Februar 2002

Freitag, 1. Februar 2002

Karrieresprung durch „Nein“

Die Verkehrslage hat sich nun wieder normalisiert. Das Hochwasser ist relativ schnell zurückgegangen und nun sind die Straßen wieder frei. Ich hatte es heute Morgen beim Blick aus dem Schlafzimmerfenster schon vermutet, denn ich sah auf der ca. 1 km entfernten Bundesstraße keinen Stau, sondern tatsächlich nur vereinzelte Autos fahren. Puh, war ich erleichtert, heute mal wieder in der normalen Schnelligkeit zur Arbeit zu kommen.
Im Augenblick geht es im Büro sehr ruhig zu, zumindest phasenweise. Allerdings musste ich mich in dieser Woche zwei Tage lang mit einer Powerpoint-Präsentation für meinen Chef beschäftigen. Wahrlich kein besonderes Vergnügen. Ich mag Powerpoint nicht besonders. Ich mag es vor allem deswegen nicht, weil es manchmal nicht das tut, was ich will. Ein besonderes Ärgernis sind immer wieder Texte mit Aufzählungen und Nummerierungen. Warum ist bei einem Text der Abstand zwischen Nummerierungszeichen plötzlich größer als beim anderen? Selbst wenn ich ihn kopiere, verändert es sich. Ein anderes Mal setzt es mir einen hängenden Einzug, aber den will ich nicht!!! Und jedes Mal muss ich die Formatierung wieder ändern. Wahrscheinlich kann ich nicht richtig mit dem Programm umgehen, aber ich hab auch lange nichts mehr damit gemacht und damals war das auch noch eine der älteren Versionen.
Gestern Abend im Fernsehen: Ich hatte während des Kochens (leckeres Paprikagulasch) einen Tatort von 1979 auf WDR eingeschaltet. Im Anschluss gab es FrauTV. In der Rubrik „Karrieresprung“ wurden Kommunikationstipps gegeben. Da war zum Beispiel der Vorgesetzte, der seiner Mitarbeitern immer mehr Arbeit auf den Schreibtisch packt und sie kann nicht „Nein“ sagen. Ich musste dabei an manches aus meiner Zeitarbeitsphase denken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine der Sekretärinnen oder Assistentinnen, die ich damals vertreten habe, in so einem Fall tatsächlich zu einem „Nein“ fähig gewesen wäre. Als Zeitarbeitsmitarbeiterin hat man es aber dann noch einmal ein Stück schwerer. Ich riskiere ja nicht nur einen Konflikt mit dem Vorgesetzten – das wäre allein meine Entscheidung – sondern muss auch meinen Arbeitgeber, die Zeitarbeitsfirma repräsentieren. Eine Gratwanderung! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich damals im Juni/Juli bei dem Touristikunternehmen nicht besonders beliebt gemacht habe. Vermutlich haben sie eine fürchterlich schlechte Bewertung abgegeben. Aber das ist mir ziemlich egal, die waren auch nicht besonders nett zu mir. Ich hab mich darüber ein paar Mal in meinem Tagebuch ausgelassen. Früher durfte man bei dieser Zeitarbeitsfirma auch als Mitarbeiter die Unternehmen bewerten. Das haben sie wohl abgeschafft, schade 😉
Dann hatte die Expertin bei FrauTV noch einen Tipp: „Füllwörter vermeiden: Echt, eigentlich, irgendwie, wirklich, nur… schwächen Ihre Aussage ab. So ist es leicht, Ihre Forderung abzulehnen!“ Leider aber konnte sie damit nicht hundertprozentig überzeugen, denn sie verwendete selbst ständig das böse Wörtchen „eigentlich“. Das müssen wir noch mal üben …

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Dienstag, 5. Februar 2002

Arbeitseinsatz

Am Wochenende haben wir endlich einmal wieder etwas im Haus getan. Jörg hat angefangen, Bodenbretter auf dem Dachboden zu verlegen und ich habe mich aufgerafft und die Decke und die Schräge im Badezimmer tapeziert. Das war mit relativ großem (Lauf-) Aufwand verbunden, denn es gab nicht genügend Platz, den elend langen Tapeziertisch im Badezimmer aufzustellen. Also habe ich die Tapeten im Keller zugeschnitten und eingekleistert und bin dann jedes Mal nach oben ins Bad gestiegen und habe sie angeklebt. Am Samstagabend und auch am Sonntag taten mir die Beine ganz schön weh!
Bei meinen Überlegungen, welche Fensterdekoration ich nun anbringen soll, kam ich am Wochenende auf die Idee, schöne Stoffe zu kaufen und alles selbst zu nähen. Das kann ich nämlich. Einfache, gerade Dekos sind sowieso kein Problem und ich traue mir auch zu, ein Raffrollo zu nähen, denn es gibt ja die entsprechenden Bänder dafür fertig zu kaufen. Also bin ich am Montag nach der Arbeit zu Ikea gefahren, in der Hoffnung, dort im Winterschlussverkauf günstige Stoffe ergattern zu können. Aber es gab überhaupt nichts nach meinem Geschmack. Somit endete der Besuch bei Ikea zumindest ziemlich preiswert, denn ich habe gar nichts gekauft.
Die Nachmieter haben sich – wie fast nicht anders zu erwarten – trotz ihrer Zusage am letzten Wochenende nicht gemeldet. Und mittlerweile bekommt man auf allen ihren Telefonanschlüssen nur die Ansage „Kein Anschluss unter dieser Nummer“. Nun müssen wir schnellstens mit unserem ehemaligen Vermieter telefonieren, denn der weiß bestimmt nichts davon. Ich glaube jedenfalls nicht, dass sie sich bei ihm gemeldet haben. Ich kann darüber nur den Kopf schütteln. Was soll das alles???

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Mittwoch, 6. Februar 2002

Komplizierte Abläufe

Heute habe ich wieder einmal feststellen müssen, dass die Abläufe in der Bewerberverwaltung viel zu kompliziert sind und eine Menge unnötiger manueller Arbeit bedeuten, bei der dann auch entsprechend mehr Fehler passieren können. Also muss schnellstens eine Datenbank her. Ich werde in den nächsten Tagen mal meine vorhandenen Daten und meine Anforderungen zusammenstellen und sie dann an meinen persönlichen Chef-Programmierer (=Jörg) übergeben. Endlich hat Jörg mich so weit, dass ich wohl auch anfangen „muss“, mich mit Access zu beschäftigen. Aber wenn es meine Arbeit erleichtert, dann tue ich es gern. Vor allem dann, wenn es mir so manche stupide Arbeiten abnehmen kann. Ich finde es absolut nicht so toll, wenn ich aus der Excel-Tabelle, in der alle Bewerberdaten erfasst sind, die Daten der aktuell eingegangenen Bewerber in eine andere Tabelle kopieren muss, dann den passenden Serienbrief auswählen muss, dort auch noch einmal im Detail prüfen muss, ob und welche Änderungen notwendig sind und dann das Ganze ausdrucke. Auch für meine Urlaubsvertretung wäre es viel leichter, sich einzuarbeiten. Vielleicht bin ich eines Tages dann selbst überflüssig??? Warten wir’s ab.
Jörg hat heute Abend mit unserem ehemaligen Vermieter oder vielmehr dessen Bruder telefoniert. Er will morgen prüfen, ob diesen Monat Miete von den Nachmietern eingegangen ist. Wenn nicht, werde ich morgen die damaligen Mitinteressenten kontaktieren. Vielleicht haben sie noch Interesse an der Wohnung und an unseren überlassenen Möbelstücken und das Ganze ist dann endlich mal vom Tisch.
So, das war’s für den heutigen Mittwoch. Ich gehe jetzt eine Etage tiefer, werfe mich auf das Sofa und schaue mir die „Girlfriends“ an.

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Samstag, 9. Februar 2002

Küchenfensterdekoration

Heute Mittag sind wir erst einmal losgefahren und haben diverse Kleinigkeiten im Baumarkt gekauft. Zum Beispiel zwei Halogenstrahler mit Bewegungsmelder. Der eine als Ersatz für den Strahler an der Hausecke über dem Eingang, weil er leider nicht mehr so funktioniert hat wie er sollte. Den zweiten hat Jörg an die hintere Hausecke montiert, so dass jetzt unsere Parkplätze für die Autos schön beleuchtet sind. Es war in der Vergangenheit manchmal schon etwas mühsam, morgens das Auto zu finden. Man konnte es in der Finsternis irgendwo erahnen und musste dann auch das Schloss finden. Ein Vorteil hatten natürlich diejenigen, die ihr Auto per Fernbedienung am Schlüssel aufschließen können. Pech für mich mit meinem neun Jahre alten Kadett. Aber egal, nun, wo es morgens früher hell und abends später dunkel wird, haben wir eine schicke Beleuchtung 😉 Doch der nächste Winter kommt bestimmt.
Ich war dann – trotz des nicht vorhandenen Geldes – in Einkaufslaune und machte mich nachmittags auf den Weg zu Möbel Hesse, um meinen Geburtstagsgutschein einzulösen. Nach langer Suche und einigem Hin- und Herüberlegens („kauf ich’s jetzt oder lieber doch nicht, und wenn ja, welche Farbe nehme ich?“), bin ich dann mit zwei wunderschönen Raffrollos für die Küche nach Hause gefahren. Für das eine habe ich den Gutschein hingelegt, das andere musste ich selbst bezahlen, denn sie sind nicht gerade billig. Ich habe sie natürlich gleich zusammengebastelt. Die Katzen waren begeistert, dass da plötzlich so schöne lange Fäden vom Tisch hingen und sich auch noch bewegten. Ich war weniger begeistert, wie man sich denken kann. Alles in allem war die Montage aber sehr einfach, denn ich musste das Klettband nur auf den Fensterrahmen kleben und die Rollos dran kletten. Nun sieht die Küche sehr gemütlich aus.

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Sonntag, 10. Februar 2002

Weißbrot und Trulleberg

Gestern waren wir nach dem Baumarkt-Besuch noch kurz bei real,- und haben Getränke gekauft. Leider aber fiel mir erst an der Kasse ein, dass wir kein Toastbrot mehr zu Hause hatten. Da es aber ziemlich voll war und die Schlangen entsprechend lang, hatte ich keine Lust, noch einmal zurück zu laufen. Nein, wir haben ja eine Alternative: Wir backen selbst ein Brot im Backautomaten. Allerdings war es schon eine gewisse Herausforderung und ein Risiko, denn in letzter Zeit blieb das Brot oft kleben und ist auch schon öfters beim Herauslösen total zerbrochen. Es hätte also sein können, dass wir heute ohne Frühstücksbrot dagesessen hätten. Aber wie man auf diesem Foto von heute Morgen sieht, ist es mir gelungen! Ein wunderschönes, riesiges, leckeres Weißbrot.

Nachmittags haben wir endlich ein paar Bilder aufgehängt und auch den Trulleberg aus seiner Verbannung im Hauswirtschaftraum befreit und ins Wohnzimmer gestellt. Der Trulleberg ist eine Ikea-Kommode aus antik gebeiztem Holz, die ich schon einige Jahre besitze. Zu dem Namen kam sie durch den Film „Ödipussi“. Wer ihn kennt, erinnert sich vielleicht: Loriot ist Möbelverkäufer und zeigt Kunden eine Kommode namens „Trulleberg“, bei der sich die Schubladen nur mit viel Rütteln und Ruckeln herausziehen lassen. Nein, sooo schlimm ist es bei unserem Trulleberg nicht, aber sie gleiten nicht ganz so leicht. Daher der Name. Übrigens will ich damit nicht sagen, dass die Schubladen aller Ikea-Möbel schwer zu bewegen sind. Wir haben in unserem Haus nun auch eine Ikea-Küche und die Schubladen gleiten wie von selbst.
Fotos von den ganzen Veränderungen gibt es natürlich unter Hausbau zu sehen.

Mittwoch, 13. Februar 2002

Nachmieter-Suche

Die Sache mit dem Nachmieter hat sich nun wohl endgültig erledigt. Also mit dem, der schon den Mietvertrag unterschrieben hat. Man hört nichts mehr …
Ich habe also wieder einmal an diversen Stellen eine Anzeige aufgegeben und nun warten wir ab, ob sich jemand meldet. Sucht nicht zufälligerweise irgendjemand, der dies hier liest, dringend eine Wohnung in Hannover??? Vermutlich nicht …
Dann war ich heute noch bei Aldi, denn es gab sehr günstige Raffrollos für nur 10 Euro das Stück. Ich dachte, ich könnte vielleicht für das Gäste-WC fündig werden. War aber nichts, die Auswahl war sehr bescheiden, farblich nichts besonderes und vom Stoff her absolut hässlich.
Heute Abend schauen wir uns auf Video noch den Rest der Stunksitzung an. Ich kann ja keinen Gefallen an Fastnacht/Karneval finden und vor allem nicht an den meisten Fernsehsendungen bzw. Sitzungen, die im Fernsehen gezeigt werden. Aber die Stunksitzung ist die große Ausnahme. Das ist zwar auch ein bisschen Kölner Karneval, aber vor allem allerbeste Show und Comedy!

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Donnerstag, 14. Februar 2002

Umstellungen

So. Nun hat es mich trotz der guten Vorsätze (so was brauche ich nicht, will ich nicht) doch erfasst. Und nun bin ich die nächsten Tage ein klein wenig am Basteln. Demnächst werde ich das Ergebnis bekannt geben. Bis dahin noch eine schöne Restwoche und einen wunderschönen Wochenendbeginn 🙂

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Sonntag, 17. Februar 2002

Pause

Oh je, ein Wochenende fast ohne PC!!! So etwas gibt es auch. Am Freitagabend ging es mir nicht gut und gestern hab ich den ganzen Tag im Haus zu tun gehabt. Heute war der Rechner zwar eine Weile in Betrieb, doch ich musste etwas installieren und somit hatte ich wiederum nicht die Zeit und vor allem nicht die Muße etwas hier zu schreiben. Aber es gibt einiges zu berichten, was ich dann morgen nachholen werde.

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Mittwoch, 20. Februar 2002

Alles neu

Willkommen in meinen Tagebüchern mit neuem sommerlich-frischem Design und Weblog-Funktionalität!
Endlich habe auch ich es geschafft. Obwohl ich es gar nicht unbedingt wollte. Aber so ein Weblog hat doch auch seine Vorteile. Das Einrichten des Weblogs war ja schnell gemacht, aber das Layout … Ich habe nun wirklich einige Tage gebraucht, um zu einem Ergebnis zu kommen. So etwas gärt immer lange in mir, und gestern war ich noch bis zuletzt unschlüssig und unzufrieden. Aber siehe da – plötzlich entstand es fast wie von selbst. Einige Feinheiten sind noch zu machen, aber so sollte es erst einmal funktionieren. Und nachdem ich nun auf die Schnelle noch meine alten Tagebücher ein wenig angepasst habe, damit die Navigation auch noch funktioniert, verschwinde ich jetzt in die Küche und bereite leckere Spaghetti Carbonara zu.

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Donnerstag, 21. Februar 2002

Bastelarbeiten

Endlose Bastelei – nun habe ich schon wieder länger am PC gesessen als geplant. Hier noch eine Feinheit, da noch eine Kleinigkeit geändert, nun noch den Scrollbalken verschönert … Jetzt reicht’s aber für heute! Demnächst sollte es mal wieder mehr Inhalte hier geben. Hunger habe ich auch und ich weiß noch nicht, was es zu Essen gibt. Hm, ich glaube, ich bin keine gute Hausfrau, bei mir steht niemals um 18 Uhr das Abendessen auf dem Tisch .

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Nachmieter-Frust

Gestern Abend habe ich wieder einmal zwei Leutchen unsere ehemalige Wohnung gezeigt. Während der Besichtigung konnte ich überhaupt nicht deuten, ob ihnen die Wohnung gefiel oder nicht. Heute rief sie an: „Wir haben uns gestern die Wohnung angeschaut. Ich glaube, sie ist doch nicht das Richtige für uns …“ Ich war ziemlich kurz angebunden und sagte nur so etwas wie „ja, alles klar“. Mir schien, sie erwartete mehr Reaktion von mir. Soll ich ihnen etwa noch Glück bei der weiteren Suche wünschen??? Im Moment ist das zu viel verlangt für mich. Ich habe das Gefühl, dass wir in einer fürchterlichen Wohnung gelebt haben, die sich kein anderer zumuten will. Irgendwie bin ich etwas sauer.

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Freitag, 22. Februar 2002

Schnee

So sah es heute Morgen beim Blick aus meinem Arbeitszimmer aus:

Musste das denn wirklich sein? Außer dem unvermeidlichen Stau auf dem Weg zur Arbeit bringt so ein Schneefall doch keine Veränderung und vor allem auch keine Freude. Im Laufe des Vormittags hatte sich der Schneefall in einen hässlichen Regen verwandelt.
Wenigstens hatte ich einen sehr ruhigen Freitag im Büro. Ich habe wieder mal einen ganzen Stapel Absagen abgearbeitet. Damit werde ich auch in der nächsten Woche fleißig beschäftigt sein, damit endlich Ruhe ist mit den Nachfragen.
Um 16 Uhr haben wieder einmal potenzielle Nachmieter die Wohnung besichtigt. Dieses Mal hatte ich einen positiveren Eindruck, auf jeden Fall gefiel ihnen die Größe der Wohnung. Morgen ist die Wohnungsanzeige neben den Veröffentlichungen in den Internet-Immobilienmärkten auch noch einmal in der Printausgabe der Hannoverschen Allgemeinen. Mal sehen, ob es dann noch einen großen Ansturm gibt.

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Sonntag, 24. Februar 2002

Nachmieter-Marathon

Das war jetzt äußerst ärgerlich. Ich hatte gerade einen ziemlich langen Bericht über unser Wochenende mit den Wohnungsbesichtungen geschrieben und dann war alles weg! O.k., ich versuche noch einmal, alles zu rekonstruieren:
Am Freitag nach der Arbeit fing es an: wieder einmal ein Wohnungsbesichtigungstermin. War soweit o.k., obwohl man die potenziellen Nachmieter meistens nicht so genau einschätzen kann. Danach war ich noch einkaufen bei real.-, damit wir nicht am überfüllten Samstag noch dahin mussten.
Am Samstag hat Jörg angefangen, den Fliesenfußboden im unteren Flur zu verfugen. Leider kann man die Katzen nicht aus- (dürfen sie im Moment noch nicht) und auch nicht einsperren (muss man nachher eine neue Tür kaufen). Also Katzen-Freilauf über dem Verfugungszeug – ihhhh, wo bin ich denn jetzt drauf getreten, igitt, schnell weiter rennen, zum Beispiel nach unten in den Keller oder in die Küche zum Fressnapf, dazu noch einige kleinere Verewigungen in Richtung Wohnzimmer, aber alles in allem war es nicht so schlimm. Lässt sich ja alles wegwischen.
Während Jörg mit der Verfugung des Flurs beschäftigt war, hatte ich einen (bereits am Donnerstag vereinbaren) Besichtigungstermin in der alten Wohnung. Leider kam keiner, aber zumindest hatte ich wieder einmal gut gelüftet.
Kurz vor 15 Uhr fuhren wir in Richtung Baumarkt. Auf dem Weg dorthin riefen die Besichtiger vom Freitag an und teilten mit, dass sie absagen wollten, weil die Wohnung ihnen zu groß war und doch einiges gemacht werden musste. Ist es denn nicht normal, dass man bei privat vermieteten Wohnungen beim Einzug renoviert???
Als wir dann schon vom Baumarkt wieder in Richtung Heimat unterwegs waren, riefen die nächsten Interessenten an. Sie hatten sogar kurzfristig Zeit und so trafen wir uns eine halbe Stunde später in der Wohnung. Dann fuhren wir wieder in Richtung nach Hause. Aber kurz davor ein erneuter Anruf – o.k., wieder umkehren und noch einmal in die Wohnung zum Besichtigungstermin. Das war einige Hin- und Herfahrerei zwischen Hemmingen und Ricklingen am gestrigen Samstag.
Natürlich standen auch noch einige weitere Termine für heute aus. Zumindest war der heutige letzte Besucher so weit interessiert, dass er alle verbleibenden Einrichtungsgegenstände für 750 Euro übernehmen würde. Viel weniger, als der erste Nachmieter zahlen wollte, der ja dann aus unerklärlichen Gründen „verschwunden“ ist. Es gab noch zwei weitere Interessenten, wobei die einen nur die leere Wohnung haben wollten, die anderen gerne alles übernehmen würden, wir aber noch nicht über den Preis gesprochen haben. Ich hoffe noch, dass wir ein bisschen mehr bekommen können, denn was sollen wir mit einer zweiten Küche?
Der Hammer war eine Interessentin heute Nachmittag. Sie wartete schon vor dem Haus, als wir fünf Minuten vor dem vereinbarten Termin dort ankamen. Wortlos ging sie durch die Wohnung, warf einen kurzen Blick in alle Zimmer und entschwand nach maximal 20 Sekunden mit dem Satz „das hat sich erledigt“ wieder durch die Tür. Ich glaube, wir standen wie zwei große Fragezeichen in der Wohnung und konnten es nicht fassen.
Auch heute Nachmittag meldete sich noch der eine oder andere, mit dem ich selbstverständlich einen Termin für Montag bzw. Dienstag vereinbart habe. Aber eigentlich reicht es mir mittlerweile. Ich möchte das Ganze endlich vom Tisch haben.

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Mittwoch, 27. Februar 2002

Schnauze voll

… von den Wohnungsbesichtigungen! Gestern hatte ich noch einmal einen Termin, aber es erschien wieder mal keiner. Können die Leute denn nicht absagen statt meine teure Zeit zu verschwenden? Die noch verbleibenden beiden Interessenten werden auch schon ungeduldig, obwohl ich gesagt habe, dass ich mich frühestens Dienstag Abend, aber wahrscheinlich erst am Mittwoch melden werde. Ich nehme jetzt keine Telefongespräche mehr an, bevor wir nicht heute Abend mit dem Vermieter gesprochen haben.
Gestern Abend waren wir bei unseren Nachbarn, Tina hatte Geburtstag. Es gab leckere Tortillas und Sekt, während der langsam nachlassende Orkan ums Haus wehte. Zum Glück war es bei uns nicht so schlimm, obwohl wir mit dem freien Feld hinter den Häusern in einer recht windigen Ecke wohnen.
Schlimmer aber ist das Hochwasser. Wir sind nur indirekt davon betroffen, weil es sich dann morgens in Richtung Schnellweg durch das Städtchen staut. Heute morgen war es wieder einmal soweit. Noch nicht ganz so schlimm, ich war dann doch in einer guten halben Stunde im Büro. Aber für die nächsten beiden Tage bedeutet es, wieder früher aufstehen zu müssen.
Hier im Büro war es heute auch etwas „ungemütlich“, weil ein Ordner meiner Vorgängerin gesucht wurde, der sich blöderweise bei mir im Schrank befand. Ich hatte ihn unwissender weise dorthin gestellt und dann irgendwie vergessen, dass es ihn gab. Wahrscheinlich halten sie mich jetzt alle für doof, aber na ja, damit kann ich leben. Die Lebenserfüllung ist das sowieso hier nicht. Könnte ich nicht mal eine kleinere Summe im Lotto gewinnen, um mich dann interessanteren Dingen zu widmen? Aber das bleibt wohl ein Traum.
Noch 11 Arbeitstage, dann habe ich erst einmal zwei Wochen Urlaub! Endlich, ich hatte so lange keinen Urlaub mehr. Als ich eben genauer darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich im letzten Jahr nur eine Woche Urlaub hatte. Gut, im Januar habe ich gar nicht gearbeitet, aber das war wegen der Jobsuche nicht ganz so entspannend. Dann hatte ich diesen elenden Hotline-Job, den ich zum 31. März gekündigt habe. Danach hatte ich wieder drei Wochen unfreiwillig „frei“, weil die andere Zeitarbeitsfirma mich nicht so schnell einstellen konnte. Bevor ich hier bei der BGR angefangen habe, hatte ich eben diese eine Woche Urlaub. Und seitdem mal zwei einzelne freie Tage, die aber das eine Mal für Ausbaumaterial-Schleppen und das andere Mal für den Umzug draufgingen. Deswegen freu ich mich so sehr auf den Urlaub, ich habe fest vor, wieder ein bisschen zu schreiben, nicht nur hier im Tagebuch.

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