Dezember 2003

Montag, 1. Dezember 2003

Film-Fieber

Als Alternative zum langweiligen Fernsehprogramm holte ich am Donnerstag eine Videocassette aus dem Schrank: Drei Männer im Schnee, ein Klassiker in Schwarz-weiß von 1955 nach dem Roman von Erich Kästner. Schon öfters gesehen, aber immer wieder amüsant.
Geplant, verschoben und dann doch kurzfristig am Freitagabend gesehen: Findet Nemo. Ein bezaubernder Film! Die Fisch-Charaktere sind einfach herrlich. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werden wir uns diesen Film ein zweites Mal ansehen.
Samstagabend war dann großer Filmabend, doch vom zweiten Teil haben wir nur den Anfang gesehen, der Rest folgt heute Abend: Der Herr der Ringe. Ich habe die Bücher nie gelesen und habe mich auch nicht sonderlich für die Filme interessiert, als der große Werbe-Wirbel um sie gemacht wurde. Nun aber bin ich begeistert: auch diese Filme gehören in die Kategorie „wiederholt sehenswert“. Und ich habe schon eine leise Ahnung, welches die nächsten Bücher sein werden, die ich im Original lesen werde.

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Verflossener Sonntag

Nach dem langen Filmabend haben wir ein wenig länger geschlafen – obwohl – ich muss gestehen, Aufstehen um viertel vor zehn ist für mich nicht so extrem spät. Ich schlafe meistens gerne lang und würde auch selten vor Mitternacht schlafen gehen, wenn der Wecker nicht erbarmungslos um halb sieben klingeln würde.
Zurück zum Sonntag: Nach dem Frühstück habe ich ein wenig am PC gesessen, bin herumgesurft und habe ein paar Fotos bearbeitet. Wie gern hätte ich mich dann aufs Sofa gelegt und gelesen, doch dazu hatte ich nicht die Ruhe. Wir erwarteten Besuch zum Kaffee, Angela mit Klein-Robin, der jetzt sechs Monate alt ist.
Als sie wieder nach Hause fuhren, war es dann auch schon Zeit für die „Lindenstraße“ und danach „Reklame!“ auf Kabel 1 mit dem Thema „Nicht nur sauber, sondern rein“. Da sprach wieder einmal das gute alte Gewissen zur Hausfrau, deren Wäsche nicht weich und duftend geworden war. Männer standen hilflos vor riesigen Wäsche- und Geschirrbergen und es hieß: „Wenn Vater waschen müsste, kaufte er noch heute eine Miele.“ Vater hat damals bestimmt nicht gewaschen, da frage ich mich, wie dann die Waschmaschinen ins Haus kamen. Aber vor allem kam es auf die Marke an: „Miele, Miele, sprach die Tante, die alle Waschmaschinen kannte.“ Ja genau, dachte ich mir, und sicherlich hätte sie auch den Miele-Herd und Backofen empfohlen, der in unserer Küche steht. Und das passt auch zum Thema der nächsten Woche, dann geht es ins Reklame-Kochstudio. Ich bin schon gespannt. Auf eines könnte ich allerdings gern verzichten: Dieses unerträgliche, verkrampft witzig sein wollende Moderatorenduo!
Da ich den Wortlaut der ersten Miele-Werbung nicht mehr genau im Kopf hatte, befragte ich wieder einmal Google und bin dadurch auf Slogans gelandet. Und sieh an, es gibt echte Dauerbrenner, die sich schon seit fast siebzig Jahren halten: Mit „Haribo macht Kinder froh“ wurde erstmals 1935 geworben.

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Dienstag, 2. Dezember 2003

Handwerker und Qualität

Am Sonntag hatte unser Brotbackautomat einen Aussetzer. Kurz vor Ende blinkte plötzlich die Anzeige, so als ob der Strom weg gewesen wäre. Das Brot ließ sich aus der Form lösen, aber es war noch etwas weich und wir haben es im Ofen fertig gebacken. Gestern wollte ich wieder ein Brot backen und damit gleichzeitig testen, ob das Gerät wieder einwandfrei funktioniert. Leider aber gab es schon beim Aufheizen leise zischelnde und brutzelnde Geräusche von sich. Jörg beschloss, einmal nachzusehen, was defekt war. Und so kommen wir zur ersten Qualität: Der Automat ist kein Billigprodukt, das so zusammengebaut ist, dass man es nicht auseinander nehmen kann – oder nur einmal, und dann ist es definitiv kaputt. Nein, er hat richtige Schrauben und man kommt an alle Einbauteile dran. Schnell war der Fehler gefunden, ein Stift auf der Platine hatte sich gelockert. Gelötet und wieder eingebaut startete der zweite Versuch. Doch die Heizspirale blieb kalt. Also erneutes Auseinandernehmen, Entfernen des schon etwas angekokelten Steckers und direktes Löten der beiden Kabel auf die Platine. Ergebnis: Noch immer keine Hitze. Jetzt kommt die zweite Qualität ins Spiel: Der perfekte Handwerker Jörg. So schnell gibt er nicht auf und kommt dem Übel tatsächlich auf die Spur. Die Leiterbahn auf der Platine war unterbrochen. Nachdem das repariert war, floss wieder wunderbare Brotbackhitze in den Backraum. Da ich nicht wusste, ob das Gerät wieder funktionieren würde und wann, hatte ich den Brotteig auf traditionelle Art im Ofen gebacken. Leider ist der Teig nicht so schön aufgegangen und es war auch etwas wenig Teig für die Form, so dass ein flaches Flunderbrot entstanden ist. Dem Geschmack jedoch tut es keinen Abbruch, es ist ein äußerst leckeres, dunkles Vollkornbrot geworden. Heute Abend folgt der Belastungstest und ich werde nochmals dieses Vollkornbrot im Automaten backen.

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Freitag, 5. Dezember 2003

Allein zu Haus

Den heutigen Abend werde ich allein zu Hause verbringen. Jörg ist auf der Weihnachtsfeier seiner Firma. Ich bin mal gespannt, wie lange sie feiern, denn es ging schon nachmittags los und das Essen war auch schon für 15 Uhr bestellt worden.
Wie immer an so einem Tag, wenn man denkt, endlich viel Zeit für alles Mögliche zu haben, schafft man nachher gar nichts. Aber egal, wieso soll ich mir Stress machen? Schließlich war ich nach dem Einkaufen erst um halb fünf zu Hause.
Eben bin ich ein wenig durch die Tagebücher und Weblogs gesurft. Ein Thema hatte mir vor ein paar Tagen auch gereizt, einige Worte darüber zu verlieren, aber mittlerweile finde ich das so was von albern. Ich dachte, alle Leute sind jetzt im Vorweihnachtsstress und haben Wichtigeres zu tun?
Ich werde jetzt den Abend mit einem Buch und einem schönen Film genießen!

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Samstag, 6. Dezember 2003

Resümee

Und was macht Frau, wenn sie einen Abend allein zu Hause verbringt?
16:30 Uhr: nach Hause kommen und Einkäufe auspacken
16:40 Uhr: ein paar Bissen vom restlichen Gulasch gegen den plötzlichen Hunger essen
16:45 Uhr: in gemütliche Klamotten werfen
16:50 Uhr: Katzenfutter nachfüllen
17:00 Uhr: den PC einschalten, E-Mails abrufen und ein wenig im Internet surfen
17:45 Uhr: einen kurzen Tagebucheintrag schreiben
18:00 Uhr: das Arbeitszimmer verlassen und die Küche aufräumen
18:15 Uhr: Küchenfernseher einschalten und nebenbei den Anfang vom Kochduell schauen
18:25 Uhr: den Fernseher im Wohnzimmer einschalten und Marienhof gucken
18:50 Uhr: in ein paar CDs reinhören
19:30 Uhr: Musik ausschalten, ein Gläschen Sekt einschenken, Buch schnappen, aufs Sofa legen und lesen
20:30 Uhr: Hunger: ein halbes Baguettebrötchen Olivenöl tränken, mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum belegen; essen und dabei weiter lesen
21:15 Uhr: noch einmal kurz E-Mails checken, einen Kommentar schreiben und dann den PC ausschalten
21:30 Uhr: Buch weglegen und einen Film anschauen
22:15 Uhr: noch ein Tomate-Mozzarella-Baguettebrötchen verspeisen
01:00 Uhr: Mann kommt nach Hause; gemeinsam noch ein Viertelstündchen im Wohnzimmer sitzen und dann schlafen gehen
Weniger spannend, aber auch mal sehr entspannend, so ein Abend.

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Montag, 8. Dezember 2003

Sonntag und die Erkältung

Schon wieder erkältet! Wie kommt es nur, dass ich im Laufe des letzten Jahres so oft damit zu tun hatte? Na ja, aber solange es nur ein kleiner Schnupfen ist … Gestern haben wir sogar einen kleinen Spaziergang in der Kälte gemacht und abends gab es ein scharfes Chili con carne. Beides konnte aber nicht verhindern, dass ich heute Nacht wieder Halsschmerzen bekam. Viel Lust auf PC hatte ich nicht, ich habe lieber gelesen und fern gesehen. Per Zufall bin ich bei Arte gelandet und der Sendung „Zu Tisch in …“, dieses Mal in Schweden. Ich sollte da öfters mal reinschauen, das war wirklich interessant. Später gab es dann wieder Reklame! mit dem Thema „Kochstudio“. Das Highlight der Sendung war der gefüllte Schweinebauch aus dem Maggi-Kochstudio. Dieses fettige Stück Fleisch würde heute keiner mehr im Fernsehen präsentieren, obwohl ein wenig Fett bei manchen Rezepten dazugehört. Man muss ja am Ende die Fettstücke nicht mitessen. Außerdem erfuhren wir, dass der Spinat mit dem Blubb bereits in den 60ern erfunden wurde und auch die Fischstäbchen schon ungefähr 38 Jahre alt sind. Dann wurde Eis zusammengerührt aus Speiseeispulver. An so etwas kann ich mich noch dunkel erinnern! Das Schlimmste für mich war der Aurora-Kindergrieß – der kleine Junge schaufelte mit Begeisterung diesen Grießbrei in sich hinein, während ich wieder einmal daran dachte, dass ich noch nie süße Hauptgerichte mochte.

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Dreimal Pieks

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich unangenehme Sachen gern vor mir herschiebe und dazu auch (Tier-)Arzttermine gehören? Seit November war Sammy mit der Impfung dran und außerdem wollte ich ihn „chippen“, also mit einer Mikrochipkennzeichnung versehen lassen. Nun gut, im November hatten wir einige Termine und ich habe es so einrichten können, dass es mir nie gepasst hat. Auch heute überlegte ich wieder. Ich musste auf jeden Fall zur Post, ein Päckchen abholen. Nebenan ist eine Apotheke, die immer Dolormin für Frauen vorrätig haben (das brauche ich in ein paar Tagen wieder). Also könnte ich doch vorher noch beim Geldautomaten vorbeifahren und ein paar Euros holen – falls ich morgen oder am Donnerstag zum Tierarzt fahren sollte. Gut, all dies habe ich erledigt, und dann dachte ich mir: tu’s endlich! Also holte ich zu Hause die Transportkiste vom Dachboden, packte Sammy ein und fuhr mit ihm zum Tierarzt. Leider war es heute voller als sonst und wir mussten ein halbe Stunde warten. Dabei kriegte ich auch mit, dass der nette Tierarzt gar nicht der Praxisinhaber ist, für den ich ihn bisher gehalten habe. Aber wie sollte ich es auch anders wissen, die Tierärzte stellen sich nie namentlich vor. Sammy bekam nach der obligatorischen Untersuchung zwei Spritzen für die Impfungen, die er ohne jegliche Reaktion über sich ergehen ließ. Dann wurde auf der linken Halsseite ein Stück Fell wegrasiert, es wurde desinfiziert und dann kam die dicke Nadel mit dem Chip. Ich musste den Kater am Kopf halten, die TIP (Tierärztin im Praktikum) hielt ihn hinten und der Arzt bohrte die Nadel unter die Haut. Katerchen wehrte sich – erfolglos – und war wenige Sekunden später gekennzeichnet. Nun muss ich ihn noch bei Tasso (und ein oder zwei anderen Organisationen) registrieren lassen, und falls er mal verloren gehen sollte, kann man mit einem Lesegerät die Chipnummer ablesen und den Besitzer ermitteln. Diese Kennzeichnung schützt zwar nicht gegen alle Eventualitäten, aber sicher ist sicher. Besser so als sich nachher sagen zu müssen: „Hätte ich doch …“
Sammy ist wirklich ein Herzchen, der nichts übel nimmt. Er hat sich ziemlich gewehrt gegen die Nadel und auch laut gequiekt, aber zu Hause kam er sofort aus der Transportkiste, lief zum Fressnapf und hat sich eine ordentliche Portion reingehauen. Dann legte er sich in das Lieblingsschlafkörbchen aller Katzen, wusch sich, schnurrte und schlief dann. Ich bin froh, dass wir es hinter uns haben, für mich war es bestimmt genauso nervenaufreibend.

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Dienstag, 9. Dezember 2003

Unruhiger Morgen, Polizeiauto und Dichter

Da bin ich heute mal früher aufgestanden als sonst, aber irgendwie hat es nicht so viel gebracht. Das frühe Aufstehen kam nicht ganz freiwillig. Zuerst wurde ich von meinem mitfühlenden Ehemann aus dem Schlaf gerissen, weil er mich anschubste. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, wenn ich Schnupfen habe und nicht so richtig Luft bekomme. Da könnte er doch ein wenig „mitleiden“ und wenigstens diese unbeabsichtigten Geräusche aus meinem Munde ertragen. Aber nein, die verschnupfte Frau wurde noch um den letzten Rest Schlaf am frühen Morgen beraubt. Aber damit war es nicht getan, nein, es ging es weiter auf der anderen Seite des Bettes: Licht einschalten und ins Bad gehen – währenddessen blieb freundlicherweise das Nachttischlämpchen an, wahrscheinlich, damit ich meine Träume besser erkennen konnte. Dann erneutes Hinlegen, endlich Licht wieder aus. Durchatmen und der Versuch, wieder einzuschlafen meinerseits. Unruhiges Herumwälzen neben mir. Kurze Zeit darauf erneut Licht an und in die Küche gehen. Natürlich durfte ich wieder bei Licht weiter auf die erlösende Dunkelheit harren. Fünf Minuten später Licht aus. Eigentlich war ich jetzt schon richtig wach und hätte aufstehen können. Aber ich könnte ja auch noch ein Viertelstündchen dösen. Zehn Minuten später erneute Bewegung rechts von mir, dieses Mal aber ohne Licht. Erleichtertes Aufatmen – nur das Fenster wurde gekippt und er legte sich wieder hin. Mittlerweile war es kurz vor sechs, wirklich Zeit zum Aufstehen. Und ausgerechnet da fielen mir die Augen zu und ich hätte noch gut ein Stündchen ruhen können. Dann sprang der Wecker auf 6 Uhr 18: Mein Angetrauter stand endgültig auf und ging ins Bad. 6 Uhr 25: Ich hörte ihn die Treppe hinunter gehen. Ich rollte mich aus dem Bett und ging unter die Dusche.
Kurz nach sieben machte ich mich auf den Weg zur Arbeit und freute mich, heute mal recht früh da zu sein. Aber falsch gedacht! Auf dem Südschnellweg stand ich prompt im Stau. Wahrscheinlich wieder ein stehen gebliebenes Auto irgendwo, vermutete ich. Minuten später konnte ich Blaulicht erkennen. Und was sah ich dann? Ein einsames Polizeiauto stand mit Blaulicht ohne erkennbaren Grund auf der rechten Fahrbahn und alle mussten drum herum fahren. Hatten die nichts Besseres zu tun als morgens im Berufsverkehr dort zu parken? Oder führten sie etwa auf ihrem außergewöhnliche Posten eine Verkehrszählung durch? Vielleicht war dort auch tatsächlich ein Unfall geschehen, die Unfallstelle mittlerweile schon geräumt, aber das Protokoll noch nicht geschrieben. Vielleicht gibt es eine Vorschrift, dass das Protokoll am Unfallort geschrieben werden muss. Also sitzen die Polizeibeamten danach im Auto – egal wo es gerade steht – und tippen den Bericht. Wenn das so ist, dann stimme ich sofort dafür, diese Vorschrift zu ändern. Nur wenige Meter weiter könnten sie den Schnellweg verlassen, dort gibt es gleich links einen McDonalds, und dort könnten sie gemütlich bei einem Frühstück ihren Bericht schreiben. Beim Polizeiprotokoll fiel mir sofort die Schreibmaschine ein. Ob auch in den Streifenwagen Schreibmaschinen integriert sind? Werden die Protokolle heutzutage immer noch mühsam mit Zwei-Finger-Suchsystem in die Maschinen gehauen? Das letzte Mal durfte ich ungefähr vor siebzehn Jahren einem solchen Ereignis beiwohnen. Das lustigste Erlebnis war allerdings ein Besuch bei der Gendarmerie in Théoule-sur-Mer, einem kleinen Ort westlich von Cannes. Das war im Urlaub 1989, und man hatte meinen kleinen Corsa und noch ein weiteres Auto in der Tiefgarage einer Ferienhaussiedlung aufgebrochen. Aus meinem Auto hatten sie das Radio geklaut, aus dem BMW des anderen Pärchens etwas mehr. Wir fuhren also gemeinsam zur Polizei und ich machte als Erste meine Angaben. Der Gendarm fragte mich erstaunt, ob ich auch Touristin sein. Wahrscheinlich machte ich auf ihn nicht diesen Eindruck, denn ich trug nicht die Urlaubsverkleidung, an der man die beiden BMW-Snobs gleich erkannte und außerdem konnte ich mich auf französisch recht gut verständigen. Übrigens war dieser Gendarm ein richtiger Dichter, denn im Protokoll schrieb er sinngemäß: „Der Täter machte sich die Gunst der dunklen Stunde zunutze, um die Tat zu begehen.“ (Schade, diese Seite des Protokolls hatte ich damals nicht kopiert.) Als ich meine Sache dann geregelt hatte, „durfte“ ich für das BMW-Pärchen Dolmetscherin spielen. Leider waren sie der französischen Sprache nicht mächtig und damit entging ihnen bedauerlicherweise die eine oder andere Spitzfindigkeit des Gendarms. Das Auto war, wie sich herausstellt, ein Geschäftswagen von Papi, und außer dem Radio waren Portemonnaie aus dem Handschuhfach (!) und Tennisschläger von der Rückbank entwendet worden. Das veranlasste den Gendarmen zu der spöttischen Bemerkung, sie hätten wohl kein Zimmer, um ihre Sachen aufzubewahren. Ich zuckte nur die Achseln und wir grinsten uns an. Nachdem die notwendigsten Sachen geklärt waren, überließ ich die beiden ihrem weiteren Schicksal. Sie haben sich später nicht einmal für meine Hilfe bedankt. Wenn ich das geahnt hätte, dann hätte ich mir vorher dreimal überlegt, ob ich ihnen weiterhelfe. Oder einfach ganz frech grinsend diese Frage nach der Aufbewahrungsmöglichkeit weitergegeben.

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Hygiene-Erziehung

In einem Mathebuch für die 3. Klasse, das ich gerade bearbeite, geht es auf einer Seite ums Wassersparen. Eine Beispielfamilie berichtet über ihre Gewohnheiten. Sohn Lars erzählt, dass er und sein Bruder einmal in der Woche ein Vollbad nehmen, während die Eltern und die Schwester dreimal in der Woche duschen. Die Mutter vertraut uns an, dass sie sechsmal in der Woche Wäsche wäscht. Kein Wunder, dass sie so viel waschen muss, war mein erster Gedanke, denn wenn die Bengels sich nur einmal in der Woche gründlich reinigen, wird ihre Kleidung viel schneller schmutzig. Aber ist nicht eher unser Hygieneverständnis (täglich duschen ist ein Muss) übertrieben? Nicht duschen oder baden bedeutet ja nicht, dass man sich nicht wäscht – obwohl … Bei den anschließenden Rechenaufgaben zum Wasserverbrauch gibt es nämlich keine Position „Körperreinigung am Waschbecken“, „Handwäsche“ oder „Katzenwäsche“. Es deutet also darauf hin, dass die sich tatsächlich nicht jeden Tag waschen. Aber mal weg von dieser Beispielfamilie – der Artikel „Fünf Irrtümer übers Waschen“ gibt Tipps, was man noch besser machen kann, ohne der Haut zu schaden oder als Schmutzfink dazustehen.
Trotzdem: Auch wenn ich mich nur mal kurz frisch machen will, springe ich lieber fünf Minuten unter die Dusche statt am Waschbecken herumzuplätschern!

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Anonymität erzeugt Unbehagen

Warum und weshalb und was mich zu diesem Eintrag veranlasst, muss ich erst einmal erklären. Kurz nachdem ich im Oktober 2002 im LBZB meine Arbeit angetreten habe, stellte ich einen fotografischen Rundgang durch das Gelände auf meine Website. So weit, so gut, mehr passierte lange Zeit nicht. Im Juli dieses Jahres hinterließ ein Jemand, der sich Hans nannte, einen Eintrag im Gästebuch des LBZB. Er wies darauf hin, dass ich auf meinen privaten Seiten einen Rundgang zeige und dieser unbedingt verlinkt werden sollte. Die Kollegin, die hier die Internet-Seiten betreut, fragte mich um mein Einverständnis, das ich ihr ohne Bedenken gab. Sie fragte auch nach diesem Hans, aber ich konnte dazu auch nichts sagen. Heute nun hat dieser Herr wieder ins Gästebuch geschrieben, hat sich bedankt, dass der Foto-Rundgang verlinkt wurde, schrieb darüber hinaus noch: „Das wird ihrer (= also meiner) Seite bestimmt noch mehr Besucher bringen“ und gab sogar noch einmal den Link zu meiner Homepage an. Mittlerweile ist mir das mehr als unangenehm. Es sieht ja so aus, als hätte ich das entweder selbst geschrieben oder jemanden beauftragt, sich für mich ins Zeug zu legen. Peinlich, peinlich … Soll ich vielleicht eine Richtigstellung in das Gästebuch schreiben? Oder lösche ich einfach die Foto-Seiten, weil ich keine Lust mehr darauf habe? Das bliebe ja allein mir überlassen, und wenn es der Herr Hans noch so sehr bedauern würde. Ich kann auch einfach nichts tun und es ignorieren. Fällt sicher weniger auf als ein Kommentar von mir im Gästebuch. Ich könnte mich auch über diese „Werbung“ freuen, aber ich wüsste schon gern, wer dahinter steckt. Es reicht schon, dass ich von einem gewissen „Werner“ bereits zweimal Briefpost nach Hause bekommen habe …

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Donnerstag, 11. Dezember 2003

Aufmerksamkeit

Viel Aufmerksamkeit richtet sich in vielen Tagebüchern und Weblogs auf die merkwürdigen Blogawards. Die einen sind dafür, die anderen dagegen und die dritten interessiert es nicht. Ich habe dort natürlich auch mal reingeschaut und einige Diskussionen um das Thema mitverfolgt. Heftig genickt habe ich kürzlich zu dem Kommentar von Limone im moBlog – ja, auch ich kenne so gut wie keines der Weblogs, die nominiert wurden. Kopfschütteln musste ich über manche Vorschläge in der Kategorie „bestes Design“. Wo ist das Design bei einem schlichten schwarzen Hintergrund mit farbiger Schrift? Nein, ich muss und will es wirklich nicht verstehen …

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Freitag, 12. Dezember 2003

Stampfkartoffeln

Seit Montag läuft auf Vox eine neue, zehnteilige Koch-Show: Schmeckt nicht, gibt’s nicht. Tim Mälzer ist einer der ganz jungen und unkonventionellen Köche. Also keine weiße Jacke, Kochmütze oder Schürze, sondern angezogen wie jeder von uns, der sich gerade mal in die Küche stellt. Die Sendung macht Spaß, denn er zeigt, wie einfach es doch ist, leckere Gerichte zu kochen. Manche der altgedienten Fernsehköche haben einen recht belehrenden Ton und das gibt es hier gar nicht, sondern einfach nur gute Tipps. Das sollte alle Kochanfänger und Kochmuffel überzeugen. Und obwohl ich nun wahrlich nicht zwei linke Hände habe was das Kochen anbelangt, lasse ich mich gern inspirieren. Man lernt doch nie aus. Gestern zum Beispiel: Fast jeder kennt doch Kasseler im Brotteig, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, ein FERTIGES Brot aufzuschneiden, auszuhöhlen, mit Sauerkraut und Kasseler zu füllen und dann in den Backofen zu schieben. Ich kannte bis dato nur die Variante des Umhüllens mit einem noch nicht gebackenen Teig und das artet dann doch schon wieder in größere Arbeit aus. Heute allerdings konnte ich zweimal nur freudig nicken: zum Ersten beim Gurkensalat nach dem Rezept seiner Oma (den mache ich genauso und er ist absolut lecker) und zum Zweiten bei der „rustikalen Variante des Kartoffelpürees“, der Stampfkartoffeln, denn die gab es bei uns erst gestern. Zum Reinsetzen lecker, aber leider ist der Topf immer viel zu klein 😉

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Sonntag, 14. Dezember 2003

Stilblüten

Nettes aus Schulaufsätzen habe ich per E-Mail bekommen und mich köstlich amüsiert beim Lesen:
„In Lappland wohnen 2 Sorten Menschen. Die reichen Lappen fahren im Rentiergespann, die armen Lappen gehen zu Fuß. Daher der Name Fußlappen.“
Hier ist der komplette Text:

Stilblüten aus Schulaufsätzen

Die Bibel der Moslems heißt Kodak.
Der Papst lebt im Vakuum.
In Frankreich hat man die Verbrecher früher mit der Gelantine hingerichtet.
Mein Papa ist ein Spekulatius. Der verdient ganz viel Geld an der Börse.
Bei uns dürfen Männer nur eine Frau heiraten. Das nennt man Monotonie.
Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer. Nur Papi nicht, der muss immer bei Mami schlafen.
Die Fische legen Leichen ab, um sich zum vermehren.
Gartenzwerge haben rote Mützen, damit sie beim Rasenmähen nicht überfahren werden.
Männer können keine Männer heiraten, weil dann keiner das Brautkleid anziehen kann.
Eine Lebensversicherung ist das Geld das man bekommt, wenn man einen tödlichen Unfall überlebt.
Am Wochenende ist Papa Sieger bei der Kaninchenschau geworden.
Meine Eltern kaufen nur das graue Klopapier, weil das schon mal benutzt wurde und gut für die Umwelt ist.
Eigentlich ist adoptieren besser. Da können sich die Eltern ihre Kinder aussuchen und müssen nicht nehmen, was sie bekommen.
Adam und Eva lebten in Paris.
Unter der Woche wohnt Gott im Himmel. Nur Sonntag kommt er in die Kirche.
Mein Bruder ist vom Baum gefallen und hatte eine Gehirnverschüttung.
Die Nordhalbkugel dreht sich entgegengesetzt zur Südhalbkugel.
Wenn man Kinder haben will, muss man entweder Sex machen oder heiraten.
Heiraten ist gar nicht so schlimm. Ein bisschen Sex, aber sonst geht es…
Wenn ein Mann und eine Frau sich verlieben, lügen sie sich zuerst ein bisschen an, damit sie sich auch füreinander interessieren.
Die Liebe findet einen immer, egal wie gut man sich versteckt.
Wenn Frauen zuviel Männersamen abbekommen, wachsen Ihnen kleine Bärte.
Kühe dürfen nicht schnell laufen, damit sie ihre Milch nicht verschütten.
Regenwürmer können nicht beißen, weil sie vorne und hinten nur Schwanz haben.
Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich drauf.
Wenn man kranke Kühe isst, kriegt man ISDN.
Die Fischstäbchen sind schon lange tot. Die können nicht mehr schwimmen.
Ich bin zwar nicht getauft, dafür aber geimpft.
Nachdem die Menschen aufgehört haben, Affen zu sein, wurden sie Ägypter
In Leipzig haben viele Komponisten und Künstler gelebt und gewürgt.
Der Zug hielt mit kreischenden Bremsen und die Fahrgäste entleerten sich auf den Bahnsteig.
Neben Prunksälen hatten die Ritter auch heizbare Frauenzimmer.
Alle Welt horchte auf, als Luther 1642 seine 95 Prothesen an die Schlosskirche zu Wittenberg schlug.
Cäsar machte das Lager voll und jeder stand stramm bei seinem Haufen.
Graf Zeppelin war der erste, der nach verschiedenen Richtungen schiffte …
Die Alm liegt hoch im Gebirge. Dort ist der Senner und die Sennerin. Im Frühjahr wird aufgetrieben, im Herbst abgetrieben.
Unsere Schule war früher ein Waisenhaus. Daran erinnert über dem Eingang eine eingehauene Frau, die vorne einen Knaben und hinten ein Mädchen empfängt.
Eine katholische Schwester kann nicht austreten, da sie zeitlebens im Kloster leben muss.
Die Macht des Wassers ist so gewaltig, dass selbst der stärkste Mann es nicht halten kann.
Wir gingen in den Zoo. Es war ein großer Affe im Käfig. Mein Onkel war auch dabei.
Der leichtsinnige Viehbrigadier hatte mit seinem Karren den ganzen Zaun umgefahren. Das Schwein konnte erst später eingefangen werden.
Mit starkem, großen Strahl geben die Feuerwehrleute ihr Wasser ab.
Der Landwirtschaftsminister ließ die Bauern zusammenkommen, denn die Schweine fraßen zuviel.
Beim Roten Kreuz widmen sich Männer und Frauen der Liebe. Manche tun es umsonst, andere bekommen es bezahlt.
Dort wo jetzt die Trümmer agen, standen einst stolze Burgfräuleins und warteten auf ihre ausgezogenen Ritter.
Es war eine machtvolle Demonstration. Der Marktplatz war voller Menschen. In den Nebenstraßen pflanzten sich Männer und Frauen fort.
In Lappland wohnen 2 Sorten Menschen. Die reichen Lappen fahren im Rentiergespann, die armen Lappen gehen zu Fuß. Daher der Name Fußlappen.
Auch wohnen dort die Menschen sehr dicht zusammen. Daher das Sprichwort: Es läppert sich zusammen.
Die Streichhölzer müssen gut versteckt werden, damit sie keine kleinen Kinder bekommen.
Meine Tante schenkte mir eine Sparbüchse. Sie war ein Schwein. Sie hatte 2 Schlitze. Hinten einen fürs Papier, und vorne fürs Harte.
Der Frühling ist der erste der 4 Jahreszeiten. Im Frühjahr legen die Hühner Eier und die Bauern Kartoffeln.
Vom Onkel wurde das Schwein in die Scheune gebracht und dort kurzerhand mit dem Großvater geschlachtet.
Vor 8 Tagen setzte sich meinem Vater ein zahmer Distelfink auf den Kopf… Dieser befand sich gerade auf dem Weg zur Arbeitsstelle.
Als unser Hund nachts zu bellen anfing, ging meine Mutter hinaus und stillte ihn. Die Nachbarn hätten sich sonst aufgeregt.
Vor 14 Tagen gab es in der Wirtschaft meiner Tante eine Schlägerei wegen einer Kellnerin, die sich auf der Straße fortpflanzte.
Meine Tante hatte so starke Gelenkschmerzen, dass sie die Arme kaum über den Kopf heben konnte. Mit den Beinen ging es ihr ebenso.
Vorigen Sonntag kam mein Vater sehr spät nach Haus. Er hatte sich im Stadtpark vergangen.
Die Eiskunstläuferin drehte ihre Pirouetten, dabei hob sich ihr Röckchen im eigenen Wind.
Die Gleichberechtigung der Frau wurde verwirklicht. Dies gilt auch für den Verkehr. Auch hier nimmt sie die gleiche Stellung ein.
Am Teich saß eine Magd und melkte eine Kuh. Im Wasser war es umgekehrt.
Die Pferde trugen Rosetten in den Landesfarben am Kopf, am Geschirr und an den Schwänzen. Jeder Mann war ähnlich geschmückt.

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Montag, 15. Dezember 2003

Matsch

Letzte Nacht hat es ein wenig geschneit, aber heute Morgen waren die Hauptstraßen weitgehend nur nass. Trotzdem war wieder einmal das typische „Eine-Schneeflocke-Syndrom“ zu beobachten: Kaum sieht es rundherum etwas weiß aus, trauen sich die meisten Autofahrer nicht mehr, normal auf nasser Fahrbahn zu fahren, bremsen ohne ersichtlichen Grund und schleichen mit nur 50 km/h über den Schnellweg.
Das Schulgelände sah heute Morgen um halb acht noch sehr idyllisch aus in seinem weißen Kleid. Ich bedauerte es schon, meine Kamera nicht mitgenommen zu haben, doch schon im Laufe des Vormittags war die weiße Pracht fast verschwunden. Obwohl es immer wieder – und auch in wunderhübschen dicken Flocken – schneite, blieb nur unangenehme nasse Kälte übrig. Auf so einen Winter kann ich verzichten.

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Dienstag, 16. Dezember 2003

Missverständnis

Am Sonntag habe ich mir natürlich wie jede Woche die Lindenstraße angesehen. Köstlich amüsiert habe ich mich über die misslungene Verabredung zum Abendessen von Helga und ihrem zweiten Ex-Mann Erich. Da lädt er sie in das edle italienische Restaurant „Rimini“ am Schillerplatz ein und Helga lässt sich zu einer Lokalität gleichen Namens in die Schillerstraße fahren. Beide sitzen, warten und fühlen sich äußerst unwohl in ihrer Haut. Das Missverständnis klärt sich auf, als beide wieder nach Hause fahren und in der Lindenstraße aufeinander treffen. Lustig fand ich es, weil ich 1997 ein ähnliches Erlebnis hatte. Es sollte ein Blind Date mit einem Mickey werden. Er wohnt ein Darmstadt und fragte mich im Chat, ob ich das „Kuckucksnest“ in der Landgraf-Georg-Straße kenne, im Keller darunter gäbe es ein Irish Pub. Mir war dieses „Kuckucksnest“ ein Begriff, hatte ich es doch kürzlich erst im Vorbeilaufen beim Heinerfest gesehen. Bei mir blieb als Treffpunkt nur „Kuckucksnest “ hängen. So weit, so gut. Als ich dort ankam wunderte ich mich als erstes, dass ich fünf Mark Eintritt zahlen musste. Da hätte ich stutzig werden und umkehren sollen. Aber nein, ich war so blöd, bezahlt und ging rein. Und dann wunderte mich noch mehr, denn sehr irisch war es auch nicht, ganz im Gegenteil. Es gab große Eimer mit Sangria und Strohhalmen und später lief eine ganze Meute sehr lustiger Leute mit schaumbedeckten Körpern durchs Lokal. Ich saß bestimmt eine Stunde an einem Tisch und wartete. Zwischendurch sprach ich sogar einen Typen an, ob er mit jemandem verabredet sei. Er war sehr irritiert und dachte wohl, das sei eine billige Anmache. Dabei meinte ich es wirklich ernst. Nach etwa einer Stunde gab ich auf und fuhr wieder nach Hause. Natürlich traf ich Mickey später am Abend im Chat. Wir stellten uns gegenseitig die Frage, wo der jeweils andere denn gewesen sei und warum er nicht gekommen sei. Dann klärte sich auf, dass ich mich am falschen Ort befunden hatte. Ich war im Erdgeschoss in dieser Kneipe ö  la Ballermann 6 gewesen, der Irish Pub allerdings befand sich im Keller! Wir haben dann noch zweimal versucht, uns zu treffen, aber es kam jedes Mal etwas dazwischen, so dass ich diesen Mickey nie persönlich kennen lernte.

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Mittwoch, 17. Dezember 2003

Ein drittes Mal …

… innerhalb kurzer Zeit bin ich heute Abend allein zu Hause. Nachdem Jörg am vorletzten und am letzten Freitag das „Vergnügen“ hatte, an Weihnachtsfeiern teilzunehmen, findet heute seine letzte vorweihnachtliche Veranstaltung statt. Mitarbeiter der Firmengruppe treffen sich zum Kart-Fahren. Die beiden letzten Jahre drehten sie in Laatzen ihre Runden, was quasi um die Ecke ist. Dieses Mal dachte sich der Organisator, es sei nett, dies in Bispingen (Nähe Soltau) stattfinden zu lassen und zwar mit obligatorischer Übernachtung. Ein solcher Termin – vor allem mit Übernachtungspflicht – stößt nicht unbedingt auf jedermanns Interesse und Jörg hatte so gar keine Lust dazu. Aber es stehen nur noch zwei Arbeitstage bevor und dann haben wir zwei Wochen Urlaub – oder anders gesagt ganze 16 lange Tage, das hört sich noch viel besser an.

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Donnerstag, 18. Dezember 2003

Stille

Noch ist es kühl in der Wohnung, dunkel und still. Ich schalte ein paar Lampen hier und dort in den Ecken ein. Ich tausche meine Alltagskleidung gegen einen kuscheligen Pullover, eine bequeme Hose und dicke Socken ein. Die Heizung schaltet sich ein und beginnt, die Räume zu wärmen. Die Mitbewohner auf vier Pfoten streichen um meine Beine, schauen mich erwartungsvoll an. Ich öffne für sie Packung und Dose und sie verspeisen mit gutem Appetit die frische Mahlzeit. Die Weihnachtssterne aus Holz beleuchten die Fenster und strahlen ihr warmes Licht aus. Die Straßenlaterne an der Ecke schimmert durch den zarten, glänzenden Stoff der Gardine. Es ist still im Haus. Mit Buch, Schokolade und einem Getränk verziehe ich mich auf das Sofa. Ich genieße die Ruhe und verbringe eine gemütliche Lesestunde. Später unterbricht das Fernsehprogramm die Stille. Ein Film, dann noch ein Film, dann zeigt die Uhr fast Mitternacht und es wird Zeit, den dringend notwendigen Schlaf zu suchen. Ich gehe nach oben. Nun ist es wieder ganz still – und leer. Diese ungewohnte Leere. Werde ich einschlafen können? Ich brauche nicht lange darüber nachzudenken, zum Glück habe ich einen gesunden Schlaf. Beim Aufwachen spüre ich jedoch sofort wieder das Gefühl der Leere. Aber es ist keine Zeit für viele Gedanken. Aufstehen, zur Arbeit gehen, das steht jetzt an erster Stelle. Als ich kurze Zeit später die Haustür hinter mir schließe, atme ich beinahe erleichtert auf. Der Tag vergeht viel zu langsam und ich sehne den Abend herbei. Das Ende der Stille.

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Freitag, 19. Dezember 2003

Letzter Schultag

Heute war mein letzter Arbeitstag in diesem Jahr. Wie immer geht es an diesem Tag vor Ferienbeginn etwas anders zu als sonst. Morgens habe ich noch einige Diagramme für die Auftragsstatistik fertig gemacht und dann gingen wir zur Weihnachtsfeier in die Aula. Dieses Mal war es extrem voll, leider aber war die Feier aus verschiedenen Gründen nicht gelungen. Die Geräuschkulisse in der Aula war recht hoch, unter anderem weil es gerade den mehrfach behinderten Schülern schwer fällt, ruhig zu sitzen. Wenn man dann die Theater-AG ohne Mikrofone auf der Bühne stehen lässt, ist das absolut unverständlich und sehr schade, denn man konnte fast kein Wort verstehen. Zwei Vorträge mussten abgebrochen werden, einmal weil die Sängerin in ihrer Aufregung mitten im Lied den Text vergaß und das zweite Mal, als der Schüler beim Gedichtvortrag einen Lachanfall bekam. Highlight war ein Choral, der gemeinsam vom Kinderchor und einem neu zusammen gewürfelten Chor aus der Lehrerschaft vorgetragen wurde. Nicht einmal der Keyboard spielende und singende Auszubildende, der seine Lieder selbst komponiert und textet, konnte in diesem Jahr überzeugen. Auch da stimmte die Akustik nicht und es war viel zu leise. Vor dem letzten Lied, das gemeinsam gesungen werden sollte, verdrückte ich mich dann. Mir taten schon die Füße vom langen Stehen weh und singen kann ich sowieso nicht.

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Sonntag, 21. Dezember 2003

Zugeklappt

Letzte Woche habe ich „Die Lüge“ von Petra Hammesfahr zu Ende gelesen. Wer neugierig ist, kann meine Buchkritik lesen.

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HPdW

HPdW? Was ist das bloß? Na ja, wenn alle Welt nur noch von GZSZ, DSDS, IPS oder SMS redet, nenne ich es einfach HPdW. Denn ich habe es natürlich bemerkt, dass meine Seiten Homepage der Woche bei Toms Klüngelladen sind. Vielen Dank, ich freue mich sehr!

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Wintereinbruch?

Heute, pünktlich zum Winteranfang, soll es einen Wintereinbruch in ganz Deutschland geben. Im Moment stürmt es hier recht heftig. Nun ja, es ist noch nicht so schlimm, alles steht noch an seinem Platz. Nur die Nordmanntanne, die wir gestern gekauft haben und am hinteren Ende des Carports abgestellt hatten, war mittlerweile umgekippt und ich habe sie neben mein Auto unters Carport gelegt. Am Laufe des Nachmittags sollen die Temperaturen rapide fallen und er Regen soll in Schnee übergehen.
Übrigens ist der genaue astronomische Winteranfang morgen früh, also am 22.12. um 08.04 Uhr. Eine Übersicht gibt es auf den Seiten des US Naval Observatory für die Jahre 1992 bis 2005.
Während es also stürmt und regnet, sitze ich am PC und versuche, mir den Platz mit Sammy zu teilen:

Ja, doch, es geht, ich muss eben ein wenig stärker am Mauskabel zerren 😉

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Montag, 22. Dezember 2003

Ein wenig Weiß

Der heftige Temperatursturz kam dann doch nicht. Gegen Abend hörte es auf zu stürmen und der Himmel war so klar, dass man wieder ganz deutlich den Orion mit seinen Gürtelsternen bewundern konnte.
Und dann hat es tatsächlich doch ein wenig geschneit, irgendwann heute Morgen zwischen 7 und 10 Uhr. Viel ist davon allerdings nicht übrig geblieben.
Heute, am ersten Urlaubstag war ein wenig Putzen angesagt. Das Bad verlangte mal wieder nach einer Grundreinigung. Danach Staub saugen, nebenbei spülen (lassen natürlich, von der Maschine) und jetzt sitze ich ein wenig am PC, während Jörg im Keller werkelt.
Morgen geht’s noch einmal zum Einkaufen und dann werden wir ein absolut ruhiges Weihnachtsfest verbringen.

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Dienstag, 23. Dezember 2003

Gans ohne Maronen, leicht alkoholisiert

Den letzten Einkauf vor Weihnachten haben wir heute auch erledigt. Es war recht voll bei Real, der gesamte Parkplatz war belegt. Ja, ich weiß, man könnte auch früher einkaufen und nicht in letzter Sekunde. Man vielleicht, aber ich nicht. Wir haben uns erst sehr kurzfristig überlegt, was wir leckeres zu essen machen wollen, gestern hatte ich keine Lust auf Einkaufen, also dann heute. Das hatte zur Folge, dass wir keine Pute, sondern eine Gans braten werden. Pute gab es nicht mehr, aber dafür 10 % Rabatt auf alle Geflügel. Es wird auch keinen Rosenkohl mit Maronen geben. Das Rezept wollte ich gern einmal ausprobieren und am Freitag standen auch noch ganze Maronen in Dosen im Regal. Leider hab ich sie nicht gekauft. Das haben andere für mich erledigt, heute waren jedenfalls keine mehr da. Egal, dann eben Rosenkohl pur. Übrigens hat es trotz der langen Schlangen an den Kassen durchaus auch Vorteile, wenn man erst kurz vor Weihnachten einkaufen geht: Wie schon erwähnt gab es das Geflügel günstiger und dann warfen sie auch noch alle Weihnachts-Deko-Artikel zum halben Preis raus. So haben wir für 10 Euro noch einen Weihnachtsbaumständer ergattert und brauchen den doch etwas dick geratenen Stamm nicht abzusägen.
Jörgs Eltern haben sich nun doch für den 26.12. zur Kaffeestunde angekündigt. Also habe ich heute Nachmittag kurzerhand Glühwein-Schokoladen-Muffins gebacken. Das Rezept gibt es im Muffin-Paradies in der Rubrik „leicht alkoholisiert“. Sie sind sehr, sehr groß geworden und sehen sehr, sehr lecker aus.

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Mittwoch, 24. Dezember 2003

Frohe Weihnachten

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Sonntag, 28. Dezember 2003

Endspurt

Weihnachten ist schon wieder vorüber und mit eiligen Schritten geht es auf das Jahresende zu – und natürlich auch auf das Ende des Urlaubs.
Weihnachten verbrachten wir ganz gemütlich, am 24. sahen wir uns noch einmal den ersten Harry-Potter-Film an und spätabends den Klassiker „Ist das Leben nicht schön?“.
Am 25. schliefen wir lange und dann schob ich die Gans für das Abendessen in den Ofen.
Am 26. hatten wir die Nachbarn abends zum Lasagne-Essen eingeladen.
Und auch gestern habe ich wieder richtig lecker gekocht: Es gab Geschnetzeltes vom Hirsch mit Preiselbeer-Sahne-Sauce, dazu Rosenkohl mit Maronen und Kartoffelplätzchen. Ja, ich habe gestern tatsächlich noch Maronen in der Gemüseabteilung gefunden und konnte den Rosenkohl genau so zubereiten wie ich es mir vorgestellt hatte.
Schade nur, dass ich sowohl gestern als auch heute mit Kopfschmerzen aufwachte. Das Aspirin hilft nicht so richtig und deswegen werde ich mich jetzt lieber mit einem Buch aufs Sofa legen statt hier noch länger am PC zu sitzen.

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Dienstag, 30. Dezember 2003

Same Procedure …

An Silvester muss gefeiert werden. Oder etwa nicht? Fest steht, dass es bei uns in diesem Jahr keine Silvesterparty geben wird. Fest steht aber noch nicht, wie wir den Abend gestalten werden. Meine Gedanken dazu habe ich aber schon einmal aufgeschrieben:
Was macht ihr denn an Silvester?
In diesem Sinne, feiert schön oder auch nicht, auf jeden Fall einen guten Start ins Jahr 2004!

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