März 2004

Freitag, 5. März 2004

Ein Jahr meines Lebens …

… hat mich die letzte Woche bestimmt gekostet.
Es gab zwei Gründe, warum ich so lange nichts geschrieben habe. Der erste war, dass sich die Gartenarbeit als doch nicht so gesund herausstellte. Am vorletzten Dienstag kam ich nachmittags von der Arbeit nach Hause und fühlte mich ganz plötzlich schlapp und müde. Nur ein wenig aufs Sofa setzen, darauf folgte ein wenig auf dem Sofa liegen, und zwar den ganzen Abend lang. Es gesellte sich Fieber dazu und so verbrachte ich schon mal den Mittwoch im Bett. Am Donnerstag war ich beim Arzt und es wurde ein (unbekannter) Virus diagnostiziert. Montags sollte ich wieder arbeiten gehen, aber nachdem ich am Wochenende immer noch Fieber hatte, war ein erneuter Arztbesuch fällig. Mit einem Antibiotikum und einer weiteren Krankschreibung bis Mittwoch wurde ich entlassen.
Und dann ist am Sonntag Sammy, unser eineinhalbjähriger Maine Coon-Kater nicht nach Hause gekommen. Auch am Montag nicht. Wiederholtes Suchen in der näheren Umgebung blieb erfolglos. Ich konnte auch nicht stundenlang draußen herumlaufen, sonst hätte ich gleich wieder mit Fieber flachgelegen. Immerhin ist Sammy gechipt und ich habe gleich eine Suchmeldung bei Tasso aufgegeben. Am Dienstag habe ich kleine Plakate gedruckt, laminiert und aufgehängt. Ich habe Suchanzeigen bei diversen Katzensuchdiensten aufgegeben und auch in der regionalen Kleinanzeigenzeitung. Mittwoch: immer noch nichts. Ich fühlte mich wie gelähmt, konnte mir nicht vorstellen, jemals wieder etwas mit Freude tun zu können. Ein klein wenig konnte ich nachvollziehen, wie es ist, ein Kind zu vermissen. Gestern war ich den ersten Tag wieder arbeiten und die Arbeit lenkte doch etwas ab. Aber um Punkt 16 Uhr machte ich Schluss und fuhr nach Hause. Erster Blick ins Haus, auch in den Keller – kein Katerchen da. Gut, dann machte ich mich auf den Weg, um erneut Ausschau zu halten. An der Bundesstraße hielt plötzlich ein Auto neben mir an, es war Jörg. Er hatte über die Stadt Hemmingen eine Katzenhilfestation ganz in der Nähe ausfindig gemacht. Wir fuhren dorthin, aber die Leute waren noch nicht da. Also fuhren wir nach Hause. Jörg ging in den Keller und rief gleich darauf, ich solle doch mal runterkommen. Na ja, da wird wieder eine Maus liegen, dachte ich einen kleinen Moment. Aber nein, da lag Sammy in der Höhle des Kratzbaums! Nur widerwillig ließ er sich herausholen, ich stellte ihn oben erst einmal auf den Küchentisch – ja, er humpelte hinten rechts. Dann also nichts wie los zum Tierarzt. Es waren einige große Hunde vor uns dran und wir mussten erst einmal ungefähr 45 Minuten warten. Dann kam die Untersuchung. Der Tierarzt schaute sich zuerst die Krallen an und stellte fest, dass sie an den Spitzen ganz ausgefasert waren. Ein typisches Anzeichen dafür, dass der Kater einen Unfall hatte. Von der Hüfte musste eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Wieder warten. Dann wurde die Aufnahme gemacht. Erneutes Warten, bis das Bild fertig war. Die Diagnose: mit größter Wahrscheinlichkeit hat Sammy einen Riss am Oberschenkelhalsknochen. Und der heilt nicht. Er muss also operiert werden. Man wird dann den Oberschenkelkopf entfernen (Femurkopfresektion), es bildet sich dort ein Knorpel, der – zusammen mit den Muskel – das nicht mehr vorhandene Gelenk ersetzt.
Seit gestern schläft Sammy sehr viel, frisst und trinkt bisher kaum, aber er war immerhin schon auf dem Katzenklo. Es wird natürlich für immer ungeklärt bleiben, was ihm zugestoßen ist und wo er sich die ganzen Tage aufgehalten hat. Aber zum Glück hat er es dann doch geschafft, nach Hause zu kommen. Wenn er zukünftig kein Verlangen mehr nach der großen Freiheit draußen haben sollte, wäre mir das auch recht. Unser Garten ist groß genug für kleine Spaziergänge und dann soll er sich mal lieber in die Sonne auf die Terrasse legen. Ich weiß, freilaufende Katzen sind immer gewissen Gefahren ausgesetzt, aber wir haben uns trotzdem dazu entschlossen, unseren Katzen diesen Freiraum zu geben. Und wer würde denn schon sein Kind zu Hause einsperren, weil ihm vielleicht auf der Straße etwas zustoßen könnte?
So sind also die letzten zehn Tage dahingerast – ich habe tagelang geschlafen, gefroren und geschwitzt und dann kreisten die Gedanken nur um den vermissten Kater. PC und Internet waren ganz fern von mir und ich habe jetzt eine Menge nachzuholen – sowohl zu lesen als auch zu schreiben.

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Sonntag, 7. März 2004

Fünf Tage war der Kater krank, …

… jetzt läuft er wieder, Gott sei Dank.
So ähnlich könnte man es ausdrücken. Sammy ist auf dem Weg zur Besserung, und so wie er läuft, scheint es doch kein kompletter Bruch zu sein. Wir werden das noch ein paar Tage beobachten und dann erneut beim Tierarzt kontrollieren lassen. Vielleicht wird gar keine OP notwendig sein, das wäre natürlich umso besser.
Ansonsten geht alles seinen Weg in die Normalität zurück, ich habe heute sogar die Steuererklärung fertig gemacht, nachdem dies durch meine Krankheit und die Sorge um den Kater liegen geblieben ist.

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Montag, 8. März 2004

Eben so ein Montag

Der Arbeitstag war gefühlsmäßig nicht so erfolgreich – aber so kommt es mir immer vor, wenn ich tausend verschiedene Dinge mache und mindestens fünfmal am Tag von Leuten „gestört“ werde. So ein Montag eben, es kann morgen nur besser werden. Dafür habe ich heute wieder einmal ein Super-Schnäppchen bei Lidl gemacht. Dort gab es ausziehbare Pflanzspaliere aus Holz für nur 9,99 Euro. Das vorletzte habe ich mir in den Wagen geladen, zusammen mit einem Blumenkübel und einem Blumenkasten aus Kunststoff, jeweils mit Untersetzer und das Set für sagenhafte 2,99 Euro. Ich glaube, jetzt bin ich für die Gartensaison bestens versorgt. Leider habe ich durch meine Krankheit das Rosenangebot bei Aldi verpasst, aber da werde ich woanders mit Sicherheit noch fündig werden.
So sieht das Spalier aus, es ist übrigens 105 cm hoch. Fotos davon aus meinem Garten gibt es aber frühestens im Mai.

Sammy lag heute auf dem Bett, als ich nach Hause kam. Er ist dann recht flott die Treppe hinuntergestiefelt. Ich werde wohl morgen beim Tierarzt anrufen und einen Termin für Donnerstag zur erneuten Kontrolle vereinbaren. Bevor da ein OP-Termin gemacht wird, soll er sich das auf jeden Fall noch einmal anschauen und lieber noch einmal eine Röntgenaufnahme machen. Ich bin auf jeden Fall überzeugt von der Kompetenz dieser Tierarztpraxis, aber hellsehen können sie wie jeder andere Arzt auch nicht. Und manches Mal stellt es sich auf den zweiten Blick gar nicht so dramatisch dar wie beim ersten Hinschauen. Mal abgesehen von dem Bein geht es Sammy offensichtlich bestens. Er frisst mit Begeisterung, geht auf die Katzentoilette und scharrt dort mindestens fünf Minuten herum, um seine Hinterlassenschaften zu verbergen. Ist ihm aber nicht gelungen, ich habe sie gefunden und in die Tonne geworfen.
Ja, uns geht es wieder gut und es soll auch so bleiben. Und damit es unserem Magen auch gut geht, werde ich gleich mal die Reste von gestern aufwärmen: Schweinefilet im Blätterteig mit leckerem Gemüse. Ich hatte natürlich mal wieder viel zu viel gemacht, aber das Filet sah so klein aus, und mit der Füllung im Blätterteig wurde es dann so viel! Hat aber auch einen Vorteil, ich brauche heute nicht zu kochen, sondern wärme nur auf.

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Mittwoch, 10. März 2004

Frühjahrsmüde?

Seit zwei Tagen bin ich nur noch müde. Gestern Nachmittag saß ich mit brennenden Augen im Büro und wurde auch nicht wacher, als ich nach Hause kam. Abends waren wir bei unseren Nachbarn Ralf eingeladen, er hatte Geburtstag. Es waren außer uns beiden keine weiteren Gäste da, Tina war darüber hinaus krank und wir beide müde – sprich: um viertel nach neun verabschiedeten wir uns schon wieder. Ob es nächste Woche an Jörgs Geburtstag eine kleine Feier geben wird, steht im Moment noch in den Sternen. Es wird sich wahrscheinlich morgen beim Tierarzt herausstellen. Falls Sammy doch operiert werden muss und dies eventuell Anfang nächster Woche sein sollte, dann müssen wir nicht gerade zu diesem Zeitpunkt zehn Leute im Haus haben. Ich bin sowieso nicht so begeistert, für Dienstagabend einzuladen. Schließlich muss irgendwer (= ich) nach der Arbeit einkaufen und alles vorbereiten; jedenfalls das Essbare, um die Getränke kümmert sich schon der Herr des Hauses. Aber egal, er soll selbst entscheiden, ob und wann er feiern möchte. So, und damit diese Jammerstimmung ein Ende hat, werde ich mich jetzt aufs Sofa begeben und eine Kochsendung angucken. In „Schmeckt nicht, gibt’s nicht“ kocht jetzt Tim Mälzer immer von Montag bis Freitag auf Vox. Da ist eine sehenswerte Kochsendung an die Stelle des Kochduells gerückt. Nebenbei koche ich dann auch noch ein leckeres Abendessen, es wird Pasta geben, wahrscheinlich mit Gorgonzola-Sahne-Sauce. Hmmm, köstlich!

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Donnerstag, 11. März 2004

Plumps

Das war der Stein, der mir vorhin vom Herzen gefallen ist. Ich war nämlich mit Sammy beim Tierarzt. Obwohl sich seine Verletzung im Laufe der letzten Woche merklich gebessert hat, hatte ich dennoch Bedenken, dass eine Operation notwendig sein würde. Aber im Moment sieht es nicht danach aus! Der Tierarzt meinte, wenn er gut damit zurechtkommt und wenn es so heilt, dass er in ein paar Wochen wieder normal laufen und springen kann, muss gar nichts weiter getan werden. Gekostet hat diese Beratung übrigens nichts, ich habe nur Geld für eine Packung Frontline dort gelassen. Die Zecken sind nämlich schon wieder im Anmarsch.

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Montag, 15. März 2004

Was für ein Sonntag!

Anstelle des angesagten Regens hatten wir strahlend blauen Himmel, nur mit ein paar Wölkchen überzogen. Das Thermometer zeigte 14 Grad, aber in der Sonne war es viel wärmer. Wir haben nach dem späten Frühstück ein wenig im Garten gewerkelt. Während Jörg das Gartenhaus aufgeräumt hat, habe ich den Ranunkelstrauch und die Lavendelbüsche zurückgeschnitten. Und dann haben wir auch schon mal die Gartenmöbel auf die Terrasse gestellt.

Es war so angenehm, einfach nur in der Sonne zu sitzen, den Garten anzuschauen und die Katzen zu beobachten. Kater Sammy war natürlich auch mit draußen, allerdings drehte er nur einige Runden ums Haus und hielt sich ansonsten in unserem oder im angrenzenden Nachbarsgarten auf. Gern liegt er im Beet unter Nachbars Hängekätzchenweide (Katze unter Kätzchen, passt ja auch) und ist dort ziemlich gut getarnt – vor allem natürlich im Sommer, wenn der Strauch ein richtiges Blätterdach bildet.

Gegen 16 Uhr wurde es dann doch ein wenig zu kühl und wir beendeten den ersten Terrassentag in diesem Jahr. Das war auch gut so, denn mein Gesicht hatte schon eine leichte rosa Farbe angenommen. Ich war nach dem Duschen dann so müde, dass ich nicht einmal mehr etwas hier ins Tagebuch schreiben konnte. Heute nach der Arbeit war ich … ach nein, das darf ich jetzt nicht schreiben, weil es natürlich eine Überraschung sein soll. Jörg hat morgen Geburtstag und ich habe doch tatsächlich heute ein Geschenk gekauft. Rechtzeitig, nicht wahr? Aber ich hatte eben erst gestern DIE Idee! Hoffentlich eine gute, ich werde es morgen erfahren.

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Mittwoch, 17. März 2004

Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?

Am Montagnachmittag machte ich mich also zu meiner Einkaufstour auf. Ich suchte eine – nicht allzu teure – Sonnenliege als Geburtstagsgeschenk. Wäre ich meiner ersten Eingebung gefolgt, dann hätte ich den Einkauf mit einem minimalen Umweg innerhalb von 15 Minuten erledigt. So aber war ich zwei Stunden unterwegs, weil ich erst drei andere Baumärkte abklapperte, bis ich beim vierten endlich fündig wurde. Immerhin habe ich bei meiner Tour de Baumarkt gleich bei den Pflanzen zugeschlagen: sechs 6er-Packs Buchsbäumchen zu je 4,99 Euro. Mir war nämlich am Sonntag die Idee gekommen, wie ich eine hübsche Beetabgrenzung zum Nachbarsgarten gestalten kann, nämlich mit einer niedrigen Buchsbaumhecke. Gestern also hatte Jörg Geburtstag und ich hatte noch ein Kreuzworträtsel gebastelt, mit dem er zunächst sein Geschenk errätseln musste:

Und dies ist die schlichte Bäderliege, die farblich ausgezeichnet zu unseren anderen Möbel passt und sich in zusammengeklapptem Zustand sehr schmal macht:

Abends waren wir beim Griechen in Hemmingen-Westerfeld essen. Wir sind hin- und zurückgelaufen, so konnten wir die leidige „Wer muss fahren und darf nichts trinken“-Frage umgehen. Es sind auch nur zwei Kilometer, wie ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit feststellte. Mir kam es allerdings länger vor. Das Essen war sehr lecker, viel zu lecker, denn so wurde der Rückweg etwas beschwerlich mit dem vollen Bauch. Aber einer Wiederholung dieses griechischen Essens steht nichts im Wege.

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Vermessen

Gestern waren tatsächlich die von der Stadt bestellten Vermesser tätig, um die Grundstücke in unserem Wohngebiet nun endgültig einzumessen und überall ihre Markierungen zu setzen. Man kann ja nichts dagegen tun, es muss vermessen werden, damit alles ordentlich in den Plänen eingetragen werden kann. Leider bedeutet das auch, dass uns wieder eine Rechnung ins Haus flattern wird – hoffentlich nicht allzu hoch. Ein Gutes hat die Aktion allerdings: Ich weiß nun, wo ich meine Buchsbäumchen pflanzen kann, denn nach meinem Augenmaß hatte ich mich tatsächlich um ungefähr einen halben Meter verschätzt. Vermutlich werden die nächsten Gartenaktionen aber nicht so bald stattfinden, denn nach den 20 Grad und Sonnenschein, die für heute erwartet werden, ist dann mal wieder tagelang Regen angesagt.

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Donnerstag, 18. März 2004

Arzt-Auswahl

Auch das ist eine Methode, um einen Arzt seines Vertrauens zu finden: Man wählt einige in Frage kommende Ärzte aus und lässt sich für denselben Nachmittag Termine bei allen geben. Ein halbstündiger Abstand sollte genügen – plus der Zeit, die man benötigt, um von Arzt A zu Arzt B usw. zu kommen. An besagtem Tag findet man sich also zum ersten Termin bei Arzt A ein. Die Räume sind eng und mit so vielen Wartenden gefüllt, dass man bereits an der Eingangstür zurückschreckt. Der Gedanke, sich irgendwo zwischen die hustenden und schnupfenden Menschen und die quengelnden und brüllenden Kinder quetschen zu müssen, lässt einen auf dem Absatz umkehren und sich auf den Weg zu Arzt B machen.
Der zweite Auserwählte residiert in einem rundum mit dunklem Holz vertäfelten Ambiente (wer die Lindenstraße kennt, stelle sich die Wohnung von Dr. Dressler vor). Man spricht dort bei der Arzthelferin am Tresen vor und nennt sein Anliegen. Die Dame mit strengem Blick und ebensolcher Frisur deutet auf einen Klappstuhl im Flur und weist darauf hin, dass man einen Moment zu warten hätte. Glücklicherweise ist die Tür zum Sprechzimmer des Arztes geöffnet und man kann einen Blick auf den Herrn erhaschen, der gerade telefoniert. Es handelt sich um einen recht alten, weißhaarigen Herrn, der mit seinem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung recht unfreundlich umgeht. Verstohlen schaut man sich um – die Arzthelferin ist gerade in ihre Karteikarten vertieft – erhebt sich leise vom Stuhl und schleicht sich nach draußen.
Nichts wie los zu Arzt C, vielleicht hat man dort mehr Glück. Die Praxis liegt in einem modernen, aus viel Glas und Stahl bestehenden Gebäude. Die Räume sind hell und haben große Fenster. Man wird dort freundlich von den beiden Praxisinhabern begrüßt. Der Arzt ist ein mittelgroßer, kräftig gebauter und sportlich aussehender Typ mit halblangem gewelltem Haar, das er zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hat. Die Ärztin bittet gleich in ihr Sprechzimmer und fragt, wie sie helfen kann. Man kommt ins Grübeln. Warum noch mal war man hier? Dann fällt einem doch noch ein Grund ein. Nach der Untersuchung kommt man mit der Ärztin ins Plaudern über die (gesundheitliche) Vergangenheit, während sie ein Gläschen Cognac zur Entspannung trinkt. Ja, hier fühlt man sich wohl, hierhin wird man wieder kommen. Eine gute Auswahl!
P.S. Alles nur geträumt, und zwar letzte Nacht von mir.

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Sonntag, 21. März 2004

Trendwende

Geht der momentane Trend in die Richtung „Menschen wie du und ich“? Da macht zum Beispiel ein Seifenhersteller Werbung mit Frauen, die keine Modelfigur vorweisen können. Im Gegensatz zum Schnittchen-Schneewittchen haben sie tatsächlich Fettpölsterchen am Bauch, dicke Oberschenkel oder einen großen Busen. Auch die Finalistinnen von DSDS entsprechen nicht dem Bild, das uns bisher überall als Ideal verkauft wurde. Und nun fährt ein junger Sänger zum Grand Prix, der mit Sicherheit eher im Radio als im Fernsehen überzeugt – denn egal, wie er aussieht, singen kann er jedenfalls.
Nachtrag vom 23.03.2004:
Ich wollte nur mal anmerken, dass ich diesen Trend positiv finde.

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Fuchsig

Vor einiger Zeit hatte ich mir den Mozilla Firebird installiert, war aber nicht so recht zufrieden, weil die Ladezeit der Seiten im Gegensatz zum Internet Explorer sehr lang war. Also habe ich dann doch wieder den IE benutzt. Bis ich dann vor einer Weile Wapitis Testbericht über den Firefox las. Gestern habe ich ihn also installiert und bin doch ganz zufrieden, weil er doch ein wenig schneller als der Firebird ist.

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Üppig

Jörg hatte gestern zum nachträglichen Geburtstags-Kaffeetrinken eingeladen. Ich hatte mir vorgenommen, etwas Schokoladiges zu backen. Meine erste Idee war eine Sachertorte, aber dann fiel mir die Milka-Torte ein, die meine Mutter bei unserem letzten Besuch zubereitet hatte. Das Rezept findet man unter anderem bei Onkel Heinz. Ich habe das Rezept etwas abgewandelt, habe zartherbe Schokolade genommen und den ersten Boden mit Himbeer-Pfirsich-Konfitüre gefüllt. Und so sieht sie aus:
Foto: Milka-Torte
Sehr lecker, aber sehr üppig und füllend. Merken fürs nächste Mal: nur die Hälfte der Sahne-Schoko-Mischung zubereiten, das reicht längst aus.

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Mittwoch, 24. März 2004

Weiblicher Spürsinn

ER ist schon seit einer Woche auf der Suche nach seinem Sparbuch. Hin und wieder stellt er während dieser Zeit die Frage „Wo kann denn nur mein Sparbuch sein?“ in den Raum. Dort bleibt die Frage unbeachtet stehen, denn SIE fühlt sich (noch) nicht dazu berufen, auf die Suche zu gehen. Dann ergibt es sich und sie kommt in sein Arbeitszimmer. Wieder stellt er die Frage nach seinem vermissten Dokument. „Kann es vielleicht bei deinen Unterlagen sein?“, fügt ER dieses Mal hinzu. SIE ist sich ganz sicher, dass es dort nicht ist, denn schließlich weiß SIE ganz genau, was sich in den diversen Papierstapeln in ihrem Zimmer verbirgt. „Dort hast du sicher schon nachgesehen?“ Bei dieser eher rhetorischen Frage deutet sie auf einen kleinen Stapel Papier auf seinem Schreibtisch. Dann geht SIE zum Schrank, um in den Schubladen nachzusehen, obwohl ER das sicher auch schon getan hat. Keine zwei Sekunden später hört sie ein sehr zurückhaltendes „Ach, da liegt das also.“ ER hat das rote Büchlein nun doch in dem eben erwähnten Stapel auf seinem Schreibtisch entdeckt. An das Nahe liegende hatte ER offensichtlich nicht gedacht, aber zum Glück hatte SIE den richtigen Riecher gehabt.

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Fehlendes Gespür

An manchen Tagen begegnet man Elefanten, die durch den Porzellanladen des Lebens trampeln. Diesen Wesen fehlt das Gespür, was in einer Situation angebracht ist und was nicht. Es gibt Dinge, die können warten und müssen nicht gerade dann geklärt werden, wenn jemand ganz offensichtlich anderweitig beschäftigt ist. Auch sollte man wissen, wann man wo ungefragt teilhaben darf und wann man sich besser zurückziehen sollte. Schade, dass man gerade in diesen Situationen nie den passenden Spruch auf den Lippen hat, um diese Dickhäuter in ihre Schranken zu weisen. Die guten Sprüche fallen einem sowieso erst Stunden später ein.

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Wasser

Wie bewässert man einen Garten? Eine Möglichkeit ist es, gar nicht zu bewässern. Solange es ab und zu regnet, ist das kein Problem. Bei längerer Trockenheit, vor allem im Sommer, würde der Rasen trocken und gelb werden, sich aber vermutlich bei Regen wieder erholen. Man dürfte nur Sträucher pflanzen, die auch längere Trockenperioden ohne Probleme überstehen. Auf Sommerblumen allerdings oder etwa ein Kräuterbeet müsste man ganz verzichten, Kübelpflanzen kämen gar nicht in Frage. Also stellt man sich die Frage: Woher bekomme ich Wasser, um meine Pflanzen zu gießen? Das Wasser aus der Leitung ist zu teuer, und daher war unsere erste Anschaffung eine Regentonne. Sie ist jedoch recht schnell geleert und wenn es dann wieder regnet und sie aufgefüllt wird, braucht man das Wasser nicht zum Gießen. Eine weitere Möglichkeit ist ein Gartenbrunnen. Unsere Nachbarn verfügen über einen solchen, den wir im letzten Jahr mitbenutzt haben. Seit einiger Zeit tut sich dort allerdings nichts mehr, das heißt, es kommt kein Wasser mehr heraus. Außerdem wurde unmissverständlich klar, dass er – falls er wieder funktionieren sollte – auf keinen Fall für zwei Gärten ausreichen kann. Es muss also ein eigener Brunnen her. Gestern war am späten Nachmittag ein Brunnenbauer da, der sich den geplanten Standort anschaute. Wenn es klappt, wird er vielleicht schon am Samstag versuchen, das Wasser in der Tiefe vor unserem Gartenhaus anzuzapfen.

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Fronsösisch-(Nach-)Hilfe

Gestern Abend rief meine Nichte Jana (14) an. Sie hatte Schwierigkeiten bei den Französisch-Hausaufgaben und hatte mir den Text per E-Mail geschickt mit der Bitte, ihr zu helfen. Also kramte ich aus den hintersten Gedächtnisschubladen meine verstaubten Französischkenntnissen heraus – und siehe da – ich war doch tatsächlich noch in der Lage, die fehlenden Formen des Passé Composé richtig einzusetzen. Schade, dass ich keine Gelegenheit habe, meine Sprachkenntnisse anzuwenden. Vielleicht sollte ich wenigstens mal ein Buch auf Französisch lesen, „Le Parfum“ steht seit Jahren unangetastet im Regal.

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Donnerstag, 25. März 2004

Entscheidung auf dem Heimweg

Fahr ich hierhin oder dorthin, was erledige ich heute und was morgen? Soll ich dies oder das tun, oder nur eines der Dinge? Dann habe ich tatsächlich doch alles an diesem Nachmittag erledigt. Zuerst zu Obi gefahren, zwei apricotfarbene Zwergrosen gekauft, ebenfalls noch zwei Sechserträger Buchsbäumchen. Anschließend Geld geholt, damit am Samstag der Brunnenbauer bezahlt werden kann. Den nächsten Stop habe ich bei Penny eingelegt, weil ich doch noch ein paar der günstigen Rosen für 99 Cent kaufen wollte. Vier Stück wurden es, zwei rote Beetrosen und die beiden letzten gelben Kletterrosen. Anschließend habe ich bei Real drei große Säcke Blumenerde aus dem Sonderangebot gekauft. Dann hatte ich tatsächlich alles erledigt, was mir vorher durch den Kopf gegangen war.

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Freitag, 26. März 2004

Geldautomat auf Schwedisch

Wer kennt noch „Swedis für Angefangenen und Fortgesrittenen“ bei SWR3? Mir fiel gestern ein, was „Geldautomat“ auf Swedis heißt: Kohle hohle!

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Samstag, 27. März 2004

Es sprudelt

Kein Tag zum Ausschlafen, denn wir erwarteten den Brunnenbauer. Ich kochte Kaffee und bereitete belegte Brötchen vor. Ich habe das Ganze fotografiert und werde demnächst einen bebilderten Bericht auf die Hausbauseiten stellen. Zum Glück war es größtenteils sonnig, sonst wäre es recht ungemütlich gewesen. Morgens hatten wir wieder einmal Minustemperaturen gehabt. Eigentlich hatte ich Gartenarbeit eingeplant, die Beete müssen dringend vom Unkraut befreit werden. Aber mir war es doch zu kalt und so habe ich es verschoben. Nur gute drei Stunden war McAqua (so heißt sein „Unternehmen“) zugange: Das lag an der guten Vorbereitung von Jörg, der nämlich am Tag vorher schon die Löcher gegraben hat. Eine spannende Sache war das Ganze und nachdem zuerst kein Wasser kam und wir schon überlegen mussten, ob ein weiterer Versuch an einer anderen Stelle in Frage käme, hat es schließlich doch noch geklappt! Ich war danach so kaputt, als hätte ich den Brunnen selbst gebaut. Dabei habe ich im Großen und Ganzen nur herumgestanden und ab und zu mal ein Foto gemacht. Und natürlich brannte mir wieder einmal das Gesicht; das kommt davon, dass ich jedes Mal die Kraft der Frühlingssonne unterschätze.

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Montag, 29. März 2004

Endlich

Nachdem ich gestern auch nichts im Garten getan habe, wollte ich mich endlich diese Woche an die Arbeit machen – das passende Wetter dazu wurde ja vorhergesagt. Heute habe ich mich um die neu erworbenen Rosen gekümmert. Vier Stück kamen in den großen Pflanzkasten. Dort sitzt in der Mitte ein Geißblatt an einem Rankgestell und in die Lücken werde ich später noch Schleierkraut säen und eventuell noch Lavendel pflanzen. Bei den Kletterrosen war ich bis gestern noch unschlüssig, wohin ich sie setzen sollte. Das kommt davon, wenn man etwas kauft, nur weil es billig ist. Ich habe sie also vorübergehend in einem Kübel untergebracht und dort können sie erst einmal ein wenig wachsen, während ich mir Gedanken über den endgültigen Standort mache. Meine Buchsbaumhecke muss leider noch warten. Sie soll den Beetabschluss zum Nachbarsgarten bilden. Eventuell werden unsere Nachbarn aber direkt daneben einen neuen Versuch mit einem Brunnen machen. Das warte ich lieber ab, es wäre zu schade, wenn durch die Arbeiten etwas kaputtgehen würde.

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Dienstag, 30. März 2004

Ei gugge mol do

Hin und wieder werfe ich gern einen Blick in fremde Linklisten – und finde manchmal dort neuen Lesestoff. Und so bin ich über Engelbert auf Marion gestoßen. Und siehe da: Es kam mir vieles so vertraut und bekannt vor, denn schließlich lebte ich bis Ende 1998 nur ungefähr drei Dörfer weiter.

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