September 2003

Dienstag, 2. September 2003

Muffin-Rezepte

Nun habe ich die fünf Rezepte auf meine Küchenseiten gestellt. Wer möchte, kann jetzt nachbacken. Das wird auch dir nicht erspart bleiben, Rhabarbara, denn einen längeren Postweg würde ich den leckeren Teilchen nicht zumuten. Da leidet nur die Qualität. Im Übrigen haben die Kollegen heute fast alle aufgegessen *ggg*.

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Kopflos

Was man nicht im Kopf hat … hat man hoffentlich irgendwo aufgeschrieben … Ja, das habe ich, aber leider liegen gelassen und deshalb gibt es das erst morgen zu lesen.

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Mittwoch, 3. September 2003

Die Faszination der Wirklichkeit

Kürzlich bin ich auf ein Weblog gestoßen, dem ich eher die Bezeichnung „Online-Tagebuch“ geben würde. Aber egal was es auch ist, ich habe jedenfalls alle Einträge mit Faszination gelesen. Fesselnd und interessant geschrieben, (fast) wie ein Roman, liest sich dieses Tagebuch: Junge, schöne, intelligente, beruflich erfolgreiche Frau mit Haus, Cabrio und Geld für exklusive Kleidung, lernt intelligenten, charmanten, gut aussehenden, erfolgreichen, selbstständigen Unternehmensberater Mitte dreißig kennen. Selbstverständlich wohnt dieser in einem perfekten Haus und fährt einen teuren Sportwagen. Es entwickelt sich, wie es zunächst scheint, eine perfekte Beziehung, doch dann kommt alles ganz anders … Ich fragte mich beim Lesen einige Male, ob dies tatsächlich dem wirklichen Leben entsprungen sein kann. Oder schreibt da etwa jemand ein Tagebuch so wie einen Roman und alles spielt sich nur in seiner bzw. ihrer Fantasie ab? Neben dem Schreibstil hat natürlich auch die komprimierte Form des Lesens zu meinem Eindruck beigetragen, ein Buch vor mir zu haben. Ein „Buch“, das mich bis in einen Traum verfolgte, in dem mir ein gut aussehender junger Mann à la David Cassidy (der Schwarm aller Teenies Anfang der 70er) mit monatlichem Einkommen von 10.000 Euro sein riesiges Haus zeigte.

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Samstag, 6. September 2003

Urheberrecht

Gestern hatte ich einen „netten“ Eintrag im Gästebuch (Nr. 138). Hausbesitzer aus unserem Dorf beschwerten sich, dass ich ihr Haus ohne ihre Genehmigung fotografiert habe und dieses Foto im Internet veröffentlich habe. Das Foto gehört zu den kleinen Spaziergängen, die ich auf meinen „On Tour„-Seiten zeige. Tatsache ist aber, dass man Gebäude fotografieren und diese Bilder veröffentlichen darf, solange man von einem öffentlich zugänglichen Platz aus fotografiert. Dazu braucht man keinerlei Genehmigung. Etwas anderes wäre es, wenn ich von meinem Fenster aus eine Aufnahme von Nachbars Garten mache, das darf ich dann nicht ohne weiteres, jedenfalls nicht ohne seine Erlaubnis. Tja, dieser Eintrag im Gästebuch ist doch etwas daneben, einfach zu behaupten, das sei eine „illegale Abbildung“ und „strafwiederig“ (was soll dieses Wort nur bedeuten?), ohne zu wissen, was man da schreibt. Und dann auch noch die Drohung, sich an „bestimmte Personen“ zu wenden … Mein Webspace-Provider wird sich hüten, meine Seite abzuschalten, weil ich dort meine EIGENEN Fotos veröffentliche, die meinem Urheberrecht unterliegen! Mal abgesehen von Gebäuden darf man sogar Aufnahmen von Personen veröffentlichen, solange nicht deren berechtigtes Interesse dagegen spricht. Zum Beispiel darf man Menschen auf Veranstaltungen fotografieren, wenn dabei nicht einzelne Personen in den Vordergrund gestellt werden. Ich hätte also das Haus nicht fotografieren dürfen, wenn der Besitzer davor gestanden hätte und mit aufs Bild gekommen wäre. Aber angenommen, dort würde ein Straßenfest stattfinden, dann wiederum wären Aufnahmen von Gebäude und Personen ohne Genehmigung erlaubt. Nun gut, nach diesen Ausführungen ist die Sache für mich erledigt. Hätte man höflich angefragt, so hätte ich sicherlich auch höflich geantwortet. So jedoch sehe ich keine Veranlassung, noch weiter darauf einzugehen.

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Sonntag, 7. September 2003

Schubladen

An anderer Stelle gab es vor einigen Tagen eine Anfrage und viele Kommentare zu Brotbackautomaten. Ich meinte, da ausnahmsweise auch mal meine Meinung äußern zu müssen, da wir schon gute Erfahrungen mit so einem Gerät gemacht haben. Leider erwähnte ich in einem Satz, dass die Brotbackmischungen von Aldi und Penny empfehlenswert sind. Und gehöre daher ab sofort in den Augen einiger Menschen in die Schublade „Fertiggerichtkocher“ und „Anti-Gourmet“. Wahrscheinlich. Hat ja keiner zu mir gesagt. Aber entweder muss man sich tausendprozentig genau überlegen, was man sagt oder schreibt oder die Meinung von anderen ist einem egal. Mich ärgert es, dass es mir nicht so egal ist und ich nicht einfach darüber stehen kann.
Ja, ich bekenne mich dazu, auch fertige Brotbackmischungen zu verwenden. Und ich nehme beim Kochen (aber das darf man ja dann nicht mehr so nennen) auch mal Knorr fix und Soßen von Thomy. Ich esse auch Tiefkühlpizza. Und ich schaue die Lindenstraße und – noch schlimmer – Marienhof!
Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn ich kann auch selbst zusammengerührtes Brot backen (eins befindet sich gerade im Automaten), ich kann „richtig“ kochen ohne Fertigzutaten wie zum Beispiel kürzlich eine Tomatenpastete und gestern Abend ein Thai-Curry …
Gut, ich merke schon, nachdem ich dies geschrieben habe, kann ich alles mit mehr Abstand sehen und die Gourmets Gourmets sein lassen und weiterhin das tun, was mir am besten gefällt.

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Dienstag, 9. September 2003

Offensichtliche Lügen

Was treibt manche Menschen dazu, ganz offensichtlich die Unwahrheit zu erzählen? Ich habe schon mehrere Situationen erlebt, in denen jemand etwas erzählte und ich in dem Moment an meinem Verstand zweifelte: denn in Wirklichkeit hatte es sich ganz anders abgespielt. Ein Beispiel: Eine Bekannte erzählte bei einer Party den anderen Anwesenden, dass sie am Sonntag vorher zum Frühstück bei einer Freundin eingeladen war. Sie berichtete ausführlich, was es zum Frühstück zu essen gab und welchen Kuchen die Freundin zum Nachmittagskaffee gebacken hatte. Ich saß daneben und dachte nur „wie bitte?“ Denn eines wusste ich genau: ich hatte an jenem Sonntag mittags mit ebendieser Freundin telefoniert und sie erzählte mir, dass die Bekannte nachmittags zum Kaffee kommen wolle – nachmittags, wohlgemerkt, und nicht schon zum Frühstück. Ich frage mich, warum nur erzählt sie solche – für manche – offensichtlichen Lügengeschichten? Natürlich ist die erwähnte Begebenheit völlig unwichtig. Es interessiert niemanden wirklich, ob und wann und wie lange sie dort gesessen hat. Aber gerade deswegen hätte sie doch die Wahrheit erzählen können. Manchmal habe ich den Eindruck, diese Menschen belügen sich selbst, also erzählen ihre Variante in der vollen Überzeugung, dass es sich genau so zugetragen hat. Eine Erklärung vielleicht, dass sie gar nicht anders können, aber meine Frage nach der Motivation ist damit noch nicht beantwortet.

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Mittwoch, 10. September 2003

Alles kaputt

Zuerst fing mein Knie vor einiger Zeit an, was sich aber im Augenblick wieder ruhig verhält. Seit Montag hatte ich einen rauen Hals und seit heute Morgen eine Erkältung, zum Glück nur eine leichte. Dann schaltete ich heute Abend meinen PC ein und der Monitor sagte „nein nein, ich will nicht mehr“. Ganz kurz grünes Lämpchen und sofort wieder aus … Mensch, mein schöner Gateway Vivitron, fast sechseinhalb Jahre haben wir zusammen verbracht und er war bis zuletzt in Hochform. Wirklich schönes Bild und eine ziemlich flache Bildröhre. Jetzt habe ich ersatzweise Jörgs (noch etwas älteren) 17-Zoll-Monitor auf dem Schreibtisch stehen und mehr als ein paar Tage wird der hier nicht verbringen. Die Bildqualität ist einfach zu schlecht und gerade merke ich nach zwei bis drei Minuten Tippen, dass meine Augen schmerzen. Um meine Augen muss ich mir erwiesenermaßen keine Sorgen machen, ich kann ansonsten stundenlange auf Monitore schauen. Aber da macht es sich doch bemerkbar, ob die gut sind oder nicht. Ich werde also die nächsten Tage damit verbringen, eine Auswahl zu treffen. Ein TFT-Display wäre sicher schick und schön, aber die günstigsten sind vermutlich zu „billig“ und auf jeden Fall zu klein. Alle anderen sind mir vor allem im Moment zu teuer. Außerdem sind sie nicht ganz so toll, wenn man ein wenig Bildbearbeitung macht. Es wird also wieder eine „Röhre“ werden, bleibt noch die Frage offen, welches Modell und ob 17- oder doch lieber 19-Zoll. Ich lasse mich überraschen.

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Also gut

Warum soll man nicht hin und wieder seine Meinung oder Einstellung ändern? Ich tu’s einfach und baue mal wieder eine Kommentarfunktion ein. Anfang dieses Jahres hatte ich keine Lust mehr darauf und hab sie rausgeschmissen. Mein Account bei Yaccs bestand aber nach wie vor noch und nachdem deren neuer Server in Betrieb ist, werde ich die Kommentare hier wieder aktivieren. Als ich mich heute einloggte, fielen mir sofort zwei „neue“ Kommentare ins Auge. Neu sind sie eigentlich nicht mehr, denn sie stammen noch vom Januar. Neu sind sie aber deswegen, weil ich sie noch nicht gelesen hatte. Ist halt ungeschickt, wenn man im Januar seine Kommentarfunktion rausnimmt und dann noch jemand bei Dezembereinträgen kommentiert. Ich hab da nie mehr nachgeschaut, weil sowieso kaum Kommentare geschrieben wurden. Wenn man allerdings – wie in einem Fall – eine Frage zu einem Tagebucheintrag vom 12. Dezember hat und dies am 4. Januar als Kommentar einträgt, ist das vielleicht auch nicht der beste Weg. Eine E-Mail wäre auf jedenfall nicht unbeantwortet geblieben. Aber wie auch immer, wer Lust hat, kann hier demnächst etwas schreiben.

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Donnerstag, 11. September 2003

Benebelt

Die Erkältung ist doch heftiger geworden als gedacht und so schlief ich letzte Nacht schlecht und habe mich heute mit Schniefnase und dröhnendem Kopf einigermaßen über den Tag gerettet. Sonst gibt es auch nicht viel, was mich aufheitern könnte. Die ständigen Einträge im Gästebuch wegen der angeblich illegalen Abbildung nerven und ich habe keine Lust, mehr als einen Gedanken daran zu verschwenden. In Sachen Monitor bin ich mittlerweile von meiner gestrigen Meinung etwas abgewichen, aber die Entscheidung wird sich mit Sicherheit noch etwas hinausziehen. Aus wenig beeinflussbaren Gründen.

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Freitag, 12. September 2003

Überlegt

Nachdem ich heute Mittag den Eintrag von Ralf in meinem Gästebuch gelesen hatte, erlag ich fast der Versuchung, sofort darauf und vor allem auf den wiederholten Eintrag „Illegale Abbildung“ davor zu reagieren. Erst einmal ein Dankeschön an Ralf für die detaillierten Ausführungen – damit dürfte es nun jede/r Leser/in verstanden haben, wie die Lage ist. Deswegen habe ich auch keine Lust mehr, durch weitere Kommentare das Thema am Kochen zu halten. Schluss damit!
Eine nette Idee , sich jemandem die Rechte erkaufen zu lassen. Klar hätte ich gern das eine oder andere, ich sollte mal überlegen, welche nicht so erwünschten Fotos ich noch machen könnte. Nein, aber das nur im Scherz, ich bin nicht käuflich, das Streitobjekt ist im Grunde nur ein Zufallstreffer auf einem Spaziergang gewesen und außerdem gibt es in dieser kleinen Fototour noch andere Häuser zu sehen. Nur nebenbei mal bemerkt hat derjenige, der sich mehrmals bei mir beschwert hat, nie angegeben, welches Foto eigentlich sein Haus zeigt …
Meiner Erkältung neigt sich erfreulicherweise dem Ende entgegen und ich kann fast wieder frei durchatmen.
Auch sind meine Gehirnwindungen wieder so durchblutet, dass ich vom Kauf eines recht preiswerten CRTs abgekommen bin und nun auf einen 17-Zoll-TFT-Monitor warte. (Ich muss sagen, nach Ralfs Anmerkung in seinem Gästebucheintrag war ich schon etwas erschrocken, denn es schien mir so, als hätte er meine noch nicht geäußerten Gedanken gelesen.) Da ich nur ein wenig Fotobearbeitung mache und keine professionelle Bildbearbeitung, und TFTs doch einige Vorteile gegenüber CRTs haben (kein Flimmer, wesentlich weniger Strahlung und geringer Energieverbrauch), wird das richtige Modell für meine Belange genügen. Eine Auswahl hätte ich schon treffen können, aber ich werde noch eine Weile mit dem alten Ding hier durchhalten, bis ich wirklich das Geld dafür übrig habe. Wie es immer so ist, kommt eben nichts im passenden Moment. Nächsten Monat muss mein Auto zur Hauptuntersuchung, und es ist immerhin schon elfeinhalb. Ich weiß schon, dass zum Beispiel neue Reifen fällig sind, und das muss auch erst einmal bezahlt werden.

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Montag, 15. September 2003

„Beschwerde“

Von gewissen Beschwerden über Häuserfotos habe ich nun langsam genug, aber das sollte noch nicht alles sein, denn nun beschäftigt mich wieder mein Eintrag „Schubladen“ vom 07.09. Hintergrund oder vielmehr Auslöser war eine Diskussion zum Thema Brotbackautomaten.
Ich ahne schon, dass sich jetzt alle fragen: „Was will die bloß? Wieso hat die sich darüber so aufgeregt? Da hat doch niemand über jemand anderen etwas Böses geschrieben!“ Ja, schon gut, schon gut, ich gebe zu, dass mein Eintrag tatsächlich wie eine Überreaktion oder eine Beschwerde aussieht. Ich hätte vielleicht – nein, ganz bestimmt – deutlicher formulieren sollen, um was es mir ging. Erstens war das Brotbackdings nur ein Beispiel, mir ging es nicht so sehr um diese spezielle Diskussion. Aber nun hat sich ja jeder ein eigenes Bild machen können. Gut, okay, es war sicherlich nicht so elegant, sich auf etwas zu beziehen und dann die Hintergründe vorzuenthalten – ich gelobe Besserung! Ich will ja meine werten Leserinnen und Leser nicht daran hindern, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Das wäre das eine. Aber wie gesagt, ich wollte mit meinem Geschreibsel lediglich zum Ausdruck bringen, dass ich mich geärgert habe, weil ich mir einen Schuh angezogen habe, obwohl ich definitiv NICHT gemeint und angesprochen war. Und überhaupt wurde niemand als schlechter Mensch bezeichnet, weil er Backmischungen verwendet und andere das nicht mögen.
Na ja, wahrscheinlich hat keiner außer mir verstanden, warum ich DAS geschrieben habe. Es war eben ein Gefühl, das bei mir ausgelöst wurde. Soll’s ja auch geben. Rückgängig machen kann ich es nun nicht mehr und ich werde mich hüten und den Eintrag löschen. Aber nachdem ich mich nun entschlossen habe, wieder eine Kommentarfunktion einzuführen, kann jeder gleich seinen Senf an Ort und Stelle dazugeben und dann wird sich vielleicht manches rechtzeitig aufklären lassen. Trotzdem wird mich dieser Vorfall auch in Zukunft nicht daran hindern, genau das zu schreiben, was mir durch den Kopf geht und vor allem WIE ich es empfinde. Ich nehme dafür gern das Risiko in Kauf, dass es nicht immer so verstanden wird, wie es gemeint war.

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Selbstbild – Fremdbild

Ich dachte eigentlich bisher, dass ich ein lieber, netter, sympathischer und friedliebender Mensch bin – eher genau das Gegenteil von einer unfreundlichen, meckernden, übelgelaunten und unsympathischen Zicke. Aber so einige Ereignisse – ich sag nur das Wort „Beschwerden“ – lassen mich doch etwas grübeln, ob Außenstehende nicht einen anderen Eindruck von mir bekommen. Nicht dass hier Missverständnisse entstehen: es hat niemand etwas Schlechtes über mich geäußert, jedenfalls nichts, von dem ich weiß. Ich denke einfach nur darüber nach, ob ich wirklich so bin, wie ich mich sehe oder ob die mögliche Einschätzung von mehr oder weniger Fremden eher richtig ist. Ein Ereignis aus der Vergangenheit werde ich jedenfalls nie vergessen: ich war 1980 zu einer Silvesterparty eingeladen, die Organisatoren kannte ich durch den Sportverein. Für mich war es keine Frage, dass sie mich eingeladen hatten, weil ich ihnen sympathisch war. Doch dieses Bild bekam einen Riss. Ich schrieb damals in mein Tagebuch:
Sonntag, 04.01.81. Die Silvesterparty war ganz gut. Aber auch nicht mehr. Ich war am Ende ganz schon sauer, denn Uli S. hatte mir erzählt, daß sie (u. a. die Veranstalter der Party) einmal zufällig von mir gesprochen hätten, und dabei habe sich herausgestellt, daß sie mich alle nicht sehr mögen. Er meint, sie würden mich unterschätzen.
Ich weiß nicht, ob es stimmte, was dieser Uli mir damals erzählt hat. Doch es war wie ein Schlag vor den Kopf. „Sie mögen mich alle nicht!“ „Du bist nur eingeladen, weil L. darauf bestanden hat!“ Ich fand damals einen „großartigen“ Weg, um das zu verarbeiten:
Danach war ich sauer auf die anderen; jetzt aber nicht mehr, nur noch auf ihn. Ich glaube nicht mehr, was er mir erzählt hat. Das war ganz schön idiotisch.
Ich weiß, dass niemand es schaffen wird, von allen Menschen gemocht zu werden und ich behaupte mal, dass es auch nicht erstrebenswert ist. Unter Umständen kann es aber vielleicht helfen, wenn ein offensichtlich falsches Bild ein wenig zurechtgerückt wird. Vielleicht muss ich dann von meinem mir doch so vertrauten Bild abrücken und mir eingestehen, dass ich eine unsympathische Zicke bin. Aber das würde mir gar nicht gefallen!

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Dienstag, 16. September 2003

Anonymität

Heute bin ich auf einen Eintrag in einem Weblog gestoßen, der mich sehr verwunderte. Und mich an meiner bisherigen Auffassung vom Internet beinahe zweifeln ließ. Ich habe dann hin und her überlegt, denn ich wollte das Ganze nicht auf sich beruhen lassen. Also habe ich meinen Kommentar in diesem Weblog hinterlassen, nämlich bei Gabi. Ihre Antwort erklärt zwar ihren Weblog-Eintrag, aber für mich bleiben trotzdem noch einige Fragen offen:
Wie ist das nun mit der Anonymität? Sollte ich höflicherweise mitteilen, dass ich irgendwo regelmäßig lese? Ist es ein positives Zeichen, wenn ich informiere: „Hallo, ich habe deine Seite verlinkt“. Ja, natürlich, falsch oder schlecht ist es ganz bestimmt nicht. Ich jedoch erwarte dies nicht von meinen Lesern. Wer anonym bleiben will, darf es. Wer will, darf meine Seiten gern verlinken. Wenn ich das nicht wollte, hätte ich das falsche Medium gewählt. Vielleicht kommt meine Einstellung unter anderem auch daher, dass ich Anfang 2000 begann, ein Online-Tagebuch zu schreiben. Ich habe es für andere zum Lesen ins Internet gestellt, Rückmeldungen waren erfreulich, aber nicht erwartet oder notwendig. Mittlerweile gibt es nur noch wenige solcher Tagebücher, die meisten sind oder nennen sich Weblogs und Kommentare zu den einzelnen Einträgen gehören einfach mit dazu. Doch es ist nicht jedermanns Sache zu kommentieren, schon gar nicht zu allen Themen und natürlich immer vorausgesetzt, es gibt eine Kommentarfunktion. Oder ins Gästebuch zu schreiben „hallo, deine Seite ist toll“. Oder sogar eine E-Mail zu schreiben … Viele lesen eben nur und wollen nicht mehr. Ich gehöre auch zu jenen, die viel lesen und sich eher selten zu Wort melden. Und überhaupt – ist die Anonymität aufgehoben, wenn mir eine Leserin schreibt, dass sie die Uschi aus dem Leinetal ist, die schon seit Wochen begeistert mein Tagebuch liest? Könnte diese Uschi nicht vielleicht eine Verwandte, Kollegin oder Nachbarin sein, die sich hinter einem falschen Namen versteckt und mich nur aushorchen will? Es könnte viel oder auch gar nichts sein … Was ich damit sagen will ist, dass auch eine Leserin, von der ich nur den Namen Uschi und vielleicht den Wohnort kenne, nach wie vor eine Unbekannte für mich bleibt.

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Freitag, 19. September 2003

Anonymität, die mich ärgert

Mit anonymen Lesern oder eben solche, die sich nicht auf die eine oder andere Art zu Wort melden, habe ich kein Problem. Wohl aber mit anonymen E-Mails. Heute erhielt ich eine an sich recht harmlose E-Mail, die sich auf einen älteren Eintrag in meinen Tagebüchern bezog. Nun gut, die E-Mail-Adresse gibt häufig noch keinen Aufschluss über den Absender. Auch ist es für manche Leute sicherlich schwierig, den Namen des Adressaten herauszufinden (ich sag nur: Impressum!). Aber wenn dann nicht einmal eine Grußformel und ein Name unter der E-Mail steht, finde ich das reichlich unhöflich. Man sollte doch auch auf diesem Weg einige grundlegenden Formen bewahren. Frau oder Herr Unbekannt wird daher leider nicht mit einer Antwort von mir rechnen können. Aber selbstverständlich kann sich der- oder diejenige noch einmal bei mir melden und zeigen, dass er oder sie über Umgangsformen verfügt.

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Montag, 22. September 2003

Das Ende des Sommers

Pünktlich zum Herbstanfang soll es ab morgen deutlich kühler werden. Also habe ich die letzten schönen Tage genutzt und mehr auf der Terrasse als am PC gesessen. Nun ja, nicht ganz, am Samstagmittag habe ich zwei Stunden hier verbracht und neue Foto bearbeitet. Somit gibt es jetzt einen erweiterten fotografischen Spaziergang in und um Hemmingen. Gestern saß ich einige Stunden auf der Terrasse unterm Sonnenschirm und habe Harry Potter weiter gelesen. Dieses Mal sogar ohne Wörterbuch. Denn je länger ich das Original gelesen habe, umso flüssiger ging es und ich konnte mich mehr und mehr damit anfreunden, nicht JEDES Wort verstehen zu müssen. Und zur weiteren „Übung“ habe ich mir schlauerweise damals gleich die Bände 1 bis 4 in der Originalausgabe noch mitbestellt. Also kann das schlechte Wetter kommen!

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Dienstag, 23. September 2003

Löwenmauls Worte zur Werbung

Heute ist es wieder soweit und ich möchte einige Worte über die Werbung verlieren:

Erst aufessen, dann sprechen

Wir sind wieder einmal zu Gast im Maggi-Kochstudio. Die so genannten Köchinnen zeigen diesmal, wie schnell und einfach eine Lasagne mit den Ingredienzen einer ihrer geheimnisvollen Tüten zubereitet werden kann. Dann geht es ans Probieren. Kaum hat die eine der Tütenfeen den ersten Bissen im Mund, teilt sie uns begeistert mit: „Das mache mer mal wieda!“ Halt, nicht so voreilig, meine Dame, geht mir an dieser Stelle jedes Mal durch den Kopf. Diese Absichtserklärung kommt definitiv zu früh. Iss erst einmal brav deine Portion Lasagne auf, und wenn du dich dann gesättigt und zufrieden zurücklehnst, kannst du gerne sagen: „Das war lecker, das machen wir mal wieder.“

Bleich und blau

Ein Logo, eine Farbe, ein Slogan – wiedererkennbar soll ein Produkt oder ein Unternehmen sein. Bei BHW ist es das Blau. Als Blickfänger tragen die Darsteller in den Werbespots riesige, hässliche Pilotenbrillen mit blauen Gläsern. Leider zeigt sich dies als sehr unvorteilhaft, denn das Blau macht die bleichgesichtigen und hellhaarigen Darsteller mit der farblosen Kleidung noch blasser, wenn das überhaupt möglich ist. Sie hinterlassen eher einen kranken, überarbeiteten und depressiven Eindruck als einen optimistisch in die „blaue“ Zukunft schauenden. Meine Empfehlung: wenn schon blau, dann bitte nicht in dieser unsympathisch wirkenden Kombination.

Ungelogen kleiner

Zwanzigtausend Poren sind kleiner, einfach feiner … Als was?, frage ich mich. Als ein Mondkrater? Schlau gemacht, dachte ich die ganze Zeit. Mit einer solchen Aussage hat die Neutrogena-Werbung immer Recht, denn das Fotomodell aus dem Spot verrät nicht, mit was sie verglichen hat. Erst über die Web-Site bin ich heute dahinter gekommen, was sie eigentlich damit sagen wollte. Dort steht nämlich: „In unserem Gesicht befinden sich über 20.000 Poren. Je kleiner die Poren sind, umso glatter und ebenmäßiger ist der Teint.“ Die gute Frau hätte also sagen müssen: „MEINE zwanzigtausend Poren sind kleiner, einfach feiner, seit ich diese Creme benutze.“ Dann hätte es gestimmt. So kann ich nur feststellen: schlampige Texter!

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Donnerstag, 25. September 2003

Schottenrock

Den gab es gestern Abend im Capitol, und zwar Runrig. Wir waren erst kurz nach halb acht da, denn wir hatten keine Lust, vorher noch stundenlang warten zu müssen. Das Capitol ist nicht so riesig, vielleicht passen 2000 Leute rein, so dass man keinen ganz schlechten Platz kriegen kann. Am liebsten wäre ich noch später hingegangen, denn eine gute Vorgruppe gibt es bei solch kleineren Konzerten nur selten. (Ausnahme: Picture House bei der Long Distance Tour von Runrig 1997). Und wie erwartet hätte man sich die Ein-Mann-Vorgruppe sparen können. Ein Musiker aus Hannover namens Kuersche, schrammelte wie wild auf seiner Akustikgitarre und sang dazu. Es half auch nichts, dass er unter anderem ein bekanntes Werk (ich glaube von den Pet Shop Boys) zum Besten gab, das Publikum war froh, als er nach einer guten halben Stunde die Bühne endlich verließ. Aber dann ging’s los – mit „From the North“ vom neuen Proterra-Album starteten Runrig. Fantastisch wie immer haben sie gespielt – sogar noch besser als bei meinem letzten Konzertbesuch im Oktober 1998. Manche – mittlerweile ehemalige – Fans können sich mit Runrigs neuer Stimme Bruce Guthro nicht anfreunden: „Seit Donnie weg ist, ist es nicht mehr dasselbe.“ Nein, natürlich ist es nicht dasselbe, aber ich empfinde Bruce als Bereicherung für die Band. Auch der neue – und noch ganz junge – Keyboarder Brian bekam an mehreren Stellen Szenenapplaus, vor allem, als er in kurzen Einlagen seine stimmlichen Qualitäten zeigen durfte. Der Rest der Band ist ja nun schon ein klein wenig älter, schließlich sind sie schon seit dreißig Jahren dabei! Wir standen irgendwo in der hinteren Hälfte, in der Nähe des Mischpults. Der Techniker hatte eine Songliste vor sich liegen, die konnte ich auf die Entfernung nicht lesen, aber ich konnte erkennen, dass es zwei Zugaben mit jeweils zwei Titeln geben würde. Und so war es dann auch. Das Publikum war wie üblich im guten „Mittelaltersdurchschnitt“, also der Großteil zwischen 30 und 45, der Rest eher darüber als darunter. Bei mir ging das Konzert leider beinahe an die Grenze des Erträglichen, nein, nicht was die Musik betrifft, sondern das lange Stehen bereitet mir Probleme. Seit mein rechtes Knie vor acht Jahren operiert werden musste, habe ich in dieser Hinsicht wirkliche Schwierigkeiten. Eine Schwierigkeit war noch das Verlassen der Tiefgarage. Alle fuhren erst einmal mit dem Auto Richtung Ausfahrt, um dort erst zum Kassenautomaten zu gehen. Die abgestellten Autos blockierten natürlich die Ausfahrt. Während Jörg mit dem Auto in diesem Stau stand, war ich schon mal vorgelaufen zum Kassenautomaten; dort standen mindestens zwanzig Leute vor mir. Ein Mann kam vorbeigelaufen und rief, dass einhundert Meter weiter noch ein zweiter Automat sei. Die Gelegenheit nutzen sage und schreibe drei (!) Frauen, von denen ich eine war. Alle anderen zogen das Warten anscheinend vor. Ein erboster Autofahrer hatte bereits mit quietschenden Reifen und aufsetzendem Auspuff das Parkhaus verlassen. Er war ein „klein wenig“ wütend geworden, weil er schon brav bezahlt hatte, dann wegen der blockierenden Autos lange warten musste und schließlich noch einmal nachzahlen musste. Ich hatte schließlich an dem anderen Automaten bezahlt und hetzte zurück, denn natürlich war ich der Meinung, dass sich der Stau mittlerweile aufgelöst haben müsste. Dem war aber nicht so. Aber wir waren schlau: Nachdem es wieder einige Meter vorwärts gerollt war, ergab sich eine Gelegenheit, links abzubiegen. Wir fuhren einmal quer durch die Tiefgarage und nahmen die andere Ausfahrt! Dort war weit und breit kein Auto! Es war dann viertel vor zwölf, als wir schließlich zu Hause ankamen. Sofort schlafen gehen war aber nicht drin und so wurde es ein Uhr. Ui, das Aufstehen heute Morgen war schrecklich! So ist das eben, wenn man älter wird, früher hätte man das locker weggesteckt. Das nächste Mal sollte ich mir bei einem solchen Vorhaben am nächsten Tag frei nehmen.
Sonstige Nachwirkungen: Ich habe mir Proterra heute bei Amazon bestellt.
Übrigens gibt es auf diesem Irland-Schottland-Portal Informationen zu Runrig und der aktuellen Tour.

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Freitag, 26. September 2003

Merkzettel

Als Nachtrag zu meinem gestrigen Eintrag schreibe ich mir heute noch einen Merkzettel, damit ich nicht jedes Mal grübeln muss, bei welchen Runrig-Konzerten ich wann war oder auch nicht:

  • 23.01.1996 Aschaffenburg, Unterfrankenhalle
  • 08.06.1996 Loreley, Open Air
  • 31.08.1996 Waldbronn, Stadion, Open Air
  • 07.03.1997 Offenbach, Stadthalle
  • 09.10.1998 Hannover, Capitol
  • 13.12.1999 Hannover, Capitol – ist an mir vorbeigegangen
  • 2000 kein Konzert in Hannover
  • 15.06.2001 Hannover, Capitol – Hausbaustress und nichts mitgekriegt
  • 30.08.2002 Hannover, Parkbühne Open Air – lange überlegt doch nicht hingegangen
  • 24.09.2003 Hannover, Capitol
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Samstag, 27. September 2003

Schon da

Donnerstagnachmittag bestellt, am späten Abend schon die Benachrichtigung, dass mein Paket versandt wurde und heute Morgen mit der Post eingetroffen: „Proterra“ von Runrig, bei Amazon gekauft und fix geliefert. Und dann konnte ich es mir doch nicht verkneifen, noch drei Bücher zu bestellen. Sonst hätte es sich doch gar nicht gelohnt, oder? Das ist eben mein Luxus: lieber mal wieder etwas Lesestoff statt neuer Schuhe oder einem Restaurantbesuch.

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Nachteule

Ist es vielleicht angeboren, dass manche Menschen eher Nachteulen als Frühaufsteher sind? Ich bin nämlich um 23.50 Uhr geboren und finde eher schwer ins Bett als morgen leicht hinaus. Gestern war ein absolut typischer Tag dafür. Nachdem es am Mittwochabend etwas später geworden war, bin ich am Donnerstag ganz brav schon kurz nach 22 Uhr ins Bett gegangen. Leider habe ich gestern Morgen noch nichts von dem nachgeholten Schlaf gemerkt. Und dann saß ich gestern gegen 18 Uhr hier am PC und mir fielen beinahe die Augen zu. Ich war dann so müde, dass ich zuerst auch gar keine Ambitionen verspürte, mich in die Küche zu stellen und zu kochen. Aber Jörgs Vorschlag „Pizzadienst“ hat mir dann doch nicht so gefallen, also haben wir gemeinsam eine Pizza selbst gemacht. Während Jörg Zwiebeln und Paprika geschnipselt hat, habe ich den Teig zusammengerührt und dann die Pizza belegt: Tomatensauce, Zwiebel, Paprika, Thunfisch, Oliven und Käse. OK, ich bin etwas abgeschweift, über die Pizza wollte ich gar nicht schreiben … Jedenfalls war ich später am Abend dann wieder wach und wollte gar nicht früh ins Bett gehen. Es war dann wieder mal kurz nach Mitternacht, aber dafür habe ich heute schön ausgeschlafen.

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Sonntag, 28. September 2003

Urlaub am Comer See

Ich bin ab sofort für eine Woche verreist – leider aber nur virtuell. Auf Einladung von Engelbert verbringe ich ein paar Tage am Comer See. Danke dafür!

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Montag, 29. September 2003

Rückgängig: Nicht möglich

Gestern habe ich für die Web-Seite eines Bekannten zwei Karten für die Anfahrtsbeschreibung gebastelt. Da es nun nicht so einfach ist, mit der Maus am PC zu zeichnen, brauchte ich doch häufiger die „Rückgängig“-Funktion. Anscheinend zu oft – denn später passierte mir Folgendes: Ich nahm ein auf die Schnelle in den Wäschekorb gelegtes T-Shirt, um es richtig zusammenzufalten und in den Schrank zu legen. Da stellte ich fest, dass eine Naht aufgegangen war. Also wollte ich es im ursprünglich gefalteten Zustand beiseite legen und da suchte ich doch einen Moment lang die „Rückgängig“-Taste für diesen Vorgang. Hilfe!!!

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Dienstag, 30. September 2003

Lerche oder Eule – die Gene sind schuld

Am Samstag hatte ich die Frage gestellt, ob die Tendenz zur Nachteule oder zum Frühaufsteher vielleicht angeboren ist. Eigentlich war es nur so ein spontaner Gedanke und ich wollte ihn nicht weiter vertiefen. Dann bin ich aber doch neugierig geworden, habe ein wenig recherchiert und Interessantes gefunden:
Vor kurzem wurde ein Gen namens „Period 3“ entdeckt, das mit anderen Genen zusammen die innere Uhr steuert. Nachtaktive Menschen besitzen ein kürzeres Gen, die Nachtschläfer ein längeres.
Mehr Infos und einen Link zum englischen Text gibt es hier:
Gene machen Frühaufsteher und Morgenmuffel.

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