Mai 2004

Samstag, 1. Mai 2004

Diät

1997 hatte ich schon einmal mein jetziges Gewicht, habe dann einfach so ohne richtige Diät 15 Kilo abgenommen. Es war das Jahr der Trennung, der vielen Bekanntschaften im Internet, bis ich schließlich Jörg auf diesem Weg kennen lernte. All dies hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass die Fettpölsterchen geschrumpft sind. Nach und nach sind sie allerdings wieder gewachsen, so dass ich fast wieder mein persönliches Höchstgewicht erreicht hatte. Doch dann kam der Hausbau mit viel Arbeit und ein bisschen Stress, jedenfalls viel Bewegung und wenige Zeit auf dem Sofa. Wieder war ich 15 Kilo los. Als wir dann eingezogen waren und der Alltag einkehrte, ging’s wieder rauf. Das war mir jetzt endgültig zu viel und ich habe angefangen, etwas dagegen zu unternehmen. Innerhalb der letzten zehn Tage habe ich 3,5 Kilo abgenommen und ich hoffe, es wird so ähnlich weitergehen, jedenfalls nach unten.

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Krankenbericht

Meine Idee mit den Katern an der Leine konnte ich übrigens nicht in die Tat umsetzen. Mit Mika war ich zwar draußen und solange ich hinter ihm herlief, war es okay. Doch dann band ich die Leine am Sonnenschirm fest, er ging, soweit die Leine reichte, zerrte dann fürchterlich und machte Bocksprünge. Den einen Arm hatte er schon aus dem Geschirr befreit und damit war die Sache dann erledigt. Moni und Lizzy dürfen im Moment wieder raus, die Kater müssen noch drinnen bleiben.
Gestern war ich mit beiden wieder beim Tierarzt, mit Mika ist alles in Ordnung, er bekommt voraussichtlich am Dienstag die Fäden gezogen. Es wird für ihn eine Freude sein, die „Tüte“ loszuwerden, denn das Fell juckt doch gewaltig unter dem Kragen. Sammy allerdings machte uns Sorgen. Die Wunde stank gewaltig und war auch noch feucht. Ich bekam Tabletten für ihn, ein anderes Antibiotikum, und ein gelbes Pülverchen für Fußbäder. Immerhin gelang es mir, ihm die erste Tablettenration zu verabreichen, wenn es auch nicht ganz so einfach war. Ich schob ihm die Stückchen ins Maul und hoffte er würde sie schlucken. Er fing dann an zu würgen, so heftig, dass die Spucke als Schaum aus dem Maul kam – und mit ihr ein Viertel der Tablette. Gut, die halbe war drin, immerhin etwas. Mit dem restlichen Stück stellte ich es später geschickter an, ich presste es in ein Futterbröckchen, reichte es ihm auf der Hand und das verspeiste er dann auch. Mehr fraß er gestern nicht, hat nur getrunken und ansonsten geschlafen. Die Tierärztin hatte gesagt, ich solle ihm besser keinen Strumpf anziehen, aber er durfte natürlich auch nicht an der Pfote lecken. Den Halskragen hatte ich ihm am Mittwoch schon wieder abgenommen, weil er trotzdem problemlos an die Pfote kam. Also zogen wir ihm gestern Abend doch wieder so einen hübschen pinkfarbenen Socken an.
Am späten Nachmittag waren meine Eltern auf dem Rückweg von ihrem Urlaub im Fischland Darß-Zingst eingetroffen. Eigentlich wäre es das ideale Wetter zum Grillen gewesen, aber wegen der Kater konnten wir nicht rausgehen. Oder besser gesagt, die Terrassentür offen lassen. Theoretisch könnte man die Tür von außen schließen, aber Mika würde dann ständig hinter der Tür lauern und nach draußen entwischen wollen und vor allem drinnen heftig kratzen. Die Tür hat jetzt schon Spuren von seinen Krallen, aber da sind wir ja selbst schuld, warum springen wir auch nicht sofort vom Sofa auf, wenn der Herr Kater nach draußen möchte?
Heute Morgen wurde ich gegen acht Uhr wach und ging nach unten, um nach Sammy zu sehen. Er kam mir schon entgegen – ohne Strumpf, denn war er irgendwann losgeworden. Er verdrückte erst einmal eine ordentliche Portion Trockenfutter und dabei konnte ich mir seine Pfote ansehen. Die Wunde roch nur noch ein klein wenig und nässte auch nicht mehr. Später fraß er eine zweite Portion und kletterte dann am Heizkörper hoch auf die Fensterbank. Er maunzte ganz jämmerlich, aber nicht wegen Schmerzen, sondern weil er gern raus wollte. Beim Laufen schüttelt er die Pfote meisten, die Fäden werden wohl lästig sein. Er schläft viel, aber für Katzen ist das ja nichts Ungewöhnliches, vor allem am Tag schlafen sie stundenlang. Wir können ihn auch gut ohne Strumpf lassen, denn er leckt sich mittlerweile nicht mehr an der Pfote. Später wird es noch ein Fußbad geben – zumindest werden wir es versuchen.

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Montag, 3. Mai 2004

Abgewimmelt

Mit schöner Regelmäßigkeit melden sich Vertreter von Versicherungen, Bausparkassen oder ähnlichen Institutionen, um einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Nach dem letzten Termin, den Jörg mit sich hatte vereinbaren lassen, habe ich mir geschworen: Mit mir nicht mehr, mit uns nicht mehr, und vor allem nicht in unserem Haus!
Heute klingelte am frühen Abend das Telefon. Ich nahm ab. Es war das Unternehmen in Blau mit den käsigen Leuten in der Werbung. Bei denen läuft noch ein alter Bausparvertrag von Jörg. Die Terminvereinbarungsdame stellte sich vor.
Sie: „Guten Tag, mein Name ist Blablabla von der Firma BlaBlaBla, ich rufe sie im Auftrag von Herrn W. an …“ und so weiter und so fort.
Sollte ich gleich auflegen? Ich wusste doch schon, was sie wollte. Nun gut, ich war so höflich und hörte erst einmal zu.
Sie: „Herr W. möchte mit Ihnen einen Gesprächstermin vereinbaren. Es handelt sich um den Bausparvertrag von Herrn Jörg D. Wenn möglich, sollte der Termin in der nächsten Woche stattfinden, es wird auch nicht lange dauern, nur ungefähr 15-20 Minuten.“
Ich: „Wir haben kein Interesse, etwas Neues abzuschließen.“
Sie: „Nein, es geht ja um den bestehenden Vertrag.“
Ich: „Von unserer Seite gibt es zu diesem Vertrag keinen Gesprächsbedarf. Um was soll es denn in dem Gespräch genau gehen?“
Sie: „Das kann ich Ihnen leider nicht sagen. Ich sitze hier im Center und Herr W. ist ja überall bei seinen Kunden unterwegs …“ Blablabla …
Hat dieser Herr W. denn kein Handy? Wenn es so wichtig und so dringend wäre, dass man uns entscheidende Veränderungen nicht schriftlich mitteilen könnte, so wäre Herr W. doch sicherlich in der Lage, zwischen zwei Kunden bei uns anzurufen.
Ich: „Wie gesagt, wir haben keinen Gesprächsbedarf und solange ich nicht konkret weiß, um was es in dem Gespräch gehen soll, vereinbaren wir keinen Termin.“
Sie: „Wissen Sie, Herr W. hat da immer wieder einmal neue Informationen …“ Blablabla …
Ich: „Ich kann keinen Termin für meinen Mann vereinbaren.“
Sie (jetzt auch eine Spur unfreundlicher): „Gut, dann gebe ich das so weiter und wir rufen wieder an. Auf wiederhören.“
Ich: „Auf wiederhören.“ (Hoffentlich nicht!)
Gleich danach habe ich mich natürlich geärgert. Abgewimmelt hatte ich sie zwar und es wird auch keinen einzigen Termin hier bei uns im Haus geben. Die wollen alle nur etwas Zusätzliches verkaufen oder versichern und das brauchen wir nicht, denn ich habe das bestens im Griff. Der letzte Vertreter dieses Unternehmens – der Vorgänger von Herrn W. – wollte uns eine Finanzoptimierung anbieten. Na danke, ich möchte nicht wissen, was das gekostet hätte. Wir wollten unsere Finanzen nicht optimieren lassen und so hatte anscheinend der Vorgänger von Herrn W. auf Grund der Aussichtslosigkeit in der Zwischenzeit das Handtuch geworfen und unsere Verträge an Herrn W. übergeben. Geärgert habe ich mich, weil man so ein Gespräch sicherlich eleganter abwickeln kann. Superfreundlich und trotzdem gegen die Wand laufen lassen. Vielleicht nach dem Motto: „Sie werden doch sicherlich herausfinden können, worüber Herr W. mit uns sprechen möchte. Dann können Sie uns gern wieder anrufen.“ Oder vielleicht die naive Tour: „Mein Mann ist ned zu Haus und ich weiß von nix“? Für das nächste Mal sollte ich mir einen Gesprächsleitfaden neben das Telefon legen. Den haben die Terminvereinbarungsdamen und -herren sicherlich auch.

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Mittwoch, 5. Mai 2004

Katzenspucke

Morgen ist der voraussichtlich letzte Tierarzttermin fällig. Es wird auch Zeit, denn die Jungs sind schon wieder so fit und munter, dass sie bald die Wände hoch gehen. Heute bekommt Sammy seine letzte Dosis Antibiotikum – Tablette pulverisiert und in Wasser aufgelöst. Ich habe es nicht geschafft, ihm die Tablette so einzuwerfen, die hat er prompt wieder ausgespuckt. Auch meine Idee, das Medikament in kleinen Stücken in einem Brocken Futter zu verstecken, hat nur ein einziges Mal geklappt. Katzen sind schlau, sie wollen ausgerechnet dann stundenlang gar nichts fressen, das Futterbröckchen vertrocknet, die Tablette darin hat sich mittlerweile ziemlich aufgelöst und man kann das Ganze nur noch wegwerfen. Die aufgelöste Tablette spritze ich ihm ins Maul, das mag er zwar auch nicht, aber es geht einigermaßen. Und dann wurde es jedes Mal lustig: Sammy produzierte jede Menge Speichel, um das eklige Zeug wieder rauszuwürgen, rannte mit Schaum vor dem Maul weg und ich mit Küchenpapier hinterher, um die Spucke aufzuwischen.

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Maimüde?

Die Pollenallergie ist vorüber, dafür bin ich seit einigen Tagen abends früh müde und komme morgens kaum aus dem Bett. Und das, obwohl wir ein sehr geruhsames Wochenende hatten. Ich habe auch nichts im Garten gemacht, aber vielleicht liegt es gerade daran? Die Frühjahrsmüdigkeit, mit der man sich herausreden kann, ist doch wohl schon längst vorüber, oder nicht?

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Freitag, 7. Mai 2004

Doch kein Schiff

Merke: Ein Auto ist kein Schiff, und selbst wenn seine äußere Hülle die Bezeichnung „pazifikblau“ trägt, wäre es dennoch nicht geeignet, um auf dem Meer gleichen Namens zu schwimmen. Nein, es ist nicht einmal fähig, unbeschadet durch tiefe Pfützen zu fahren. Ich war nämlich gestern so leichtsinnig, um auf dem Weg am Wald entlang mit Schwung durch große und tiefe Pfützen zu fahren – ja, das macht Spaß, das Wasser so richtig hoch spritzen zu lassen! Doch als das Auto mir durch eine rote Leuchte unmissverständlich klarmachte, dass es Wasser von unten nicht so gern mag, wich ich den nächsten Pfützen elegant und vorsichtig aus.

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Katzen sind nicht aus Zucker

Mikas Wunde ist prima geheilt, die Fäden sind raus – und der Kater auch. Also raus aus dem Haus, auf Tour mit Moni. Gestern war er kaum drinnen, obwohl es heftig geregnet hat. Jedes Mal, wenn er auf einen Fress- und Aufwärm-Zwischenstopp wieder ins Haus kam, durfte ich einen richtig schön nassen Kater bewundern. Aber wie gesagt, Katzen sind nicht aus Zucker und weichen bei Regen nicht auf.

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Wandelnde Beipackzettel

So ähnlich kommen mir die Tierärzte vor, die Sammy behandeln. Die Beipackzettel von Medikamenten warnen unter anderem vor allen möglichen Gefahren, und ich wurde gestern mit allen möglichen (negativen) Eventualitäten konfrontiert. Nekrotisch, Fliegeneier in der Wunde, Hauttransplantation, einen Zeh wegnehmen … Auf dem Nachhauseweg hatte ich ein wenig Panik, denn ich wusste nicht, wie ich einen Kater mit teilweise offener Wunde in der Wohnung herumlaufen lassen soll. Dann war es aber doch recht einfach. Im Badezimmer habe ich ihn aus der Transportkiste gelassen und ihm dann gleich ein Fußbad mit Rivanol verpasst. Danach sah es schon gar nicht mehr so schlimm aus. Um den Fuß etwas zu schützen – und unseren Teppichboden auch, gebe ich ganz egoistisch zu – habe ich Sammy dann wieder den schicken pinkfarbenen Socken angezogen. Der Tabletteneinwurf hat dieses Mal auch geklappt und da es dem Kater ansonsten sehr gut geht, sehe ich dem Ganzen im Moment etwas gelassener entgegen. Hoffen wir auf eine erfolgreiche Granulation (hab ich auch beim Tierarzt gelernt).

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Sonntag, 9. Mai 2004

Gewichts-Update

Minus 3,5 Kilogramm seit dem 22.04.2004. Gestern zeigte die Waage sogar noch ein Kilo weniger an, aber da ich am Wochenende normal esse und es auch Brötchen zum Frühstück gibt, wundert mich die Schwankung nicht. Ab morgen gibt es wieder viel Obst und Joghurt tagsüber, da wird sich das (hoffentlich) wieder ändern. Was ich schade finde, sind die neuesten Erkenntnisse in der Ernährungswissenschaft (siehe diese Ernährungspyramide). Hieß es früher vor allem, man solle auf Fettes und Süßes verzichten, sollen nun zum Beispiel auch Nudeln und Kartoffeln Dickmacher sein. Meine geliebte Pasta! Nein, ich werde nicht darauf verzichten, dazu esse ich zu gern. Mir macht es nichts aus, in der Woche auf ein leckeres Frühstücksbrötchen zu verzichten oder in der Mittagspause keine richtige Mahlzeit zu mir zu nehmen. Also gibt es tagsüber die gesunden Dinge und abends esse ich die leckeren Sachen. Sicher ist das nicht die hundertprozentig richtige Methode, aber Hauptsache, ich fühle mich wohl dabei und muss nicht auf alles verzichten.

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Dienstag, 11. Mai 2004

Wieder nix

Gestern war es warm und eigentlich sollte es auch heute noch einmal recht schön werden. Also haben wir heute Morgen spontan eine Packung Grillfleisch aus dem Tiefkühlfach geholt. Ein Becher Tsatsiki wartet auch schon eine Weile auf das passende Grillwetter und muss jetzt dringend verspeist werden. Aber es wird wieder einmal nix mit draußen sitzen werden – schon den ganzen Tag ist es grau, kühl und wir haben die meiste Zeit Sprühregen. Vielleicht mach ich dann einfach ein Pfannengyros?

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Langwierig

Gestern war ich mit Sammy wieder beim Tierarzt. Er hat nur einige winzige Hautfetzen entfernt, ansonsten hat er mir eine weitere Ration Tabletten mitgegeben. Wenn alles gut verläuft, muss ich erst am nächsten Montag wieder dort erscheinen. Eine langwierige Sache ist es allerdings bei dieser Art von Verletzung. Durch die Quetschung geht viel von dem Gewebe kaputt, es wird noch so einiges absterben und es heilt langsam von innen. Vier Wochen werden wir nach Aussage des Tierarztes noch damit beschäftigt sein. Nach dem gestrigen Badeversuch frage ich mich allerdings, ob das noch weiterhin klappen wird. Denn Sammy wollte gar nicht. Es werden wohl maximal drei Minuten gewesen sein, die ich geschafft habe. Dann wurde er mir zu widerspenstig. Er hat große Pfoten mit großen Krallen und er ist kräftig, wenn er will. Wenn er diese Krallen in all meine erreichbaren Körperteile versenkt, muss ich doch aufgeben – es sei denn, ich möchte demnächst in dieser gelben Flüssigkeit baden.

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Donnerstag, 13. Mai 2004

Laie

Zwei erfahrene Tierärzte in der Praxis – wobei einer davon der Inhaber und dazu auch noch Facharzt für Chirurgie ist – haben mir vorausgesagt, dass die Heilung von Sammys Verletzung eine langwierige Sache sein wird. Es würden sich auch noch große Teile abgestorbenen Gewebes an der Pfote lösen. Gut, ich vertraue diesen Ärzten, aber wenn ich mir heute Sammys Pfote so anschaue, sehe ich außer ein wenig Schorf gar nichts mehr. Könnte es sein, dass die Wunde schneller und besser verheilt ist als zu erwarten war? Spätestens am nächsten Montag werde ich mehr erfahren und wissen, ob ich als Laie so falsch liege.

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Nein, nein, nein!

Immer wieder fallen mir Texte auf, in denen „rießig“ statt „riesig“ geschrieben wurde. Und jedesmal stoße ich mir heftig den Kopf an den Buckeln des Eszett. Nein, nein, Leute, der Riese wurde nicht zum Rießen im Zuge der Rechtschreibreform und daher bleibt er auch ganz einfach riesig. Und kommt mir jetzt nicht damit, dass doch immer nach einem Doppelvokal ein ß geschrieben werden muss. Denn da gibt es noch die Unterscheidung zwischen stimmhaftem und scharfem S. Wer’s genau wissen will, muss im Grammatik-Duden nachschauen.

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Löwenmauls Worte zur Werbung

Moderne Omas kochen nicht

Das Besondere an einer Oma war für mich immer, dass sie ganz besondere Gerichte ganz besonders lecker zubereiten konnte – alles selbst gemacht natürlich. Aber diese Großmütter scheinen auszusterben. Zumindest arbeiten die Hersteller von Tiefkühlkost daran. Was bleibt ihnen auch anderes übrig, haben sie doch längst den Markt der jungen Generation abgegrast. Es muss also eine neue Zielgruppe her. Iglo greift da gern auf die ältere Generation zurück und suggeriert ihnen, das schnelle Fertiggericht aus der Tiefkühltheke sei identisch mit Jungbleiben. Da braust die Oma mit feschem Kurzhaarschnitt lieber mit Freundinnen im Cabrio durch die Gegend statt für die Enkelkinder Hausgemachtes zuzubereiten. Aber zum Glück kennt es das Kind nicht anders von der eigenen – wahrscheinlich miracoligeprägten – Mutter und freut sich auch noch, dass Oma so kocht, wie es heutzutage üblich ist.

Ein Pferd im Gesicht

Das gefällt mir: die Idee, aus einem Frisurenbestandteil ein Pferd zu machen. Rechts im Bild erscheint das Zeichentrick-Pony, es läuft nach links – aber wo bleibt der Hintern? Der Körper wird länger und länger und erst, als der Kopf vom Bildschirm verschwindet, erscheint das Hinterteil mit Reiter. „Pony zu lang? Ihren Frisör finden Sie in DasÖrtliche.“ Das ist witzige Werbung!

Promi als Ablenkungsfaktor

In der Werbebranche bedient man sich gern Prominenter und Stars, um ein Produkt erfolgreich zu verkaufen. Auf mich hat das häufig eine eher abschreckende Wirkung, vor allem, wenn ein und dasselbe Gesicht wieder und wieder präsentiert wird – ich denke da zum Beispiel an die Herren Bohlen und Beckenbauer. Beim neuen Smart-Werbespot jedoch hat man einen guten Griff getan: Da singt der Smart-Fahrer so richtig schön falsch „Feel“ von Robbie Williams, um sich ein paar Münzen für die Parkuhr zu verdienen, vertut sich nicht nur in den Tönen, sondern auch im Text („I got too much love“) und wird prompt vom zufällig vorbeilaufenden Superstar höchstpersönlich korrigiert: „I got too much life …“, der das Auto bewundert und ihm auch noch mit etwas Kleingeld aushilft. Ob sich das Auto dadurch besser verkauft, sei dahingestellt – ich habe bisher jedenfalls noch nicht allzu sehr auf das Gefährt geachtet.

Igitt

Die neue Serie der Hornbach-Werbespots („Liebe dein Zuhause, dann liebt es dich auch“) ist – vorsichtig ausgedrückt – sehr gewöhnungsbedürftig. Ich finde zwei von denen, die ich bisher gesehen habe, so eklig, dass ich tatsächlich wegschauen muss. Das ist zum einen die Werbung mit dem Orca, der aus dem Gartenteich auftaucht. Der andere Werbespot ist für mich noch viel unerträglicher, denn ich habe eine extreme Abneigung gegenüber allem, was aus Horn besteht (das hat jetzt aber nichts mit dem Namen des Baumarktes zu tun). Darunter fallen auch Fingernägel, vor allem abgeschnittene. Und als vor ein paar Tagen die im Fernsehen die Frau in der Tür stand, ihren Mann bei Parkettverlegen beobachtete, und dabei ihre Fingernägel abknipste, musste ich schnellsten die Augen schließen. So blieb mir zum Glück auch die unappetitliche Pointe des Spots erspart. Ich glaube, ich werde demnächst lieber den anderen Baumarkt mit dem Biber aufsuchen.

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ESC

Gestern Abend haben wir uns das Halbfinale des Eurovison Song Contest angesehen. Na ja, vieles war aus der Kiste des typischen nichtssagende Schlagertrallalas ohne Wiedererkennungswert. Bei manchen Lieder würde ich sofort den Sender wechseln, liefen sie im Radio. Das für mich herausragende Lied war Zyperns Beitrag. Auf 16 hätte ich die Sängerin allerdings nicht geschätzt, sie sieht eher zehn Jahre älter aus. Ganz genau hingucken durfte ich aber nicht, denn sie trug auch diese dicken, breiten, weißen Kunststoffverlängerungen an den Fingern. Aber egal, die Stimme macht’s. Mittlerweile kann man kaum noch erkennen, aus welchen Land ein Song stammt. Fast alle singen in Englisch und lateinamerikanische Rhythmen werden von Ländern wie Dänemark, Finnland oder Griechenland präsentiert. Bei den Sängerinnen des Halbfinales dominierte Pink und Rosa, und schräg geschnittene Säume scheinen der Trend zu sein. Ich bin schon gespannt auf Samstag, wir werden uns das auf jeden Fall anschauen und Max die Daumen drücken.

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Sonntag, 16. Mai 2004

Schade

Max ist beim Eurovision Song Contest leider nur auf dem 8. Platz gelandet. Zwölf Punkte gab’s nur einmal aus Spanien, die kamen wahrscheinlich durch all die Deutschen zustande, die ihren Alterswohnsitz auf die iberische Halbinsel oder Mallorca verlegt haben. Vorhersehbar wie immer war die Punktevergabe an die jeweiligen Nachbarländer. Schon bevor Norwegen seine Stimmverteilung bekannt gab, sagte ich: „Sweden, 12 points.“ Und so kam es natürlich auch. Jörg schlug vor, Deutschland in 16 Staaten aufzuteilen, so könnte man doch von befreundeten und benachbarten Ländern viel mehr Punkte bekommen *g*.

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Montag, 17. Mai 2004

Führerscheinfoto

Meinen Führerschein hatte ich doch kürzlich erst rausgekramt, um das Foto mal einzuscannen …
Jetzt wurde ich wieder daran erinnert. Engelbert machte den Anfang und viele folgten schon seinem Beispiel. Ich tu’s jetzt auch:
Darf ich vorstellen – Sabine 1978
Mein Führerscheinfoto von 1978

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Dienstag, 18. Mai 2004

Granulation

Gestern war ich mit Sammy wieder beim Tierarzt. Er meinte zwar, dass die Pfote viel besser aussah als bisher – eher normal, würde ich mal sagen – brach aber nicht in Begeisterungsstürme aus über die Heilung. Ich denke aber, es lag daran, dass er selbst mit einer Erkältung zu kämpfen hatte und sich lieber ins Bett gelegt hätte. Er zeigte mir noch das neu gebildete Gewebe. Jeder, der an aufgeschürfte Kinderknie oder Ähnliches denkt, würde ganz einfach sagen, da hat sich Schorf gebildet, der nach und nach abfällt. Nein, so banal ist das nicht, es heißt Granulationsgewebe. Nächsten Montag muss ich wieder hin und ich hoffe mal, dass Sammy den Hausarrest bis dahin noch durchhalten kann. Er ist jetzt wieder so fit, dass er unbedingt wieder draußen herumrennen möchte.

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Vorsicht!

Es heißt, dass sich zum Beispiel ein Geländewagen wegen seines Namens in spanischsprachigen Ländern nicht gut verkaufe. Genauso dürfte es dem neuen Männermagazin „Matador“ ergehen, wollte man damit auf den spanischen Markt gehen. Alle, die nicht der spanischen Sprache mächtig sind, sehen bei diesem Namen lediglich einen Stierkämpfer vor ihrem geistigen Auge. „Matador“ bedeutet jedoch auch „Mörder“. Ich weiß ja nicht, was ich von einem Mann halten würde, bei dem eine Zeitschrift mit diesem Titel auf dem Tisch liegt …

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Total abgeguckt

Ich wusste gar nicht, dass Stefan Raab beziehungsweise seine Rechercheure in meinem Tagebuch lesen. Aber es muss wohl so sein, denn gestern Abend griff er in seinem Eurovision Song Contest-Resümee genau den Vorschlag auf, über den ich schon am Sonntag geschrieben hatte, nämlich Jörgs Idee mit dem Aufteilen Deutschlands. *ggg*

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Nochmal Führerschein

Ich besitze übrigens noch meinen ersten Führerschein, habe mir trotz Namensänderung keinen neuen ausstellen lassen. Nach der Hochzeit machte ich zwar einen Anlauf dazu, aber da mein Führerschein in Groß-Gerau ausgestellt worden war, hätte ich zunächst eine Bestätigung von dort gebraucht. Das war mir dann zu umständlich und ich habe es einfach „vergessen“. Aber zum Glück ist die Änderung kein Muss.

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Donnerstag, 20. Mai 2004

Regenbogenbrücke

Spike, der Persermischling
Spike, der erst eineinhalbjährige Kater von Ute, Jana und David ist heute Morgen plötzlich und unerwartet über die Regenbogenbrücke gegangen. Von einer auf die andere Sekunde ist er umgefallen und war nicht mehr am Leben. Sein Körper ruht nun im Garten in Geinsheim, aber seine Seele wird – so sagt die Legende – in den Augen anderer Katzen wiederzuerkennen sein. Eine davon ist vielleicht er: Willkommen, Spike 2!

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Freitag, 21. Mai 2004

Spike 2

Das ist er, der durch ein Unglück Glück hatte und ein neues Zuhause fand:
Ein kleines Porträt von Spike 2
Ich hoffe, es gefällt ihm dort!

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Sonntag, 23. Mai 2004

Forficula auricularia …

… auch der Gemeine Ohrwurm genannt, ist ein harmloses und äußerst nützliches Insekt. Ich habe nicht einmal Angst vor Spinnen, obwohl ich die großen auch nicht anfasse, aber bei diesen Ohrwürmern sitzt mir doch noch die schaurige Legende aus Kindheitstagen im Hinterkopf. Ich musste mir jedesmal beim Anblick eines solchen Tierchens sagen, dass sie NICHT in die Ohren krabbeln und von dort aus ins Gehirn und man daran stirbt. Ich verfluche die Menschen, die sich derart Angst einflößende Geschichten ausdenken. Jedenfalls habe ich viele dieser Ohrwürmer in der letzten Woche aus dem Haus nach draußen befördert. Wir fragten uns, woher sie kamen. Leider bin ich einer meiner ersten Vermutungen, dass sie im Kaminholz sitzen könnten, nicht nachgegangen. Erst Mitte letzter Woche, als ich wieder einmal eines dieser Ungeziefer vertilgenden Tiere mit Glas und Pappe einfing und in den Garten fliegen ließ, hatte ich die Nase voll. Ich schaute genauer hin – tatsächlich, da krabbelten noch drei bis fünf seiner Artgesellen auf einem Stück Holz herum. Nachdem es in der letzten Zeit recht warm gewesen war, hatten wir den Kaminofen abends nicht angehabt und die Holzstücke lagen also schon eine ganze Weile in dem Ablagefach. Von dort aus hatten sich die Würmchen vorwiegend im Wohnzimmer verteilt und saßen meistens an den Fensterscheiben. Ich schnappte mir also den Holzkorb, packte alle Holzstücke hinein und schleppte sich schleunigst nach draußen. Jörg saugte derweil die verbliebenen Späne und den Staub aus dem Holzfach. Seitdem wurden noch zwei Ohrwürmchen im Hause D. gesichtet, die restlichen werden sich draußen an den Blattläusen auf der Lupine satt gefressen haben.

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Fünf

Ganze fünf freie Tage sind wie im Flug vorbeigegangen – so ist das ja immer. Richtig viel gemacht habe ich nicht, ein wenig im Garten gewerkelt, ein wenig gelesen … Als das Wetter dann nicht mehr so gut war, habe ich immerhin meine Papierstapel im Büro drastisch reduziert, sprich fast alles ordentlich in Ordner abgeheftet. Jedes Mal nach einer solchen Aktion nehme ich mir dann vor, es garantiert nicht mehr so weit kommen zu lassen. Ab sofort wird alles gleich dort abgelegt, wo es hingehört. So lautet mein guter Vorsatz. Ich glaube noch nicht daran, dass es dieses Mal klappen wird.

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Wochenend-Gewicht

Minus 4000 Gramm in 4 Wochen.

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Mittwoch, 26. Mai 2004

Spielzeug


Ich dachte mir, nach vier Jahren könnte ich mir wieder einmal ein neues Mobiltelefon leisten. Und das konnte ich mir wirklich erlauben, denn ich habe nur einen Euro bezahlt. Digitalkamera hat es auch, wobei man die tatsächlich nur als Spielzeug betrachten kann.
Dieses Foto ist von gestern Abend:

Es war etwas schwierig, weil der Kater nicht still halten wollte.
Diese Blümchen habe ich heute Morgen abgelichtet:

Das sieht doch schon besser aus. Jetzt habe ich als zweite Aktion ein Datenkabel für den PC bei Ebay gekauft. So kann ich dann doch mal die Fotos aus dem Handy auf den PC übertragen. Diese da oben habe ich mir als MMS an meine E-Mail-Adresse geschickt, aber das würde mir auf die Dauer doch zu teuer werden.

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Überstanden

Gestern Nachmittag war ich wieder einmal mit beiden Katern beim Tierarzt. Sammy musste zur Kontrolle hin und Mika habe ich auch gleich eingepackt, weil seine Impfungen fällig waren. Und der Doc war sehr zufrieden mit der Heilung der Pfote. Es ist nur noch ein wenig Schorf übrig geblieben, der noch abfallen wird. Antibiotikum braucht er keines mehr und wir müssen auch nicht noch einmal zur Kontrolle hin. Übrigens hat er nur zwei der vielen Untersuchungen berechnet, so dass es nicht ganz so teuer wurde wie befürchtet.

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