Januar 2004

Samstag, 3. Januar 2004

Ruhiger Start

Den Silvesterabend haben wir tatsächlich ganz ruhig zu zweit „gefeiert“. Jede Menge Musiksendungen im Fernsehen, ein leckeres Raclette, ein wenig Sekt … Um Mitternacht sind wir raus gegangen und haben alle Nachbarn rundherum begrüßt und ihnen beim Raketenabfeuern zugeschaut. Wir haben in diesem Jahr keinen Pfennig für die Silvesterknallerei ausgegeben, ich stehe dem sowieso nicht allzu begeistert gegenüber, seitdem mir vor vielen Jahren einmal ein Knallfrosch ans Hosenbein gesprungen ist. Ich gehe lieber auf Abstand und bin froh, wenn keiner etwas abgekriegt hat.
An Neujahr luden und die Nachbarn im Norden spontan zum Kaffeetrinken ein. Da ich lange geschlafen hatte und aus dem Stündchen Kaffeetrinken dann doch knapp drei Stunden wurden, war der Tag wieder einmal so schnell vorüber.
Nun haben wir noch einen Restsamstag und den morgigen Sonntag, dann hat uns der Alltag vollends wieder.

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Dienstag, 6. Januar 2004

Weihnachtsbaum-Rauswurf

Bei vielen Leuten wird der Weihnachtsbaum in den nächsten Tagen die wohnlichen Gefilde verlassen müssen. Oft ist es Tradition, ihn bis zum heutigen 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, stehen zu lassen. Es gibt aber auch die ganz frühen Entsorger: Kaum sind die Weihnachtsfeiertage vorüber, wird das Nadelgehölz auf die Straße befördert. So liegt schon seit mehr als einer Woche in unserer Nachbarschaft ein Baum halb im Vorgarten, halb auf dem Gehweg und behindert dort die Fußgänger. Andere wiederum lassen manche weihnachtliche Dekoration oder Lichterketten bis Ostern hängen. Ich habe mich noch nicht entschieden, wann ich mich von dem Baum verabschieden möchte. Er sieht so hübsch aus und wirft auch absolut keine Nadeln ab. Außerdem finde ich es sehr gemütlich, wenn überall kleine Lichtchen brennen, so dass ich mit Sicherheit die eine oder andere weihnachtliche Beleuchtung noch ein wenig länger genießen werde.

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Samstag, 10. Januar 2004

Noch nicht ganz vorbei …

… ist bei uns die Weihnachtsstimmung, zumindest was die Dekoration angeht. Wie ich am Dienstag schon schrieb, wollte ich die gemütlichen Lichtchen noch ein wenig behalten. Auch unsere Nordmanntanne steht noch und hat nur ganz wenige Nadeln abgeworfen, wie ich heute beim Staub saugen feststellte. Übrigens eine schlaue Entscheidung, die Tanne noch nicht rauszuwerfen, denn die für gestern angekündigte Weihnachtbaumabholaktion hat offensichtlich nicht stattgefunden, überall liegen die Bäume noch am Straßenrand herum.
Die erste Arbeitswoche in diesem Jahr – oder vielmehr nach dem Urlaub – wäre auch geschafft, viel Neues gibt es zum Glück bisher nicht. Man muss ja froh sein, wenn sich nichts ändert.
Gestern Abend haben wir den dritten Teil von „Herr der Ringe“ gesehen. Ich weiß nicht, ob es an mir lag, ich fand ihn zwar ganz nett, aber er hatte nicht die Faszination der ersten beiden Teile. Bei mir hinterließen fast alle Figuren einen recht blassen Eindruck. Trotzdem war ich bei einigen Szenen so angespannt, dass ich schon befürchtet, heute mit Nackenverspannungen aufzuwachen. Aber davon blieb ich zum Glück verschont.
Und was gibt es heute? Der Herr des Hauses steht höchstpersönlich in der Küche und bereitet ein Hühnerfrikassee zu. Es duftet schon lecker und ich lasse mich überraschen, wie es schmecken wird.

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Donnerstag, 15. Januar 2004

Der lange Monat

Manche Monate sind länger als die anderen. Das soll nichts Neues sein? Nein, ich meine nicht die zwei oder maximal drei Tage, die den Unterschied ausmachen. Es können nämlich auch mehr als zwei Wochen sein. Und zwar dann, wenn das Land Niedersachsen die Gehälter nicht mehr am 15. des Monats, sondern zum Monatsende auszahlt. Die Umstellung geschieht jetzt gerade im Januar, und man kann sich seelisch und moralisch noch so gut darauf eingestellt haben, das Konto weigert sich beharrlich, diese positive Einstellung mit zu tragen.

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Fernsehereignisse

IBESHMHR – dieses Fernsehereignis ist zurzeit in aller Munde. Ich habe noch nicht einmal eine Sekunde davon gesehen, nicht einmal per Zufall habe ich dort reingeschaltet. Dafür habe ich noch einiges auf Video zu gucken: Samba für Singles, eine zehnteilige Doku-Soap, mit tausendprozentig mehr Spaß macht als irgendwelche Katastrophen-Shows mit Pseudo-Stars.

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Öffentlichkeit im Internet

Und dann war da noch die Öffentlichkeit im Internet. Ich wundere mich immer wieder über die Tagebuchschreiber oder Blogger, die sich beklagen, dass zu viele (unbekannte) Leute bei ihnen lesen. Die nicht in Verzeichnissen oder Linklisten erscheinen wollen. Die nicht über Google gefunden werden wollen. Gibt es auch Autoren, die ein Buch veröffentlichen und dann zu verhindern versuchen, dass es gekauft und gelesen wird? Wer mit der Angst vor unerwünschten Besuchern lebt, muss die Konsequenzen ziehen und auf das (papierene) Offline-Tagebuch zurückgreifen. Dies ist jetzt Schwarzweißmalerei, es gibt natürlich auch viele Zwischentöne. Es ist oft ein Balanceakt mit diesen privaten Veröffentlichungen, man weiß nie, wer das alles liest und auch ich beschränke mich in dem, was ich schreibe. Aber ich fände es zum Beispiel spannend, wenn sich endlich einmal jemand aus meiner Jugend in meinen Tagebüchern wiedererkennen und bei mir melden würde. Hallo, ihr Mittdreißiger bis Endvierziger aus Trebur, Rüsselsheim und Umgebung, schaut mal bei mir rein, vielleicht haben wir uns ja gekannt! 😉

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Rotkäppchen und der Wes-Wolf

Irgendwann habe ich beim Stöbern in der Online-Ausgabe des Spiegels den Zwiebelfisch entdeckt und lese dort immer wieder gerne. In dieser Kolumne wird kritisch-ironisch betrachtet, wie wir tagtäglich mit unserer Sprache umgehen:

  • Sie hat im Restaurant dasselbe Essen wie gestern bestellt, hat aber nur das Gleiche bekommen.
  • Er soll angeblich größer sein wie ich, ist aber in Wirklichkeit kleiner als ich.
  • Bis Ende diesen Monats will ich zehn Kilo abnehmen, aber wahrscheinlich wird es bis Ende dieses Jahres dauern.
  • Es macht keinen Sinn, jemandem Fehler vorzuwerfen, aber es ergibt einen Sinn, Verbesserungsvorschläge zu machen.

In den Artikeln gibt es auch eine Menge Unbekanntes zu entdecken. Wer weiß denn schon, was Antonomasien sind? Die gebürtige Hessin weiß es jetzt. Zum Glück ist die Betreiberin dieser Website keine Sportjournalistin, sonst müsste sich die Katzenliebhaberin ständig mit solchen Ersatzwörtern herumplagen. Gestern habe ich mich köstlich amüsiert, als der Wes-Wolf ins Spiel kam. Meine Empfehlung: unbedingt lesenswert!

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Dienstag, 20. Januar 2004

Altern im Süden

Gestern Abend gab es auf 3sat einen Bericht mit dem Titel „Rentner in der Fremde“. Man kann sich ja nicht früh genug informieren, dachte ich mir und schaltete ein. Die Sendung zeigte deutsche „Auswanderer“, die ihren Lebensabend in Griechenland verbringen. Allerdings war nur ein echter Auswanderer dabei, der sprach Griechisch, lebte dort mit einer Athenerin und hat alle Brücken nach Deutschland abgebrochen. Die anderen Paare hatten mindestens noch eine Meldeadresse in ihrer alten Heimat, um weiterhin ihre Rente zu erhalten und dort krankenversichert zu sein. Grundsätzlich ist es schon eine Überlegung wert, ob man den Wohnsitz in eine (angenehmere) Region seiner Wahl verlegt, wenn sich die Möglichkeit bietet. Warum sollte man nicht seine Zelte in Deutschland abbrechen, wenn man hier keine Verpflichtungen mehr hat, sprich nicht mehr arbeiten muss? Ich jedoch würde nicht in ein abgelegenes Haus im Hinterland ziehen, das man bei schlechten Wetterbedingungen nicht einmal mehr mit dem Auto verlassen kann. Schließlich nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit im Alter nicht gerade zu, und da hätte ich es doch gerne etwas bequemer. Auch würde mich die Aussicht auf solche Ereignisse wie „im Winter fällt öfters der Strom aus“ und „im Sommer haben wir manchmal kein Wasser“ nicht gerade verlocken. Noch schlimmer fand ich jedoch die Tatsache, dass die porträtierten Menschen kaum oder gar nicht die Landessprache beherrschten. Selbst im Urlaub fühle ich mich nicht so wohl, wenn ich nicht wenigstens ein paar Brocken der Sprache beherrsche. Wenn ich mir ein Land aussuchen könnte, wäre es wohl nach dem jetzigen Stand Frankreich. Schließlich war ich zwischen 1980 und 1996 mit wenigen Ausnahmen mindestens einmal im Jahr dort. Bei Jörg würde die Wahl auf Spanien fallen, immerhin hat er schon einmal ein Jahr in Spanien gearbeitet. Alternativ könnte man natürlich auch in Deutschland bleiben und ein Domizil an der Nordsee wählen. Oder, oder, oder … Theoretisch gibt es viele Möglichkeiten, praktisch im Moment eher nicht so viele. Aber wer weiß, lassen wir uns überraschen, wo wir eines Tages landen werden oder ob wir einfach in der Region Hannover sitzen bleiben.

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Mittwoch, 21. Januar 2004

Ausgetauscht

Auszug eines Dialogs zwischen ihm und ihr:
Sie: „Wieso widersprichst du mir immer? Ich dachte, wir wären da einer Meinung!“
Er: „Ich habe dir doch nicht widersprochen.“
Sie: „Doch. Und deshalb sag ich jetzt gar nichts mehr.“
Er: „Nun sei doch nicht so kindisch. Diskutieren bedeutet eben, nicht unbedingt einer Meinung zu sein, sondern seine Meinungen auszutauschen.“
Sie: „OK. Dann haben wir unsere Meinungen ausgetauscht. Ich habe jetzt deine Meinung und du hast meine.“

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Donnerstag, 22. Januar 2004

Bandblockade

Die typische Supermarktkasse besteht aus einem Laufband, auf das man alle Waren aus dem Einkaufswagen legt. Oft wird man durch entsprechende Hinweisschilder, manchmal auch durch ermahnende Worte der Kassiererin darauf hingewiesen. Letzteres natürlich nur, wenn man sich partout nicht an diese Regel halten möchte. Ausnahmen gibt es allerdings auch, so bin ich einmal energisch zurechtgewiesen worden, ich möge bis auf eines die restlichen fünf identischen Teile im Wagen lassen. Aber ich schweife ab … zurück zum Band. Wir haben also vor der Kasse ein Band, dann folgt der Warenablageplatz mit oder ohne Scanner, jedenfalls wird dort der Preis ermittelt und dann die Ware weiter geschoben. Am hinteren Ende der Kasse befindet sich der Lagerplatz für das Eingekaufte. Meist ist das eine etwas abschüssige Fläche, damit alles besser rutscht, in großen Supermärkten wartet sogar noch ein zusätzliches schräges Laufband auf die Artikel. Meine Vorstellung vom idealen Einkaufen – bestimmt gehe ich da mit den Supermarktkassen-Erfindern konform – sieht folgendermaßen aus: Ich stelle mich an der Kasse an und warte. Sobald ich das Warenlaufband erreiche, lege ich den Inhalt meines Einkaufswagens fein säuberlich dort ab, natürlich nicht ohne vorher den Kundentrenner hinter den Einkäufen meines Vorgängers deponiert zu haben. Ich schiebe meinen Einkaufswagen weiter, an der Kasse vorbei, bis zum Ende des Bandes. Ja, genau, bis zum Ende! Denn dort kann ich alle Waren wieder in Empfang nehmen, nachdem ihnen der Preis entlockt und sie auf dem Schrägband zu mir befördert wurden. Leider haben nicht alle Menschen Freude an solch einer reibungslosen Abwicklung. Ein besonderes Hindernis sind immer wieder die Bandblockierer, die sich natürlich immer vor, aber nie hinter mir an der Kasse anstellen. Bereits vor der Kasse begehen sie einen fatalen Fehler: Sie bleiben nicht hinter ihrem Wagen stehen, sondern stellen sich vor ihn. Die Phase 1 – das Abladen der Waren auf dem Band – gelingt ihnen trotzdem reibungslos. Jedoch scheitern sie bei Phase 2. Sie schieben nicht weiter. Wobei das Schieben auch nicht mehr möglich ist, denn sie stehen ja nicht mehr hinter dem Einkaufswagen. Ziehen wäre hier angesagt, aber auch das unterbleibt. Diese Menschen bleiben also in Höhe der Kasse stehen und der Wagen blockiert nun das halbe Band. Mir selbst gelingt es noch, meine Einkäufe auszuladen, doch wegen des im Weg stehenden Wagens meines Vorgängers muss ich am Anfang des Bandes stehen bleiben. Mein Hintermann hat keine Chance, an das sich nach und nach leerende Laufband zu gelangen. Eine Steigerung stellen mehrere solcher Einkaufswagen-hinter-sich-her-Zieher dar, die alle nur fünf Sachen eingekauft haben, während ich selbst ein gut gefülltes Gefährt vor mir her rolle. Ich starre auf ein leeres Band, an das ich aber wegen des Einkaufswagenstaus nicht gelangen kann. Ich muss untätig warten, bis die Blockiererbande nach dem Bezahlen die Bahn frei gibt. Und dann wird das Passiv schlagartig zum Aktiv, fast schon zum Hyperaktiv: Ich komme gewaltig ins Schwitzen, weil ich immer noch mit dem Aufladen meiner Einkäufe beschäftigt bin, während die ersten Dinge schon wieder auf das Einpacken warten. Und ich sehne den Tag herbei, an dem diese Bandblockierer begreifen werden, wie man richtig einkauft!

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Freitag, 23. Januar 2004

11 + 1

Elf plus eins? In elf Monaten und einem Tag ist schon wieder Weihnachten. Genau der richtige Tag heute, um den Weihnachtsbaum vom letzten Jahr hinauszuwerfen. Gesagt und schnell getan. Er war mittlerweile doch etwas trocken geworden, hatte aber keine Nadeln verloren. Prima Nordmanntanne! Praktisch ist auch, dass wir in einem Neubaugebiet wohnen, in dem immer noch nicht alle Grundstücke bebaut sind. So haben sich mittlerweile schon diverse Weihnachtsbäume auf einem unbebauten Grundstück angefunden und unserer liegt nun auch dort. Soll sich bloß keiner beschweren, wir erleichtern den Abfalleinsammlern damit gehörig ihre Arbeit.
Übrigens war ich heute wieder bei Real einkaufen, aber es war absolut langweilig. Keine Bandblockierer (bitte meinen gestrigen Beitrag nicht so ernst nehmen) oder sonstige amüsante Begegnungen. Eine von kürzlich fällt mir noch ein: Ein junger Mann stand mit zwei Kindern, ungefähr im Alter zwischen sechs und zehn, vor den Katzenfutterregalen. Sie suchten Dosenfutter aus. Dies? Oder das? Eines der Kinder meinte: „Die Katze frisst aber nur Fisch.“ Darauf antwortete der junge Mann: „Das ist Lachs, und Lachs ist auch Fisch.“ Das Kind war durch diese Worten überzeugt, und die Dose landete im Einkaufswagen. Ich grinste vor mich hin und überlegte, welche Rolle dieser junge Mann spielte, denn er sagte noch zu den Kindern: „Diese vier Dosen sind für eure Katze und diese vier für meine.“ Ein Verwandter? Ein Freund der Familie? Oder ein Tagesvater? Gibt es so etwas überhaupt?

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Montag, 26. Januar 2004

Erstens und zweitens

Meine Erkenntnisse nach dem Wochenende:
Erstens: Lieber mal den Mund halten und sich sein Teil denken. Erspart manche Peinlichkeit.
Zweitens: Kaufe Ohrenstöpsel für die nächste Party.
Zum Thema Nummer Eins schreib ich nicht viel, das ist vor allem für mich zur Erinnerung. Es ist nicht so, dass ich viel (Blödsinn) rede, aber umso mehr ärgere ich mich, wenn ich dann irgendwelchen Unsinn von mir gebe. Thema Nummer Zwei geht auf die Party am Samstagabend zurück. Wir waren bei einem Bekannten zur Firmenparty in seiner Autowerkstatt eingeladen. Die Party selbst fand im leer geräumten Verkaufsraum statt, der Grill stand allerdings unter einer riesigen Absaugvorrichtung in der Werkstatt. Die Musik war zwar von Anfang an laut, aber es hielt sich zunächst noch in Grenzen. Nach dem ersten großen Run auf Grill und Salate steigerte sich die Lautstärke allerdings erheblich. Es wurden auch Partylieder gespielt. Kennt jemand „Komm, hol‘ das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer“? Wir rätselten, ob das von Wolfgang Petri stammt, aber wie ich gerade eben herausgefunden habe, singt das ein Olaf Henning. Noch nie gehört … Na ja, ist auch nicht so „ganz“ meine Art von Musik. Jedenfalls gibt es dazu den passenden Gemeinschaftshopser in der Tradition von Enten- und Ketchuptanz, wie uns ein Reigen tanzwütiger Damen demonstrierte. Ich vermute mal, das haben sie im letzten Sommer auf Mallorca geübt. Die Lautstärke der Musik nahm dann ein (für mich) unerträgliches Maß an. Andere Leute scheinen dagegen tatsächlich resistent zu sein, mir jedoch dröhnte der Kopf. Wenn die Unterhaltung hauptsächlich darin besteht, jedem Satz des Gegenübers zunächst ein „Wie bitte?“ entgegenzusetzen und ich die eigene Stimme trotz Schreiens nicht mehr hören kann, gebe ich irgendwann auf. Es ist mir schlicht gesagt zu anstrengend. Was noch erschwerend dazu kommt ist, dass ich überhaupt nicht gerne tanze. Oder vielmehr überhaupt nicht tanze, ich sei denn, ich werde dazu gezwungen. Ich denke, das ist auch besser so, denn neben den zumeist grazilen Gazellen auf der Tanzfläche würde ich wie ein hölzerner Elefant wirken. Das möchte ich mir und anderen doch ersparen. Ja, doch, die Party war sehr nett, aber beim nächsten Mal sollte ich mich besser auf so etwas vorbereiten. Als wir kurz nach Mitternacht nach Hause kamen, musste ich mich jedenfalls sofort ins Bett legen, weil meine Ohren nur noch nach Stille verlangten.
Und damit wir auch heute wieder etwas lernen: Der Lassotanz fällt wie der Enten-, Ketchup- oder ähnliche Tänze in die Kategorie Linientanz oder Line Dance. Er wird synchron in der Gruppe neben- oder hintereinander mit festgelegten, sich wiederholenden Figuren getanzt. Den ersten Line Dance lernte ich 1975 in der Tanzschule kennen. Bei diesen Tanzkursen wurde auch immer ein aktueller Modetanz geschult; leider war das in meinem Jahr „Kung Fu Fighting“, was ich nicht so prickelnd fand. Wesentlich besser gefiel mir ein anderer Linientanz, den ich ein Jahr später bei einer Tanztee-Veranstaltung lernte: Bus Stop. Getanzt wurde zu „Car Wash“ von Rose Royce.

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Donnerstag, 29. Januar 2004

Endlich Schnee

Im Grunde finde ich es schön, wenn es schneit und der Schnee auch liegen bleibt. Wenn schon Winter, dann weiß und kalt. Hauptsache, die Straßen sind geräumt und ich komme ohne größere Probleme zur Arbeit. Schon vorgestern Nacht hatte es geschneit, aber die weiße Pracht ist im Laufe des Vormittags fast vollständig weggetaut. And the same procedure last night – wieder Schnee, dann teilweise Sonne heute Vormittag und ziemlich plötzlich schneite es um halb elf wieder. Es kam für mich recht überraschend, denn kurz vorher strahlte die Sonne noch. Und als ich mich das nächste Mal wieder umdrehte (ich sitze mit dem Rücken zu den Fenstern) wirbelten jede Menge dicke weiße Flocken draußen vorbei. Jetzt, um 18 Uhr, kommen schon wieder dunkle Wolken auf uns zu und die nächste Ladung Schnee wird eintreffen. Lange soll das Winterweiß allerdings nicht anhalten, dann ist mal wieder Schmuddelregenwetter angesagt.

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Self control

Ich bastle gerade an einem neuen Design für einige meiner Web-Seiten. Und beinahe jedes Mal, wenn ich etwas umgestalte, setze ich mich mit der Frage auseinander, ob ich nicht ein Design als Vorlage über FrontPage verwenden soll. Ich arbeite gern mit FrontPage, die Menüs sind eben aus den anderen Office-Programmen bekannt und ich sehe gleich, was ich fabriziert habe. Ohne HTML-Kenntnisse geht es aber nicht, und auch mit CSS sollte man sich ein wenig auskennen. Ich würde auch keine der bei FrontPage mitgelieferten Designs verwenden, aber man kann schließlich auch andere Vorlagen einbinden. Und eine Vorlage ist ja erst einmal nichts Schlechtes. Für die Textverarbeitung finde ich Vorlagen absolut genial, gerade wenn ich ein größeres Werk wie ein Handbuch schreibe oder immer wieder auf dieselben Formatierungen zurückgreifen möchte. Mit den FrontPage-Vorlagen stehe ich allerdings auf Kriegsfuß. Ich weiß doch gern, was ich tue, und diese Dinger veranstalten mir zu viele undurchsichtige Aktionen. Nehmen wir zum Beispiel aktive Navigationsschaltflächen, also Buttons, die sich bei Mausberührung verändern. Das kann ich mit so einem Design ohne großen Aufwand einbinden. Aber was, wenn mir die Vorlage nicht hundertprozentig gefällt? Ich hätte gern eine andere Schrift, kann aber beim besten Willen nicht herausfinden, unter welcher Formatvorlage sich diese verbirgt. Am Montag habe ich nach einigem Hin und Her entnervt aufgegeben. Ich werde also meine Buttons selbst basteln bzw. anpassen und per JavaScript aktivieren. So habe ich das selbst unter Kontrolle und muss mich nicht den geheimen Machenschaften eines Programms unterwerfen.

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