März 2001

Sonntag, 4. März 2001

Ich habe heute ein kleines Problem mit dem, was ich eigentlich gern schreiben möchte und vielleicht doch besser nicht an dieser Stelle veröffentliche.
Das ist der Nachteil an einem öffentlichen Tagebuch: Man weiß nie so genau, wer es liest und gewisse Dinge kann ich nicht (oder noch nicht) preisgeben.
Am Freitag war ich ziemlich down, weil ich dringend auf eine bestimmte Nachricht gehofft habe. Die habe ich aber nicht erhalten.
Gestern Vormittag haben wir uns erst einmal in den Einkaufsstress gestürzt. Normalerweise ist das Einkaufen kein Stress, aber dieses Mal waren wir im neu eröffneten Real-Markt in Hemmingen. Es war die Hölle los, elend lange Schlangen an den Kassen. Hoffentlich wird sich das zukünftig etwas normalisieren.
Ich habe dann den ganzen Nachmittag und Abend auf dem Sofa verbracht, weil ich fürchterliche Bauch- und Rückenschmerzen hatte. Heute geht es wieder etwas besser. Klar, ist ja auch bald wieder Montag und zum Beginn der Arbeitswoche bin ich wieder fit.
Nachdem ich heute nicht die richtige Energie für das Kreativsein hatte, sprich an meinem Buch oder einer Geschichte weiter zu schreiben, habe ich endlich mal meine Web-Seiten überarbeitet. Und zwar habe ich überall eine vernünftige No-Frame-Seite gemacht, damit auch alle diejenigen, die nicht mit Frames surfen wollen oder können, etwas von den Inhalten haben. Ich denke da vor allem an die Internet-Surfer, die gar nichts sehen können! Da meine Inhalte schwerpunktmäßig textorientiert sind – jedenfalls inhaltlich – macht das auf jeden Fall Sinn. Zwei bis drei Ausnahmen habe ich allerdings machen müssen, zum Beispiel die eine Seite mit den Katzenfotos. Natürlich wollte ich auch sehen, ob das Ganze einigermaßen funktioniert. Aber wie? Also hab ich mir den Mosaic-Browser runtergeladen und konnte nun endlich mal meine Seiten ohne Frames „bewundern“. Nicht besonders schön, aber der Inhalt ist noch derselbe 🙂

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Dienstag, 13. März 2001

Ich habe es endlich geschafft – ein Formular auf einer Web-Site auszufüllen und auch erfolgreich abzusenden. Eigentlich nichts Besonderes, sollte man meinen. Aber manchmal kann es einen fast schon zur Verzweiflung treiben. Felder ausfüllen und die passenden Optionen auswählen – ja, o.k., kein Problem. Dann gab es da noch Textfelder, die man anscheinend unbegrenzt füllen konnte. Nur hab ich jedes Mal nach dem Absenden einen hässlichen ERROR erhalten. Zuerst dachte ich, die haben wohl ein Problem mit ihrem Formular. Heute, nach mehreren Tagen machte ich mal einen Test mit einem fast leeren Formular. Das ging. Aha. Weiter denken. Ich habe dann radikal den einen langen Text in einem Feld gekürzt – und siehe da: es funktionierte! Das war nicht elegant und ganz und gar nicht in meinem Sinn, weil dort viel mehr stehen sollte. Aber immerhin bin ich der Ursache auf den Grund gekommen. Hätte ich nur geahnt, dass dies das Problem ist, dann hätte ich gleich einen entsprechenden Hinweis mitschicken können. Den werde ich vermutlich erst später anbringen können. Wäre doch nicht schlecht, wenn man von vornherein wüsste, dass man maximal einen so und so viel Zeichen langen Text eingeben kann. Fehlermeldungen verwirren doch nur, vor allem wenn sie nicht weiterhelfen.

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Montag, 19. März 2001

Seit Freitag bin ich krank und leide etwas vor mich hin. Es ist nichts gefährliches, „nur“ eine normale unangenehme Erkältung. Ein Tag Halsschmerzen und allgemeine Schlappheit, am nächsten Tag ein heftiger Schnupfen und am dritten Tag ging es los mit Husten. Heute habe ich Muskelkater vom Husten (ja, das gibt es wirklich!) und Kopfschmerzen.
Als ich am Freitag mit den ersten Symptomen aufwachte, war mir klar, dass ich nicht arbeiten gehen konnte. Man kann sich vielleicht so über den Tag retten, wenn man die Möglichkeit hat, mal Ablage oder so etwas zu machen. Aber nicht, wenn man den ganzen Tag konzentriert telefonieren muss. Also auf zum Arzt und einen gelben Schein besorgen. Nun war es so, dass ich gerade einen Tag zuvor meine Kündigung abgeschickt hatte. Denn in der letzten Woche war nun endgültig meine Entscheidung gefallen, dass ich meinen jetzigen Job aufgeben werde. Weil es mir einfach nicht liegt. Weil es mich unglaublich stresst. So viel Kopfschmerzen wie in den vergangenen Wochen hatte ich schon seit Jahren nicht mehr. Als ich nun am Freitagmorgen meinen Arbeitgeber anrief, fragte ich ihn zuerst einmal, ob er meine Post schon bekommen hat. Und dann musste ich ihm auch noch mitteilen, dass ich leider krank bin. Seine Reaktion darauf war unglaublich! Ich musste mir anhören, dass dies Anlass zu Spekulation gäbe – gekündigt und sofort krank! Kann ich denn etwas dafür, wenn mich so ein Virus platt macht? Sicherlich mag es solche Leute geben, aber mir das zu unterstellen, finde ich eine Frechheit. Aber egal, ich hab jetzt gekündigt und werde im April woanders anfangen.

Donnerstag, 29. März 2001

Morgen ist mein letzter Arbeitstag in der Hotline. Als ich gekündigt hatte und wusste, dass dieser Job bald ein Ende haben wird, ging es mir schon wesentlich besser. Aber es ist trotz allem nicht DER Job für mich – immer am Telefon sitzen, angespannt auf den nächsten Anruf und das nächste Problem warten. Es kam in der letzten Zeit sogar schon mal vor, dass man zwischendurch etwas Leerlauf hatte. Aber ich kann in der unvorhersehbaren Zeit zwischen den Telefonaten nichts Vernünftiges anfangen und mich auf etwas anderes konzentrieren.
Die beiden letzten Tage sind noch einmal der Hammer. Wir sind nur zu zweit, weil die anderen auf Schulung sind. Ich bin heilfroh, wenn die Uhr morgen 16:30 anzeigt.
Nächste Woche habe ich erst einmal Pause und ab dem 9. April werde ich wieder anfangen zu arbeiten.

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