Januar 2002

Dienstag, 8. Januar 2002

Ein neues Jahr, ein neues Haus … nur hier bleibt es zunächst beim Alten. Abgesehen davon, dass ich jetzt wieder mehr Zeit für Tagebucheinträge haben werde. Heute allerdings bin ich etwas einfallslos, die Worte wollen einfach nicht aus den Fingern in die Tasten laufen. Immerhin haben wir seit gestern endlich Telefon (ja, ja, die Telekom hat es doch endlich nach vielen, vielen Anrufen geschafft, unseren Telefonanschluss von der Wohnung ins Haus umzuschalten. Es war anscheinend eine große Herausforderung, da der Anschluss hier in den Keller erst im Oktober!!! gelegt wurde).

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Mittwoch, 9. Januar 2002

Heute habe ich endlich meinen letzten DM ausgegeben. Bis auf 2,50 DM genau bin ich bei OBI alles für zwei Fußmatten (innen und außen) losgeworden. Jetzt bin ich auch im Euro-Land! War ja schon fast peinlich, erstens fragt gar keiner mehr, ob man denn in Euro oder DM bezahlen möchte, und dann wurden meine letzten Scheine und Münzen – nein, nicht in die Zweitkasse – sondern in ein kleines Plastiktütchen verpackt. Hm, nun gut. Mir ist es recht. Aber ich wundere mich doch, dass anscheinend die Umstellung auf die neue Währung wirklich so fix ging. Und ich kam mir schon ein wenig hinter dem Mond lebend vor, weil ich immer noch in dieser alten Währung bezahlte.

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Donnerstag, 10. Januar 2002

Heute war also Einkaufen im Euro-Zeitalter angesagt. Was allerdings nicht so viel Unterschied machte. Ich hab nämlich wie meistens bei real,- mit der EC-Karte bezahlt 😉
So nach und nach genieße ich den Einkaufsvorteil, der sich im Zusammenhang mit unserem Haus ergeben hat. Erstens liegt es nur ca. 500 m von real,- entfernt und – was viel wichtiger ist – ich kann direkt vor der Haustür parken und meine Einkäufe reinstellen. Also etwa drei Schritte vom Auto ins Haus. Und nicht mehr wie vorher von der Straße ums Haus herum und dann ungefähr 40 Treppenstufen hoch in die zweite Etage. DAS ist wirklich prima!!! Ich werde demnächst bestimmt wieder 10 bis 20 Kilo zunehmen, weil ich mich kaum noch bewegen muss. Oder doch lieber nicht, das muss nicht sein.

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Freitag, 11. Januar 2002

Der Kaminofen ist heute von seinem provisorischen Fliesenuntergrund befreit worden und hat eine schicke Glasplatte bekommen:

Und die gab es ganz günstig bei Hornbach, hat nur noch die Hälfte des ursprünglichen Preises gekostet, sage und schreibe nur 76 Euro! Der Preis für dieses Schnäppchen war der dazu passende Service: Die vordere Kasse war gar nicht mehr geöffnet, so dass wir, die Platte auf dem Wagen balancierend, einmal quer durch den Baumarkt fahren mussten, wo dann tatsächlich zwei Kassen geöffnet waren. Und dementsprechend lange Schlangen. Der Herr vor uns hat es doch tatsächlich gewagt und Leuchtstoffröhren gekauft, an denen nicht einmal ein Etikett angebracht war. Also musste die Dame an der Kasse erst einmal im Angebotsprospekt wühlen, was ihr aber anscheinend nicht weiterhalf. Dann telefonierte sie mit der zuständigen Abteilung um schließlich festzustellen, dass sie alles bereits korrekt eingetippt hatte. In der Zwischenzeit drängten sich mehrere Kunden gefährlich nahe an der nicht allzu sicher stehenden Glasplatte vorbei, und schließlich auch noch eine Mitarbeiterin mit ihrem Putzwagen. Aber dem guten Stück (weil dem einzigen von zweien ohne Kratzer) ist nichts passiert. Als der Kunde schließlich bezahlt hatte, wagte ich es, die Vermutung anzustellen, dass er gleich seine Quittung kontrollieren würde. Tatsächlich! Er glaubte, man habe ihm wohl doch nicht den korrekten Preis berechnet. Zum Glück war das Ganze dann in Kürze geklärt und wir kamen endlich an die Reihe. Tja, und dann mussten wir mit dem Wagen über den gesamten Parkplatz rollen, denn wir hatten schließlich das Auto vor dem Eingang geparkt, an dem sich jetzt keine Kasse mehr befand.
Und dann ging es noch einmal auf zur zweiten Runde: Kaminholz kaufen. 10 Säcke à 12,5 kg – mehr passten nicht auf den Wagen. So, jetzt können wir mal wieder richtig den Kaminofen einheizen. Noch lohnt es sich, nächste Woche soll es ja wieder wärmer werden.
So sieht es häufig aus, wenn man nach oben gehen will:

So eine Treppe, auf der man gemütlich liegen kann, ist schon schick. Und besonders gemütlich mit den warmen Stufenmatten. Für Katzenbesitzer ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie um die Katze herum laufen. Sie ist schließlich die Herrin der Treppe.

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Montag, 14. Januar 2002

Auf der Suche nach dem Nachmieter …
Der Nachmieter für unsere Wohnung ist verschollen. Oder wie soll man es sagen? Ursprünglich hatten wir am Samstagnachmittag einen Termin für die Wohnungsübergabe vereinbart. Den sagte er eine Stunde vorher ab, weil er mit einer Autopanne liegen geblieben war. Wir wollten uns dann am Sonntag um 13:00 Uhr treffen. Aber keiner kam. Keiner rief an. Er war und ist bisher telefonisch nicht erreichbar. Was jetzt? Ist er ein Betrüger? Aber warum sollte er sich dann die Mühe machen und was hätte er davon? Vielleicht ist ihm etwas zugestoßen, ein Unfall, eine Krankheit, ein Unglücksfall in der Familie? Auch unser (ehemaliger) Vermieter weiß nichts, wie sich heute nach einem Telefonat herausstellte. Das heißt, wir müssen erst einmal abwarten. Bezüglich der Wohnung kann es uns egal sein, da wir zum 31.12.2001 gekündigt hatten. Allerdings haben wir mit dem Nachmieter eine Vereinbarung über den Kauf der Einbauküche und diverser Kleinigkeiten getroffen und das Geld hätte ich schon gerne, und nicht nur gerne, sondern wir können es dringend gebrauchen, denn schließlich haben wir eine neue Küche für das Haus gekauft.

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Samstag, 19. Januar 2002

Heute waren wir erfolglos auf der Suche nach einer Fensterdekoration für Bad und Gäste-WC. Ich bin ja glücklicherweise noch im Besitz eines Geschenkgutscheins für Möbel Hesse. Und dort schauten wir nach einem schönen Raffrollo. Aber es gab nichts in der passenden Breite. Ich möchte das Rollo nicht so anbringen, dass es nur das Fensterglas, sondern auch den Rahmen verdeckt. Denn eine zusätzliche Gardine darüber muss ich nicht haben. Und da brauche ich schon eine Breite von mindestens 120 cm. Es gab aber fast nur Rollos in 100 cm Breite. Auch in dem Teppich/Gardinen-Markt nebenan fanden wir nichts Passendes. Und bei Obi auch nicht. Wahrscheinlich werde ich dann bei Heine bestellen, da gibt es eine große Auswahl in verschiedenen Breiten.
Aber fürs Bad habe ich etwas Geniales entdeckt: Es gibt wunderschöne Dekore verschiedenster Art, alles italienisches Design, aus Kunststoff und zum Aufkleben. Wir haben im Bad auf jeden Fall eine Stelle (die Fliesenkante an der Vorbauwand), die nicht so gut gelungen ist und die mir schon etwas Kopfzerbrechen bereitet hat. Nun habe ich die Lösung gefunden, wie man diese nicht so schöne Fuge dekorativ verdecken kann. Die Dekore von Octopus kann man natürlich auch im Internet bewundern.
Abends kamen dann noch unsere Nachbarn mit einer Flasche Sekt auf ein Schwätzchen vorbei. Jörg hat dann noch seine legendäre Lasagne zubereitet und wir haben gemütlich vor dem Kaminofen gesessen.

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Donnerstag, 24. Januar 2002

Die Tage sind ruhig zurzeit. Im Büro habe ich im Moment nicht allzu viel zu tun, es sind eben vor allem die Phasen, wenn Stellenausschreibungen ablaufen. Dann kommen meistens noch einmal Berge von Bewerbungen. Anscheinend warten die Leute bis zur letzten Sekunde, um sich dann doch auf Stellen zu bewerben, die seit 4 Wochen ausgeschrieben sind.
Zu Hause tut sich auch nicht viel. Ich konnte mich bisher noch nicht aufraffen, endlich einmal die Decke und die Schräge im Badezimmer zu tapezieren und zu streichen. Aber demnächst bestimmt …
Nachdem ich am letzten Wochenende ein paar Fensterdekorationen ausgesucht habe, bin ich damit auch noch nicht weitergekommen. Aber da unser Nachmieter sich immer noch nicht gerührt geschweige denn die Ablöse für die Einbauküche gezahlt hat, bin ich finanziell „ein klein wenig“ in den Miesen und kaufe erst einmal gar nichts. Zum Thema Nachmieter: Vor einer Woche meldete sich die Verlobte des Nachmieters bzw. die Nachmieterin, denn sie will ja auch in die Wohnung einziehen. Sie wusste so ziemlich von gar nichts und musste erst mit ihrem Freund sprechen und wollte sich dann wieder melden. Vorgestern rief der Bruder des Vermieters an. Er hatte mittlerweile herausgefunden, dass die Beiden keine Miete gezahlt haben, obwohl sie einen Mietvertrag ab 1. Januar abgeschlossen haben und mir auf meine Nachfrage im Dezember versicherten, sie würden bereits ab Januar Miete zahlen. Gestern Nachmittag hatte ich eine SMS der Verlobten auf meinem Handy mit dem Versprechen sich spätestens heute zu melden. Und das ist nun auch schon fast vorbei. Ich geh mal davon aus, dass sie – aus welchen Gründen auch immer – die Wohnung nicht mehr haben wollen. Uns kann es ja ziemlich egal sein, abgesehen von dem Verlust, den wir wahrscheinlich wegen der Küche haben werden. Aber der Vermieter … schließlich haben sie einen Vertrag mit ihm gemacht. Ich als Vermieter würde ihnen in diesem Fall ganz schön Ärger machen, so dass sie noch lange an diese Wohnung denken werden.
Ich habe mich schon ein wenig geärgert. Über meine anscheinend so schlechte Menschenkenntnis. Aber wie sollte man so etwas erahnen können, wenn die Leute auf den ersten Blick einen vernünftigen Eindruck machen?

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Freitag, 25. Januar 2002

Heute Vormittag schickte ich eine SMS an die potenzielle Nachmieterin. Ich habe kurz und sachlich, nicht besonders freundlich, auf den verstrichenen Termin hingewiesen und um umgehende Nachricht gebeten. Etwa zwei Stunden später kam eine SMS von ihr zurück. Angeblich konnte sie mich telefonisch nicht erreichen (???), ich könne aber gern ihren Verlobten anrufen. Hahaha!!! Der ist unter seinen beiden Telefonnummern seit mindestens zwei Wochen nicht mehr erreichbar, nur immer die Ansage: „Dieser Teilnehmer ist zurzeit nicht erreichbar …“ oder so ähnlich. Wir haben es schließlich oft genug versucht. Ich war dann schon ziemlich verärgert. Wollen die mich etwa verar… ??? Ich habe ihr eine SMS zurück geschrieben, dass er, wenn er denn erreichbar sein möchte, seine Telefone in Betrieb nehmen solle. Ansonsten könne er uns gern jederzeit anrufen. Nur 5 Minuten später rief sie an – aha, geht also doch. Ja, am nächsten Wochenende ginge es nicht, weil er bei der Bundeswehr Wachdienst habe. Wie es mit dem Wochenende darauf aussähe? Das Geld für die Wohnungseinrichtung sei zurückgekommen, weil er eine falsche Kontonummer/Bankverbindung angegeben habe. Sie wollten dann gerne bar zahlen. Ich hab sie noch darauf hingewiesen, dass wohl auch die Mietzahlung nicht angekommen ist. Sie war natürlich ganz überrascht …
Ich hatte noch nicht richtig aufgelegt, als Jörg anrief. Nachdem ich ihm die Geschichte erzählt hatte, sagte er, es sei auf jeden Fall besser, wenn die Beiden das Geld vorher überweisen und wir die Wohnungsübergabe erst dann machen, wenn das Geld auf dem Konto ist. Klar, da hat er vollkommen Recht, sonst gibt es vermutlich noch Diskussionen darüber, dass wir die Wohnung noch den ganzen Januar hatten und die Miete zahlen sollen. O.k., also habe ich die Dame noch einmal angerufen, ihr freundlich mitgeteilt, dass ich schon mal den Betrag in Euro umgerechnet habe und habe sie um Überweisung desselben gebeten. Das Geld sollte dann ja Mitte nächster Woche angekommen sein und dann können wir problemlos einen Termin für die Wohnungsübergabe vereinbaren.
Im Moment kann ich noch nicht so richtig daran glauben, dass es klappen wird. Warten wir’s ab.
Ansonsten sitze ich fast jeden Abend in meinem noch nicht ganz eingerichteten Büro, um zum Beispiel dieses hier zu schreiben.

In der Ecke steht noch ein unausgepackter Karton, da liegt noch die Teppichbodenrolle für den Flur … aber den kann ich erst verlegen, wenn der Fliesenfußboden im Bad verfugt ist …
Bilder hängen auch noch nicht, vielleicht habe ich am Wochenende mal Lust, damit anzufangen.

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Sonntag, 27. Januar 2002

Wieder keine Bilder aufgehängt! Dafür aber habe ich mein Arbeitszimmer aufgeräumt, das heißt den letzten Karton ausgepackt und dabei gleich mal entrümpelt. In den ganzen Stapeln von Unterlagen, Briefen, Rechnungen, Zeitschriften und sonstigen war doch eine Menge Kram dabei, den ich wegwerfen konnte. In der Zwischenzeit hat Jörg im Wohnzimmer hinter der Schrankwand ein Leerrohr für Telefon und Lautsprecherkabel verlegt. Das ging allerdings nur, indem er die beiden äußeren Unterschränke und auch den Kratzbaum abgebaut hat. Tja, man kann noch so gut planen und versuchen wirklich alles zu bedenken. Eigentlich hätte man die Kabel ja vor dem Aufbau der Schrankwand verlegen können/müssen/sollen. Irgendwie klappt manches doch nicht nach Plan. Und auch die Unmengen diverser Kabel, die wir aus der alten Wohnung ausgeräumt haben, müssen sich anscheinend ein Versteck im Keller gesucht haben. Irgendwo müssen sie doch sein … Die Suche in den ganzen Kartons und Tüten war leider erfolglos. Die tauchen erst wieder auf, wenn man sie garantiert nicht mehr braucht.
Gestern habe ich meine Tagebuch-Seiten ein klein wenig umgebaut. Ich wollte unbedingt eine „Aktuell“-Seite für den neuesten Eintrag schaffen. Leider habe ich mir mit diesem blöden Frameset selbst ein Bein gestellt. Es ging alles nicht so einfach wie ich es mir dachte. Aber nun funktioniert’s. Wer möchte kann also mit http://www.loewenmaul.de/tagebuch/aktuell.htm direkt auf den aktuellen Eintrag verlinken.

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Montag, 28. Januar 2002

Heute ist mein halber Geburtstag – am 28.01. werde ich immer XXeinhalb. Fällt mir gerade so ein beim Tippen des Datums.
Heute war Morgen war wieder ein typischer Montag. Für die ersten 5 km habe ich 20 Minuten gebraucht. Es hat sich durch den ganzen Ort gestaut. Dazu kommt jetzt auch noch, dass die Strecke rüber nach Döhren teilweise gesperrt ist – die Leine tritt mal wieder über die Ufer – und vermutlich alle, die sonst diese Strecke fahren, nun den anderen Weg nehmen müssen. Im Büro war es relativ hektisch, alle wollten ständig irgendetwas, dauern rief jemand an oder kam vorbei, um Bewerbungsunterlagen abzuholen oder wieder zurückzubringen.
Und es weht immer noch ein heftiger Wind. Ich bin mal gespannt, ob unser Weihnachtsbaum, der noch auf seine Abholung am Mittwoch wartet, morgen noch da liegt, wo er zuletzt lag oder ob er endgültig verschwunden ist. Die Müllsäcke werde ich auch erst morgen früh rauslegen können, sonst sind sie über Nacht vermutlich auch ins Nirwana verschwunden. Eigentlich müsste ich noch ein paar Unterlagen zusammenstellen, aber das habe ich auf morgen verschoben. Ich werde jetzt in meine Küche gehen und eine leckere Chinapfanne mit viel Gemüse, Reis und Krabben braten.

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Mittwoch, 30. Januar 2002

Hochwasser

Die Verkehrslage ist im Moment katastrophal. Ich brauche mindestens die doppelte Zeit, um morgens zur Arbeit zu kommen. Leider gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. Bleibt nur zu hoffen, dass das Hochwasser bald wieder zurückgeht. Auf unserem Grundstück – oder vielmehr darunter – sieht es noch gut aus. Unsere Nachbarn hatten während der Bauphase sicherheitshalber einen Kontrollschacht gebuddelt, und dort ist es immer noch trocken. Gute Nachrichten also für unseren Keller 🙂

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