Februar 2004

Montag, 2. Februar 2004

Ärgerlich

Unser kürzlich reparierter Brotbackautomat hat gestern Abend leider erneut den Geist aufgegeben. Dieses Mal wird es wohl endgültig sein. Und das passiert auch gerade dann, als wir eine Ersatzform besorgt hatten – die steht jetzt noch unberührt im Regal. Mich regt so etwas unendlich auf, obwohl ich mir sage, dass es das nicht wert ist. Ich brülle nicht herum – das würde das Gerät vermutlich auch recht wenig interessieren, sondern es brodelt in mir drin. Vielleicht sollte ich lieber das defekte Ding aus dem Fenster werfen, dann ginge es mir besser. Aber gut, es ist zwar ärgerlich, aber nun doch nicht so schlimm. Nun müssen wir uns eben um Ersatz kümmern. Den frisch angerührten Brotteig habe ich dann übrigens auf dem Kaminofen gehen lassen und in einer Kastenform im Backofen gebacken. Es ist sehr knusprig geworden, ich hoffe, nur außen, sonst wäre es ungenießbar.

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Der Schopf auf dem Kopf – Gedanken über die Frisurenmode

Gerade vor ein paar Tagen las ich in einer Diskussion über eine Schauspielerin, sie trüge die Haare immer offen und solle sich doch lieber einmal eine Frisur machen lassen. Das stimmte mich nachdenklich, denn bisher war ich der Meinung, dass auch offene (lange) Haare unter den Oberbegriff „Frisur“ fallen. Aber vielleicht irre ich da und man hat nur dann eine Frisur, wenn man zwecks Herstellung derselben einen Friseur aufsuchen muss. Nehmen wir einmal an, diese Definition von Frisur und Nicht-Frisur entspräche den Tatsachen des Lebens. Dann laufe ich also seit ungefähr sechs Jahren ohne Frisur herum. Das entspricht erst einmal nicht meinem Beziehungsstatus. Las ich doch vor einiger Zeit, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Heiraten und Haare abschneiden bestünde. Auf gut deutsch: unverheiratete Frauen haben lange Haare, sobald sie jedoch im Hafen der Ehe angedockt haben, lassen sie sich dieselben abschneiden. Mit meiner nicht vorhandenen Frisur passe ich mich darüber hinaus auch nicht meiner Altersgruppe an. Welche bundesdeutsche Durchschnittsfrau über vierzig trägt schon 60 Zentimeter lang? Und geht nicht mindestens alle vier Wochen zum Friseur? Ich sollte mir mit zunehmendem Alter ernsthafte Alternativen zu „lang und glatt“ überlegen. Gerade bei meinen Einkäufen im großen Supermarkt um die Ecke bestaune ich immer wieder zwei weibliche Wesen mit ganz bemerkenswerten Haarkreationen. In tiefer Ehrfurcht lässt mich der Typ „Betonfrisur“ erstarren. Man kennt ja solche perfekt liegenden, mit einer Unmenge Haarspray befestigten Frisuren aus der Vergangenheit. Heutzutage ist dieser Trend meistens nur noch bei älteren Damen anzutreffen. Das von mir gesichtete Objekt hat diese Frisurenkreation allerdings bis ins Letzte perfektioniert. Jedes der schwarzen Haare liegt akkurat neben dem anderen und sie alle wölben sich wie eine Mütze im exakt ausgemessenen Abstand über dem Kopf. Nicht das kleinstes Härchen tanzt aus der Reihe, wenn die Dame elegant die Fleisch- und Wurstwaren aus der Theke angelt. Diese unfassbare Perfektion lässt mich jedes Mal grübeln, wie viele Stunden täglich die Trägerin wohl braucht, um sich ausgehfertig zu machen. Vielleicht geht es aber auch ganz schnell: Haare aufsetzen und fertig! Und da wäre noch das Modell „Blonder Mopp“. Es erinnert mich stark an die brutalen Methoden des Friseurhandwerks in den 70er- und 80er-Jahren, als man hemmungslos dunkle Haare in ein Wasserstoffblond verwandelte und zusätzlich die schlaffen Strähnen zu einem Minipli kräuselte. Die Dame scheint sich jedoch mit ihrer Haarpracht wohl zu fühlen, denn die seit Monaten unveränderte Frisur erkläre ich mir mit Wiederholungsbesuchen und äußerster Zufriedenheit mit ihrem Friseur.
Ich schaue mich weiter um, werde aber noch nicht dem Ratschlag folgen:
„Lass‘ dir die Haare abschneiden, spätestens wenn du vierzig bist, sonst machst du dich lächerlich.“

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Dienstag, 3. Februar 2004

Geht doch

Unser Brotbackautomat backt doch wieder – ein Wunder! Nachdem Jörg ihn noch einmal aufgemacht, nachgeschaut und eigentlich nichts gefunden hat, funktioniert er wieder. Zwar wollte er gestern bei den niedrigen Temperaturen nicht heizen, aber das Brot wurde trotzdem wie immer sehr schön. Gerade backt wieder eines und dieses Mal schaltete sich die Heizung gleich zu Anfang ein wie es sich gehört. Sagte man früher nicht, dass geflickte Sachen dann ein Leben lang halten? Das wäre gut, aber ich glaube heutzutage nicht mehr so recht daran.

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Mittwoch, 4. Februar 2004

Vorbeigebraust

Nachdem ich heute beim Internet-Zeitungslesen wieder einmal auf einen Artikel über die Sicherheitslücken im Internet-Explorer gestoßen bin, habe ich ein wenigl downgeloadet, installiert, getestet und vorerst entschieden. Bisher war ich zufrieden mit dem IE – früher bin ich auch mal mit Netscape gesurft, aber mittlerweile kennt man kaum einen anderen Browser als den von Winzigweich. Bisher hatte ich auch noch keinerlei Probleme, doch ich will mich nicht in vermeintlicher Sicherheit wiegen. Es könnte ja doch einmal etwas Ärgerliches passieren, wenn man eine unbekannte Seite aufruft. Und ständig diese Updates, die Sicherheitslücken schließen sollen … Also gut, dachte ich mir, und netterweise stehen in dem Artikel vom Spiegel auch die Adressen für den Download anderer Browser. Meine erste Wahl fiel auf Opera. Doch gleich nach der Installation fiel mir die überladene – also nach meinem Geschmack zu große Navigationsleiste auf. Sie nimmt mir einfach zu viel Platz weg. Ausschlaggebend war aber gleich darauf, dass das Scrollrad meiner Maus bei Opera nicht funktionierte, obwohl diese Funktion unterstützt wird. Schade, weg damit. Die zweite Wahl war Mozilla Firebird, und den Browser werde ich die nächsten Tage mal testen. Jedenfalls hat er mich schon überrascht und ohne jegliches Zutun meine sämtlichen Favoriten aus dem IE übernommen. Die Navigationsleiste oben ist auch sehr schön klein und unscheinbar. Und einen Fehler auf ein paar meiner Seiten habe ich auch schon gefunden, da werden keine Tabellenrahmen angezeigt. Aber das ist mir egal, weil die sowieso ein neues Layout bekommen und das offline schon so gut wie fertig ist. Übrigens haben jetzt alle HTML-Dateien so ein hübsches Feuersymbol!

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Samstag, 7. Februar 2004

Cinnamon Stick

Gestern war es mal wieder soweit: eine Auffrischung der Haarfarbe. Dieses Mal habe ich etwas Neues ausprobiert, die Multi-Ton-Haarfarbe von L’Oréal. Zuerst färben und dann „Highlights“ setzen, also Strähnen mit Aufheller bearbeiten. Meine Wahl fiel auf den Farbton „Cinnamon Stick“. Das Ergebnis:
Vorher:

Nachher:

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Montag, 9. Februar 2004

Löwenmauls Worte zur Werbung

Heute geht es um Werbung, die nervt und manchmal sogar bei mir einen Brechreiz erzeugt:

„Jo, gibts denn wos Schöners?“

Lange genug fragte uns der Kaiser erstaunt „Jo, iss denn hoit scho Woihnochtn?“ und wir konnten froh sein, wenn die vor- und nachweihnachtliche Zeit endlich vorbei war. Doch Mobiltelefonanbieter wollen das ganze Jahr über neue Kunden anlocken, und so bleibt uns der Anblick der ehemaligen Fußballikone bis heute nicht erspart. Auch andere Unternehmen wie zum Beispiel ein Geldinstitut mit einem gelben Hörnchen wollte an dem Erfolg teilhaben und verpflichtete Herrn Beckenbauer als Werbefigur. Schade, man hätte ihm allerdings den Text in korrektem Deutsch schreiben sollen. So hatte ich bei seiner Feststellung „… und wir Deutschen machen am liebsten alles zusammen“ nicht die beabsichtigte Assoziation. Gemeint war, dass wir angeblich alle Wege für unsere Bankgeschäfte gleich gern nutzen. Ich stellte mir jedoch immer eine riesige Menschenmasse vor, die sich am Schalter drängt, weil sie es doch zusammen, also gemeinsam machen wollen. Seit einigen Tagen wirbt der Kaiser – als sähen wir ihn nicht schon oft genug – auch für ein bayerisches Weißbier. Und mir fällt zu seiner aktuellen Frage „Jo, gibts denn wos Schöners?“, spontan die Antwort ein: „Ja, schöner wäre es, Herrn B. nicht mehr in jedem dritten Werbespot zu sehen.“

Überflüssig

Ich habe nichts gegen Fertigprodukte, die das Kochen erleichtern. Denn nicht immer habe ich Lust, lange in der Küche zu stehen und da kommen mir einige Dosen oder Packungen schon entgegen. Doch manchmal treibt der Erfindungsgeist der Lebensmittelindustrie bedenkliche Blüten: Fertigteige aus der Flasche oder der Tüte. Da wäre zum Beispiel der Pfannkuchenteig aus der Flasche, der immerhin noch mit frischer Milch angerührt werden muss. Das dürfte aber dann auch schon fast zu viel von den drei Grazien aus der Werbung verlangt gewesen sein, denn wenn sie ein bisschen kochen könnten, bräuchten sie diese Flasche nicht. Und gerade bei Pfannkuchen – so behaupte ich – ist nicht das Zusammenrühren des Teiges das Schwierige, sondern das Backen erfordert ein klein wenig Übung. Und das bleibt einem ja nicht erspart. Beim Schokoladenkuchenteig sind schon alle Zutaten lebensmitteltechnisch vorbereiteter Form in die Tüte gekommen. Nur noch ab damit in die Backform und in den Ofen! Da frage ich mich, warum ich nicht gleich einen fertigen Kuchen kaufen soll. Das geht noch schneller, macht noch weniger Arbeit und von selbst gebacken kann – wenn man’s genau nimmt – auch beim Tütenteig nicht die Rede sein.

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Donnerstag, 12. Februar 2004

Fremde Federn

Auch auf diese Weise kann man ein Weblog interessant gestalten: Man nehme einfach fremde Texte und vermittle dem Leser den Eindruck, es handele sich um eigene Erlebnisse: Im Treppenhaus knallte ich mit Mark zusammen …
Dieser Auszug stammt aus dem Buch „Happy oder End“ von Jil Karoly. Zwar etwas abgewandelt und gekürzt, aber doch so eindeutig, dass ich den Ursprung sofort erkannte. Natürlich könnte es sich bei der Weblogschreiberin um die Buchautorin selbst handeln, die unter einem Pseudonym ihre Romane veröffentlich. Ein Blick auf deren Website sagt mir jedoch, dass das eher unwahrscheinlich ist, denn die beiden ähneln sich ganz und gar nicht. Vielleicht ist der Textauszug mit Erlaubnis der Autorin veröffentlich worden? Das müsste aber dann entsprechend als Zitat oder mit Quellenangabe gekennzeichnet sein. Ist es aber nicht. Da mir im Moment keine andere Erklärung einfällt, die die Schreiberin entlasten könnte, muss ich davon ausgehen, dass der Text ganz einfach geklaut ist. Vermutlich kommt man nur auf diesem Weg zu der zweifelhaften Ehre, als bestes persönliches Weblog ausgezeichnet zu werden.
Nachtrag 15.02.2004:
Der besagte Text ist mittlerweile komplett verschwunden.

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Freitag, 13. Februar 2004

Nützt nix

Die schreibende Dame aus meinem letzten Eintrag hat versucht, „ihren“ Text nachträglich noch etwas unkenntlicher zu machen. So wurde aus dem Wollpullover eine Strickjacke, gemeinsam eingekauft wurde auch nicht mehr und der Steuerberater ist ebenfalls unter den Tisch gefallen. Na ja, es hilft jetzt auch nichts mehr.

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Samstag, 14. Februar 2004

Projekt zurückgestellt

Nachdem ich die Eingangsseite zu Löwenmaul und meine Textseiten umgestaltet habe, wollte ich eigentlich das Tagebuch auch in ein neues Design kleiden; und passend dazu sollten „Löwenmauls Tagebücher“ einen neuen Namen bekommen. Tja, und nun … seit gestern gucke ich mir das alte Design an und die Farben gefallen mir so gut und die Löwenmaulchen auf dem Foto … Nein, ich glaube, ich stelle die Neugestaltung erst einmal zurück und lasse alles beim Alten.

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Duftige Deko

Es ist kaum zu glauben, aber nach zwei Jahren im Haus ist es endlich geschafft: Ich habe endgültig festgelegt, wo die Setzkästen für meine Parfum-Miniaturen hängen sollen, ich habe sie vom Kellerstaub befreit und Jörg hat sie angebracht. Dann musste ich „nur“ noch 181 Fläschchen entstauben und einräumen.
Zwei Setzkästen mit Parfum-Miniaturen

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Montag, 16. Februar 2004

Mäuseasyl?

Unsere Katzen sind Freigänger und fangen Mäuse. Die weiblichen Katzen bringen manchmal die Mäuse mit ins Haus. Meistens liegen sie im Keller, gelegentlich auch im Erdgeschossflur. In der Regel bewegen sie sich nicht mehr, so dass ich sie problemlos beseitigen kann. Die Katzen fressen diese Mäuse nicht, denn es sind Geschenke für ihre Menschen. Ab und zu – zum Glück sehr selten – kommt es vor, dass eine solche Geschenkmaus noch relativ lebendig ist und wegläuft, sobald die Katze die Zähne aus ihr nimmt. Gut, wenn dies im Vorkeller passiert und alle Kellertüren geschlossen sind. Dann hat die Maus nur einen sehr begrenzten Bewegungsraum – Treppen kann sie ja nicht steigen. Am Samstag allerdings brachte und Lizzy eine Maus ins Wohnzimmer und ließ sie dort los. Die Maus flitzte am Schrank vorbei in die Zimmerecke. Dieses etwa 50 Zentimeter schmale Stück zwischen Schrank und Wand ist sehr schwer zugänglich, denn davor steht der deckenhohe Kratzbaum, dahinter ein Höckerchen mit der Lautsprecherbox und darunter verbergen sich jede Menge Kabel. Da saß die Maus gerade am rechten Platz zwischen den vielen Kabeln. Mit der Taschenlampe hatten wir sie schnell geortet, doch ein schwieriges Unterfangen war es, sie dort herauszubekommen. Es gelang mir nur, indem ich mich der Länge nach auf den Boden warf und den rechten Arm schlangengleich an Kratzbaum und Hocker vorbeiwand. Die Maus, regungslos vor Angst, ließ sich am Schwanz packen und dann konnte ich sie in den Garten befördern. Sie musste weitererzählt haben, dass die Katzen gar nicht so gefährlich sind wie sie aussehen und dass man sich mit viel Glück vielleicht auch längere Zeit an einem schönen warmen Plätzchen in der Zimmerecke einnisten kann. Wieso ich das vermute? Spät am Abend döste Lizzy im Wohnzimmer vor der Terrassentür. Plötzlich sprang sie auf und schaute aufmerksam nach draußen. Ich schaltete die Außenbeleuchtung ein und – ich weiß, das glaubt mir jetzt niemand – draußen stand eine Maus! Sie hatte sich auf den Hinterpfoten aufgerichtet, die Vorderpfoten lehnten an der Tür, als wollte sie sagen: „Lasst mich rein! Gewährt mir Asyl!“ Dieses Ansinnen ließ sie natürlich sofort fallen, als sie den Kater erblickte und war Sekunden später in der Dunkelheit verschwunden.

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Kupferfarbene Vorlagen

Ich wage es noch gar nicht, meinen Eintrag vom 12. Februar ins Archiv verschwinden zu lassen, denn immer noch trudeln Kommentare dazu ein. Ich darf hier mal Kommentar Nr. 27 zu meinem Eintrag vom 12.02.2004 zitieren: „Sie hat gar nicht abgekupfert, sie ist nur zu eng an der Vorlage kleben geblieben …“ Ich kann mich natürlich durch einen Text zu eigenen Gedanken inspirieren lassen – zu EIGENEN wohlgemerkt. Aber die sollte ich dann auch selbst formulieren. Wenn aus einem Buch eine ganze Passage abgeschrieben wurde und lediglich einzelne Sätze weggelassen oder Wörter ausgetauscht wurden, ist das für mich immer noch abgeschrieben. Zur Verdeutlichung würde ich ja hier gern mal den Originaltext und die viel zu eng klebende Fassung gegenüberstellen … ach nein, das geht mir zu weit und es ist ja offensichtlich nur ein Beispiel von vielen. Ich habe es für mich jedenfalls archiviert. Nur mal so. Zur Erinnerung.

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Dienstag, 17. Februar 2004

Löwenmauls Worte zur Werbung

Kein Mumm

Schon seit vielen Monaten lehnen zwei Männer an der schräg nach außen verlaufenden Fensterfläche eines Fernsehturms und halten ein Gläschen des prickelnden Getränks in der Hand. Der eine fragt den anderen: „Haben wir eine Chance?“, und dieser antwortete früher immer: „Eigentlich nicht.“ Mittlerweile scheinen die Sektmacher nicht mehr genügend Mumm zu haben – vielleicht hätten sie mehr von demselben trinken sollen. Mann Nummer Zwei bringt jetzt nur noch ein lasches „Warum nicht?“ heraus. Die ursprüngliche Botschaft „Wir haben Mut zum Risiko“ wurde durch ein „Uns kann nicht viel passieren“ ersetzt. Warum nur werden manche Werbespots nach einiger Zeit verändert? Werden laufend Untersuchungen angestellt, wie die Aussagen bei den potenziellen Kunden ankommen und wenn man nicht den gewünschten Erfolg hat, ändert man ein wenig? Oder macht man das, um mit einem alten Spot erneut Aufmerksamkeit zu erzeugen? „Moment mal, der hat doch sonst immer etwas ganz anderes gesagt?“

Du sprechen italienerisch?

Tiefkühlpizza ist genauso lecker wie die vom Italiener – ob es stimmt oder nicht, muss jeder selbst beurteilen. Die Werbemacher der Tiefkühlkosthersteller erzählen uns dies jedoch Tag für Tag. Noch lockerer, noch knuspriger, aus frischem Teig, mit dickem Teig, hauchdünner Boden, wie aus dem Steinofen, über dem offenen Feuer gegrillt … Sie haben es nicht leicht, sich immer wieder neue, verlockende Versprechungen auszudenken. Doch wenn ein neuer Werbeslogan die Sprache derart verbiegt wie das „italiener geht es nicht“, dann verzichte ich gern auf die dreihundertfünfzigste Sorte Pizza und gehe aus Protest zum Italiener.

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Kreise

„Fremde Federn“ vom 12.02.2004 zieht weitere Kreise, wie ich an einigen Referrern erkennen konnte:
zum Beispiel hier und dort.

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Mittwoch, 18. Februar 2004

Frühlingsvorboten

Schon seit einiger Zeit tut sich etwas in unserem Garten. Obwohl der Frühlingsanfang zumindest meteorologisch noch nicht in Sicht ist, beginnt es an vielen Stellen schon an zu sprießen. Ganz schön mutig, denn nach jetzigem Stand der Wettervorhersage soll es Ende des Monats wieder Schnee geben. Aber wenn der Mut der Pflanzen belohnt werde sollte, müsste der Garten in diesem Jahr prächtig aussehen. Nicht nur die früh blühenden Sträucher haben Knospen angesetzt, sogar die Stockrosen bekommen schon neue Blätter und die Löwenmäulchen, deren Reste ich im Herbst einfach in der Erde gelassen habe, zeigten schon vor vier Wochen das erste frische Grün. Ich habe am Montag bei den Real-Sonderangeboten zugeschlagen. Es gab Kunststoffpflanzkübel, und zwar solche, die wie Terrakotta aussehen, aber im Gegensatz dazu beinahe federleicht sind. Normalerweise sind diese Kübel extrem teuer, so dass ich bisher davon Abstand genommen habe. Im Angebot habe ich zwei kleine (30 cm Durchmesser) für 4,99 Euro und einen großen (50 cm Durchmesser) für 12,99 Euro bekommen. Den großen wollte ich eigentlich gar nicht kaufen und ich bin auch mindestens dreimal drum herum geschlichen. Ja, ich kaufe ihn, nein, ich lasse es lieber … Dann rief ich mir noch einmal ins Gedächtnis, dass ein solcher Kübel in der Regel viermal so viel kostet und packte ihn in den Einkaufswagen. 50 Zentimeter hört sich gar nicht so viel an, aber es ist wirklich ein Riesending. Ich weiß noch nicht einmal, welche große Pflanze ich dort einpflanzen soll. Die muss ich wahrscheinlich noch kaufen. Na ja, kommt Frühling, kommt Idee! Bei Aldi gibts nächste Woche übrigens verschieden Rosensorten für nur 95 Cent. Ob ich da mal zu Aldi fahren sollte …?

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Samstag, 21. Februar 2004

Gartenarbeit ist gesund

Eigentlich wollten wir heute mal wegfahren, einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung machen. Das passende Wetter dafür sollten wir auch haben, zwar kalt, aber sehr sonnig. Doch ich litt schon seit ein paar Tagen an einer leichten Blasenentzündung. Wirklich nur eine leichte, ich hatte keine großen Beschwerden, es war nur etwas unangenehm. An den letzten Tagen hatte ich mich zur besseren Genesung auch kurz nach der Arbeit mit einer warmen Decke und viel Flüssigkeit aufs Sofa verzogen, doch selbst das hat nicht so recht gegen das Ziehen im Unterleib geholfen. Kurz und gut, ich konnte heute Vormittag nicht so richtig einschätzen, ob ein mehrstündiger Ausflug gut sein würde. Mir schwebte schon die Horrorvorstellung im Kopf herum, nach einer halben Stunde mit zusammengebissenen Lippen irgendwo ins nächstliegende Gebüsch springen zu müssen. Das war der Grund, warum wir nicht wegfuhren und ich stattdessen ein wenig im Garten arbeiten wollte. Im Herbst hatte ich die Stauden noch nicht zurück geschnitten, und mein schlaues Gartenbuch sagte mir gestern, dass ich dies nun im Februar tun sollte. Bis ich mich für die Außenarbeiten warm angezogen hatte, waren schon die ersten Wolken aufgezogen. Aber egal, jetzt wurde geschnitten. Etwa zwei Stunden lang war ich am Werk und das Gröbste ist erledigt. Im Nachhinein habe ich es nicht bedauert, im Garten gewerkelt zu haben, denn für einen Ausflug mit schönen Fotos war es doch zu bedeckt gewesen. Übrigens musste ich nicht ein einziges Mal für einen Gang nach drinnen unterbrechen. Sieht aus wie eine spontane Wunderheilung. Vielleicht sollte ich mich auch nicht so verweichlichen – nur auf dem Sofa liegen und dann auch noch eine warme Decke! Nein, frische Luft und Bewegung scheinen viel besser geholfen zu haben. Ich bin sehr gespannt, ob das tatsächlich der Fall ist und ich morgen früh ohne Beschwerden aufwache.

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