April 2003

Dienstag, 1. April 2003

Noch mal Sommerzeit

Die Gegner der Sommerzeit versuchen auch, ihre Ablehnung medizinisch zu belegen. Ja, es hört sich schon einleuchtend an, dass sich Zeitverschiebungen auf den Körper auswirken. Meinetwegen auch kleinere. Aber von welchen Menschen geht man dort aus? Von solchen, die immer um Punkt sieben morgens aufstehen und auf die Minute genau um 23 Uhr schlafen gehen? Wie ist es denn, wenn ich Gleitzeit habe und mir denke: „Ach heute schläfst du mal ein Stündchen länger.“ Oder am Freitag stehe ich um sechs statt um sieben auf, weil ich dann früher Feierabend machen kann? Was passiert am Wochenende oder im Urlaub, wenn ich bis neun oder zehn schlafe? Und was richte ich in meinem Körper an, wenn ich zu einer Party eingeladen bin und erst nach Mitternacht ins Bett gehe? Nach dem, was bei Medizinfo steht, hat mein Körper gar keine Chance, sich diesem Nicht-Rhythmus anzupassen. Manchmal bin ich früh wach, ein anderes Mal schlafe ich lange. Manchmal möchte ich gar nicht ins Bett gehen und an anderen Tagen bin ich schon um 21 Uhr todmüde. Ich glaube meinem Körper ist Sommer- oder Winterzeit ziemlich egal.

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Mittwoch, 2. April 2003

hr2 – Wissenswert: Tagebücher im Internet

Im letzten Jahr berichtete Biggi (Carpe Diem), dass der Radiosender hr2 für eine Reportage aus ihren Tagebüchern zitieren möchte. Die Sendung war am 04.03.2003. Aber ich glaube, kaum einer der Tagebuch-Schreiber und -Leser wird sie gehört haben. Wer hört schon hr2, das habe ich nicht mal getan, als ich noch in Hessen wohnte.
Wie auch immer, wer es nachlesen möchte, findet auf der Web-Site des Hessischen Rundfunks das Manuskript der Sendung.
(Nachtrag am 29.09.2003: Den Link habe ich entfernt, da diese Seite nicht mehr existiert.)

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Freitag, 4. April 2003

Moderne Zeiten

Heute ist DSL bei uns eingezogen. Jetzt sind wir endlich einmal wieder technisch auf neuem Stand. Und schnell geht das! Ich bin begeistert! Gewöhnungsbedürftig finde ich es im Moment nur, dass ich gar nicht weiß, ob eine Verbindung besteht oder nicht – und dass ich nicht mehr daran denken muss, die Verbindung zu beenden.

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Samstag, 5. April 2003

Viereckige Augen

Die sollte ich eigentlich haben, denn heute habe ich stundenlang am PC gesessen. Aber zum Glück beeindruckt das meine Augen gar nicht. Ich glaube auch nicht an die schlechten Prophezeiungen früherer Arbeitskollegen, wie schlecht doch die ganze PC-Arbeit für die Gesundheit sei. Zu einem Teil ist es auf jeden Fall auch eine Einstellungssache, finde ich.
Jedenfalls hatte ich eine Menge aufzuholen. Zuerst habe ich einige Fotos ausgedruckt und schon das hat eine Weile gedauert. Ich drucke wirklich selten Fotos aus und musste erst einmal experimentieren, um die richtigen Einstellungen herauszukriegen.
Dann gibt es einige neue Katzenfotos vom Februar und März, aktuelle Gartenfotos und auch zwei neue Rezepte.

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Montag, 7. April 2003

Zu frisch …

… sollte Brot vielleicht doch nicht sein, wenn man es verzehrt. Gestern Nachmittag habe ich ein Roggenmischbrot gebacken, von dem wir abends etwas gegessen haben. Jörg hatte kurz danach schon etwas Magendrücken. Nachts wurde ihm allerdings ganz schlecht und das Abendessen landete auf dem umgekehrten Weg in der Toilette. Ich merkte von alledem nichts, wälzte mich aber gegen Morgen mit anderen Bauchschmerzen im Bett herum. Mein armer Mann musste auch noch ganz früh aufstehen, weil er mit seinem Chef zu einer geschäftlichen Besprechung nach Bochum gefahren ist. Und da der Termin auf 9 Uhr festgesetzt war, hieß es um sechs Uhr von Hannover aus zu starten. Und dann ging‘ s ihm den ganzen Vormittag nicht so gut. Vielleicht sollte ich das nächste Mal vor so einem Termin lieber Schonkost zubereiten?
Wie gesagt, hatte ich andere Bauchschmerzen. Denn natürlich hatte ich am Freitag vergessen, in die Apotheke zu gehen. Das habe ich heute Nachmittag nachgeholt. Wie ich es mir schon dachte, hatten sie das gewünschte Medikament natürlich nicht da und mussten es bestellen. Aber gestern war es sowieso schon egal, auf jeden Fall habe ich nun für den nächsten Monat vorgesorgt.

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Dienstag, 8. April 2003

Herbeigedacht?

Manchmal sollte man gewisse Dinge lieber nicht denken. Denn dann treffen sie prompt ein. Dieses Gefühl habe ich manchmal. Heute ist es wieder passiert. Als ich nach Hause kam, wollte der Mikater schmusen. Ich kraulte ihn und dachte zufrieden, dass wir wohl nach dem kalten Winter keine Zeckenplage haben werden. Im letzten Jahr fing es nämlich schon im März an und bisher hat Mika noch keine einzige mit nach Hause gebracht. Beim Kraulen spürte ich einen Knubbel – ein harmloser Fellknoten, den ich schnell entwirrte. Aber dann spürte ich noch etwas, nahm das lange Fell beiseite und entdeckte sie! Eine dicke, fette Zecke. Igitt! „Mika, komm, eine kleine Operation!“ Mika ist sehr brav und lässt sich zum Glück das Herausdrehen der Zecken gefallen. Zwei dieser Biester habe ich bei ihm gefunden und dann gab’s gleich eine Ladung Frontline Spot On, das einzige, was gegen diese Blutsauger wirklich hilft.

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Wachstumskontrolle und Ausgrabungen

Bestimmt kennen das die Gartenbesitzer – zumindest diejenigen, die noch nicht allzu lange einen Garten ihr Eigentum nennen können. Sobald die Außentemperaturen steigen und die Sonnen verstärkt strahlt, fängt die Natur an, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Spannend beobachtet man die Sträucher, die neue Blätter bekommen und begutachtet alle winzigen grünen Triebe, die sich in der Erde zeigen. Und an manchen Tagen im Frühjahr geht es soweit, dass man aus dem Auto aussteigt und direkt vom Carport in den Garten geht – nur mal kurz schauen, ob sich im Laufe des Tages schon wieder etwas verändert hat.
Vor allem Anfänger stehen da natürlich oft vor einem Rätsel: Unkraut oder nicht? Viele Stauden verschwinden über den Winter so weit, dass oberirdisch gar nichts mehr zu sehen ist. Tja, und wenn man dann nicht mehr so genau weiß, wo sich welche Pflanze befunden hatte …
Ich bin kürzlich völlig überraschend fündig geworden. Eigentlich wollte ich nur eine kleine Zypresse einpflanzen. An einer Stelle, an der im letzten Jahr nichts anderes war. Schließlich hatte ich vorher noch einmal ausführlich die Gartenfotos angeschaut. Ich grub also nur ein kleines Loch für die Zypresse – doch halt, da befanden sich Wurzeln! Hm, ja, nachdem im Januar die Beete entlang der Nachbarsgarage aufgegraben und wieder zugeschüttet (und eingepflanzt) worden waren, konnte es schon sein, dass sich eine Pflanze dorthin verirrt hatte. Aber welche??? Nun gut, dachte ich mir, die Zypresse soll dort sitzen, dann nehme ich diese Wurzeln und pflanze sie weiter vorne ins Beet. Denn dort ist garantiert nichts. Also wieder ein Loch gegraben (übrigens mit meinem kleinen handlichen Gartenset von Ikea), ach nee – welche Pflanze ist nun das? Überraschungen über Überraschungen. Das wird mit Sicherheit ein interessantes und spannendes Gartenerlebnis.
Und ich mache auch jeden Tag meine kleine Runde durch den Garten und schaue, wie alles wächst.

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Siebter Sinn

Katzen haben einen siebten Sinn, ganz sicher. Heute wollte ich Sammy die erste Portion der Anti-Wurm-Paste verpassen. Doch der noch Minuten zuvor wache und hungrige Kater lag tief schlafend im Körbchen. Nach einer Stunde wurde er wach – nun, ich wollte ihn nicht so direkt überfallen – und schon zog er sich auf die Höhen des Wohnzimmerschranks zurück, um dort weiterzuschlafen. Ich glaube, die Katzen ahnen es, wenn etwas ansteht, das ihnen vielleicht nicht so gefallen wird. Um acht Uhr hat Sammy schließlich das erste Drittel der Paste bekommen. Bäh, nicht besonders lecker, das konnte ich ihm deutlich ansehen. Aber widerstandslos hat er es geschluckt und anschließend mit etwas Katzenfutter den Geschmack verbessert.

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Halb sieben

Es wird bestimmt halb sieben, hat er heute Nachmittag gesagt. Nun ist es halb neun. Und er ist immer noch nicht zu Hause. Nein, das macht nichts und ich komme auch allein zurecht, wirklich. Nö, ernsthaft, dann kann ich noch ein bisschen Tagebuch schreiben. Heute habe ich so viele Gedanken … Aber nein, ich schreibe sie nicht alle heute auf, ein paar hebe ich mir auf als Stoff für die nächsten Tage.
Wie gut nur, dass ich nichts zu essen vorbereitet habe, das mittlerweile schon verkocht wäre. Die gekochten Kartoffeln wärmen im Backofen und nachher gibt es Kräuterquark und Butter dazu.

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Donnerstag, 10. April 2003

Schneefall

Gestern Abend fing es doch tatsächlich an zu schneien. Nun ja, es war in den letzten Tagen auch schon reichlich frostig gewesen. Hoffentlich haben es alle Pflanzen gut überstanden. Aber das sollte jetzt wirklich der letzte Wintereinbruch gewesen sein. Wenn man der Wettervorhersage glauben darf, wird es zum Wochenende hin wärmer werden. Nächste Woche müssen wir nur zwei Tage arbeiten und haben dann bis Ostermontag frei.

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Wieder ein Kater „fertig“

Heute war Mika dran mit der alljährlichen Impfung. Zum Glück war er drinnen, als ich nach Hause kam. Ich packte ihn gleich in die Transportkiste und ab ging es zum Tierarzt. Autofahren mag er gar nicht gerne, er maunzte die ganze Zeit herum. Das änderte sich schlagartig, als wir beim Tierarzt waren. Dort war er wieder brav wie ein Lämmchen. Ende April kommen die beiden Katzenmädels noch dran. Mit denen wird es allerdings etwas komplizierter werden, denn sie lassen sich nicht freiwillig in die Transportkisten verstauen. Da muss ich mir noch ein paar Tricks einfallen lassen. Lizzy ist heute schon wie eine Wilde in den Keller gerast, als ich die Transportkiste für Mika nur in den Flur gestellt habe. Das wird demnächst noch lustig werden.

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Sonntag, 13. April 2003

Freiluftsaison

Heute habe ich den halben Tag lesend auf der Terrasse verbracht. Zwar hatte ich mir noch etwas mit nach draußen genommen, aber da habe ich am späten Nachmittag wieder unberührt nach drinnen geräumt. Na ja, irgendwann …
Noch zwei Tage arbeiten und dann haben wir sechs Tage am Stück frei. Mit hoffentlich viel Sonnenschein. Bis jetzt sehen die Prognosen gut aus.

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Dienstag, 15. April 2003

Katzeneltern

Ob man Kinder hat oder Katzen, es gibt Punkte, an denen sich das Elternverhalten ähnelt: zum Beispiel wenn es darum geht, die Kleinen loszulassen. Hat man sich einmal dafür entschieden, seinen Katzen Freilauf zu gewähren, muss man natürlich auch mit den Risiken leben. So war es schon ein merkwürdiges Gefühl, als Klein-Sammy ausgerechnet an einem Montagmorgen die Katzenklappe entdeckte. Ich saß den ganzen Tag etwas unruhig im Büro und war froh, als ich nach Hause kam und mir der Kater entgegenkam. Genauso ergeht es Eltern, wenn sie ihre Kinder zum ersten Mal alleine zum Spielen oder in die Schule schicken. Oder sogar später noch, wenn sie zum ersten Mal über Nacht wegbleiben. Und irgendwann gewöhnt man sich daran. Aber sicher nie so ganz, solange die-, der- oder dasjenige mit einem zusammenlebt.

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Die Ordnungsfalle

Am Wochenende meckerte mich mein Online-Banking-Programm an, ich solle mal endlich die neue TAN-Liste frei schalten. Nun gut, danke für die Erinnerung, dann werde ich es mal tun. Einfacher gedacht als getan. Das Problem ist, dass ich sämtliche Unterlagen nicht sofort im jeweiligen Ordner ablege, sondern erst einmal staple. Ein Papierstapel ist aber langweilig, deshalb habe ich mehrere davon. Früher sammelte ich alles in einer großen Kommodenschublade, und wenn die voll war, musste ich mir einen Tag Zeit nehmen, um alles zu sortieren. Aber zurück zu der TAN-Liste. Ja, ich hatte sie vor einiger Zeit mit der Post bekommen. In meiner Erinnerung sah ich sie auch noch im rechten Stapel vor dem Drucker. Papierstapel durchgeschaut – nein, da war sie nicht. Hm, noch mal von unten nach oben sortieren. Nein, immer noch nicht. Dann vielleicht doch der linke Stapel? Oder der auf dem Boden neben dem Schreibtisch? Fehlanzeige. Sollte sie vielleicht doch noch im Wohnzimmer liegen, wo sich auch noch einige (aber wirklich nur sehr wenige!) Unterlagen befinden? Nach unten gelaufen, gewühlt, nichts, wieder nach oben gelaufen, wo nur kann ich noch suchen? Sie wird doch nicht etwa …? Nein, bitte nicht im Altpapier! Denn das hatte ich vor ein paar Tagen in den Container befördert. Ratlosigkeit. Nee, ich glaub’s nicht, aber ich nehme einfach mal den Ordner, in dem auch die alten TAN-Listen liegen. Ach nee!!!??? Ich hatte sie ordentlich dort abgeheftet! Nur blöd, wenn man das dann vergisst!

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Die Straße

Am letzten Dienstag waren sie ganz plötzlich und überraschend da gewesen. Überall hatten sie rosafarbene Punkte und Pfeile aufgesprüht. Kein Wunder, dass dies bei einigen Nachbarn zu Aufregung und Diskussionen Anlass gab. Nein, die Rede ist nicht von Graffiti-Sprühern, sondern von Vermessern und Straßenbauer. Am Mittwoch wurden Bauwagen und Bagger bereitgestellt und dann fand auch jeder eine Benachrichtigung in seinem Briefkasten vor. Denn plötzlich und unerwartet wird die Baustraße in unserem Wohngebiet in eine richtige Straße umgewandelt werden. Bisher hatte jeder mehr oder weniger genau seinen Vorgarten angelegt. Bei manchen war es sehr viel weniger genau, zum Beispiel bei zwei gegenüberliegenden Häusern. Denen fehlt jetzt gut ein Drittel vom bisherigen Autostellplatz. Tja, da wird der Rasen noch etwas weichen müssen.
Entgegen der Ankündigung im Benachrichtigungsblatt gab es bisher keine Schilder, Hinweise oder sonstigen Informationen, wo angefangen wird, wo noch geparkt werden darf, etc. Daher kam ich gestern Nachmittag nach Hause und wurde damit überrascht, dass nur noch ein Fußweg zu unserem Grundstück übrig war. Die Gräben für die Randsteine waren schon aufgebaggert worden. O.k., also musste das Auto um die Ecke in der Querstraße geparkt werden. Lassen wir uns mal überraschen, wie schnell das Ganze gehen wird. Auf jeden Fall wird es die nächsten beiden Tage, wenn wir Urlaub haben, nichts werden mit lange schlafen. Ab sieben Uhr morgens geht der Baulärm vor dem Schlafzimmerfenster los …
Ich werde die Straßenbaugeschichte ein wenig auf Hausnummer 27 dokumentieren, natürlich auch mit Fotos.

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Freitag, 18. April 2003

Zickenalarm

Vorgestern am späten Nachmittag auf unserer Straße (in der gerade die Straßenbauer am Werke sind):
Foto: Gräben entlang der Straße für die Randsteine
So in etwa sah es zu dem Zeitpunkt aus, durch die Bauarbeiten und die Absperrungen war es natürlich etwas enger auf der Straße als sonst.
Die Nachbarn schoben gerade ihre Arbeitsbühne auf einem Anhänger in Richtung Straße. Plötzlich gab es lautes Geschrei auf der Straße, eine Frauenstimme war zu hören, die laut schimpfte. Ich schaute neugierig um die Ecke. Die Nachbarn hatten ein Auto rückwärts in die Straße gefahren, das den Anhänger mitnehmen sollte. Es stand mitten auf der Straße – ging ja nicht anders – und versperrte folglich für einen Moment den Weg. Eine Nachbarin von der anderen Straßenseite war gerade mit ihrem Auto um die Ecke gebogen. Sie war es, die so laut schimpfte, und ich hörte gerade noch „… ich kann ja die Polizei rufen!“ Gnädigerweise machten die anderen Platz und sie brauste wütend mit ihrem Flitzer vorbei. Ich sah, wie die Männer den Kopf schüttelten und grinsten, einer meinte: „Das wäre ’ne Sache von fünf Minuten gewesen.“ Ich konnte da auch nur grinsen, den Kopf schütteln und mich fragen, wie frustriert man sein muss, um wegen solch einer Kleinigkeit einen derartigen Aufstand zu machen.

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Dienstag, 22. April 2003

Agressiv

So werden die Birkenpollen bezeichnet, die mir seit Samstagabend eine verstopfte Nase und brennende Augen bescheren. Und noch ist es nicht vorbei, ich kann da nur auf etwas Regen hoffen.
Bild: Pollenfluganzeige für den 21.04.2003 - Birke: mäßig, Tendenz: steigend
Zum Glück wurde es heute, am ersten Arbeitstag nach Ostern etwas besser. Sollte mir die Arbeit vielleicht besser tun als freie Tage?
Ostern war – na ja – mäßig entspannend. Für meinen Geschmack einfach zu viele „Termine“. Mittwoch und Donnerstag hatten wir frei und da fielen noch solche Dinge wie Einkaufen und Gartenarbeiten an. Am Mittwochnachmittag kam unsere schwangere Freundin Angela vorbei und wir haben ein paar Würstchen auf den Grill geworfen. Auch unsere Nachbarn Ralf und Tina gesellten sich dazu, später dann noch die Nachbarn von der Südseite, Tanja und Frank.
Auch am Freitagnachmittag kam Angela wieder vorbei und wir saßen dann eben bis acht Uhr abends zusammen. Dieses Mal drinnen, weil es draußen etwas ungemütlich geworden war. Am Donnerstag hatten wir noch kurzfristig eine Einladung zur Geburtstagsfeier von Jörgs Nichte bekommen. Ich bin also erst einmal losgelaufen und habe noch ein Geschenk gekauft. Wir waren für Sonntag, 11 Uhr eingeladen. Also kann man vorher nichts machen und hinterher – na ja, geht so. Um halb vier nachmittags waren wir wieder zu Hause, aber auch nur, weil wir uns vor dem Kaffeetrinken verabschiedet haben.
Am Montag ging es mir nicht so besonders gut, die Birkenpollen taten ihre Wirkung. Ich habe ein wenig, wenn auch nicht besonders effektiv am PC herumgesessen. Dann sind wir zu Jörgs Arbeitskollegen gefahren, bei dem oder besser gesagt bei dessen Freundin wir während ihres gemeinsamen Urlaubs die Katzen verpflegen werden. Da gab’s noch mal einen Cappuccino und Kuchen. Kurz vor fünf waren wir wieder zu Hause und konnten auch prompt zu Tanja und Frank rüber gehen, bei denen wir gemeinsam mit unseren und den nächsten südlichen Nachbarn zum Grillen eingeladen waren. Nachdem es schon so früh angefangen hat, haben wir uns auch relativ früh, viertel nach acht, wieder verabschiedet. Die richtige Ruhe konnte ich allerdings noch nicht finden, weil ich unseren kleinen Wilden (=Sammy) den ganzen Tag noch nicht gesehen hatte. Ja, ja, man darf sich aber nicht so viele Gedanken machen, irgendwann biegen die Fellknäuel ganz unerwartet um die Hausecke und sind wieder da. Puh, danach ging es mir etwas besser, auch wenn sich das Katerchen schon kurz danach wieder nach draußen begeben hat.
Die verstopfte Nase aufgrund der Birkenpollen (und vielleicht doch ein klein wenig Erholung?) haben heute früh dazu geführt, dass ich schon vor halb sieben aufgestanden bin. Daher konnte ich mit einer halben Stunde plus schon um 16 Uhr verschwinden. War sowieso außer mir keiner da, diese Woche bin ich ganz allein in meinem Büro.
So, und nun muss ich noch ein wenig Geld ausgeben, leider darf ich mir nichts Schönes kaufen, sondern muss die Kfz-Steuer überweisen …

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Mittwoch, 23. April 2003

Ausgetrickst

Wie war das gestern Abend? Nur mal schnell die Kfz-Steuer überweisen? Von wegen, ich hatte mich nach der Aktivierung der neuen TAN-Liste vor kurzem selbst ausgetrickst. Tja, man sollte auf keinen Fall noch TANs von der alten Liste gespeichert haben, weil die nicht mehr funktionieren. Und wenn man dann nach dem Absenden und der Meldung, dass Aufträge nicht ausgeführt wurden, diese einfach noch einmal abschickt (war sicher nur eine Verbindungsstörung), dann hat man sich ruck, zuck das Online-Konto gesperrt. Grrr, wie ärgerlich. Was blieb mir anderes übrig, ich bin heute in der Mittagspause zur nächstgelegenen Sparkassenfiliale gefahren, habe dort meine Überweisung am Terminal eingegeben und eine neue Start-TAN-Liste abgeholt.

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Freitag, 25. April 2003

Ausgeschaltet

Ich war heute gerade ein wenig beim Aufräumen in der Küche, während im Fernsehen das Kochduell lief. Die Sendung war zu Ende und eigentlich wollte ich dann den Fernseher ausschalten. Aber ich war gerade auf dem Weg in den Keller, um einiges in den Wertstoffsack zu füllen. Und erst etliche Minuten später fiel mir auf, dass es im Wohnzimmer still war. Keiner hatte den Fernseher ausgeschaltet – nein, er hatte es nach 12 oder 13 Lebensjahren selbst getan. Nur gut, dass man so vieles nach der Zusammenlegung von zwei Haushalten doppelt hat. Mein Fernseher stand immer noch nicht angeschlossen in meinem Büro. Zum Glück funktioniert er noch, denn vor ungefähr zwei Jahren hatte er mal kurzfristig den Geist aufgegeben, als Moni oben drauf ihren Magen entleert hatte und natürlich auch etwas davon ins Innere des Geräts gelangt ist. Na ja, nach ein paar Tagen ging er damals wieder, aber benutzt habe ich ihn nicht mehr seit meinem Umzug nach Hannover. Immerhin haben wir einen Ersatz, auch wenn er schon um einiges kleiner ist als der alte.

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Samstag, 26. April 2003

Tagebücher gehören nicht ins Netz!

Ich erhielt heute eine etwas unfreundliche E-Mail mit dem einleitenden Satz: „Liebe Sabine, Deine Seite ist einfach nur dumm!!! Tagebücher sind etwas persönliches und gehören einfach nicht ins www…..!!!!!
Wer schreibt mir denn so etwas? Klar, jemand von der „anderen Seite“ meiner Vergangenheit, eine Verwandte meines Ex. Es kamen auch noch andere Vorwürfe in dieser Mail vor wie „nicht besonders fair“, „verleugnen“, „jede Münze hat zwei Seiten“.
Ich muss ehrlich sagen, wahrscheinlich ist nicht nur meine Seite dumm, sondern auch ich bin es. Denn ich verstehe nicht, was die Vorwürfe sollen. Zum einen ist es allein MEINE Sache, ob und was ich ins Netz stelle, solange ich damit niemanden öffentlich bloßstelle, beleidige oder ähnliches tue. Ich denke doch, die Gemeinschaft der Internet-Tagebuchschreiber wird mir beipflichten, dass Tagebücher durchaus ins Internet gehören können und nicht nur in der Nachttischschublade eingeschlossen werden müssen.
Natürlich hätte ich auch eine Menge darüber schreiben können, was in der Beziehung mit meinem Ex gut und schön war oder auch welche Fehler ich gemacht habe. Aber was ich damals nicht in mein Tagebuch geschrieben habe, habe ich auch nicht nachträglich ergänzt.
Und zu den zwei Seiten: ich fühle mich frei, lediglich meine Seite, meine Sicht der Dinge zu schildern. Es sind schließlich meine persönlichen Seiten und ich muss da keine neutralen Berichte abliefern. So!
Außerdem braucht mich niemand mit „liebe Sabine“ anzureden, der meine Seiten als „dumm“ mit drei Ausrufezeichen bezeichnet. Im Grunde hätte ich gleich die große Igno-Taste im Kopf drücken sollen, anstatt mich in dieser Ausführlichkeit damit zu beschäftigen, aber mir war spontan danach, etwas dazu zu schreiben.

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Erkannt

Nachdem der Inhalt dieser E-Mail innerlich in mir „gesackt“ ist, komme ich im Grunde nur zu einem Schluss: Sie stammt nicht von dieser Verwandten, sondern von meinem Ex selbst.
Wie ich darauf komme? Nun, eine neue E-Mail-Adresse wie Mandarinentraum2@aol.com (frei übersetzt) lässt sich bei AOL schnell einrichten. Eine Frau an die 50 (so alt müsste sie wohl jetzt sein), wird nicht eine solche unverschämte Mail an jemanden schicken, der vielleicht ihrem Cousin irgendein Unrecht getan hat, aber ihr selbst und auch sonst niemandem zu nahe getreten ist. Und in meinen Tagebüchern habe ich – um irgendwelchen unnötigen Stress zu vermeiden – nicht einmal seinen Vornamen benutzt! Die Schreibweise und der „Tonfall“ dieser Mail sind für mich ein weiteres Indiz; ich behaupte, dass dies nur von einem Mann geschrieben worden sein kann. Ich frage mich nur: Kann denn nach über sechs Jahren nicht einmal Schluss damit sein?
Ich kann mir nur selbst auf die Stirn hauen, dass ich da nicht gleich drauf gekommen bin. Immerhin gab’s nun für alle meine Leser etwas Interessantes zu lesen und der Verursacher kann sich noch ein wenig mehr aufregen. Sollte ich vielleicht mal einen Link zu seiner Homepage setzen? Ja, schon gut, ich höre auf für heute.

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Sonntag, 27. April 2003

Papierkram und Catsitting

Das war meine sonntagnachmittägliche Freizeitbeschäftigung:
Bild: Ausschnitt aus dem Formular für die Einkommensteuererklärung
Eigentlich wäre es recht schnell gegangen, aber nur eigentlich. Die meiste Zeit habe ich damit verbracht, nach den benötigten Unterlagen in meinen diversen Papierstapeln zu suchen. Ich könnte es mir so einfach machen, wenn ich da etwas mehr Ordnung rein bringen könnte. Ich glaube, das wird ein Projekt für den nächsten Herbst oder Winter – vielleicht fange ich auch schon mal an verregneten Sommertagen an.
Später werden wir noch unseren Catsitting-Pflichten nachkommen. Wir versorgen zurzeit die drei Katzen der Freundin eines Arbeitskollegen von Jörg. Meine Güte, die stellen die Bude ganz schön auf den Kopf. Alles mögliche wird auf dem Boden verteilt und herumgezerrt. Vorgestern hatten sie ein Bild umgeworfen, das hinter der Schlafzimmertür stand. Es klemmte dann auf dem Boden hinter der Tür und ich hatte etwas Mühe, mich ins Zimmer zu quetschen. Gestern war eine Pflanze flachgelegt worden und dabei ist der Übertopf zu Bruch gegangen, außerdem hatten sie diverse Pullis aus dem (allerdings nicht ganz geschlossenen) Kleiderschrank gezerrt. Ich bin mal gespannt, wie es heute aussieht. Unsere Katzen waren nie so gewesen, selbst als sie noch reine Wohnungskatzen waren. Na ja, ich gebe zu, manche Unarten hatten sie schon. Sammy hat immer schön an den Tapeten gekratzt, bevor er raus durfte. Zum Glück ist es Raufaser, da kann man drüber streichen. Und an den Sofas kratzen sie nach wie vor gerne, irgendwie kann man dagegen nichts tun.

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El Tonno

Spätestens nach der Umstellung der Abfallwirtschaft und -gebühren hier in der Region Hannover war für mich klar, dass wir einen Komposter im Garten haben werden. Bis Ende letzten Jahres konnten Grünabfälle kostenlos in den Wertstoffhöfen abgegeben oder in die Wertstoffsäcke zur Abholung verpackt werden. Seit Anfang des Jahres allerdings sind auch Grünabfälle kostenpflichtig. Entweder man kauft die Biosäcke (für ca. 40 Cent das Stück) oder bringt sein Grünzeug zum Wertstoffhof, wo es abgewogen wird und man dann den entsprechenden Preis dafür bezahlt. Als Gartenbesitzer hat man in der Regel häufiger Rasenschnitt, Verwelktes von Pflanzen und dazu natürlich auch die Küchenabfälle. Also machten wir uns letzte Woche auf zum Baumarkt, um nach einem Komposter Ausschau zu halten. Wir hatten schon ein schwarzgraues Modell zum Zusammenbauen auf den Wagen gepackt, entdeckten dann aber etwas abseits eine attraktive grüne Tonne. Auf den ersten Blick war nicht eindeutig zu erkennen, wie teuer sie sein sollte, aber zum Glück waren an den Tonnen Preisschilder aufgeklebt. Nur zehn Euro mehr als das schwarzgraue Teil sollten sie kosten und hatten sogar einen Boden. Zur gleichen Zeit mit uns war ein altes Ehepaar dort auf der Suche nach einem Komposter. Nein, kein älteres Ehepaar, denn wenn ich mir unsere Eltern so anschaue, müssen die beiden bestimmt an die achtzig gewesen sein. (O-Ton Jörg: „So wie wir in vierzig Jahren, wenn wir einen neuen Komposter kaufen.“) Sie entschieden sich auch für die grüne Tonne von Milko. Jörg war ihnen behilflich, die Tonne und alle dazugehörigen Teile auf den Wagen zu packen und ich reichte ihnen noch die Bedienungsanleitung dazu, die ich zufälligerweise auf der anderen Seite des Regals entdeckt hatte. Wir kriegten noch mit, dass die beiden überlegten, ob sie die Tonne in ihr Auto bekommen. Er sagte: „Na ja, dann muss ich den Sitz verstellen …“ Ich hoffe, sie haben es geschafft, das Ding zu transportieren, denn bei einem „normalen“ Auto mit vielleicht nur zwei Türen würde sich das sicherlich etwas schwierig gestalten. Bei uns steht „El Tonno“ nun neben dem Gartenhaus und wir haben es (oder ihn?) schon befüllt.
Foto: Der grüne, runde Komposter in der Ecke am Gartenhaus

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Mittwoch, 30. April 2003

Kurze Woche

Schon ist die Arbeitswoche wieder vorbei. Ganz so geplant war es nicht, natürlich hätte ich morgen frei gehabt, aber am Freitag ganz normal gearbeitet. Doch dann hat sich meine Schwester mit ihren beiden Kindern zum Besuch angesagt. Ursprünglich wollten sie Mitte Mai kommen, doch das klappte nicht und so beschlossen wir, den Besuch auf Anfang Mai vorzuziehen. Letzte Woche stand es dann fest und ich habe am Montag Urlaub für den Freitag beantragt. Da in Niedersachsen am 2. Mai sowieso schulfrei ist, wird auch kaum jemand im LBZ zugegen sein.
So, und dann musste ich heute noch ein paar Sachen einkaufen. Ich hatte schon Horrorvisionen vom überfüllten Supermarkt vor mir, wie es an den Tagen vor Feiertagen die Regel ist. Ich bog an der Ampel ab und es staute sich schon etwas. Toll, die wollen bestimmt alle zu Real, dachte ich mir. Von wegen! Am Kreisel fuhren die meisten geradeaus, der Parkplatz war so mittelmäßig belegt wie er es an einem normalen Mittwoch ist und als ich meine Einkäufe zur Kasse schob, war es eine schwere Entscheidung, an welche der fast leeren Kassen ich nun gehen sollte. So entspannend wünsche ich mir Einkäufe immer!

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