November 2004

Mittwoch, 3. November 2004

Goldkarte

Ich bin seit zwei Wochen im Besitz einer goldenen Karte. Das hört sich nobler an, als es ist, denn es handelt sich schlicht um die Kundenkarte für die Packstationen von Post/DHL. Schon vor längerer Zeit bin ich darauf aufmerksam geworden und dachte mir gleich, dass diese Einrichtung für einen berufstätigen Menschen sehr praktisch ist. Denn wozu soll ich mir etwas nach Hause liefern lassen, wenn ich hundertprozentig weiß, dass ich beim Eintreffen der Post nicht zu Hause bin? Das gibt dann immer nur ein Hin und Her mit Abholen bei der Post oder beim Nachbarn. Manches habe ich mir schon zur Arbeitsstelle schicken lassen, aber ich will es auch nicht übertreiben, denn man kann ja Pförtner und Poststelle nicht ständig mit Privatkram belasten. Leider gab es damals nur ungefähr fünf dieser Packstationen in verschiedenen Großstädten, zu denen Hannover natürlich nicht gehörte. Vor kurzem klickte ich mehr oder weniger per Zufall wieder mal auf „Packstation finden“ – und siehe da, in Hannover gibt es mittlerweile sogar acht davon. OK, dachte ich mir, schaden kann es nicht, kosten tut es nichts, ich melde mich da an. Die Unterlagen kamen per Einschreiben und da war eben auch die Goldkarte dabei. Wenn ich mir zukünftig nun ein Päckchen oder Paket per Post oder DHL schicken lasse, kann ich als Lieferanschrift die Nummer einer beliebigen Poststation angeben. Ich bekomme eine E-Mail, wenn das Paket angekommen ist, dann fahre ich zu diesem gelben Automaten und hoffe, dass er es auch ausspuckt. Ich bin mal gespannt auf meine erste Lieferung über diesen Weg.

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Am Arbeitsplatz

  1. Zug oder Auto?
    Auto. Zug finde ich nur bequem, wenn ich nicht umsteigen und dann vielleicht noch mit Bus weiterfahren muss.
  2. Wie kommst du zu deinem Arbeitsplatz?
    Mit dem Auto. Es ist doch ein „kleiner“ Unterschied, ob ich für zwölf Kilometer zwanzig Minuten oder über eine Stunde brauche. Da siegt die Bequemlichkeit.
  3. Hast du einen bequemen Büro-Stuhl?
    Ja. Ich sitze aber nie ordentlich darauf.
  4. Hörst du Musik während der Arbeit?
    Eigentlich nicht. Das heißt, ich würde kein Radio einschalten, weil es mich stören würde. Gerade beim Korrekturlesen muss man schon sehr konzentriert arbeiten. Im Nebenraum beim Kollegen läuft allerdings das Radio, aber das kommt bei mir nur sehr leise an.
  5. Was gefällt dir am besten an deiner Arbeit?
    Ich lerne immer etwas dazu, wenn ich Schulbücher bearbeite. Besonders viel Spaß macht es, Deutsch-Lesebücher zu bearbeiten, aber auch Sprachen, Erdkunde und Biologie sind interessant.

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Aufgelöst

Aus einem Traum hochgeschreckt, in dem der letzte Moment von der Angst vor einem großen Gefühl bestimmt war … Im Halbschlaf weitergedämmert und überlegt, diese schöne Geschichte aufzuschreiben … Doch mit wachsender Wachheit wich das Unterbewusstsein und mit ihm die Geschichte … sie ist einfach zu Sand geworden, der durch meine Finger rieselte und unwiderruflich verschwand. Schade, nun ist die Geschichte weg und sie lässt sich auch nicht mehr nachbauen. Der Sand ist einfach zu trocken.

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Donnerstag, 4. November 2004

Das Jahr 2004 in der Endlosschleife

Vor ein paar Tagen noch war es nur ein „Gedanke“, heute ist es schon der feste Wille unserer Regierung: Der Tag der Deutschen Einheit wird ab sofort immer am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Das bedeutet für viele berufstätige Menschen einen freien Tag weniger. Damit sollen Zigtausend oder -millionen Euro gespart werden. Betrachtet man die Seite der Steuereinnahmen, mag das vielleicht stimmen. Aber nein, bei näherer Überlegung verstehe ich selbst das nicht. Woher kommen mehr Steuern? Ich bekomme nicht mehr Gehalt, mein Arbeitgeber zahlt deshalb auch nicht mehr Steuern … Noch schleierhafter ist mir, wie dadurch das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden soll. Da ich wie die meisten keinen Cent mehr bekommen werde, kann ich mir auch nicht mehr leisten. Wie soll ich dann der Wirtschaft auf die Beine helfen, wenn ich nicht mehr kaufen kann als bisher? Außerdem wird sowieso überall gestrichen und da sind wir doch alle froh, wenn wir überhaupt noch einen Arbeitsplatz haben. Ich kann mich wirklich nicht beschweren, mir geht es gut. Manches aber wundert mich, doch vielleicht fehlt mir da das politische oder wirtschaftliche Verständnis. Seit ich das erste Mal wählen durfte, war ich immer auf Seiten der jetzigen Regierungsparteien, aber alles überzeugt mich nicht. Trotzdem habe ich das Gefühl, mich politisch (so weit ich mich damit beschäftige) nicht in eine ganz andere Richtung zu orientieren. Schließlich war ich acht Jahr lang im Betriebsrat und bin bis heute noch Gewerkschaftsmitglied, wenn auch nur zahlendes.
Als ich über diese Sparmaßnahmen so nachdachte, kam mir eine rettende Idee: Wir sollten das Jahr 2004 einfrieren und als Endlosschleife wiederholen. Grob gesagt fiel die Hälfte der Feiertage in diesem Jahr auf ein Wochenende. Wie viel könnte da ab sofort gespart werden!

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Freitag, 5. November 2004

Darf’s noch ein Sternchen sein?

Normalerweise gehe ich gerne einkaufen. Damit meine ich jetzt nicht den Einkaufsbummel in der Stadt, sondern das Heranschaffen von mehr oder weniger lebensnotwendigen alltäglichen Dingen. In der Regel findet meine große Einkaufstour am Freitagnachmittag statt. Da ist es noch nicht so voll und ich habe am Samstag „frei“. Meine Einkäufe tätige ich meistens bei Real. Das ist bequem und praktisch, weil der Markt sowieso auf meinem Weg liegt und ich nach dem Einkauf nur ungefähr 500 Meter bis nach Hause fahren muss. Leider aber lassen sich die Verkaufsstrategen immer wieder etwas Neues einfallen. Zum Beispiel Aktionen, die ich äußerst lästig finde, wie die seit einigen Wochen anhaltende Geschichte mit den Sternchen. Pro zehn Euro gibt es ein Sternchen, das man dann in ein am Servicecenter erhältliches Heft kleben muss. Bei ausreichend gesammelten Sternchen kann man sich einen Einkaufsgutschein abholen. Resultat dieser Aktion ist, dass jeder Kassenmitarbeiter jeden Kunden bei jedem Einkauf fragt, ob er denn Sternchen sammle. Und ich denke mir jedesmal: „Lasst mich doch in Ruh mit euren Sternchen!“ Vielleicht bin ich blöd, wenn ich nicht sammle und praktisch mein Geld aus dem Fenster werfe. Doch mir ist es einfach zu lästig, ein Sammelheft zu holen, zu sammeln und zu kleben und dann wieder hinzulaufen, um das Ganze einzulösen. Ich will einfach nur mein Zeug kaufen und Schluss! Meistens verneine ich die Frage nach dem Sternesammeln und riskiere damit einen verständnislosen Blick der Kassiererin. Ich habe auch keine Lust, eine Begründung abzugeben, wie ich sie schon oft gehört habe: „Ach nein, das lohnt sich nicht, ich komme nicht so oft hierher.“ Kürzlich habe ich einfach genickt und die Sterneaufkleber mitgenommen. Wegwerfen kann ich sie ja immer noch. Und letzte Woche war ich sogar bei Walmart, um der Sternefrage zu entgehen. Allerdings war das auch kein so großes Vergnügen, denn ich musste dort dreimal so lange nach allem suchen, weil ich nur selten dort einkaufe. Es ist ein Kreuz mit den Sternen! Noch drei Wochen, dann ist der Spuk vorbei. Bis sie sich wieder etwas Neues ausdenken …

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Mittwoch, 10. November 2004

Mit Gimme five beim Arzt

  1. Wann warst du das letzte Mal beim Arzt?
    Am 26. Februar mit einem nicht näher identifizierten Virus.
  2. Hast du Angst vor dem Zahnarzt?
    Öm, jaaa … Und ich weiß genau, ich müsste mal wieder …
  3. Hast du Angst vor Spritzen?
    Nur beim Zahnarzt, weil das besonders unangenehm ist.
  4. Gehst du blutspenden? Falls nein, wieso nicht?
    Ich war schon einige Male, aber das ist schon eine Weile her.
  5. Was war dein lustigstes Erlebniss mit einem Arzt/einer Ärztin?
    Für mich ist es immer wieder erheiternd, die entsetzten Blicke auf meine kaum sichtbaren Armvenen zu sehen. Da ich überhaupt keine Angst vor dem Blutabnehmen habe, sehe ich dem immer mit freudiger Gespanntheit entgegen. Ein unvergessliches Erlebnis hatte ich bei meiner Einstellungsuntersuchung:
    Die Ärztin fragte, wie es denn bei mir so aussehe mit der Blutentnahme, womit sie meinte, wie leicht die Venen zu finden sind. Meine Antwort war wie immer „ganz schlecht“, denn es ist tatsächlich so. Bisher konnte ich aber noch keine Arzthelferin so richtig schockieren und man konnte mir jedes Mal Blut abzapfen. Leider nicht diese Frau Doktor, die sowieso nicht den allerroutiniertesten Eindruck machte. „Ach, ich will sie damit nicht quälen“, sagte sie zwischendurch mehrmals. Und: „An der Hand könnte man es auch versuchen, aber das ist ziemlich unangenehm.“ Zuerst piekte sie mir in den Arm, aber das war total daneben, da kam nichts. Ich war schon froh, dass es damit erledigt war, aber warum sagte ich dann selbst: „Vielleicht klappt es an der Hand.“? Wahrscheinlich, weil ich im Grunde nicht damit rechnete, dass sie noch einen Versuch machen würde. Tat sie aber doch. Und das Blut fing an zu fließen. Leider muss ich mich ein klein wenig bewegt haben – das war keine Absicht, ich schwöre es – dann floss es daneben und sie brach die Aktion sofort ab. „Na, dann werde ich mich eben darauf verlassen, dass es bei Ihrem letzten Arztbesuch kontrolliert wurde“, sagte sie abschließend. Und ich verabschiedete mich mit einem kleinen Bluterguss auf dem Handrücken.

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Geh mir aus dem Ohr!

Manchmal spuken mir die merkwürdigsten Lieder, die allerschlimmsten Schlager und gruseligsten Melodien im Kopf herum. Ich frage mich dann immer, woher das kommt, denn es sind meistens Lieder, die ich mir nie im Leben freiwillig anhören würde.
Gestern war ich krank, lag mit Übelkeit, Bauchschmerzen und frierend im Bett, da überfiel mich wieder so ein musikalischer Ohrenkriecher: „… Kümmer‘ dich um dein Leben, und dann kümmer‘ dich um uns …“ Und dieses Lied des singenden „Pfarrers“ war ganz besonders hartnäckig, wieder und wieder dudelte es in meinem Kopf. Dieses Mal wunderte ich mich allerdings nicht, denn es läuft ja hundertmal täglich im Radio und man kann ihm kaum entgehen.

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Sonntag, 14. November 2004

(Vor)Weihnachtlicher Lesestoff gefällig?

… Diese Klingel war ziemlich laut. Zunächst blieb es still, aber dann hörten sie ein leises Tappen hinter der Tür. Der Türdrücker bewegte sich langsam nach unten, die Tür öffnete sich und vor ihnen stand – ein Löwe! Die drei waren wie erstarrt vor Schreck. Sie wären gern weggelaufen, aber sie konnten sich keinen Millimeter bewegen. Mit großen Augen starrten sie auf das riesige Tier mit der roten Mähne. „Guten Abend“, sagte der Löwe …
Auszug aus „Sterne aus Sand – Von den Sternsingern, denen ein Löwe die Tür öffnete“

Diese und viele weitere Geschichten findet ihr in diesem Buch:

Das kleine Geschenk zu Nikolaus, zu Weihnachten oder einfach zum Schmökern in der Vorweihnachtszeit: Ein Weihnachtsbuch, entstanden aus dem Internet-Adventskalender 2001 des Tagebuchwebrings „Wellenbrecher“. Die zauberhaften, lustigen, romantischen und nachdenklich stimmenden Kurzgeschichten der Autorinnen und Autoren ranken sich rund um das Thema „Magische Weihnachten“. Bestellen: Im Internet bei Amazon oder in jeder Buchhandlung unter ISBN 3-8311-3170-8. Achtung, die Lieferzeit beträgt ca. 2 Wochen, denn es handelt sich um ein Book on Demand, das erst bei Bedarf gedruckt wird. Also schnell bestellen!

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Zuletzt gelesen

Die Vorgängerin
Claudia Keller
„Vom Neid zerfressen“ – diese Charakterisierung fiel mir beim Lesen immer wieder für die Hauptfigur Mascha ein. Mascha ist erst Mitte dreißig, doch so träge und antriebslos, als stünde sie schon mit einem Fuß im Grab. Neidgefühle beherrschen sie schon seit frühester Kindheit. Immer war die Schwester besser als sie und nun wurde Mascha auch noch vom Ehegatten durch eine neue, attraktivere Frau ersetzt …
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Montag, 15. November 2004

Moderne Verhütungsmethoden

Man soll ja nicht für bare Münze nehmen, was man im Fernsehen so sieht. Aber gerade solche Serien wie die Lindenstraße sollen doch ein Spiegelbild des wahren Lebens sein. Und wenn wir einmal davon ausgehen, dass sich all die Geschichten genauso im wahren Leben abspielen können und es auch tun, dann ist manches doch ziemlich erschreckend. Damit meine ich jetzt nicht irgendwelche unabwendbaren Schicksalsschläge oder Krankheiten, sondern die Dinge im Leben, die man mehr oder weniger selbst in der Hand hat. Gestern saß ich wieder einmal mit einem erstaunten „Wie bitte?“-Blick vor dem Fernseher, als die ungewollt schwanger gewordene Iphigenie Zenker erklärte, ihr Freund sei wahrscheinlich nicht der Vater ihres Kindes, weil sie „immer aufgepasst“ hätten. Aufpassen? Ist das die moderne Verhütungsmethode? Wie geht denn das genau? Leute, Leute, man sollte heutzutage doch wissen, dass dies die aller-allerschlechteste Methode ist, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Eines an der ganzen Geschichte kann ich jedenfalls bestätigen: Sie entspricht absolut der Realität. Denn eine Freundin von uns ist im reiferen Alter genau durch diese Methode ungewollt schwanger geworden.

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Sie rennt …

… die Zeit, vor allem am Wochenende. Das letzte Wochenende war wieder einmal schneller vorbei als mir lieb war. Am Samstag stand erst einmal der Hausputz an, denn am Wochenende zuvor waren wir unterwegs gewesen und hatten nicht einmal den Staubsauger angerührt. Im Laufe der Woche ist es schlecht mit dem Putzen, denn dafür brauche ich Tageslicht (gute Ausrede, nicht wahr?). Jedenfalls waren wir am Samstagmittag damit beschäftigt. Abends waren wir zur Geburtstagsparty bei einem von Jörgs Arbeitskollegen eingeladen. Ein anderer Kollege und Freund wollte bei uns übernachten und schon am Nachmittag zum Kaffeetrinken vorbeikommen. Für mich also wieder einige Stunden, in denen ich nichts Rechtes anfangen konnte und wollte. Denn wenn jeden Moment der Besuch eintreffen wird, kann ich nicht einmal ein Buch in die Hand nehmen und lesen. Blöd nur, dass er dann erst gegen 18 Uhr eintraf, denn so habe ich einige Stunden mit Nichtstun und Warten verbracht. Am Abend war ich wie üblich wieder die Fahrerin für die Rückfahrt. Eigentlich bin ich das immer mehr oder weniger freiwillig. Irgendwie ist es schon eine Tatsache geworden, dass immer ich bei jeder Art von Feier das Auto und den Mann zurückfahre. Ich sehe es auch gar nicht ein, das Auto stehen zu lassen und mit einem Taxi nach Hause zu fahren, nur damit ich auch mal ein Gläschen Wein trinken kann. Die antialkoholischen Getränke haben auch den Vorteil, dass ich länger durchhalten kann, sonst würde ich vermutlich gegen Mitternacht schlapp machen. Dieses Mal musste ich bis zwei Uhr durchhalten, das war schon hart an der Grenze. Zu Hause haben wir dann noch ein Glas Wein getrunken. Mir hat es nicht recht geschmeckt, denn ich spürte schon den fehlenden Schlaf. Die beiden Herren hätten es wohl auch besser gelassen; der Hausgast berichtete am nächsten Morgen, dass er vor dem Schlafengehen noch zwei Aspirin zu sich genommen hatte und auch der Hausherr war am nächsten Vormittag etwas müde.

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Dienstag, 16. November 2004

Ein Weihnachtshase …

… oder habe ich Weihnachten verschlafen und Ostern steht schon wieder vor der Tür? Das war der erste Gedanke, den ich heute beim Anblick dieser schokoladigen Geschöpfe im Supermarktregal hatte.

Mein zweiter Gedanke war, dass da jemand ganz clever gewesen war und die alten Schokohasen in ein neues Gewand verpackt hatte. Oder jetzt sogar zwei Sorten von Tierchen aus ein und derselben Form goss. Zwecks näherer Untersuchung entführte ich einen dieser braunen Gesellen aus seinem Karton und stellte ihn auf die Pralinenschachtel nebenan.

Da zeigte er seine wahre Figur, und die war wirklich nicht osterhäslich. Andere Kopfform, längere Beine … Nun ja, ich hatte mich getäuscht.
Als ich den kleinen Kerl nach dem Fototermin wieder unversehrt zu seinen Kumpels stellte, entdeckte ich auch das Schild, was ich vorher übersehen hatte:

Es handelt sind tatsächlich um Rentiere! Immerhin passt bei denen das Glöckchen um den Hals besser als bei den Osterhasen.

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Mittwoch, 17. November 2004

Kommunikationsformen

Die modernen Kommunikationswege über Internet und E-Mail sind einfach und schnell, aber sie ermöglichen auch das unüberlegte Kommunizieren. So habe ich gestern eine E-Mail erhalten mit der Anrede „Hallo“, obwohl sie an meine doch recht aussagekräftige Adresse „sabine@…“ gerichtet war. Das war jedoch noch der harmlose Teil. Wenn jemand zwar immerhin „Mit freundlichen Grüßen“, aber in der Zeile darunter mit „Unbekannt“ unterschreibt, bekomme ich vor Staunen wieder einmal große Augen. Meine Güte, es wäre doch einfach nur nett, wenigstens mit dem Vornamen zu unterschreiben. Ich würde es ja nicht einmal merken, wenn es nicht der richtige Name wäre! Aber einfach ein „unbekannt“ drunterzusetzen …!!! So Leid es mir tut, solche derart anonymen E-Mails beantworte ich nicht.

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Donnerstag, 18. November 2004

Fünf Fragen rund ums Wohnen

  1. Beschreibe deine Wohnung / dein Zimmer.
    Es ist ein ganzes Haus. Plus Garten. Da kann ich mich nicht für ein einziges Zimmer entscheiden. Wer neugierig ist, kann ja bei der Hausnummer 27 reinschauen.
  2. Wohnst du alleine?
    Nein, zum Glück nicht. Ich teile das Haus mit Mann und vier Katzen.
  3. Wie alt warst du, als du ausgezogen bist?
    Ich habe bis Ende 1998 im Haus meiner Eltern gewohnt. Dort bin ich im April 1983 in die erste Etage gezogen und habe mir dort nach und nach die gesamte Wohnung eingerichtet. 1984 oder 1985 zog mein damaliger Freund ein, 1997 zog er als ehemaliger wieder aus. Ende 1998 packte ich meine Sachen und zog nach Hannover.
  4. Wie viele Male bist du seitdem umgezogen?
    Zweimal: Im Februar 1999 in eine große Altbauwohnung ein paar Straßen weiter und im Dezember 2001 ins eigene Haus.
  5. Welches war deine schönste Wohnung?
    Von den zwei Wohnungen (das Haus zählt da nicht mit!) war es definitiv die Altbauwohnung. Es war eine 3-Zimmer-Wohnung mit 100 qm Wohnfläche und sie hatte einen 6 x 2 Meter großen Flur mit Holzdielen. So etwas wollte ich immer einmal bewohnen.

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Freitag, 19. November 2004

Freitag und fertig

Warum bin ich in der letzten Zeit immer so froh, wenn es Freitag ist? Ich bin dann so müde, dass mich keiner mehr aus dem Haus jagen könnte. Regelmäßig schlafe ich freitags vor dem Fernseher ein, was mir sonst nie passiert.
Normalerweise trifft mich die Freitagsmüdigkeit am späten Nachmittag oder frühen Abend. Heute jedoch war sie den ganzen Tag schon da. Demzufolge bin ich heute Nachmittag recht orientierungslos durch den Supermarkt geschlichen, um meine Einkäufe zu machen. Ich hätte ohne weiteres diesen Einkauf auf morgen verschieben können, doch ich hatte keine Lust auf eine samstägliche Einkaufspflicht und die damit verbundenen langen Schlangen vor den Kassen. Morgen und am Sonntag ist Erholung angesagt!

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Samstag, 20. November 2004

Shopping bei Ebay

Manches kann man wunderbar bei Ebay kaufen und bei einigen Dingen hätte ich auch nicht gewusst, wo ich sie sonst bekommen könnte. So hatte ich mir im September das „Mädchenhandycover“ für ein paar Euro bei Ebay gekauft. Doch ich gebe zu, es war ein Fehlkauf, denn schon nach ein paar Wochen konnte ich es nicht mehr sehen. Also musste ein neues her. Wieder von Ebay für 3,99 plus Versand. Und dieses rot-silber-metallic sieht ganz besonders edel aus:

Damit es keinen Kratzer bekommt, hat es jetzt auch ein eigenes Fach in meinem neuen Rucksack:

Meine bisherige große Tasche ist seit einiger Zeit innen schon etwas eingerissen und ich hatte mich in der Stadt schon nach einer neuen umgesehen. Gar nicht so einfach, denn was schön ist, kostet richtig viel Geld und die preiswerteren Modelle waren alle hässlich. Da dachte ich mir, schau doch mal bei Ebay rein, vielleicht hast du da Glück. Und tatsächlich, ich habe diesen schicken Rucksack aus Wasserbüffelleder für 25 Euro gefunden.

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Montag, 22. November 2004

„Nur Miele, Miele, …

sprach die Tante, die alle Waschmaschinen kannte.“
So lautete der Werbespruch der Firma Miele im Jahr 1926. Und die Tante hätte später bestimmt auch einen Wäschetrockner von Miele gekauft und wäre ebenfalls begeistert gewesen. Wir haben unseren Miele T455C im Jahr 1999 gebraucht gekauft und er ist mittlerweile bestimmt 10 bis 15 Jahre alt. Bisher funktionierte er immer tadellos. Am Samstagabend versagte er jedoch bei der zweiten Ladung Wäsche. Er trocknete endlos vor sich hin oder versuchte es vielmehr, denn die Wäsche wurde nicht trockener. Fazit: Die Heizung ist defekt. Und nun?
Mann meint, dann müsse man wohl mal den Kundendienst anrufen. Frau hofft, dass es nicht so teuer wird. Mann hofft, dass sich eine Reparatur noch lohnt, weil sonst ein neuer Trockner angeschafft werden muss. Mann fährt am nächsten Tag vormittags mit einem Freund zu einem anderen Freund in der Lüneburger Heide, um dort an der Antennenanlage etwas umzustellen und nebenbei noch lecker Gans zu essen. Frau sitzt zu Hause am PC, und denkt sich, guck doch mal im Internet, ob es da brauchbare Hinweise gibt, zumindest was eventuelle Kosten angeht. Und da stößt sie auf Seite eine Elektro-Hausgeräte-Services mit einer detaillierten und bebilderten Beschreibung, wie man das Gerät in so einem Fall auseinanderbaut. Sie speichert es gleich mal ab, man weiß ja nie. Will aber dem Mann nicht sagen, guck doch mal selbst. Kann ja sein, dass er das lieber dem Fachmann überlassen will. Mann kommt am frühen Abend nach Hause. Frau sagt nix. Mann erwähnt später, er könne vielleicht doch erst mal selbst den Trockner aufschrauben. Frau berichtet ihm, dass sie eine tolle Anleitung dafür gefunden habe. Frau druckt sie aus, Mann schraubt Trockner auf, misst alles, reinigt ein paar Kontakte, findet nix, baut alles wieder ein – und: Trockner funktioniert wieder! Gute Miele, brave Miele!
Soweit zum Trockner. Und weil wir gestern sowieso auf der Suche nach Preisen von Miele-Geräten waren, habe ich mir auch gleich eine Waschmaschine ausgesucht. Die jetzige hatte Jörg sich angeschafft, als er 1989 in eine eigene Wohnung zog. Sie funktioniert zwar noch, das Waschergebnis ist OK, aber mehr auch nicht. Die Trommel hat in den letzten Monaten schon häufiger schleifende Geräusche gemacht. Vor allem aber verbrauchen solche alten Geräte erschreckend viel Strom und Wasser. Also gibt’s vom Weihnachtsgeld (das es zum Glück noch gibt) den Testsieger vom September 2004. Über einen Arbeitskollegen bei dessen ehemaliger Firma kriegen wir das Gerät zu einem günstigen Preis, der 300 Euro unter der Preisempfehlung von Miele liegt. Der Trockner darf aber noch eine Weile durchhalten, noch ein Gerät mehr muss es im Moment nicht sein.

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Dienstag, 23. November 2004

Stimmt’s? – Die modernen Legenden

Als ich heute meinen Jogurt öffnete und den Belag vom Deckel mit dem Löffel abkratzte, fiel es mir wieder ein: Die für mich immer noch unbeantwortete Frage, ob das Ablecken des Aludeckels schädlich ist oder nicht. Vor einiger Zeit wurde diese Frage in einem Fernsehmagazin gestellt, doch leider habe ich die Antwort verpasst. Auf der Suche nach der Lösung bin ich auf die Rubrik „Stimmt’s“ der ZEIT gestoßen. Dort gibt es noch viel Interessantes über die modernen Legenden zu lesen und natürlich wird auch die Jogurtdeckelfrage beantwortet.

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Was ist Attraktivität?

Es ist selbstverständlich immer Ansichtssache, was wir an einem Menschen attraktiv finden, eine allgemeingültige Formel gibt es da zum Glück nicht. Manchmal sind es die Augen, ein anderes Mal die Stimme oder das sympathische Lächeln. Niemand muss auch nur annähernd „perfekt“ aussehen, um für einen anderen attraktiv zu sein. Manchmal jedoch begegne ich Menschen, bei denen ich mich frage, was an ihnen in den Augen des Partners attraktiv ist. Keine strahlenden Augen, kein sympathisches Lächeln, keine schönen Haare, keine glatte und frische Haut, und und und … Nun gut, alles nicht so wichtig, sage ich mir dann, es kommt auf die inneren Werte an. Doch Fehlanzeige! Keine positive Ausstrahlung, kein guter Gesprächspartner, kein interessierter Zuhörer, kein fesselnder Erzähler, kein wandelndes Lexikon …
Vielleicht passt in solchen seltenen Fällen dieses Zitat:
„Man nennt das Bild des Teufels ’schön‘, wenn es die Hässlichkeit des Teufels gut wiedergibt und also hässlich ist.“ (Bonaventura)

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Mittwoch, 24. November 2004

Fünf Mittwochsfragen

  1. Jäger oder Sammler?
    Eher wäre ich Sammler als Jäger. Aber ich sammle nichts, was nachher irgendwo herumsteht. Früher habe ich Parfumminiaturen gesammelt und diese 181 Fläschchen (siehe 14.02.2004) stehen in zwei Setzkästen. Außerdem habe ich Kochzeitschriften gesammelt, die ich teilweise sogar archiviert habe.
  2. Ist deine Wohnung eher nüchtern eingerichtet, oder stehen überall Erinnerungsstücke rum?
    In diesem Sinne bin ich nüchtern eingerichtet.
  3. Muscheln sammeln am Meer oder Steine sammeln in den Bergen?
    Ich würde lieber ans Meer fahren, aber die Muscheln lasse ich liegen.
  4. Welches war der höchste Berg, auf den du je gestiegen bist?
    Ich gehe mal davon aus, dass ich auch eine Zahnradbahn benutzen durfte: Das Jungfraujoch mit 3500 Metern während unserer Ausbildungs-Abschlussfahrt im Juni 1981.
    (Ergänzung am 25.11.04: Da war mir doch glatt ein Berg durch die Lappen gegangen: Der Pico del Teide auf Teneriffa, 3717 Meter hoch, das war Anfang der 90er, „Aufstieg“ zuerst mit der Seilbahn und dann ein Stückchen zu Fuß; wenn ich mich aber recht erinnere, waren wir nicht auf dem Gipfel.)
  5. Meer oder Pool?
    Egal. Ich schwimme auch im Pool, Hauptsache er ist groß genug. Wie zum Beispiel der Pool in der Ferienanlage „Horizon Bleu“ in Théoule-sur-mer, wo ich vor vielen Jahren zweimal Urlaub gemacht habe.

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Donnerstag, 25. November 2004

Die Neue

Gestern Nachmittag war es soweit: Jörg ist mit einem Arbeitskollegen nach Burgdorf gefahren, um die Waschmaschine abzuholen. Dann musste das gute Stück in den Keller geschafft werden. Gar nicht so leicht im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie wiegt stolze 94 Kilo. Kein Wunder, dass bei Jörg auch am späten Abend auf jedem Arm noch ein roter Abdruck von der Holzpalette zu sehen war. Die beiden wollten mit dem ersten Probelauf ohne Wäsche warten, bis ich zu Hause war, aber ausgerechnet gestern wurde es bei mir später. Ich konnte ja nicht ahnen, dass das Gerät da sein würde. Wenn mir auch keiner Bescheid sagt! Danach musste aber unbedingt noch richtig gewaschen werden. Und sie ist so schön leise und schleudert doppelt so schnell wie die alte! Für die alte Maschine habe ich gestern Abend noch eine Anzeige in den „Heißen Draht“, die Kleinanzeigenzeitung gesetzt. Sie funktioniert noch ohne Probleme, aber wegen des hohen Alters wollen wir gar kein Geld dafür nehmen. Hauptsache, es findet sich jemand, der das Gerät abholt. – Und siehe da, schon ist sie weg: Heute Nachmittag rief ein Interessent an, kam gleich am frühen Abend vorbei, schleppte mit seinem Vater das Maschinchen aus dem Keller und weg war sie!

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Montag, 29. November 2004

Schlager – gruselig schön

Samstagnacht gab es die ZDF-Kultnacht mit dem besten aus der Hitparade. Es ist doch immer wieder schön, sich an Aussehen und Kleidung der damaligen Zeit zu erfreuen.
Besonders gruselig fand ich Kostümierung von Severine, die sich weit ab jeglicher französischer Eleganz bewegte: Die kirschbedruckten Hosen und das entzückende rot-weiß gepunktete Hängerchen passten eher zu einem Kindergartenkind als zu einer erwachsenen Frau. Bei manchen fragte ich mich, wie in aller Welt man eine derart merkwürdige Frisur zustandebringen konnte. Mode schien es in der singenden Zunft auch zu sein, sich oben – und nur oben! – ein Gebiss machen zu lassen. Bedauerlicherweise arbeiteten die Zahntechniker und Zahnärzte damals nach dem Motto „Nur groß und breit ist schön“, so dass das eine oder andere Gebiss den Mund zu sprengen schien, so wie bei Jürgen Marcus. Die Bandbreite der Lieder reichte von Kultschlagern über mittelmäßiges La-la-la bis hin zu ganz, ganz schrecklichen Melodien und Texten. Auch längst Vergessenes tauchte wieder auf. Erinnert sich noch jemand an die dunkelhäutige Ramona aus Hanau mit der Kleinkind-Zopffrisur? Die war immerhin schon 17, als sie im weißen Minikleid mit rotem Herz auf der Brust auftrat. Oder das „verrückte Huhn“ Maggie Mae mit der riesigen runden Brille, die immer ihre Haare wild nach vorne und hinten warf. Angeblich 14 Jahre alt soll sie bei ihrem Auftritt im Jahr 1974 gewesen sein. Ich dachte mir, dass sie womöglich schon 18 oder 25 war und nur auf jung getrimmt wurde. Aber nein, es stimmte, denn sie ist tatsächlich Jahrgang 1960. Jedenfalls fiel mir bei ihrem Auftritt ein, dass nicht nur die heutige Musikszene Absurditäten wie zum Beispiel Daniel K. hervorbringt, sondern dass es Ähnliches auch schon früher gab.

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Rockige Haare

Samstagabend im Fernsehen: 50 Jahre Rock Love Songs. Auftritt „Europe“, bekannt vor allem durch „The Final Countdown“. Ach, aus Schweden kommen die … das hatte ich ganz vergessen. Sänger Joey Tempest heißt dann bestimmt Lars oder Ole, habe ich vermutet. Zum Glück gibt es das Internet und das verrät mir den richtigen Namen: Joakim Larsson. Ich erinnere mich: Der hatte damals doch lange, blondgelockte Haare. Wegen der schönen langen Haare fand ich Rocksänger immer gut. Ich gucke hin: Die Haare sind nur noch halblang, dunkler und glatt. Trotzdem, schöne Haare hat er immer noch, um die würde ihn manche Frau beneiden, denke ich laut vor mich hin. Ich beneide ihn nicht, denn meine Haare sind noch schöner. Jörg hört sich meine Überlegungen an und sagt dann: „Wir sind doch hier nicht im Gard-Haarstudio.“ Ich: „Die hätten damals mit solchen Leuten Werbung machen können. Eine Stunde gerockt – die Frisur sitzt.“ Jörg: „Drei-Rocker-Taft, oder was?“

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Weihnachtsmarkt, erster Versuch

Am Samstag war Weihnachtsmarkt auf dem neu gestalteten Rathausplatz in Hemmingen. Ich fragte mich, wie man das so schnell noch hingekriegt hatte, denn eine Woche zuvor standen dort noch jede Menge Bauzäune. Die standen und stehen im vorderen Teil des Platzes immer noch, boten also schon ein schönes Eingangsbild für den Weihnachtsmarkt. Jörg war am Donnerstag noch im Rathaus gewesen, um seinen Personalausweis abzuholen und berichtete, dass der Platz in aller Hektik gepflastert wurde. Wir kamen am Samstagnachmittag an und mussten erst einmal an Bauzäunen entlang an der Sparkasse und dem Schlecker-Markt vorbei zur Mitte des Platzes gelangen. Der Einstieg war also schon enttäuschend. Der Markt selbst erst recht – so etwas Unweihnachtliches habe ich selten gesehen. Ein paar Buden mit Tischen unter weißen Kunststoffpavillons, dazu noch das in aller Eile verlegte Pflaster, das krumm und schief war (das muss bestimmt noch mal neu verlegt werden!) … Immerhin hat Jörg seine Bratwurst bekommen und dann sind wir wieder nach Hause gefahren.

Sollten wir noch einmal die Lust verspüren, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen, dann würde mich der neu gestaltete in Hannovers Altstadt mit dem finnischen Dorf interessieren.

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Gebacken

Ich bin keine große Kuchenbäckerin, weil wir eher selten Kuchen essen. Meistens nur dann, wenn Gäste zu Kaffee da sind. Am Samstag habe ich seit langer Zeit wieder einmal einen Kuchen gebacken. So ein Biskuitteig ist wirklich nicht schwierig, aber ich war trotzdem begeistert, wie gut er gelungen ist. Auseinandergeschnitten, mit Rum beträufelt, mit Aprikosenkonfitüre gefüllt und mit Zuckerguss überzogen wurde ein leckerer Altwiener Punschkuchen daraus.

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Dienstag, 30. November 2004

Bremsgeschädigt

Heute Morgen hatte ich wieder einmal das Pech, ständig an den Ampeln hinter Dauerbremsern zu stehen. Entweder sind das Leute, die Angst haben, ihr Fahrzeug könnte auf ebener Straße einfach von alleine losfahren oder solche, denen es schon eine Bewegung zu viel ist, den Fuß anzuheben – oder sie können gar nicht anders, weil ihr Auto ein Automatikgetriebe hat. Im Grunde stört es nicht, ob da jemand – auch unnötigerweise – auf der Bremse steht, wären da nicht diese zusätzlichen Bremsleuchten in der Mitte. Und die können ganz schön grell sein. Ehrlich, es macht keine Freude, minutenlang in dieses blendende rote Licht zu starren. Das nächste Mal setze ich meine Sonnenbrille auf.

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