April 2001

Dienstag, 3. April 2001

Diese Woche habe ich frei und die nächste wahrscheinlich auch noch. Nach Ostern geht es dann arbeitsmäßig weiter.
Am Freitag war ich abends ganz schön fertig. Der Tag war noch einmal mega-anstrengend gewesen. Nur zu zweit in der Hotline und ein Anruf nach dem anderen mit den absonderlichsten Problemen und Fragen. Ich hatte mir gewünscht, dass sich der letzte Tag etwas ruhiger gestalten würde.
Abends hatte ich wieder einmal Kopfschmerzen von der ganzen Anspannung und war nicht besonders gut drauf. Angela, Tina und Ralf waren da, wir haben zusammen gegessen und dann „Die Siedler“ gespielt. Es wäre sehr schön gewesen, wenn es mir besser gegangen wäre.

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Dienstag, 10. April 2001

Die letzte Woche war sehr entspannend. Nachdem nun Jörg auch Urlaub hatte, habe ich nicht so viel hier „gearbeitet“, wie ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Macht aber nichts, kann ich noch nachholen. Denn ich werde erst ab dem 23. April wieder arbeiten. Am Donnerstag hatte ich einen Vorstellungstermin bei einer Versicherung, aber das hat mich sowieso nicht besonders vom Hocker gerissen. Hauptaufgabe „Telefon-Bedienen und Termin-Vereinbaren“ finde ich absolut nicht so spannend, vor allem, wenn ich mir im Gegenzug erst einmal neue Klamotten kaufen müsste, weil sie alle so schick angezogen herumlaufen. Ich hab leider kein Büro-Kostümchen! Früher besaß ich schon einige dieser Stücke, weil ich dann ab und zu mal auf Messen war. Aber in den letzten Jahren hatte ich einen wunderbaren Job ohne Kundenkontakt oder andere öffentliche Auftritte, so dass ich meine Kleidung immer selbst wählen konnte. Zumindest brauchte ich kein Office-Outfit. Sollte ich das in Zukunft benötigen, werde ich wohl mal wieder einige dieser Frauenzeitschriften studieren müssen. Die geben ja immer wieder mal gute Tipps, was in dieser Saison im Büro angesagt ist.
Kürzlich schaltete ich mal nachmittags bei TM3 rein. Ich hatte eine sehr interessante Sendung erwischt. Eine Modeberaterin einer dieser Frauenzeitschriften gab ihre Empfehlungen für die richtig gekleidete Frau im Berufsleben ab. Sie selbst sah doppelt so als aus als sie in Wirklichkeit war – was vor allem auch durch ihre Kleidung bestimmt! Oder ist das jetzt der neue Trend? Kackbrauner knielanger Rock mit dunkelbraunen Strumpfhosen? Ich hätte das Ganze eigentlich angesichts dieser Bilder eher unter „Modetipps für die junggebliebene Großmutter“ eingeordnet. Und die Tipps waren wirklich beachtenswert: Zum Beispiel müsse man als erfolgreiche Berufsfrau IMMER Strumpfhosen tragen, auch wenn es im Sommer sehr heiß ist. Das arme Model zu diesem Beispiel war auch in langweiligem Beige-braun gekleidet. Möge ich davon verschont bleiben!

Montag, 30. April 2001

Mein erster Einsatz bei der neuen Firma war kürzer als geplant – nämlich nur vier Tage. Der britische Chef war zwar ziemlich angetan von meinen Kenntnissen und meiner Berufserfahrung, aber das Arbeitsgebiet war von Anfang an nicht genau definiert. Es gab einige Ideen, in welchen Projekten ich mitarbeiten könnte. Doch das Unternehmen befindet sich im Moment in einer riesigen Umstrukturierung und in Hannover wird sowieso ab dem Sommer nichts mehr von der Firma bestehen bleiben. Nun ja, für mich wäre es sowieso nur eine vorübergehende Beschäftigung gewesen. Dann aber ging es doch sehr schnell. Schon am Mittwoch kam ein Anruf aus London, dass es sich bedauerlicherweise mit allen Projekten auf ungewisse Zeit verzögern werde und man leider auf meine Mitarbeit verzichten müsse. O.k., ich habe es mit Fassung getragen. Am Freitag hatte ich einen Tag Urlaub, was mir auch ganz gut passte, weil ich vormittags ein Vorstellungsgespräch hatte. Bei der Uni Hannover. Mittags schon erhielt ich die Nachricht, dass ich „Nummer Zwei“ geworden bin. Ich war nicht enttäuscht, weil mich die Stelle doch nicht so sehr begeistert hat. Zu viel Sekretariatsarbeit – und englische Korrespondenz ist nicht meine Stärke.
Heute begann also mein neuer Einsatz. Diesmal für ein Unternehmen in der Bürokommunikationsbranche. Datenerfassung für Marketing-Analysen. Wir sind 8-10 Zeitarbeitsbeschäftigte. Und es ist ein prima Job finde ich, jedenfalls für das, was so eine Zeitarbeitsfirma bezahlt. Daten in einer Access-Datenbank erfassen und Raumpläne der Büros zeichnen – nicht schlecht. Ein ruhiger PC-Arbeitsplatz ist das, und ich liebe es sowieso, an irgendwelchen Dateien herumzubasteln. Diesmal sind es also Raumpläne. Aber nicht wirklich professionell, also wir müssen nicht maßstabsgetreu zeichnen, sonst wäre das eine Aufgabe für Profis. Und ich werde wahrscheinlich bis mindestens Ende Mai dort sein.
Ansonsten ging es in der letzten Zeit ziemlich stressig zu, was man sicherlich auch an den spärlichen Tagebuch-Einträgen merkt. Aber so ist das eben, wenn man plant, ein Haus zu bauen. Termine über Termine, geschäftliche und private Besprechungen (wir bauen nämlich mit einem befreundeten Paar zusammen). Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, ob die Finanzierung klappt. Das werden spannende zehn Tage!

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