Mai 2003

Sonntag, 4. Mai 2003

Dornen

Besuch ist seit heute Vormittag wieder weg – man erinnere sich: meine Schwester mit ihren beiden Kindern war hier. Heute schreib ich nicht viel, weil ich total neben mir bin. Nein, der Besuch war nicht anstrengend, sondern sehr schön (die können sich nämlich auch mal selbst beschäftigen), aber ich hab meine Tage und hatte Bauchschmerzen (danke Dolormin, im Moment wieder vorbei) und hatte keine Lust, heute irgendjemanden (außer meinem Mann und den Katzen) zu sehen. Na ja, vorhin hatte ich so Heulattacken (nein, mach keine Löcher in die Wand), und ich kann’s gar nicht beeinflussen. Blöder Tag, lasst mich einfach alle in Ruhe und dann geht’s vorbei. Manchmal hätte ich schon gerne dicke, sehr dicke, mit Dornenhecken umrankte Mauern um mich herum.

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Montag, 5. Mai 2003

Hornallergie

Okay, heute werde ich mich endlich outen: Ich habe eine „Hornallergie“. Das ist zumindest der Oberbegriff, der mir zu meiner Abneigung einfällt.
Fangen wir einmal an bei Haaren. Doch, ich habe Haare, lange sogar, und ich mag Haare – solange sie angewachsen sind. Ausgefallene oder ausgekämmte Haare in Waschbecken oder auf Böden finde ich schon reichlich unangenehm. Wenn es noch die vermutlich eigenen sind, geht es gerade noch. Aber wenn ich mich einem fremden Bürostuhl nähere, an dessen Rückenlehne unzählige lange Haare haften – bäh, das habe ich schon in einigen Büros erlebt.
Dann folgen die Fingernägel. Natürlich braucht die jeder Mensch, sonst kann er seine Finger nicht richtig einsetzen. Sobald sie aber lang und länger sind, darf ich sie gar nicht näher anschauen (obwohl – eine gewisse Faszination üben sie schon trotz der Abscheu aus), aber ich darf mir gar nicht vorstellen, mehr als zwei Millimeter über der Fingerkuppe an meinen Händen zu haben. Die Steigerung sind dann natürlich die lackierten oder gar die künstlichen Fingernägel …
Und damit kommen wir zu den Füßen. Ja, auch ich habe Füße mit Fußzehen und Fußnägeln (muss ich mich eigentlich damit quälen und dies alles aufschreiben?), aber sie sollen so aussehen, dass ich mich damit wohl fühle. Ich trage niemals Schuhe, die vorne offen sind (iiih, da sehe ich meine Fußzehen!) und erst recht lackiere (!!!) ich diese Zehennägel nicht, damit sie nicht noch deutlicher hervorstechen. Das Grausamste in diesem Zusammenhang ist für mich das Geräusch des Schneidens von Finger- oder Fußnägeln und das Allergrausamste, wenn ich dabei noch zuschauen muss, außer bei mir selbst natürlich.
Und als letztes haben wir noch die wahrscheinlich ausgefallenste Variante meiner psychischen Allergie: Knöpfe. Ich hasse Knöpfe, und es gibt nur einige wenige Ausnahmen. Jeansknöpfe aus Metall bereiten mir absolut keine Schwierigkeiten. Manche sehr anders gestaltete „Knöpfe“ (wie zum Beispiel Knebelknöpfe) oder einige Knopfarten aus Kunststoff gehen gerade noch so durch, vor allem, wenn ich sie nach dem Anziehen nicht mehr sehe (Pulli über Hose oder verdeckte Knopfleiste). Der Horror für mich sind diese perlmuttartigen Dinger. Das ging schon so weit, dass ich beinahe einen Brechreiz kriegte beim Anfassen. Also habe ich an einem Leinenblazer alle diese Knöpfe entfernt, damit ich ihn überhaupt anziehen konnte. Natürlich hatte ich ihn nur gekauft, weil er eine verdeckte Knopfleiste hat und es deswegen nicht auffällt – und zuknöpfen muss ich ihn nun wirklich nicht.
Das absolute Muss bei mir ist Bettwäsche ohne Knöpfe. Wenn ich mir nur vorstelle, meinen Kopf auf ein Kissen zu legen, an dessen Ende sich eine Reihe … nee, lieber nicht weiterdenken. Zum Glück gibt es Ikea und die Ikea-Bettwäsche hat in der Regel Öffnungen ohne irgendeinen hässlichen Verschluss.
Aber ob man es glaubt oder nicht, ich bin nicht allein. Jedenfalls wenn man dem Buch einer Autorin (sie ist wie die Bild-Zeitung: jeder kennt sie, keiner liest sie, aber sie verkauft viele Bücher) Glauben schenkt, gibt es noch andere Menschen mit Knopfallergie. Jedenfalls verlangte die Protagonistin in diesem Roman von einem Freund, bei dem sie übernachtete, dass er die Knöpfe von der Bettwäsche entfernt, bevor sie darin zu nächtigen gedachte. Ach ja, damals fühlte ich mich das erste Mal mit meiner Aversion verstanden!

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Mittwoch, 7. Mai 2003

Aussetzer

Am Montag war ich schon den ganzen Tag über nicht so richtig fit und fragte mich, warum ich einen so trockenen Hals habe. Abends wusste ich es dann: Halsschmerzen kündigten eine Erkältung an. Leider so heftig, dass ich gestern zu Hause war und auch heute noch aussetze, weil ich in der Nacht noch Fieber hatte. Nun bin ich ein wenig im Internet herumgesurft, was mir aber nicht so gut bekommen ist. Also heißt es jetzt: Rollläden ein klein wenig herunterlassen, aufs Sofa legen und den Fernseher einschalten. Viel lieber würde ich lesen, aber mit einem dröhnenden Kopf ist das nicht die reine Freude. Ach ja, essen müsste ich auch mal eine Kleinigkeit. Hab aber keinen Appetit und der Hals schmerzt beim Schlucken. Der Vorteil: schon zwei Kilo abgenommen. So, aber jetzt schalt ich den PC aus und lege mich hin!

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Donnerstag, 8. Mai 2003

Normalität

Heute war ich wieder arbeiten. Noch immer verschnupft und etwas heiser, aber zum Glück muss ich nicht mit dem Buch sprechen, das ich gerade bearbeite. Gestern lag ich bis zum frühen Abend auf dem Sofa und fühlte mich noch ganz und gar nicht fit. Dann aber raffte ich mich auf, um die Küche etwas aufzuräumen. Die Spülmaschine musste aus- und wieder eingeräumt werden und diverse Abfälle in den Keller gebracht werden. Macht sich schließlich nicht von selbst. Glücklicherweise fühlte ich mich doch schon etwas besser – na ja, ich hatte auch Nasentropfen, Aspirin und Hustenstiller intus. Heute Abend geht es wieder etwas besser und morgen Nachmittag werde ich sicher ein wenig im Garten tun können. Das Unkraut schreit schon wieder ganz laut!

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Freitag, 9. Mai 2003

Billiger geht’s nicht

Auch so kommt man äußerst günstig an Pflanzen: Heute Abend – ich wollte gerade das Essen in den Backofen schieben – rief ein Arbeitskollege von Jörg an. „Kommt mal schnell hierher zum Gartencenter, da liegen jede Menge Pflanzen im Abfallcontainer.“ Also haben wir uns schnell in Klamotten und ins Auto geschwungen und sind rübergefahren. Von hier aus hätten wir auch laufen können, das Gartencenter liegt in Sichtweite, aber wenn etwas zu transportieren ansteht, nimmt man eben das Auto. Per Zufall hatte die Ex-Frau vom Kollegen entdeckt, dass in dem Abfallcontainer hinter dem Gartencenter noch eine Menge brauchbar aussehender Pflanzen lagen. Und auch für uns war noch etwas dabei. Wir nahmen neun Koniferen (Zypressen?) mit und noch einige kleinere Pflanzen: ein Blaukissen, zweimal gelber Teppichphlox, zwei kleine Lorbeerpflanzen und eine Überraschungspflanze (ein Stängel, ein paar Mini-Blätter – mal sehen, was daraus wird). Prima Aktion, nun können wir unseren Vorgarten dekorieren.

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Samstag, 10. Mai 2003

Löcher

Heute mussten wir natürlich Löcher für die Pflanzen graben. Wir – na ja, nicht ganz korrekt, denn Jörg hat gegraben und ich habe assistiert, Bäumchen gehalten und Wasser angegossen. Nun sitzt eine Reihe dieser Bäumchen in unserem Vorgarten an der Grenze zu Straße. Und jetzt heißt es noch Daumen drücken, dass sie alle schön anwachsen.

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Sonntag, 11. Mai 2003

Der Garten gewinnt

Kein PC heute, nur Gartenarbeit und ein wenig Lesen auf der Terrasse. Es war so schön warm und ich glaube, meine Erkältung ist nun zu 90 % verflogen. Die letzten Nächte habe ich noch schlecht geschlafen, weil ich irgendwann keine Luft mehr kriegte und morgens total ausgetrocknet war. Aber vielleicht haben die Sonnenstrahlen heute geholfen.

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Montag, 12. Mai 2003

Nachträge

Die erste Nacht seit einer Woche, in der ich endlich einmal wieder richtig gut geschlafen habe und nicht mit total verstopfter Nase und Kopfschmerzen aufgewacht bin. Ich habe mich also regeneriert. Und heute Abend habe ich zwischendurch und auf die Schnelle ein wenig Zeit gefunden, alles seit Freitag nachzutragen. Es gäbe noch einiges zu berichten, aber vielleicht hole ich das in den nächsten Tagen nach.

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Donnerstag, 15. Mai 2003

Vollmond

Gestern war Vollmond, oder nicht? Jedenfalls hat das unsere Wetterstation angezeigt und ich habe es auch deutlich gespürt. Nein, ich gehöre nicht zu denen, die unter dem vollen Mond leiden, ich glaube, mir geht es dann besonders gut. Vielleicht hat es aber auch andere Gründe, ich kann es wirklich nicht sagen, denn ich habe mich noch nie mit Monden und möglichen Auswirkungen dieser und ähnlicher Himmelsgestirne befasst. Ich denke da viel zu rational und hätte mit Sicherheit eher Astronomie als Astrologie studiert.
Aber manchmal kann man sich doch gut rausreden, wenn einem etwas nicht so ganz „Normales“ widerfährt – dann war’s eben der Vollmond gewesen *ggg*.

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Freitag, 16. Mai 2003

Zu früh

Ich war zu früh dran mit meinen Vollmond-Ahnungen. Erst heute Morgen um halb sechs war es soweit, und davon habe ich nichts mitgekriegt. Da schlief ich tief und fest, später schaltete ich das erste Weckerklingeln ab, das zweite kriegte ich gar nicht mit und um sieben schreckte ich plötzlich aus meinen Träumen hoch. Dann aber nichts wie ab ins Bad! Der abgebrochene Traum war sehr merkwürdig, aber sind Träume nicht oft so? Ich musste mit einem Netz kleine rechteckige orangefarbene Schwämme aus einem trüben Becken fischen. Manche von den Schwämmchen entpuppten sich nachher als aufgeweicht Fischstäbchen. Diese Stäbchenschwämme sammelte ich in kleinen Plastikkörben. Dann musste die Wasseroberfläche noch mit einem Staubsauger gereinigt werden. Zum Schluss erklärte ich jemandem am PC, wie er sein Datumsformat einstellen kann. Ob er mit seinem Programm das Haltbarkeitsdatum für Fischstäbchen berechnete? Das werde ich nie erfahren, denn in diesem Moment wachte ich auf.

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Samstag, 17. Mai 2003

Da war doch noch etwas

Vor einer Woche erhielt ich eine Anfrage per E-Mail. Ein Umschüler zum Mediengestalter Bild/Ton wollte wissen, ob ich als Protagonistin für eine Kurzdokumentation zur Verfügung stünde. Thema war Arbeitslosigkeit mit dem Unterthema Zeitarbeit/Moderner Sklavenhandel. Da ich mich im persönlichen Teil meiner Web-Site ein wenig über meine Erlebnisse mit der Zeitarbeit ausgelassen habe, ist man bei einer Recherche auf mich gestoßen. Ich musste nicht lange (oder eher gar nicht) überlegen, ob ich dieses Angebot nicht annehmen würde. Meine Antwort war ein klares Nein. Ich stelle zwar gern meine Erfahrungen zur Verfügung, man darf mich auch gern zitieren und auch ein Zeitungsbericht in der Lokalpresse ist okay. Doch auf keinen Fall will ich gefilmt werden! Grausame Vorstellung, selbst wenn es niemand außerhalb dieser Umschulungsmaßnahme zu sehen bekommen sollte. Tut mir Leid, wenn ich da jemanden enttäuscht habe, der nun weitersuchen musste, aber für so etwas stehe ich nicht zur Verfügung.

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Sonntag, 18. Mai 2003

Spargel satt und Schlager der 70er

Gestern Abend waren wir bei einem Arbeitskollegen von Jörg zum Spargelessen eingeladen. Der erste Spargel in diesem Jahr! Normalerweise hätte ich für dieses Wochenende auch welchen gekauft, aber das hatte sich durch die Einladung erledigt. Lecker war’s.
Um halb elf waren wir zu Hause und schalteten noch ein wenig den Fernseher ein. Auf NDR lief der große Grand-Prix-Abend. Nach der Vorschau auf den Wettbewerb in der nächsten Woche gab es dann noch „Ein Lied für Stockholm“, die deutsche Vorentscheidung von 1975. Das musste ich unbedingt noch sehen. Damals habe ich mir so etwas nicht angeschaut, da war eher die „Disco“ mit Ilja Richter angesagt, musikmäßig Sweet, Rubettes, Harpo, Bay City Rollers, aber auf keinen Fall deutsche Schlager. Ich war und bin noch nie ein Schlagerfan gewesen, aber es ist manchmal so schön schrecklich, dass ich es mir unbedingt antun muss. Schon die Moderation von Karin Tietze-Ludwig war atemberaubend: „Das war Lied Nummer 8 und nun folgt Lied Nummer 9 …“. Manche der Interpreten waren gar schrecklich und konnten überhaupt nicht singen, aber das hat nichts mit der damaligen Zeit zu tun, davon gibt es heute noch genügend. Sehenswert war auch das Publikum. Ob die alle dafür bezahlt wurden, dass sie so unbeweglich auf ihren Stühlen saßen und sich nicht einmal umdrehten, um den Auftritt zu verfolgen, sondern immer nur brav geradeaus in Richtung Kamera blickten? Lustig war es auf jeden Fall. Und bei solchen Anlässen denke ich immer: „Du meine Güte, wie lange ist das schon her? Sind das tatsächlich schon 28 Jahre? Damals war ich 15!“

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Montag, 19. Mai 2003

Kundenservice

Heute bin ich schnell mal nach der Arbeit bei einem Bekannten vorbeigefahren, dem ich Unterstützung bei seiner Web-Site versprochen hatte. Diese Firmenseite existiert schon, aber er ist mit dem Service dieses Anbieters nicht zufrieden. Für knapp 30 Euro im Monat wurde ihm das Webhosting sowie die regelmäßige Pflege seiner Seiten zugesichert. Aber jeder, der selbst ein wenig im Internet macht, würde über diese „Leistungen“ die Stirn runzeln. Okay, die Seiten sind erreichbar und vermutlich auch ohne Ausfälle, daran ist nichts auszusetzen. Aber schon die etwas verwirrende Navigation (warum zum Beispiel müssen sich ständig neue Fenster öffnen?), lässt einen den Kopf schütteln. Fehler gibt es einige, was bei so wenigen Seiten um so peinlicher ist. Angefangen von simplen Rechtschreibfehlern bis hin zu falschen Links. Ach ja, die Pflege – das ist wohl ein Fremdwort … Nachdem sich bereits Kunden über veraltete Seiten mit DM-Preisen beschwert hatten, hat die Internetfirma schließlich auf Drängen unseres Bekannten – nein, nicht etwa diese Preis-Seiten aktualisiert, sondern einfach aus dem Netz genommen. Und das rechtfertigt die „hohe Service- und Produktqualität“, mit der man wirbt. Und es handelt sich hier nicht um ein Großunternehmen, dem vermutlich so kleine Firmen egal sind, weil die nicht viel Umsatz bringen, sondern ein ortsansässiges Unternehmen, das mit guten Leistungen sicher weiterempfohlen werden würde.
Gut, ich kenne nur die eine Seite, eine der Kundenseiten in diesem Fall. Vielleicht sind die anderen Kunden extrem zufrieden. Vielleicht gab es aufgrund der außergewöhnlich guten Leistungen dieser Internetfirma eine so große Anfrage, dass das vorhandene Personal sie nicht mehr bewältigen kann. Vielleicht, vielleicht …
Ich finde aber, dass man das, was man tun kann und muss, so professionell und perfekt wie möglich tun sollte. Lieber wenig Gutes als viel Schlechtes.

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Donnerstag, 22. Mai 2003

Garten-Nachrichten

Nach dem kalten Winter habe ich nun doch vier Verluste im Garten zu beklagen: zwei Pampasgräser, die nicht austreiben wollen und beide Buschmalven. Die Pampasgräser hatte ich mit Laub und Zweigen geschützt und erst im März zurück geschnitten. Aber so wie es aussieht, sind sie erfroren. Bei den Buschmalven hatte ich nichts gemacht, aber sie brauchen wohl auch einen leichten Winterschutz. Die eine ist außerdem noch bei der Garagenabdichtungsaktion unseres Nachbarn ausgegraben und wieder eingepflanzt worden. Da werde ich leider die Überreste ausgraben und im Komposter beerdigen müssen …
Ich begab mich nun also auf die Suche nach einem neuen Pampasgras. Leider gedacht als getan, denn in keinem der Gartencentern, die ich bisher aufgesucht habe, konnte ich etwas finden. Diverse Gräser gab es schon, aber alle nur niedrig. Immerhin habe ich gestern bei OBI einen hohen blauen Rittersporn gekauft, das richtige Gras gab es aber dort auch nicht. Okay, dann also doch noch mal einen kurzen Abstecher zu Stanze, das Gartencenter neben Real und direkt vor unserem Wohngebiet. Auch dort gab es weder Pampas- noch irgendein anderes hohes Gras. Auf den ersten Blick … Denn beim ungefähr dritten Durchforsten der Gräsertöpfe entdeckte ich einen einzelnen verlassenen Topf eines 150 cm hoch wachsenden Grases. „Calamagrostis irgendwas“ – aha, keine Ahnung, was das sein sollte, aber egal, das gefiel mir. Zu Hause machte ich mich auf die Suche im Internet. Die Recherche ergab, dass es sich bei diesem „Calamagrostis acutiflora Overdam“ um ein robustes, winterhartes (!) Reitgras handelt, auch Gartensandrohr genannt. Gut, robust und winterhart, das war doch ein genialer Kauf.
Übrigens habe ich bei der Grassuche endlich auch ein Exemplar unserer
Vorgartenkoniferen entdeckt. Wir hatten ja am 9. Mai neun zypressenartige Dinger aus dem Abfallcontainer des Gartencenters gerettet. Meine Suche im Gartencenter am Tag darauf war erfolglos, drinnen gab es so etwas nicht zu kaufen. Tja, und gestern entdeckte ich doch einen Verwandten. Es handelt sich um Leyland-Zypressen, die sehr robust sein sollen und auch sehr schnell wachsen. Die Zypresse im Gartencenter war etwa 2,5 m hoch und kostete knapp 40 Euro. Vermutlich hätten unsere mit ungefähr 1,5 m dann 20 Euro gekostet. 180 Euro gespart – nur theoretisch, denn dieses Geld hätten wir mit Sicherheit nicht für Pflanzen ausgegeben.
Das hier sind unsere Vorgarten-Zypressen:
Foto: Zypressenreihe im Vorgarten

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Freitag, 23. Mai 2003

Schon wieder

Ich gestehe, ich habe heute schon wieder eine Pflanze gekauft. Nun ist aber Schluss! Doch ich brauchte noch einen Ersatz für die erfrorene Buschmalve vor der Garage. Es ist eine Weigelie „Bristol Ruby“ geworden, ein absolut winterharter Strauch. Dann steht über den Winter wenigstens ein Gewächs vor der weißen Garagenwand und es sieht nicht ganz so kahl aus. Alle meine Stauden sind wunderschön, aber im Winter ist halt im Beet gar nichts mehr zu sehen.
Übrigens lag ich mit der Schätzung der Zypressenpreise ziemlich dicht dran. Bei Hornbach habe ich heute exakt die gleichen Zypressen gesehen und das Stück kostet 17,90 Euro.

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Harry ganz günstig?

Ich gehöre zu den sehr späten Entdeckern von Harry Potter gehöre. Die Bände 1-3 habe ich bei unserer Nachbarin ausgeliehen, Band 4 habe ich im letzten Jahr gekauft und mit Begeisterung verschlungen. Vor einigen Wochen hatte ich das neue Buch bei Amazon vorbestellt. Nachdem vor einiger Zeit noch ungewiss war, wann die deutsche Übersetzung erscheinen wird, habe ich vor kurzem noch eine Vorbestellung für die Originalausgabe gemacht. Preis: 16,80 Euro. Heute erhielt ich eine E-Mail von Amazon mit dem geänderten Preis für die deutsche Ausgabe, die im November erscheinen soll: statt den angekündigten 13,38 soll sie 26,64 Euro kosten. Hm. Mir war gar nicht bewusst, dass das Buch ursprünglich nur 13 Euro kosten sollte. Aber egal, das ist auch nicht der springende Punkt. Wenn ich erst einmal die Originalausgabe habe, brauche ich dann noch die deutsche Übersetzung? Aber wieso weist Amazon ein Buch mit dem Preis von 16,99 britischen Pfund mit 16,80 Euro aus? Ob das tatsächlich stimmt? Dann wären das nur ungefähr zwei Drittel vom Preis der deutschen Ausgabe … Ich lass mich mal überraschen, habe die Bestellung der deutschen Ausgabe erst mal storniert und warte ab.

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Sonntag, 25. Mai 2003

Ärgernis Tee-Onlein

Seit Anfang April versuche ich, unsere T-Online-Accounts zu kündigen. Sie sind überflüssig geworden, nachdem wir auf DSL umgestellt haben. Guten Mutes verfasste ich ein Kündigungsschreiben und schickte es per Fax an Tee-Onlein. Es tat sich erst einmal nichts. Am 17. April funktionierte der Anschluss – oh Wunder – immer noch. Dabei war die Kündigungsfrist 15.04. bereits abgelaufen. Ich sandte ein erneutes Fax. Wieder nichts. Ende April rief doch tatsächlich jemand vom Kundenservice an wegen der Kündigung an und wollte wissen, ob wir die E-Mail-Adressen nicht mehr benötigen. Das hat Jörg bestätigt. Und ich dachte, nun geht alles seinen Weg. Welchen Weg das Ganze bis jetzt gegangen ist, ist mir allerdings ein Rätsel. Am 15. Mai erhielten wir die Telefonrechnung, mit der (natürlich, was sollte man anderes erwarten!) auch noch die Kosten für T-Online-Accounts abgebucht wurden. Grrr … Also habe ich eine noch ganz freundliche E-Mail an den Kundenservice geschickt und darum gebeten, mir doch kurz mitzuteilen, wie der Bearbeitungsstand ist. Wieder nichts, seit einer Woche. Also heute Teil 4 der Geschichte. Erneutes Schreiben an den T-Verein mit der Aufforderung, mir die Kündigung bis Mittwoch zu bestätigen. Und dem Zusatz, dass ich selbstverständlich von einer Erstattung der zu viel gezahlten Beträge ausgehe. Aber was, wenn sich auch dann nichts tut? Noch einmal per Post und Einschreiben kündigen? Und ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Es kann doch nicht sein, dass man Schreiben von Kunden offensichtlich ignoriert. Oh, ich könnte mich schon wieder aufregen. Nein, das ist die Sache aber nicht wert, ich schicke jetzt das Fax ab und vergesse es dann erst einmal wieder. Bis Mittwoch …

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Dienstag, 27. Mai 2003

Alte Gefühle

Am Sonntagnachmittag habe ich ein klein wenig geschrieben und musste für meine Recherche in meinen alten Aufzeichnungen lesen. Dabei sind mir wieder ein paar Dinge bewusst geworden, an die ich so im Detail lange nicht mehr gedacht habe. Diese Scheinheiligkeit von manchen Leuten … Wenn sie dir ins Gesicht schauen, sind sie lieb und nett bzw. tun so, aber hintenherum wird genau das Gegenteil erzählt und manchmal auch sehr, sehr böse gelästert. Mein Pech ist, dass ich von manchem damals erfahren habe und es mich bis jetzt noch hin und wieder beschäftigt. Ich habe wieder überlegt, ob es wirklich gut ist, zu viel zu wissen. Lebt man nicht ruhiger und zufriedener, wenn man nicht alles weiß? Andererseits bin ich froh, bestimmte Erfahrungen gemacht zu haben. Ich hoffe, sie helfen mir dabei, Menschen besser einschätzen zu können. Drei Dinge kann ich auf jeden Fall festhalten: Vertraue nie jemandem, der über Leichen geht, um Vorteile für sich zu erlangen. Es wird immer Menschen geben, mit denen ich nicht befreundet sein möchte. Ich weiß, wie ich mein Erlebnis positiv verarbeite.

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„Zeit ist Geld“ und die „Nebendransteher“

Gestern Nachmittag, 16:30 Uhr bei Lidl. Es war nur eine Kasse geöffnet, und obwohl nicht viele Kunden im Laden waren, bildete sich eine kleine Schlange. Ich gebe zu, ich finde es auch schöner, wenn ich nicht warten muss, aber ein paar Minuten Zeit sollte man schon fürs Einkaufen mitbringen. Kaum 10 Sekunden gestanden, meldeten sich schon die ersten weiblichen Schlangensteher hinter mir mit Unmutsäußerungen. „Hach, nur eine Kasse auf“, gab die eine mit einer zarten, piepsigen Stimme von sich. Hach, wie schrecklich, dachte ich mir, du wirst doch wohl fünf Minuten Zeit haben. Sie gehörte nicht nur zu den Leuten, die immer im Stress sind, sondern auch zu den mir verhassten „Einkaufswagennebendranstehern“. Das sind die Leute, die sich in der Schlange nicht mit ihrem Wagen hinten anstellen, sondern aus mir unerklärlichen Gründen ihren Einkaufswagen links oder rechts neben meinen schieben. Nicht, weil sie sich vordrängen wollen. Nein, einfach so. Als ob sie dann schneller dran kämen. Ich bekomme immer ein Gefühl der Bedrängnis, wenn mir jemand so dicht „auffährt“. Piepsi hatte also ihren Wagen bis auf halbe Höhe links neben meinen geschoben. „Können die nicht noch eine Kasse aufmachen, sonst stapelt es sich bald bis zum Joghurt“, gab sie jetzt von sich. Frau Nummer Zwei dahinter sagte: „Da will man billig einkaufen und bezahlt es jetzt teuer.“ Daraufhin schlaumeierte Piepsi: „Ja, ja, Zeit ist Geld.“ Frau Nummer Zwei wurde schon ungeduldig: „Am liebsten würde ich jetzt einfach alles stehen lassen und gehen.“ Doch so weit musste es nicht kommen, es wurde eine zweite Kasse geöffnet und Piepsi entschwand dorthin mit den Worten: „Na, dann nehmen wir mal diese Kasse.“ Puh, geschafft, dachte ich. Von wegen! Schwupps, schob sich der Wagen von Frau Nummer Zwei rechts neben meinen. Oh nein, auch Frau Nummer Zwei war eine vom Stamme der Einkaufswagennebendransteherinnen! Und darüber hinaus hatte sie offensichtlich auch das Blut der „Ich-halt-schon-mal-alles-bereit-damit-ich-es-gleich-auf-das-Band-legen-kann in ihren Adern. Ich kam noch gar nicht ans Band, um meine Einkäufe darauf zu legen, weil die Kundin vor mir den Gang noch mit ihrem Wagen blockierte. Egal, Frau Nummer Zwei stand schon mit vollen Händen bereit, um abzulegen. So muss wohl der gut organisierte Einkauf aussehen!

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Mittwoch, 28. Mai 2003

Man lernt nie aus

Die umgangssprachliche Bezeichnung „Kids“ für Jugendliche und Kinder ist wohl jedem geläufig. Aber wer weiß eigentlich, was es wirklich bedeutet? Hm, wahrscheinlich wussten es bisher fast alle außer mir, denn ich bin noch nie auf die Idee gekommen, diesen Begriff in einem Wörterbuch nachzuschlagen. Aber bei meiner Arbeit, die zum großen Teil aus der Umsetzung von Schulbüchern für blinde und sehbehinderte Schüler besteht, lerne ich immer wieder etwas dazu. Nun weiß also auch ich: „kid“ heißt Kitz oder Zicklein!
Cartoon: Eine Ziege mit zwei Kleinen sagt zu einer anderen: "... and another thing, stop calling them children, they're kids."

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Freitag, 30. Mai 2003

Sommerhitze

Gestern war es wunderschön und warm. Wir haben den ganzen Tag auf der Terrasse gesessen und nicht viel gemacht, außer ein paar Rankgitter angebracht.
Foto: Holzwand mit Rankgitter und Sonnenblumen-Lichterkette
Ursprünglich hatten wir die Idee, eine Fahrradtour zu machen, aber dazu war es dann doch schon zu warm. Ich habe viel gelesen und zwischendurch immer wieder mal probiert, ob der FTP-Zugang zu einer gerade umgezogenen Web-Site funktioniert. Leider hat es erst heute geklappt, muss wohl am Feiertag gelegen haben.
Tja, und heute fallen wohl so ziemlich alle Außenaktivitäten flach. Gefrühstückt haben wir noch draußen und anschließend waren wir bei Real einkaufen (unter anderem leckere Erdbeeren, Joghurt- und Schokoladeneis). Dann machte ich einen kurzen Versuch und setzte mich nach draußen, aber es war dermaßen heiß, dass ich mich in mein Arbeitszimmer zurückzog. Ich hatte gehofft, ein paar kreative Ideen für ein neues Layout einer Web-Site zu haben, aber noch ist mir nichts Rechtes eingefallen.

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Vorübergehend außer Betrieb

So kann’s gehen und durch Spielerei setzt man seine Web-Site vorübergehen außer Betrieb. Auf der Suche nach Inspirationen für ein Design habe ich heute Nachmittag den Website-Creator von 1und1 aktiviert. Nach der Aktivierung lief auch alles noch wie vorher. Ich klickte mich ein wenig durch die verschiedenen Designs, fand aber nicht die richtige Inspiration. Auch ist es keine Lösung, für die zur Überarbeitung anstehenden Web-Seiten eines dieser Designs zu verwenden, da sie in der Basisversion (also der im Tarif enthaltenen) auf zehn Seiten begrenzt sind. Alles weitere kostet dann natürlich zusätzlich. Okay, dachte ich mir, deaktiviere das Ganze einfach wieder. Hurra – Ihre Domain wird neu eingerichtet und ist in ca. 3 Stunden verfügbar. Na prima! Datenverlust wird es sicherlich keinen geben, nur ein paar Stunden „404 Not Found“. Das schreckt dann noch die letzten Besucher meiner Seiten ab, so viele schauen hier sowieso nicht rein. Aber ich bleib cool, trotz der Hitze und denke mir, eine Web-Site muss mal einen Ausfall von drei Stunden innerhalb von zwei oder sogar drei Jahren verkraften können.

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