moment bleibt nichts, aber auch gar nichts übrig. Und wenn, dann wandert das Geld an andere Stellen.
  3. Wofür würdest du 10.000 Euro verwenden, wenn du sie geschenkt bekämst?
    Das wäre schon ein guter Grundstock für ein neues Auto.
  4. Was ist für dich Luxus?
    So viel Geld ausgeben zu können, bis ich nicht mehr weiß, was ich kaufen soll. Und so viel Zeit zu haben, wie ich möchte.
  5. Wofür könntest du endlos Geld ausgeben?
    Bücher oder Pflanzen für den Garten.

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Donnerstag, 9. Dezember 2004

Erkenntnis

Jetzt weiß ich endlich, warum ich immer so müde bin, wenn ich im Bett liege:

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Mittwoch, 15. Dezember 2004

Gimme five: Kleider und Geschirr

  1. Welche Farbe hat dein Lieblingskleidungsstück?
    Es ist ein milchschokoladenbrauner, grobmaschiger Strickpullover, der ausgezeichnet zu Jeans und Lederjacke passt. Ich weiß noch genau, zu welchem Anlass ich ihn vor sieben Jahren und drei Monaten trug.
  2. Wie oft wäschst du deine Kleider?
    Immer dann, wenn sie schmutzig sind oder müffeln. Ansonsten sehe ich keinen Grund zum Waschen.
  3. Was ist dein Trick, damit schwierige Flecken rausgehen?
    Für Flecke auf Kleidungsstücken habe ich noch keine optimale Lösung gefunden. Dieses Zeug in den pinkfarbenen Flaschen wirkt jedenfalls nicht. Aber bei Flecken im Teppichboden kann ich eins nur empfehlen: Glasreiniger!
  4. Hast du eine Geschirrmaschine?
    Ich nehme an, damit ist eine Geschirrspülmaschine gemeint und nicht eine, die Geschirr produziert. Natürlich habe ich eine, aber erst, seit ich den richtigen Mann kenne. Der hätte mir bestimmt auch eine Spülmaschine in der alten Wohnung angeschlossen. Jedenfalls möchte ich nicht mehr auf den Geschirrspüler verzichten, vor allem, weil die Küche immer so schön aufgeräumt ist.
  5. Hast du Geschirr geerbt, oder alles neu gekauft?
    Neu ist das meiste schon nicht mehr, jeder hat Geschirr aus den ehemals zwei Haushalten mitgebracht, das schon einige Jahre alt ist. Aber ich habe auch noch einige Schüsseln und Schälchen von meiner Oma, die ich so schön finde, dass ich sie garantiert behalten werde.

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Edle Mühlen

„Wollen wir eigentlich das übrig bleibende Weihnachtsgeld sparen oder uns noch etwas Schönes kaufen? Zum Beispiel diese Gewürzmühlen von WMF, die wir neulich im Restaurant auf dem Tisch standen …?“
„Nee! Viel zu teuer! Das seh ich überhaupt nicht ein, so viel Geld für etwas auszugeben, was man im Grunde gar nicht braucht!“
Ungefähr vierzig Euro für eine einzelne Gewürzmühle war mir doch zu viel, und so protestierte ich heftig, als Jörg diesen Vorschlag machte. Aber dann dachte ich mir, vielleicht hätte ich den Vorschlag nicht so abschmettern sollen, und ich hatte eine Idee. Da wir nun Besitzer von Payback-Karten sind und mit unseren Einkäufen die Datenbanken von Wem-auch-immer speisen, schaute ich mir die Prämien dort an. Ich wusste, dass da auch Produkte von WMF dabei sind, und siehe da: neu im Angebot die Gewürzmühlen. Ein Zweierset für 3.900 Punkte. Nach der Punkte-Euro-Umrechnung wären das 39 Euro für zwei Stück. Ich könnte auch sagen, hätte ich ohne diese Karte trotzdem dieselben Einkäufe getätigt – was sehr wahrscheinlich ist – bekäme ich jetzt nichts. Also schnell bestellt und schon ist das eigene Weihnachtsgeschenk unterwegs. Gestern bekam ich eine Benachrichtigung, dass ein Paket in der Packstation auf mich warte. Aber es waren noch nicht die Mühlen, sondern das Weihnachtspaket von meinen Eltern. Und wenn die Mühlen hoffentlich morgen ankommen, wird das Abendessen erst am Tisch gepfeffert und gesalzen.

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Haushaltsfragen

Ich wusste auch nicht, dass man das unsichtbare Innenleben von Geschirrspülmaschinen reinigen muss. Aber nachdem ich diesen Hinweis bei den Küchenzeilen entdeckte, habe ich gleich „Maschinenreiniger“ auf meinen Einkaufszettel geschrieben.
Vorher hatte ich allerdings noch in den Chefkoch-Foren geforscht, was die Leute da empfehlen. Irgendwo hieß es dann, dieser Maschinenreiniger sei sehr teuer. Stimmt aber nicht, und wenn man eine der Marken ohne (sichtbaren) Namen nimmt, ist man mit 1,99 Euro dabei. Der Geschirrspüler ist jetzt also hoffentlich fett- und kalkfrei.
Mehr Geld habe ich für ein Mikrofasertuch ausgegeben. Trotz Spezialreiniger für Edelstahl matt war ich mit der Sauberkeit und dem Glanz – speziell beim Geschirrspüler – nicht zufrieden. Auch da stöberte ich wieder beim Chefkoch und las den Tipp mit dem grünen Mikrofasertuch. Das kostet zwar knapp 6 Euro, aber die Investition lohnt sich. Alles glänzt wie nie zuvor!
Am letzten Freitag wartete der nächste Fettangriff auf mich. Allein zu Hause, dachte ich mir, wirst ein paar Calamares in die Fritteuse. Im Prinzip eine problemlose Sache, doch sie wurde wegen des hinten heruntertropfenden Fettes zum Problem. Fritiert hat das Gerät noch ordentlich, so dass ich auf mein Essen nicht verzichten musste. Ansonsten war mein erster spontaner Gedanke aber, diese anscheinend undicht gewordene Fritteuse tutto kompletto in den Müll zu werfen. Stattdessen transportierte ich sie vorsichtig in den Keller und ließ sie dort abkühlen. Am nächsten Tag machte ich mich an die Reinigung, denn das Fett musste sowieso gewechselt werden. Und da kam ich auch auf die Ursache des tropfenden Fettes: An einer versteckten Stelle unterhalb des Deckels hatte sich ein Klumpen Fett festgesetzt, das natürlich auch warm wurde und dann heruntertropfte. Somit ist die Fritteuse gerettet und steht jetzt wieder für den Fall der Fälle im Keller bereit.

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Samstag, 18. Dezember 2004

Gutes Wochenende

Die Wochenenden sollten eigentlich immer besonders schön sein, weil man da frei hat und alles tun kann, zu dem man im Laufe der Woche nicht kommt. In den letzten Wochen bin ich allerdings schon am Freitagabend gegen elf auf dem Sofa eingeschlafen und am Samstag nicht besonders ausgeruht aufgewacht. Am letzten Wochenende hatte ich sogar Kopfschmerzen, nichts Schlimmes, aber eben unangenehm. Gestern quälte ich mich auch durch den Vormittag, weil ich schon mit Kopfschmerzen aufgewacht war. Da ich mit der Arbeit sehr gut „im Plan“ liege und auch viele Plusstunden habe, bin ich früh am Nachmittag nach Hause gefahren. Eigentlich wollte ich nur schnell die Einkäufe erledigen und mich dann aufs Sofa legen. Der Einkauf war anscheinend so entspannend, dass es mir danach wieder gut ging. Als ich mich trotzdem mit einem Buch aufs Sofa zurückziehen wollte, teilte mir eine eingehende SMS mit, dass eine Sendung in der Packstation auf mich warte. Das waren die bestellten Gewürzmühlen! Also bin ich schnell rübergefahren und habe das Päckchen abgeholt.
Am Abend hatten wir Besuch von einem befreundeten Paar, und Jörg hatte wieder einmal seine leckere Lasagne zubereitet. Ich wurde zwar im Laufe des Abends etwas müde, aber als die beiden sich gegen ein Uhr verabschiedeten, fielen mir noch nicht so richtig die Augen zu. Ich habe in der letzten Nacht so gut wie lange nicht mehr geschlafen, hatte sogar einen angenehmen Traum, in dem ich zwar vor einem Tanzwettbewerb Angst hatte, weil ich nicht tanzen konnte, aber ich sah so toll aus, dass ich mich beinahe selbst nicht wiedererkannt habe *g*.
Heute Nachmittag ist die Zeit wieder einmal rasend schnell verflogen; ich habe zuerst nur ein wenig im Internet „herumgeschaut“ und dann die Grafiken für ein Weihnachtsgeschenk gebastelt. Na ja, da geht auch immer eine Menge Zeit drauf.
Morgen noch ein Sonntag, dann noch zwei Tage arbeiten, und dann habe ich bis zum 2. Januar frei!

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Sonntag, 19. Dezember 2004

Fernsehtipp für heute:

„8 Frauen“ um 20:15 Uhr auf Sat.1. Diese französische Krimikomödie mit einem Staraufgebot an französischen Schauspielerinnen habe ich bereits auf DVD gesehen und war begeistert.
Zum Inhalt: In den 50er-Jahren trifft sich eine Großfamilie in einer Villa, um Weihnachten miteinander zu feiern. Doch dann wird das einzige männliche Familienmitglied mit einem Messer im Rücken tot aufgefunden. Und jede der acht Frauen hat ein Geheimnis, hätte ein Motiv für den Mord und ist somit verdächtig.

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Klasse Musiksendung …

… mit einem fürchterlichen Namen: „Taratata“ auf Sat.1. Die erste Sendung haben wir nicht gesehen, gestern Abend war es auch mehr Zufall. Es hängt bestimmt ein wenig mit dem merkwürdigen Namen zusammen, mit dem ich eher Volksmusik und Humba-humba-tätärä in Verbindung bringen würde. Das Konzept stammt jedoch aus Fronkreisch und da hat man auch diesen Namen erfunden. Wie dem auch sei, das Zuschauen und vor allem Zuhören hat jedenfalls Spaß gemacht. Den Moderator kannte ich nicht, mir war aber gleich so, als ob der vorher noch kein Fernsehen, sondern Radio gemacht hat. Nachdem ich seinen Namen wusste, hatte ich das Gefühl, er käme mir bekannt vor. SWR3 vielleicht? Schließlich komme ich ja eher aus dem Süden und das war früher mein Lieblingssender. Tja, und ein Blick ins Interet sagte mir heute, dass ich den richtigen Riecher hatte.

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Montag, 20. Dezember 2004

Keane

Zum ersten Mal am Samstagabend in der Sendung „Taratata“ gesehen und (bewusst) gehört: die britische Band „Keane„. Das hat mir so richtig gut gefallen, und schon habe ich mir drei MP3’s im Internet gekauft. Klasse Musik! Und in solchen Situationen frage ich mich immer, wann ich denn endlich alt werde und Sender wie NDR 1 oder Volksmusik höre? Gut, ich teile nicht den Musikgeschmack meiner vierzehnjährigen Nichte, die zurzeit unter anderem auf Hip Hop steht, aber das muss ja nicht unbedingt eine Frage des Alters sein. Und darum kann ich mir noch nicht vorstellen, alt zu werden.

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Hmmm …

Spaghetti Rusticana – mein Name für diese Kreation und diese Pastasoße hat mir richtig gut geschmeckt.

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Aufgelöst

Heute Abend sollte der Erfolg gefeiert werden – der Erfolg, der hoffentlich eintreffen würde. Die Gastgeber, nervös und angespannt, hatten sich in eine Ecke des Raums zurückgezogen und warteten auf das Ergebnis. Die Gäste standen in kleinen Grüppchen zusammen und warfen immer wieder verstohlene Blicke auf die Uhr. Noch eine halbe Stunde, dann würde die Entscheidung fallen. Erst dann konnte die Feier losgehen. Ich hatte zum Glück eine ehemalige Kollegin getroffen und vertiefte mich gleich in ein Gespräch mit ihr. Dann war es endlich soweit: Die Uhr zeigte sechs, die Gespräche verstummten, dann öffnete sich die Eingangstür und mit einem triumphierenden „Wir haben es geschafft!“ trat der Big Boss ein und eröffnete damit die Party. Die Sektkorken knallten und Tablette mit gefüllten Gläsern wurden herumgereicht. Leider hatte ich das falsche Glas erwischt; während alle anderen aus schlanken Sektgläsern tranken, hielt ich eine breite Sektschale in der Hand, aus der bei der kleinsten Bewegung der Sekt überzuschwappen drohte. Bei nächster Gelegenheit würde ich diese Schale unauffällig verschwinden lassen. Im Nebenraum wurde verkündet, dass nun mit dem Essen begonnen werden konnte. In dem Raum, in dem ich mich aufhielt, stand ein langer Tisch mit einer weißen Tischdecke, an das eine Ende hatte man noch einen kleinen Tisch mit roter Papiertischdecke geschoben. Einige der Herren hatten sich ihrer Anzugjacken entledigt und schleppten aus dem Nachbarraum Platten mit kalten Speisen heran. Auf einigen Plätzen am Tisch standen Stapel mit vier Tellern. Aha, das war wohl so gedacht, dass man sich von oben nach unten „durch die Teller“ aß, es würde also vier Gänge geben. Einer der Herren erklärte, man könne sich auch nach Belieben bei den kalten Platten bedienen. Da ich sowieso gerade neben dem roten Tisch stand, ließ ich mich dort neben meiner ehemaligen Kollegin nieder. Ich hatte eine Scheibe Fleisch ergattert, die lag nun einsam auf dem Teller und wartete vergeblich auf Salate, Brot oder Ähnliches. Die Tellerstapel waren wieder verschwunden und jeder hatte nur einen einzigen Teller vor sich. Das Besteck war auch ausgegangen, es fehlten Messer, und so warf ich einen Blick durch die Tür in den Nebenraum. Dort saßen sie alle, die wichtigen Männer in den dunklen Anzügen. Auch der Mann, mit dem ich gekommen war, dessen Begleitung ich war, hielt sich dort auf. Jeder hatte einen Tellerstapel vor sich stehen, und die Bedienungen waren eifrig dabei, die Suppe zu verteilen und Getränke auszuschenken. „Sieh an, nur die wichtigen Leute bekommen Tellerstapel“, dachte ich mir, „wir Fußvolk im Nebenraum müssen mit den schlichten kalten Platten Vorlieb nehmen.“ Auf einem Tisch in der Ecke fand ich noch weiteres Besteck und kehrte damit an den Tisch zurück. Obwohl es mir so vorkam, als ob wir mehr oder weniger in einem Abstellraum saßen und gar nicht richtig dazugehörten, war die Stimmung an unserem Tisch sehr gut. Mich wurmte es nur ein wenig, dass der Mann, den ich begleitete, sich gar nicht dafür interessierte, wo ich geblieben war. Hatte er nicht gesagt, ich solle unbedingt mitkommen, um an seiner Seite zu sein und seine Geschäftspartner kennen zu lernen? Nach dem Essen schlenderte ich betont gelangweilt in den Nebenraum. Da stand er neben einem der Tische. Er fragte mich nicht, wo ich gewesen war, sondern sagte mir nur, dass der Herr Wichtig-Hoch-Zwei mich unbedingt begrüßen wollte. Er führte mich zu dessen Tisch. Das erste, was mir auffiel, war der helle Anzug dieses Herrn. Er schien tatsächlich so wichtig zu sein, dass er sich nicht den allgemeinen Kleiderregeln unterwerfen musste. Herr Wichtig achtete überhaupt nicht darauf, dass wir vor seinem Tisch standen und unterhielt sich weiter mit der farblos wirkenden Dame an seiner linken Seite. Der Mann an meiner Seite sprach ihn schließlich an und stellte mich vor. Ich hatte erwartet, dass Herr Wichtig sich von seinem Platz erheben und mir die Hand geben würde. Doch weit gefehlt: Er streifte mich lediglich mit einem flüchtigen Blick, stellte wohl fest, dass ich uninteressant war und wandte sich wieder seiner Gesprächspartnerin zu. Im Laufe des Abends verwandelte ich mich mehr und mehr in ein unbedeutendes Nichts. Schließlich löste ich mich in Luft auf und niemand bemerkte, dass ich nicht mehr da wahr. Nur ein kleiner Luftzug wehte durch den Raum und ließ für einen Moment die Kerzen flackern.

(Nachtrag 21.12.04: Das war alles nur geträumt.)

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Mittwoch, 22. Dezember 2004

Vor Weihnachten

Ab heute habe ich Urlaub und wir haben am späten Vormittag die letzten Einkäufe erledigt. Lebensmitteleinkäufe. Die paar kleinen Weihnachtsgeschenke, die es gibt, sind entweder schon angekommen oder unterwegs und die restlichen vier werden sich wegen eines technischen Problems wahrscheinlich verspäten. Ärgerlich, aber nun nicht mehr zu ändern. Dabei hatte ich mich dieses Mal so rechtzeitig darum gekümmert!
Jedenfalls waren wir heute zuerst bei Aldi und anschließend bei Real, um dort die Dinge zu kaufen, die Aldi nicht hat. Nun könnten wir durchaus für ein paar Tage einschneien, aber zu uns haben sich nur ein paar Flöckchen verirrt. Ab heute Abend soll es sowieso Regen geben und morgen haben wir dann richtig weihnachtliche zehn Grad plus.

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Donnerstag, 23. Dezember 2004

Vorfreude

Jetzt bekomme ich doch noch ein Weihnachtsgeschenk, vielmehr ein Nach-Weihnachtsgeschenk. Im Grunde schenke ich es mir selbst und ich hätte es auch gekauft, wenn nicht gerade Weihnachten wäre. Deshalb also nur ein Zufalls-Weihnachtsgeschenk. Seit unsere Digitalkamera Alterserscheinungen zeigt, liebäugele ich mit einer neuen, schöneren, besseren. Die gute alte Olympus hat nun mal gerade eine Auflösung von 1,3 Millionen Pixel und kann im Grunde nicht mehr als ein paar nette Schnappschüsse machen. Ich hatte mir schon eine Nikon Coolpix mit 4 Megapixeln ausgeguckt und war an dem Modell 4200 hängengeblieben. Dann entdeckte ich die mir bisher unbekannte 4300 im Internet zu einem Schnäppchenpreis von 199 Euro. Ich überlegte zu lange und dann war sie ausverkauft. Gestern sah ich diese Kamera im Vorübergehen in Fotoladen für 399 Euro! Umso ärgerlicher, dass ich bei diesem Schnäppchen nicht zugeschlagen hatte. Tja, und heute war sie plötzlich wieder verfügbar! Und da habe ich zugeschlagen und bin jetzt ganz gespannt auf das Gerät. Die Testberichte, die ich gelesen habe, lauteten durchweg „Gut“, „Sehr gut“ oder „Empfehlenswert“.

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Montag, 27. Dezember 2004

Nach Weihnachten

Den 24. Dezember haben wir gemütlich zu zweit zu Hause verbracht. Bei vielen Leuten ist der Kartoffelsalat am Heiligen Abend Tradition. Bei uns und unseren Familien gab es bisher keine Essenstradition, aber dieses Mal haben wir auch einen Kartoffelsalat gemacht, und zwar den Schlesischen Kartoffelsalat.
Am nächsten Tag waren wir nachmittags bei den Nachbarn zum Kaffeetrinken und gestern Mittag kamen Jörgs Eltern zu uns zum Pute-Essen. Richtig klassisch mit Rotkraut und Kartoffelklößen. Ich hatte eine riesige Pute von über fünf Kilo gekauft, und wir haben gestern Abend noch ein Häppchen zum restlichen Kartoffelsalat gegessen und heute gibt es noch einmal die klassischen Reste. Es wird garantiert aber noch etwas für einen Geflügelsalat übrigbleiben.

Heute sind wir zu Ikea gefahren, weil wir unsere Küche vervollständigen wollten. Links neben der Küchenzeile stand bislang eine große rote Mülltonne, ehemals ein schickes Teil, aber viel zu groß für den wenigen Restmüll, den wir produzieren. Dafür würde auch ein kleiner Eimer unter der Spüle reichen und wir könnten die verbleibenden 50 Zentimeter mit Schrank ausfüllen. Leider hatte ich ungefähr ein Jahr nach dem Küchenkauf bei Ikea festgestellt, dass es diese Fronten nicht mehr gab. Aber wozu gibt es Ebay, für solche Anliegen ist das ideal. Ich schaute mich um und ersteigerte eine passende Tür für den zukünftigen Schrank. Die stand nun schon seit März im Keller und nun wollten wir endlich den Schrank dazu kaufen. Gesagt, getan. Es war zwar ziemlich voll bei Ikea, wie an solchen Tagen nicht anders zu erwarten, aber da wir außer dem Schrank, einem Mülleimer, einem Topf und zwei Packungen Kerzen nichts gekauft haben, waren wir recht flott durch. Der Schrank ist natürlich schon aufgebaut und befüllt.

So sah es vorher aus:

Und so jetzt:

Es ist der zweite von links mit der Glastür. Glastüren für Unterschränke sind sicherlich eher ungewöhnlich, aber ich finde es schick. Außerdem dachte ich mir bei der Ebay-Suche: „Lieber eine Glastür als zu lange warten und dann keine mehr kriegen.“ Diese ist nämlich neu und hatte eben keine Grifflöcher und Gebrauchsspuren. Unser Schrank hat zwei Drahtkorbauszüge bekommen, die sind sehr praktisch, weil man an alles drankommt, ohne die Hälfte vorher ausräumen zu müssen. Prima Schrank!

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Dienstag, 28. Dezember 2004

„Was macht ihr denn an Silvester?“

Wenn sich das Jahr dem Ende entgegen neigt und sich so nach und nach der Vorweihnachtsstress ausbreitet, steht auch sie unweigerlich vor der Tür: Die Frage „Was macht ihr denn an Silvester?“
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Freitag, 31. Dezember 2004

Coole Pix

Gestern Nachmittag ist sie endlich angekommen, die kleine schwarze Nikon Coolpix 4300. Dann hieß es natürlich noch zwei Stunden warten, bis der Akku aufgeladen war. Und dann die ersten Versuche. Ich bin begeistert! Aber kein Wunder, ich habe ein Leben lang nur geknipst und die Olympus war auch nur eine Digitalkamera für einfachste Ansprüche. Mit dieser Nikon jedoch kann man schon „richtig“ fotografieren, ausreichend jedenfalls für Anfänger und Hobbyfotografen wie mich. Solche Aufnahmen wären mit der Olympus unmöglich gewesen (mit einem Klick geht es zum großen Bild, und das habe ich auch schon ein wenig verkleinert):

Jetzt warte ich noch auf eine Speicherkarte, die ich leider erst gestern bestellt habe. Auf die mitgelieferte 16-MB-Karte passen bei zweithöchster Auflösung nur ungefähr 8 Bilder, und damit kommt man nicht weit.

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Tschüss, du Jahr 2004

Wozu ein Jahr groß verabschieden, wenn sich doch nicht viel mehr ändert als eine Zahl? Deswegen gibt es bei mir keinen Rückblick und kein Resümee. Uns geht es gut und ich habe das Gefühl, in gewisser Hinsicht geht es jetzt auch wieder besser. Da wir uns in der letzten Zeit schon mal den einen oder anderen Luxus leisten konnten, habe ich mich eben noch spontan an einer Spendenaktion für die Opfer des Seebebens in Südasien beteiligt.

Allen Lesern hier wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2005!

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