Juli 2003

Mittwoch, 2. Juli 2003

Ich schreib mal über die Werbung

Schaut man häufiger fern, dann kann man den Werbespots kaum entkommen, vor allem natürlich bei den Privatsendern. Bei manch schönen Filmen ist es schon lästig, ständig die Unterbrechungen zu ertragen, aber oft finde ich es interessant anzuschauen, wie man uns all die Produkte verkaufen möchte. Eine kleine Glosse gibt es schon über eine Geschirrspülmittel-Werbung und vielleicht werde ich jetzt in unregelmäßigen Abständen meine Meinung vor allem über Fernsehwerbung zum Besten geben. Es gibt doch so manch Witziges und so viel Schauriges, dass ich es nicht ganz in Vergessenheit geraten lassen möchte. Heute mache ich nun den Anfang mit

Löwenmauls Worte zur Werbung

Tierisch gut

Schweppes – erfrischend bissig. Der sprechende High-Society-Leopard liegt mit seinem Kumpel, dem Krokodil Christopher („hässlich, aber nützlich“), gemütlich am Pool. Während sich Leo darüber beklagt, keine Geburtstagspost bekommen zu haben, schiebt ein Äffchen einen Servierwagen mit Getränken heran und ruft mit glockenheller Stimme „Erfrischung!“ (Herrlich!) Als Christopher dann aufstoßen muss und die Mütze des Briefträgers ausspuckt, sagt Leo lediglich etwas beleidigt: „Du hättest ihn ja wenigstens mit mir teilen können.“
Kukident – Dem Leben die Zähne zeigen. Auch bei Kukident geht es tierisch zu. Ein Zeichentrick-Leopard wacht auf, als morgens ein Büffel vorbeigaloppiert. Leider hat er seine „Dritten“ noch nicht im Maul. Aber mit den neuen 3-Minuten-Tabs ist das kein Problem, flugs sind seine Zähne „hinreißend“ und er verabschiedet sich mit einem „bin auf dem Sprung“, um sein Frühstück zu erlegen. Witzige Idee, kann ich da nur sagen. Wenn mich ein Werbespot zum Lachen oder Schmunzeln bringt, hat er schon gewonnen. Selbst wenn ich nicht zur Zielgruppe der Kukident-Käufer gehöre.

Zum Weglaufen

Ein Kino, alle warten gespannt auf den Film. Aber dann erscheint eine nervtötende Anke Engelke und drängt sich Popcorn mampfend und -verstreuend an den anderen Kinobesuchern vorbei. Aufdringlich rückt sie ihrem Nachbarn auf die Pelle und belästigt ihn mit ihren Kommentaren zum gerade laufenden Karstadt-Werbespot. Was hat sich Karstadt nur dabei gedacht, eine solch unangenehme Atmosphäre mit seinen Werbespots zu vermitteln. Will man, dass die Kunden genauso schnell aus dem Kaufhaus laufen wie aus dem Kino?

Verwirrend

Da wirbt ein Versicherungsunternehmen für eine Unfallversicherung: „Auch wenn Ihnen nichts passiert, erhalten Sie ihre Beiträge zurück.“ Wie bitte? Daraus schließe ich, dass ich erst recht im Falle eines Unfalls eine Beitragserstattung erhalte – oder dass das Wörtchen „auch“ hier falsch platziert ist.

Verkalkt

Und da erklärt der Handwerker der entsetzten Hausfrau: „Ich muss Ihre
Waschmaschine mitnehmen wegen Kalk.“ Was ist denn das für eine Begründung? Er hätte auch sagen können, er müsse die Waschmaschine wegen Wasser mitnehmen. Und was macht er überhaupt damit? Reparieren? Wegwerfen? Egal, Hauptsache die Hausfrau hat den Kalkschock und kauft ab sofort den Kalkschutz.

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Bergfest

Die Mitte des Jahres ist erreicht, ebenso wie die Mitte der Woche. Noch dreieinhalb Wochen bis zu meinem dreiwöchigen Urlaub. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, denn die ganzen Punktschriftmaterialien müssen – teilweise noch vor Ferienbeginn – fertig gestellt und verschickt werden. Jörg hat wahrscheinlich ab nächster Woche zwei Wochen Urlaub. Leider kann er wegen des im September beginnenden Großprojektes nicht später Urlaub machen. Da wir sowieso nicht wegfahren, ist es nicht ganz so schlimm, aber trotzdem ärgerlich.
Noch dreieinhalb Wochen sind es auch bis zu meinem Geburtstag. Ich spreche die Zahl gar nicht gern aus, denn sie hört sich so viel älter an als ich mich fühle. Eigenartigerweise denke ich schon seit Monaten, ich sei ein Jahr älter. Sehr merkwürdig.

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Nichts geht ohne Löwenmäulchen

Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder Löwenmäulchen in meinem Garten. Obwohl fast nichts daraus geworden wären, denn sowohl der Anzuchtversuch als auch das direkte Aussäen sind fehlgeschlagen. Dann entdeckte ich im Vorbeigehen ein einsames, verlassenes Löwenmäulchen bei Real. Komm mit, sagte ich zu ihm, bei mir im Garten wird es dir gefallen. Am Wochenende hat es sogar noch Gesellschaft bekommen, es kamen noch hellgelbe Löwenmäulchen dazu.
Foto: Rote und gelbe Löwenmäulchen
Die Bekannten, die außerdem noch zum Grillen da waren, habe uns eine kleine Sonnenblume geschenkt. Solche hatte ich im letzten Jahr auch, zwei mal zwei sozusagen, und das ergab schließlich Null. Beide Male sind sie aus unerklärlichen Gründen kaputtgegangen. Vielleicht klappt es dieses Mal besser.

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Donnerstag, 3. Juli 2003

Wanted: Hubschrauber oder Telearbeitsplatz

Als ob wir hier nicht schon durch frühjahrshochwasserbedingte Staus und auch die sonst fast normale Überlastung der Bundesstraße gestraft genug wären – nein, jetzt kommen auch noch Baustellen hinzu. Natürlich muss die eine oder andere Straße erneuert werden, wenn sie zu arg geschädigt ist, aber schon der Gedanke an ewig lange Staus erfüllt mich mit kaltem Grausen. Ich hatte heute schon den ersten Vorgeschmack. Vor einiger Zeit hatte ich gelesen, dass die Bauarbeiten auf dem Südschnellweg Mitte Juli beginnen werden. Nun starten sie etwas früher, und so bin ich heute auf dem Rückweg von der Arbeit einen Umweg gefahren, der aber vermutlich genauso lange gedauert hat. Man hat es ja schlau fast in die Ferienzeit gelegt und ich werde durch meine drei Wochen Urlaub auch nicht alles mitkriegen. Aber trotzdem werde ich mir jetzt einige Schleichwege ausdenken müssen.
Noch schlimmer ist Jörg betroffen, der erst einmal in Richtung Hannover-Zentrum und dann nach Westen fahren muss. Gerade im Nadelöhr zwischen Hemmingen und Hannover wird gebaut. Vier Fahrbahnen zwischen zwei Kreiseln mit einem Abstand von 1-2 km, wo im Normalfall schon viel los ist, werden auf zwei Spuren verengt … Da kann man wirklich nur auf die Ferienzeit hoffen.

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Sonntag, 6. Juli 2003

Zeitraffer

Das Wochenende war so schnell vorbei, als wäre es im Zeitraffer verflogen. Die meiste Zeit gestern habe ich an einer Web-Site für einen Bekannten gebastelt. Heute habe ich noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen und jetzt bin ich endlich zufrieden mit dem Ergebnis.
Am Freitag habe ich noch einige Erweiterungen für mein Kräuterbeet gekauft: Schnittlauch, Petersilie, Oregano und Rosmarin. Gestern Abend gab es dann Fisch mit einer Kräutersauce, natürlich frischen Kräutern aus dem eigenen Garten. Lecker! Jetzt tippe ich dies noch schnell und dann geht es schon auf zu einem Richtfest. Ein Arbeitskollege von Jörg baut in Pattensen ein Holzhaus und nun ist das Dach drauf und es kann gefeiert werden. Schon letzten Freitag waren wir bei einem Richtfest in Schwarmstedt. Dort möchte ich allerdings nicht wohnen, denn es liegt ungefähr 60 Kilometer von Hannover entfernt und jeden Tag so eine Strecke zur Arbeit zu fahren wäre mir doch zu viel.

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Mittwoch, 9. Juli 2003

Vermischtes

Belustigend: Ob Sommerloch oder nicht, manche Diskussionen in Weblogs und Tagebüchern sind doch immer wieder erheiternd. Die Suche nach dem einzig Richtigen und Wahren wird immer wieder aufgenommen und vermutlich nie mit Erfolg zu Ende gebracht werden.
Ärgerlich: Manchmal sollte ich Nein sagen, aber meistens schaffe ich es nicht und ärgere mich dann. Aber in diesem Fall werde ich mir nicht mehr Arbeit aufhalsen lassen als nötig. Aber zu viel ärgern bringt dann doch nichts, denn im Nachhinein stellte es sich doch als nicht so ganz arbeitsaufwändig dar.
Durcheinander gebracht: Meine gestrigen Überlegungen schwankten zwischen Geschenkgutschein besorgen und Einkauf bei Aldi, ein Anruf von Jörg brachte alles durcheinander. Also zu Hornbach fahren, wo er mit einer 5-Meter-Rolle Teppichboden wartete, keinen Führerschein dabei hatte, weil der in der Jacke zu Hause war und deswegen mich (und meinen Führerschein) brauchte, um einen Transporter zu mieten. Gefahren bin ich aber dann nicht – psst, aber nicht verraten! Der Teppichrollentransport in den Keller mit Hilfe unseres Nachbarn Ralf ging einfacher als erwartet, nun liegt das riesige Stück, liegt sich aus und wartet auf Freitag Nachmittag, denn dann werde ich mit dem Messer anrücken und ihm die richtige Form verpassen.
Warteliste: Den Geschenkgutschein für die Kollegin, die in Ruhestand geht, muss ich morgen noch besorgen, immerhin habe ich heute das Foto fürs Abschiedsgeschenk bearbeitet und ausgedruckt. Weiterhin warten bestimmte Web-Seiten auf Vervollständigung, damit ich den Entwurf vorlegen kann. Ist zwar nicht mehr viel, muss aber erst mal gemacht werden und dann muss ich alles zur Ansicht ausdrucken und dort vorbeibringen. Vielleicht schaff ich es diese Woche noch. Zu Band 5 von Harry Potter bin ich jedenfalls noch nicht gekommen, warum hatte ich es nur so eilig, das Buch zu bekommen?
Kulinarisch: Heute gibt es mal wieder eines unserer Lieblingsgerichte, die ich regelmäßig zubereite. Hähnchenbrustfilets oder Putenschnitzel mit Tomatenscheiben und Käse überbacken. Einfach lecker und sehr variationsreich. Geriebener Käse wie Emmentaler oder würziger Gouda, für die italienische Variante ein paar Basilikumblättchen und Mozzarella, als Beilage passen zum Beispiel Tagliatelle, Pommes frites oder Baguette. Heute gibt es die Gouda/Pommes-Variante.

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Freitag, 11. Juli 2003

Ferienstimmung

Heute war der letzte Schultag – falls sich jemand wundert, die Ferien im LBZB liegen meistens geringfügig anders als die in Niedersachsen. Natürlich verbreitete sich richtige Abschieds- und Ferienstimmung, alle Lehrer gehen jetzt auch erst einmal in Urlaub. Dazu kam noch die Abschiedsfeier einer Kollegin, die in Ruhestand geht. Irgendwie war heute nicht der richtige Tag, um viel zu arbeiten, aber am Montag geht es bei mir weiter. Noch zwei Wochen, bis dahin will – und werde ich hoffentlich – alles erledigt haben, und dann lege ich mich auf die faule Haut.

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Nostalgie

Heute beim Einkaufen ist es mir im Vorbeigehen ins Auge gesprungen: TriTop. Kennt das noch jemand? Dieses Sirupzeug in verschiedenen Geschmacksrichtungen zum Auffüllen mit Wasser? Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob es das bei uns früher gab, aber vermutlich schon ab und zu, sonst würde ich es nicht kennen. Und gab es das die vergangenen Jahre auch (also so ungefähr die letzten 20-30 Jahre)? Oder ist das jetzt eine Neuauflage, um in den Erinnerungen der 70er und 80er zu schwelgen?
Nachtrag: Ein Besuch bei Google und meine Fragen sind beantwortet. TriTop ist wieder da!

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Sonntag, 13. Juli 2003

Geschafft

Im zweifachen Sinn: einiges geschafft und ich bin geschafft. Am Freitagnachmittag habe ich den Kellerteppichboden zurechtgeschnitten und mit etwas Teppichklebeband befestigt. Das Schneiden der Kanten auf Knien geht ganz schön in gewisse Muskeln vom Hinterteil bis zu den Oberschenkeln!
Gestern habe ich nur ein paar Web-Seiten fertig gestellt, am späten Nachmittag kam Angela mit Klein-Robin. Leider war es zum Grillen draußen zu kühl und windig, so dass ich kurz entschlossen die eingelegten Geflügelfilets im Backofen unter dem Grill zubereitet habe.
Heute war wieder einmal Gartenarbeit angesagt, und zwar eine Umpflanzaktion. Der Forsythienstrauch aus dem Vorgarten war sowieso schon ausgegraben, weil Jörg ein zusätzliches Regenrohr für die zukünftige Entwässerung unserer Einfahrt verlegt hat. Den habe nun zum Nachbarn hin zwischen deren Sichtschutzwände und dem Hasenstall gepflanzt, wo nämlich nur ein niedriger Drahtzaun von ungefähr einem halben Meter Breite sitzt. So ein Strauch wird sich dort als Sichtschutz gut machen. Die Clematis an dem Rankgitter dort sah auch nicht so aus, als würde sie sich wohl fühlen. Also habe ich das Ganze in das kleine Beet an der Terrassenecke zum Holzweg hin eingepflanzt. Nun bin ich erst einmal zufrieden.
Allerdings muss ich mir bei irgendeiner Aktion heute – ich hatte auch noch ein paar Kleinigkeiten in den Keller getragen – einen Rückenmuskel gezerrt haben. Es tut jedenfalls hinten im Schulterbereich etwas weh, wenn ich mich bewege. Na ja, wird bis morgen wieder weg sein …

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Mittwoch, 16. Juli 2003

Die Spinne in der Yucca-Palme

Durch einen Eintrag bei Ariana bin ich auf interessante Informationen gestoßen, was den berühmt-berüchtigten Standard-Disclaimer auf Web-Seiten betrifft. Wer kennt das nicht: „Mit Urteil vom 12. Mai 1998 hat das Landgericht Hamburg entschieden …“ Nachdem ich die beiden Artikel gelesen und darüber hinaus noch ein wenig zum Thema im Internet recherchiert habe, wundere ich mich, wie sich dieses Allheilmittel (im einem Forum auch als „Zauberspruch“ bezeichnet) so verbreiten konnte, ohne dass sich eine Diskussion darüber auch so weit verbreitet hat. Ich hatte auf meinen Seiten zwar nicht diesen so allgemein formulierten Disclaimer, aber einen Link zu www.disclaimer.de, was im Grunde vermutlich auf dasselbe herauskommt. Nach der Lektüre zu diesem Thema bin ich jedenfalls überzeugt von dem Widerspruch, auf der einen Seite persönliche Empfehlungen durch Links auf die Seiten auszusprechen, aber sich auf der anderen Seite davon zu distanzieren. Wenn ich mich von etwas distanziere, dann rufe ich die Seiten gar nicht erst auf oder empfehle sie weiter. Eine Ausnahme wäre, wenn ich Negativbeispiele zeigen wollte, aber davon reden wir hier nicht.
Ach ja, während ich dies schrieb, fiel mir die passende Überschrift ein. Denn der Wunder-Disclaimer hat sich wahrscheinlich genauso verbreitet wie die Legende von der Spinne in der Yucca-Palme, denn jeder war sich sicher, diese Information aus einer absolut zuverlässigen Quelle erhalten zu haben.

Hier gibt es mehr Informationen:
Daniel Rehbein: Urteil des Landgerichts Hamburg
Michael Jendryschik: Warum Disclaimer dem WWW schaden
Daniel W. Schneider: Das Märchen vom „Link-Urteil

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Freitag, 18. Juli 2003

Schwitzen und Gletscher

Es ist einfach zu heiß. Angenehme 25 Grad ohne Schwüle würden mir reichen. Aber ich wiederhole mich, das habe ich Anfang Juni schon mal geschrieben. Nein, ich bin gewiss niemand, der ständig über das Wetter meckert, aber Hitze habe ich noch nie gut vertragen. Ich erinnere mich an meinen ersten richtigen Urlaub ohne Eltern, das war 1981, damals war ich mit einer Freundin in Juan-les-Pins. Da fand ich es am Strand viel zu heiß, und das war im September! Ich hatte im Kopf, dass wir im Juli oder August dort waren, aber nachdem ich eben nachgeschaut habe, weiß ich, dass ich mich getäuscht habe. Gut, dass alle meine alten Tagebücher hier drin sind. Wie gesagt, am Strand oder Pool braten war noch nie mein Fall und das allerschlimmste ist es, aus der Dusche zu kommen und sofort wieder zu schwitzen.
Heute war ein Bericht in der HAZ zum Thema Klimawandel. Nach wissenschaftlichen Prognosen wird es in ungefähr 100 Jahren keine Gletscher mehr in den Alpen geben und schon in 50 Jahren ist damit zu rechnen, dass der Nordpol im Sommer schneefrei ist. So haben dieser und die wahrscheinlich noch folgenden „Traumsommer“ auch ihre negativen Seiten – vom Schwitzen mal abgesehen.

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Samstag, 19. Juli 2003

Der objektive Spiegel

Neulich gehört: „Also ich habe im Vergleich zu manch anderen Leuten, die ich auf der Straße sehe, einen Spiegel zu Hause! Und wenn etwas nicht gut aussieht, dann ziehe ich es nicht an, so einfach ist das!“ Es ging also um Kleidung, um „gut“ oder „schlecht“ angezogen sein. Aber was ist „gut“ oder „schlecht“? Wer will das beurteilen? Vieles ist doch Geschmackssache. Manch einer würde in den teuersten Designerklamotten keine gute Figur abgeben, andere wiederum können (fast) alles tragen und sehen immer gut aus. Gut, ich gebe zu, manches ist optisch nicht so attraktiv, um es mal vorsichtig auszudrücken. Anderes gibt einem Anlass zum heimlichen Schmunzeln, so wie kürzlich der junge Mann mit Hawaiihemd und Pareo, der mir auf dem Parkplatz des Supermarktes begegnete. Oder der rothaarige Jüngling im Schottenrock, den ich am Freitag ebenfalls beim Einkaufen sah. Doch ist das ein Grund, darüber zu urteilen, ob es gut aussieht oder nicht? Ich kann das nur für mich entscheiden, aber nicht für andere. Lassen wir doch jedem die Freiheit, sich so zu kleiden, wie er möchte. Sich selbst darin wohl und gut fühlen, das ist wichtiger als das Urteil mancher Leute, die anscheinend einen Spiegel zu Hause besitzen, der über ein absolut objektives Urteilsvermögen verfügt.

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Sonntag, 20. Juli 2003

Türkischer Abend

Gestern waren wir bei unseren türkischen Nachbarn zum Einweihungs- und Geburtstagsfest eingeladen. Sehr kurzfristig haben wir erst am Freitagabend die Einladung erhalten, weil jeder der beiden Ehepartner dachte, der jeweils andere hätte uns schon eingeladen. Mir graute es ein wenig davor wegen der Hitze, denn die Party ging schon ab ca. 16 Uhr los und wir hatten noch 35 Grad im Schatten. Aber wir fanden ein recht angenehmes Plätzchen an der Garagenwand, wo sogar ein leichtes Lüftchen wehte. Und es gab leckeres Essen! Fleischspieße, Hähnchenflügel und – absolut lecker – türkische Hackfleischspieße vom Grill, dazu jede Menge köstlicher Salate. Eigentlich wollten wir ja nur für ein oder zwei Stündchen rüber gehen, aber dann haben wir doch bis halb elf gesessen.

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Das übertrifft alles

Da ich kürzlich einiges Interessantes zu Disclaimern gelesen hatte, ist mir heute etwas ins Auge gestochen. Ich bin per Zufall auf ein Weblog gestoßen, in dem allen Ernstes dieser Text zu finden ist:
„Alle Texte auf dieser Seiten unterliegen meinem Copyright. Sie dürfen weder kopiert, verlinkt, abgespeichert oder ohne meine Zustimmung auf fremden Seiten verwendet werden.“
Man lese und staune: nicht einmal verlinken dürfte ich ohne Erlaubnis! Kann das im Sinne des Internet sein? Kopfschüttelnd wende ich mich jetzt wieder Harry Potter und dann der Lindenstraße zu.

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Montag, 21. Juli 2003

Nicht ganz unproduktiv

Heute Vormittag fiel das Netzwerk aus und es lief den ganzen Tag nicht mehr. Also konnte ich die Abbildungen für das Erdkunde-Arbeitsheft nicht weiter bearbeiten. Nun gut, dann kommt das eben morgen dran und ich habe heute drei andere Bücher fertig gemacht. Drucken, Endlospapier auseinander reißen, dann auch noch den rechten und linken Rand abreißen … Bei einem durchschnittlichen Buch entstehen schnell mal um die 500 Seiten in Punktschrift (und das bei doppelseitigem Druck), so dass man damit auch ne Weile beschäftigt ist.

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Dienstag, 29. Juli 2003

Wach

Obwohl ich letzte Nacht nicht besonders viel und gut geschlafen habe, bin ich heute um halb acht aufgestanden. Freiwillig! Sollte ich nach einem Tag Urlaub schon so erholt sein? Ich bin auch froh, dass der gestrige Tag vorüber ist, irgendwie war er merkwürdig. Normal und doch nicht normal. Hat mich gelähmt. Nach einigen Tassen (ja, ja, vier Stück insgesamt) habe ich abends noch zwei tolle Geschenke von Jörg bekommen. Später mehr dazu, jetzt bin ich zu kribblig und muss auf in den Baumarkt. Trockenfutter für die Katzen aus der Zooabteilung besorgen und mich zum Thema „kreative Wandgestaltung“ umsehen. Außerdem wird es hier im Arbeitszimmer schon wieder heiß …

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Vorfreude

Am 24. September geht’s zum Runrig-Konzert ins Capitol in Hannover! Das war nämlich eine der Überraschungen gestern Abend. Und auch das andere Päckchen war musikalisch und ein Wunsch von mir gewesen: „Hell freezes over“ von den Eagles (DVD). Einfach klasse!

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Wandmalerei

Mein Besuch im Baumarkt war erfolgreich, Fressi für die Kätzchen, Farbe für die Wand und noch zwei kleine Pflänzchen für den Garten gekauft. Ja, ja, ich weiß, ich hab eigentlich schon genug Pflanzen, aber ich kann so schlecht an Gartencentern vorbeigehen, ohne mal zu schauen. Und da war doch noch eine Lücke im Beet … Übrigens gab es auch jede Menge Ziergräser, sogar Pampasgräser, die ich im Frühjahr vergeblich gesucht hatte. Ich hab aber kein Pampasgras gekauft, weil dafür nun wirklich kein Platz mehr ist und mir die Gefahr zu groß ist, dass es im Winter wieder erfriert. Aber ein kleines, ganz günstiges Lampenputzergras habe ich mitgenommen!
Aber nun zu meiner „Wandmalerei“ im Badezimmer. Die mit Raufaser tapezierte Schräge war mir zu weiß und zu langweilig. Ein wenig mediterranes Flair in einem Terracotta-Ton, in irgendeiner Wischtechnik aufgetragen, das stellte ich mir vor. Aber wie viel Übung braucht man, um den richtigen Effekt hinzukriegen? Umsonst habe ich mir Gedanken gemacht, denn es gibt jetzt auch die Farben mit „eingebauten“ Effekten. Zum Beispiel Alpina LivingStyle Accent, schon fertig in verschiedenen Farbtönen mit weißen „Akzent-Elementen“, sprich Farbkrümeln. Mit einem breiten Pinsel kreuz und quer aufgetragen, bloß nicht zu gleichmäßig, gibt das einen wunderbaren Marmoreffekt mit hellen Streuseln. Eine Stunde habe ich gepinselt, dann konnte ich das Ergebnis bewundern:
Foto: Badezimmertapete in mediterranem Stil
Im Detail:
Foto: Detailaufnahme vom Anstrich der Tapete
Genau so hatte ich mir das vorgestellt!

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Mittwoch, 30. Juli 2003

Platte Füße

Kurz entschlossen bin ich heute in die Stadt gefahren, um meinem Liebsten ein paar neue Schuhe fürs Haus zu kaufen. Keine richtigen Hausschuhe, sondern Leinenschuhe in dunkelblau sollten es sein, nicht zum Schnüren, sondern zum Hineinschlüpfen. Ja, finde mal so was! Und wenn, dann natürlich nicht in der richtigen Größe. Ich war in allen Kaufhäusern und in allen Schuhgeschäften, die mir über den Weg gelaufen sind, aber nichts! Bis ich dann ganz zuletzt in die letzte noch nicht abgegraste Kaufhof-Filiale gestiefelt bin, ohne große Hoffnung, dort etwas zu finden. Aber siehe da, ein einziges Paar in der Sportabteilung. Welch ein Glück! Nun durfte ich mir auch etwas gönnen und habe noch zwei paar schöne und reduzierte Schuhe für mich gefunden. Dann aber nichts wie ab nach Hause, einen kleinen Umweg bei Real vorbei, einen Kasten Vilsa mit Cassis gekauft, dann duschen, die platten Füße hochlegen, lecker eisgekühltes Wasser trinken und Harry Potter weiter lesen.

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Donnerstag, 31. Juli 2003

Völlig daneben

Was macht man, wenn es draußen zu heiß ist und man keine rechte Lust zu etwas hat? Na ja, ein wenig im Internet flanieren, hier und da gucken und lesen und zum Beispiel bei Bea auf dieses stoßen: ein Begabungstest.
Dies ist mein Ergebnis:
Teamfähigkeit: 71%
Sprache: 80%
Mathematik: 40%
Logik: 80%
Technik: 80%
Räumliches Denken: 80%
Konzentration: 100%
Organisation: 73%
Motivation: 60%

Sie verfügen über hohe Werte in logisch-analytischer und sprachlicher Begabung und besitzen eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Diese Eigenschaften benötigen Sie z. B. in Rechtsberufen: Anwalt, Justizfachangestellter, Notar, Patentanwalt, Rechtspfleger, Richter, Staatsanwalt.
Sie haben einen hohen Wert bei der technischen Auffassungsbegabung. Diese Eigenschaft benötigen Sie z. B. in folgenden Berufen: Abwassertechniker, Agrartechniker, Architekt, Astronom, Bautechniker, Bergtechniker, Biologe, Biologisch-technischer Assistent, Chemiefacharbeiter, Chemielaborant, Chemiker, EDV-Techniker, Elektroingenieur, Elektrotechniker, Fluglotse, Geologe, Informatiker, Landschaftsarchitekt, Mathematiker, Meteorologe, Pilot, Physiker, Umwelttechniker, Vermessungsingenieur, Wirtschaftsingenieur.
Ich hab ja schon lange geahnt, dass ich damals nicht die richtige Ausbildung gewählt habe, aber sollte ich wirklich so technisch begabt sein? Eins steht fest: Hätte ich die Wahl und könnte mir von dem Vorgeschlagenen etwas aussuchen, wäre es sicher keiner der Rechtsberufe. Nee, glaub ich nicht. Dann werde ich eher Astronomin oder Meteorologin …

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